Wechselmodell, aber...
 
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Wechselmodell, aber kein gutes Gefühl

 
 Gino
(@gino)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

meine Freundin hat sich nach 9 Jahren Beziehung von mir getrennt, weil sie nichts mehr empfindet und sucht sich bereits eine neue Wohnung.  Sie will ihr Leben neu ordnen und selbstständiger werden. Die Möglichkeit eines Neuanfang unserer Beziehung hat sie offen gelassen, möglicherweise weil ihr Ex ihr den Kopf verdreht hat. Aufgrund ihrer Vorgeschichte ist sie ziemlich unselbstständig und bald in psychologischer Behandlung wegen eines ausgeprägten Putz - und Reinigungszwanges, was sie leider auch auf unseren Sohn überträgt mit übertriebenen Waschen,Baden, Reinigung seines Spielzeugs, abkochen von Gegenständen (er ist 2) usw. usw. also nix mehr. Außerdem hat sie kaum Zeit sich mit unserem Sohn mal zu beschäftigen, weil sie andauernd putzt und Wäscheberge "bewältigt" Jedenfalls mache ich mir Sorgen, dass sie ihm gesundheitlich schadet und er in seiner Entwicklung gestört wird.

Mit meiner Ex komme ich gut klar und wer es nicht wüßte das wir getrennt sind würde es nicht merken, auch unser Sohn bekommt nichts mit, denk ich mal. Dieses gute Verhältnis möchte ich nicht kaputt machen, da ich mir auch noch irgendwie Hoffnung mache....

Das Problem ist, wenn sie ausgezogen ist habe ich keine Möglichkeit mehr einzugreifen. Wir wollen zwar ne 50/50 Regelung, aber ein gutes Gefühl habe ich nicht, solange sie nicht therapiert ist.
Hab zwar schon einen vorgefertigten Antrag auf alleiniges Sorgerecht und einen auf Aufenthaltbestimmungsrecht auf der Computerfestplatte, aber ich scheue mich davor. Will erstmal sehen, wie sie zu recht kommt ohne mich.
Kann mich jemand verstehen? Ich weiß nicht, wie sie(und ihre Familie) reagieren würden, wenn ich vorsorglich erstmal den Antrag auf ABR einreiche bei Gericht.

Gruß, Swen


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 27.02.2008 13:24
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus Swen!
Also, das mit ASR vergiss erst mal ganz schnell, da schießt Du Dich wahrscheinlich selber ins Knie damit!
Habt ihr eigentlich gemeinsames Sorgerecht? Wenn nicht, würde ich erst mal Freundin dazu im Interesse und zum Wohl eures gemeinsamen Kindes bewegen...

Wie ich Dir im anderen Thread schon andeutete, versuche, dass Euer Kind im Falle von Auszug erst mal bei Dir (in seiner gewohnten Umgebung) bleibt, hol Dir zur Not Hilfe vom JA bzw. lass Dich doch mal beraten...

Grüße ausm Süden
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 13:32
 Gino
(@gino)
Schon was gesagt Registriert

🙂 Achso, hatte ich vergessen....wir haben gemeinsames Sorgerecht. Eigentlich spricht alles dafür, dass er bei mir bleibt wg. gewohnter Umgebung, Kita gleich gegenüber usw. nur eben 1. nicht möglich wegen meins Vollzeit-Jobs (passt auf Dauer mit den Kitazeiten nicht zusammen) und weil sie unseren Sohn bei sich haben möchte. Vielleicht wäre 50/50 doch nicht so ne gute Idee. Mir ist noch ne Idee gekommen, die ich ihr mal vorschlage. Die Woche über bei ihr und ab Freitag nach meinem Feierabend bis So nachmittag bzw. Mo früh bei mir. In der Woche nicht festgelegt und nach Bedarf....Hmmm
Das wenn ich das ABR durchbekommen würde(da hab ich keine Bedenken) macht es alles komplizierter, da sie ja dann denkt, dass ich ihr das Kind wegnehmen will..

Gruß,Swen


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.02.2008 14:05
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus gino!

Eigentlich spricht alles dafür, dass er bei mir bleibt wg. gewohnter Umgebung, Kita gleich gegenüber usw. nur eben 1. nicht möglich wegen meins Vollzeit-Jobs (passt auf Dauer mit den Kitazeiten nicht zusammen) und weil sie unseren Sohn bei sich haben möchte.

Dann würde ich als aller erstes damit anfangen, mir Gedanken zu machen, wie ich eine Betreuung sicher stellen könnte, für den Fall, dass er wirklich bei Dir bliebe.
Da kannst ja schlecht sagen: sorry, ich muss mal in die Arbeit, hab keine Zeit, mich um Dich zu kümmern...

Grüße
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 14:21
(@peterpaul)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Gino,

[Das wenn ich das ABR durchbekommen würde(da hab ich keine Bedenken) macht es alles komplizierter, da sie ja dann denkt, dass ich ihr das Kind wegnehmen will../quote]

verstehe ich nicht so ganz? Du meinst, das ABR zu bekommen? Da wäre ich mir wünschenswerter Kontinuität für das Kind angesichts Deiner Vollzeit nicht so sicher, es sei denn, Du kannst die Betreuung wirklich sicherstellen.
Ich würde mich in erster Linie auch um den Erhalt des gemeinsamen Sorgerechtes bemühen. Das macht evtl. später nötige Eingriffe wegen der Erkrankung Deiner Ex wesentlich einfacher. Macht sie eine Therapie, hast Du Anhaltspunkte für eine tatsächliche Vernachlässigung - nehme ich mal an, wenn sie nur putzt? In diesem Fall müsstest Du deine (wie es scheint) augenblickliche Unsicherheit über Deine tatsächlichen zeitlichen und väterlichen Ressourcen ohnehin schnell überdenken.

Gruß

peterpaul


AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 14:29
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

(Argh, so ein mist jetzt hab ich ne riesen Text geschrieben u auch meinen Unmut kund getan u klicke das Fenster zu u alles is weg *buahheul .. also nochmal)

Also..ehrlich gesagt kocht bei mir grad eine gewisse Körperflüssigkeit u steigt langsam hoch ...

Also ein wenig kommt man sich da ja veräppelt vor, erst schreibst du von wegen "die KM u ich sind uns einig das wir ein WM führen wollen nur das Problem ist das die ARGE mit im Boot ist" und jetzt mitmal machst du einen neuen Thread auf wo mitmal die Lage ganz anders ist nämlich von wegen "die KM hat ein psychisches Problem u du hast bedenken das das Kind bei ihr ist u willst eigentlich das WM nicht wirklich" .. also das macht ein wenig den Eindruck als wenn du grad versuchst die KM schlecht zu machen...

Allerdings gehe ich jetzt dann einfach mal davon aus, das das geschriebene so wirklich stimmt...

Dann wäre es aber jetzt mal besser wenn du alle Fakten auf den Tisch legst, weil ansonsten einige Tipps unnötig sind u waren, weil es doch um was völlig anderes ansich geht...u man dir so nicht wirklich richtige Tipps geben kann..

Also los..

Jetzt mal zu dem also was du hier berichtest...

ihrer Vorgeschichte ist sie ziemlich unselbstständig und bald in psychologischer Behandlung wegen eines ausgeprägten Putz - und Reinigungszwanges, was sie leider auch auf unseren Sohn überträgt mit übertriebenen Waschen,Baden, Reinigung seines Spielzeugs, abkochen von Gegenständen (er ist 2) usw. usw. also nix mehr. Außerdem hat sie kaum Zeit sich mit unserem Sohn mal zu beschäftigen, weil sie andauernd putzt und Wäscheberge "bewältigt" Jedenfalls mache ich mir Sorgen, dass sie ihm gesundheitlich schadet und er in seiner Entwicklung gestört wird. 

Nun wenn dem so ist, dann ist das sehr wohl bedenklich, auch fürs Kind.
Und ob da nun ein WM grad wirklich optimal ist?
Allerdings verstehe ich es nicht wie man von so einem Problem weiß u nicht wirklich handelt, dann aber angeblich man sich auf ein WM einigt aber doch bedenken ums Kind hat, obwohl man scheinbar auch vorher das so hingenommen hat u nichts getan hat..
Und zudem noch drauf hofft das die KM zurück kommt...

Ich hoffe das dein Sinneswandel u die Sorge ums Kind u das es jetzt doch besser wäre nach deiner Meinung das es bei dir bleibt, nichts damit zu tun hat, das du dadurch hoffst, wenn erstmal das Kind bei dir ist, das die KM dann auch bei dir bleibt!!

Fakt ist, sie hat ein Problem, was therapiebedürftig ist, u sicherlich auch Auswirkungen aufs Kind hat/haben wird ..
..fraglich nur warum du bisher auch nichts wirklich getan hast, also im Sinne für die KM, sie aufzufordern bzw. zu unterstützen eine Therapie zu machen..mag auch sein das du es versucht hast u sie es abgelehnt hat, sie es vielleicht selber nicht einsieht, das sie therapiebedürftig ist..aber dann muß man erkennen, das man diesem Menschen nicht helfen kann oder derjenige diese Hilfe gar nicht will, aber dann sollte man schnellstens anfangen sich ums Kind Gedanken zu machen..u nicht dann noch immer denken, u hoffen das doch die Ex zurück kommt...
Ich finde das etwas bedenklich...

Also nu wird es Zeit etwas zu tun...
Auch grad im Sinne des Kindes..

  Mit meiner Ex komme ich gut klar und wer es nicht wüßte das wir getrennt sind würde es nicht merken, auch unser Sohn bekommt nichts mit, denk ich mal.

Naja, das denkst du, Kids haben da aber oftmals sehr feine Antennen...

Dieses gute Verhältnis möchte ich nicht kaputt machen, da ich mir auch noch irgendwie Hoffnung mache...

Wie gesagt, das finde ich schon sehr bedenklich..
U hoffe das du jetz nicht für den Wunsch euer Kind "nutzen" willst..
U auf der anderen Seite eben bedenklich, dad du bei der KM jetzt eine Gefahr fürs Kind siehst, bisher nichts unternommen hast, erst gar noch ein WM wolltest u es jetzt doch völlig anders siehst..
Fakt ist, eine gewisse Gefahr besteht definitiv....u hier sollte eben gehandelt werden...

Wir wollen zwar ne 50/50 Regelung, aber ein gutes Gefühl habe ich nicht, solange sie nicht therapiert ist.

Dann mußt du handeln...u da geht nunmal das Kind vor, u nicht der Job, auch wenn der wichtig ist, u es eben finanzielle Probleme schaffen würde..aber das Kind sollte da schon vor gehen, grad wenn es wirklich solche Probleme bei der KM gibt, die dann schon massiv sein werden u nicht mal eben so mit einer Therapie behoben werden können...

  Hab zwar schon einen vorgefertigten Antrag auf alleiniges Sorgerecht und einen auf Aufenthaltbestimmungsrecht auf der Computerfestplatte, aber ich scheue mich davor

Aber das hast du dann doch schon vorbereitet...
Allerdings, das solltest du letztendlich einem RA überlassen das zu beantragen...
Und vom SR solltest du erstmal die Finger lassen, denn das würde nach hinten losgehen..

Will erstmal sehen, wie sie zu recht kommt ohne mich.

Was soll das heißen? Zurecht kommt sie doch sicherlich, oder? .. u die Probleme die sie hat hat sie doch auch mit dir, also werden die ohne dich sicherlich nicht verschwinden...

Kann mich jemand verstehen?

Nein, ich kann dich da jetzt ehrlich gesagt nicht mehr verstehen...

Ich weiß nicht, wie sie(und ihre Familie) reagieren würden, wenn ich vorsorglich erstmal den Antrag auf ABR einreiche bei Gericht.

Vorsorglich solltest du das schon mal nicht tun, wenn dann richtig...
Und was da ihre Familie drüber denkt sollte dir völlig egal sein, denn es geht hier ums Kind u nicht darum was ihre Familie denken könnte..
Was sie denkt dürfte klar sein...

  Eigentlich spricht alles dafür, dass er bei mir bleibt wg. gewohnter Umgebung, Kita gleich gegenüber usw

Drum, nicht nur vorsorglich ... natürlich ist der Job ein Prob, entweder ein anderer muß her, Teilzeit, oder eben muß dann notfalls es mal eine Zeit lang anders gehen, o z.B. eine Tagesmutter muß her, oder Familie kann helfen, es geht hier schließlich um dein Kind!!

Hinterher aber dann sagen, ne da is die KM ne Gefahr u das geht so nicht, das wird dann noch schwieriger...

Deine weiteren Vorschläge sind da dann eher nur eine Notlösung u die Gefahr u deine Sorgen sind doch damit nicht gelöst..oder ?!

  Das wenn ich das ABR durchbekommen würde(da hab ich keine Bedenken) macht es alles komplizierter, da sie ja dann denkt, dass ich ihr das Kind wegnehmen will..

Wenn du doch keine Bedenken hast das ABR zu bekommen, warum tust du es dann nicht....was sie denkt ist doch irrelevant..entweder besteht eine Gefahr fürs Kind oder nicht, u dann muß gehandelt werden..
Aber nicht, ok es besteht Gefahr, aber ich lass das Kind mal weiter bei der KM ohne was zu tun u hinterher heißt es dann so jetzt will ich es aber doch anders, weil es nicht geht, denn dann wird man dir vorhalten warum du nicht vorher, wenigstens bei der Trennung gehandelt hast, obwohl du von ihren Problemen wußtest..

Letztendlich bleibt die Frage, wie massiv ihre Problematik ist...

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 15:24
 Gino
(@gino)
Schon was gesagt Registriert

Die "Problematik" ist so massiv, dass ich mir eben Sorgen mache, ob sie dass allein hinbekommt und ob sie nicht unserem Sohn schadet. Und damit stehe ich nicht allein...selbst ihre eigene Mutter hat Zweifel.
Ihr kennt die Hintergründe nicht, darum könnt ihr mich auch nicht richtig verstehen. Ich versuche es mal kurz und knapp zu machen.

Meine Ex-Freundin ist etwas zurückgeblieben (geistig) was sich durch eine Lernbehinderung u.ä. bemerkbar macht.  Nicht nur, dass ihr in ihrer Kindheit dadurch alles abgenommen wurde, habe ich durch meine "Helfernatur" in den 9 Jahren auch nicht zu einer Selbstständigkeit ihrerseits beigetragen....hab einfach zu viel für sie gemacht. Sie hatte noch nie ne eigene Wohnung, noch nie für sich selbst gesorgt und noch nie eigenverantwortlich gelebt. Selbst jetzt, wo es durch ihre Trennung von mir schon schwer genug für mich ist (ich liebe sie ja und will mich nicht trennen) muß ich ihr bei der Wohnungssuche, Formularausfüllerei und, und, und helfen. Sie schafft es einfach nicht. Sie probiert, aber letztendlich fragt sie immer mich um Hilfe. Ich kann sie nicht einfach fallenlassen, schon nicht wegen unserem Sohn. Also versuche ich(wir) eine Lösung zu finden, wie sie zu einen eigenständlichen Leben kommt, als Mensch und Mutter unseres Sohnes.
Ich will ihr nur noch Hilfe zur Selbsthilfe geben. Aber ich bin auch unsrem Sohn verantwortlich und ich will, dass es ihm gut geht . Mit der 50/50 Regelung wollte ich das Ganze "beobachten" bzw. kontrolliert halten, denn Priorität hat mein Sohn und wenn ich merke, dass sie es nicht hinbekommt, werde ich entweder versuchen einen Betreuerung vorzuschlagen, oder den Jungen zu mir zu nehmen. Da ist der Job erstmal an zweiter Stelle. Mir geht es darum ihr ne Chance zu geben, aber auch nicht vor den Kopf zu schlagen, wenn ich gleich die ABR durchziehe.

Hoffe, nun kann man mich etwas besser verstehen. Es ist eben bei mir keine "normale" Beziehung gewesen.

Gruß,Swen


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.02.2008 16:14
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Swen,

ich kann Dein Problem, auch gerade bezüglich der Helferthematik supergut nachvollziehen. Und ich glaube auch, dass dieses Abhängigkeitsverhältnis irgendwie eine ganz schlechte Voraussetzung ist, für alles.

Vom Prinzip führt ihr ja eine Beziehung in getrennten Wohnungen, Du überwachst sie und ihr Mutterdasein, sie lässt sich bei allem was lebenswichtig ist von Dir helfen. Ich denke, wenn Du Deinen Sohn jetzt ausziehen lässt, dann wirst Du auch kein ABR mehr bekommen. Ein "bißchen minderbemittelt" sein, muss nicht heißen, dass sie unfähig ist ein Kind großzuziehen. Ob seine Entwicklung dabei optimal verläuft, steht auf einem anderen Blatt. Aber wohl jeder Elternteil bildet sich ein, das Optimalste für seine Kinder zu tun und was meine Freundin für optimal hält muss ich noch lange nicht für optimal halten.
Wenn Du also das Kind jetzt zu ihr ziehen lässt, dann bescheinigst Du ihr damit, dass sie erziehungsfähig ist. Wenn Du daran zweifelst oder es sicher weißt, dass es nicht so ist, dann müsstest Du logischerweise sofort handeln. Bliebe also die Variante, dass Du mit ihr sprichst, ob es nicht einfacher für sie wäre, wenn sie allein auszieht und euren Sohn zB jeden Nachmittag vom Kindergarten abholt und Du ihn dann nach der Arbeit bei ihr abholst. Nur mal als Beispiel.

Aber wenn er erst mal bei ihr lebt oder ihr auch ein Wechselmodell habt, sehe ich die Chancen ehrlich gesagt nicht sooo großartig, dass Du dann hinterher das ABR bekommst. Jedenfalls nicht, wenn nicht irgendwas gravierend Schlimmes passiert.

Ihr könntet aber auch mit Hilfe einer dritten Seite versuchen, eine Lösung zu finden. Vielleicht hat jemand hier einen Tipp dazu. So eine Art Trennungsmediation.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 16:26
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

Also mein Tipp wäre da jetzt eindeutig:

Trenn dich.
Kind bleibt bei dir ..notfalls eben das ABR beantragen..
Helfersyndrom abstellen..sie muß ihr Leben dann jetzt leben u nicht du ihr Leben organisieren..
U kümmere dich um dien Kind..
Regel die Betreuung..
Notfalls das Problem mit dem Job eben regeln, wenn es nicht anders geht...

Das was du berichtest, kann ich jetzt sehr gut nachvollziehen..fast gleiches bzw. einiges gleiches habe ich erlebt..
(nur das z.B. schonmal der "Putzwahn" bei meiner Ex völlig fehlte, das schlug bei ihr eher völlig ins Gegensätzliche um, + noch weitere Probleme, die es vielleicht auch bei euch, bzw. ihr gibt)

Also handel JETZT, im Sinne deines Kindes, stell das Helfersyndrom ab (weiß ist schwer, aber du wirst auch daran selber mit kaputt gehen, glaub mir, u euer Kind erst recht)
SIE hat sich getrennt, u dann soll sie mal, du kannst das nicht auch noch regeln, das muß sie schon selber, erwachsen ist sie nunmal, so oder so...

Mir sagte dann damals bei mir eine Fam-Beratungsstelle, die dann irgendwann endlich auch mal die Ex kennenlernten, das ich ja nicht zwei Kinder hätte, sondern drei..ich habs erst nicht gerafft was man mir damit sagen wollte..Das dritte Kind war die Ex..

Und das ist offensichtlich auch bei dir so..also vergiss es, in deinem Sinne u im Sinne des Kindes, sie hat sich getrennt, dann muß sie klar kommen..u mach dich nicht zu ihrem Lakeien, der für sie alles regelt, u sie holt sich dann ne neuen Lover ins Haus, das kanns wohl nicht sein..

Stell dich da noch auf einiges ein...
Aber lass dein Kind da nicht untergehen...

Ich hoff, das ich mich da jetzt nicht pers. zu sehr emotional hineingesteigert hab..aber das alles kenn ich, auch was da noch auf dich zukommen wird..

Du gehst da derzeit eher den falschen Weg !

Ich will ihr nur noch Hilfe zur Selbsthilfe geben. 

Vergiss das bitte ganz schnell wieder...das ist nicht deine Aufgabe..sie hat sich getrennt, wenn sie Hilfe braucht dann muß sie sich die besorgen..(auch wenn es dir schwer fällt, aber stelle es ab, das Helfersyndrom!)

  Aber ich bin auch unsrem Sohn verantwortlich und ich will, dass es ihm gut geht .

Drum, handel, kümmer dich um ihn, nimm ihn zu dir!! U regel euer Leben!

Mit der 50/50 Regelung wollte ich das Ganze "beobachten" bzw. kontrolliert halten, denn Priorität hat mein Sohn 

Und was denkst du, was passiert wenn sie erstmal mitbekommt, wie das mit der finanziellen Komponente ausschaut, da sei dir sicher, es wird vielleicht etwas dauern, aber dann wird sich sehr schnell ihre Einstellung ändern zum WM, u sie wird die AE sein...egal wie es dem Kind dabei geht..

und wenn ich merke, dass sie es nicht hinbekommt, werde ich entweder versuchen einen Betreuerung vorzuschlagen

Vergiss es gleich wieder, du bist dann getrennt von ihr, da kannst du noch so viel Vorschlagen, eine Betreuung der KM wirst DU da nicht anleiern können!

oder den Jungen zu mir zu nehmen. 

Das wirst du dann wohl eher auch vergessen können..
Da wird dein Zug eher schon abgefahren dann erstmal sein..u es wird deutlich schwerer werden da noch was zu erreichen, als jetzt...

  Mir geht es darum ihr ne Chance zu geben,

Die kann sie so viele haben wie sie will..aber nicht mit dem Kind!
Denke sie muß da derzeit erstmal sowieso ihr eigenes Leben in den Griff bekommen, bevor sie sich um ein Kind wirklich kümmern kann....

aber auch nicht vor den Kopf zu schlagen, wenn ich gleich die ABR durchziehe. 

Wie gesagt die Softcore-Variante gibt es hier nicht!!

Das, wird dir so eher das Genick brechen...

Glaub mir, ich hatte damals auch das Helfersyndrom u wollte lange die Softcore-Variante fahren, u war selbst so irre, als das JA endlich erkannte was wirklich los ist, u das Ordnungsamt mit eingeschaltet hat um sie Zwangseinweisen zu lassen u das auch durchgezogen worden wäre, das ich Widerspruch dagegen eingelegt hab, obwohl diese Frau schon mehr als nur mist gebaut hatte, u hab mich selbst da noch ihrer angenommen u die Zusichereung den Behörden gegeben, mich drum zu kümmern u ihr einen Therapieplatz zu besorgen..
Was war ich damals bescheuert .. es ging alles voll nach Hinten los, hab mir da noch mehr Ärger u Probleme eingehandelt, u das aus heutiger Sicht, schon fast zu recht, so blöd kann man auch nur einmal sein..es bringt dir also nichts, die Softcore-Version..

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 16:58
(@peterpaul)
Schon was gesagt Registriert

an LBM,

die Idee mit dem Abholen aus der KiTa ist wirklich gut. Wäre für alle die wohl beste Lösung - vor allem, weil man das Thema des (zukünftigen) ABR gar nicht erst ansprechen müsste.
Nach örtlichen Mediatior(inn)en kann man im Netz googeln oder bei der Caritas etc. nachfragen.

an Swen,

die Trennung ist derzeit schwer, aber wenn es ums KInd geht, dann solltest Du wirklich darauf achten, dass Du aus "Liebe" nicht notwendige Schritte unterläßt. Verweigert sie sich und will das Kind einfach mitnehmen, solltest Du schnell sein. Anderenfalls heißt es am Ende wirklich: Der Vater hat dem Wechsel ursprünglich ja noch nicht einmal  widersprochen und "auf einmal" will er das ABR. Und dieses "Auf einmal" wird dann kommen, wenn Du erkennst, dass die Beziehung definitiv vorbei ist. Dann wird das Kind (spät. bei schwierigen Umgangskontakten) viel wichtiger als es in diesem Moment ist, aber dann hast Du schon einen guten Teil deiner Position verspielt.

Wie wäre es, das JA nur generell mit ins Spiel zu bringen? Wenn sie etwas langsamer ist, dann ist doch eine Aussage wie "Tja, jetzt haben wir uns getrennt und da sollten wir mal sehen, wie man das dann mit dem Kind macht. Lass uns mal beim Jugendamt nachfragen." vielleicht möglich? Ich könnte mir vorstellen, dass dort die Idee von LBM Unterstütung fände, vielleicht mit der Aussage, die KM könne sich doch dann auch erst einmal auf sich selbst konzentrieren, etc.
Wenn es hart auf hart kommt, ist das JA doch sowieso beteiligt. Und ein von vornherein kooperativer und verantwortungsbewusster Vater hat ungleich mehr Chancen als ein Vater, der noch nicht einmal die Beziehung verdaut hat. Ist als Frage an alle gemeint. Quasi ein letzter, vorgelagerter Versuch, das ABR nicht per Gericht festlegen zu lassen, sondern die KM vielleicht auch ohne Streit zu einem Belassen beim Vater zu bewegen. 

Gruß

peterpaul


AntwortZitat
Geschrieben : 27.02.2008 17:11




 Gino
(@gino)
Schon was gesagt Registriert

So, hab eben "Nägel mit Köpfen" gemacht und einen Termin mit dem Jugendamt vereinbart,  um mich bzw. uns einfach mal beraten zu lassen, was das Beste für unseren Sohn wäre bzw. eine brauchbare Regelung zu finden. Ich habe keine Bedenken, dass sie vielleicht nicht mitkommen würde, allerdings weiß ich nicht wie sie dann reagiert, wenn sie mit der Antwort konfrontiert wird, dass es für unser Kind und für sie erstmal besser wäre, wenn unser Sohn bei mir bleibt. Aber ich hoffe, dass sie doch einsieht (schon unter Beachtung der Umstände, die ich schon beschrieb) dass das Wohl des Jungen erstmal vorrangig ist.

Gruß,Swen


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.02.2008 14:19
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

Was versprichst du dir vom JA?!

Natürlich ist es ein Versuch wert, aber das JA kann nur etwas empfehlen, u es stellt sich die Frage wie euer JA gestrickt ist.
Eines wird jetzt sicherlich klar sein, der Ex wird klar werden das du kein WM willst, sondern das du willst das euer Kind bei dir lebt..
Wie wird sie jetzt darauf reagieren?!

Wie wird das JA reagieren...wie gesagt die Frage wie es gestrickt ist, könte auch passieren das das JA das alles gar nicht so schlimm sieht, u gar noch hört das die KM eine Therapie ween jenem u welchem zwar machen will, u das JA doch gleich ihr aller Möglichekeit nach Hilfen anbietet, z.B. SPFH usw. ....

Wäre es vielleicht nicht besser du würdest erstmal selber nur allein mit dem JA sprechen?!
Um schon mal erst für dich Rat einzuholen u hrauszufinden wie sie über die Sache denken..u ob sie dein Denken teilen u dich unterstützen oder eher nicht..
Jetzt wird dann deine Ex wissen was los ist u evtl. gleich handeln..

Es kann jetzt richtrig oder falsch sein diese Vorgehen, ich pers. bin da bei JA`s immer etwas sehr zwiegespalten..

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 28.02.2008 16:01