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Mutter entscheidet auf welche Schule das Kind gehen soll.

 
(@papaaufpapier)
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Guten Abend Zusammen,

Vorgeschichte: Seit 2 Jahren bin ich getrennt lebend und seit ca. 2 Jahren läuft der Scheidungsprozess. Die Kinder leben bei der Kindesmutter und den Unterhalt bezahle ich regelmäßig. Meine Noch-Ehefrau und ich haben "Gemeinsames Sorgerecht". Der Sohn (10Jahre) wechselt auf die Realschule zum neuen Schuljahr.

1)
Den Sohn, 10 Jahre,  habe ich seit Oktober 2007 (!!!) nicht mehr gesehen (er hat keine Zeit, er muss Fussballspielen am Wochenende und so weiter ...). Insgesamt hat mich der Sohn in den letzten 2 Jahren ca. 8 mal besuchen dürfen, wollen..

2)
Im Januar 2008 waren die Gespräche an der Grundschule für die Entscheidung auf welche Art Schule der Sohn gehen soll. Ich muss zugeben, dass ich geschäftlich viel im Ausland unterwegs war, und keinen Termin wahrgenommen habe. Meine Frau hat mich nicht gefragt, nebenbei bemerkt meine Noch-Ehefrau verkehrt nur per Rechtsanwalt mit mir, und hat den Sohn auf der Realschule angemeldet. Heute habe ich per Brief von der Realschule erfahren, dass mein Sohn auf dieser Realschule angemeldet worden ist. Wie gesagt, ich hatte den Sohn in den letzten 2 Jahren cirka 8 mal gesehen und über die schulischen Leistungen des Sohnes habe ich keinerlei Information. Selbst die Zeugnisse habe ich nicht zu Gesicht bekommen. So wie ich den Sohn kenne, wäre er auch gut für das Gymnasium geeignet. Als ich noch bei meiner Familie vor mehr als 2 Jahren lebte, habe ich auch das Gymnasium für meine Tocher durchgesetzt obwohl die Mutter und die Schwiegereltern verhemt die Realschule sehen wollten. Die damalige Grundschule hatte die Empfehlung für die Realschule gegeben. Nach 2 Jahren Gymnasium der Tochter, hat dann diese schon zum 2. mal die Option von der Schulleiterin erhalten eine Klasse zu überspringen.

Fragen:

A)
Rückwirkend etwas zu ändern, Realschule des Sohnes,  macht auch wohl zum Wohl des Kindes keinen Sinn. Sieht das jemand anders?

B)
Ich hatte schon früher mal bei der jetzigen Noch-Grundschule darauf aufmerksam gemacht, dass ich auch das Zeugnis zu Gesicht bekommen sollte, und bekam den Hinweis der Schulleiterin dass die Eltern das untereinander klären müssen, und dass die Schule keine Verpflichtung hat beide Elternteile über den Schüler zu informieren. Daraufhin habe  ich die Kultusminsterin von Rheinland-Pfalz angeschrieben und bekam Rückantwort, dass die Schulleiterin richtig gehandelt hat. Muss man das so akzeptieren? Müssen zum Beispiel bei dem Zeugnis nicht beide Erziehungsberechtigten in einem sochen Fall unterschreiben?

C)
Zukünftig, welche Rechte habe ich als getrenntlebender Vater an der Schule des Sohnes, wenn an mich keinerlei Information weitergeleitet wird?

Vielen Dank für Rückantworten
papaaufpapier


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.05.2008 23:15
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin PaP,

Dein Posting klingt ein wenig so, als wolltest Du alles auf Silbertabletts serviert haben...

Schulen sind nicht dafür da (und personell sowie finanziell auch gar nicht entsprechend ausgestattet), um die Kommunikation der Eltern untereinander zu ersetzen; man geht dort grundsätzlich davon aus, dass auch getrennte und geschiedene Eltern sich über Kindesbelange verständigen können. Wenn nicht, ist es nicht das Problem der Schule.

Das heisst nicht, dass Du von dort keine Infos bekommst - aber Du wirst nicht umhin kommen, Dich auch mal selbst darum zu bemühen. Und Deine berufliche Abwesenheit vielleicht auch ein wenig danach ausrichten, falls Dich das Thema wirklich interessiert; ggf. auch mal eine Elternsprechstunde besuchen.

Wenn Du Dich nicht selbst einbringen willst, ist das nicht das Problem der Schule und auch nicht das Deiner Ex. Gleiches gilt für den Umgang: Wenn er nicht klappt, genügt es nicht, das in Internet-Foren zu beklagen; dann musst Du (nach einem Vermittlungsversuch beim Jugendamt) eben eine Umgangsklage auf den Weg bringen und einen regelmässigen Umgang durchsetzen (ja, auch wenn das im Einzelfall mit beruflichen Aktivitäten kollidiert; die müssen dann eben auch mal zurückstehen).

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 21.05.2008 02:56