Moin Yama
Glückwunsch zum Etappensieg. Was auch immer KM dazu bewogen hat, hier einzuknicken. Ich wünsche Euch, dass sie es sich nicht doch noch anders überlegt und das ganze ohne weitere Verfahren abläuft. Halt uns auf dem Lfdne! Lass Dich nicht ärgern durch die Kleinigkeiten wie Fahrrad. Zeige Dich vielmehr als großzügiger BetreuungsET in Sachen Umgang!
Und natürlich wünsche ich auch, dass sich die Pubertäts bedingten Probleme in Grenzen halten. Muss ja nicht immer so schlimm kommen, wie hier in teilen geschildert.
Gruss, Toto
Szene: Abschied Mutter - Tochter
Mutter reicht die Hand zum Abschied.
Tochter nimmt nicht die Hand sondern umarmt Mutter und klopft ihr auf die Schulter (!)
Keine Worte.
freue mich für dich. bist ein Vorbild.
hier ist mein erste Post, dein Story hat mich schon shokiert mit Ähnlichkeiten.
Hört sich wie ein echt friedliche Lösung
richtig nett zu hören 🙂
Hallo johma,
ich fühle ich mich irgendwie nicht wie wie ein "Sieger" oder "Held".
Dafür habe ich in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht.
Ich hatte gedacht, durch Nachgeben kann ich Konflikte vermeiden -> Das funktioniert nicht. Jede aufgegebene "Frontlinie" dient als Basis für die nächste, weitergehendere Forderung.
Ich hatte gedacht, das Jugendamt kann helfen -> Das stimmt nicht. Der Laden arbeitet rein formal: Mit Vater gesprochen, Haken dran, mit Mutter gesprochen, Haken dran, mit Tochter gesprochen, Haken dran. Formal ist deren Arbeit damit erledigt.
Ich hatte gedacht, das Gericht kann entscheiden -> Haha. Soviel Zeit und Geld hat kein Mensch, um alles per Gericht durchzufechten. Und jede Gerichtsentscheidung kann schon nach ein paar Tagen hinfällig werden, wenn die Situation sich ändert.
Überhaupt ist die ganze Helferindustrie mit Richtern, Anwälten, Jugendamt, Mediatoren und Sonstigen, sehr mit Vorsicht zu genießen. Diese Leute haben tagtäglich mit solchen Fällen zu tun und die meisten sind abgestumpft. Sie arbeiten streng nach Schema F, um einem gesetzlich (schräg) definiertem "Kindeswohl" zu genügen. Für uns dagegen, ist das eine Situation, die einmalig ist und unser ganzes Leben dominiert. Es betrifft unsere tiefsten Gefühle, Verlustängste, Gerechtigkeitsempfinden, etc. Das man bei diesem Cocktail teilweise fragwürdige Entscheidungen trifft, ist nicht weiter verwunderlich.
ich denke wir sind nur normale Männe die von Natur her nicht mit Tricks und Lügen umgehen.
Mein älteste hat mir gesagt, "dein problem ist dass du zu lieb bist, bitte nicht als beleidigung nehmen".
Wenn das ein Fehler ist...
Nachgeben, ja, der selbe hier, bis kompett Kontrolle gibt. Was ist der Alternativ, Ärger?
Ich nenne das grosszugig, und nicht selbstsuchtig.
Bleib wie du bist, hört sich richtig an.
Und deine Kinder sind sicher stolz auf dich. Dafur bist du doch der Held.
Habe mich richtig gefreut für euch als dein Bericht kam.
Und warscheinlich sehen die Tochtern das auch so. Am ende die wissen die Wahrheit glaube ich.
Mehrer haben auch berichtet was du sagst, oft ist das umrecht, und mit ein lebenslang Konsequenz, stimmt.
Ich furchte etwas schlimmes hier, aber versuche immer noch den netten Weg.
Meine werden weglaufen wie bei dir, nacher.
Mit dem Klopf auf die Schulter was du vorher geschrieben hast, das habe ich hier auch erlebt. Wahnsinn oder?
Und es ist nicht weil das Kind geht wo es am bequemsten hat.
Schöne Zeiten kommen jetzt sicher 🙂
p.s. Jugendamt ist das gleiche hier...
Moin
ich fühle ich mich irgendwie nicht wie wie ein "Sieger" oder "Held".
Wozu auch, sowas vergeht schnell. Und dann kommt der Alltag mit den "wundervollen Attacken" einer pubertierenden und irgendwann schwer verliebten Tochter. Mein Beileid. 😉
Nimm es an und gut ist. Der Rest wird sich zeigen.
Gruss oldie
PS:
Mutter reicht die Hand zum Abschied.
Tochter nimmt nicht die Hand sondern umarmt Mutter und klopft ihr auf die Schulter (!)
Das hat schon was von Größe. Klasse Reaktion.
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Update:
Erstes Umgangswochenende bei der Mutter liegt hinter uns.
Sie hat die Grosse die ganze Zeit demonstrativ wie Luft behandelt, dabei aber im Vorfeld darauf bestanden, sie sehen zu wollen. :knockout:
Schreiereien und sonstige Nickligkeiten haben zum Glück aufgehört. (Nachdem ich meiner Tochter einen schönen Spruch beigebracht hatte: "Halt! Stop! Ich fühle mich gemobbt...")
Bei der kleinen war Anfangs eine kleine Verunsicherung ob der neuen Situation anzumerken, allerdings ging das schnell vorbei, nachdem sie gemerkt hat, dass wir prinzipiell keinen Unterschied zwischen beiden machen. Ich denke sie hatte ein wenig Angst, ausgeschlossen zu werden.
Jugendamt hat sich auch gemeldet. Den ersten freien Mediationstermin gibt es erst im Februar. Bin mal gespannt wie sich das bis dahin entwickelt.
@oldie:
PS:Das hat schon was von Größe. Klasse Reaktion.
Das war auch mein erster Gedanke. Unheimlich viel Großmut, nach allem was vorgefallen ist.
Update:
Hab in dieser Woche mit dem Jugendamt telefoniert und versucht einen früheren Termin zu bekommen. Februar ist ja wirklich eindeutig zu lang bei dieser unsicheren Situation. Es hat geklappt. Es wird einen Mediationstermin gleich Anfang Januar geben.
Wie sollte eine gute Strategie für das erste Treffen aussehen?
Es gibt ein paar Dinge, die sind nicht verhandelbar, vor allem das meine Tochter jetzt bei mir wohnen bleibt.
Es gibt viele Dinge, die meine KM niemals unterschreiben wird, insbesondere alles, was irgendwie eine Verpflichtung für sie bedeuten würde.
Ich bin nicht sicher, ob überhaupt irgendeine Vereinbarung möglich ist, oder Ziel sein sollte, da es eh rechtlich nicht bindend ist.
Ich sehe die Mediation als einziges Mittel, überhaupt miteinander zusammen zu reden, habe aber die Befürchtung, das es nur zum Zeit schinden missbraucht wird. Mit einem bestehenden Titel gegen mich, fühle ich mich irgendwie ziemlich unwohl.
Die Frage an die Experten lautet: Wie würdet ihr in so einer Situation vorgehen?
Moin
Sei einfach nur deeskalierend. Die gegenwärtigen Gegebenheiten sind von der KM ebenso einfach zu respektieren oder auch nur zu tollerieren, wie Spülwasser den Abfluss runterrinnt. So sollte m.E.n. Deine Ausgangsbasis aussehen - pure Gelassenheit respektiv Selbstbeherrschung deinerseits.
Vergiss im Moment irgendwelche Verpflichtungen der KM. Gehe daher völlig frei und rechnend mit allen nur möglichen denkbaren oder auch undenkbaren Reaktionen (oder auch Anschuldigungen) der KM da hinein. Ich möchte sagen - bleib einfach nur ruhig und Du selbst. DAS ist wichtig. Dein Fokus liegt ausschliesslich auf dem Kind - nur dort. Und - eine solche Denkweise gibt Dir auch Kraft sich zu beherrschen.
Ob die KM sich auf irgend eine Weise sich mit DIR einigen möchte, ist doch gar nicht Deine Sache oder die Problemstellung, wenn es um das Kind geht. Viel mehr sollte sie zusehen, euer Kind nicht noch mehr vor den Kopf zu stossen, um eigene und daher egoistische Ziele zu verfolgen. Sehe dies, ohne nachtragend oder sonstwas zu sein.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Ob die KM sich auf irgend eine Weise sich mit DIR einigen möchte, ist doch gar nicht Deine Sache oder die Problemstellung, wenn es um das Kind geht. Viel mehr sollte sie zusehen, euer Kind nicht noch mehr vor den Kopf zu stossen, um eigene und daher egoistische Ziele zu verfolgen. Sehe dies, ohne nachtragend oder sonstwas zu sein.
Moin oldie
Ich dachte, wenn es ums Kind geht, sollten sich die Eltern irgendwie einigen? Kann ja nicht sein, das jeder so handelt wie's grade passt.
Deeskalation ist wichtig, mittlerweile hab ich da ein ziemlich dickes Fell. Meine Versuche irgendwie bei der KM "Aufklärung" ob ihres Verhaltens zu betreiben, haben nichts gebracht.
Die Beziehung Mutter - Tochter lässt sich nach meiner Einschätzung im zeitlichen Verlauf etwa so darstellen:
Liebe -> Unverständnis (Warum?) -> Trotz -> Verachtung.
Momentan befinden sie sich irgendwo zwischen Trotz und Verachtung.
Moin
Ich dachte, wenn es ums Kind geht, sollten sich die Eltern irgendwie einigen? Kann ja nicht sein, das jeder so handelt wie's grade passt.
Richtig. Und eben deshalb ist das Kind nicht Verhandlungsmasse. Darauf wollte ich hinaus. Wie die Eltern dann es bewerkstelligen (Kommunikation, Austausch), müssen sie herausfinden, aber ohne das Kind als "Pfand" oder "Instrument" zu sehen. So wie Du die Reaktion der KM auf die Willensbekundung der Tochter beschrieben hast, ist sie voll dabei, diese zu mindest zu verletzen. Sie setzt die Mutterliebe des Kindes ein, um das Kind zu strafen.
Sie hat die Grosse die ganze Zeit demonstrativ wie Luft behandelt, dabei aber im Vorfeld darauf bestanden, sie sehen zu wollen. :knockout:
Sie probt den Psycho-Krieg. Erst locken - dann bestrafen. Im alten Rom nannte man das Brot und Peitsche.
Gruss oldie
PS: Ich unterstelle der KM keine bewusste Handlung - so soll das nicht verstanden werden. Das Problem ist nur - sie handelt, sie verhält sich so. Und das Kind fühlt sich vermutlich entsprechend, bewusst oder unbewusst, bei all seinem Verständnis. Und schlimmsten Falls könnte sich daraus was ganz Perfides entwickeln.
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Das Kind ist nicht Verhandlungsmasse!
Sehr treffender Satz. Leider wird in der Realität aber genau das passieren. Die JA Tante hat im Telefongespräch fallen lassen, das man diskutieren müsse wie das Kind wieder zurück kann. Und KM wird sicher Forderungen stellen, a la "Ich will sie so und so oft sehen".
Jetzt weiss ich nicht mehr weiter. Verhandeln, heisst auf Kosten meiner Tochter schachern, nicht verhandeln Umgang vereiteln?
Das ist doch nicht zielführend.
Auf Freiwilligen Umgang pochen? Dann bekommt das Kind eine Macht, welche sie noch nicht haben sollte. Oder doch?
Moin
Die JA Tante hat im Telefongespräch fallen lassen, das man diskutieren müsse wie das Kind wieder zurück kann.
Hier bist Du als Vater gefordert, und zwar voll. Das JA hat (von sich aus) keinerlei Forderung oder auch nur ansatzweise ein Ansinnen zu formuliern, welches über den Verbleib des Kindes befindet. Es ist nicht Aufgabe des JA, nach eigenener Auffassung zu urteilen, diese auch nur auszusprechen. Vielmehr muss sich das JA als Vermittler des Kindes definieren. Dies zu erreichen ist ebenfalls Deine Aufgabe. Tue dies als verantwortungsbewusster Mensch und Vater. Hast Du jedoch das untrügliche Gefühl, der JA-MA ist voreingenommen und eher der Auffassung, nach eigenem Gutdünken zu entscheiden oder Position pro KM zu ergreifen, steht es Dir frei, das Gespräch abzubrechen, einen weiteren JA-MA hinzu zu holen, oder Beschwerde über den JA-MA beim JA-Leiter einzureichen. Ich würde unter solchen Umständen versuchen, letztgenannten zu diesem (laufendem) Gespräch bedingslos hinzuzuziehen - mit Protokollvermerk (bzgl. des Wunsches als auch des Vollzugs an sich). JA-MA neigen nicht selten zu eigenmächtigem Verhalten. Hierrüber soll dem Abhilfe geleistet werden. Weigert sich der JA-MA, sofort Beschwerde beim JA-Leiter einreichen.
Aber bitte, bleib locker bei allem und stärke eure Tochter. Sie ist es, der geholfen werden soll und das beste Agrument, dass es gibt.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
viel glück Yama.
weiss nicht ob das hilft, aber darf deine Tochter Ihre eigene Meinung ausdrücken?
oder hat sie angst, oder Fürcht das zu äussern?
ich bekomme den Eindrück, dass sie von KM überollt ist.
hier habe ich das stark unterstützt.
du hast gesehen vorher was für ein Auswirkung das hat.
und das kind ist mehr selbst bewüsst dazu.
Hoffe Xmas ist gut für euch
Gruss 🙂
Hier bist Du als Vater gefordert, und zwar voll. Das JA hat (von sich aus) keinerlei Forderung oder auch nur ansatzweise ein Ansinnen zu formuliern, welches über den Verbleib des Kindes befindet. Es ist nicht Aufgabe des JA, nach eigenener Auffassung zu urteilen, diese auch nur auszusprechen. Vielmehr muss sich das JA als Vermittler des Kindes definieren.
Ja, die Tante ist bei mir sowieso unten durch, seit der Geschichte mit dem Gedicht. Wollte damals schon, mit der Amtsleitung sprechen, hab es dann aber sein gelassen. Wenn es wieder losgeht, werde ich auch jeden Fall eine andere MA fordern, mit dem Hinweis auf die Vorgeschichte.
Der Punkt ist, jetzt wird sie erstmal nicht gebraucht. Die erste Elterngespräch fand auf meine Veranlassung hin bei einer von früher bekannten Mediatorin statt. Die Mediation jetzt sind 2 komplett unbekannte Leute, das wollte KM so haben.
Aber bitte, bleib locker bei allem und stärke eure Tochter. Sie ist es, der geholfen werden soll und das beste Agrument, dass es gibt.
Ja, bis jetzt sieht alles sehr gut aus. Wir sind sehr zuversichtlich das es so bleibt.
@johma:
Hoffe Xmas ist gut für euch
Vielen Dank!
@ALL:
Wünsche Euch allen ein Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest!
Seid stark. Zerbrecht nicht an der Trennung. Versinkt nicht in der Trauer. Verzweifelt nicht an der Ohnmacht.
Denkt immer daran: Jeder Tag ist ein Geschenk. Es ist hoffentlich nicht der letzte, aber auf jeden Fall der EINZIGE in Eurem Leben.
Und: Es kommt auf die Qualität an, nicht auf die Quantität.
Gruss,
yama
@yama
Mach dir mal nicht so den Kopf heiss. Bleib locker. Deine tochter ist doch schon alt genug wo auch ihre
Meinung dazu Gehör findet. Stärke deine Tochter, das sie ihren Wunsch bei dir bleiben zu wollen,
nachvollziehbar dem JA erklären kann.
Was den UG betrifft, meine tochter ist 13.5 und will ihre Mutter auch nicht sehr oft besuchen und schon garnicht dort übernachten. Machen kann da keiner was.
jenpa
..dem Kind beide Eltern
Mediationstermin beim Jugendamt ist vorbei.
Der erste Eindruck ist positiv, eine nette Dame und ein jüngerer Herr haben sich ausführlich vorgestellt und sehr behutsam das Gespräch geführt.
Ging alles in die Richtung "Wenn Eltern sich streiten, leiden die Kinder" - ach nee.
Ansonsten war ich ziemlich ruhigt und hab KM schön toben lassen.
Das Ergebnis ist nahe null, ich habe es gerade mal geschafft, meine Vorschläge für die Umgangswochenenden herüber zu reichen.
Tochter ist jetzt 2,5 Monate bei mir, wir verstehen uns gut, sie sieht sehr glücklich aus.
Es gibt ja bis jetzt gar nichts, keine Vereinbarung irgendeiner Art, nur ein fragiler "status quo". Ich möchte auf keinen Fall einen Fehler machen, der das erreichte wieder zunichte macht. Ich würde mir wünschen, dass man hier im Forum ein paar strategische Möglichkeiten für die weitere Strategie diskutiert.
Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?
Gruss,
yama
Hiya Yama,
Bin überzeugt, dass deine Kinder einfach Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit verstehen.
Das alein kann dein Schutz werden, auch für dein eigene Stolz.
Mit Moderation, verstehe ich auch gut. es tut mir leid.
Bleib treu, und am ende gewinnst du die Herzen vom Kinder.
Mit Logik kommt man nicht weit, Rache und Wut ist nix für Männe zu kämpfen.
Schön zu hören, dass deine Tochter besser geht übrigens.
am ende gewinnst du egal wie lang das dauert....
Grüsse,
Johma
