Hallo zusammen!
Ich bin neu hier und habe ein Thema, welches ich so hier noch nicht gefunden habe...
Zuallererst möchte ich anmerken, dass der Umgang mit meinen beiden Jungs (8 u. 9) etwas außer der Norm ist. Wir haben gemeinsames Sorgerecht.
Aktuell sind sie in der Woche von Mi auf Do bei mir und alle 2 Wochen von Fr bis Mo. Bis vor kurzem hatte ich noch den Di auf Mi noch dabei. Da aber jeweils im Wechsel aber immer einen Jungen, damit man auch mal auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des jeweiligen eingehen kann. Dieser Tag wurde aber von Ihr gestrichen. Naja das ist eine andere Geschichte...
Es steht im kommenden Mai die Erstkommunion des kleinen an. Die Erstkommunion des großen war letztes Jahr und die Feier wurde bei der Kindesmutter abgehalten. Es war auch ein reguläres WE wo die Kinder bei ihr waren. Soweit so gut.
Dieses Mal ist die Kommunion an einem regulären WE, wo die beiden bei mir wären. Heute hatten wir einen gemeinsamen Termin beim Jugendamt, wo das auch ein Thema war. Sie hat direkt gesagt das sie das niemals zulassen würde, dass ich die Kommunionsfeier bei mir halten würde. Ich muss dazu sagen, eine gemeinsame Feier beider Familien ist ausgeschlossen, weil das nur böses Blut gibt.
Ich habe mich nun schon ein bisschen schlau gemacht und auch mit meinem Anwalt gesprochen, wie hier meine Rechte und Chancen sind. Und wie sollte es auch anders sein, die Mutter scheint wieder mal an einem etwas längeren Hebel zu sitzen... Er hat zwar nicht direkt gesagt, das es klar ist, das sie das Recht darauf hat, stellte es aber als schwieriges Thema dar.
Ich komme mir immer mehr vor wie eine gemolkene Kuh, die jedes Recht auf einen gerechten Umgang mit den Kindern verloren hat! OBWOHL wir das gemeinsame Sorgerecht haben, bin ich immer der Dumme!
Hier sollte die Gesetzgebung mal schleunigst genaralüberholt werden!
Meine Frage ist, wer schon so etwas, oder ähnliches durchgemacht hat... Vielleicht kann er/sie mir Tipps geben..
Um viele Meinungen wird gebeten!
Viele Grüße
Marco
Hallo Marco,
ich verstehe deine Forderung
Hier sollte die Gesetzgebung mal schleunigst genaralüberholt werden!
dennoch halte ich es für wenig sinnvoll durch die Gesetzgebung zu regeln welcher Elternteil die Kommunion wann ausrichten darf oder bei wem das Fest statt finden darf. Bei einer ungeraden Anzahl von Kindern ist es sowieso immer ungerecht.
Wenn es keine Einigung gibt würde ich, dem Kind zu liebe, auf möglichen Streit verzichten.
Zusammen in die Kirche kann man ja gehen. Ein zusätzliches Familienfest an einem darauf folgenden Wochenende ist doch auch schön!
Kommunion ist ein kirchliches Fest und wem diese Ethik etwas bedeutet wird eine gute Lösung finden.
Liebe Grüße
Moin,
ich kann @Loge nur beipflichten: Es ist nicht die Aufgabe des Gesetzgebers (und kann es auch gar nicht sein), für jeden nur denkbaren Pups zerstrittener Eltern oder Familien einen eigenen Paragraphen zu schreiben.
Ich selbst habe zwar mit der Kirche nichts am Hut, aber ich denke, wenn es nicht mal der Grundsatz der "christlichen Nächstenliebe" (den die katholische Kirche ja angeblich ganz gross schreibt) schafft, dass zwei Familien der Hauptperson (einem 8-jährigen Kind!) zuliebe einen Tag lang die Füsse stillhalten und ihre persönlichen Animositäten mal beiseitelassen, kann man die Festivität sowieso vergessen. Ich persönlich würde das allerdings auch LAUT aussprechen...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo,
also, nachdem unsere Kleine dies Jahr getauft worden ist, wollten ihre kleine Schwester auch getauft werden (ob es wegen der Feier in der Kirche, der Feier danach oder der Geschenke war will und kann ich nicht abschätzen).
Damit es mit der KM nicht Stress gab, hat der KV dies der Mutter auch mitgeteilt. Und auch unsere Antwort, dass sie das immer noch mit 14 oder 15 entscheiden könnte und dann gerne konformiert werden kann. Damit kann sich der Wunsch festigen, die KM hat auch Ruhe vor dem ihr ungeliebten Thema Kirche und wir habe eine einvernehmliche Lösung soweit gefunden. Und genauso kann man es auch mit den Feiern tun.
Dann feiert das Kind halt zweimal. Das würdet ihr beim Geburtstag auch tun. Alle kommen zur Kommunion in die Kirche und setzen sich wegen dem Streit halt auseinander mit Pufferzone.
Lieben Gruss
A life lived in fear is a life half lived
Zumal ich bei.diesem.Umfang des Umgangs auch kein.Fass aufmachen würde. Sei froh das.du deine beiden.Buben so oft bei.Dir hast.
Wenn.es nach der/dem.Richter/in geht siehst Sie deutlich weniger.
Ja.das Wort "Melkkuh" habe ich ja eigentlich gepachtet 😉
Ich weiss dir.geht es ums.Prinzip.das.der Vater immer.der.Depp ist der hinten anstehen muss.
Geht mir 101% Prozent genauso..Aber wie gesagt wegen diesen eines Festes solltest die.vielen anderen.Tage die.du im.Vergleich zu anderen.Vaetern mehr hast nicht aufs Spiel setzen.
Macht ihr halt am.Sonntag drauf nen.schoenes gemuetliches Fest. Ist dann auch nicht so.stressig mit Kirche.
Hallo Marco,
mein Jüngster hat nächstes Jahr Konfirmation, der Große hatte diese Feier letztes Jahr. Trotz extrem großer Differenzen haben wir Eltern uns zusammen gerissen. Das Gleiche haben wir von unserer Familie erwartet. Ich habe u.a. die gesamte Feier alleine organisiert, bezahlt sowie die "Bedienung" übernommen. Die Familie meines Ex war dabei ungleich größer als meine! Mein Ex kam dabei mit verbeulter Jeans und altem Hemd...
Aber nur ich und meine Familie haben sich darüber geärgert. Unsere Söhne haben z.B. in der Schule der Lehrerin erzählt wie toll diese Familienfeier war. Und gerade trotz allem bin ich stolz auf mich, dass ich einfach den Mund gehalten habe, einfach alles über mich ergehen lassen habe... Mein Kind hatte die Feier, die er verdient und beim Kleinen werde ich es genauso halten! Ich freue mich einfach für die Jungs.
LG
Sternchen
Hmm,
natürlich habt Ihr Recht. Ich möchte meinen Kindern niemals ein Fest versauen, den Tag verderben, oder Ihnen sonst irgendwie ein Gefühl des Unwohlseins zumuten.
Was mir hier nur auffällt ist, dass Ihr alle im Grunde dieselbe Antwort gegeben habt. "Zum Wohle der Kinder...etc." Natürlich wird es letztendlich wieder so laufen, dass ich wieder mal nachgeben muss.
Und hier kann ich nicht verstehen, dass man als Mutter echt immer die Kinder ausnutzt, bzw. auf Kosten der Kinder Ihre Macht ausnutzt und wirklich machen kann was sie will.
Ich bin immer für meine Kinder da und zahle auch gern für die beiden Unterhalt. Aber ebenso kann ich jeden Vater verstehen, der sich darum drückt, auswandert, oder einfach nicht zahlt, weil die Kindesmutter absolut so etwas von gehässig ist, wie es nur geht und am Ende nur noch das Geld sieht...
Und ich verstehe einfach nicht, wieso es einfach so ist, dass solche Sachen wie eine Kommunionsfeier unbedingt da gefeiert werden soll, wo sie gemeldet sind?!
Wir machen es bei Geburtstagen auch so, dass die da gefeiert werden, wo sie halt gerade sind. Kindergeburtstage sowieso immer bei mir.
Wieso sollte das bei einer Kommunion unbedingt anders sein?
Servus Vater1979!
Wieso sollte das bei einer Kommunion unbedingt anders sein?
Weil der Lebensmittelpunkt des Kindes in Eurem Fall nun mal bei KM ist.
Weil aus diesem Grunde dort die ganzen Vorbereitungen (auch vor der Kommunion, sprich Kurse, etc.) laufen werden.
Weil die Kommunionsfeier per se in der Kirche statt finden wird, wo Euer Kind gemeldet ist.
Ich würde versuchen, am darauf folgenden Wochenende "Ersatzumgang" zu bekommen, um mit euerm Kind "nachfeiern" zu können.
Grüssung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Servus Vater1979!Weil der Lebensmittelpunkt des Kindes in Eurem Fall nun mal bei KM ist. - Das ist für mich kein Grund. Wir haben einen regelmäßigen Umgang. Ich sehe sie jeden Tag, wenn ich sie zur Schule fahre, fahre mit ihnen auch schon mal außerhalb meiner Tage zu Arztbesuchen, etc..
Weil aus diesem Grunde dort die ganzen Vorbereitungen (auch vor der Kommunion, sprich Kurse, etc.) laufen werden. - Die Kurse finden ja nicht zuhause statt, sondern im Gemeindehaus. Die Vorbereitungen direkt vor der Kommunion können ja ebenso bei mir stattfinden, weil sie ja eh bei mir wären an dem WE. Kommunion ist ja immer Sonntags.Weil die Kommunionsfeier per se in der Kirche statt finden wird, wo Euer Kind gemeldet ist. - Und was soll das für ein Grund sein?
Ich würde versuchen, am darauf folgenden Wochenende "Ersatzumgang" zu bekommen, um mit euerm Kind "nachfeiern" zu können. - Das wäre ja das mindeste - kan es vielleicht sein das du extrem gebrandmarkt bist?
Ich finde du schreibst so, als ob du einfach alles so hinnimmst....Grüssung
Marco
Das mit dem zitieren muss ich wohl noch üben...
Moin V1979,
mit "gebrandmarkt" oder "einfach so hinnehmen" hat Marco's Antwort nichts zu tun, sondern mit der Anerkennung von Fakten. Und diese lauten zum einen: Die Eltern Eurer Kinder - also Du und Deine Ex - sind noch immer heillos zerstritten; ebenso ihre Familien. Und zum anderen: Es gibt keine Gouvernante, nach der man rufen kann und die dann dafür sorgt, dass die eigenen Vorstellungen von "Gerechtigkeit" schnurstracks umgesetzt werden. Punkt. Das SIND die Fakten. Was willst Du ihnen entgegensetzen?
Dass es (erfreulicherweise) keinen Paragraphen gibt, der regelt, wie bei Kommunionfeiern zu verfahren ist, hatte ich Dir gestern schon erklärt. Dass man dann ggf. eben ein Wochenende später eine Zusatzfete machen kann (wie bei Geburtstagen, Weihnachten und Ostern) haben Dir andere User mitgeteilt. Eine Option wäre auch, die alten Scharmützel Eurem Sohn zuliebe wenigstens mal einen Tag lang zu begraben und wie vernünftige und verantwortungsvolle Eltern gemeinsam dafür zu sorgen, dass Euer Sohn einen tollen Tag hat.
Und wenn Ihr das alles nicht hinbekommt, ist das eben so - mit dem bereits skizzierten Ergebnis. Daran ist aber nicht der Gesetzgeber schuld; das verbockt Ihr schon selbst.
Grüssles
Martin
PS: Zum Üben des Zitierens gibt es das Testforum.
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo,
wir haben die Einschulungsfeier bei mir gemacht (für die Kleine).
Inzwischen leben die Kinder beim Vater und die Konfirmationsfeier hat entsprechend dort stattgefunden. Fand ich völlig in Ordnung.
Allerdings habe ich mich nicht an den Kosten beteiligt, da ich und der Rest meiner Familie die offizielle Einladung erst 4 Wochen vor dem Termin erhalten habe, mit der Folge, dass 4 Personen nicht konnten, weil da inzwischen andere Termine geplant wurden.
In die Planung wie, was, wo und wer wird eingeladen war ich auch nicht eingebunden.
Sophie
Hi
Ich kann Marco und brille nur zustimmen.
Wenn eine gemeinsame Feier der beiden Familien nicht möglich ist, gibt es nur die Option getrennt zu feiern.
Wenn KM die Feier nur bei sich stattfinden lassen will, wirst du dich wohl oder übel fügen müssen.
Einen Streit deswegen anzubandeln, geschweige denn mit RA dagegen vorgehen halte ich für falsch und auch sinnlos.
Was will das Erstkommunionskind denn?
Vieleicht sollte sein Wunsch berücksichtigt werden?
Gruss Wedi, der bei der Erstkommunion seiner Kinder nicht anwesend sein durfte.
Weil der Lebensmittelpunkt des Kindes in Eurem Fall nun mal bei KM ist.
Weil aus diesem Grunde dort die ganzen Vorbereitungen (auch vor der Kommunion, sprich Kurse, etc.) laufen werden.
Weil die Kommunionsfeier per se in der Kirche statt finden wird, wo Euer Kind gemeldet ist.
Und weil die Justiz das i.d.R. auch so sieht und du kaum etwas anderes durchsetzen können wirst und da ist es einfach oft besser, vorher nachzugeben, bevor man eine Schlacht verliert.
Aus Väterrechtspolitischer Sicht würde ich es natürlich begrüßen, wenn du in die Schlacht reitest um einen grandiosen Sieg zu erstreiten, nur würde das vermutlich dem Schicksal des Lydier Königs Krösus ähneln, der sich von dem Orakel von Delphi ermutigt sah, Persien anzugreifen, da ihm geweissagt wurde, er würde damit ein großes Reich zerstören.
Es war dann aber doch sein eigenes.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hi V1979,
bei mir steht das Thema im nächsten April an (es wäre übrigens auch MEIN Umgangs-WE...)und es ist absehbar, dass sich die Familie meiner ExFrau (nicht meine ExFrau selbst!) nicht mit mir und meiner Famile "an einen Tisch" setzen will (...ich war der "Böse", der sich getrennt hat - vor fast 7 Jahren...).
Um unserem Kind dennoch ein schönes und entspanntes Kommunionsfest zu ermöglichen, habe ich mit meiner ExFrau vereinbart:
- Gemeinsamer Besuch der kirchlichen Zeremonie ("meine Seite" und "ihre Seite" sitzen jedoch leicht getrennt - das Kind selbst sitzt ja vorne bei den anderen Kommunionskindern)
- den Rest des Tages feiert das Kind mit seiner Mutter und deren Verwandschaft
- am darauffolgenden Tag (ein Montag, aber schulfrei für Kommunionskinder) feiert das Kind bei mir mit meiner Verwandschaft
von daher kann ich Martin und anderen Usern hier nur beipflichten...
Dass man dann ggf. eben ein Wochenende später eine Zusatzfete machen kann (wie bei Geburtstagen, Weihnachten und Ostern) haben Dir andere User mitgeteilt.
Viele Grüße
WNV
