Hallo Wildcard,
Habt ihr eine Ahnung, ob sich irgendeiner von der Regierung bzw. vom Familienministerium sich um dieses Thema aktiv kümmert?
Ja, die genannten Verbrecher kümmern sich aktiv darum, die Ausgrenzung der Väter weiter voranzutreiben; dies bereits seit Jahren und mit wachsendem Erfolg, und offenbar in der festen Absicht, dieses Spiel so lange zu treiben, bis sie das Land vollends an die Wand gefahren haben.
aber ich habe irgendwie mehr mit dem "Kämpfe für dein Kind" gerechnet.
Möglicherweise liegt es daran, dass kaum jemand dir zu einem Kampf raten möchte, in dem du auf einem ziemlich verlorenen Posten stehst. Die meisten von uns wissen, wie anstrengend und manchmal hoffnungslos dieser Kampf ist, sogar wenn Mann eine deutlich bessere Ausgangsposition hat als du sie im Moment hast.
hat man theoretisch mit dem gemeinsamen Sorgerecht die Möglichkeit das Kind jederzeit zu sehen? Darf die Mutter das Kind dann noch vom Umgang abhalten?
Nochmal, und diesmal zum Mitmeißeln:
Das Umgangsrecht ist unabhängig (!) vom Sorgerecht; und für alle praktischen Belange ist das Umgangrecht wesentlich wichtiger als das gemeinsame Sorgerecht (letzteres ist bei einer unwilligen Kindsmutter nämlich nur ein zahnloser Papiertiger).
Vergiss bis auf weiteres das gemeinsame Sorgerecht, es bringt dich nicht wirklich weiter und kostet nur zu viel Energie, die du anderswo viel dringender brauchst. Wenn du den Kampf wirklich aufnehmen willst, dann sind dies deine wesentlichen Baustellen:
- Klären, ob du tatsächlich der Vater dieses Kindes bist.
- Dafür sorgen, dass du auch juristisch als Vater dieses Kindes anerkannt wirst.
- Eine brauchbare Umgangsregelung erwirken, damit du dieses Kind regelmäßig und verlässlich siehst.
Und auch von mir die Warnung: Kalkuliere das Risiko mit ein, dass du genau nach dem zweiten der genannten Punkte in die Endlosschleife gerätst: d.h. dass du zwar juristischer Vater mit allen zugehörigen Zahlungspflichten bist, das Kind aber trotzdem nicht siehst.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Vielleicht noch ein paar Schläge in die Kerbe:
Ich habe ein voreheliches Kind an dem ich keinerlei Rechte habe und die Mutter ist 1 Jahr nach der Geburt 650 km weggezogen.
Ich habe trotzdem ein gutes Verhältnis zu meinem Kind, einfach weil die Mutter sich dem nicht in den Weg gestellt hat. Ansonsten hätte ich keine Chance gehabt.
Heute ist sie 18.
Ich habe auch noch 3 eheliche Kinder für die ich entsprechend das Sorgerecht habe.
Sie wohnen 2 Kilometer von mir entfernt und trotzdem bin ich beim Umgang auf die Einsicht und die Gnade der Mutter angewiesen, die aber ansonsten seit 6 Jahren einen beispiellosen Vernichtungskrieg gegen mich führt.
Aus väterpolitischer Sicht müssten wir dir eigentlich dazu raten, deine Rolle anzunehmen und in den Krieg zu ziehen.
Zum einen, weil Vater sein tatsächlich etwas tolles ist und je mehr Märtyrer es gibt, die sich im Kampf um ihre Kinder aufgerieben haben, umso größer ist die Chance, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen und was ändern.
Wir sind aber so freundlich, dich nicht nackig in ein aussichtsloses Gefecht zu schicken.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Aber ich dachte eigentlich immer, dass man mit dem gemeinsamen Sorgerecht auch das geteilte Aufenthaltsbestimmungsrecht hat und man die Mutter dann zwar informieren aber im Zweifen nicht mehr fragen muss.
Ich nehme euren Rat an, auch wenn es für mich zur Zeit unvorstellbar erscheint. Ich werde noch mal in Ruhe mit der Mutter reden.
Danke noch mal an euch alle...
@Beppo, danke für die persönlichen Details. Ich würde gern in den Kampf ziehen, wenn nur ein wenig Aussicht auf Erfolg hätte. 🙁
Aber ich dachte eigentlich immer, dass man mit dem gemeinsamen Sorgerecht auch das geteilte Aufenthaltsbestimmungsrecht hat und man die Mutter dann zwar informieren aber im Zweifen nicht mehr fragen muss.
Ja, so wird es gerne suggeriert.
Im wahren Leben wird einem Vater das ABR sofort entzogen, wenn er sich erlaubt, daraus Recht abzuleiten.
Beim GSR ist es so ähnlich. Mann kann es behalten, solange man es nicht gegen die Mutter einsetzt.
Anderenfalls wird es alleine auf die Mutter übertragen. Wegen "unüberbrückbarer Differenzen" zwischen den Eltern.
Im Wesentlichen umfassen GSR und ABR das Recht, der Mutter bei ihren Entscheidungen zuzustimmen.
Lies dich mal ein wenig unter www.trennungsfaq.de ein.
Da werden dir die Augen geöffnet was "Recht" in Deutschland bedeutet.
Und von mir mein ewiger missionarischer Einsatz:
Für diese widerwärtige Situation tragen alle in Bund und Land vertretenen Parteien die Verantwortung.
Es gibt da höchstens die Unterscheidung nach "schlimm", "schlimmer" und "am schlimmsten", wobei sich Unterschiede immer nur temporär und bei einzelnen Vertretern feststellen lassen.
Ich selbst habe mich daher entschieden, nur noch Parteien zu wählen, die nicht zu den großen 5 zählen.
(Und nicht die Braunen).
Und auch Nichtwählen ist keine Alternative denn Meck-Pomm zeigt, dass auch eine Partei (SPD), die weniger als 20% der Wahlberechtigten überzeugen konnte, sich als großer Sieger fühlt.
Von den anderen ganz zu schweigen.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hat jemand von euch denn schon mal erlebt, vielleicht Erfahrungen von anderen, dass eine Mutter auf den Unterhalt freiwillig verzichtet hat? Ist das eine blöde Frage?
Hallo,
im Hinblick auf die bösen Erfahrungen, die man bei dem von Dir angerissenen Thema "Unterhaltsverzicht" machen kann, empfehlich ich Dir z.B. diesen Artikel:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,748204,00.html
Du wärst nicht der Erste, der im Vertrauen auf einen geäußerten Verzicht dann evtl. doch zahlen muss.
Es gibt grds. keine blöden Fragen...
Viele Grüsse
Hat jemand von euch denn schon mal erlebt, vielleicht Erfahrungen von anderen, dass eine Mutter auf den Unterhalt freiwillig verzichtet hat? Ist das eine blöde Frage?
Nun ja. Ich denke, eine Mutter, die auf das Geld angewiesen ist oder aus der Mutterschaft das Recht ableitet, keiner Erwerbstätigkeit nachgehen zu müssen, wird auf den Unterhalt nicht verzichten.
Ist die Mutter aber ggf. finanziell selbstständig oder aber schafft es ganz überzeugend dem JA und der ARGE zu erzählen, dass sie im Urlaub in Spanien mit einem Klaus aus Köln ungeschützten Verkehr hatte, wird dann den Vater nicht brauchen. Aus ihrer Sicht spart sie sich:
1. Unterhaltsstress
2. Umgangskämpfe
3. Sorgerechtsstreits.
Sie erzieht "ihr" Kind nach ihrem Gusto, muss niemanden um Erlaubnis fragen, ob sie von Kiel nach Passau ziehen will oder das Kind in einer Waldorfschule seinen Namen tanzen lernen darf. Der Preis dafür ist, dass sie entweder lügend von der ARGE lebt oder aber sich und das Kind aus eigener Erwerbstätigkeit finanziert. Oder sie sucht sich dann einen neuen Partner, bei dem sie aber im Trennungsfall keine der o. g. Kämpfe wegen des Kindes führen muss, weil er ggf. nur für eine Zeitspanne sozialer Vater war.
Wenn Deine Ex Dich aus allem raus haben will, wäre Dich nicht als Vater anzugeben und selbst für Unterhalt zu sorgen der einzig logische Weg.
Ich kann Dir auch nur noch mal raten, Deinen Blick auf Deine mögliche Vaterschaft nicht zu sehr verklären zu lassen und Fakten zu sehen.
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi
das Risiko ist, dass sie jederzeit auf die Idee kommen kann, Dich doch noch als Vater anzugeben. Dann können Dir (auch rückwirkend!) noch ganz schöne Kosten entstehen. Ich würde daher schon mal sicherheitshalber den Mindest-KU sparen.
Möglicherweise liegt es daran, dass kaum jemand dir zu einem Kampf raten möchte, in dem du auf einem ziemlich verlorenen Posten stehst. Die meisten von uns wissen, wie anstrengend und manchmal hoffnungslos dieser Kampf ist, sogar wenn Mann eine deutlich bessere Ausgangsposition hat als du sie im Moment hast.
ich sehe es nicht so ganz unkritisch wie meine Vorredner. Die Einstellung der KM lässt dir die Möglichkeit deine Verpflichtungen vollkommen abzugeben. Wenn es tatsächlich dein Kind ist gebe es zur Adoption frei.
Mein Verstand sagt, lasd es und meine Gefühle sagen aber was anderes. Ich habe Angst, dass der Kleine in 18 Jahren vor meiner Tür steht und mich fragt warum. Ich kann dann nur versuchen jetzt alle Beweise zu sichern und sie ihm später vielleicht vorzulegen.
Hey, herzlichen Glückwunsch, du bist Vater geworden.
Gruss Wedi
P.S. nun musst du entscheiden ob du Vater sein kannst und willst
Hi nochmal ich: :puzz:
Ne, ich lasse nicht locker, auch wenn es nervt.
Er ist wahrscheinlich der Vater und hat seiner Pflicht nachzukommen.
Wenn er so wie geschrieben wird nur der Erzeuger ist(ups, der Wortfilter ist ja da), bewegen wir uns auf ein Niveau, das in der Vergangenheit strickt abgelehnt wurde.
Er ist nicht der Erzeuger, sondern Vater.
Vater seines Kindes und nicht Spermienspender.
Vater sein heisst dem Kind beizustehen, da zu sein und der Fels in der Brandung zu sein.
Zu kämpfen für sein Kind.
Das Wort der Erzeuger, oder Samenspender zu sein ist mit zuwider und eckelt mich an.
Aus welcher Situation auch immer das Kind entstanden ist, er hat die Pflicht und auch das Recht Vater zu sein.
Das Kind hat das Recht seinen Vater zu kennen und Umgang mit ihm zu haben, auch über tausende kilometer.
Wie das verwirklicht wird, ist nebensächlich, denn Vatersein heisst auch Verantwortung und als Vater alles dafür zu tun(im Rahmen seiner Möglichkeiten)
Ich bin dafür seinen Mann zu stehen und für sein Kind ein Vater zu sein, entgegen aller Meinungen, die hier geschrieben wurden.
Gruss Wedi
:applaus1: wedi
Hi Wildcard, der idealistische Teil von mir stimmt Wedi vorbehaltlos zu.
Der lebenserfahrene Teil von mir sagt: Die Wahrscheinlichkeit, dass du damit ebenso auf die Nase fällst, wie mein DEM bei seiner vorehelichen Ex-Affäre - wo außer einer intakten Selbstachtung und bergeweise Schriftkram für viel Geld und Zeit nichts rumgekommen ist - ist leider sehr, sehr hoch.
Bei uns ist jetzt schon eine ganze Reihe von Jahren her, dass wir diese Akte vorläufig zugemacht haben.
Wenn das Kind irgendwann einmal mit 16 oder 17 nach seinen Wurzeln forschen wird, haben wir diesen Beleg für unsere Version der "Dein Vater wollt enie etwas von dir wissen!"-Lügen. Unsere Kinder wissen, dass es da draußen irgendwo ein Halbgeschwisterteil gibt und sind entschlossen, den Kontakt als Bruder bzw. Schwester herzustellen, sobald das Kind volljährig ist. Die KM weiß, dass diese Zeitbombe tickt und muss selbst wissen, was sie mit diesem Wissen anfängt.
Mein DEM und ich als seine damalige Next haben seinerzeit alles Menschenmögliche getan und können in diesem Bewusstsein guten Gewissens das Unabanderliche hinnehmen.
Auch wenn unser Ergebnis von außen betrachtet dasselbe ist, als hätten wir nichts getan.
In diesem Sinne beglückwünsche ich dich zu deinem gut funktionierenden inneren Kompass und sage dir zugleich: das wird nicht einfach und vermutlich von außen betrachtet wenig bringen. Für den Seelenfrieden eines anständigen Menschen ist diese Aktion dennoch unbezahlbar. Außerdem glaube ich, dass auch hier stter Tropfen den Stein höhlt. Wer hätte in den 1980er Jahren geglaubt, dass das GSR nach einer Scheidung zum Standard gehören oder für unverheiratete Eltern möglich sein könnte? Wer hätte damals geglaubt, dass in den 2010er Jahren Eizellenspenderinnen im Ausland dieselbe "anonyme Dienstleistung" erbringen wie Samenbanken sie traditionell erbringen? Wer hätte geglaubt, dass anonyme Samen-Spender plötzlich ihren erwachsenen Sprößlingen Rede und Antwort stehen müssen?
Ich hätte das alles vor 30 Jahren nicht geglaubt. Und dass das jetzt geht, liegt daran, dass es in dieser wie in jener Richtung Menschengab, die ihrem eigenen inneren Kompass gefolgt sind.
Um deine Entscheidung beneide ich dich nicht.
Mit meiner Entscheidung - meinen damaligen LG in seinem Kampf gegen Windmühlen zu unterstützen - kann ich sehr gut leben.
Gute N8!
🙂 Biggi
Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Natürlich kämpfen! Wenn du früh morgens in den Spiegel schaust und dein Spiegelbild ertragen willst gibt es keine andere Alternative.
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
Hi,
bei allem Idealismus. Wenn man kämpfen will, dann aber vielleicht unter diesen Voraussetzungen:
- monatliches Nettoeinkommen 5000 Euro aufwärts,
- Top-Anwalt für FamRecht,
- gesunde Psyche und Durchhaltewillen, am besten mal amtlich bewiesen in Spezialeinheiten, KSK oder ähnlichem,
- gutes sonstiges familäres Umfeld,
- neue feste LG als Auffangpunkt und Unterstützung,
- Spaß und Freude an juristischem Schriftverkehr,
- Zusatzbildung: Studium Verwaltungswirt, vertiefende Kenntnisse FamRecht und SGB,
- to be continued....
Erfüllst Du diese Auflagen? Dann hätte ich auch nichts gegen einen Kampf einzuwenden 😉 Wenn nicht, soltte der Nachdenkprozess noch etwas anhalten... Gruß Ingo
Servus,
kämpfen oder nicht kämpfen?
Ich tendiere in diesem Fall eher für das nicht kämpfen.
Ingo30 hat eine anschauliche Liste der Argumente aufgeführt weshalb.
Auch bin ich mir nicht sicher, ob wildcard sich schon verinnerlicht hat, das Vater sein eine Lebensaufgabe und nicht nur eine Episode im eigenen Leben ist.
Was ist, wenn seine Pläne in 2 Jahre so ganz andere sind als Heute? Partnerin, weitere Kinder ...
Zum Kind stehen - eindeutig Ja.
Für Umgänge kämpfen gegen den erklärten Willen der KM, die alles daran legen wird, diese zu unterbinden - Nein.
Nicht wenn man sich dafür in den Mühlen der deutschen Familienjustiz verliert.
Wildcard kann trotzdem jederzeit versuchen Kontakt zum Kind zu bekommen. Dafür sind JÄ, Gerichte usw. nicht zwingend erfoderlich. Telefon, Bahn und Post helfen hier auch.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Natürlich kämpfen! Wenn du früh morgens in den Spiegel schaust und dein Spiegelbild ertragen willst gibt es keine andere Alternative.
wer solche Ratschläge gibt, die sich aus der Ferne und ohne eigene Verantwortung natürlich chic und politisch korrekt anhören, sollte sich vielleicht einmal per PN mit Usern wie "Ariba" austauschen - und sich danach überlegen, ob er sie immer noch geben will...
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Falls du es vergessen hast Martin aka Brille007 bin ich selbst Betroffener. Und ich werde bis zum Schluss dafür kämpfen, dass meiner Tochter beide Elternteile erhalten bleiben.
Mann oder Memme?
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
Ich denke, wir sollten jedem seine Meinung lassen und offen sein für Vorschläge der jeweils "anderen Seite".
Je mehr, auch gegensätzliche Meinungen kommen, desto eher kann sich wildcard selbst ein Bild für seine Entscheidung.
Vor allem wenn die Meinungen auch noch begründet werden.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
@ Mateusz,
Falls du es vergessen hast Martin aka Brille007 bin ich selbst Betroffener. Und ich werde bis zum Schluss dafür kämpfen, dass meiner Tochter beide Elternteile erhalten bleiben.
Du solltest vor allem nicht den Fehler machen, das gesamte Familienrecht ständig nur durch die Brille Deines eigenen >>>Falles<<< zu sehen. Wenn Du dann den Kopf noch etwas über den Tellerrand hebst, wirst Du - vielleicht - feststellen, dass die Pflege und der Erhalt einer bestehenden Eltern-Kind-Beziehung etwas vollkommen anderes ist als der Versuch, gegen den Willen der Mutter und ohne eine solche Vater-Kind-Beziehung eine Vaterschaft einzuklagen.
Und wenn Du persönlich diesen Unterschied nicht sehen kannst oder willst - nun, dann ist das eben so.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo wc,
praktischer Vorschlag:
Lass nach, verpasse die ersten Jahre des Kindes (das Aussehen ändert sich ohnehin so schnell, in dem Alter kann man sie später nicht mehr vom Nachbarskind unterscheiden, erst ab 25 J. ca. wirst du den Menschen so sehen, wie er ca. bleibt bis er ergraut) und warte geduldig, bis die KM ganz sicher doch noch mit Geldforderungen kommt. Das wird je nach ihrer finanziellen Situation in zwei bis drei Jahren sein.
Gut, dann hast du den ersten Zahn verpasst (sind Milchzähne, fallen eh wieder aus), den ersten Schritt (es wird bei den Bundesjugendspielen 800m laufen, du hast noch viel Zeit, viele Schritte zu sehen ...) und das erste Geschäft aufm Topf.
DAS macht m.E. Vatersein nicht aus. Rührseliger Quark.
WENN es dein Kind ist, wird sie später dankbar auf deine Alimente zurückkommen, und dann kannst du das ganze Thema "Vater sein" etwas ruhiger und lebenserfahrener von neuem Angehen.
WENN es nicht dein Kind ist, dann hast du bis dahin eine gute Zeit gehabt und dir sogar erfreuliche neue Lebensperspektiven aufgebaut. 😉
Ich meine das ernst!
Manchmal werden Dinge nicht dadurch besser, dass man sie vermeintlich "rechtlich ändern bzw. erzwingen" kann. Manchmal geht es einfach nicht. Und manches ist Schicksal im Leben.
Noch eine ernste Frage zum Schluss:
Du bist dir aber persönlich sicher, dass sie dich nicht veralbert?
Frauen können soo hinterlistig, fies und garstig sein. Vll. war sie nicht nur mit dir zusammen. Vll. erzählt sie dir die Geschichte nur aus unerfindlichen anderen Gründen. Vll. war es eine Lüge und sie traut sich nicht mehr zurück?
Alles Liebe,
mahjoko 🙂
LG - Life´s good, meistens! 😉
Hi Mah,
bei all dem "rührseligen Quark" ist Vater sein aber doch schon ein bisschen mehr als in 20 Jahren mit Junior im Kaminzimmer bei einem guten Glas Rotwein über alte Zeiten zu philosophieren.
Und gerade auch so banale Dinge wie der erste Gang auf die Toilette können etwas tolles sein - nämlich das tolle Gefühl sein Kind ein Stück in die Selbständigkeit begleitet zu haben. Gruß Inog
@ Mateusz,
Du solltest vor allem nicht den Fehler machen, das gesamte Familienrecht ständig nur durch die Brille Deines eigenen >>>Falles<<< zu sehen. Wenn Du dann den Kopf noch etwas über den Tellerrand hebst, wirst Du - vielleicht - feststellen, dass die Pflege und der Erhalt einer bestehenden Eltern-Kind-Beziehung etwas vollkommen anderes ist als der Versuch, gegen den Willen der Mutter und ohne eine solche Vater-Kind-Beziehung eine Vaterschaft einzuklagen.Und wenn Du persönlich diesen Unterschied nicht sehen kannst oder willst - nun, dann ist das eben so.
Just my 2 cents
Martin
Hmm schön wie du wieder meinen "Fall" recherchiert hast. Die Zeit hätte ich auch gerne :rofl2: Bloss was dies hier mit dem Thread zu tun hat erschließt sich wohl nur dir !
Aber BTT. Wer nicht kämpft hat schon verloren. Dadurch das man sich einem vermeintlich übermächtigen Gegner gegenüber sieht, bedeutet noch lange nicht das man verlieren muss. David hat es gegen Goliath bewiesen. Und signalisiert man dem Staat nicht genau das was er damit bezweckt, wenn man den Kopf senkt und sich seinem Schicksal ergibt? Je mehr sich dagegen auflehnen, auch was die aktuelle Diskussion GSR betrifft, desto größer wird die Signalwirkung, die man dadurch erzielt. Allein schon aus Solidarität der Nachfolgenden Generation !!
Schlussendlich muss dies jeder für sich selbst entscheiden. Ich bspweise. hätte kein plausibles Argument, wenn irgentwann mein Kind vor mir steht und mich fragt wo warst du. Auch könnte ich morgens früh nicht in den Spiegel schauen.Denn das was man ihm dann versucht zu erklären wird es nicht verstehen. Erwachsenen- und Kindersicht sind grundverschieden. Dies hatten wir ja bereits schon in einem anderen Thema behandelt. Aber da standest du auch schon auf dem Schlauch
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
