Dunkle Wolken am Ho...
 
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Dunkle Wolken am Horizont.....

 
(@paulpeter)
Nicht wegzudenken Registriert

.... oder: Der Krieg beginnt.

Liebe Freunde, nachdem ich ja längere Zeit nichts mehr in eigener Sache on mir habe hören lassen, sondern nur meinen Senf zu den Anliegen der anderen Foristen dazugegeben habe, will ich nun mein Update liefern. In meinen Beiträgen erscheint ja neuerdings eine Signatur, die Ausdrücken soll, dass ich einerseits um Frieden bemüht bin, andererseits weiß, dass ich auch sehr schnell in einen Krieg schlittern kann.
Nun: Ende Juli ist meine DEF ausgezogen, ich hatte ja, wie bereits berichtet, 4 Wochen Umgangssperre.
Dem ersten Umgang bin ich dann mit sehr mulmigen Gefühlen entgegengetreten, denn ich hatte befürchtet, dass sich mein Sohn, (immerhin erst 19 Monate alt) deutlich von mir entfremdet hat. Nun zum Glück haben sich diese Befürchtungen nicht bewahrheitet, er hat bei der Übergabe in der neuen Wohnung meiner Ex ganz kurz mit mir gefremdelt, hat mir aber nach 5 Minuten schon seine Spielsachen in die Hand gedrückt. Als ich ihn dann ins Auto gepackt hatte, und zum Einkaufen gefahren bin, hat er keinen Mucks des Protestes oder der Angst von sich gegeben. Und als ich ihn dann fragte, wo sein Papa sei, zeigt er strahlend auf mich.
Also alles erst mal gut. dank der tatkräftigen Unterstützung der Verwandtschaft habe ich am Ort der DEF eine Kellerwohnung für schmales Geld anmieten können, in der der Zwerg immer eine gewohnte Umgebung findet. Hier lagern seine Sachen und man sieht ihm an, dass er sich bei und mit mir wohl fühlt. Mittlerweile habe ich 3 Umgangs-WE hinter mir, und die Zeit mit ihm ist ein Genuss. Wenn da nicht die Ex währ....
Ihr scheint das ganze nämlich schlicht nicht zu passen. Ich habe, das muss ich noch hinzufügen, mit ihr ausgemacht, dass ich immer dann, wenn es die Situation zulässt, auch unter der Woche einen Tag Umgang mit meinem Sohn haben könne. Das war mir bislang einmal möglich. Ein einziges Mal, weil es eben berufsbedingt bei mir nicht öfters drin ist. Zwar hat meine DEF sich bislang fast einwandfrei an die Spielregeln gehalten, ich bekomme ausreichend Wäsche, aber keine Windeln. Nun, um des lieben Friedens willen habe ich ihr das durchgehen lassen, immerhin bringt und holt sie ihn zu den vereinbarten Zeiten. Soweit, so gut. Man könnte meinen, alles ist den Umständen entsprechend gut, und hier gibt’s einen, der nicht allzu viele Federn lassen muss. Reichlich naiv von mir, sowas zu glauben:
Heute nun hat sie mir nämlich eröffnet, dass sie nicht mehr will, dass ich unter der Woche Umgang mit ihm habe, denn dies sei zu viel Stress für ihn. Nun "Nachtigall, ick hör die trapsen" (sagt man so?), in welche Richtung das nun geht, kann sich ja jeder selber ausmalen. Aber mir scheint, dass sich hier ein Schlachtfeld auftut, denn es dürfte klar sein, dass ich nicht so einfach auf ein Umgangsrecht verzichte, das wir in den Trennungsvertrag geschrieben haben. Ich fürchte aber, es wird blutig und schmutzig werden. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße von PP

(und ein demütiger Blick an alle, die mich vorgewarnt haben)
P.S: Fall sich jemand fragt, wie oft ich ihn denn sehen darf:
Nun auf dem Papier steht in etwa:
Je nach beruflicher Möglichkeit Freitag bis Sonnatg, sonst Samstag bis Sonntag, inkl. Übernachtung (was die 3 Male auch gut geklappt hat). Alle 14 Tage. Zusätzlich an diesntfreien Tagen unter der Woche.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 05.09.2011 00:59
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

HI PP,

ach, immer freundlich bleiben, lächeln und winken. Das wird schon werden.

Mit der Kellerwohnung find ich z.B. mal sehr geile Geschichte. So verdirbst Du deiner Exe mal richtig schön den Klassiker im Umgangsboykott, nämlich das Schaffen örtlicher Distanz und der ganzen Fahr- und Bringproblematik. Punkt für Dich 😉 Und ich garantiere Dir, dass nervt sie jetzt schon.

Besorg Dir bitte einen Fundus Kinderkleidung günstig von Ebay bzw. Verwandschaft. Diese Baustellen um gepackte Kindertaschen solltest du gar nicht weiter aufmachen. Wie geht es hier weiter? In ein paar Wochen / Monaten wird es kühl, es werden immer noch kurze T-Shirts, keine Jacken und zu kleine Sandalen in der Tasche sein. Also: Kind zu Hause umziehen, Sachen der KM weghängen und fertig ist der Lack.

Mach Deiner Exe bitte einfach auch mal die zusätzliche Freizeit für sich schmackhaft. Mal ausschlafen oder alleine einkaufen machen Frauen eigentlich auch ganz gerne. Ansonsten musst Du hart bleiben und den Umgang auch so konsequent umsetzen wie es vorher vereinbart wurde. Es ist später überhaupt kein Problem, Umgänge zu tauschen, bei Events das Kind zu nehmen etc. Das klappt aber nur, wenn der Umgang sicher läuft.  Viel Kraft weiterhin. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 05.09.2011 01:18
(@paulpeter)
Nicht wegzudenken Registriert

Danke ingo für Deine aufmunternden Worte.

Du hast Recht, wenn Du sagst, meiner Ex würde das nicht passen, wenn ich eine Kellerwohnung habe. Sie hat es zwar nicht gesagt, aber als sie davon erfahren hat, habe ich ganz deutlich an ihrem Gesicht gesehen, dass da gerade irgendwas in ihr zusammenbricht. Ich denke, es war ihre Strategie, mir den Zweg wegzunehmen.
Sie hält sich ja für die beste Mutter der Welt, mich aber für den größten Idioten der Welt. Wahrscheinlich hat sie geglaubt, dass ich, nach dem ich 3 oder 4 mal in einer Pension mit meinem Zweg umgang hatt, keine Lust mehr auf den Zirkus habe, weil es mir zu viel wird, und freiwillig auf den Umgang verzichte. Oder sie hätte eine Möglichkeit gesehen, den Umgang in der Pension als nicht kindgerecht abzutun und mir aus dieser Richtung Störfeuer zu geben. Nun, wie dem auch sei, beides (wenns denn ihre Strategie war) ist nicht aufgegangen und ich bin sicher (wie Du ja auch schreibst), das wurmt sie tierisch.
Nun ja. Gestern, wie sie mir eröffnet hat, dass sie den Umgang reduzieren will, war ich natürlich ziemlich down. Heute geht aber wieder.

Gruß, PP


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.09.2011 08:53
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi PP,

joar, und Du wirst ihr beim nächsten Umgang ganz freundlich und bestimmt mitteilen, dass diese Reduktion für Dich nicht in Frage kommt. Bockt sie weiter rum, fragst Du Sie ganz freundlich ob sie an einem Vermittlungsgespräch beim Jugendamt interesse hast - denn diesen Schritt kannst Du dann ruhig wagen.

Lass keinen Raum für Boykottanfänge. Als Alternative könntest Du ihr anbieten z.B. das Wochenende um den Montag zu erweitern. So hättest Du mehr Zeit mit Deinem Kind und Exe kann besser planen bzw. ist dann kein "rausreißen" in der Woche nötig. Schreib einfach hier wieder, wenn Du nicht weiterkommst. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 05.09.2011 12:25
(@tarek)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo PP,

erst einmal Glückwunsch zu den schönen Umgängen einschließlich Übernachtung. Das das klappt, ist keine Selbstverständlichkeit.
Zum Umgang unter der Woche: DEF läßt hier vermutlich einen Versuchsballon starten (ob ganz bewußt oder unbewußt, ist gleich): Wie reagiert KV/die Umwelt, wenn ich die Rolle als alleinkompetentes Elternteil einnehme und ankündige, die Umgangsregelung einzuschränken?
Ich würde aus meiner eigenen Erfahrung raten, vor allem selbst ganz knapp und klar in Deiner Reaktion zu sein: Der Umgang auch unter der Woche ist gut für das Kind, und es ist ausserdem so festgelegt. Deshalb werde ich an dem Umgangstag auch zur Stelle sein und das Kind in Empfang nehmen. Keine weitere Diskussion.
Dann ist es an ihr, aktiv zu verweigern, und das ist psychisch gar nicht so einfach.

Viel Erfolg und weiter schöne Zeit mit Deinem Kind

Tarek


AntwortZitat
Geschrieben : 05.09.2011 13:07
(@paulpeter)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo tarek,

kannst Dir sicher sein: Das ist eine Sache, bei der ich keinen Millimeter nachgeben werde. Und wenn ich umsonst quer durch die Republik fahre. Mein Dienstplan erlaubt mir es ja ohnehin nicht, jede Woche präsent zu sein, das klappt nur 1 oder 2 mal in 6 Wochen.
Es gibt genug Dinge, um die ich nicht kömpfen werde, aber hier wird sie sich die Zähne ausbeißen. Klar, sie braucht wahrscheinlich jetzt eine Daseinsberechtigung und einen Lebensinhalt und ihr Umfeld ernährt sich von Schauergeschichten über die arme, verlassene DEF und das Riesen-*****loch Ex-Mann. Kennen wir ja alles.

Gruß, PP 


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.09.2011 13:26
(@jenpa)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo PaulPeter 

Ich kann mich den Vorschreibern nur anschliessen. Sehe dies alles ruhig und gelassen. Und was deine Keller-
wohnung betrifft,kann der KM egal sein.Da musst du dich nciht rechtfertigen. Auch ansonsten gehe Streit oder
Provokationen aus dem Weg. Konzentriere dich auf das wesentliche,deinem Kind.

Viel Glück

jenpa


..dem Kind beide Eltern

AntwortZitat
Geschrieben : 05.09.2011 14:51
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Paul Peter,

von mir an dieser Stelle nur ein kleiner Hinweis in Richtung "Außendarstellung": Ich an deiner Stelle würde ab sofort und grundsätzlich nicht mehr von einer "Kellerwohnung" reden, sondern von einer "Souterrainwohnung" oder von einer "Wohnung im Tiefparterre". Damit ist zwar m.E. genau die gleiche Art von Wohnung gemeint, aber die anderen Bezeichnungen wirken freundlicher und verhindern somit, dass z.B. irgendeine JA-Tussi da irgendwas in den falschen Hals bekommt ("Fürchterlich! Wie kann man ein Kind nur in einem modrigen, feuchten, lichtlosen, unbeheizten Keller unterbringen!") ...

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.09.2011 16:10
(@paulpeter)
Nicht wegzudenken Registriert

Guter Tipp, vielen Dank.
Bei genauem Hinsehen ists auch gar keine Kellerwohnung, sondern zumindest im "Wohnzimmer" mit einem richtigen , angeböschtem Fenster und keinem Lichtschacht. Also würde Souterrainwohnung auch von der Sache her passen.
Und das Beste: Der nächste Spielplatz ist genau 50 m weit weg. Und der übernächste Spielplatz gleich 300 m weit zu gehen.

Gruß, Carsten


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.09.2011 16:50