Hallo zusammen, ich hoffe von eurer jahrelangen Erfahrungen mit profitieren zu können und möchte euch kurz meine Geschichte darlegen.
Im vergangen Jahr habe ich mich auf eine kurze Affäre eingelassen und prompt drei Monate später die Quittung dafür erhalten. Die KM hatte den Kontakt leider vorher bereits abgebrochen und so war es für mich doch ein sehr großer Schock. In den ersten Wochen und Monaten habe ich erst einmal nur an mich gedacht und habe diverse Anwälte zu meiner Situation befragt. Die KM hatte mich aber auch bereits vorher darauf hingewiesen, dass Sie von mir nichts wissen will und auch kein Geld haben möchte. In der darauf folgenden Zeit habe ich versucht sie so gut wie möglich zu unterstützen, was sie aber leider nur bedingt annahm. Ich gebe zu, dass es vorher vielleicht ein paar Worte gegeben hat, die sie etwas verletzt haben. Im nachhinein tuen mir alle meine Äußerungen auch sehr leid.
Im Endeffekt hat sie die restliche Schwangerschaft auf eigenen Wunsch selbst durchgezogen. Was für mich sehr schwer war, weil ich mich damals nach dem ersten Schock sehr auf den Kleinen gefreut habe. Der einzige Kontakt der zwischen uns geblieben ist waren unregelmäßige E-Mails in denen wir leider nur aneinander vorbeigeredet haben. Nun sind seit der Geburt fast drei Monate vergangen und ich habe von ihr nichts weiter gehört. Meine Bemühungen Kontakt herzustellen wurden von ihrer Seite abgeblockt. Dazu muss ich sagen, dass sie bis heute noch keine finanziellen Forderungen gestellt hat. Gestern hatte ich sie nun endlich am Telefon und das Gespräch war für mich mehr als nur enttäuschend. Alle vorherigen Absprachen (Bsp. Vaterschaftstest) gelten auf einmal nicht mehr und sie möchte nicht, dass ich mich in ihr Leben einmische. Sie sprach davon, dass sie wahrscheinlich mit ihrem neuen Freund in eine weit entfernte Stadt ziehen wird (>600km) und ich dann sowieso keinen regelmäßigen Kontakt haben könnte. Sie appelliert an mein Gewissen mit der Begründung, dass wenn ich mein Kind liebe, dass ich es in einer intakten Familie aufwachsen lassen soll und nicht den Stress eines Umgangsrechtes auf dieser Entfernung zulassen soll.
Auch wenn ich bis jetzt noch keinen persönlichen Kontakt zu meinem Kind hatte, lediglich das Foto von der Babygalerie des Krankenhauses, macht mich die Situation fertig. Wie kann sie mir das antun? Hat sie nicht auch Verantwortung dem Kind gegenüber? Wo sind meine Rechte? Ich möchte für mein Kind da sein und es aufwachsen sehen. Wo ist die Gerechtigkeit? Ich bin echt am verzweifeln. Ich gebe zu, dass ich mir in den letzten Monaten die Sache etwas anders vorgestellt habe. dazu muss ich aber auch sagen, dass ich grundsätzlich ein Familienmensch bin.
Jetzt stehe ich vor der Wahl zweier Möglichkeiten. Ich kämpfe und werde wohl im deutschen Rechtssystem als Vater verlieren und mein Leben lang für ein später unbekanntes Kind zahlen. Oder ich ziehe mich zurück und werde hoffentlich in ein paar Jahren darüber hinweg sein. Ich befinde mich in einer für mich moralischen Zwickmühle. Ich will nicht aufgeben, aber was für Möglichkeiten bleiben mir? Ich weiß, dass ich als Vater theoretisch Umgangsrecht von mindestens alle 14 Tage habe, aber wenn die Mutter das nicht möchte und diese vereitelt oder sie wirklich weit weg ziehen? Was bleibt mir noch außer das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen und so mit über den Aufenthaltsort des Kindes theoretisch mitzubestimmen. Wie ich in dem Forum bereits gelesen habe, warten einige Väter bereits seit Jahren nur auf das regelmäßige Umgangsrecht. Ich weiß nicht weiter und würde mich freuen, wenn ich von euch ein paar Meinungen hören könnte.
PS alle Menschen in meiner Umgebung die mich lieben und mögen sagen, dass ich es lassen soll... ;(
Hat keiner einen Rat für mich? Gibt es im Zweifel eine Möglichkeit die Mutter vom Wegziehen zu hindern? Wie gut sind die Chancen für das gemeinsame Sorgerecht? Wir haben nie zusammengelebt. Wie lange dauert theoretisch die gerichtliche Vaterschaftsfeststellung? Würde mich freuen, wenn mir jemand mit ein paar Tipps weiterhelfen könnte. Vielen Dank!
PS alle Menschen in meiner Umgebung die mich lieben und mögen sagen, dass ich es lassen soll... ;(
Die haben alle recht.
/elwu
Hi wildcard,
zur Zeit weißt Du zunächst einmal gar nicht, ob es Dein Kind ist. Dies geht nur über einen Vaterschaftstest.
Zu diesem wird die KM nicht bereit sein, weil sie Dich als Vater gar nicht will.
Du hast momentan null Rechte, aber auch keine Pflichten.
Willst Du das ändern, mußt Du zunächst gerichtlich die Vaterschaft einklagen. Ich gehe davon auch, dass die KM nicht
verheiratet ist?
Wenn Du erfolgreich die Vaterschaft anerkannt hast oder hast feststellen lassen, erwachsen daraus in erster Linie Zahlungsverpflichtungen. Kindesunterhalt für das Kind bis mindestens zur ersten abgeschlossenen Berufsausbildung sowie Betreuungsunterhalt für die KM für min. 3 Jahre.
Deine Rechte beschränken sich auf das Umgangsrecht. Das gemeinsame Sorgerecht kannst Du bei zu erwartendem Umgangsboykott sowie den zu führenden Gerichtsverhandlungen vergessen.
Bei einem Kleinkind hat die KM sehr viele Möglichkeiten, den Umgang zu behindern, bei großer Entfernung hast Du keine Chance.
Ganz ehrlich?
Lass es. Du kannst nur verlieren.
Du kannst noch versuchen, über eine Familienberatung zusammen mit Deiner Ex ein Gespräch mit einem Mediator zu führen und hoffen, dass sie erkennt, dass Dein Kind das Recht hat, seinen Vater kennenzulernen. Will sie nicht, kannst Du nichts machen.
Gegen den Willen der KM wirst Du jedenfalls nicht Vater des Kindes, sondern allenfalls Zahlesel.
Leider kann ich Dir nichts anderes raten. Ich führe seit vier Jahren Umgangsverfahren gegen die KM meines Kindes und seit 2 Jahren führe ich den Umgang über eine Entfernung von 550 km durch. Mein Kind ist bald acht, die KM boykottiert nicht den Umgang, ich verdiene ganz gut und trotzdem ist das kaum machbar und zerrt nicht nur an meinen Kräften, sondern auch an denen meiner Freundin.
Liebe Grüße,
Mux
Danke euch erst mal für eure ehrliche Meinung. Ich werde den Termin beim Anwalt trotzdem wahrnehmen und mich noch mal intensiv beraten lassen. Mir bleibt wahrscheinlich auch nichts anderes übrig.
Warum denkt ihr, dass ich das gemeinsame Sorgerecht nicht bekommen würde? Die Mutter muss doch im Zweifel vor Gericht begründen, warum sie das nicht möchte. Das gemeinsame Sorgerecht garantiert mir doch auch ein wenig das Umgangsrecht. Oder nicht?
Hallo Wildcard,
Warum denkt ihr, dass ich das gemeinsame Sorgerecht nicht bekommen würde? Die Mutter muss doch im Zweifel vor Gericht begründen, warum sie das nicht möchte. Das gemeinsame Sorgerecht garantiert mir doch auch ein wenig das Umgangsrecht. Oder nicht?
Warum? Weil es nach wie vor verdammt schwierig ist, das GSR einzuklagen. Die Art und Weise, wie das derzeit gehandhabt wird, ist zwar ein Verstoß gegen die Menschenrechte; aber so etwas Lächerliches wie die Menschenrechte interessiert doch den durchschnittlichen deutschen Familienrichter nicht ...
Was den letzten Punkt betrifft: Das Umgangsrecht ist unabhängig (!) vom Sorgerecht; und für alle praktischen Belange ist das Umgangrecht wesentlich wichtiger als das gemeinsame Sorgerecht (letzteres ist bei einer unwilligen Kindsmutter nämlich nur ein zahnloser Papiertiger).
Allerdings: Wenn du den Kampf aufnehmen willst, egal ob ums Umgangsrecht und/oder ums Sorgerecht - dann ist deine allererste Baustelle, überhaupt erst mal juristisch als Vater anerkannt zu werden.
Danke euch erst mal für eure ehrliche Meinung. Ich werde den Termin beim Anwalt trotzdem wahrnehmen und mich noch mal intensiv beraten lassen. Mir bleibt wahrscheinlich auch nichts anderes übrig.
Nun, es ist 'ne schwere Entscheidung, und gerade deswegen solltest du jede Beratungsquelle anzapfen, die du für sinnvoll hältst. Ein Anwalt gehört sicher dazu; allein schon deshalb, weil du einen guten Anwalt bitter nötig haben wirst, wenn du wirklich in Richtung "Vaterschaft", "Umgang" und "Sorgerecht" gehen willst. Der Anwalt, zu dem du da willst, ist hoffentlich ein Fachanwalt für Familienrecht? Zumindest wirst du bei dem Termin ein Gefühl dafür bekommen, ob die "Chemie" zwischen dir und ihm stimmt. Wenn du magst, kannst du ja anschließend hier berichten, was der Anwalt dir erzählt hat. Gibt schließlich solche und solche, und einen, der dir zugunsten seines eigenen Umsatzes das Blaue vom Himmel herunterlügt, den kannst du in deiner Situation wirklich nicht brauchen.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hi Wild,
lass Dich nochmal gut beraten und denke drüber nach bzw. lies auch hier auch noch mal die Geschichten der kämpfenden Väter nach.
Ich sehe den Knackpunkt eher beim Thema Geld. So wie man es hier von vielen Exen kennt, bist Du als Vater natürlich nicht gern gesehen und kannst bleiben, wo der Pfeffer wächst. Auf der anderen Seite kosten Kinder auch Geld und da bist Du normalerweise gern gesehen als Zahlvater. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das die Ex trotz ihrer "tollen Einstellung" (die nichts weiter ist als der Beginn einer wunderschönen Boykotthaltung) auf das Geld verzichten wird. Die ersten Monate kostet ein Kind nicht viel, da wird sie ihre Haltung durchziehen. Das ändert sich aber.
Dazu kommt: Nexts kommen und gehen. Wie weit das neue "Familienglück" haltbar ist, stelle ich einfach mal in Frage. Und dann kommen vielleicht auch irgendwann mal die Sozialträger zum Zuge, die in Folge von Bedürftigkeit rauskriegen wollen, wer der KV ist, um die Staatskasse zu entlasten. Ob mann dann vielleicht nur Zahlvater sein möchte oder auch Umgang haben möchte... eine schwere Entscheidung. Wünsche Dir viel Kraft und noch viele andere Beiträge von Betroffenen. Gruß Ingo
Hallo Wildcard,
das Risiko ist, dass sie jederzeit auf die Idee kommen kann, Dich doch noch als Vater anzugeben. Dann können Dir (auch rückwirkend!) noch ganz schöne Kosten entstehen. Ich würde daher schon mal sicherheitshalber den Mindest-KU sparen.
Ich versuche das jetzt mal überspitzt darzustellen:
Was unterscheidet dieses Kind von den hunderten anderen Kindern, die Dir täglich begegnen und die in Dir keine Regung auslösen, als das Wissen, dass Du an der Zeugung beteiligt warst? Du hast weder die Schwangerschaft begleitet, noch hast Du die Geburt erlebt. Viele Väter, die ich kenne, haben gesagt, dass für sie der Prozess des Vaterwerdens erst einsetzte, als das Kind (schon längst) auf der Welt war. Die Schwangerschaft war abstrakt, auch wenn man heute mit modernen Ultraschallbilldern ja schon eine Menge sehen kann. Aber so wirklich "Vatergefühle" seien erst später gekommen.
Das ist es vielleicht, was Dir die Menschen, die Dir nahestehen sagen wollen: Da existiert ein Kind, das (zufällig) einen Teil Deiner Gene trägt, aber zu dem Du keinerlei Bindung hast, als eben dieses Wissen. Und auch dieses ist vage, denn KM könnte genauso noch drei Affären parallel laufen lassen haben und du hast nur eine 25%ige Chance, den Treffer gelandet zu haben.
Frage Dich, ob Du ERNSTHAFTE Vatergefühle hast, oder ob es eigentlich eher "ein Prinzip" ist, aus dem Du jetzt tätig werden willst. Deine Chancen etwas zu bewegen sind äußerst gering, Du wirst den Wegzug der KM nicht beeinflussen können und ob es wirklich erstrebenswert ist, für ein Dir jetzt noch völlig unbekanntes Kind in einen Kampfmodus zu treten, bei dem Du nicht weißt, ob überhaupt und wenn ja wann Du ein Level weiterkommst, kannst Du Dir nur selbst beantworten. Es gibt hier einen User, der dieses Spiel jetzt seit 4 Jahren betreibt, die Ausgangslage ist Deiner sehr ähnlich. Und immer wenn ich von erneuten Verhandlungen etc. lese, denke ich mir: Was hätte er sich für einen Gefallen getan, diesen Kampf bleiben zu lassen, dann hätte er jetzt vielleicht mit einer festen LG schon ein harmonisches Familienleben. - Er hat ja auch nur dieses eine Leben und keins in Reserve, bei dem dann alles besser läuft.
Nicht falsch verstehen: Ich heiße das Verhalten solcher Mütter nicht gut, aber ich weiß nicht, ob es Sinn macht einen Kampf aufzunehmen, bei dem Mann mit dem Messer versucht gegen Atombomben zu kämpfen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin,
ich sehe das auch ganz pragmatisch und rate Dir: Lass es. Du müsstest zuerst Deine Vaterschaft einklagen (die Ex zu einer Teilnahme an entsprechenden Tests zu zwingen ist schwierig bis unmöglich). Selbst im Erfolgsfall beschränken sich Deine "Rechte" im Wesentlichen auf's Bezahlen. Da kämen im Lauf der nächsten 20 bis 25 Jahren Kosten in der Grössenordnung eines kleinen Einfamilienhauses auf Dich zu.
Was Du im Zweifelsfall dafür bekommst? Nichts. Wohin die Mutter samt Kind zieht, liegt ausserhalb Deines Einflussbereichs. Dem GSR muss sie nicht zustimmen; da Du keine Beziehung zu diesem Kind hast, würde es auch nicht ausgeurteilt werden. Überdies kann die Mutter jederzeit ihren jetzigen Partner als Vater angeben. Objektiv betrachtet kann Dir nichts Besseres passieren.
Sinnvollerweise solltest Du Deine eigenen Familienambitionen mit einer Frau ausleben, die Dich auch Vater sein lässt. Dafür ist es hilfreich, nicht jeden Monat hunderte von Euros für ein Kind ausgeben zu müssen, mit dem Du nicht einmal Kontakt hast. Auch die Mutter Deiner künftigen Kinder würde das nicht gut finden.
Ok, möglicherweise gibt es jetzt irgendwo ein Kind, das ein paar Gene von Dir hat. Vielleicht gibt es auch ein paar mehr dieser Kinder - oder bist Du ganz sicher, keine Deiner Ex-Bettpartnerinnen geschwängert zu haben?
Vater ist, wer Vater sein darf. In jedem Fall ist Vaterschaft mehr als Biologie; Spermien werden generell überbewertet.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi
In jedem Fall ist Vaterschaft mehr als Biologie; Spermien werden generell überbewertet.
dem und meinen Vorrednern will ich nur eins hinzufügen: du hattest nur eine sehr kurze vorübergehende Beziehung, und du kannst dir nicht so sicher sein, tatsächlich der Vater zu sein. Wer weiß wieviele potenziellen Väter in Frage kommen ...und vielleicht auch der jetzige Partner.
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
nochmals danke für die vielen Meinungen und Antworten. Ich gebe zu, dass es nicht wirklich das ist, was ich hören will. Vielleicht versteht ihr mich vielleicht ein wenig. Ich habe mich schon so emotional an das Kind gebunden, dass es mir sehr schwer fällt. Mein Verstand sagt, lasd es und meine Gefühle sagen aber was anderes. Ich habe Angst, dass der Kleine in 18 Jahren vor meiner Tür steht und mich fragt warum. Ich kann dann nur versuchen jetzt alle Beweise zu sichern und sie ihm später vielleicht vorzulegen. Echt Schade, wäre ich nur ein wenig wie die vielen Typen, denen das ganze völlig egal wäre... Ich geben euch bescheid, was der Anwalt gesagt hat.
Hallo,
ich sehe es nicht so ganz unkritisch wie meine Vorredner. Die Einstellung der KM lässt dir die Möglichkeit deine Verpflichtungen vollkommen abzugeben. Wenn es tatsächlich dein Kind ist gebe es zur Adoption frei.
Was wäre gewesen, wenn die KM dir gar nichts von dem Kind erzählt hätte?
Allerdings gibt es auch hier ein aber. Sobald ein Mensch um seine leiblichen Kinder oder Eltern weiß, scheint die Vernunft auszusetzen und dies kann lebenslang ein sehr belastender Umstand sein. Elern und Geschwister suchen ihre vermissten Angehörigen, Etern, die ihre Kinder in Pflegefamilien oder zur Adoption freigegeben haben suchen nach langen Jahren Kontakt und Kinder suchen ihre Eltern.
Warum ist es so elementar seine Wurzeln zu kennen? Und wer würde dies nicht genauso machen?
Hoffentlich ist die Medizin in ein paar Jahren soweit, dass man auch von einer Überbewertung der Eizellen sprechen kann. Oder muss ich die Frauen heute so sehen, dass sie einfach notwendige Säugebärtiere Oo sind und sich von diesem Trieb nicht lösen konnen? Ich möchte den Sorgerechtsstreit sehen, wenn eine Eispenderin und ein **tsts - ID 37** sich uneins sind.
Good Luck
edit
<warum ist s_a_m_e_n_spender ein **tsts - ID 37** und Eispender nicht?>
Hallo wildcard,
ich habe auch noch ein wenig von dem, was du nicht hören möchtest.
Ich kann dich ja schon ein wenig verstehen und ich denke, die anderen tun das auch.
Du darfst aber die Realitäten des deutschen Familienunrechts nicht außer Acht lassen und da verstehen wir sicher mehr von als du.
Auch wenn du in deinem ersten Beitrag schon gute Grundkenntnisse gezeigt hast.
Fakt ist aber leider, dass du in diesem Spiel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Menge verlieren und nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit sehr wenig gewinnen kannst.
Du hast einfach ein lausiges Blatt, mit dem du noch nichtmal bluffen kannst.
Denke nicht, dass die Justiz bereit steht, dir zu deinem Recht zu verhelfen.
Die Justiz hat sich zur Aufgabe gemacht, Müttern gegen Väter wie dich beizustehen und ein Maximum an Unterhalt aus dir raus zu pressen und dich ansonsten fern zu halten.
Für Politik und Justiz bist du kein Vater, sondern eine ausbeutbare Ressource und ansonsten ein Störenfried.
Für "die da oben" gilt: "Familie ist da, wo alle aus einem Kühlschrank essen."
Zu diesem erlesenen Personenkreis gehörst du aber nicht dazu.
Du bist nur für das Auffüllen zuständig.
Auch wenn dir diese Worte nicht gefallen.
Nimm sie ernst.
Ein Hinweis noch, um zu verhindern, dass du noch in ein paar Jahren rückwirkend zum Zahlesel gemacht wirst:
Bewahre alle Hinweise darauf auf, dass die Mutter wusste, dass du als Vater in Frage kommst.
Sonst kommt sie in 17 Jahren doch noch auf die Idee, dich noch rückwirkend zum Unterhaltszahler zu machen.
Ohne dass du deswegen rückwirkend zum gelebten Vater würdest.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Kann mir jemand sagen, bis wann man die Vaterschaftsfeststellung beim Gericht beantragen kann? Gibt es hier bestimmte Fristen die eingehalten werden müssen? Oder kann ich noch in drei Jahren die Vaterschaftsfeststellung beantragen?
Also ich kenne es nur andersrum.
Die Vaterschaft kann nur 2 Jahre nachdem man Kenntnis oder Verdacht der Nichtvaterschaft erhalten hat, die Vaterschaft anfechten.
Das würde dich zumindest dann treffen, wenn ein anderer die rechtliche Vaterschaft antritt.
Die Mutter kann dich aber jederzeit zum Vater machen, sofern die Vaterschaft dann nachgewiesen wird.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Ich habe mich schon so emotional an das Kind gebunden, dass es mir sehr schwer fällt.
Hallo,
jetzt komm' mal auf den Boden. Du hast dir allenfalls eine Bindung einsuggeriert, real existieren kann sie nicht. Außerdem, wer weiß, ob du wirklich der Vater des Kindes bist, das kannst du allenfalls annehmen, hoffen oder glauben - nicht aber wissen.
Und selbst wenn du es sein solltest: wie dir nun wirklich oft genug erklärt wurde, deine Chancen, die Vaterschaft gegen den Willen der Mutter einzuklagen gehen gegen Null, der § 1600 BGB ist eine hohe Hürde.
Und auch wenn du das schaffen solltest, bleibst du bestenfalls Zahlemann (und hier reden wir schon bei mittleren Stufen der DT von einer sechsstelligen Summe) ohne realistische Chancen, eine Beziehung zu diesem Kind aufzubauen.
Also: laß' es.
/elwu
Moin,
nochmals danke für die vielen Meinungen und Antworten. Ich gebe zu, dass es nicht wirklich das ist, was ich hören will.
dieses Forum leistet Hilfe. Wunschantworten gehören nicht dazu, denn sie helfen niemandem.
Vielleicht versteht ihr mich vielleicht ein wenig. Ich habe mich schon so emotional an das Kind gebunden,
das bestreite ich rundweg. Wer mal ein Fussballspiel gesehen hast, fühlt sich auch nicht gleich als Nationalspieler. Du hast Dich emotional vielleicht an den Gedanken gewöhnt, zeugungsfähig zu sein; mit diesem konkreten Kind (von dem Du nicht einmal weisst, ob es Deines ist), hat das aber nichts zu tun. Zu einer emotionalen Bindung gehört erheblich mehr als die theoretische Möglichkeit, ein paar Gene beigetragen zu haben.
Ich habe Angst, dass der Kleine in 18 Jahren vor meiner Tür steht und mich fragt warum.
da können irgendwann auch noch 5 andere Kinder stehen und Dir solche Fragen stellen. Wen interessiert, was in 18 Jahren ist? Du weisst ja nicht einmal, ob Du dann noch lebst.
Echt Schade, wäre ich nur ein wenig wie die vielen Typen, denen das ganze völlig egal wäre...
eigentlich wäre es vernünftiger, Du wärest einer von den vielen Typen, die bei einer Affäre mehr Wert auf Verhütung legen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
@elwu, danke noch mal für deine ausführliche Darlegung. Ich habe nun verstanden, dass es in der jetzigen Rechtslage keine Möglickeiten für mich gibt, auch wenn es mir schwer fällt. Ich kann eben nur hoffen, dass man mit der KM wieder ein Verbindung aufbauen und an ihr moralischen empfinden appellieren kann. Eventuell kann man noch mal einen Vorstoß wagen, wenn die Gesetze vom Staat diesbezüglich kurzfristig irgendwie angepasst wurden. Habt ihr eine Ahnung, ob sich irgendeiner von der Regierung bzw. vom Familienministerium sich um dieses Thema aktiv kümmert? hat man theoretisch mit dem gemeinsamen Sorgerecht die Möglichkeit das Kind jederzeit zu sehen? Darf die Mutter das Kind dann noch vom Umgang abhalten?
Was die Suggestion betrifft hast du vielleicht sogar recht. Aber wenn ein Mensch so empfindet, wo liegt dann der Unterschied zur tatsächlichen emotionalen Gebundenheit. Vielleicht in der Intensität oder die Dauer? Ich weiß es nicht, aber die Syntome sind wahrscheinlich identisch. Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Lustlosigkeit, Sehnsucht...
@Martin Was die Wunschantworten angeht, hast du sicher recht, aber ich habe irgendwie mehr mit dem "Kämpfe für dein Kind" gerechnet. Aber es zeigt sich eben, dass man in Deutschland nur wenig erreichen kann.
Es ist schon grotesk, dass es mir nicht mal um das viele Geld geht, wenn ich dafür gesichert regelmäßig mein Kind in den Armen halten und an seinem Leben als Vater teilnehmen könnte. Wenn es denn mein Kind ist...
Danke noch mal an euch...
Habt ihr eine Ahnung, ob sich irgendeiner von der Regierung bzw. vom Familienministerium sich um dieses Thema aktiv kümmert?
Ja. Eigentlich alle geben sich gleich viel Mühe, Väter wie dich so weit wie möglich von ihren Kindern fern zu halten.
Menschenrechte hin oder her.
Hat man theoretisch mit dem gemeinsamen Sorgerecht die Möglichkeit das Kind jederzeit zu sehen?
Das Recht dazu hast du auch ohne Sorgerecht. Theoretisch.
Wenn die Mutter das nicht will, kann sie das aber trotzdem weitgehend verhindern.
Z.B. indem sie nach Timbuktu umzieht.
Auch mit Sorgerecht.
Darf die Mutter das Kind dann noch vom Umgang abhalten?
Nein. Dürfen darf sie das nicht aber können kann sie das trotzdem.
Genau darum drehen sich die meisten Beiträge hier.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin Wildcard,
solltest Du Dich - trotz aller Warnungen und geringer Erfolgsaussichten auf eine tatsächlich gelebte Vaterschaft - für den masochistischen Weg entscheiden,
könntest Du zu Dokumentationszwecken beispielsweise KM und ihren LG anschreiben, dass Du Dich für den potenziellen biologischen Vater hältst und gerne
Deine Rolle als Vater mit allen Rechten und Pflichten übernehmen möchtest.
Weiterhin lässt Du Dich von dem Ansinnen einer Vaterschaftsfeststellungsklage (nach §1600d BGB - eine Frist hierzu gibt es meiner Meinung nach nicht)
zum Durchsetzen eben dieser Rechte, lediglich abbringen, wenn LG die Vaterschaft anerkennt …
Eine Anfechtung der Vaterschaft setzt voraus, dass es einen rechtlichen Vater gibt.
Sollte die Vaterschaftsanerkennung seinerseits erfolgen, bist Du (spätestens nach zwei Jahren - da die Zweifel an der Vaterschaft bekannt waren) zumindest finanziell aus der Nummer raus.
Innerhalb der zwei Jahre hättest Du ebenfalls die Chance auf Anfechtung der Vaterschaft (nach § 1600 BGB).
Es ist schon grotesk, dass es mir nicht mal um das viele Geld geht, wenn ich dafür gesichert regelmäßig mein Kind in den Armen halten und an seinem Leben als Vater teilnehmen könnte.
Du musst Dir im Klaren darüber sein, dass nach festgestellter Vaterschaft das viele Geld in jedem Falle weg der zweite Teil Deines Satzs aber keineswegs gewährleistet ist ...
Besten Gruß
United
