Hallo ihr Lieben,
das Thema steht absichtlich hier, weil die KM seit neuestem I-net hat und wir nicht sicher sind, ob sie schnüffelt. Mein Nick ist auch sehr verräterisch--> kann man den ändern????
Ich erbitte, dass das Thema nicht gelöscht wird, bitte bitte bitte!
Kurz zur Vorgeschichte. Mein LG ist seit 9 Jahren von der Ex getrennt (sie ist abgehauen wegen eines Neuen), die zwei Töchter leben bei ihr, ca 350 km entfernt. Mit dem Mann, wegen dem sie damals weg ist, ist mittlerweile auch schon wieder Schluss (seit etwa 1 Jahr). Der gemeinsame Sohn der beiden lebt wohl seit 2 Monaten probeweise beim Vater und es läuft gut, wird wohl so bleiben.
Seit der Umgangsklage 2005 läuft der Umgang gut, wir haben die Kinder jede Ferien, es kristallisiert sich heraus, dass es mittlerweile nicht nur die Hälfte, sondern vielmehr die ganzen Ferien sind.
Das "Problem", wenn es denn eines ist, ist folgendes: Die große Tochter äußert seit Jahr und Tag den Wunsch beim Vater leben zu wollen. Sie ist knapp 12. Sie sagt das sehr bestimmt, hat es auch in ihr Tagebuch geschrieben, in Briefen an ihren Vater etc. Einmal beim Zurückbringen, hat sie sogar der KM gesagt, sie würde nur mal eben Hallo sagen und ihre Sachen holen, und gleich wieder mit Papa zurückfahren. KM guckte nur böse und meinte: Und was ist mit Schule (als ob es hier keine gäbe).
Gut, das alles passiert 100fach in D, wir wissen schon. Im Leben der KM hat sich jedoch auch einiges geändert. Sie wird von 2 Männern (genau genommen 3, denn der Ex will sie auch zurück) umgarnt (lässt sich dies auch gefallen), die ständig bei ihr zuhause hocken. Die Töchter haben überhaupt keine Freiheit in ihrem eigenen Zuhause. Wenn die KM feiern will oder ihre Ruhe (was jedes WE der Fall ist), werden die Töchter zu ihrem Ex, dem Vater des gem. Sohnes abgeschoben, ob die beiden wollen oder nicht. Das Paradoxe daran ist: sie hat ihn damals mit der Behauptung rausgeschmissen, er würde ihre Töchter schlagen: und nun gibt sie sie ihm ohne Aufsicht, ohne alles???
Die große Tochter beklagt sich oft darüber, dass die Mutti eigentlich keine Zeit für sie hat, immer nur in der Küche sitzt, sms schreibt oder mit den Männern quatscht. Sie verspricht recht viel, hält wohl aber seltenst was davon ein.
Ja, das alles sind keine wirklichen Gründe werdet ihr sagen. Ich weiß schon. Aber das Gefühl, das wir haben, wenn die große uns erzählt sie würde in der Schule gemobbt werden und niemand würde ihr helfen, ihre Mutti würde auch nur mit den Schultern zucken, ist schon mies. Oder zu wisen, dass die elementaren Dinge einfach fehlen: Beide müssen 1 Woche dieselben Klamotten anziehen, weil es nicht so viele gibt und sie nicht sovie waschen will (auch die Unterwäsche, also wirklich alles!), während sie sich bei OTTO die Markenklamotten holt und der Kleiderschrank beinah überquillt. Dass die Große beklagt, sie könne Englisch nicht gut lernen, weil ihre Mutti sich weigert ihr ein Vokabelheft fü 40 ct zu kaufen. Dass die Schulspeisung nur bis zur Hälfte des Monats bezahlt wird, und dann angeblich kein Geld mehr da ist! Aber eine 5 Zimmer Wohnung bewohnen, zu dritt! Sie bezieht übrigens H4. Hier kommen wir zum nächsten Prob. Die jüngere Tochter sagt JETZT schon (sie ist 10), sie wird später nicht arbeiten gehen, sie geht einfach zum Amt. Es wird ihr ja so vorgelebt.
Beide sind ziemlich auf sich gestellt. Müssen allein aufstehen, Brote machen, sich um andere Sachen alleine kümmern...tut mir echt leid für die beiden.
Ja, also, worauf ich eigentlich hinaus will: Wir möchten gern, wenigstens die Große, zu uns holen. Sie weint immer bitterlich beim Zurückbringen und ihre e-Mails mit 1000fach "Ich vermisse Dich Papa, ich liebe Dich Papa!" sind herzzerreißend. Sie hat es so oft gesagt, wir haben ihr auch gesagt, dass das Leben bei uns in den Ferien anders ist als zu Schulzeiten, und dass sie auch Pflichten hätte etc, und auch abends spätestens 20 uhr im Bett sein muss: Sie sagte, ich will das alles, Hauptsache ich darf hier sein!
Was sollen wir wie in welcher Reihenfolge tun?
Freiwillig wird die KM uns die Kinder nicht geben, da würden ihr ja 500 € plus Mietanteil fehlen und sie müsste ausziehen, das will sie aber nicht. Außerdem wäre sie dann theoretisch zu Unterhalt verpflichtet (hat noch nie gearbeitet übrigens).
Hat jemand Ideen, Anregungen oder will uns jemand gleich den Versuch ausreden? Wir sind da ziemlich zwiegespalten, denn wenn das Thema erst angesprochen wird, und dann geht es schief, können wir sicher sein die Kinder nie wieder zu sehen 🙁
Hallo Romy,
lass Dir doch ein Sonderfallforum einrichten. Wenn sie Dich mit Nicknamen sucht, dann findet sie Dich auch im Café.
GSR besteht? Dann solltet ihr vielleicht einfach mal in den nächsten langen Ferien (Sommer ist ja bald) zum JA gehen und euch beraten lassen. Es wäre ja auch schultechnisch ein optimaler Zeitpunkt.
Aspekte wie KU würde ich erst mal außen vor lassen. Das Thema würde ich erst angehen, wenn die Kinder tatsächlich zu euch gewechselt sind. Wenn ihr das angeht, dann würde ich auf jeden Fall beide auf einmal holen. Auch wenn der Wunsch der Großen stärker ist. Zumindest versuchen würde ich es.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Romy,
Aspekte wie KU würde ich erst mal außen vor lassen.
Zumal bei dieser Dame, realistisch betrachtet, eh' nichts zu holen ist. Theoretisch hätte sie zwar, wenn die zwei Kinder bei euch wären, eine erhöhte Erwerbsobliegenheit, in der Praxis kann man da vermutlich ein Ei drüberhauen - d.h. ihr könntet sie damit vielleicht ärgern und ihr ein paar Scherereien mit dem Jugendamt anhängen, aber Geld wird deswegen noch lange nicht fließen. Ist jedenfalls meine Vermutung ...
Heißt im Klartext: Wenn die Kinder zu euch kommen, wird das Finanzielle so oder so an euch hängen bleiben. Nicht schön, aber m.E. kaum zu verhindern. Demzufolge könntet ihr euch gegenüber KM auch "großzügig" verhalten, was eure Unterhaltsansprüche ihr gegenüber betrifft, sofern sich damit die Entscheidung der KM beschleunigen lässt.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
