An Väter und Zweitf...
 
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An Väter und Zweitfrauen: Hat die Zweitfrau nix zu melden?

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(@dreamteam)
Rege dabei Registriert

Hallo,

was ist aus eurer geschichte geworden?

Ciao


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Geschrieben : 01.07.2009 16:50
(@janis)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,
die Fortsetzung: es wurde geraucht und gekifft in der Wohnung, natürlich auch mal Alkohol und dann wurde ich noch beklaut.
Der Vater hat die Augen zugemacht und als er irgendwann mein "meckern" nicht mehr hören konnte hat er sich Ende Oktober von mir getrennt.
Jetzt ist zwar alles noch schlimmer, junior geht längst nicht mehr zur Schule, hängt nur ab und kifft sich zu und findet die Welt scheiße, weil er ja alles besser weiß. Und Papa finanziert das alles irdendwie, ist selbst ziemlich fertig, hat sich in eine neue Beziehung gestürzt mit einer Frau mit 2 Kindern, die selbst noch nicht geschieden ist und die Probleme werden mehr und mehr und mich lässt er auch nicht in Ruhe.
Bin jetzt in therapeutischer Behandlung, um mit dieser Sache abzuschließen. Ich habe zu meinem Partner gestanden, obwohl es oft sehr schwer war. ICH hab da keine Fehler gemacht, aber mich hat man bestraft. Darüber bin ich wütend und traurig zugleich, denn ohne das "Problem Kind" war unsere Beziehung super.

So etwas möchte ich NIE wieder mitmachen und ich rate jedem / jeder ab sich mit einem Partner mit Kind/ern einzulassen.


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Themenstarter Geschrieben : 01.07.2009 21:20
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Janis,

Deine Wut und Traurigkeit kann ich gut verstehen. Gut auch, dass Du Dir Hilfe holst. Wenn diese dann erfolgreich verlaufen ist, wirst Du hoffentlich so weit sein zu erkennen, dass der KV das Problem ist und dass

(...) und ich rate jedem / jeder ab sich mit einem Partner mit Kind/ern einzulassen.

das ungefähr so viel Sinn macht, wie jemandem vom Fahrradfahren abzuraten, nur weil Du mal einen Radunfall hattest, der dadurch verursacht wurde, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer zu doof war, sich an die Verkehrsregeln zu halten.  😉

Ich glaube, dass es zur Trennung kam, war langfristig für Dich das beste, was Dir passieren konnte. Denn IN dieser Beziehung/Familie wärst Du garantiert kaputt gegangen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 01.07.2009 21:30
(@janis)
Schon was gesagt Registriert

danke Lausebackemama für dein Mitgefühl
ABER
es ist ganz klar, dass man sich als Zweitfrau viele Nachteile und Probleme holt. Das braucht niemand.
Und daher bleibt mein Rat: wenn es sich vermeiden lässt (also sobald man davon Kenntnis hat und noch nicht richtig in eine Beziehung eingetaucht ist) sollte man die Finger von sowas lassen.
Anscheinend können nur ganz wenige Väter oder Mütter objektiv sein und sich mal für die Beziehung einsetzen anstatt dem verwöhnten undankbaren Nachwuchs hinterher zu hecheln.
Sorry, aber das ist die Wahrheit in ganz vielen (gescheiterten) Familien.
LG


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Themenstarter Geschrieben : 01.07.2009 22:40
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

ich glaube, das ist die total natürlich Angst eines Elternteils, das Kind zu verlieren, wenn man sich sowieso schon unterlegen fühlt. Das passiert auch Nicht-AE-Eltern.
Ich verstehe Deine Argumentation schon aus Deiner Sicht, kenne aber genug AE, die klarkommen. Männliche wie Weibliche.

Natürlich ist es einfacher, man hat zwei Erwachsene ohne Kinder, die sich kennenlernen. Nur denke ich, sind zwei so unbelastete und ungeschädigte Singles jenseits der 30 so selten wie 4blättrige Kleeblätter.

LG LBM, auch mit "Altlast"  😉


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 01.07.2009 23:03
 Cor
(@cor)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Janis

Schade, dass du so eine Erfahrung machen musstet.

es ist ganz klar, dass man sich als Zweitfrau viele Nachteile und Probleme holt.

Ja.
Aber es kommt immer darauf an, wie alle Beteiligten damit umgehen.
Sind die Kinder von meinem Partner bei uns, dann sind mein Partner und ich eine Einheit. Wenn er etwas sagt, dann ist das so und (ganz wichtig!): wenn ich etwas sage, dann ist das auch so.

Klar, welche Partnerin möchte schon gerne "die Böse" sein, die "Strafen" ausspricht?
Da reiße ich mich auch nicht drum! Aber wenn nunmal nur ich in so einer Situation mit den Kindern alleine bin, dann reagiere ich genau so, wie auch mein Partner reagieren würde (= Erziehungskonsequenz).
Und das heißt auch, dass dann möglicherweise das eine oder andere Kind auf sein Zimmer geschickt wird oder sich beide auf unterschiedliche Couchs zu setzen haben oder dass der Film am Nachmittag eben gestrichen wird.

Finde ich sehr unschön, finden auch die Kinder unschön aber Konsequenz ist wichtig.

Das wichtigste in solchen Familienkonstellationen ist meiner Meinung nach jedoch, dass es unmissverständliche Regeln, klare Grenzen und Handlungsbefugnisse gibt, die allen Beteiligten bewusst sind und die IMMER eingehalten werden.

Die Ex-Frau von meinem Partner wollte am Anfang, dass er die ganze Erziehungsarbeit leistet und ich mich nirgends einmische - das funktioniert aber nur genau so lange, bis die Kinder und ich aufeinandertreffen  😉 .
Alles, was sich danach ergibt tangiert mein Leben und das besteht mitnichten nur aus den (unangenehmen) Pflichten einer "Zweitfrau" sondern auch aus (positiven) Rechten.

Würde mein Partner in kritischen Situation nicht voll und ganz hinter mir stehen, dann würde unser Zusammenleben hier nicht funktionieren und eine Trennung wäre, wie bei euch, unvermeidlich.

Das hätte aber nur am Rand etwas mit den Kindern zu tun.
In erster Linie wäre es ein Partnerschaftsproblem, welches die beiden Partner zu lösen hätten und nicht die Kinder.

Viele Grüße,
Cor

PS:

Anscheinend können nur ganz wenige Väter oder Mütter objektiv sein und sich mal für die Beziehung einsetzen anstatt dem verwöhnten undankbaren Nachwuchs hinterher zu hecheln.

Es gibt hier nicht nur ein "entweder/oder" sondern auch ein "und".
Eltern können sich sowohl für ihre Beziehung einsetzen als auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
DEIN Ex-Partner konnte das aber anscheinend nicht.
Schade, aber das trifft bei weitem nicht auf alle zu.


AntwortZitat
Geschrieben : 01.07.2009 23:09
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