Hallo zusammen,
ich lese schon eine Weile mit und hab mich heute endlich angemeldet. Mit meinem LP bin ich seit 4 Jahren zusammen, seit knapp 1 Jahr lebt sein Sohn (mittlerweile 15 Jahre) bei uns in einer mittlerweile neuen (wegen Sohn) Wohnung.
Vorweg: ich mochte dieses Kind von Anfang an sehr gerne. Mittlerweile ist jedoch einiges passiert. Egal was der Junior macht, für Papa ist alles nicht so schlimm, alles lässt er durchgehen, meine Meinung zählt nix.
OK Anfangs war es auch für mich eine Umstellung vom Wochenendbesuch auf Vollzeitkind. Aber gewisse Regeln sollten bei einem Zusammenleben meiner Meinung nach eingehalten werden
Beispiel: In der neuen Wohnung wird nicht geraucht (wurde allgemein beschlossen)
Jetzt raucht hier Junior mit all seinen Kumpels, zwar in seinem Zimmer, aber es zieht brutal nach draußen in Flur, Bad und Wohnbereich. Hier heißt es ich wäre als Ex-Raucherin (seit 8 Jahren) zu empfindlich, obwohl bei mir schon immer Freunde in der Wohnung rauchen durften. Aber halt nur ausnahmsweise mal einen Abend aber nicht täglich und mit mehreren Personen. Außerdem weiß ich gar nicht was da alles geraucht wird... Es riecht jedenfalls nicht wie normale Zigaretten.
Vor ca. 3 Wochen machte ich die Entdeckung, dass bei meinem Geld etwas fehlt / fehlen könnte. 1 Woche später wieder und ich war mich sicher. Nochmal eine Woche später (ich hatte mir Notizen gemacht) fehlte wieder etwas. Erst da habe ich meinem LP etwas gesagt.
Ohja, Problem, müssen reden.
Das war's. Junios war es angeblich nicht, er selbst sowieso nicht und jetzt kann man da halt nix machen. Es hat sonst keiner Zugang. Jetzt werden (vom Vater) die Kumpels verdächtigt, aber gemacht wird nichts.
Ich kann nicht mehr und weiß nicht mehr wie ich mich noch verhalten soll. Sobald ich das Thema anschneide bin ich die Böse. Bitte um eure Meinung (vor allem auch von Vätern).
Danke.
Hi Janis,
willkommen hier auf VS.
Puh, da ist es schwierig, einen Rat zu geben. Ich würde versuchen, einen "Termin" für eine Familienkonferenz zu machen. Dann würde ich in Form von Wünschen äußern, was sich ändern soll (rauchen und kiffen in der Wohnung) und auch das Thema fehlendes Geld thematisieren.
Sicher ist der Vater in einer blöden Situation. Gerade was das Geld angeht. Allerdings ist es klar nötig, dass er Position bezieht. Tut er das nicht oder weichwurstet er da rum würde ich darüber nachdenken auszuziehen. Klingt zwar krass, aber wenn Teenieboy erst mal merkt, dass Du bei seinem Vater keinen Stich hast, was Deine Wünsche und Mitspracherechte angeht, dann wirst Du das danach wahrscheinlich ziemlich deutlich zu spüren bekommen. Und das braucht kein Mensch.
Kann es sein, dass Dein LG so schwächelt, weil er befürchtet, dass Sohnemann sonst zu Muttern zurück will, wenn er Grenzen setzt?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
ja genau, versteh einer die Väter.
Vermute mal, dass er alles tut, damit sich Teenyboy wohl fühlt. Ist ja eh krass, dass Sohn von Mutter weg will. Da will er ihm wohl Sicherheit bieten. Aber nicht auf meine Kosten. Thema ausziehen ist eh schon angesprochen. Damit geht aber auch die Beziehung kaputt - denke ich.
Ich hab soviel getan mehr geht nicht. Hab immer ein Ohr für mein Umfeld, bräuchte aber mal eins für mich.
Noch jemand Erfahrung in dem Bereich?
Ich bin gespannt was die anderen sagen. Aber ich denke, dass bei zwei Erwachsenen und einem, der als solcher behandelt werden will, klar sein müsste, dass nicht jeder einfach machen kann, was er will.
Nun muss ich dazu sagen, dass gerade Rauchen in der Wohnung gegen den eigenen Willen für mich selbst ein sehr großes Problem wäre. Aber es ist ja egal, WELCHES Thema, es ist, es muss eine Einigung her, bei der alle mit leben können.
Ist ja eh krass, dass Sohn von Mutter weg will.
Naja, ich kann schon verstehen, dass sich ein Junge in der Pubertät seinem Vater näher fühlt als der Mutter, besonders wenn das Verhältnis von Mutter zu Sohn arg "knuddeduddelig" ist und Sohnemann sich zwecks Erwachsenwerden davon lösen will/muss. Wem man sich als Kind "näher" fühlt, ist wohl auch von jeder einzelnen Familienentwicklung abhängig.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
die Entwicklung weg von der Mutter ist darauf zurück zu führen, dass KM 3 Jahre (!) nach Trennung immer noch nicht verarbeitet hat und Sohn drunter leidete, da er immer nur angeschrien wurde. Probleme in Schule, kiffen, nachts nicht mehr heimkommen etc. kam dazu. Endstation Jugendhilfe / Heim. Danach wollte er zu uns. Viel geredet, klar gemacht, dass es kein hin und her gibt etc.
Neue Schule, neue Chance aber mittlerweile alles alter Hut. Schlechtere Noten, null Bock etc.
Vater steht immer noch hinter him. Sohn hat keine Chance was zu lernen, weil Vater immer alles ausbügelt. Geld ist bei Vater nicht allzu knapp, daher darf ich eh nicht meckern.
Fühle mich nicht mehr wohl zuhause und werde wohl ausziehen.
Anscheinend musste es so kommen. Schade nur für die beiden Hunde.
Aber weiter bitte mit Meinungen.
Danke
Hallo Janis,
deine Ueberschrift find ich schon interessant und sie laesst mich ueberlegen, ob wie hier in deinem Fall da wirklich was dran ist.
Ich behaupte mal ja.
Meine Ansicht, die ich auch ziemlich streng vertrete ist, dass ihr drei in einem Haushalt lebt, damit habt ihr drei auch die Regeln festzulegen.
Es sollte daher keine Rolle spielen welchen "Grad" du hast.
Wenn beschlossen wurde, kein Rauchen im Haus/Wohnung, dann bleib dabei und eier nicht rum. Sag das es so abgemacht war und basta.
Wenn Herr Vater meint, er muss Sohni in genau diesem Alter alles Recht machen um ihn zu halten, dann tut er ihm auf Dauer keinen Gefallen. Sohni wird mal 18 und neben dem "ick-bin-ein-ganzer-Kerl" kommen noch so einige Regeln und Dinge auf ihn zu, da hat er sich anzupassen und das zu tun was andere ihm sagen.
Du solltest zusehen, deine Person nicht klein machen zu lassen, denn ist es erstmal soweit, dann wirds kaum wieder zu aendern sein, da die beiden Herren meinen werden "wieso, ging doch bislang auch so".
Ich wuerde da schon auf den Tisch hauen und nicht ewig die liebe Frau spielen, die fuer alles Verstaendnis haben muss. Geschiedene Kinder in Watte packen...fuer ne zeitlang ok, aber dann ist auch mal wieder gut.
Setz fuer dich klare Linien, bevor das andere fuer dich tun.
Lieben Gruss, riviera
@riviera
ganz meiner Meinung, komme aber nicht durch. Rauchen ist schon das kleinere Übel, das ich mir gefallen lassen muss. Wasserpfeife mit gott-weiß-was drin auf der Terrasse find ich schon schlimmer. Aber auch da habe ich in meinem (bisherigen) LG kein Rückhalt oder Verständnis.
Gespräche finden nur zwischen Vater und Sohn hinter verschlossener Tür statt. Er erzählt mir dann er hätte mit Sohn geredet. Und gut. Er könne halt nix machen (...???)
Es gibt absolut keine Konsequenzen für sein Verhalten. Fürs spätere Leben nicht gerade hilfreich, aber bitte.... ist ja SEIN Sohn.
Dachte mit dem "Diebstahl" in den eigenen 4-Wänden würde mal was passieren. Anfangs war mein LG sogar auf meiner Seite - aber nachdem alles abgestritten wurde, war es vielleicht einer seiner Kumpels und da kann man halt nix machen....
Wenn ich versuche standhaft zu bleiben bin ich nur die böse. Auszug ist die einzige Lösung und damit ist die Beziehung (die richtig gut war) kaputt. Wenn ER bereit ist diesen Preis zu zahlen....
Väter meldet euch und teilt mir eure Meinung mit!!! Bitte
Hallo Janis
Ich wage mich mal in die Höhle des Löwen.
Diese Patchworkkiste ist ein ganz heißes Eisen. Eine Steigerung, wäre es, wenn auch du ein Kind hättest.
Was glaubst du, was dann abginge. Egal, trifft ja nicht zu.
Ich kann dazu nur sagen, dass es soetwas bei uns nie gegeben hat. Beide meiner Jungs hatten eine Zeit lang
ihren Bonus und auch ich hatte meinen Bonus seitens meiner LG. Das dieser zeitlich begrenzt ist, war von
vornherein klar. Bei einigen Dingen heißt es " Du Papa, du regelst das". Bei anderen Dingen hat meine LG
Carte Blanche. Ich bekomme einen Bericht über das was vorgefallen ist und über die von LG verhängten
Konsequenzen für meine Rakker. Da gibt es keinerlei diskussion: Die werden durchgezogen.
Anders ist das nicht machbar, sonst funktioniert kein Zusammenleben. Wenn dein Männe nicht hinter dir steht,
stehst du auf verlorenem Posten.
LG Thomas
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World
Hallo Janis,
ich bin so einer (ein Mann), kann aber zu dem was dir die Frauen (und Jemmy) schon gesagt haben, nicht viel hinzufügen.
Zumal du dich ja schon irgendwann zwischen 18:54 und 21:07 entschieden hast aufzugeben.
Irgendwie ist das was da passiert aber auch ziemlich normal:
Kinder in dem Alter werden aufsässig und beginnen sich auf den Auszug vorzubereiten.
In der Phase gehen sich sich die Grossen und die fast Grossen gewaltig auf den Senkel.
Das hat wohl der grosse Manitou so eingerichtet, damit die Bande auch wirklich mal geht.
Dein LG scheint zu wissen, dass sein Sohn vor allem deswegen bei ihm ist weil er in dieser Phase einfach als cooler eingeschätzt wird, als die spiessige Mutter, und weil man bei ihm mehr "Männersachen" machen kann.
Er versucht dieses Bild zu bewahren. Zum Einen, weil er gerne cool ist, zum Anderen, weil er weiß, dass sein Sohn wieder gehen könnte, wenn dieses Bild Risse kriegt.
Du verlangst natürlich zurecht auch wahrgenommen zu werden und die Errungenschaften der Zivilisation, sowie eure Beziehung zu retten.
Für die Mätzchen dieses ungezogenen Blags hast du dabei naturgemäss wenig Sinn. Du hast natürlich auch keine Lust, dich von ihm terrorisieren zu lassen und erwartest von deinem LG, dass er seinem Sohn die Leviten liest. Schliesslich braucht er, auch in diesem Alter, Grenzen. Du nimmst dich in dieser Aufgabe natürlich zurück. Zu Recht.
Dein LG will sich zwischen diesen Mühlsteinen nicht zerreiben lassen, also versucht er sich vor jeglicher Parteinahme zu hüten.
Weißt du was?
Ihr habt alle Recht.
Diesen Knoten aufzulösen wird nicht leicht.
Es verlangt von euch allen viel Kraft und Kompromissbereitschaft.
Den Stein der Weisen habe ich dafür auch nicht.
Vielleicht versucht ihr euch mal als WG zu verstehen.
Setzt euch an einen Tisch und stellt eine "Hausordnung" auf, die sich eher an WG-Regeln orientiert als an Familien mit kleinen Kindern.
Vielleicht schafft ihr das.
Wenn du das nicht kannst oder willst, musst du bei deiner Entscheidung bleiben.
Gruss Beppo
Edit: Jemmy hat sich vorgedrängelt 🙂
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hi,
ich möchte jetzt sehr anmassend und provokativ sein.
Was willst Du von diesem Mann?
Ein Vater, der seinem 15 jährigen Sohn erlaubt in Eurer Wohnung zu rauchen. Der das wohl vorhandene Drogenproblem seines Sohnes kennt aber nicht reagiert.
Wo anscheinend Diebstahl vorkommt, eventuell waren es die Freunde Deines LG?
Da würde ich einmal eine ganz klare Ansage machen.
Gemäß dem Motto:
Ändere Dein Verhalten oder ich verändere ich etwas.
So einen Sche..ß hat keine Frau nötig.
Nichtplatt (der davon überzeugt ist, dass nette Diskussionen in so einem Fall gar nichts bringen)
Mal ne andere Frage: Hast Du die Zeit und die finanzielle Möglichkeit, Dir mal eine Auszeit von 1-2 Wochen zu nehmen? Ich weiß ja nicht, inwieweit Du "hausfrauentypisch" die Pflichten in eurer "WG" übernommen hast. Aber vielleicht würde diese Zeit mal helfen, beiden Männern bewußt zu machen, welchen Stellenwert DU UND Deine eingebrachten Leistungen für sie haben.
Du könntest Dir überlegen, was Du möchtest (und ob Du überhaupt noch zurück willst) und dann habt ihr vielleicht eine ganz "andere" Gesprächsbasis, als wenn ihr euch mit Wut im Bauch an einen Tisch setzt.
Wenn ein bißchen Geld "übrig" ist, könntet ihr auch eine Mediation versuchen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ich bekomme einen Bericht über das was vorgefallen ist und über die von LG verhängten
Konsequenzen für meine Rakker. Da gibt es keinerlei diskussion: Die werden durchgezogen.Anders ist das nicht machbar, sonst funktioniert kein Zusammenleben. Wenn dein Männe nicht hinter dir steht,
stehst du auf verlorenem Posten.LG Thomas
[/quot Toll, ich dachte schon sowas gibt's gar nicht. ISt genau meine Meinung, dass es nur so funktionieren kann.@Beppo
du hast die ganze SAche sehr gut erfasst. Der WG-Gedanke habe ich auch schon genau so ausgesprochen. Es finden aber nur Gespräche zwischen Vater und Sohn hinter verschlossener Tür statt. Mein LG kann mir hinterher viel erzählen. Mittlerweile glaube ich auch nix mehr bzw. warte auf Reaktionen, die nicht kommen. Die Entscheidung auszuziehen ist nicht wirklich von mir, aber letzter Ausweg aus der Sache.@nichtplatt
hast Recht, was will ich von diesem Mann. Verdammt ich liebe ihn und er hat (für mich) viele Gemeinsamkeiten und wir (alleine) viel Spaß zusammen. Ohne Sohn ist immer alles klasse. Wenn ich ihm die Probleme schildere, sagt er selbst, dass er ja ein sch...typ sein muss und was ich von ihm wolle. EINEN AUSGLEICH!!!@Lausebackesmama
Auszeit wäre schön, aber wohl nicht realisierbar. Hab auch noch einen Hund (plus einen 2. den Sohn mitgebracht, aber sich nicht gekümmert hat) und alleine wegen den beiden Süßen schaffe ich es nicht einfach ohne sie weg zu gehen. Ich plane ein Wochenende für mich wo halt der LP sich kümmern muss. Mal sehen, ob's hilft.Danke für alle eure Beiträge, man fühlt sich danach nicht mehr so alleine und unverstanden. Das tut gut.
Dann nimm die Hunde doch mit! Kleine Pension, lange Waldspaziergänge... einfach mal WEG!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Janis,
auch von mir: dein Problem ist dein Partner und nicht der pubertierende Sohn.
Wenn du mit deinem Partner eine einvernehmliche Lösung finden könntest, dann wäre es möglich, dem Sohn Grenzen zu setzen. Wenn dein Partner nicht in der Lage ist, seinem Sohn Grenzen zu setzen, dann gibt es ein Desaster, ganz egal, ob du bleibst oder gehst. Kinder brauchen Grenzen, damit sie Wurzeln und Flügel entwickeln können.
Bleibt die Frage, ob du deine Grenzen aufweichen willst oder ob du deinen Hut nimmst. Oder habt ihr die Bereitschaft, eine Beratung in Anspruch zu nehmen?
eskima
Hallo Eskima,
es stimmt, das eigentliche Problem ist mein LP. Aber ich schaff es nicht bei ihm durchzukommen, ohne dass ich gleich wieder die Böse bin, die überempfindlich ist und nur gegen den Junior. Hab keine Ahnung wie ich das noch klar machen soll. Bleibe ich bei meinem Standpunkt bin ich egoistisch! ICH ! Ausgerechnet ! Das letzte was auch mich passt ist Egoismus !
Und das alles nur weil ich keine Ahnung habe, da ich ja keine eigenen Kinder habe.
Man fühlt sich direkt als schlechterer Mensch weil man sich nicht fortgepflanzt hat (manche hättens wirklich besser gelassen).
Momentan reden wir gar nicht und ER macht so als wenn nix wäre. Mache ich mit ist solange gut bis zum nächsten Ding, was mir vielleicht nicht passt und ich anspreche. Dann geht's wieder von vorne los. Und wieder hab ich es angesprochen also bin ich wieder die böse.
Weiß nicht wie ich da raus komm. Wie tickt der Mann / die Männer?
Wie tickt der Mann
/ die Männer?
Liebe Janis,
bitte nicht von einem auf andere schließen 😉
Ich sehe es so: Du bringst ein Problem auf den Tisch. Was ist der kürzeste Weg ein Problem zu lösen? Richtig! Ich behaupte einfach, es GIBT kein Problem oder wenn, liegt es im "Problemhaber" selbst. Menschen, die so argumentieren, haben meist einfach keine Basis, um Konflikte zu lösen und fahren daher gern eine Vogel-Strauß-Politik (so frei nach dem Motto von Kleinkindern: "Seh ich Dich nicht, siehst Du mich nicht!")
Es gilt also grundsätzlich, euer Kommunikationsproblem zu lösen. So dass er nicht hinter der Aussage: "Es gibt ein Problem!" hört: "Dein Sohn ist sch****!"
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Liebe LBM,
Sorry, aber es gibt halt oft Paralelen innerhalb der Geschlechter. Natürlich ist jeder anders.
Stimmt auch: in der Kommunikation ist bei uns viel zu arbeiten. Hab halt den Eindruck, dass nur ich mich wirklich damit auseinandersetze und was tue. Ansonsten versuche ich wirklich nicht den Eindruck zu vermitteln, dass ich immer seinen Sohn sch... finde. Es ist auch tatsächlich so, dass ich ihn eigentlich sehr mag. Nur wenn er eben Mist baut mag ich ihn grad nicht.
Wir waren im Februar zusammen Skifahren und das war absolut klasse und wir haben uns super verstanden. Es waren noch Freunde dabei, die alle gesagt haben wie toll das bei uns 3 läuft und was ich für eine gute "Stiefmama" sei. Hab mich auch wirklich gern um ihn gekümmert.
Es gibt halt bei mir Grenzen, die KEINER (auch nicht mein LP) überschreiten darf und das versuche ich klar zu machen. Das darf ich wohl sonst bei jedem (z.B. auch meiner Schwester) aber nicht bei SEINEM SOHN.
Ist tatsächlich so.
Suche jetzt weiter den WEg aus diesem Dilemma und freue mich über jede Kritik
Janis
Hi Janis,
Wir waren im Februar zusammen Skifahren und das war absolut klasse und wir haben uns super verstanden. Es waren noch Freunde dabei, die alle gesagt haben wie toll das bei uns 3 läuft und was ich für eine gute "Stiefmama" sei. Hab mich auch wirklich gern um ihn gekümmert.
Solche Aktionen sollten Dir doch die nötige Ruhe und Gelassenheit geben. Mach Du Dein Ding, denn das machst Du anscheinend gut und lass doch Deinen LG sich mit den Sohnemann auseinandersetzen.
Nichtplatt
@nichtplatt
solange nix passiert gehts ja gut und ich hab Geduld. ABER wehe wenn was ist, wenn mir mal was nicht passt und sei es nur die verwüstete Küche, dann bin ich schon wieder böse und brauche nicht mit zu rechnen, dass mein LP mich unterstützt.
Leider ist das immer wieder so.
Mein "Ding" zu machen wäre dann wirklich die letzte Konsequenz zu ziehen und zu gehen...
eigentlich will ich das nicht. Wenn hier sonst keiner Konsequent ist - wieso ich?
Kompliziert, gell?
Janis
Hi Janis,
nicht lachen, in der Kita handhabt man das so: Man stellt GEMEINSAM Regeln auf und achtet GEMEINSAM darauf, dass diese eingehalten werden.
Meist ist es so, dass nur geachtet wird, was man sich selbst erarbeitet hat.
Sowas könnte ein Arbeitsplan sein (Wer hat wann Badreinigungswoche...) oder auch Verhaltensaufstellungen (in der Wohnung wird nicht geraucht) oder auch positiv (täglich zwischen 18-19 uhr darf die Musik auch mal lauter als Zimmerlautstärke sein, aber nicht so, dass sie auch im EG gehört wird).
Regelmäßig zusammenkommen, ob Regeln eingehalten wurden und ob Regeln überarbeitet werden müssen.
Mit meinem Zwerg hab ich es mal so gemacht, dass ich ihn gefragt habe: Was würdest Du denn machen, wenn Du die Mama wärst und das Kind hört nicht? Er überlegte und sagte: Dann würd ich sagen, das Kind soll alleine im Zimmer spielen gehen. Ich fragte dann, ob ich ihn einfach alleine ins Zimmer schicken soll, wenn er auf mich nicht hört. Er meinte: Ja. Ich hab es dann so gemacht und es ist okay für ihn. Klar müssen mit einem älteren Kind andere Sätze fallen. Aber der Effekt ist der, dass ER die Lösung angestoßen hat und es für ihn so leichter war, weil er SENEM Vorschlag gefolgt ist.
Vielleicht kann das für Dich eine Anregung sein für ein Gespräch mit beiden Männern.
Und was die Küche angeht: Die hätte ich so lange so ignoriert, bis sich einer der zwei dran gemacht hat. Heißt: Ich wasche meinen Teller ab und mein Messer, was ich zum Brot schmieren brauche. "Kochen? Geht nicht, kein Platz und keine sauberen Töpfe!" Das Problem ist einfach, dass man die Situation nicht lange genug aushält und selber macht. Wer seine Schmutzwäsche nicht in die dafür bereitstehenden Behälter packt, kriegt nix gewaschen. Restgeld in den Taschen gehört dem Wäschewäscher. Das heilt ganz schnell 😉
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

