Hi zusammen,
zu Ehezeiten hat sich Exe eine fondgebundene Rentenversicherung aufschwatzen lassen, die dann (ja klar, mit meinem Geld) monatlich gefüttert wurde. Jährlich gab es dann eine Mitteilung, in welchen glorreichen Fonds welche Anteile angelegt sind und was die jeweils wert sind (hätte man natürlich auch günstiger kaufen können...).
Das Dingen soll jetzt in den Versorgungsausgleich einbezogen werden. Die Versicherung teilt ohne nähere Begründung einen Deckungsbeitrag von knapp über 8.000,- mit, von dem ich die Hälfte im Rahmen einer internen Teilung erhalten soll.
Wir reden hier allerdings über Einzahlungen von fast 11 Jahren und über 13.000 Euronen. Nach der letzten Mitteilung, die mir noch zu Gesicht kam, waren vor zwei oder drei Jahren um die 9.000 in Anteilen angelegt und so viel Verluste sollten Fonds in dieser Zeit nicht gemacht haben. Von einer Rentenversicherung würde ich nach über 10 Jahren erwarten, dass ein Rückkaufswert in Höhe der Einzahlungen vorhanden ist. Also wenn es meine eigene wäre, würde ich mich nicht mit weniger abspeisen lassen.
Gibt es hier irgend eine Handhabe, sich den Versicherungsverlauf näher erläutern zu lassen (ich tippe auf Teilentnahmen während der Trennungszeit??) oder soll ich mich einfach freuen, überhaupt noch was von meinem Geld zu sehen?
Gruss von der Insel
Hi.
Ich habe keine Ahnung aber versuchen würde ich es auf jeden Fall.
Wen hast du denn im Verdacht?
Das die Versicherung einfach lausig ist oder dass deine Ex dich bekotet?
Wäre es eine Alternative, statt des Rückkaufswertes, die halbe Versicherung zu bekommen?
Das soll doch seit 2009 angeblich Standard sein.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin auf die Insel,
1. aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Werte der Fonds solcher Versicherungen (und damit die Rückkaufswerte) deutlich schwanken können, das liegt einfach in der Natur der Sache (Fonds/Aktien). Je nach gewählter Risikoklasse und dem Betrachtungszeitpunkt kann das auch schon mal 'ganz schön düster' aussehen. Über 30+ Jahre betrachtet (und Lebens- und Rentenversicherungen sind ja normalerweise 'Langläufer') sieht ('sähe' in Deinem Fall) das dann wahrscheinlich (hoffentlich!) deutlich besser aus. Evtl. gibt es ja auch noch einen LV ((Risiko-)Lebensversicherungs)- oder BU (Berufsunfähigkeits)-Anteil an der Versicherung, für den feste Beitragsanteile abgezogen und deshalb nicht investiert werden?
2. Wenn ich das richtig verstanden, soll dieser Rentenvertrag aufgeteilt, aber nicht kapitalisiert werden. Die Versicherung hat sicherlich hieb- und stichfeste Zahlen vorgelegt (und Du könntest, wenn Du das denn willst, mit der WKN oder ISIN des Fonds (= Kennziffer der Wertpapiere) den Verlauf der letzten Jahre überprüfen). Klar kannst Du mal bei denen anrufen und versuchen zu erfahren, ob irgendwelche 'Auszahlungen' gewesen sind. Ich vermute aber eher 'nein', das machen die eigentlich nicht in rel. kleinen bzw. Teil-Beträgen (wie es hier gewesen sein müsste). Mir sieht es eher nach 'Kursschwankungen' gepaart mit hohenVerwaltungskosten aus.
Wenn Du das Geld derzeit nicht dringend brauchst, würde ich den Vertrag (erstmal) bestehen lassen, evtl. beitragsfrei stellen und einen günstigeren Zeitpunkt für das Veräußern abwarten. Oder sogar als 'stille Reserve' bis zur Rente stehen lassen! Lass Dir mal ausrechnen, was da raus kommen würde/könnte.
Gruß von der Küste!
ulli
P.S.: natürlich kann man, wenn die Beiträge auf dem 'freien Finanzmarkt' gut angelegt werden, eine bessere Rendite rausholen, aber der Schuss könnte genauso gut nach hinten losgehen, es sei denn, man heisst 'Ackermann' oder so ...
ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)
Hi zusammen,
im Verdacht hab ich eigentlich gar niemand und ich freu mich über die unerwartete Zusatzrente (eigentlich ging ich davon aus, dass die Versicherung unter Vermögen fällt).
Die 8.000 kommen mir nur einfach nicht plausibel vor und Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann, machen mich skeptisch.
Wenn die Ex während des Trennungsjahrs Entnahmen gemacht hat, kann das nicht die Welt sein und wenn sie nicht Zugewinnausgleich beantragt (ich werd es nicht für die paar Cent hin oder her, Zahlungen leisten könnte eh keiner von uns beiden), spielt es keine grosse Rolle. Ich will auch nicht über Sinn oder Unsinn solcher Versicherungen streiten, aber wenn schon vorweg genau festgelegt ist, welche Fonds zu welchen Anteilen eingekauft werden sollen, dann kann ich das auch ohne Verwaltungskosten (allerdings nicht steuerbegünstigt) selbst tun. Also theoretisch könnte ich jetzt den ganzen Verlauf nachspielen und schauen, wie viel ohne die Verwaltungskosten vorhanden sein müsste bzw. die Verwaltungskosten aus den Anfangsjahren berechnen und auf die letzten Jahre übertragen. Ist mir aber ehrlich gesagt zu viel Aufwand.
Einen BU-Anteil gibt es nicht. Die 8.000 (und paar Zerquetschte) wurden dem Gericht so ohne weitere Berechnung als Deckungskapital mitgeteilt, mit dem Vorschlag, mir die Hälfte davon zu übertragen, also der Vertrag wird intern geteilt, dann mein Anteil beitragsfrei gestellt und irgendwann bekomm ich daraus eine Rente bzw. die gleichen vertraglichen Rechte auf Kapitalisierung wie im Ursprungsvertrag.
Ich werd mal den Anwalt fragen, ob wir nur zur Befriedigung meiner Neugierde dieses Fass öffnen und nachbohren sollen.
Gruss von der Insel
