Hallo Umgangsvater,
Ich möchte ihr außerdem klarmachen, dass ich nichts mehr von ihr will. Ich weiß nicht, ob sie das schon verstanden hat.
Da sie von sich aus eine Entfernung von 520 Kilometern geschaffen hat, darfst du in erster Näherung annehmen, dass sie das durchaus verstanden hat.
Wie stellt ihr euch denn vor, wie wir die Elternebene hinkriegen.
Indem du mit ihr so umgehst, wie du auch mit einem Schaffner bei der Bahn umgehst, mit einem Polizisten bei der Führerscheinkontrolle, oder mit einem Sachbearbeiter beim Finanzamt - mit denen hast du es normalerweise nämlich auch nicht zu tun, weil du das so gerne willst, sondern weil du musst. Und damit das einigermaßen friedlich abläuft, bist du dort ja auch: freundlich, höflich, sachbezogen, distanziert.
Im Extremfall ist die Trennung zwischen (ehemaliger) Paarebene und (weiter bestehender) Elternebene genau dieses, d.h. du nimmst die Dame nur in dem Maße wahr, wie es die Ausübung einer ganz bestimmten Rolle betrifft: Aus deiner Sicht ist sie die Mutter deines Kindes - nicht mehr, nicht weniger. Den Rest blendest du aus; als Mensch und als Frau existiert sie für dich nicht mehr. Und so wie's aussieht ...
Ich möchte mit der Frau nichts mehr zu tun haben. Wenn ich sie sehe, kommt mir die Galle hoch.
... bist zumindest du von dieser "neutralen" Einstellung noch ein ganzes Stück entfernt. Gut möglich, dass es ihr genau so geht.
Natürlich ist es so: Wirklich funktionieren kann die Beschränkung auf die Elternebene nur dann, wenn auch sie dir gegenüber eine genau so "unpersönliche" Haltung an den Tag legt. Das allerdings liegt nicht in deiner Hand; oder allenfalls in dem Maße, dass du sie tunlichst nicht unnötig ärgern solltest.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Wegen nächstem angestrebtem Job. Sie hat aber noch kein konkretes Angebot.
Nur mal Rande,
warum soll es diesen Job ausgerechnet nur in dieser Stadt geben?
Ist sie nach Rom gezogen um Papst zu werden?
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin Umgangsvater,
als ASR-Mutter muss sie einen Umzug nicht begründen und niemanden um Erlaubnis fragen; im Rahmen der Personenfreizügigkeit kann sie auch nach Timbuktu ziehen, wenn es ihr dort gefällt. Und wenn sie umgezogen ist, um den Umgang des Openers zu erschweren, wird sie das niemand auf die Nase binden.
Insofern ist es eher akademisch, sich über die tatsächlichen oder behaupteten Gründe für den Umzug den Kopf zu zerbrechen. Du solltest also eher hoffen, dass sie baldmöglichst in Lohn und Brot kommt; ansonsten bist Du nämlich noch (mindestens) zwei Jahre lang auch unterhaltspflichtig für sie.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Sie hätte den Job auch am alten Ort machen können, aber da sind die Voraussetzungen schlechter. Außerdem ist die Arbeitslosenquote in unserer Region schlechter.
Ich muss dazu aber sagen, sie hatte mich während der Schwangerschaft darauf angesprochen, dass sie irgendwann dahin umziehen will, und ich sagte, dass ich ihr keine Steine in den Weg legen würde. Nur habe ich mittlerweile meine Meinung eben geändert.
Moin Umgangsvater!
Mir scheint, als will ein Groschen bei Dir nicht fallen: Der Umzug von Exe geht Dich nix an. Verschwende darauf nicht Deine Energien. Sei lieber froh, dass sie nur 500km weggezogen ist und nicht 5000. Denn das hätte sie tun können. Und Du wärest dennoch in der Pflicht Deinen Umgang wahr zu nehmen.
Nimm es hin und mach Dir lieber Gedanken darum, wie Du
a) ein gutes Verhältnis zu ihr aufbaust
b) die Umgänge realisierst
Greetz,
Milan
Mir scheint, als will ein Groschen bei Dir nicht fallen: Der Umzug von Exe geht Dich nix an. Verschwende darauf nicht Deine Energien.
Immer sutsche! Ich hatte ihn, rein interessehalber, gefragt was an diesem Ort so besonderes ist, wenn man aus Jobgründen hinzieht, obwohl man noch gar keinen hat!
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Was mir nicht in den Kopf will:
Es ist ja durchaus zu begrüßen, dass die KM sich um einen Job bemühen möchte. Doch meines Erachtens
kann sie das an ihrem jetzigen Wohnort, oder im Umkreis von 100 km auch machen.
Für die Vater-Kind Beziehung wäre es definitiv besser. Einen Ortswechsel, ohne nachweisbaren Job finde
ich schon fast fahrlässig. So blauäugig sollte man nicht sein.
Meine Meinung.
LG
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Was mir nicht in den Kopf will:
Es ist ja durchaus zu begrüßen, dass die KM sich um einen Job bemühen möchte. Doch meines Erachtens
kann sie das an ihrem jetzigen Wohnort, oder im Umkreis von 100 km auch machen.Für die Vater-Kind Beziehung wäre es definitiv besser. Einen Ortswechsel, ohne nachweisbaren Job finde
ich schon fast fahrlässig. So blauäugig sollte man nicht sein.Meine Meinung.
LG
Agent
Naja, der KM war das ja offensichtlich nicht so wichtig. :exclam: Ich bin zwar beruflich bedingt alle paar Monate, manchmal auch Wochen in einer Stadt, die rund 50km entfernt von ihrem jetzigen Wohnort liegt, aber regelmäßigen Umgang kann man das dann auch nicht nennen.
Moin,
50 km sind ja in der heutigen Zeit keine Entfernung. Auch 100 nicht unbedingt. Bei 500 sehe ich das anders.
Wenn man wirtschaftlich eine Angespannte Situation hat, kann das einen Totalschaden bedeuten. Die KM könnte
zwar, wenn sie die Distanz geschaffen hat, u.U. an den Umgangskosten beteiligt werden, dafür bräuchte sie dann
aber auch erst einmal ein eigenes Einkommen.
Auf jeden Fall ist ein relgelmäßiger Umgang sehr wichtig. Mal sehen, wie sich das bei dir dann in der Praxis
bewerkstelligen lässt.
Gruss
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Der Prozesstag zur Umgangsregelung hat übrigens mittlerweile stattgefunden. Es lief eher nicht so gut. Meine Ex erzählte wieder die alte Geschichte davon, dass ich von ihr die Abtreibung verlangt habe. Und ja, gut, ich war ein paar Monate inaktiv im Bezug auf den Umgang mit meiner Tochter, weil mich meine Ex genervt hat, weil sie meiner Meinung nach immer noch hinter mir her ist.
Aber trotzdem fand ich die Entscheidung der Richterin nicht okay. Sie führte uns zum Vergleich. Ich muss weiterhin die Umgangsanbahnung mittwochs und sonntags bei meiner Ex in der Wohnung machen. Meine Ex besteht außerdem darauf, dass ich von 10 bis 13 Uhr bleibe. Ich ging öfter schon um 11.30 Uhr, weil ich keine Lust habe, in ihrer Wohnung zu sitzen. Die Richterin rief von begleitetem Umgang als Alternative ab, weil der seltener und komplizierter sei. Meiner Ex war's wohl egal, wie der Umgang organisiert wird.
Im April läuft die Anbahnung so noch weiter. Bei einem Termin soll eine Mitarbeiterin vom Jugendamt zusehen, um zu sehen, wie es mit der Kleinen und mir klappt. Vielleicht wird ab Mai dann der Umgang außerhalb der Wohnung meiner Ex beginnen und sich langsam steigern. Ich darf mal ein halbes Stündchen alleine mit der Kleinen um den Block spazieren gehen, dann mal eine Stunde, dann zwei, dann drei. Das über ein halbes Jahr immer mehr gesteigert, bis ich dann bei meinem Ziel angelangt bin, die Kleine nach meinen Vorstellungen mitzunehmen. Das wird allerdings erneut verhandelt.
Meine Ex will nicht, dass ich die Kleine 2x die Woche mitnehme, sondern will eher auf Dauer den Rhythmus von allen zwei Wochen. Auf die Entfernung, die durch ihren Umzug entstanden ist, werde ich wohl auch maximal wöchentlich am Wochenende können. Das müssen wir noch verhandeln.
Meine Ex hat außerdem auf Familientherapie bzw. Elterngespräche bestanden. Die Richterin und die Frau vom Jugendamt stimmten in ihren Chor ein. Ich habe darauf überhaupt keine Lust! Mit der Frau will ich nichts mehr reden. Ich grüße sie nicht einmal mehr. Jetzt soll ICH Termine für diese Elterngespräche bei einem Verein vereinbaren. Bisher habe ich nichts unternommen. Ich sehe keinen Sinn darin. Die Frau will sowieso nur wieder mit mir zusammenkommen.
Außerdem hat meine Ex bei der Kommunikation darauf bestanden, dass wir uns nicht gegenseitig beleidigen. Das haben wir in den Vergleich geschrieben.
Das Ganze ist allerdings nur eine Teilvereinbarung. In 3-4 Monaten will die Richterin uns von Amts wegen wieder kontaktieren und das Verfahren fortführen, sollte sich etwas Neues ergeben. Ich komme mir wie aufs Abstellgleis gestellt vor.
Dieses Wochenende gab es auch wieder Stress mit der Ex. Sie jagte mir eine stinkige SMS hinterher, weil ich die Kleine nicht gewickelt habe, sondern sie der Mutter zum Schluss überlassen habe, als sie geka**ert hatte. Ich wollte halt los, hab' auch noch ein Leben.
Ich wollte halt los, hab' auch noch ein Leben.
Ja, da muss Mann natürlich seine Prioritäten setzen. Jeder wie er kann.
Hi,
Wenn du die Gesprächstermine, die du ausmachen sollst, nicht für notwendig erachtest und es einfach nicht tust, wirst du sicher nicht auf Gegenliebe stoßen.
Ihr müßt als Eltern eine Gesprächseben entwickeln, egal ob du willst oder nicht. Ansonsten macht ein Umgangsrecht wenig Sinn. Du wirst auch schnell feststellen, das du dann als nocht kooperativ eingestuft wirst und dann die Hürde zu "Umgang widerspricht dem Kidneswohl" nicht mehr sehr hoch ist.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
weil ich die Kleine nicht gewickelt habe, sondern sie der Mutter zum Schluss überlassen habe, als sie geka**ert hatte. Ich wollte halt los, hab' auch noch ein Leben.
Ja, wenn man da schon nicht das Kind versorgen kann, wie will man das alleine schaffen?
Ja, wenn man da schon nicht das Kind versorgen kann, wie will man das alleine schaffen?
Wenn ich die Kleine mitnehmen kann, dann versorge ich sie schon.
Und wenn meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Omnibus.
Was ist, wenn dir da "dein eigenes Leben" dazwischenkommt?
Ich bin ja durchaus dafür, Kindern ganz viel eigene Zeit mit dem Vater zu ermöglichen.
Zu deinen Qualifikationen dem Kind das leibliche Wohl zu gewährleisten, hätte ich kein Vertrauen, sag ich mal ganz ehrlich.
