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Was tun? Ab wann entscheidet der Wille des Kindes?

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(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo,

hier mal die Fortsetzung des Theaters:

nachdem eine Weile Ruhe war, der Umgang regelmäßig und problemlos war, nun wieder das ganze Theater von vorne.
Letzten Sonntag kam die Lütte wieder ziemlich verstört vom Umgang zurück.
Sie erzählte uns dann auch, dass KM wieder auf sie eingeredet hat. Gemeinsam mit der Großmutter wurde ihr lang und breit erklärt, dass sie ab 12 Jahre selbst entscheiden darf wo sie wohnt und sie würde im Mai wieder mit ihr zum JA fahren und dann muss sie sich entscheiden und dort sagen dass sie wieder zur KM will. Angeblich wäre ja nur 1Jahr mit dem JA ausgemacht und das ist im Mai um.

Wir haben uns damals extra ein Schreiben vom JA über den Verlauf des Gesprächs JA-KM-Tochter vom 30.05.08 schicken lassen, und da steht nichts von "vorrübergehend" oder "für 1 Jahr".

Das Kind ist total verzweifelt, sie fühlt sich eigentlich wohl bei uns, hat aber auch ein schlechtes Gewissen gegenüber der KM. Sie sagte: "ich weiß nicht was ich machen soll, ich hab doch beide lieb!"

Offensichtlich hat sie Angst vor der KM, da diese sie in der Vergangenheit oft geschlagen hat. Auf Grund dieser Angst würde sie warscheinlich alles sagen, was die KM von ihr verlangt.

Gibt es denn garnichts was man für die Lütte tun kann? Es kann doch nicht sein, dass sie so von der KM unter Druck gesetzt wird. Das JA steht ja eigentlich auf unserer (KV) Seite, das zeigte ja auch der Termin im Dezember. Würde es vielleicht was bringen, wenn KV die Sachbearbeiterin des JA nochmal um Hilfe bittet oder zumindest über das Verhalten der KM informiert?

hilflose Grüße Daisy


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 01.04.2009 22:55
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
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Moin Daisy,

vielleicht hilft es ihr zu sagen, dass SIE das auch mit 12 nicht allein entscheiden darf. Natürlich hat ihre Meinung nun ein ganz anderes Gewicht. Ich würde mit dem JA Rücksprache halten, ob es nicht sinnvoll wäre, das ABR auf KV gerichtlich übertragen zu lassen, damit das Gezerre aufhört. Zumindest an das Kind wäre es eine Signalwirkung im Sinn von: "Das Gericht hat entschieden!"

Es ist ja eindeutig zu sehen, dass das Kind nicht in der Lage ist die Last einer Entscheidung zu tragen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 01.04.2009 23:26
(@ginnie)
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Hi Daisy,

wie so oft schließe ich mich LBM worten an.
Hinzufügen möchte ich: es ist doch so gewesen, dass der Wille des Kindes maßgeblich war, dass sie bei euch ist. Zumindest lese ich es so raus.
Ihr könnt also die Argumentation der KM entkräften, die da sagt ab 12 könne das Kind selbst entscheiden.
Es hat schon viel früher selbst entschieden!

Natürlich ist es jetzt schwierig, denn sie könnte ihre Entscheidung ja rückgängig machen wollen..auch unter dem Druck der KM...
Also, redet viel mit ihr, ob sie sich wohl fühlt bei euch, und warum sie das aufgeben will...damit sie euren Rückenhalt spürt und dass ihr sie nicht im Stich lasst.

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

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Geschrieben : 01.04.2009 23:33
(@oldie)
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Hi Daisy

So wie ich es verfolge wird das Kind von der KM dahingehend unter Druck gesetzt  mit dem 12.Geburtstag entscheiden zu müssen, ob es fortan bei KM oder KV lebt. "Entscheidet" es sich für den KV so verliert es die KM, worüber diese natürlich todtraurig ist. Das ist Blödsinn und die Motivation der KM dahinter offensichtlich. M.E. ein klarer Verstoss gegen §1684 BGB. Falls das Kind hier in einen ernsthaften und nachwirkenden Loyalitätskonflikt gestürzt wird ist m.M.n. ein betreuter Ungang erforderlich und zwar solange, bis sich dies geändert hat - sowohl im Handeln der KM als auch im Befinden des Kindes, denn beides bedingt sich.
Die Frage ist nur - wie werden die Entscheidungsträger dafür überzeugt?

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

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Geschrieben : 02.04.2009 00:25
(@daisy)
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Hallöchen,

ihr sprecht mir aus der Seele, aber wer ist für die Entscheidung BU zuständig und wie macht man die Notwendigkeit deutlich?

ABR-Antrag ist im Moment zu heiß, wir hätten zwar einige ziemlich gute Gründe, aber ob das auch vom Richter so gesehen wird? Sollte KM einen Antrag stellen, wird ein Gegenantrag erfolgen, aber nur dann.

@oldie
die Lütte ist ja nun bereits 12. Im Moment reitet sie auf dem angeblich mit dem JA vereinbarten Jahr rum.
Ich denke der KV wird sich zunächst mit dem JA in Verbindung setzen um dort mal um Rat zu fragen. Vielleicht kann die Dame nochmal ein Gespräch mit der KM führen und ihr noch mal die Auswirkungen ihres Verhaltens vor Augen führen oder wenigstens dem KV sagen, wie er sich verhalten soll oder was er für Möglichkeiten hat.

LG Daisy


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 02.04.2009 00:47
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallöchen,
hatten eben ein Gespräch mit dem JA, die KM soll nochmal zum Gespräch gebeten werden.
Sollte sich die Situation danach nicht bessern, müßten wir einen Antrag bei Gericht stellen auf Reduzierung des Umgangs bzw. BU. Die SB war ziemlich sauer auf die KM. Sie meinte wörtlich, dass es so im Gesetz steht, dass solcherart Beeinflussung zu unterbleiben hat. Sie sprach auch von Ordnungsgeld und dergleichen.

Na bin mal gespannt was sich da nun tut.

LG Daisy


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 02.04.2009 13:10
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallöchen,

hatten gestern einen Anruf vom JA. Die KM wurde für Dienstag zum Gespräch gebeten und der KV soll ebenfalls dabei sein.
Wie gut dass die KM nichts von der Anwesenheit des KV weiß, sonst würde sie warscheinlich gar nicht kommen.
Die Lütte sollen wir zu Hause lassen, da auch die Dame vom JA der Meinung ist, dass es sie zu sehr belasten würde.

Nun bin ich aber mal sehr gespannt. Dieses WE ist die Tochter wieder bei der KM und ich kann mir lebhaft vorstellen was da wieder abgeht.
So wie ich die KM kenne, wird sie wohl wieder mit Töchting heimlich verabreden, dass sie sie Dienstag von der Schule abholt und mitnimmt zum JA. Da wird sie aber dann ein ganz schönes Auge kriegen, wenn der KV auch da ist und die SB wird wohl auch wissen was los ist. Ich denke mal, dass sie dann gleich den ersten Rüffel kriegt, weil die KM schon wieder hinter dem Rücken des KV handelt, schließlich wurde ja mit dem KV abgesprochen, dass die Tochter zu Hause bleiben soll.

Na drückt uns mal die Daumen, dass dieses Gespräch dann auch in unserem Sinne läuft. Melde mich dann wieder.

LG Daisy


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 22.04.2009 14:38
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo mal wieder,

also die KM hat gestern beim JA ne bühnenreife Show abgeliefert. Als der KV die Probleme anfing zu schildern, unterbrach sie ihn sofort mit den Worten: "so brauchst du gar nicht erst anfangen, das Kind kommt jetzt zurück und fertig!" Der SB sind fast die Augen rausgefallen. Sie behauptete wieder es sei nur 1 Jahr auf Probe ausgemacht, was die SB aber sofort verneinte. Alles was der KV vortrug sei gelogen, sie hätte ihre Kinder noch nie geschlagen, das hätten wir ihr alles nur eingeredet, sie hätte das ABR, das hätte ihr RA ihr gesagt.
Als der KV dies verneinte, meinte sie dann sie würde sofort zu ihrem RA fahren und das beantragen.

Nachdem der KV auch geschildert hat wie traurig die Lütte war, dass KM sie in den Osterferien nicht holen wollte, sagte sie doch tatsächlich: "ich hab auch noch was anderes zu tun!" Sie hatte noch die ganze Woche Urlaub!

Naja das sie das Kind unter Druck setzt stimmt ja gar nicht. Die Lütte würde ja angeblich schon die ganze Zeit drängeln, dass sie wieder zurück will.

Nun sollen wir nachher doch noch mal mit dem Kind zum JA kommen, sie möchte nochmal alleine mit der Lütten reden.
Bin gespannt, ob sie den Mut hat die Warheit zu sagen.

Melde mich dann wieder.

Liebe Grüße
Daisy


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 29.04.2009 12:34
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin Daisy,

wie war das 2. Gespräch?

Also, wenn man Deine Zitate der KM so liest, da kann man wirklich nur meinen, sie hat einen an der Waffel. Aber gaaaaanz gewaltig. :knockout:

Bin gespannt, berichte bitte weiter!

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 29.04.2009 20:30
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo LBM,

dieser Meinung bin ich schon seit Jahren, nur hört ja niemand auf mich *grins* !

Also das Gespräch heute war einfach nur Klasse! Wir sind so stolz auf das Kind! Sie hat der SB genau gesagt was sie denkt und fühlt, wie belastend das ganze Theater für sie ist. Das KM sie unbedingt zurück will und dieser Wunsch nicht von ihr kommt, mit welchen Versprechungen und Lügen sie von KM beeinflußt wird.
Das die KM gelogen hat, wenn sie behauptet sie nie geschlagen zu haben. Sie nannte sogar ein Beispiel und dass der LG daneben stand und zugeschaut hat.

Sie nannte auch einige Beispiele womit die KM versucht den KV schlecht zu machen (er hätte ja früher die Kinder nur verprügelt, er wollte die KM mit nem Baseballschläger erschlagen usw.) und hat dies deutlich verneint.

Ich bin noch immer sowas von den Socken !!!

Am 14. ist nochmal ein Gespräch KV+KM beim JA zur Auswertung. Die Lütte wird nun an diesem Gespräch auch teilnehmen und im Beisein der SB vom JA ihrer Mutter all dies selbst deutlich sagen.

KV blieb heute zu Hause, einmal weil ja die SB allein mit der Lütten reden wollte, dann auch damit die KM nicht wieder sagen kann dass die Tochter wegen Anwesenheit vom KV nicht die Warheit gesagt hat.

Die SB hat fleißig ne ganze Seite voll geschrieben und der Lütten ne Kopie mit gegeben, damit sie sich dann nochmal auf das Gespräch vorbereiten kann. Sie sagte ihr auch nochmal, dass sie selbst es nicht befürworten wird, dass sie in den Haushalt der KM zurück kehrt.

Das Gespräch war fast ne Stunde, auf dem Zettel steht nur ein Bruchteil dessen was alles besprochen wurde, aber mir fiel fast die Kinnlade runter als ich das lesen durfte. Ich hab sie dann gefragt, ob sie sich das wirklich zutraut und sie meinte ganz überzeugt: ja klar trau ich mich! Wenn Papa und Frau ...... dabei sind kann sie mir ja nichts tun.

Mannomann.... wo hat die Lütte nur plötzlich so viel Selbstvertrauen ausgegraben? Vor ein paar Monaten hat sie noch ganz kleinlaut das aufgesagt was KM verlangt hat.

Na wir warten nun gespannt auf die angekündigte Klage der KM und hoffen auf den Beistand des JA und den Mut der Lütten.
(Eigentlich ist es wohl gar nicht mehr angebracht sie immer "Lütte" zu nennen, heute jedenfalls war sie gaaaaanz groß )

Ich halte euch auf dem Laufenden.

liebe Grüße
Daisy die heute ne ganz stolze Stiefmama ist


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 29.04.2009 22:53




(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Daisy

Am 14. ist nochmal ein Gespräch KV+KM beim JA zur Auswertung. Die Lütte wird nun an diesem Gespräch auch teilnehmen und im Beisein der SB vom JA ihrer Mutter all dies selbst deutlich sagen.

Hmm, ob das so gut ist - ich weiss nicht. Das JA hat keine Befugnisse/Entscheidungsgewalt in dieser Thematik. Normalerweise gehört solch eine Konfrontation (und das ist es in meinen Augen) vor ein Gericht. Es kann nämlich auch mit Einschüchterung, auf jeden Fall aber mitgewisser Abgrenzung zum betreffenden ET,  enden. Da die KM anscheinend genau weiss, dass das JA eigentlich nichts definitives sagen/anordnen darf sehe ich hier auch ein Risiko. Bedenkt dies vielleicht nochmal. Anders herum, es kann auch ein totaler, aber wohl vorübergehender, Erfolg werden. Also einer, der nichts verbindlich regelt. Eine (provozierte) direkte Konfrontation mit einem ET im Beisein des anderen und auch noch dritten Personen empfinde ich als starkes Stück. Soviel dazu.

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

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Geschrieben : 30.04.2009 01:46
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi oldie,

ja ich finde das auch ganz schön heftig. Aber andererseits ist es vielleicht die einzige Möglichkeit für das Kind, der KM mal ihre eigene Sichtweise deutlich zu machen, die einzige Chance ohne Angst vor Schlägen mal das zu sagen was sie denkt, mal ausreden zu dürfen. Vielleicht kapiert die Dame dann endlich, dass die Lütte nicht jeden Schei.... glaubt den sie ihr versucht einzutrichtern, dass sie es auch niemals schaffen wird mit ihren Hasstiraden die Liebe zum Vater kaputt zu machen und sie dazu zu bringen den Vater zu hassen.

Die KM hat von nichts ne Ahnung, sonst würde sie die Lütte nicht dauernd zum Jugendamt zerren, sonst würde sie nicht so einen Blödsinn von alleinigem ABR faseln. Sie wird definitiv einen Antrag bei Gericht stellen. Eigentlich müßten wir ja darauf hoffen, dass sie einen RA hat der nur auf das zu verdienende Geld schaut und ihr nicht davon abrät.

Jeder Auftritt von ihr beim JA kann nur noch zu unserem Vorteil sein, denn diese SB muss dann eine Stellungsnahme zum Gericht schicken und die fällt garantiert nicht positiv für die KM aus.

Mir gefällt der Gedanke an diese Konfrontation auch nicht wirklich und ob die Lütte wirklich noch dazu bereit ist wenn der Tag ran ist weiß ich nicht. Aber so sieht die SB auch mal direkt wie die KM mit dem Kind umspringt. Es wird sicher ein ziemlich lautes Gespräch und ich weiß das auch die Lütte ziemlich unverschämt rumschreien kann wenn sie keine Angst vor Schlägen haben muss. Ich habe einige Male Telefonate mit ihrer Mutter mitbekommen, bei welchen sich beide nichts geschenkt haben. Das sagt aber dann auch einiges über das Mutter-Tochter-Verhältnis aus.

Wir haben nicht viele Möglichkeiten dem Kind zu helfen, die KM wird sich niemals ändern, dazu sind ihr ihre Kinder nicht wichtig genug. Sie benutzt sie nur um den KV zu treffen, betrachtet sie als Eigentum, als leblose Gegenstände die man je nach Laune wegwerfen und wiederholen kann. Der Große ist schon 4x rausgeflogen bei ihr, aber der hat mit seinen fast 20 Jahren noch immer nichts begriffen. Ein paar Geldscheine und leere Versprechungen und alles ist wieder in Butter. Dann wird aus dem Miststück wieder das liebe Muttilein. Er sieht nur die fette Kohle die Mutti hat und hofft immer wieder da absahnen zu können. Aber außer Peanuts kriegt er gar nichts. Ich traf ihn gestern mit seinem "von Mutti versprochenen neuen Auto", es hatte zwei Räder, nen Lenker und Pedalen. Ich habe es aufgegeben das verstehen zu wollen.

Der Vorschlag zu diesem "Vierer- Gespräch" war ja von der SB, ich hoffe, dass sich die Dame dabei auch etwas gedacht hat. Sollte die Lütte doch Angst vor der eigenen Courage bekommen, werden wir sie sicher nicht zwingen. Ich bin auf jeden Fall draußen und wenn sie es nicht mehr aushalten kann oder will soll sie einfach rauskommen. Ich fang sie auf und bin für sie da, ich hab da einen ganz guten Draht zu ihr, manche Dinge bespricht sie lieber mit mir, warscheinlich auch weil ich unparteiischer bin und sie bei mir keine Angst haben muss mich zu verletzen.

Wir werden sehen wie die nächsten Tage so ablaufen, ich werde weiter berichten.

erstmal LG
Daisy


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Themenstarter Geschrieben : 30.04.2009 23:51
(@ginnie)
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Hi Daisy,

wie ich oldie vestehe, würde er euch abraten, das die Lütte bereits bei einem Gespräch beim JA mit der ganzen Situation konfrontiert wird.
Sondern diese Konfrontation auf die gerichtl. Auseinandersetzung verschieben.
Ich finde das nachvollziehbar, denn sonst müsste die Lütte öfter ihre Meinung vertreten und weil das für sie auch schwer werden kann und Kraft kosten kann, könnte es ja passieren dass sie zwar beim JA noch ihre Meinung vertritt, aber beim Gericht dann nicht mehr - ist ihr zu viel, emotional zu anstrengend usw.

oldie wird schon sagen, falls ich es falsch verstanden habe ;-))

Aber ich weiß eben auch nicht ob es gut ist die Lütte "jetzt schon ins Schußfeld" zu bringen, oder das Gericht abzuwarten, zumal du schreibst die KM wird auf jeden Fall vors Gericht ziehen.

Die Lütte könnte ja dem JA mitteilen, dass sie alles gesagt hat, und auf die Gesprächsnotiz verweisen?

ligr ginnie


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AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2009 22:10
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

ich habe schon überlegt, Oldie direkt zu widersprechen und tu' dies nun nach einigem hin- und her überlegen.

Nach allem was ich gelesen habe, ist KM davon überzeugt, dass das Kind zu ihr gehört. Der Gerichtsprozess ist unabwendbar, solange keine Gegenwehr erfolgt. Dass die Gegenwehr des KV nicht dafür ausreicht, ist soweit klar. Ich denke, der Gedanke des JA, der dahinter steht ist, dass das Kind der KM ganz klar sagt, dass es nicht zurück will und die KM im Vorfeld begreift, dass ein Prozess keinen Sinn macht, wenn da
a) das Argument der Kontinuität und
b) der Wille des Kindes
FÜR den KV spricht.

Außerdem sehe ich auch den Grund nicht, warum das Kind davor geschützt werden soll, seine Meinung zu sagen. Ob es das nun im JA tut oder vor Gericht ist m. E. völlig unerheblich. Klar, das JA hat keine Entscheidungsbefugnis, hat aber auch die Möglichkeit ein Bild zu machen, wie die KM reagiert, wenn das Kind sich äußert (sie wird vermutlich ausflippen).

Die Wahrscheinlichkeit, dass KM ein Gesicht zeigt, das das JA zu einer noch nachdrücklicheren Aussage bringt, dass der Übertragung des ABR auf KM keinesfalls zu befürworten ist, halte ich für extrem groß UND wichtig.

Ich finde, dass dem Kind kein Schaden entsteht, wenn es diese Aussage wiederholt, zumindest, wenn es selbst dazu bereit ist.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2009 22:18
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Ich finde, dass dem Kind kein Schaden entsteht, wenn es diese Aussage wiederholt, zumindest, wenn es selbst dazu bereit ist.

genau hier liegt die taktische Überlegung: die Lütte hat schonmal, als ihr alles zu viel wurde, gesgt, dass sie dann eben zur KM zurückkehrt.
Somit sollte man wirklich genau aufpassen, dass sie nicht überfordert wird und die Situation dann dadurch kippt.

Das Gespräch beim JA könnte emotional so anstrengend für die Lütte werden dass dies passiert.

Könnte.

Andererseits ist es natürlich gut, wenn die Lütte ihre Meinung oft genug vor vielen Menschen wiederholt und somit festigt.

Und, natürlich, die Meinung des JA zugunsten des KV ist auch wichtig. Aber wenn er die Lütte "schont", wird es ihm vielleicht auch zugute gehalten.

Wie immer, ist alles sehr differenziert zu betrachten und nicht mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten.

Unsere Überlegungen hier, sollen Daisy bzw dem KV aber auch nur Anregungen geben da wir ja nicht vor Ort sind.

ligr ginnie


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AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2009 23:28
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

man könnte der Lütten anbieten, das Gespräch jederzeit abzubrechen, wenn sie das nicht sagen kann. Man sollte ihr aber auch ehrlich sagen, dass KM plant, den Rückzug gerichtlich durchzusetzen. Mit 12 Jahren finde ich, kann sie schon recht gut überblicken, was das für sie bedeutet. Und ich denke, dass die Gefahr des "Umkippens" nicht so groß ist, wenn Papa und das JA im Rücken stehen, die ihre "wahre Meinung" kennen.

Wie gesagt, aus diesen Gründen und auch rein vom Gefühl her, halte ich dieses gemeinsame Gespräch für wichtig (und richtig). Entscheiden muss es letztlich Daisys LG.

LG LBM


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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2009 23:39
(@dreamteam)
Rege dabei Registriert

Hallo,

jetzt geb ich auch mal meinen Senf dazu......
Ich finde KV recht unbeweglich.... Wie lange soll das Kind denn noch in unsichererSituation leben?
Also bei mir (uns) ging das ratzfatz,und zwar so:

Ich beantragte das alleinige Sorgerecht (ich wusste ich würde es nicht bekommen).
Da meine Tochter zu dem Zeitpunkt 12J. war wurde eine Verfahrenspflegerin hinzugestellt.
Mit der konnte sie in Ruhe quatschen und sagen was sie wollte,in ungezwungener Umgebung....

Ex rastete aus,stellte Tochter unter Druck,machte ihr Vorwürfe,Versprechungen usw.
Tochter rief Verfahrenspflegerin an,berichtete alles....
2 Stunden später lag die einstweilige Anordung per Fax auf dem Tisch,Tochter geht sofort zum Vater....
Dann bei gericht,4 Wochen später,bekam ich zwar nicht das alleinige Sorgerecht,jedoch das
alleinige ABR....

Also Leute,nicht so lange rumeiern,ihr tut dem Kind damit nichts gutes

Gruß,
Thomas


AntwortZitat
Geschrieben : 12.05.2009 10:50
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallöchen,

heute war das Gespräch beim JA.
Möchte erstmal nur soviel dazu sagen, dass die "Große" weiterhin bei uns bleibt.

Wir haben am WE Jugendweihe von meiner Tochter und noch viel vorzubereiten. Danach werde ich mich hier wieder melden und genaueres berichten.

LG Daisy


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Themenstarter Geschrieben : 14.05.2009 16:00
(@daisy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo,

Jugendweihe war einfach super und obwohl uns "Alten" noch ein bißchen Schlaf fehlt, möchte ich doch kurz noch näher zu dem Gespräch beim JA berichten.

Die Lütte war zuerst allein drin und besprach mit der SB den Ablauf. Sie haben ausgemacht, dass die SB die aufgeschriebenen Punkte anspricht und die Lütte jederzeit rausgehen kann wenn es ihr zuviel wird. Dann wurden die Eltern dazu geholt. Nach ca 10 min kam die Lütte dann weinend raus. Ich musste sie erstmal in den Arm nehmen und trösten. "Mutti macht Papa schon wieder nur Vorwürfe und behauptet dass alles gelogen ist".

Naja wir haben nicht wirklich was anderes erwartet.

Mein LG berichtete dann später, dass Madame dann von der SB ganz schön den Kopf gewaschen bekam. Eine Rückkehr in den Haushalt der KM wird strikt abgelehnt, das Kind fühlt sich wohl in der Familie des KV und wird dort nicht wieder rausgerissen. Die Eltern sollen zur Beratung bei der Caritas gehen und sich zukünftig in allen das Kind betreffenden Belangen vernünftig absprechen. Sollte das zukünftig nicht funktionieren, wird das Kind rausgenommen.

Ob die KM das begriffen hat wage ich zu bezweifeln. Auch an einer Beratung scheint Madame kein Intresse zu haben, denn draußen sagte sie schon wieder "oder wir müssen uns mal alleine zusammen setzen". Na da kommt doch eh nichts bei raus. Mein LG wird sich nun einen Termin bei der Caritas holen und dann sehen wir ja ob Madame dann an gemeinsamen Gesprächen interessiert ist.

Jedenfalls hat die Gutste beim JA so einen "tollen" Eindruck hinterlassen, dass die das Kind eher ins Heim stecken würden als zurück zur Mutter zu lassen. Nun warten wir mal die nächsten WE ab, wie sie mit der Lütten umgeht und ob sie nun noch ne ABR-Klage raushaut. Denke aber ihr RA wird ihr wohl abgeraten haben.

Werde weiter berichten.

LG Daisy


Seid ich so manchen Menschen näher lernte kennen, möcht ich von meinem Hund mich nie mehr trennen!

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Themenstarter Geschrieben : 20.05.2009 00:25
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

Eine Rückkehr in den Haushalt der KM wird strikt abgelehnt, das Kind fühlt sich wohl in der Familie des KV und wird dort nicht wieder rausgerissen.

Ok, das JA ist dieser Auffassung. ObÄs ein Gericht auch so sehen wird, steht auf einem ganz einen Blatt.

Die Eltern sollen zur Beratung bei der Caritas gehen und sich zukünftig in allen das Kind betreffenden Belangen vernünftig absprechen.

Ein hoher Anspruch bei dieser Gattung von Ex.

Sollte das zukünftig nicht funktionieren, wird das Kind rausgenommen.

Wie? Aus eurer Familie? So ein Quatsch. Das entbehrt jedweder Rechtsgrundlage.

Mein LG wird sich nun einen Termin bei der Caritas holen und dann sehen wir ja ob Madame dann an gemeinsamen Gesprächen interessiert ist.

Richtig. Möglichst schriftlich und lückenlos dokumentieren.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 20.05.2009 00:31




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