Er solle versuchen, sich seine eigene Meinung zu bilden, und drüber nachdenken, ob ihm was "von dritten" Personen (gemint ist die Mutter, aber direkt würde ich das nicht sagen) eingetrichtert wurde oder ob er sich selber erinnert. Schätzungsweise dürfte dann das Gespräch von der Mutter gesprengt werden, aber eventuell reicht es für einen Denkprozess auf Seiten des Sohnes.
Wenn doch die Mutter davon angeblich nichts mitbekommen hat, weil sie geschlafen hatte, wie kann sie dem Sohn dann etwas eintrichtern?
Interessant fände ich auch, wann genau dem Sohn das eingefallen ist. Erst jetzt oder schon vor einem Jahr?
Ein Gespräch ist da absolut von Nöten und würde ich auch allen anderen Maßnahmen erst mal vorziehen. Zu viert, wie Xe es vorgeschlagen hat.
Gruß AJA
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Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<
[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]
Hallo RAMSCH,
vielen Dank für Deine Einschätzung.
Es gab kein Geschehen, dass im Nachhinein als Missbrauch gedeutet werden könnte. Der Sohn schildert im Brief zwar keine Details, aber nach seiner Empfindung hat es "minutenlang" gedauert.
Wir haben die ersten Schritte eingeleitet. Dein Vorschlag zur Kripo zu gehen klingt gut, läuft aber auf eine Anzeige hinaus, denn Missbrauch=Offizialdelikt, sobald irgendein konkreter Vorwurf besteht, wird ermittelt. Das ist es auch, was wir letztlich vorhaben (quasi Selbstanzeige, um Ermittlungen anzustoßen).
Für meinem Mann wird das sehr schwer, aber wir stehen das gemeinsam durch.
Gruß
Trulla66
Hallo,
wollte kurz über den Stand der Dinge berichten.
Wir haben über unseren Anwalt den Sohn angeschrieben und ihn aufgefordert, diese Vorwürfe zurückzunehmen. Mit einer 2-Wochenfrist. Diese lief am letzten Freitag aus.
Heute teilt uns unser Anwalt mit, dass am Freitag nach Büroschluss ein Fax von dem Sohn bzw. dessen Anwalt eingegangen ist. Dort steht drin, dass man auf keinen Fall eine rechtliche Klärung möchte, und das der Sohn nur ein Gespräch mit seinem Vater führen wolle, und das der Brief als "Diskussionsgrundlage" gedacht war.
Merkwürdigerweise sind im Vorfeld alle Gesprächsangebote die durch meinen Mann initiiert wurden abgelehnt worden. Er hatte vorgeschlagen, sich mit einer neutralen Person (Erziehungberatungsstelle, JA o.ä.) und seinem Sohn zu treffen. Das wurde ja strikt abgelehnt. Der Sohn wollte sich nur im Beisein seiner Mutter mit meinem Mann treffen.
Mein Mann wird seinen Vorschlag nun wiederholen, sich mit dem Sohn und einer neutralen Person zu treffen.
Sollte der Sohn wiederum ablehen, was er nach dem Schreiben seines Anwalts eigentlich gar nicht kann, wird mein Mann rechtliche Schritte einleiten, d.h. "Selbstanzeige". Furchtbares Wort, ich nenne es immer "Untersuchungsaufforderung".
Ich denke und hoffe, dass wir das Richtige tun!
Trulla66
Hallo,
melde mich, um kurz den Stand der Dinge durchzugeben.
Es hat sich nichts getan!
Nach dem erneuten Gesprächsangebot (s.o.) von vor über drei Wochen! ist nichts passiert. Wir haben heute mit unserem Anwalt gesprochen, auch er ist der Meinung, dass wir keine Reaktion erhalten werden.
Sein Vorschlag ist noch ein wenig abzuwarten, dann ein erneutes "Erinnerungsschreiben" aufzusetzen, sollte wiederum keine Reaktion erfolgen in die Offensive gehen.
Zumal es dann auch um die Verwirkung des Unterhaltsanspruches gehen soll.
Ich bin wirklich sehr gespannt und halte euch weiter auf dem Laufenden.
Trulla66
Hi, Trulla66,
war ja, wie du selber erwartet hast, nicht anders zu erwarten!
:thumbup: Trotzdem danke, daß du uns hier auf den Laufenden hältst (ist vielfach aus massenhaft Gründnennicht selbstverständlich)!
Hoffentlich löst sich alles zu Eurer Zufriedenheit auf.
Gruß
Haddock
Hallo,
es gibt Neuigkeiten: Heute kam ein Brief vom Anwalt des Sohnes. Er hätte inzwischen Kontakt zu einer Sozialabeiterin aufgenommen. Ein Geprächstermin soll in "nichtallzuferner" Zukunft stattfinden. Da der Sohn gerade in den Abi-Klausuren steckt, sei er, so der Anwalt, derzeit nicht in der Lage, ein Gespräch zu führen. Sobald ein Termin mit dieser Sozialarbeiterin steht, will der Sohn meinem Mann Bescheid geben.
Soweit so gut. Problem: in dem Schreiben wird nichts über die Sozialarbeiterin gesagt. Wer sie ist, bei welcher Institution sie arbeitet, welche Qualifikation sie hat.
Wir haben die Befürchtung, dass es sich bei dieser Frau um eine Person aus dem Dunstkreis der KM handelt, die selbst im sozialpädagogischen Umfeld arbeitet.
Wir hatten uns auch schon kundig gemacht und eine Psychotherapeutin gefunden, die über Erfahrungen aus dem Missbrauchsbereich verfügt, Mediatorin ist und eine Zusatzausbildung als systemische Familienberaterin hat. Wir kennen die Frau noch nicht persönlich. Denken aber, dass so jemand sicher geeigneter scheint.
Wir haben nun über unseren Anwalt anfragen lassen, wer die vom Sohn vorgeschlagene Person ist. Bei einem solch sensiblen Thema denken wir, dass auf jeden Fall ein Profi das Gespräch begleiten sollte.
Seht ihr das genauso oder habt ihr andere und vielleicht bessere Vorschläge?
Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!
Gruß
Trulla66
Hallo,
hier die neusten Entwicklungen:
nachdem in keinster Weise auf unser letztes Schreiben (s.o., Qualifikation der Sozialarbeiterin usw.) eingegangen wurde, gibt es Neuigkeiten.
Da nach unseren Informationen die letzten Abiturprüfungen Mitte Juni stattgefunden haben, hat unser Anwalt erneut ein Erinnerungsschreiben an den Sohn geschickt. Darin wurde auch darauf hingewiesen, dass die Unterhaltszahlungen eingestellt würden, da ja da davon auszugehen sei, dass er das Abitur bestanden habe.
Innerhalb eines Tages! kam eine Antwort, und zwar nicht vom Anwalt des Sohnes, sondern von ihm selbst. Per Fax teilte er unserem Anwalt mit, dass er das Abitur nicht bestanden hätte und das er schon das Jungendamt eingeschaltete hätte, sollte mein Mann die Unterhaltszahlungen einstellen.
Zu der anderen Sache kein Wort!
Merkwürdig nicht? Unser Anwalt ist der Auffassung, dass der Sohn diese Vorwürfe am liebsten im Sande verlaufen lassen wolle. Es ist eine zwei Wochen Frist gesetzt (läuft nächste Woche aus) und dann müssen und wollen wir aktiv werden.
Ein Gespräch wird wohl nicht mehr in Frage kommen, sondern wir werden uns, wie hier im Forum angeregt, an die Staatsanwaltschaft wenden.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.
Gruß
trulla66
Hallo,
der Fall nimmt nun immer merkwürdigere Formen an:
Mein Mann hat einen Brief von seinem Sohn erhalten, in der er schreibt "ich habe es satt, mit Dir über diese Angelegenheit zu sprechen". Ein Gespräch wird mit dem Hinweis abgelehnt, dass "erschreckender Weise" der Vedacht von meinem Mann publik gemacht worden wäre. Es hätte nie die Absicht bestanden, meinen Mann strafrechtlich zu verfolgen.
Wir fragen uns jetzt natürlich, welche Absicht hatte der Sohn. Außerdem sind wir jetzt genau so schlau wie vorher. Darüber hinaus weigert sich der Sohn uns mitzuteilen, warum er das Abitur nicht geschafft hat bzw. wann diese Tatsache feststand. Unsere Vermutung ist, dass er erst gar nich die Zulassung zum Abitur bekommmen hat und seinen Vorwurf nur geäußert hat, um von seinem schulischen Versagen abzulenken.
Wir grübeln, was nun zu tun ist und sind ehrlich gesagt ziemlich ratlos.
Gruß
Trulla
