Hallo Leidensgenossen,
meine Situation:
Ich arbeite in Frankreich. Meine Frau arbeitet nicht und lebt in D von mir getrennt. Richtung Scheidung.
So jetzt habe ich mich ausgiebig mit dem Finanziellen beschäftigt, einen Weg gefunden.
Jetzt kommen wir zum nächsten Part. Ich habe einen supersüssen Sohn von 14 Monaten. Mein Bruder war gestern noch bei ihm und hat mir von ihm erzählt. Der Kurze läuft jetzt und fängt an herumzuklettern.
Leider kann ich ihn zur Zeit nicht besuchen, da wir sehr weit voneinander entfernt sind und ich kein Auto habe. Auf meiner Seite ist Sparkurs angesagt.
Im Augenblick haben meine Ex und ich ein mittelschlechtes Verhältnis (ich weiss, für dieses Forum ist das eigentlich extrem gut). Aber ich habe Angst, dass meine Frau den Kleinen als Pfand einsetzt, sobald ich meine Zahlen auf den Tisch lege.
Eigentlich würde ich den Kurzen ja sogar bei mir haben wollen. Hier in Frankreich ist es nämlich nicht so, wie in D. Hier gibt es jeden Furz für die Kleinen. Kindereinrichtungen und Elternhilfen, soweit das Auge reicht.
Ich habe nur immer in meinem Kopf gehabt, dass ich mir den Kurzen abschminken kann.
Warum eigentlich? Vielleicht sollte ich es ja doch versuchen, ihn hierher zu bekommen. Ich werde nur auf hinreichend Widerstand stoßen und meine zukünftige Ex hat sich auch nie was zu Schulden kommen lassen. Gott sei Dank säuft sie nicht, oder so...
Was meint ihr dazu? Macht das überhaupt Sinn? Wie kann ich absichern, dass ich auf einmal nicht boykottiert werde?
Danke schon mal,
Michael
[Editiert am 27/2/2005 von Weisnich]
Hey @Weisnich
Wie bzw womit willst du das denn Begründen das er jetzt nach 14 Moanten mitmal zu dir wechseln soll....
Warum nicht schon von vornherein... und so wie du sagstz gibt es ja keine negativen Gründe seitens der Mutter für einen Wechsel ..
Was schon einen Wechsel fast unmöglich leider macht für dich .. also das er zu dir kommt ..
Und dann mußt du noch bedenken das du ihn in das "Ausland" wechseln läßt ..
Wenn die KM damit einverstanden wäre, ok, wäre das wohl kein Prob, aber ich denke das sie das wohl nicht wollen wird .. oder?!
Und wie willst du das ganze dann regeln?
Also wie wilst du Job und Kind miteinander vereinbaren? ..
Denn arbeiten wirst du bei dem Alter des Kindes wohl schwerlich dann noch..!
All das muß überlegt sein, und darlegbar um da überhaupt eine Chance drauf zu haben..sofern nicht die KM es möchte das er zu dir wechselt...
Also die Frage wäre erst einmal, warum das, und dann des wie soll das gehen..
Große Hoffnung würde ich mir erst einmal an deiner Stelle da nicht machen ..
Außer wie gesagt, es gäbe Gründe ..
Gruß
Jens
@Jens,
danke erst einmal.
Es sind aber nicht 14 Monate, sondern 2. Den Rest waren, wir bis auf ein paar Wochen Ausbruch seitens meiner Frau, zusammen.
Und bei dem Begründen sehe ich genau das selbe Problem wie Du. Aber ich will das zumindest mal durchdenken.
Zu dem wie. Hier ist es üblich 8 Wochen nach Geburt wieder zu arbeiten. Das ist hier nicht so wie bei euch. Hier unterstützt der Staat massiv, dass auch Akademiker usw. Kinder haben können. Warum soll ich jemanden auf die Uni schicken und danach an den Herd? So denken die hier.
Das kriegt man schon geregelt.
Aber wie kann ich einen Umgangsboykott erschweren?
Danke,
Michael
OK, sorry, hab ich falsch verstanden mit den 14 Monaten, also seit ihr seit erst 2 Monaten getrennt lebend...
Dennoch ist da schon der Haken an der Sache, das du arbeitest u die KM bisher sich überwiegend um euren Sohn gekümmert hat .. das war dann die Sache mit der Kontinuität .. und dann wiederum ist da eben die Sache mit der Arbeit und wenn dein sohn dann zu dir wechseln würde, wie es dann wäre mit Arbeit und der finaziellen Versorgung ..
Würde heißen , du könntest evlt nicht mehr so arbeiten wie du vielleicht möchtest, egal wieviel Angebote es dort gibt .. denn erstrangig würd da die KM sein, die argumentieren würde, warum in irgendwelche Betreuungen das Kind stecken, schon in dem Alter, wenn doch die Mutter da ist, die sich drum kümern kann ..
Zwietens müßte sie dann Unterhalt zahlen, das wiederum würde voraussetzen das sie einen Job hat, was auf der einen Seite heut zu Tage schon schwer ist einen zu bekommen, sofern sie einen erlent hat, und dann muß das Einkommen dementsprechend sein das sie Unterhalt zahlen kann ...
Und die KM muß dem auch noch zusätzlich zustimmen, dies so wollen, das euer Sohn zu dir wechselt, und das obwohl sie das nicht muß, es keine Gründe gibt, die dieses begründen lassen würden, also das z.b. ein Gericht dir das ABR zuspricht ..
Ich glaub kaum, wenn ich das bei dir so lese das dem so kommen wird ..
Im Prinzip ist das ja auch die übliche Rollenverteilung .-.Der Varer hat arbeiten zu gehen und für den Unterhalt aufzukommen .. und die Mutter versorgt eben "nur" das/die Kinder...
Leider ist dem so, alles andere wird ungern so zugelassen ..
Mach dir da nicht all zu viele Hoffnungen ..
Gruß
Jens
Hallo Weisnich,
ich kann Deine andere Kultur schon verstehen.
Übertrieben formuliert: In Frankreich gehört das Kind dem Staat
In england holen sich die Mütter eine Nanny.
In Deutschland herrscht das übergroße Mutterbild: was ? Die Mutter geht arbeiten, dann vernachlässigt sie doch das Kind! Und in diesem Mutterbild sind viele Frauen aufgewachsen-- betrachten dies als etwas Selbstverständliches -- setzen sich selbst unter Druck --und die Richter geben dem Recht.
Bei mir hat die Frau wirklich einiges negatives gemacht -- es war nichts drin. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass die deutschen Gerichte gerne die Kinder in Deutschland sehen, so sind viele Urteile.
Wenn Du den Kontakt zu Deinem Kind halten willst, mußt Du einfach akzeptieren, dass es den Lebensmittelschwerpunkt bei der Mutter hat. Versuche also, das Kind so oft wie möglich zu sehen. Da ihr sehr weit auseinander wohnt wird das schwierig werden - und kostet Geld. Sinnvoll sind also verlängerte Wochenende einzuplanen, wobei das mit der Übernachtung bei dem Alter des Kindes von der Mutter abhängt.
Viel Glück und ich hoffe, dass Du viel Freude mit Deinem Kind haben darfst und haben wirst.
Kleinegon
Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
Hoffnungslos. Leider.
