Zum Thema Verhaltensänderung meiner Tochter.
Im Jahre 2000 bin ich von meiner Frau weg , um meinen beiden Kindern, damals 8 ( Tochter ) und Sohn ( 12 ) möglichst wenig zu schaden bin ich ausgezogen und habe den Dreien mein Haus kampflos überlassen.
An den Tag und die Nacht können sich ( was ich erst seit ein paar Tagen weiß ) die Kinder bis aufs Kleinste erinnern.
Im Jahre 2003 ist dann mein Sohn ohne jede Vorankündigung zu mir gezogen, er käme mit Muttern nicht mehr klar. Ich habe Ihn aufgenommen aber unser Verhältnis war immer sehr unterkühlt und reserviert, er war immer eher provokativ und trotzig als kooperativ.
NIE habe ich meinen Kindern in irgendeiner Weise von den Gründen und Ursachen der Trennung / Scheidung erzählt, ich wollte Sie mit dem Erwachsenenkram einfach verschonen.
Erst am 31.12.2007 habe ich – auf Drängen meiner Lebensgefährtin - die sich das nicht mehr mit ansehen wollte – meinem Sohn ( mittlerweile 20 ) meine Sicht der Geschichte von der Trennung / Scheidung erzählt ( aber noch nicht so detailliert wie bald darauf meiner Tochter ) , daraufhin hat sich sein Verhalten mir gegenüber deutlich gebessert.
Vor ca. einem Monat hat meine Tochter mit dem Sohn bereits den künftigen Einzug / Umzug zu mir „vorverhandelt“( davon habe ich erst heute morgen erfahren vom Sohn ) nachdem Sie mich um ein Gespräch gebeten hatte.
Sie sagte vor ca. einem Monat zu mir „…Vati wir müssen mal ein Vater / Tochter Gespräch führen…sie meint ich kümmere mich nicht richtig um Sie…hätte kein Interesse an Ihr…Mama sagt es wäre nie genug Geld da, Mama sagt sie könne ihr Nichts mehr zum Anziehen kaufen…“
Ich habe dann den Entschluss gefasst der Tochter jede Einzelheit die Trennungs- relevant war seit 2000 zu erzählen, begann bereits bei den ersten Problemen in der Ehe seit ( von mir gefühlt ab ca. 1990 krass gell… ) 1990 und habe ihr vollkommen schonungslos einfach ALLES erzählt.
Zwei Stunden lang hat Sie mir ohne jeden Kommentar zugehört, und glaubt mir ich habe wirklich vor Nichts halt gemacht, Probleme auch was den mangelnden Sex belangt, Krach , Streitgründe, was Mama für Schaden bei mir angerichtet hat ( diverse Spätbeförderungen die Sie verursacht hat, fehlender Karrieresprung als Chef nach USA etc. ) , habe Ihr auch Nichts von meinem Leid nach der Trennung verschwiegen, wie ich zuerst vollkommen orientierungslos umherirrte dann zu meinem Vater zog all die Kleinigkeiten die ich so hinnahm zu Gunsten der Kinder und der Ex.
Und insbesondere habe ich Ihr mal gesagt wie viel Geld ich jeden Monat überweise, dass meine Freundin für so viel Geld einen Monat arbeiten muss, wie hoch davon Ihr Anteil ist .
Bereits noch am gleichen Abend hat die Ex angerufen und mich am Telefon rund gemacht, was sich mir erlaube die Kinder zu nutzen und zu manipulieren, anscheinend hat Ihr die Kleine die Sache mal auf den Tisch geknallt.
Kurz darauf hat es anlässlich des Geburtstages meines Sohnes ein Treffen der Ex mit den Kindern gegeben, erst heute morgen erfahre ich vom Sohn, dass sich dabei Ex und Tochter „..mächtig gefetzt haben und mir meinen Tag versaut haben…“
Seit diesem Gespräch weiß ich erst das meine Ex die Kinder stets manipuliert hat, wie schlecht doch der Papa sei, der Papa sei an Allem schuld, die Kinder sind erst nach 8 Jahren informiert worden und zwar durch mich, dass ich derjenige war der gegangen ist weil die Frau es so wollte, die waren immer der Meinung ich hab Mama verlassen, im Stich gelassen in der stürmischen Nacht des 09.02.2000.
Erst jetzt wissen Sie das meine Ex auf die Scheidung bestand, nicht ich
Seit diesem Gespräch sind die Aktien der Ex bei den Kindern nahezu auf null gesunken, die Tochter ist mittlerweile bei einem Kinderpschologen, der Ihr auch deutlich macht dass Sie sich nicht um die Mutter kümmern muss, sondern die Mutter um Sie.
Zitat Tochter „Ich wohne bei der Mutter damit Sie auch jemanden hat…“
Zitat Sohn heute morgen „…Das einzige was Scheisse ist wenn Schwester kommt dann hat Mama niemanden mehr und dann muss Sie auch noch in eine kleinere Wohnung…“
Seit diesem Gespräch weiß ich erst das meine Tochter fast jeden Abend alleine ist ( sich dann fürchtet und nicht schlafen kann ) da die Mutter ja so viel arbeiten muss.
Seit diesem Gespräch weiß ich erst wie sehr die Ex die Kinder nutzt um Ihr Leid und Ihre Einsamkeit abzuarbeiten, sie nutzt die Kinder zur Aufarbeitung, was dazu führt, das die Kinder in eine Rolle schlüpfen der sie nicht gewachsen sein können, diese Arbeit hätte ein anderer Mann zu lösen ( wenn überhaupt ) aber niemals die Kinder.
Fazit meiner Erfahrung :
Schenkt Euren Kindern reinen Wein ein, ich hab erfahren müssen das Frauen sehr subtil die Kinder nutzen und manipulieren, ich der Ex darin deutlich unterlegen bin und war.
Ich hoffe das war deutlich genug, wenn ich dazu mehr wissen wollt schreibt einfach ich werde Euch gerne hier im Forum Rede und Antwort stehen.
Flug, darf ich dich mal drücken, dass DU den anerkennden Drück an deine tapferen Kinder weitergibst?
(du bist natürlich auch tapfer)
Die Erfahrung, dass man mit Ehrlichkeit bei Kindern relativ weiter kommt ist altbekannt, nur will das nicht jede(r) einsehen.
Fassungslos macht mich auch, dass deine Ex den KU offensichtlich nicht zu dem vorgesehen Zweck nutzen möchte.
Mann flugg,
Du ahnst ja nicht, wie es mir bei Deiner Geschichte mir den Rücken runterläuft. Ich selbst habe ähnlich Tendenzen durch den weitreichenden Umgang mit meinen Jüngsten rechtzeitig unterbinden können, mit Ausnahme bei der Großen. Die zeigt mir nur Hass und ich kann ihr nicht helfen. Wenn ich Deins da unten so lese, dann gibt mir das ein bisschen Hoffnung.
Grüße
Till
Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)
Hallo Till,
ich hätte das Niemandem geglaubt dass es so etwas gibt wenn ich es nun nicht selbst am eigenen Leib gespürt hätte. Kinder können gewaltigen Haß entwickeln können einem gewaltig weh tun, aber man hat irgendwie ja auch Ihnen weh getan, ganz unschuldig ist man nie bei einer Scheidung, es geht halt auch dann darum danach fair zu bleiben, und das fällt vielen schwer insbesondere demjenigen der weniger Kohle auf der Kante hat und der nimmt weil er vielleicht zumindest eine Übergangszeit lang auch nehmen muss.
Ich kann da wirklich nur ermutigen sich bis zu dem Zeitpunkt durchzuringen bis die Kinder von alleine nach fragen, vorher glauben Sie einem ohnehin Nichts ( siehe meine Kleine ) .
Noch Einer oben drauf :
Meine Anwältin meinte, dass Sie das oft sieht dass insbesondere die Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 umkippen und dann beim Vater nach haken wie es denn eigentlich gewesen ist, Mädchen sind eben subtiler, genauer, wollen eher Dinge wissen wie Jungs, so zumindest bei mir.
In der Psychologie kennt man diesen Effekt ja auch, das der Papa irgendwann in diesem Alter derjenige wird an dem die Mädchen soft ausprobiert wie man einen Mann um den Finger wickelt ect. und dann ist der Papa plötzlich von einer ganz anderen Wertigkeit, der nächste Schritt ist dann genau der das sich das eventuelle Vertrauen wieder aufbaut und siehe da......dann kommen präzise Fragen.
Laß nicht nach bei den Töchtern, sei taktisch klug damit Du nicht zu sehr drängst, fast ein Jahr lang konnte ich mich nur anbieten meine Tochter zu holen, aber Sie wollte einfach nicht mehr zu mir, fadenscheinige Gründe, mal der Freund, mal Nachhilfe geben, mal die Schule...und plötzlich hat sich das Blatt gedreht.
Das wird Dich irre Kraft und Frust kosten immer aufzulaufen...
Viel Glück und viel Kraft
Hallo Mitstreiter,
meine Neuverhandlung zieht isch erfahrungsgemäß in die Länge aber es gibt Tendenzen.
1. Die Gegenseite scheint sich damit abgefunden zu haben dass für die EX Nichts mehr zu holen ist, meine Ex sucht gar nach einer kleineren Wohnung ( auch ein Zeichen dafür dass Sie wohl einsieht ich bin nicht mehr so gut zu melken )
2. Meine Tochter wird immer mehr selbst "geldgierig" ich habe das Gefühl Sie wird von der Mutter angestachelt.
3. Nun muss ich doch die Hosen runter lassen bez. meiner Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, da der Gegner ja auch die Minderjährige Tochter vertritt, Aussage meiner Anwälte, jetzt versuchen Sie über den KU noch was / mehr zu holen.
So long ;(
Hi,
wirklich, hat sich die Gegenseite abgefunden ? :puzz: .... das bezweifle ich mal. Ich gönne es dir natürlich 😉
Deine "geldgierige" Tochter ist doch 16....es muß nicht bedeuten das sie angestachelt wird, die wissen selbst was sie wollen.
Kommt sie noch zu dir ? Wie steht ihr zueinander ... ?
Mit ihr müßtest du doch reden können.....
Naja das du die Hosen runterlassen mußt war doch klar ... irgendwann ...
Und ist auch logisch, dein verfügbares Einkommen erhöht sich, wenn EX kein EU mehr bekommt.
Kannst du nicht als Selbstständiger was runterrechnen...Investitionen zum Bleistift ....
Gruß
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
1. Naja, mein Steuerberater holt schon das Beste raus und ich kann auch nur die Unterlagen für 2004 2005 und 2006 liefern das "goldene" Jahr 2007 kann ich nicht liefern und zögere ich auch hinaus.
d2. Das Allerwichtigste jedoch ist, dass meine Einkünfte aus selbständiger Arbeit NICHT eheprägend ( auch bei der letzten Unterhaltsberechnung nicht genommen wurden ) sind, das Kind profitiert natürlich davon, das ist auch Ok so, wenn Sie denn von dem ab bekommt, die Kleine geht schon am we arbeiten und gibt Nachhilfe weil die Mutter ( die nun 1700 brutto verdient ) Nichts rausrückt.
Ich bleibe am Ball und informiere was sich tut.
Neues von der Front,
wer es verfolgt hat weiß ich musste bis dato 1000€ pro MOnat zahlen, meine Anwältin hat bereist beim ersten Termin die Hände +über den Kopf zusammengeschlagen.
Nun nach Monaten des HIn und Hers der Informationen etc, bietet die Gegenseite von Allein eine Reduktion auf 500 KU und 247 EU an, geht doch dachte ich mir, aber ich bin damit nicht zufrieden immerhin arbeitet Exchen wieder voll, ich will eine Beendigung der Zahlungen an Sie, und ein Vergleichsangebot ist sicher erst eine Basis.
Zwei Beförderungen verzögert, eine Verhindert, Karriere zerstört, irgendwann muss da ein Schlussstrich kommen.
Was mich nur wundert ist, seit Mai bekommt Ex keinen Cent mehr und dennoch gehen die nicht vor das Familiengericht, im Dezember habe ich wieder einen Termin bei der Anwältin und dann schau ma mal was Sie vom letzten Schreiben der Gegenseite hält.
nun geht es vor Gericht!
Nach langem Hin und her hatten wir die Gegenseite einen Vergleich vorgeschlagen:
1. die Parteien verzichten gegenseitig auf nachehelichen Unterhalt auch in Notlagen
2. den Kindesunterhalt hatten wir so angesetzt dass ich eine Stufe mehr zahle wie meine Rechtsanwältin ausgerechnet hat um ein faires Angebot zu liefern.
Die Gegenseite hat auf diesen Vergleich in einem zweiseitigen Schreiben reagiert in dem nur Müll stand bis auf Seite drei der Vergleich mit einer Änderung angenommen wurde:
3 Ihr Mandant stellt unsere Mandantin von Unterhaltsansprüchen der beiden Kinder jeweils frei.
Diesen Passus wollte und kann ich aus rechtlichen Gründen nicht annehmen, da eines meiner Kinder bereits volljährig ist und ich über diese Unterhaltsansprüche nicht für die Kinder entscheiden kann und darf. Dies haben wir Gegenseite geschrieben und als Antwort kaum nun:
... Stellen fest, dass eine vergleichsweise Regelung nicht möglich ist und haben dementsprechend nunmehr Klage erhoben...
Nun ist eigentlich das erreicht was meine Anwältin wollte, dass die Sache vor Gericht geht Weise immer den Eindruck hatte die Gegenseite hat kein Interesse an einem vernünftigen Vergleich.
Ich bin nun sehr aufgewühlt und pessimistisch und kann nur hoffen das die Sache endlich ein Ende findet. ;(
Gruß an euch alle, Horst
Moin,
Ich bin nun sehr aufgewühlt und pessimistisch und kann nur hoffen das die Sache endlich ein Ende findet. ;(
Das ist verständlich und eine Portion Enttäuschung kommt hinzu begleitet von Unsicherheit, was das Gericht wohl befinden wird.
Versuche es locker zu sehen. Ihr tobt noch auf AG-Ebene, Darüber steht dann noch das OLG.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Neues vom Streit:
Nachdem wie beschrieben mein angebotener Vergleich scheitern musste, da die Gegenseite von mir etwas wollte was ich gar nicht tun kann, nämlich die Mutter meiner Kinder von Unterhaltszahlungen gegenüber den Kindern zu befreien und das obwohl mein Junge bereits volljährig ist.
Kaum aus dem Skiurlaub zurück finde ich heute Morgen die erwartete Klage gegen mich nun muss meine Tochter in den Ring, die Mutter verklagt mich als rechtliche Vertreterin um Unterhalt. Das interessante an dem Schriftstück der Gegenseite ist:
Die Gegenseite macht in dieser Klage keine konkreten eigenen Forderungen sondern erwartet nur dass die Zahlungen die ich selbst im Vergleich (der ja gescheitert ist) erfülle. Selbst nach mehrmaligem lesen begreife ich nicht warum die Gegenseite daher extra Klage erhebt.
Wie ihr vielleicht in Erinnerung habt habe ich 144 % des Unterhalts angeboten und bezahle diesen auch auf Anweisungenanwältin bereits, genau dieses fordert nun die Gegenseite. Das einzige was ich sehen kann ist, dass ich einen Prozess Kostenvorschuss in Höhe von 2000 € zahlen soll einen weiteren Grund dieser Tage erkenne ich nicht:
Warum also erhebt wohl die Gegenseiteklage für etwas was ich bereits tue?
Sobald ich schlauer bin melde ich mich wieder:
Bis demnächst, Horst
Hi Flugg01,
Ich würde die Klage der KM nicht so tragisch sehen – übergib die Sache Deinem RA und lehn Dich zurück.
Im Normalfall sehe ich bei guter Argumentation Deines RA sogar gute Chancen dass die Klage nicht zugelassen wird. Du zahlst nachweislich – so what.
Dein RA kann ja beim Gericht anbieten, dass Du den Kindesunterhalt auch gerne beim Jugendamt titulieren lässt, damit hier für Deine Tochter Rechtssicherheit besteht – im Gegenzug würdest Du natürlich erwarten dass die Kindesmutter dies auch für die Kids macht die bei Dir leben :wink:.
Generell geht es ja scheinbar nur noch um den KU und da Du zahlst solltest Du Dich durch diese KU Klage nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Vielleicht kennt sich ein anderer User besser aus ob es einen Weg gibt die Klage insgesamt bei guter Argumentation abzuschmettern - auf der anderen Seite warte doch mal ab was Dein RA meint - vielleicht macht ja auch eine KU Gegenklage Sinn.
Grapfruit
Hallo Grapefruit,
danke für die lieben worte,
meine RA will dass ich den Titel beim Jugendamt beantrage, was ich auch machen werde, dann so meint Sie wisse Sie eigentlich keinen Grund mehr warum das gericht da die Klage zulassen soll, und selbst wenn, unsere Zahlen sind Fakten die anderen Wünsche.
Ich berichte weiter was sich tut.
