Auf Wiedersehen??? ...
 
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Auf Wiedersehen??? Oder??

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(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Töchterchen,

So, nun glaube ich ist die Zeit gekommen um Abschied zu nehmen.

Nun haben wir uns auf dem Weg durchs Leben ein Stück gegenseitig bekleidet und ich habe dabei überhaupt nicht bemerkt das du gar nicht mehr neben mir läufst. Als ich mich umdrehte fühlte ich mich selbst wie das Kind welches erschrickt wenn sich die Eltern hinter einen Baum versteckt haben und nicht da sind. Wie konnte das nur passieren? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Nun sitze ich am Wegesrand und warte noch eine bißchen in der leisen Hoffnung das du doch noch um die Ecke kommst. In der Zwischenzeit denke ich noch einmal an alles was bisher geschehen war.

Es war Anfang November als ihr beide vor mir standet. Wir hatten uns noch nie gesehen und ich wußte auch nicht das es dich gibt. Meine Gedanken drehten sich im Kreis und mir wurde in den nächsten Tagen klar, das ich soeben Vater einer 15,- jährigen Tochter geworden bin. Du wolltest mich kennenlernen und ich wußte nicht wie ich meiner Frau erklären soll das ich erst keinen Kontakt wollte und mich nun doch umentschieden habe. Egal!?! Ängstlich nahm ich den Telefonhörer und wählte deine Nummer. Hoffentlich ist nicht den Vater am anderen Ende der Leitung, sonder du. Und so war es auch. So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir kannten uns kaum und doch konnten wir ganz Vertraut miteinander reden. Ich hatte den ganzen Abend mühe mein breites Freudengrinsen vor meiner Frau zu verbergen.

Ich kann mich auch noch genau daran erinnern als ich deine erste SMS bekommen habe. Ich war gerade mit einem erfolgreichen Geschäftstermin fertig und war bester Laune. Genau in dem Moment als ich die Autotür öffnete bekam ich deine Nachricht. Das folgte 2 Stunden Gespräch werde ich nie vergessen. Es gab so viel was wir uns erzählen konnten. Aber auch einige deiner Aussagen haben mich ganz schön durcheinander gebracht. "Mein Vater ...., ich hatte keine schöne Kindheit." usw.. Du hast mir bis heute nie richtig erzählt was passiert war. Vielleicht würde ich unser jetzige Situation dadurch besser verstehen. Ich weiß es nicht.

In den nächsten Tagen habe ich alles mit meiner Frau geklärt und so stand unserem ersten Treffen nichts mehr im Wege. Um dir die Angst zu nehmen haben wir uns ja auch vorher noch einmal gesehen. Deiner Mutti ist sicherlich aufgefallen wie meine Hände gezittert haben. So aufgeregt war ich schon seit Jahren nicht mehr.

Nach unserem ersten offiziellen Treffen, kurz vor Weihnachten, war ich mit Sicherheit der glücklichste Mensch auf Erden. Mich überraschte es wie meine Frau reagiert, das hätte ich wirklich nicht erwartet. Sie sagte mir später auch das sie dich sehr nett findet und das nichts gegen einen Kontakt spricht. Sicherlich mußten wir es zunächst etwas behutsam weitergehen lassen, aber prinzipiell war alles möglich.

So nun waren die ersten Hindernisse auf unserem Weg beseitigt. Aber was war das? Unser Weg wurde nicht leichter, ganz im Gegenteil jetzt lagen plötzlich ganz schöne Brocken auf deiner Seite. Was soll ich zur "Eifersucht" deines Vater sagen? Vielleicht nur soviel, jeder muß für sich selbst lernen mit dieser Situation umzugehen. Schuld an dieser Situation bis am allerwenigsten du. Deine Eltern und ich haben die Fehler in der Vergangenheit gemacht. Also laß dir da nichts anderes einreden. Ich habe dir auch nie erzählt wie schwer es für mich ist über verschiedene Dinge nachzudenken. Oder wie es doch im Herzen sticht wenn du mir etwas über deine Familie erzählst. Ich muß damit klarkommen das ich ganz einfach verschiedene Momente in deinem Leben verpaßt habe. Dafür kannst du aber nichts.

Ich weiß nicht ob es daran liegt das wir nun so wenig Kontakt miteinander haben. Oder, ist es vielleicht wirklich so das dein Wissensdurst gestillt ist. Wie gesagt ich habe keine Ahnung und ich habe auch keine Ahnung wie es nun weitergehen soll. Ich weiß eigentlich nur das ich dich unglaublich Lieb habe und das ich sehr stolz bin dein Papa zu sein. Okay, das sind meine Gefühle. Dir gegenüber möchte ich mehr Freund als Papa sein. Ein Freund mit dem man über alles sprechen kann und zu dem man Vertrauen hat.

Was soll es, ich muß mich jetzt aufraffen und meinen Weg allein weitergehen und vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald wieder. Du weißt ja wie du mich erreichen kannst und ich glaube du weißt auch das ich immer für dich da bin.

So dann sage ich mal: "Auf Wiedersehen, bleibe so wie du bist und alles Gute in deinem weiteren Leben."

Dein Papa


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 11.02.2008 15:19
(@papi74)
Registriert

Hallo,

mmh ich Frage mich gerade, was du uns mit diesem Brief sagen willst.

Was ich verstanden habe: du hast vor kurzem erfahren, dass du eine Tochter hast und das es auch netten Kontakt gab. Nun ist dieser Kontakt weggebrochen und jetzt willst du einem 15 jährigen Mädchen die Entscheidung überlassen, ob du Vater-sein willst...

Das Ganze willst du auch über dieses Forum abwickeln oder hast du Deiner Tochter diesen Brief gegeben?

Mal für Dich zum Verständnis:

Deine Tochter hat sicherlich auch erst vor kurzem erfahren, dass Sie Dich als Vater hat.

Sie lebt in "ihrer" eigenen Familie und es kommt zu Eifersuchtsszenen mit dem Ziehvater.

Jetzt willst du Sie da stehen lassen...alleine

Also mein Tipp:

Kläre die Angelegenheit mit der Mutter, du bist der Vater und wenn du auch lange Zeit nicht zu Verfügung standest...dann doch jetzt!!!

Jetzt gibts ein paar Probleme und du willst Dich zurück ziehen...Ne ne...das lass mal und bewege Dich.

Viel Glück

papi74


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 15:49
(@andreadd)
Registriert

Hallo Herr X,

ich kann verstehen, dass es dir gut tut, dir alles mal von der Seele zu schreiben.

Ich würde dir aber raten: schick den Brief nicht ab. Er wird vermutlich so verstanden, als ob du dich zurückziehen möchtest und das nett verpackst.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 15:56
(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

das ich Vater bin ist mir klar. Das ich eine Verantwortung habe ist mir auch klar.
Ich will mich ja gar nicht zurückziehen. Ich glaube nur das Töchterchen gar keinen Kontakt mehr möchte.
Ich brauche darauf aber auch irgendeine Antwort. Möchte sie oder nicht?

Gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.02.2008 15:59
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Sag mal HerrX,

hast du den Anfang der Geschichte hier nicht mal unter einem anderen Nick gepostet?

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 16:09
(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

@ midnightwish
Ja, das habe ich. Damals war alles noch am Anfang und ich hatte große Schwierigkeiten das alles meiner Frau zu erklären.
Zum Glück hat sich das alles geklärt.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.02.2008 16:17
(@papi74)
Registriert

Hallo,

Ja, das habe ich. Damals war alles noch am Anfang und ich hatte große Schwierigkeiten das alles meiner Frau zu erklären.
Zum Glück hat sich das alles geklärt.

Also besteht doch von Deiner Seite keine Problemstellung mehr im Raum.

Warum läßt du Dir und Deiner Tochter keine Zeit? Sie wird jetzt zwischen Baum und Borke sitzen und das Ganze zusätzlich zu der Pupertätsgeschichte.

Gehe davon aus, dass Deine Tochter nicht weiß was Sie wirklich will und wenn Sie es weiß, dass Sie derzeit nicht weiß wie...

Bleib am Ball....

Mfg

papi74

Ich gebe Dir nochmals den Rat, sprich mit der KM...versucht als Eltern eine vernünftige Basis zu schaffen.

Die KM sollte versuchen dahingehend zu vermitteln, dass du kein "Störfaktor" bist, sondern ein wichtiger Bestandteil im Leben Deiner Tochter.

Evt. wird es jetzt eine gewisse Zeit dauern


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 16:46
(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

okay meine Reaktion ist wirklich etwas drastisch, aber um es vielleicht nocheinmal genauer zu erklären.

Der Eifersuchtsstress war Ende letzten Jahres und ich glaube das sich das auch wieder gelegt hat.
Ich glaube aber auch das es sich gelegt hat weil sie mit mir wenig Kontakt hat und das scheint Töchterchen erkannt zu haben. Kontakt mit mir = Stress zu Hause. Meine Kontaktversuche wurden in letzter Zeit mit den Worten "Ich hatte keine Zeit" abgeblockt. Von allein kommt sie gar nicht. Eigentlich bin ich drauf und dran das Unausgesprochene nur mal laut zu sagen.

Kontakt zur KM hatte ich auch noch einmal. Anfang des Jahres war nocheinmal ein Treffen nur mit Töchterchen. Am Ende des Treffens kam die KM dazu. Das Problem wurde eigentlich dabei aber nicht angesprochen. Von der KM kam noch der Vorschlag das sich die beiden Familien mal gemeinsam treffen sollten. Tut mir leid aber das kann und möchte ich auf keinen Fall. Das geht mir einfach zu weit.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.02.2008 18:10
(@nixena)
Rege dabei Registriert

Hallo Herr X!

Aber wieso geht Dir das zu weit?
Vielleicht sollte es bei dem Gespräch nur darum gehen, wie man den Kontakt zukünftig händelt?
Damit auf beiden Seiten eine Beruhigung stattfindet?
Dann kann der Ziehvater sehen, daß Du nicht seine Rolle streitig machen willst, weil Du ein Freund für Deine Tochter sein magst
und nicht der Papa (was ich gut finde! Und von der Gegenseite verständlich...).
Solche Dinge aus dem Weg zu räumen, ist immens wichtig.
Der KM geht es sicher um Ähnliches.
Ich würd so einem Treffen beipflichten. Es geht doch nur darum, Eure Rollen darzulegen.
Das ihr jetzt keine Ersatzeltern darstellen wollt. Das wäre zumindest bei mir, wenn ich mich da reinfühle, sicher die größte Angst...
Und wenn die Rollen klar definiert sind, wird auch ein Kontakt mit Deiner Tochter von allen Seiten mit viel mehr Vertrauen begegnet.
Ich würd das versuchen...

Liebe Grüsse
Nixena


"Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen" Marc Aurel

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 18:23
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@ HerrX,

Ich krieg gerade einen dicken Hals. Deine Postings lesen sich wie "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". Bzw. übersetzt: "Ich habe ganz massgeblich ein Problem verursacht und dieses über Jahre negiert, aber jede eventuelle Lösung hat ausschliesslich so auszusehen wie ich mir das vorstelle."

Von der KM kam noch der Vorschlag das sich die beiden Familien mal gemeinsam treffen sollten. Tut mir leid aber das kann und möchte ich auf keinen Fall. Das geht mir einfach zu weit.

Dieser Vorschlag scheint mir sehr vernünftig - was spricht denn gegen ein Treffen zu fünft? Deine Eifersucht? Die Deiner Frau? Vergiss es. Immerhin hat ein Dir fremder Mann Deine Tochter grossgezogen, hat ihr Werte vermittelt, sie getröstet und betreut und sicher auch (obwohl das nicht das Wichtigste ist) eine Menge Geld investiert. 15 Jahre lang. Und sicher auch weiterhin.

Und Du machst Dir erst einmal ein halbes Jahr lang die Hosen voll über die mögliche Eifersucht Deiner Ehefrau und jetzt über Deine eigene angesichts dieses Mannes? Solange dieses Denken Dein "Wertesystem" repräsentiert, ist es vielleicht tatsächlich besser, wenn Deine Tochter (oder besser: Das Mädchen, das genetisch mit Dir verwandt ist) möglichst wenig von diesen "Werten" mitbekommt. Möglicherweise ahnt sie das und zieht sich deswegen gleich wieder zurück - weil sie schnell gemerkt hat, dass zwischen so viel spätpubertärer Eifersucht und kindlichem Negieren und Verschweigen der Vergangenheit einfach kein Platz für sie ist.

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 18:49




(@lupina)
Nicht wegzudenken Registriert

hallo mr. x
hm vielleicht hilft dir mal diese sichtweise.

mein lg ist ein adoptivkind und hat erst mit 16  durch einen dummen zufall,davon erfahren. für ihn ist erstmal eine welt zusammen gebrochen. er hatbdann versucht seine leibliche mutter zufinden ,er hatte den namen. er hat auch versucht kontakt mit ihr aufzunehmen dies ist aber duch verschiedene faktoren gescheitert.

erst mit 42(und nach dem tod sener adoptiveltern) ,wider durch einen zufall ist endlich kontakt zustande gekommen.
der auf beiden seiten schwierig war. es war zwar irgendwie kein fremdheit aber eben auhc kein mutter/sohn verhältnis möglich.da für meinen lg seine adoptivmutter immer seine mutter bleiben wird.

da der zweite sohn der leiblichen mutter mit starkem unverständis und extremer eifersucht (er ist 35 :thumbdown: und weigert sich meinen lg übehaupt kenen zulernen ,seinen naja bruder) reagiert hat.ist bis jetzt nur ein 3 maliger kontakt dagewesen.
in denen meine lg seine fragen ,die ihn beschäftigt haben beantwortet bekam.
sie telefonieren in unregelmäßigen abständen ,aber so richtig ein freundschaftlichen verhältnis ist leider nicht darausgeworden. die"mutter" steht der andere sohn näher und die zeit läßt sich nicht nachholen.

ich finde daspersönlich sehr traurig ,aberman kan nix erzwingen.

vielleicht geht es dener tochter ähnlich.

ihre fragen sind beantwortet,ihr "vater" steht ihr emotional näher undsie ist jung ,braucht vielleicht zeit alles zu verarbeiten.

schreib ihr einen brief,das du immer für sie da sein willst ,aber duauch weißt ,das sie den kontakt suchen muß.

ich wünsche euch ,das sich alles positiv entwickelt.


lg lupina
leuchtturm
[blau] vertrauen ist wie ein kartenhaus,mühsam aufzubauen,aber in sekundenschnelle zu zerstören[/blau]

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 18:58
(@andreadd)
Registriert

Hallo Herr X,

nochmal eine andere Sichtweise auf deine Bedenken. Es kommt jetzt also ein guter Kontakt zustande. Prima.

Was ist denn dann, wenn deine Tochter Geburtstag hat? Soll sie dann die Trennungen dir zuliebe weiter treiben, die sie gerade überwunden hat? Findest du das fair?

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2008 20:39
(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

wie midnightwish schon festgestellt hat, habe ich meine Geschichte schon einmal hier gepostet.
Damals hatte ich die Anfänge etwas genauer erklärt. Das kommt im aktuellen Thread nicht ganz so deutlich rüber.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf verschiedene Antworten etwas näher eingehen.

@ HerrX,

Ich krieg gerade einen dicken Hals. Deine Postings lesen sich wie "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". Bzw. übersetzt: "Ich habe ganz massgeblich ein Problem verursacht und dieses über Jahre negiert, aber jede eventuelle Lösung hat ausschliesslich so auszusehen wie ich mir das vorstelle."

Sorry, aber den dicken Hals bekomme ich auch wenn Urteile gefällt werden ohne die ganze Geschichte zu kennen. Wie gesagt das ist auch mein Fehler. Ich habe es nicht genau geschrieben.
Zur Geschichte: Mit der KM hatte ich vor ca. 16 Jahren mal einen kurze Beziehung. Beziehung ist eigentlich zuviel gesagt. Schon in während der Trennung hat sie ein Verhältnis zum jetzigen Vater. Das sie schwanger war habe ich erst Monate nach der Trennung erfahren. Auf meine Anfrage ob das Kind von mir sein könnte wurde mir geantwortet: "Nein, das ist Unmöglich." Okay zugegeben, 100% sicher war ich mir aber nicht. Das war übrigens auch der letzte Kontakt den ich zu ihr hatte. Was hättest du also an meiner Stelle getan? Für mich war das Thema erledigt.

Ende letzten Jahres klingelt eines Abends mein Telefon und eine Frau sagte mir das ich doch bitte einmal nach draussen kommen soll, weil sie Hilfe benötigt. Wer sie war sagte sie mir nicht. Als ich nach draussen kam sah ich eine fremde Frau. Erst als sie mir ihren Namen sagte, erkannte ich sie wieder. An diesem Abend erfuhr ich das ich doch der Vater war und ich sah auch zum erstenmal meine Tochter. Bei meinen ersten Posting wurde jetzt nach einem Vaterschaftstest gefragt. Das kann ich gleich beantworten. Nicht nötig, selbst ich habe sofort erkannt das es anders nicht sein kann.

Immerhin hat ein Dir fremder Mann Deine Tochter grossgezogen, hat ihr Werte vermittelt, sie getröstet und betreut und sicher auch (obwohl das nicht das Wichtigste ist) eine Menge Geld investiert. 15 Jahre lang. Und sicher auch weiterhin. ."

Meine Tochter erzählte mir bei einem unser ersten Telefonate dazu folgendes: "Die KM wollte eigentlich eine Abtreibung. Der Vater hat aber für die Beziehungen folgende Bedingungen gemacht: 1. Sie bekommt das Kind und 2. Ich soll nichts davon erfahren.

Und Du machst Dir erst einmal ein halbes Jahr lang die Hosen voll über die mögliche Eifersucht Deiner Ehefrau und jetzt über Deine eigene angesichts dieses Mannes? Solange dieses Denken Dein "Wertesystem" repräsentiert, ist es vielleicht tatsächlich besser, wenn Deine Tochter (oder besser: Das Mädchen, das genetisch mit Dir verwandt ist) möglichst wenig von diesen "Werten" mitbekommt. ."

Das ich die Hosen voll hatte ist richtig. Aber nicht aus Eifersucht, sondern weil an einem Abend mein komplettes Leben über den Haufen geschmissen wurde. Ich möchte denjenigen erleben, den das nicht umgeschmissen hätte. Auch meine erste Reaktion ("Nur keinen Kontakt") halte ich für normal. Man wird nicht jeden Tag Vater einer 15- jährigen Tochter. Auch der eigenen Frau zu erklären das man gerade Vater geworden ist, ist echt "lustig". Da ist das bisschen Eifersucht der Ehefrau die kleinere Hürde.

Mein "Wertesystem" besteht auch nicht darin. Durch die Gegend zu laufen, Frauen zu schwängern, die Frau sitzen zu lassen und nach 15 Jahren den eifersüchtigen Vater zu spielen.

Den einzigen Vorwurf den ich mir gefallen lasse ist das ich damals zu naiv reagiert habe. Ich gebe dabei aber auch zu bedenken das ich damals gerade einmal 5 Jahre älter war als meine Tochter es heute ist.

Was ist denn dann, wenn deine Tochter Geburtstag hat? Soll sie dann die Trennungen dir zuliebe weiter treiben, die sie gerade überwunden hat? Findest du das fair?

Ich habe stellvertretend dieses Zitat ausgewählt weil es gerade ziemlich gut paßt.
Im Moment möchte ich keinen Kontakt zu der anderen Familie weil mir dazu das Vertrauen fehlt. In keiner der beiden Familien ist auch nur Ansatzweise etwas geklärt. Ich für meinen Teil bin erst einmal froh, das meine Frau dazu bereit ist meine Tochter kennenzulernen. Ich möchte es nicht damit wieder kaputtmachen das ich ihr nun sage: "Tara, hier sind auch gleich noch neue Freunde und Bekannte. Im übrigen das dort ist meine Ex.". Das braucht also noch Zeit. Es hängt eben viel davon ab wie es sich in der nächsten Zeit entwickelt.

Das Zitat paßt deshalb so gut, weil in den nächsten Monaten eine große Feier bei meiner Tochter ansteht. Sie hat uns dazu auch eingeladen. Ich habe ihr auch nicht gleich abgesagt. Wir haben lange darüber gesprochen und ich habe sie gefragt ob sie mich gerne dabei hätte. Sie hat mir geantwortet: "Eigentlich nicht, mir wäre es sehr unangenehm anderen erklären zu müssen wer du bist." Im Unterton sagte sie auch das es eher Muttis Idee war als ihre. Das ist das was ich oben meinte, auch in der anderen Familie ist nichts geklärt.
Fair ist das nicht, das ist mir klar. Aber es braucht eben auch Zeit.

da der zweite sohn der leiblichen mutter mit starkem unverständis und extremer eifersucht (er ist 35 :thumbdown: und weigert sich meinen lg übehaupt kenen zulernen ,seinen naja bruder) reagiert hat.ist bis jetzt nur ein 3 maliger kontakt dagewesen.
in denen meine lg seine fragen ,die ihn beschäftigt haben beantwortet bekam.
sie telefonieren in unregelmäßigen abständen ,aber so richtig ein freundschaftlichen verhältnis ist leider nicht darausgeworden. die"mutter" steht der andere sohn näher und die zeit läßt sich nicht nachholen.

ich finde daspersönlich sehr traurig ,aberman kan nix erzwingen.

vielleicht geht es dener tochter ähnlich.

ihre fragen sind beantwortet,ihr "vater" steht ihr emotional näher undsie ist jung ,braucht vielleicht zeit alles zu verarbeiten.

schreib ihr einen brief,das du immer für sie da sein willst ,aber duauch weißt ,das sie den kontakt suchen muß.

ich wünsche euch ,das sich alles positiv entwickelt.

Ich habe im Moment Angst das es wirklich so ist. Ich habe ihre Fragen beantwortet. Fragen wie:
"Warum habe ich eine andere Augenfarbe? Warum habe ich Locken? usw." Für mich war das meiste oberflächliche Fragen. Für sie waren es die wichtigsten Fragen der Welt.

Aber genau das ist der Punkt. Sie hat die Antworten gefunden und ist damit zufrieden und ich möchte sie gern noch ein Stück begleiten. Aber will sie das wirklich? Ich kann es mit Sicherheit nicht erzwingen. Durch ein ständiges "nerven" per SMS oder Email mache ich die Sache vielleicht noch schlimmer? Ich suche irgendwie eine Entscheidung, eine Entscheidung von ihr ob wir Freunde sind oder eben nur "Das Mädchen, das genetisch mit Dir verwandt ist".

Gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2008 15:14
(@andreadd)
Registriert

Hallo HerrX,

das mit dem Zeit brauchen, gilt wohl auch für deine Tochter. So wie du den Fall schilderst ist alles für sie auch besonders schwierig, weil der "soziale Vater" so eifersüchtig reagiert und das Mädchen dort im Haushalt lebt. Sie will verständlicherweise keinen Streit provozieren.

Jetzt auf eine Entscheidung zu drängen macht es ihr besonders schwer. Vielleicht würde sie in wenigen Jahren ganz anders entscheiden, wenn sie unabhängig ist?

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2008 15:28
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

wenn du noch weißt unter welchen nick du damals geschrieben hast wärs schön, wenn du auf den beitrag linken könntest. Ich habs bisher nicht gefunden


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2008 15:39
(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

@ midnightwish

Den Thread habe ich löschen lassen.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2008 15:43
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ah so, deshalb


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2008 15:48
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@ HerrX,

mein dicker Hals wurde und wird nicht durch die Tatsache verursacht, dass Deine Tochter Zeit braucht, um das alles zu verarbeiten, sich eine Meinung zu bilden und herauszufinden, ob und welches Verhältnis sie zu Dir als ihrem leiblichen Vater haben möchte. Sie kann für den ganzen Schlamassel ja auch überhaupt nichts. Ich kann absolut verstehen, wenn sie das erst einmal für sich sortieren muss.

Mein Posting beruht einzig und allein auf der Tatsache, dass vier involvierte Erwachsene - allen voran Du - glauben, ihre persönlichen Befindlichkeiten über das Wohl dieses Mädchens stellen zu müssen. Eifersucht , unverarbeitete Geschichten aus der Vergangenheit, Schiss vor dem, "was die Leute sagen oder denken könnten", eventuell auch Angst vor Unterhaltsnachforderungen, künftigen Zahlungsverpflichtungen, veränderter Erbfolge etc. - all das hat in diesem Kontext keine Rolle zu spielen. Wenn ich aber sehe, dass vier Erwachsene versuchen, die nun einmal vorliegenden und unbestreitbaren Tatsachen wieder fein zuzudecken, hat das nichts mehr mit Kindeswohl zu tun. Ihr alle wisst jetzt Bescheid und habt Euch so zu verhalten, dass das Mädel da möglichst unbeschadet durchkommt. Eure persönlichen Befindlichkeiten und Ängste sind dabei absolut zweitrangig.

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2008 15:54
(@herrx)
Schon was gesagt Registriert

@brille007
Meine Frage geht doch genau in die Richtung Wohl des Kindes.
Ist es besser wenn ich mich zurückziehe und ihr die Zeit gebe den Schlapassel zu ordnen oder ist es besser ihr damit zu helfen das ich ihr zeige das ich für sie da bin. Egal ob der Vater Eifersüchtig auf mich ist oder nicht.

Für mich sind die meisten aufgezählten Dinge zweitrangig.
Eifersucht - für mich kein Thema, mir ist völlig klar das sie in einer anderen Familie aufgewachsen ist und das sie ihren Vater gern hat.
unverarbeitete Geschichten aus der Vergangenheit - Ich hätte mich niemals dieser Herausforderung gestellt wenn ich die Vergangenheit ruhen lassen möchte
Schiss vor dem was die Leute reden - Würde ich das Thema öffentlich diskutieren???

Ach ja und ganz wichtig die persönlichen Befindlichkeiten.
Ich würde es sofort akzeptieren wenn sie mir sagt das es besser ist mich rauszuhalten. Auch wenn das bestimmt verdammt weh tut.
Ich wäre sofort da wenn sie mir sagt das sie mich braucht.

Was ist deiner Meinung nach nun besser? Mich raushalten oder meine Hilfe anbieten?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2008 16:40
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus HerrX!

Was ist deiner Meinung nach nun besser? Mich raushalten oder meine Hilfe anbieten?

Ich denke, Du solltest mit Tochter in aller Ruhe darüber reden, ihr beide entscheidet dann ... ich könnte mir vorstellen, dass es bei ihr ganz gewaltig hin und her geht und dass sie auch Zeit braucht, um sich zu sortieren.

Unabhängig davon würde ich nicht resignieren und weiter für sie da sein, egal, ob sie das will oder nicht. Wenn sie weiß, dass Deine Tür für sie immer offen steht, wird sie vielleicht (ohne Druck oder Erwartungshaltungen) mal durchgehen...allerdings solltest Du vorsichtig/geduldig mit Deinen möglichen Hoffnungen/Erwartungen sein.

Grüße ausm Süden
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2008 17:42




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