Hallo,
wem ging es in seiner Ehe ähnlich? - Meine Ex-Frau erkrankte vor etwa 13 Jahren an schwerem Rheuma. - Wir hatten zusammen vier Kinder. Infolge des Rheumas hatte meine Ex-Frau Anämien (Blutarmut) in deren Folge sie fast verstorben wäre. Danach änderte sich ihre Persönlichkeit: Sie wurde aggressiv (schlug mich), depressiv, (wollte sich das Leben nehmen). Der Zustand war unerträglich, bis ich mich schließlich von ihr trennte.
Die Kinder (nun noch zwei) mußte ich dort lassen. Meine psychisch und somatisch schwer kranke Ex-Frau hat nun die Kinder und versucht mit allen Mitteln den Kontakt zu mir zu unterbinden ("PAS"). - Was kann man tun? Gibt es ähnliche Schiksale? _ Ich habe den Eindruck, fast jeder solidarisiert sich mit der "armen kranken Frau", die der "böse Ehemann" allein gelassen hat!
Danke für die Antwort,
hiphop
Hi hiphop und willkommen bei V.S.
- Was kann man tun?
Wie du sicher weisst, kann man nichts dagegen tun, ausser versuchen für die Kinder da zu sein.
- Was kann man tun? Gibt es ähnliche Schiksale?
Die gibt es und du wirst sicher in deiner Praxis viele davon kennengelernt haben.
Gruss Wedi
Hallo, Wedi,
danke für Deine Antwort! Ich versuche mich um die Kinder zu bemühen, aber meine Ex versucht einen Umgang mit allen Mitteln zu verhindern. Sie manipuliert die Kinder, damit diese den Umgang zum Vater unterbinden.
Gruß, hiphop
Hi
Wir empfehlen immer den klassischen Umgangsdreisprung:
Als erstes mit der Mutter reden, wenn das nicht hilft, das JA um Hilfe bitten und zu guter letzt das zuständige Familiengericht anrufen.
Gruss Wedi
Hi,
Die Kinder (nun noch zwei) mußte ich dort lassen. Meine psychisch und somatisch schwer kranke Ex-Frau hat nun die Kinder (...)
darf ich fragen, warum Du die Kinder dort lassen musstest? Ich kann mir vorstellen, dass es für dich die Hölle war, mit so einem Menschen zusammen zu leben. Allerdings würde ich immer davon ausgehen, dass sie sich für ihre "Anfälle" ein anderes Opfer sucht, wenn du als Partner nicht mehr greifbar bist. Deshalb ist mir nicht klar, welchem Umstand es geschuldet ist, dass du die Kinder (wie alt??) in der Obhut eines so kranken Menschen gelassen hast.
Ich frage das auch deshalb, weil sich die Kinder ggf. auch selbst von dir im Stich gelassen fühlen könnten und deshalb die Umgänge nicht wahrnehmen?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin.
Erzähl doch mal ein bisschen mehr.
Wie alt sind die Kinder?
Was ist mit den anderen beiden?
Wie war und wie ist die Beziehung zu den Kindern?
Hast du überhaupt noch Umgang?
Wie groß ist die Distanz?
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hi,
in Deinem Profil steht, Du bist selber Psychologe... Das haut mich jetzt ein wenig aus den Socken, muss ich ehrlich sagen. Als solchem müsste es Dir doch klar sein, dass Du Deine Kinder einer extremen Belastung ausgesetzt hast, als Du sie dort bei der kranken und ggf. durchdrehenden Mutter hinterlassen hast?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
LBM,
Du mußt abschätzen, was für die Kinder am besten ist, egal was auch immer Du von Beruf bist, wenn Deine Ex Dich bedroht,
täglich laut beschimpft, Dich schlägst. Was würdest Du machen? - Meine kleinen Kinder waren 12 und 14, als ich ging, meine ältesten 18
und 19 Jahre alt (im Studium) so lange habe ich gewartet. Aber darum geht es eigentlich auch nicht.
Gruß, hiphop
Hi
Deshalb auch mein Hinweis auf die Praxis.
Die gibt es und du wirst sicher in deiner Praxis viele davon kennengelernt haben.
Mich würde auch interessieren, warum ein so erfahrener Psychologe hier Fragen stellt, die er sich eigentlich selber beantworten könnte, oder können müsste.
Oder gibt es auch bei Psychologen eine Art ''schwarze Phase'', Zeiträume in denen sie nicht wissen wo vorne und hinten ist?
Das wäre nur menschlich,... kannst du uns aufklären?
Gruss Wedi
Sorry, hab gerade deinen Text erst gesehen, lass es trotzdem mal stehen.
😡
Hallo, Wedi,
bist Du hier Richter oder Urteiler oder was?
😡
Hallo, Wedi,
bist Du hier Richter oder Urteiler oder was?
Weder noch, im bin Wedi, der Frager. 😉
Aber darum geht es eigentlich auch nicht.
Doch, darum geht es. Genau darum! Kinder mit 12 und 14 Jahren haben ja eine eigene Meinung und Erfahrungen mit dem Familienleben. Und sie lassen sich i. d. R. auch nicht mehr die Umgänge vorschreiben.
Daher die m. E. sehr berechtigten Fragen:
1. Warum hast Du sie da gelassen?
2. Hast Du ihnen zur Wahl gestellt, mitzukommen?
3. Was glaubst Du, wie sie sich fühlen, von nun an ohne Deine Rückendeckungen mit Mutterns Ausrastern klarzukommen?
DU hast für DICH entschieden, das ist Dir zu viel, Du musst da raus. Das halte ich für legitim. Aber hast Du den Kindern genau diese Möglichkeit auch gelassen? Oder müssen sie jetzt das allein aushalten, wozu Du Dich selbst nicht mehr in der Lage gesehen hast? Kannst Du Dir vorstellen, dass die Kinder sich allein gelassen und verraten fühlen? Und vielleicht deshalb von sich aus keinen Kontakt mehr wollen? Woher weißt Du sicher, dass die Ex schuld ist?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Habe Haus in der Nähe gemietet, Kindern angeboten zu mir zu kommen, Jugendamt eingeschaltet, Rechtsanwalt informiert...
Meine Bemühungen werden boykottiert.
Ich liebe meine Kinder!
Trotz allem, danke!
Sorry, das du meinen Beitrag als ''urteilend'' empfunden hast.
Sollte nicht so sein.
Fragen sollte aber erlaubt sein.
Ich möchte dich bitten, wenn es dir Ernst ist, hier mehr zu schreiben und auch auf Fragen einzugehen.
Hilft uns und Dir
Gruss Wedi
Hallo hiphop,
der Laie ist eben nun der Meinung, dass ein "Seelenklemptner" solche Probleme mit links löst.
Aber erstens stimmt das nicht und der "eigene Fall" ist eben sowieso etwas anderes.
Wie meine Vorredner schon gesagt haben ein paar mehr informationen wären hilfreich. Ansonsten denke ich, dass die Erkrankung Deiner Ex zwar die Probleme (mit) erzeugt hat, die Lösung aber nicht dort zu suchen ist.
Was Du anstreben solltest ist ein geregelter Umgang. Der erste Schritt wäre mit Deiner Ex zureden, ist bestimmt schon passiert, kann abgehakt werden. Der nächste Weg führt zum Jugendamt, bitte das Jugendamt um Vermittlung. Dabei sollten aber immer die Kinder im Mittelpunkt stehen, d.h. auch Du wirst Abstand zum Leben Deiner Ex finden müssen, nicht nur räumlich sondern eben auch inhaltlich.
Schafft es das JA auch nicht, dann hilft nur noch die Klage vor Gericht.
Im Moment ist das alles sher pauschal, aber es fehlen eben auch Informationen.
VG Susi
Vielen Dank, Susi für Deine freundliche Mail!
Ich habe das Jugendamt eingeschaltet, hatte ein Gespräch mit Jugendamt und Ex bzgl. des Besuchs- und Sorgerechts (ist bei Kindern in der Altersgruppe schwierig, weil die über
12 Jahre sind). Darin wurde immer wieder betont, daß die Kinder auch den Papa benötigen, und Ex-Frau dafür sorgen soll die Kinder davon zu überzeugen. Aber Ex sagte: "Die Kinder müssen
selbst entscheiden" - soll heißen: "ICH entscheide, was die Kinder selbst entscheiden", wie auch die Angestellte vom Jugendamt mehrfach betonte. Nützte trotzdem nichts!
Ich glaube inzwischen, Väter haben keine Rechte!
LG hiphop
Hi,
doch Väter haben Rechte, allerdings ist es teilweise sehr schwer sie durchzusetzen.
Das erste Mal den Weg zum Gericht zu gehen ist immer unschön, aber ich denke in deinem Fall ist das die einzige Möglichkeit.
Natürlich kannst du auch dort Pech haben - aber Umgang ist normalerweise gut zu bekommen. Schwierig ist es in deinem Fall weil die Kinder einfach schon relativ "alt" sind.
Und es kann auch sein, dass hier ein ewiger Kampf mit Gutachten und blöden Richtern folgt. Genauso gut könnte es aber schnell und schmerzlos gehen.
Wichtig ist es auf jeden Fall, selbst wenn du verlierst, so kannst du deinen Kindern später wenn sie irgendwann fragen anworten das du alles versucht hast.
LG
Nadda
Ich habe hier gerade eine ähnliche Geschichte am Wickel. Auch ich bin Profi was solche Elterlichen Probleme angeht. Das schützt nicht davor, dass man selber überrollt wird von den ganzen Sachen.
Dies ist mein erster Beitrag, kenne das Forum noch nicht lange, ein bisschen mitgelesen.
Meine Frau ist auch schwer behindert. Sie ging fremd, in der REHA. Ein Sohn 5 J. Ich habe ihr mitgeteilt, das ich mich trennen möchte, in der Erziehungsberatung. Meine Frau ist mit meinem Sohn "untergetaucht". Eine Anhörung bei Gericht hat ergeben, dass wir jetzt erst einmal ein Wechselmodell ausüben dürfen. Ihr Anwalt schlug das vor, ich bin erst einmal darauf eingegangen, weil mir der Richter deutlich machte, dass ich nicht möchte, dass er eine Entscheidung trifft.
Ich habe viele Freunde und Kollegen, die alle sehr viele Tipps auf Lager haben. Keiner hat mit einer wesensveränderten, behinderten Frau zu dealen.
Das ist eine sehr schwierige Situation, in der Du Dich da befindest. Ich kann zwischen den Zeilen lesen, was da bei Dir los ist. Du solltest Dich darauf einstellen, dass es schwer sein wird, mit der Frau zu kommunizieren. Die ist halt nicht nur trennungsgeschädigt...
Was hat mir geholfen:
- Gutachten, die ich in den Unterlagen gefunden habe. (Auch wenn sie nicht Verwendung finden dürfen, machen Sie Dinge deutlich)
- Glaubhaft bleiben im Gespräch mit allen Beteiligten. Bei uns wurde ein Verfahrensbeistand eingeschaltet, auch gab es Kontakte zum Jugendamt, die wirklich sehr gründlich arbeitet.
- Ich habe mich früh mit allen Beteiligten ausgetauscht, deshalb kennen alle unsere Probleme. Bisher hat sich, außer ihre Eltern und einer Freundin, keiner von mir abgewandt. Ich glaube, dass sie sich auch ziemlich blöd fühlt, weil sie eher alleine dasteht.
- Viel Reden, viele Hilfsangebote: Therapie, Erziehungsberatung, erfahrene Kollegen, Freunde von mir sind Anwälte
- Telefonnotdienst unter Freunden: Ich telefoniere jeden Tag mit mehreren Freunden und kotze mich einfach aus. Allein die Tatsache, dass mir jemand zuhört und mir bestätigt, dass ich nicht so weit weg bin von der Wahrheit, das hilft sehr. Ich fühle mich nämlich sehr verunsichert.
Deine Kinder sind ja schon so alt, dass sie so eine Trennung anders verarbeiten. Trotzdem beneide ich Dich nicht.
Ich glaube es ist wichtig, die sozialen Kontakte wieder aufzubauen. Soweit ich Deine Posts jetzt richtig lese. Man muss sich ja wieder neu im Leben sortieren.
Wahrscheinlich hast Du ein gutes Bild über die Einschränkungen Deiner Frau, versuche diese Probleme den Aspekten der Elterlichen Sorge zuzuordnen. Einfach mal ein bisschen Brainstorming. Das sind alles Argumente, die im gerichtlichen Verfahren eine Rolle spielen werden.
Bei dem Alter der Kinder, wird allerdings die Kindermeinung entscheidend sein. Sei froh, dass Deine Kinder so alt sind. Bei mir dreht sich alles im Bauch um, wenn ich mir vorstelle, was das alles mit meinem Sohn macht, was da so passiert.
Pass auf, wie Du mit den Beteiligten kommunizierst. Ich arbeite selber im Jugendamt und würde auf derartige Schreiben sehr abgrenzend reagieren. Es ist so, dass jedes Jugendamt, anders mit Elterlichen Sorgerechtsverfahren verfährt. Zudem haben Kollegen immer Spielräume, sich aus dem Fenster zu lehnen. Das Jugendamt hat meistens eine eher untergeordnete Rolle. Die werden erst wichtig, wenn eine akute Kindeswohlgefährdung vorliegt.
Ach könnte jetzt viel schreiben, muss aber meinen Sohn abholen. Demnächst mal mehr...
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Kopf hoch
Danke Dir, greenhorn, für Deine aufbauenden Zeilen,
ich denke, daß ich weiter um meine Kinder kämpfen werde. Es ist schwer, wie Du weißt und ich wünsche Dir auch viel Glück!
Ich habe nun eine Partnerin, die mich sehr unterstützt und es ist auch wichtig, wie ich finde, daß man jemanden hat (wie Du schreibst),
der einen unterstützt und bei dem man sich aussprechen kann.
Lg., hiphop
