Hallo liebe Community,
ich möchte hier mal nach langem Lesen im Forum meine Geschichte erzählen.
Ich bin 36 und meine Frau 30 hat sich von mir getrennt. Wir haben zwei Söhne 6 und 3 miteinander, sind (noch) verheiratet.
2003 haben wir uns kennengelernt, 2006 kam der der erste Sohn zur Welt, 2008 wurde geheiratet, 2009 kam der zweite.
2005 bin ich von meinem Umfeld (Freunde & Familie) ca. 120 km weg gezogen in den Ort ihrer Eltern - sie wollte studieren gehen nach der Geburt des ersten Kindes, was sie auch letztlich so machte.
Oma betreute den Kleinen, ich arbeitete. Als der zweite kam nahm sie auch wieder ihr Studium / Refrendariat auf.
Alles in allem hatten wir nie großartig Probleme bis 2010 - durch den Verlust meines Jobs hatte ich ne längere mentale Krise. Das belastete die Beziehung schwer.
Meine Frau befand sich zu dieser Zeit in den Anfängen des Refrendariats.
Die Risse kamen, was natürlich daran lag das ich da nicht auf der Höhe war, bzw. in ein tiefes Loch fiel. Und mangelndes Selbstvertrauen ist halt net gerade sexy.
Ich beschloss mich dann 2011 selbstständig zu machen und das mit sehr sehr großem Erfolg.
Durch das Jahr Arbeitslosigkeit in 2010 hatte ich genug Zeit die Firma auf solide Füsse zu stellen - alles lief bei uns beruflich bestens, nur nicht unsere Beziehung.
Ich bemerkte sofort das etwas nicht stimmte. Sie entfernte sich zunehmends von mir, egal was ich für sie tat war nicht gut genug bzw. schlicht falsch.
Für beide Kinder war ich in dieser Zeit mehr als der Vater - ich brachte sie JEDEN TAG in den Kindergarten/Schule und abends ab 18:00 versorgte ich sie, kochte und brachte sie ins Bett inkl. Geschichte vorlesen etc. Auch das Baden / Wickeln und den Haushalt (abgesehen vom Wäschewaschen) übernahm ich um ihr den Freiraum für ihr Ref zu geben - sie kam abends heim und schlief erstmal ne Stunde. Das alles spannte mich neben der Selbstständigkeit so ein das ich danach einfach so platt war und wir uns als Paar verloren. Keine gemeinsame Unternehmungen, selbst Hotelgutscheine, die ich für teuer Geld besorgte wurden nicht genutzt.
Sie hatte nur noch ihr Ref im Kopf, telefonierte Abends Stunden mit Kolleginnen, es wäre alles so hart, andere würden umfallen etc. - tatsächliche Probleme es zu schaffen hatte sie allerdings nie. Sie hat es mit einer sehr guten Note abgeschlossen. Sie veränderte sich zunehmends, stellte ihre Ernährung um, machte viel Sport, nahm sehr stark ab, achtete penibel auf ihr Äußeres.
Ich merkte und wusste irgendwann, sie bereitete sich innerlich auf die Trennung vor wie Frauen das halt nunmal so machen - erst Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung, dann nur noch sehr schwere Vorwürfe, Unterstellungen und sogar zum Schluss hin schwerste Beleidigungen. Sie hätte mich nie geliebt, ich wäre kein richtiger Mann, wäre psychologisch gestört usw. - die volle Palette an Erniedrigungen. Bin irgendwie stolz das mir noch nie die Hand ausgerutscht ist!
Mitte 2012 wollte sie dann die Scheidung - ich versuchte um Sie weiterhin zu kämpfen ohne Erfolg.
Sie wurde immer abstossender und gefühlskälter. September beschloss ich dann aus zu ziehen - ich wollte den Kindern das einfach nicht mehr antun.
Wir beide verhielten uns nur noch unmöglich, das konnte ich nicht zu lassen das die Kinder derart darunter leiden.
Ich hoffte insgeheim das es vielleicht nur eine Phase ist die wir beide evtl. nutzen können um wieder zueinander zu finden.
Kurz vor dem Auszug kam dann aber der Hammer - sie hatte seit 3-4 Monate ihrem Mentor aus dem Refrendariat SMS geschrieben (ca. 500 pro Monat) von morgens 6:00 bis des Nachts um 2-3 Uhr. Fand das zufällig heraus als ich unsere Telefonrechnung als zu hoch empfand. Darauf angesprochen sagte sie mir, es wäre nur ein sehr guter Freund !? Ich kann das nicht glauben. Dann beginnt natürlich das Kopfkino: Wie lange geht das schon, wer ist das, wirklich nur ein Freund usw.
Seit 1.10. bin ich nun weg - die Kinder dürfen nicht bei mir anrufen, wenn der Große heult kriegt er gesagt er darf nicht mehr zu mir wenn er nur weint wegen mir usw.
Dadurch das ich die Kinder vowiegend betreute hat der Große sehr stark darunter zu leiden - es bricht mir das Herz. Der Kleine wendet sich von mir ab, es kommt mir vor als wäre er irgendwie sauer auf mich. Da ich zu den Kids eine äußerst innige Beziehung durch die Betreuung aufgebaut habe ist das sehr schwer.
In der neuen Wohnung hab ich zudem noch nen Wasserschaden, sodass die Möbel erst Mitte November geliefert werden können - die Kinder können erstmal nicht bei mir übernachten 🙁
Soweit zur Story.
Ich habe jetzt erstmal nen Termin bei nem Anwalt.
Über die ganze Beziehung habe ich sämtliche Kosten gedeckelt (Miete, Strom, Gez, Telefon, Auto usw.), Geld was sie verdiente hab ich nie was von gesehn.
Habe quasi ihre Ausbildung komplett finanziert, die Kids versorgt das Madame studieren konnte und krieg nen Tritt am Ende als Dank dafür. Ach ja einen Monat vor dem Auszug hat sie mir noch mal kurz Hoffnung gegeben - ich Depp natürlich noch für sie Ihr Büro tapeziert, nen Geschirrspüler und ne Essecke gekauft weil sie das wollte - und dann sowas 🙁
Jetzt bekommt sie ab September 2012 Beamtenbesoldung A13 plus Kindergeld und natürlich dann meinen Unterhalt für die Kids, darf über die Kinder bestimmen und ich darf schön den Bückling machen - das kann doch alles gar nicht sein oder? Wo ist da die Gerechtigkeit - ich habe fnaziell mir für mich persönlich nichts gegönnt in all den Jahren, mit dem Ziel das es uns allen gut geht wenn sie fertig ist - und dann sowas! Wenn ich Pech hab kann sie auch noch an das Firmenvermögen weil das ne GbR ist und somit Privatvermögen oder?
Was kann ich tun? Das Schuldprinzip ist ja abgeschafft oder - kann es sein das man wirklich nur zahlt und fertig?
Ist ein Jahr Trennungsunterhalt wirklich alles? Und sollte ich das überhaupt fordern? Möbel hab ich ja auch komplett da gelassen, alles was in der Ehe angeschafft wurde, hab mich quasi mit nem finanziellen Kraftakt komplett neu eingerichtet (spartanisch halt).
Es kann doch nicht sein das all die Jahre in denen man versorgte das die liebe Ex ihren Beruf ausüben kann dann so auf die Fresse fällt - wo ist da der rechtliche Ausgleich?
Reden mit ihr ist in Bezug auf Einigung über irgendwas eh nicht - ich habe die ganzen Vorwürfe so satt, ein vernünftiges Kommunizieren ist einfach nicht drin.
Sie ist unvernünftig in jeder Beziehung, möchte nur ihren Willen durch setzen - was soll man da tun?
Ich würde mich freuen wenn ich ein paar ehrliche Meinungen & Ratschläge zur Situation zu hören würde - vielen Dank!
Leben ist das was man plant und dann ganz anders kommt
Hallo Malarry,
willkommen hier im Forum.
Deine Geschichte lief und läuft nach dem klassischen Muster ab. Erst ausgenutzt und dann einfach entsorgt, nachdem du nicht mehr gebraucht wurdest. Der Next steht vermutlich schon vor der Tür, wenn man die Geschichte mit den SMS bedenkt.
Mit deinem Auszug hast du leider schon viel verloren und dir viele Möglichkeiten genommen, deshalb solltest du jetzt sofort starten und die Trennungsfaq lesen und verinnerlichen. Deine Ex weiß offensichtlich um ihre Machtposition und nutzt diese schamlos aus. Dies funktioniert aber nur, weil du sie völlig widerstandslos agieren lässt. Angefangen beim Hinterlassen des Hausrats bis hin zur anfangenden Verfremdung der Kinder - du akzeptierst es einfach kampflos und nimmst es als gegeben hin. DU HAST DIE GLEICHEN RECHTE, WIE DEINE EX, also fang an zu agieren und hör auf zu reagieren. Fordere sie ein und tritt nicht als Bittsteller auf.
Es ist an dir, hier noch irgendetwas zu retten. Der Anwaltstermin war schonmal ein guter Anfang, hätte aber viel früher stattfinden sollen.
Gruß
Brainstormer
Hi Bainstormer,
vielen Dank für die Antwort und Eure Arbeit hier im Forum! Echt 1A!
Das der Fehler mit dem Auszug begann war mir vollkommen klar, die Trennungs FAQ habe ich mir bereits zu Gemüte geführt.
Alle Unterlagen zu Hausrat, Versicherungen etc. habe ich mitgenommen, Konten sind getrennt, Verträge zu meinen Lasten laufen nicht bzw. sind abgegolten.
Da eine Trennung von ihrer Seite aus absolut gewollt ist und mich die SMS Geschichte zusehends belastete wäre es so oder so zur Trennung gekommen - auch von meiner Seite aus.
Mir ging es vorwiegend um die Kinder, ich wollte diese nicht länger mit der Gesamtsituation belasten - das ich zahle war mir gleich klar.
Die Fage ist ja wie man das Ganze übersteht und nicht völlig finanziell ruiniert wird.
Was kann ich denn für meine Argumentation bei Berechnung des Trennungs- bzw. Kindesunterhalts nutzen?
- Gesprächs/ SMS Protokolle habe ich vollständig vorliegen und weiterhin auch Zugang. Wird so etwas berücksichtigt bzw. sind diese relevant?
- Belege über die Quasifinanzierung ihres Studiums/Refrendariats in Form von Kto Auszügen zu Miete, Kindergartenbeiträgen/Verpflegung etc. habe ich komplett vorliegen.
- sie verdient A13, das sind bei Steuerklasse 5 aktuell etwa 2500 Euro, wird die akutelle Einkommenssituation gerechnet, also ab dato der Trennung zum 1.10. oder für den Zeitraum davor - da war sie ja im Refrendariat und verdiente deutlich weniger
- Wird der Trennungsunterhalt ebenso rückwirkend berechnet oder nach der aktuellen Einkommenssituation?
- ich habe durch Privatentnahme aus der GbR 2200 Euro monatlich, kann das ja aber frei bestimmen - wird dann der anteilige Gesamtgewinn des Jahres der GbR berechnet (etwa. 50.000€) oder nur die Privatentnahme von jährlich 26400 €?
- ist bei einem höheren Einkommen der Mutter ein verringerter Kindesunterhalt möglich oder wird streng nach der Düsseldorfer Tabelle gerechnet? Spielen ihre Verfehlungen bzw. der absolute Unwille zu einer Paartherapie/Mediation eine Rolle?
- kann man über den Hausrat trotz Auszug nachträglich bestimmen (Belege habe ich, sind alle auf meinen Namen ausgestellt) und Herausgabe verlangen obwohl man schon ausgezogen ist? Eine schriftliche Einigung liegt ja bis dato noch nicht vor.
Auch hinsichtlich des Anwaltstermin ist mir es wichtig eine Zweitmeinung zu haben - die wollen ja auch Profit haben und Väter sind ja da eher das unbeliebtere Klientel, wie ich der Trennungs FAQ entnommen habe.
Wegen des Umgangsrechts habe ich keine Zweifel, in diesem Punkt legt mir die HExe NOCH keine größeren Steine in den Weg - der Umgang besteht z.Zt. wöchentlich, leider nur einmal am Wochenende, das ist meiner Wohnsituation geschuldet (wie gesagt Übernachtung und längerer dauerhafter Aufenthalt nicht möglich - Estrich wird in der kompletten Wohnung neu gemacht, Möbel kommen deshalb erst Mitte Nov. etc.). Nur hätte ich das gerne schriftlich fixiert bzw. eine feste Regelung. Unter http://www.elternvereinbarung.de habe ich schon Musterregelungen gefunden, die gilt es auszugestalten.
Eine Frage besteht trotzdem: müssen die Kinder zu mir wenn sie es selbst nicht wollen. Wie gesagt der Kleine (3 Jahre) macht den Eindruck das er mit der Situation derart umgeht, als das er mich ablehnt. Das war noch niemals der Fall, sonst kam er immer täglich sofort auf mich zugerannt , wenn ich von der Arbeit kam mit einem lauten "Pappaaaaa" und umarmte mich innig. Seit dfem Auszug ist das das komplette Gegenteil 🙁
Mutti sagt dann natürlich ich soll ihn nicht zwingen - aber ermutigen tut sie in auch nicht. Kann ich das verlangen? Oder muss ich das hinnehmen bis er wieder will?
Auch die Sache mit den Telefonaten wurmt mich sehr - sie bricht diese ab wenn es ihr zu lang erscheint bzw. lässt den Großen meines Erachtens mich nicht anrufen oder skypen. Sie will das wohl rein auf die Umgangszeiten beschränken.
Kann ich ihm ein Handy/Tablet geben auf das sie keinen Einfluss hat? Kann sie es dem Kind faktisch verbieten wenn das Gerät ausschliesslich zur Kontaktaufnahme genutzt wird? Ich weiss natürlich schon das das in der Praxis nicht kontrollierbar ist, aber macht sich sowas gut bei Gericht/JA?
Tja, viele Fragen, wäre schonmal gut wenn ich darauf ein paar Antworten hier erhalten könnte - ach ja, kann man meinen Beitrag in einen geschlossenen Bereich verschieben - natürlich fürchte ich das die HExe mitliest! Macht das Sinn?
PS: ich möchte die Seite auf jeden Fall unterstützen - ist es möglich an Petitionen etc. Anteil zu nehmen?
Leben ist das was man plant und dann ganz anders kommt
Moin Malarry,
das liest sich jetzt schon ganz anders.
Wenn du Angst hast, dass "jemand" mitliest, dann können die Mods das Thema in einen geschlossenen Bereich stellen.
Ich kann leider nicht alle deine Fragen beantworten (hier können sicherlich andere User etwas zu sagen), aber soo schlecht sieht es doch bzgl. Unterhalt gar nicht aus. Den Kindesunterhalt musst du natürlich unabhängig vom Einkommen der Mutter zahlen und dabei spielt es auch keine Rolle, ob sie zu einer Mediation etc. bereit ist. Der Unterhalt ist für deine Kinder bestimmt und nicht für deine Ex, auch wenn sie das Geld "verwaltet". Anders sieht es beim Trennungs- bzw. Ehegattenunterhalt aus. Wenn ich das richtig verstanden habe, verdient sie mehr als du. Unter Umständen muss sie dir deshalb den Unterschied ausgleichen. Hier zählt das aktuelle Einkommen und nicht das aus der Vergangenheit.
Vergiss bitte die SMS Protokolle etc.. Sie spielen keine Rolle. Auch die Finanzierung ihres Studiums war dein "Privatvergnügen", wenn es während der Ehezeit stattfand. Alles in allem solltet ihr versuchen, eine Scheidungsfolgenvereinbarung aufzusetzen. Hier kann dann auch die Aufteilung des Hausrats geregelt werden. Sollte dies nicht gelingen, muss gegebenenfalls ein Gericht darüber entscheiden, was die Angelegenheit erheblich verteuert.
Was deine Kinder betrifft, so scheinen sich diese möglicherweise in einem Loyalitätskonflikt zu befinden. Zu diesem Thema solltest du dich einlesen, um das Verhalten zu verstehen und entsprechend damit umzugehen und evtl. auch auf die Mutter einzuwirken.
Alles Gute!
Brainstormer
Moin Malarry,
da erlebst Du ja die volle Breite des Trennungstheaters mit. Und bist Dir auch bewusst, daß es durchaus nich schlimmer kommen kann. Umso besser, dass Du vs jetzt gefunden hast 😉
Du stellst zurecht viele Fragen, ich selbst kann Dir nicht alle beantworten, gerade was das Rechnen zu den Unterhaltsthemen betrifft, gibt es hier echte Cracks. Aber vielleicht ist es auch hilfreich, wenn ich einfach mal mit ein paar Antworten loslegen, die Community wird ergänzen. Ggf macht es auch Sinn, die Fragen nach Themen in den Unterforen zu stellen.
ach ja, kann man meinen Beitrag in einen geschlossenen Bereich verschieben - natürlich fürchte ich das die HExe mitliest! Macht das Sinn?
Du solltest bewusst sein, dass die Quantität der Antworten im sog. Sonderfallforum deutlich reduziert ist. Und eigentl ist das für die wirklich harten Fälle gedacht. Deiner ist ja - so bitter das klingt - noch recht Standard. Meine Empfehlung ist, vielleicht etwas anonymisiert zu schreiben, sodass für die unerwünschte Leserin keine Zuordnung erkennbar wird.
- ist bei einem höheren Einkommen der Mutter ein verringerter Kindesunterhalt möglich oder wird streng nach der Düsseldorfer Tabelle gerechnet? Spielen ihre Verfehlungen bzw. der absolute Unwille zu einer Paartherapie/Mediation eine
Solange nicht ein sehr deutlicher Einkommensunterschied vorliegt, steht dem sog. BetreuungsET KU vom UmgangsET zu. Und zwar 100% dessen, was in der DDT angegeben ist. Ihre Verfehlungen etc. spielen keine Rolle. Unterhalt hebt sich nur dann gegenseitig auf, wenn ihr jew. exakt halbehalbe bei der Betreuung macht, das sog. Wechselmodell. Dieses setzt aber voraus, dass ihr vernünftig kommunizieren könnt und beide Seiten das wollen. Im Übrigen kann natürlich auf freiwilliger Basis in jedem Fall was anderes vereinbart werden (solange keine Sozialkassen involviert sind)
- kann man über den Hausrat trotz Auszug nachträglich bestimmen (Belege habe ich, sind alle auf meinen Namen ausgestellt) und Herausgabe verlangen obwohl man schon ausgezogen ist? Eine schriftliche Einigung liegt ja bis dato noch nicht vor.
Klar, über den Hausrat solltet ihr Euch noch einigen. Gerade wenn die Fertigstellung Deiner neuen Whg. noch bevorsteht, hast Du eigentl ein gutes Argument zu sagen, dass die Aufteilung noch finalisiert werden muss. Aber auch hier solltest Du versuchen, dies in einem konstruktiven Dialog mit Ex zu regeln. Konzentriere Dich dabei auf die wesentlichen (teure ) Dinge, die im Zweifel auch von Dir genutzt wurden (Elektronik-Spielzeug etc). Die 5 Jahre alte Schrankwand hat meist eh nur noch ideellen Wert - ist aber gefühlt für den in der alten Whg verbleibenden ET extrem wichtig... Und Haushaltsgeräte sind ja typischerweise eh für die treusorgende KM wichtig :knockout: Gerichtliche Hausratsaufteilungen machen im Übrigen stets nur andere reich.
Mutti sagt dann natürlich ich soll ihn nicht zwingen - aber ermutigen tut sie in auch nicht. Kann ich das verlangen? Oder muss ich das hinnehmen bis er wieder will?
Das macht mir Sorgen! Denn die gewisse Grundablehnung der Kids mag verständlich sein, da sie sich subjektiv von Dir verlassen fühlen! Wenn KM es allerdings ernst meint, Dir auch lfr einen fairen Umgang zu ermöglichen und den Kids beide ETs zu erhalten, dann muss sie die Kids gerade ermuntern. Warum tut sie dies nicht?? Rein rechtlich ist KM auch verpflichtet, auf den Umgang hinzuwirken, aber wie durchsetzen??? Ich würde es kommunikativ mit Ex versuchen, wenn das noch möglich ist. Im Sinne der Kinder! Und Ex beiläufig auf die Vorteile hinweisen, sturmfrei zu haben...
Auch die Sache mit den Telefonaten wurmt mich sehr - sie bricht diese ab wenn es ihr zu lang erscheint bzw. lässt den Großen meines Erachtens mich nicht anrufen oder skypen. Sie will das wohl rein auf die Umgangszeiten beschränken.
Zum Telefonieren gibt es auch hier sehr unterschiedliche Meinungen. In jedem Fall wirst Du aber feststellen, dass man die Kids nicht zum Telefonieren zwingen kann. Mal macht das denen Spass, mal nicht - auch ohne das Ex die Finger mit im Spiel hat. Und sicherlich kann es störend wirken, wenn der Ex-Partner häufig unter dem Vorwand Kontakt zu den Kindern aufrecht erhalten zu wollen, über Telefon oder gar Videotelefonie in das neuen Leben hinein reicht. Grs. empfehle ich Euch, dass bei einer stabilen, großzügigen Umgangsregelung das verabredete Telefonieren kaum noch nötig ist - nichts spricht natürlich gegen den spontane Anruf, wenn Kids was wichtiges zu berichten haben...
Gruss, Toto
Hi Leute,
war gestern beim Anwalt. Er riet mir zum Dialog hinsichtlich einer Scheidungsfolgenvereinbarung.
Zur finanziellen Situation bzw. Beratung:
- meine Exfrau müsste knapp 600 Euro Trennungsunterhalt zahlen
- ich müßte knapp 500 Euro Kindesunterhalt zahlen
- die Firma war 2011 gegründet, dh. für 2011/2012 könnte sie daraus nix einziehen
- ich solle auf den TU verzichten, dafür in die Scheidungsfolgenvereinbarung mit einbeziehen, dass sie auf Zugewinn etc. verzichtet, da realistisch erhebliche Gewinne in Zukunft aus dem Gewerbebetrieb zu erwarten sind
- ebenso solle ich auf den Hausrat im Dialog ggf. verzichten, da der Streitwert zu niedrig ist.
Das alles finde ich in Ordnung - beide Parteien könnten sich gut arrangieren bzw. alles finanzielle wäre für alle Beteiligten eindeutig geklärt und zumutbar.
Daraufhin habe ich eine Scheidungsfolgenvereinbarung von elternvereinbarung.de aufgesetzt, ihr per Mail gesendet.
Vom finanziellen her sind wir uns auch einig - jetzt kommt aber das große ABER von ihrer Seite aus:
Sie möchte den Umgang mit den Kindern nicht schriftlich fixieren. Ich denke mal sie möchte einfach ihre Machtposition behalten, wie sie es schon immer in der Ehe betrieben hatte.
Ich erklärte ihr ruhig und sachlich das ich einfach eine schriftliche Vereinbarung möchte, damit jeder weiss woran er ist und meine Rechte als Vater auch einfordern kann bzw. muss um mögliche Konfrontationen in Zukunft zu vermeiden.
Es kamen natürlich Vorwürfe, ich wolle das nur auf den Rücken der Kinder austragen, sie gängeln etc. - ich empfand das einfach nur unmöglich.
Mir wurde im Detail vorgeworfen, das wir immer noch Eltern sind und uns auf Elternebene vertrauen müssen etc. - ich widerlegte es damit das das Vertrauen durch die Trennung natürlich nicht mehr gegeben ist und ich vorerst einfach nur die Umgangsregelung schriftlich taxiert haben möchte, damit eine gewisse Kontinuität gegeben ist. Somit kann ich ihr zukünftig aus dem Weg gehen, Vereinbarungen über die Kinder sind klar geregelt, es muss nicht alles stundenlang ausdikutiert werden und fertig.
Sie forderte eine ständige telefonische Absprache, sie möchte das wir Freunde bleiben, gelegentlich zusammen auch was unternehmen - da fiel mir alles aus dem Gesicht!
Ich möchte einfach keine Konfrontationen mit ihr vor den Kindern und auch sonst mehr, kurze Absprachen wenn die Kinder geholt bzw. gebracht werden und ansonsten eben keinen Kontakt mehr in persönlichen Belangen zu ihr.
Sie versteht das einfach nicht. Ich würde das nicht im Sinne der Kinder tun sondern mich auf einer Art Rachefeldzug begeben - totaler Quatsch!
Ich will einfach den ständigen Maßregelungen und Vorwürfen aus dem Weg gehen, vor allem vor den Kindern. Und ebenso fürchte ich natürlich das Einmischen des NEXT zukünftig und möchte deshalb im Vorfeld klare Fronten!
Wie soll ich nun handeln - ich meine eine Scheidungsfolgenvereinbarung ist doch das Mindeste wenn sie sagt sie möchte im Sinne der Kinder alles gut und sauber klären - andreseits widerspricht sie sich selbst.
Boah, da könnt ich echt platzen. Versteht ihr das? Soll ich das JA einschalten hinsichtlich einer Mediation?
Ich meine sie kann doch jetzt nicht schon, zwei Wochen nach dem Auszug erwarten, das ich ihr als Freund begegne, mit ihr alles im Detail abspreche und mich quasi auf ihr Wort verlasse?
Was meint ihr zu dieser Konstellation? Habe ich zu stur gehandelt bzw. sollte ich lächeln und winken und mich darauf einlassen?
Leben ist das was man plant und dann ganz anders kommt
Moin Malarry,
Was meint ihr zu dieser Konstellation? Habe ich zu stur gehandelt bzw. sollte ich lächeln und winken und mich darauf einlassen?
Ich denke, du siehst das Ganze sehr realistisch. Simple Absprachen bezüglich des Umgangs werden auf Dauer nicht funktionieren und machen dich zudem erpressbar.
Mit dem Verzicht auf Trennungsunterhalt/Ehegattenunterhalt, bist du in einer recht guten Position für Verhandlungen. Hast du deine Ex schon darauf hingewiesen, dass dir TU/EU in der angegebenen Höhe zustehen würde? Erläutere ihr doch einfach den Sachverhalt. Vielleicht kannst du sie durch die Herausstellung deines großzügigen Verzichts zu einem Entgegenkommen in Bezug auf die Elternvereinbarung bewegen? Das Ganze solltest du aber so verpacken, dass es nicht als Erpressungsversuch von ihr gewertet wird.
Gruß
Brainstormer
Stichwort Auszug:
Innerhalb von sechs Monaten hast Du jedes Recht der Welt, in die Ehewohnung zurückzukehren. Nach Ablauf dieser Zeit muss dir KM davon ausgehen, dass Dein Auszug endgültig ist.
Selbstverständlich hast Du ihre Trennungsabsicht zu respektieren, was heißt, dass in der Wohnung abschließbare Privatbereiche (Zimmer) einzurichten sind.
Die sich ergebenden räumlichen Einschränkungen sind lt. Rechtsprechung eine hinzunehmende Trennungsfolge.
Vorteil: Es fällt kein KU an, bis sie auszieht. Umzugskosten trägt sie. Nachteil: Ist sie eine Primitive, kann sie Dich u. U. aus der Wohnung entfernen lassen, indem sie Gewaltvorwürfe äußert.
Neue Partner haben keinen Zutritt. Gilt für beide Seiten.
Moin.
Zunächst:
Innerhalb von sechs Monaten hast Du jedes Recht der Welt, in die Ehewohnung zurückzukehren.
Das halte ich eher für ne Theorieveranstaltung. Würde ich keinesfalls gg ihren Willen durchsetzen. Das kann nach hinten losgehen.
Zu Eurer Einigung: Wenn das finanziell für Euch beide so passt, dann ist das doch schon mal sehr gut! Insbesondere kannst letztendlich nur Du selbst in Kenntnis Deiner Selbstständigkeit entscheiden, ob der Tausch von Zugewinnausgleich gg. die Aufgabe von TU und Hausrat so passt.
Aber auf eine Festlegung des angestrebten Umgangs darfst Du jetzt nicht verzichten! Eher mehr als weniger! Ist denn ein WM eine Möglichkeit? Gerade wenn sie was von Freunden bleiben und mal was zusammen machen und immer gemeinsam Eltern bleiben stehen für mich als Leser vordergründig in krassem Gegensatz zu den Ansätzen einer Boykotteuse... Wie siehst Du das vor Ort?
Gruss, Toto
Moin Malarry,
meine Meinung:
Wenn auf dem finanziellen Gebiet Einigkeit herrscht, dann solltet Ihr das - durchaus getrennt von einer Umgangsvereinbarung - im Rahmen einer Scheidungsfolgenvereinbarung in trockene Tücher bringen.
Umgang und Finanzen sind unterschiedliche Themen, so das eine geklärt ist, wird die Vermischungsgefahr (und das Hereintragen von Konfliktpotenzial von einem ins andere Thema) deutlich eingedämmt.
Besten Gruß
United
Moin United,
grundsätzlich stimme zu, dass finanzielle Themen nicht mit Regelungen zum Umgang vermischt werden sollten, allerdings besteht die Gefahr, dass das Interesse an einer verbindlichen Umgangsregelung ihrerseits sinkt, wenn die finanzielle Seite ersteinmal geklärt ist.
Gruß
Brainstormer
Hi Malarry,
Deine Gefühle sind normal in der Trennungszeit. Trotzdem solltest Du aufpassen, nicht zu viel Geschirr zu zerdeppern.
Die Idee mit der Scheidungsfolgenvereinbarung ist sinnvoll und gut. Ihr trefft Euch hier auf Augenhöhe und entscheidet selbst, wie Eure Trennung und Scheidung verlaufen soll.
In der Scheidungsfolgenvereinbarung ist auch ein gewisser Raum, der den Kindern gewidment werden kann. Hier sollten aber nur grundsätzliche Dinge aufgeführt werden (Lebensmittelpunkt der Kinder).
Ansonsten hat Deine Exe erstmal RECHT wenn sie meint, dass ihr das als Eltern selber entscheiden könnt. Dies ist aus meiner Sicht auch vorzuziehen. Wenn es funktioniert. Dazu gehört Verlässlichkeit von beiden Seiten.
Aus der Praxis heraus brauchst Du auch ohne schriftliche Regelung heraus nicht mehr Kontakt als nötig zu Deiner Ex. Bei Übergaben oder Telefongesprächen / Mails könnt ihr Euch über die wichtigsten Entwicklungen austauschen und dann sollte es auch passen.
Sie forderte eine ständige telefonische Absprache, sie möchte das wir Freunde bleiben, gelegentlich zusammen auch was unternehmen - da fiel mir alles aus dem Gesicht!
Das allerdings kann sie mal schön abhacken. Denn so geht es nicht - dann müsste man sich auch nicht trennen. Zudem werden Deiner "immer gut angezogenen Exe" bald andere A13ner den Hof machen und die "jungen, dynamischen Referenten" machen da schon was her. Rechne also auch hier mit baldigen privaten Veränderungen.
Was allerdings sinnvoll ist, ist eine geregelte Kommunikation, die auch frei von Schuldvorwürfen sein sollte. Ja, das ist hart am Anfang, aber auch hier musst Du an Dir selber arbeiten. Das Ganze wird bei Dir auch nach einiger Zeit besser funktionieren.
Zudem erhält eine postive Grundstimmung auch Flexibilität. Mit einer "netten" Exe kannst Du auch Umgang tauschen, bei Dienstreisen einspringen und ein "geben und nehmen" praktizieren, ohne das einer hinten über fällt.
Ich meine sie kann doch jetzt nicht schon, zwei Wochen nach dem Auszug erwarten, das ich ihr als Freund begegne, mit ihr alles im Detail abspreche und mich quasi auf ihr Wort verlasse?
Nein, kann sie auch nicht. Trotzdem auch mein Rat, erstmal Dritte aus dem Spiel zu lassen (JA). Im Normalfall braucht es NIEMANDEN Drittes, der hier irgendetwas für Euch regelt. Das könnt ihr selber. Normalerweise sind eher Frauen auf dem Trip, dass es für alles "jemand geben müsse, der das jetzt festlegt".
Aktiviert erstmal den Standart-Umgang alle 2 Wochen, das komplette WE bei Dir. Wenn es wohnungstechnisch am Anfang noch nicht geht, biete ihr den Umgang tagsüber an und bring die Kinder dann zurück. Auch da könnt ihr schon mal testen wie es läuft.
Mach Dir auch noch mal bewußt, dass Deine Ex als A13 mit Führungsposition sich eigentlich keinen Stress mit Dir leisten kann, da sie auch durch dienstliche Belastung eigentlich an Entlastung durch Dich wirklich interessiert sein dürfte. Und das ist in den Positionen oft kein Lippenbekenntnis. Also biete ihr den Raum dazu. Gruß Ingo
Es kamen natürlich Vorwürfe, ich wolle das nur auf den Rücken der Kinder austragen, sie gängeln etc. - ich empfand das einfach nur unmöglich.
Mir wurde im Detail vorgeworfen, das wir immer noch Eltern sind und...
So sehr Dich diese Aussage auch geärgert haben mag, sagt sie doch im Gründe genommen, die Trennungssituation mal außenvor gelassen, etwas Positives über Deine Ex aus.
Du kannst wahrscheinlich, stellst Du es psychologisch geschickt an, ein Wechselmodell erreichen.
"Entdecke die Möglichkeiten!" - 'n 6er Imbus, Holz und Stützkreuze lassen sich sicher auch finden. 😉
Also: Klaren Kopf behalten und pragmatisch handeln!
Hi Leute,
zunächst einmal muss ich nochmal erwähnen wie toll dieses Forum hier ist - echt Wahnsinn wie man hier unterstützt wird! Klasse! Top! :thumbup:
Nach ein paar Tagen neuen Erfahrungen und euren Beiträgen hab ich natürlich das meiste sofort verinnerlicht.
Das schwierige im Moment ist der Umgang zwischen uns auf Elternebene.
Ich geb euch mal Beispiele was da so abläuft.
Ich vereinbere Umgangstermin wirklich klar nach Uhrzeit.
Hab zB. den Großen gestern um 8:30 pünktlich geholt und um 18:00 Uhr zurück gebracht.
Laufend fragt sie dann vor und während des Umgangs schon wann ich ihn hole, zurückbringe etc. - das tut sie wohl um mir das Gefühl zu geben unverlässlich zu sein. Kann sie aber abhaken, denn pünktlich war ich in jeder Beziehung schon immer.
Es lief nach dem selben Schema ab - ich bringe ihn nach Hause und als wir vor der Tür anhielten wollte er nicht nach Hause. Also dem Kind gut zugeredet, wir sehen uns bald wieder, das muss halt jetzt so sein, ich weiss das das für dich schwer ist, Mama freut sich auf dich doch auch usw.
Mit aller Vernunft rede ich gutmütig auf den Kleinen ein um eine normale "Übergabe" zu erreichen.
Da der Große sehr an mir hängt ist das natürlich nicht leicht für ihn zu verstehen bzw. er aktzeptiert es halt noch nicht das die Situation eben so ist 🙁
Mutti kommt raus, da kamen ihm die Tränen - er will bei mir bleiben. Das Kind kann halt noch schwer damit umgehen das Papa weg ist, das finde ich normal.
Und dann wieder etwas wo ich platzen könnte.
O-TON: Wenn du immer weinst wenn du heim kommst darfst du nicht mehr zu Papa.
Sie setzt den kleinen emotional unter Druck anstattt ihm gut zu zu reden bzw. auf ihn ein zu gehen - und das als Pädagogin.
Daraufhin nahm ich ihn in den Arm redete ihm gut zu damit er nicht so traurig ist. Das wertete sie als "Szene auf offnener Straße" ab. Ich mir auf die Lippen gebissen - Ärger erst mal geschluckt und heim gefahren.
Da es in mir brodelte wollt ich das dann mit einem Telefonat klären, hab ihr das erläutert das sie dem Kind nix Gutes damit tut - was natürlich zur Folge hatte das sie explodierte.
Dem Kind würde es bei mir schlecht gehen, sonst wäre er ja nicht immer weinen wenn er heim müßte. Ich wolle sie nur als schlechte Mutter darstellen usw.
Logik? Fehlanzeige!
Mit dem Telefonieren verhält sich das ähnlich, wenn er heult darf er Papa nicht mehr anrufen wie oben bereits erwähnt.
Ich kapier das nicht - einerseits möchte sie Umgang für mich mich erhalten, andrerseits handelt sie so dermaßen unvernünftig.
Da steht doch das Kindeswohl nicht mehr im Vordergrund. Das sind Machtspielchen.
Auf E-Mails und Co. bekomme ich grundsätzlich keine schriftliche Antworten. Ich bereite hier alles auf eine vernünftige Lösung vor - da kommt nix zurück.
Mir drängt sich der Verdacht auf das sie damit total überfordert ist bzw. spürt, das sich die Machtverhältnisse eben nun zwangsläufig verschieben - sie kann nicht mehr frei bestimmen so wie in unserer Ehe.
Sie fürchtet um ihre uneingeschränkte Machtposition und geht auf die Elternvereinbarung/Scheidungsfolgenvereinbarung bisher noch nicht ein.
Ich fürchte jetzt natürlich das man da keine schriftliche Einigung erzielt - sie wiederspricht sich eben laufend selbst und handelt irrational.
Dann zur fleissigen Community: :thumbup:
@Briese
Ne also zurück will ich auf keinen Fall gehen - das tue ich den Kids auf keinen Fall an und mir auch nicht.
Das wäre an der falschen Front gekämpft und würde die Situation nur verschärfen.
Da es meiner Exfrau nur um Macht und Bestimmung geht bin ich nur daran interessiert das UR zu wahren und eindeutig festzulegen.
Ich möchte einfach nur nen Fahrplan für die Kids und mich, feste Fakten schaffen, damit eben da kein Handlungsspielraum für sie mehr entsteht.
Die Kinder sind bei ihr gut aufgehoben, das Umfeld ihrer Familie ist da und deren Unterstützung.
Da die Kids von Oma mit betreut werden und Schule, Kiga usw. bei ihr im Ort sind passt das schon. Da heisst es auch für mich vernünftig zurück stecken,
das Problem liegt wie gesagt auf der Elternebene.
@TotoHH & United
Dann bin ich voll bei Euch :thumbup:
@Ingo30
Grundsätzlich gebe ich dir Recht - aber die vernünftige Kommunikation hat was mit Respekt untereinander zu tun - der ist von ihrer Seite aus in Bezug auf die Kinder nicht gegeben.
Dazu gehört auch Fehler mal ein zu sehen - von beiden Seiten und die Situation der Trennung mit ihren Konsequenzen halt nicht einfach als einfache Situation für die Kids abzuhaken, wie sie es tut.
Da sie als Pädagogin auf dem Trip ist - ich hab Recht, hab ja ständig mit Kindern zu tun etc. lässt sie sich nicht mal auf konstruktive Vorschläge ein (siehe Beispiel oben!).
Deshalb schriftliche EV und fertig. Wie gesagt da gibts für mich einen zu krassen Wiederspruch hinsichtlich von Wollen der Exfrau und umsetzen aus mangelndem Respekt.
Leben ist das was man plant und dann ganz anders kommt
Hi Foris,
hier ein neues Update:
Die Situation wird immer befremdlicher. Es hat sich herausgestellt das die SMS Geschichte bereits bittere Wahrheit ist - der NEXT ist bereits 2 Wochen nach meinem Auszug regelmäßig vor Ort, wohnt aber (noch) nicht da.
Mein Großer war nun eine Woche krank wegen einer Blasenentzünung und bei mir. Wir bauten Lego, malten, machten Hausaufgaben usw. Alles im grünen Bereich.
Ein Tag bevor er heim musste sagte er mir das er nicht nach Hause möchte, da Mamas Knutschifreund da ist und er nicht mehr von Mama wissen will.
Nachdem das bei mir erstmal gesackt war hab ich ihm gut zugeredet.
Meine Exfrau hab ich natürlich darauf angesprochen - sie sagt es würde ihm bei mir nicht gut gehen, er leidet wegen mir und nicht wegen der Trennung, ich würde mein persönliches Leid an ihn heran tragen.
Das stimmt faktisch so nicht. Der Next würde ihm gut tuen, uch nicht. BUMM, das hat gesessen.
Bin trotzdem ruhig geblieben. Natürlich hinterfragte ich mich erst mal selbst ob das tatsächlich so sei, aber dem ist nicht so.
Ich wollte dann den Umgang weiter klären worauf sie mir offerierte das ich den Kleineren erst wieder sehe wenn ich den Großen Stabilität biete.
Da schrillten bei mir alle Alarmglocken:
- Eine Umgansregelung in Form einer Elternvereinbarung hatte ich bereits ihr schriftlich zukommen lassen, ohne Reaktion
- auch zu Hausrat, Unterhalt etc. keine Reaktion
- in allen Telefonaten keine Kompromisse, es gibt nur ihren Weg, der einzig und allein richtig ist
Was soll ich tun? Ich wollte Anwalt, Jugendamt etc. erst einmal heraushalten, da sie ja schon den Umgang gewährt. Aber jetzt ist für mich das Maß voll.
Ich kann doch nicht ständig auf Kompromisse hin arbeiten ohne das welche angenommen werden?
Sie will mit aller Macht nix schriftliches eingestehn.
Was also tun - egal was ich am Telefon sage, durch den mangelnden Respekt ihrerseits is keine anständige Konversation möglich. Ich bin ruhig am Telefon, sie aufbrausend.
Ständig wird mir unterstellt nicht im Sinne des Kindes zu handeln, was definitiv nicht so ist.
Da kommt man sich schon dumm vor oder tatsächlich schon psychologisch gestört.
Anständige Trennung gibts wohl nicht.
Was würdet ihr mir raten?
Der große ist totales Papakind, wie gesagt bis zum letzten Trennungstag habe ich die Kinder umsorgt, sie in Schule/Kiga gebracht, ins Bett mit Geschichte begleitet, gespielt und jetzt dieser krasse Cut, den vor allem der Große nicht verkraftet.
Der Kleine wird von mir komplett isoliert, wenn das so weiter geht und sie nur ihren Weg als richtig empfindet, das kann nicht sein.
Aslo nun Ämter einschalten oder nicht?
Leben ist das was man plant und dann ganz anders kommt
Moin
Nur mal so am Rande:
Ein Tag bevor er heim musste sagte er mir das er nicht nach Hause möchte, da Mamas Knutschifreund da ist und er nicht mehr von Mama wissen will.
[...]
Meine Exfrau hab ich natürlich darauf angesprochen - sie sagt es würde ihm bei mir nicht gut gehen, er leidet wegen mir und nicht wegen der Trennung, ich würde mein persönliches Leid an ihn heran tragen.
Man muss nicht alles, was man von den Kindern hört auch gleich brühwarm weiter tragen!!
Weisst Du ob es stimmt?
Wie mag Dein Sohn sich fühlen, dass Du das "gepetzt" hast?
Und klar ist doch auch, dass Ex sich davon angegriffen fühlt - entweder weil sie es ins Reich der Fabel wünscht oder weil sie vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen hat?!
Naja, und nun versucht sie schlimmeres zu verhindern, nicht dass etwa der Kleine auch so was erzählt...
Um es klar zu sagen: Die Reaktion Deiner Ex ist nicht zu tolerieren! Nur empfehle ich Dir, sie mit sowas nicht direkt und sofort zu konfrontieren!! Das führt nicht zu (D)einem Ziel, dass da (hoffentlich) einvernehmlicher und möglichst häufiger Umgang heisst, sondern eher dazu, dass Du ihr was reinwürgen konntest...
Und ich mach gleich weiter:
Der große ist totales Papakind
Solche (subjektiven) Argumente behälst Du bei allen Gesprächen und Diskussion am Besten für Dich. Kinder brauchen beide Elternteile. Hier schwingt schon wieder mit, dass Du sagst, dass er Papa lieber mag als Mama. Vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass ein 6-jähriger ein wenig mehr mit Papa und dessen Freizeitangeboten anfangen kann als Mama, nur sollte dies nicht als Argument im Umgangsk(r)ampf dienen. Und schon gar nicht direkt gegen die KM verwendet werden. Das kann nur nach hinten losgehen!
Nichts für ungut, alles Gute, Toto
Hi Toto,
hhhm, so hab ich das in diesem Moment natürlich nicht gesehen, danke für den Hinweis - das mit dem Weitertragen & Konfrontieren direkt war ein Fehler!
Es spielt halt große Verärgerung meiner Seite aus mit herein, ganz klar. Da muss ich noch innehalten lernen, ist halt auch noch alles sehr frisch (4 Wochen).
Wenn die Ex das die Ganze Zeit den Next abstreitet, dem Kind vermittelt es darf mir es nicht sagen "sonst ist Papa traurig" und das Kind dadurch ständig im Konflikt steht mir etwas verheimlichen zu müssen, dann ist das schon etwas das ich einfach ansprechen musste, zumal er wohl darunter leidet. Er wollte nicht nach Hause. Das musste ich klären. Ich hatte dabei das Kind im Sinn, nicht sie.
Schlechtes Gewissen hin oder her, da soll sie da klar Stellung beziehen und dem Kind nicht noch einen Loyalitätskonflikt zu mir nach Hause mit geben, der dann einen solchen Ärger verursacht.
Man muss auch zum Thema Papakind wissen, das ich die letzten 2 Jahre die Kinder komplett umsorgte und zwar mit allem drum und dran. Baden, Essen machen, Malen, Spielen, Basteln, Kinder ins Bett bringen, Geschichte vorlesen etc.
Klar Papakind ist schon subjetkiv und urteilend - wenn man seinen Kindern aber dermaßen pflichtbewusst im Kleinkindalter die Mama als Mann vorleben musste und die daraus entstandene Bindung berücksichtigt, muss man hier nicht von Freizeit sprechen - das fürsorgliche und Innige was ich vor allem mit dem Großen hab geht da sehr weit darüber hinaus, was eine normale Vaterrolle in unserer Gesellschaft auszeichnet.
Mir geht es eigentlich nur darum das sie nicht sieht, das es aufgrund unserer vergangenen Lebensweise und Erziehung dem Kleinen so schwer fällt jetzt einen Teil los lassen zu müssen.
Papakind vermeide ich auch in Gesprächen mit ihr immer. Ich rede zB. von unseren Kindern, sie immer von Ihren.
Aber wie gesagt, da fehlt eine Spur Realismus von ihrer Seite. Natürlich will ich viel Umgang - das kann aber nicht bedeuten das ich Probleme das das Kind aufgrund der häuslichen Situation hat nicht anspreche.
Leben ist das was man plant und dann ganz anders kommt
Hi Mal.
Ich möchte noch klarstellen, dass es mir nicht darum ging, dass Du die Sorgen Deines Sohnes nicht ernst nehmen sollst und - in geeigneter Form - den Wahrheitsgehalt ergründest und ggf. kommunizierst.
Wenn Du allerdings dies
sagte er mir das er nicht nach Hause möchte, da Mamas Knutschifreund da ist und er nicht mehr von Mama wissen will
direkt an Ex weitergegeben hast, dann ist ihre Reaktion zumindestens einmal nachzuvollziehen (nicht verständlich!).
Schlechtes Gewissen war nur eine mögliche Vermutung meinerseits - tut inhaltlich nichts zur Sache.
Letztlich hilfst Du aber Deinem Sohn am meisten, indem Du ihm gegenüber klarmachst, dass Du für ihn als Papa da bist, und Mama ihn lieb hat und der Knutschifreund damit gar nichts zu tun hat. Und Dein Sohn muss merken, dass das Band zwischen Euch nicht davon abhängt,ob Du ihn gegen seinen Willen zurück zu Mama bringst, wie vereinbart. Für Dich: Dein Sohn kann mit 6 Jahren eben nicht selbst entscheiden, ob er zurück zu Mama will (auch wenn Dir das Zurückbringen nach solchen Worten sicherlich schwer fällt). Sonst kommt das Thema wieder: Schule, Hausaufgaben... Das musst Du mit Ex regeln, aber eben möglichst sachlich und emotionslos - auch wenn es wirklich schwer fällt
Gruß, toto
Moin Malarry,
ich habe mal ein paar Aussagen von dir zusammengefasst.
Ich wollte dann den Umgang weiter klären worauf sie mir offerierte das ich den Kleineren erst wieder sehe wenn ich den Großen Stabilität biete.
(...)
Eine Umgansregelung in Form einer Elternvereinbarung hatte ich bereits ihr schriftlich zukommen lassen, ohne Reaktion
(...)
Was soll ich tun? Ich wollte Anwalt, Jugendamt etc. erst einmal heraushalten, da sie ja schon den Umgang gewährt. Aber jetzt ist für mich das Maß voll.
(...)
Der Kleine wird von mir komplett isoliert, wenn das so weiter geht und sie nur ihren Weg als richtig empfindet, das kann nicht sein.
Aslo nun Ämter einschalten oder nicht?
Es findet kein Umgang mit deinem Kleinen statt und die Mutter reagiert nicht auf Briefe mit Umgangsforderungen? Worauf wartest du?
Melde dich schnellstmöglich beim Jugendamt und bitte um ein Vermittlungsgespräch. Hilft dies nicht, solltest du über eine gerichtliche Lösung des Problems nachdenken. Und lies dir mal § 1684 BGB durch ( http://dejure.org/gesetze/BGB/1684.html )
Gruß
Brainstormer
Hi Mal,
Du musst Dich noch etwas besser innerlich sortieren.
Auch wenn Du Deinem Kind "gut zusprichst" schwingt aus Deinem Bericht doch sehr viel "nebenbei" mit. Und da muss man auch als Trennungsvater aufpassen. Beide Elternteile haben den Abstand zum Privatleben des anderen zu wahren. Das ist gerade in der Anfangszeit sehr schwer, muss aber eingeübt werden.
Das heisst für Dich, dass Du auch auf solche Geschichten über den "Knutschifreund" nicht besonders anspringen solltest. Das ist ihre Sache, die Dich nichts angeht. Natürlich kann mit Kindern angemessen darüber sprechen und zeigen, dass Du keinen Groll gegen diese Person hast, mit dem das Kind nun "zwangsläufig" auch auskommen musst. Auf der anderen Seite musst Du auch kein Bier mit dem Menschen trinken gehen.
Die Situation wird immer befremdlicher. Es hat sich herausgestellt das die SMS Geschichte bereits bittere Wahrheit ist - der NEXT ist bereits 2 Wochen nach meinem Auszug regelmäßig vor Ort, wohnt aber (noch) nicht da
Manche Frauen (und wie immer gilt dies nicht für alle) können nicht gut allein sein - da sie dann über ihre Probleme nachdenken müssen. Folglich wird so schnell wie möglich Ablenkung besorgt - und wie Du siehst funktioniert das auch sehr gut.
Option 1: Deine Exe fängt nun an Dich zu "entsorgen" und aus ihrem Leben rauszudrängen, denn das ist ja alles "schrecklich nervig" mit so einem Ex und "wir wollen doch endlich eine heile Familie sein".
Option 2: Deine Exe reagiert rational und freut sich über Dein Engagement und versucht die Sache rational und vorbildlich mit dir zu lösen.
Deine Exe ist zur Zeit in der "Exen-Allmachts-Phase". Hier fallen auch gerne Sätze wie "ich kann alles". Wie schon von anderen geschrieben, musst Du jetzt einen anderen Gang einlegen.
Entweder Du schickst ihr noch mal ein letztes Angebot (gerne auch mal wieder mit dem von mir favorisierten Einschreiben Einwurf - und der Frage, ob Sie auch noch Lust hat nach ihrem 10 Stunden-Tag zum Jugendamt zu wandern) oder Du gehst gleich zum JA.
Exen kennen Dich im Regelfall sehr gut. Sie kennt den "weichen, lieben Papa" den man mal schön erziehen kann. Also mach mal etwas, womit Deine Exe nicht rechnet. Gruß Ingo
