Dramatische Trennun...
 
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Dramatische Trennung

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 OHRI
(@ohri)
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Hallo Ihr,

ich habe vor einer Stunde meinen Sohn nach Hause gebracht und bin jetzt ein wenig verärgert, da auch er mich damit konfrontiert hat, dass wohl kein Geld mehr bei meiner Frau und den Kindern vorhanden sei. Die Kinder bekommen jetzt kein Taschengeld mehr, da laut meiner Frau das Geld Hinten und Vorne nicht reicht. Das hat mich dann schon getroffen, und ich bin schwer am Überlegen, ob ich den Kindern das Taschengeld geben soll.

Ich habe auch meinem Sohn die Aufstellung über unsere Finanzen gezeigt, und ihm ist auch klar, dass ich von den knapp 200 Euro die mir diesen Monat geblieben sind nicht auch noch Taschengeld bezahlen kann. Wahrscheinlich bezahlt meine Frau auch nicht mehr die Beiträge für den Sportverein und die Kinder müssen das Fußballspielen aufhören. Hier weiß sie genau, dass Sie mich hier an einer schwachen Stelle trifft, denn das könnte ich mir nicht mit ansehen, wenn meine Kids ihrem Hobby nicht mehr nachgehen können.

Mein Sohn ist auch leicht verzweifelt, denn er möchte gerne zu mir ziehen, aber es macht ihn dann ziemlich zu schaffen, wenn meine Frau dann wieder einen Nervenzusammenbruch bekommt und völlig fertig ist, wenn er zu Hause dieses Thema anschneidet.

Er möchte allerdings auch gerne, dass ich mir eine neue Wohnung suche, wo er bequemer in die Schule kommt. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich erst einmal ganz genau wissen muß was mir tatsächlich im Monat bleibt bevor ich mir wieder eine neue Wohnung suchen werde. Das Dümmste wäre dann, wen ich eine größerer Wohnung in der Nähe seiner Schule nehme und er dann aus Rücksicht auf seine Mutter dann doch nicht zu mir kommt. Das hat er dann auch eingesehen.

Ich sehe hier nur noch FORDERUNGEN.

Als er dann beim Gehen noch so beiläufig erwähnt hat, dass seine Mutter schon wieder über das Wochenende beim Skifahren war, habe ich dann jegliches Verständnis verloren. Ich weiß, dass ich mir dieses Jahr den Skiurlaub abschminken kann, weil ich es mir nicht leisten kann, obwohl ich seit ich 10 Jahre alt bin jedes Jahr beim Skifahren war. Sie jedoch argumentiert damit, dass ich ja ausgezogen bin und sie es nicht einsieht aus diesem Grund auf irgendwelche Annehmlichkeiten zu verzichten.

Bin ich hier im falschen Film ???

Ich habe ihm dann einen Zettel mitgegeben mit meiner Bankverbindung wo draufsteht, dass mir meine Frau doch bitte bis Ende der Woche die Kosten für den halben Baukredit, die Kosten für Ihr Auto und Ihr Handy überweisen soll. Ihm war es zwar nicht ganz wohl dabei und er sagte ich solle es doch über den Anwalt machen. Ich habe ihm dann erklärt, dass Anwälte Geld kosten, und zwar UNSER Geld und nicht nur meines.

Ich bin jetzt mal gespannt was dabei rauskommt. Ich denke zwar nicht, dass sie mir nur 1 cent überweist, und ich das Geld doch über den Anwalt fordern muß.

Ich habe nur allzu große Bedenken, in meiner aufgewühlten Stimmung hier einen Fehler zu machen, indem ich die Kinder so offen in die ganze Sache mit einbinde.

Aber ich weiß mir momentan nicht mehr anders zu helfen.

Gruß Peter


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Themenstarter Geschrieben : 16.02.2004 01:48
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin OHRI,

dein Vorgehen war grundsätzlich ok. Für die Zukunft mache deine Kinder bitte nicht zum Überbringer von Nachrichten an deine Ex. Schicke ihr das per Pist entweder selbst oder über den RA.

Deine Kinder musst du in ihrer Willensbildung stärken.Sie müssen ihre Interessen durchsetzen und das tun, von dem sie meinen, es sei gut für sie.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 16.02.2004 10:34
 OHRI
(@ohri)
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Hallo

nachdem es jetzt ein paar Tage ziemlich ruhig war kam es dieses Wochenende ganz dick. Zwar habe ich keine bösen Schreiben von irgendwelchen Anwälten bekommen, aber was mir mein Sohn heute offenbart hat macht mich total fertig.

Letzten Donnerstag war mein Sohn den ganzen Abend bei mir, und da Ferien waren wollte er bei mir übernachten. Er hat dann seine Mutter angerufen um ihr bescheid zu sagen und sie hatte zuerst auch nichts dagegen. Kurz nach Mitternacht rief dann meine Frau bei meinm Sohn am Handy an und sagte ihm er solle sofort nach Hause kommen, denn sie würde es nicht verkraften, wenn er bei mir in der Wohnung schläft, wo angeblich schon die "Neue" war. Er wollte eigentlich nicht zu ihr, bat mich aber doch ihn nach Hause zu fahren, weil es sonst zu Hause Stress gibt.

Nachdem meine Frau jetzt eine Woche mit der Schule im Skilager ist (habe ich zufällig heute erfahren) hat sie die Kinder bei Ihren Eltern in Betreuung gegeben, ohne mich darüber zu informieren. Mein Sohn war jetzt den ganzen Sonntag bei mir und hat mir gesagt, dass seine Mutter ihm, nachdem ich ihn am Donnerstag nach Hause gebracht habe gesagt hat, dass sie jetzt einen neuen Papa für ihn sucht und ich wäre ohne hin nicht sein richtiger Vater. Er hat ihr nicht geglaubt, und gesagt, dass es keinen anderen Vater für ihn gibt. Allerdings ging das Ganze nicht spurlos an ihm vorüber. Um 19:00 Uhr rief dann meine Schwiegermutter bei ihm auf dem Handy an und sagte, dass er sofort nach Hause kommen soll. Er wollte aber noch bei mir bleiben. Ich habe ihm gesagt, wenn seine Mutter nicht da ist wäre ich der Erziehungsberechtigte und seine Großeltern hätten prizipiell nicht über seinen Aufenthaltsort zu bestimmen. Ich habe es ihm dann überlassen was er macht. Er hat sich aber dann dem Druck gebeugt, weil er ja die Woche über mehr oder weniger mit meinen Schwiegereltern zusammen sein wird, da ich ja tagsüber in die Arbeit muss und er von meiner Wohnung aus nicht selbständig in die Schule kommt.

Er hat mir dann auch gesagt, dass er obwohl er es will, die nächste Zeit nicht zu mir ziehen wird, da seine Mutter damit droht sich das Leben zu nehmen wenn er sie auch noch verlässt.

Ich weiß jetzt nicht, wie ich mich meinem Sohn gegenüber verhalten soll.
Ich will mich auf keinen Fall auf das gleiche Niveau begeben und mit Drohungen ihn bei seinen Entscheidungen zu beeinflussen, aber ich will auch nicht tatenlos zusehen wie er als Schuldiger hingestellt wird wenn seiner Mutter was passieren sollte.

Viele Grüße

Peter


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Themenstarter Geschrieben : 01.03.2004 00:32
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Peter,

wenn ich den Monat, den du jetzt bei uns verbringst, mal Revue passieren lasse, kann ich nur sagen: "Es ist schneller schlimmer geworden, als ich befürchtete!"

Ich muss ein wenig nachdenken und werde dir morgen eine Nachricht zukommen lassen.

Kopf hoch

DeepThought


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Geschrieben : 01.03.2004 00:39
 mel
(@mel)

hi pter,
warum hast du nicht beim jugendamt angerufen?
wenn die KM ohne wissen dein wissen in den urlaub fährt und die kinder alleine lässt hast du die möglichkeit die kinder vom jugendamt beschlagnahmen zu lassen und dann werden sie in deine obhut übergeben.
ich würde dir dringend raten gerichtliche schritte einzuleiten.
mel


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Geschrieben : 01.03.2004 10:44
 OHRI
(@ohri)
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Hi mel,

meine Frau ist nicht in den Urlaub gefahren, sondern in ihrer Funktion als Sportlehrerin mit der Schule im Skilager, also quasi auf Dienstreise.

Meine Kinder sind 14 und fast 16 Jahre alt und möchten weder mit meiner Frau noch mit ihren Großeltern sich total überwerfen. Wenn ich die Kinder über das Jugendamt "beschlagnahmen" lasse, würden sie zwangsweise aus ihrer gewohnten Umgebung und Wohnung gerissen. Ich habe bei meinem Sohn dieses Thema schon angeschnitten und er möchte, dass ich momentan keine diesbezüglichen Schritte unternehme. Die Kinder sind momentan sozusagen alleine in der Wohnung zu Hause und meine Schwiegerelten (beide in Rente) kümmern sich um die Kinder, wenn sie von der Schule nach Hause kommen. Die Kinder sind sehr selbständig, und zumindest mein Sohn ignoriert die mehr oder weniger starken Beeinflussungen durch seine Großeltern. Er sagt halt, er nimmt dieses Geschwätz in Kauf, nur damit er seine gewohnte Umgebung nicht verliert. Ich werde natürlich versuchen in dieser Woche die Kinder möglichst oft bei mir zu haben. Ich habe den Kindern auch angeboten, diese Woche bei mir zu wohnen und sie jeden Morgen in die Schule zu bringen, aber es ist ihnen wichtig, zusammen mit ihren Freunden morgens gemeinsam mit dem Zug zur Schule zu fahren. Bei mir ist halt nicht so viel geboten, vor allem wenn die Kids nach der Schule allein in meiner kleinen Wohnung sind fällt ihnen die Decke auf den Kopf.

Die Kinder wissen, dass rein rechtlich ihre Großeltern nicht über sie zu bestimmen haben und dass ich ihr Erziehungsberechtigter bin, jedoch ist ein einigermaßen gutes Verhältnis zu den Großeltern für sie momentan die einzige Möglichkeit in Ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Das verstehe ich auch und ich will nicht weitere Kämpfe auf dem Rücken der Kinder austragen.

Viele Grüße Peter


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.03.2004 11:49
 OHRI
(@ohri)
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Hallo,

am Sonntag hatte meine Tochter Vorstellungsgottesdienst für ihre Konfirmation am 4. April. Da meine Frau anscheinend Probleme hat, wenn sie mich sieht, habe ich mit meiner Tochter vereinbart, dass ich wohl in die Kirche gehe aber versuche zu vermeiden meiner Frau über den Weg zu laufen. Am Samstagabend um kurz nach neun rief mich dann meine Tochter an, um mir zu sagen, dass ihre Mutter mir ausrichten lässt ich brauche mich gar nicht in der Kirche sehen zu lassen, nach dem Brief den ihr mein Anwalt geschrieben hat, denn dann wäre was los. Meine Tochter bat mich dann Rücksicht zu nehmen und nicht in die Kirche zu gehen, da sie Angst hat meine Frau würde wieder neue psychische Probleme bekommen.

Ich bin dann nicht hingegangen, was ich aber heute fast schon ein wenig bereue. Mein Anwalt hat mir geraten einen Termin beim Jugendamt zu machen und diese Dinge dort anzusprechen.
Den habe ich dann für nächsten Montag um 9 Uhr bekommen.

Gibt es von Euerer Seite irgendwelche Tips auf was es bei dem Gespräch beim Jugenamt ankommt? Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Gruß Peter


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 09.03.2004 15:30
(@Unbekannt)

Hallo Ohri,

Wenn ich Deine Beitraege lese, wird mir ganz anders. Ich weiß manchmal wirklich nicht,
ob ich lachen oder weinen soll. Warum bist Du in dieser Situation? Kannst Du Dich nicht
wehren? Oder sitzt Du auf dem hohen Ross der moralischen Überlegenheit? Über eines
kannst Du Dir im Klaren sein: Deine Kinder werden Dein Handeln nicht danach beurteilen,
ob es vornehm und zurückhaltend war, sondern einzig danach, ob Du als handelnder, verantwortungsvoller Vater ihnen eine Lebenswirklichkeit geschaffen hast, die für sie
angenehm war und gewinnbringend.
Rücksicht auf Deine Ex zu nehmen, ist der absolut falsche Weg. Sie ist eine eigenständige
Person und für ihr Wohlergehen selbst verantwortlich. Und: Kinder sind nicht das Eigentum
ihrer Mütter. Immerhin haben die Deinen bereits ein Alter, in dem sie sogar vor einem
deutschen Familiengericht selbst entscheiden dürfen (und hier reicht wirklich einfach
ein vorgetragenes, subjektives Empfinden als Begründung aus).
Konntest Du Deinem Sohn so wenig Selbstbewußtsein und Rückgrat beibringen, daß er selbst
heute, mit 16 Jahren (!), sich von seinen Großeltern und von seiner Mutter zum Büttel machen
läßt? Unglaublich!
Es wird höchste Zeit, daß Du etwas unternimmst. Wenn Deine Kinder zu Dir wollen, dann
hilf Ihnen, ihren Willen zu verwirklichen, denn dies ist ihr Menschenrecht. Zeige íhnen, daß ihre
Mutter ihren Willen zu respektieren hat und sich nicht zum Opfer stilisieren kann.
Bezüglich Deiner Sachen, würde ich an Deiner Stelle Deine Ex wegen Sachbeschädigung
anzeigen und entsprechende Ersatzansprüche geltend machen. Sie kann Dir natürlich eine
Frist setzen, die Sachen abzuholen. Aber selbst die Überschreitung einer solchen Frist gäbe
ihr kein Recht, irgendwelche Dinge zu zerstören, sondern höchstens Unterbringungskosten zu verlangen.
Wegen Unterhalt: In jedem Fall steht dir der Selbstbehalt zu. Bei mangelnder Leistungsfähigkeit muß eben das Sozialamt einspringen. Soll nicht Dein Problem sein.

Die allerbesten Grüße an Dich,
Stimanis


AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2004 20:53
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

ich kann dir nur beipflichten. Tatsache ist, daß Unterhalts-, aber auch Umgangsregelungen gesetzlich festgelegt sind. Obwohl ich dem Gesetzgeber zustimme, daß Umgang und Unterhalt nicht vermischbar sein sollen, ist die Trennung derselben teilweise außerordentlich schwierig, wenn Emotionen im Spiel sind.

Tatsache ist, daß man das Ganze nicht schleifen lassen sollte, denn die Zeit drängt.

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2004 22:36
(@Unbekannt)

Guten Morgen,

Ich selbst habe ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht mit dem Jugendamt. Da sitzen im allgemeinen irgendwelche Sozialpädagogen, die ebenso faul wie häßlich sind, Alkoholiker (der Herr von der "Erziehungsberatungsstelle" stank vormittags nach Bier), usw. . Als Mann hast
Du da ohnehin eher schlechte Karten. Um so mehr, sollte Deine Ex noch halbwegs jung sein
und nicht aussehen wie eine Tonne. Erwarte also keine Hilfe von einer Behörde.

Allerdings: Im Rahmen einer familiengerichtlichen Außeinandersetzung wird immer die
Meinung des Jugendamtes eingeholt. Und da ist es natürlich absolut sinnvoll, daß Du im
Vorfeld dort mal vorstellig wirst und Deinem Namen ein Gesicht verleihst. Schon allein, um den Schaden, den so eine Behörde anrichten kann, zu minimieren.

Stimanis


AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2004 11:48




 OHRI
(@ohri)
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Hallo,

ich war gerade beim Jugendamt und bin positiv überrascht über das angenehme Gespräch. Ich hatte eine sehr angenehme und kompetente Gesprächspartnerin, die sich wirklich bemüht hat sich in die Situation hineinzudenken. Ich habe sachlich die Situation geschildert und um Hilfe gebeten insbesondere hinsichtlich der Beeinflussung der Kinder durch meine Frau. Ich habe keinesfalls schlecht über meine Frau geredet und als Ziel ausgegeben, dass wir beide einen ordentlichen Umgang mit den Kindern haben sollen ohne sich gegenseitig schlecht zu machen.

Das Jugendamt wird jetzt meine Frau anschreiben und sie um Stellungnahme und ein persönlichers Gespräch bitten.

Vielleicht kommt sie ja zum Nachdenken und versucht wenigstens auf sachlicher Ebene wieder Kontakt mit mir aufzunehmen, denn eines ist sicher: Die gemeinsamen Kinder werden uns unser Leben lang begleiten.

Gruß

Peter


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 15.03.2004 12:47
 OHRI
(@ohri)
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Hallo,

der Brief vom Jugendamt ist bei meiner Frau angekommen. Es steht dort eigentlich nur drin, dass es zu Unstimmigkeiten hinsichtlich des Umgangs mit den Kindern gekommen ist und dass sie sich dort melden soll, um Stellung dazu zu nehmen.

Den Brief hat Sie sofort an Ihre Anwältin weitergeleitet.

Jetzt hat mich gerade mein Sohn angerufen und zu mir gesagt, dass das mit dem Jugendamt der totale Sch... war, denn er dürfe jetzt Abends nicht mehr weggehen. Daran wäre nur ich schuld und ich hätte das lieber bleiben lassen sollen.

Begründet hat dies meine Frau, dass sie jetzt aktenkundig wäre und wenn er jetzt Abends von der Polizei aufgegriffen wird (Ist bisher noch nie passiert) bekäme sie Schwierigkeiten mit dem Jugendamt.

Ich habe ihm dann erklärt, dass ich nur beim Jugendamt war, weil ich nicht mehr möchte, dass die Kinder als Überbringer von schlechten Nachrichten oder als Druckmittel benutzt werden sollen. Ich habe ihm dann die Telefonnummer von der Sachbearbeiterin vom Jugendamt gegeben, damit er dort auch selbst anrufen kann. Ich habe kein schlechtes Wort über meine Frau auf dem Jugendamt verloren. Ich habe immer betont, dass ich keine Konfrontation suche, sondern dass es mir allein um das Wohl der Kinder geht.

Ich habe jetzt trotzdem ein leicht schlechtes Gewissen, da der Gang zum Jugendamt offensichtlich neuen Druck auf die Kinder ausgeübt hat.

Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen, wie ich mich jetzt weiter verhalten soll.

Gruß Peter


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.03.2004 15:35
(@bigbaer)

Anm. webmaster: Erst lesen, dann posten.

[Editiert am 27/3/2004 von DeepThought]


AntwortZitat
Geschrieben : 19.03.2004 15:45
(@scorpio)
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Hi Peter,

zuerstmal deine Unterhaltssache mit dem 840: die gelten nicht pro Monat (wär´ ja nen Höllenaufwand), sondern p.a.

Die Berechnung solltest du schnellstens nach unten korrigieren. Du weist doch das diese Teile 2 Jahre Gültigkeit haben?

Unterhaltszahlungen sind nicht in der Zukunft aufrechenbar, gezahlt ist in jedem Fall wech!!!!

Und dass die Exen so viel wie geht verdienen können ist normal, denn in Höhe deines Unterhaltes leistet sie die Betreuung der Kids. Ist zwar ungerecht, aber was solls?

Dann die KFZ-Sache: hier hast du keine andere Chance ausser du machst eine KM Fahrtenbuch und nutzt den Wagen nicht privat

Viel Erfolg bei der Reduzierung deines EK, denn das ist wohl vorerst das wichtigste.

Schönes WE und Gruß
Uwe


AntwortZitat
Geschrieben : 19.03.2004 20:42
(@foxsel)
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Hallo Peter....deine Geschichte hört sich an wie meine eigene mit der
Ausnahme, dass ich nur einen 12 jährigen Sohn habe und dieser bei mir lebt.
Bei mir war/ist es ähnlich. Während des Zusammenlebens Rosenkrieg und Gewalt
(allerdings nicht gegen mich sondern gegen die Wohnungseinrichtung) und nach
der Trennung deppressiv und krank. Das wichtigste war damals für mich mein
Sohn und da dieser auch erklärt hat bei mir leben zu wollen, hab ich über
diesen Punkt auch gar nicht diskutiert. Wenn dein Sohn bei dir leben möchte,
kann er das jederzeit tun, er ist alt genug ! Was die Krankheit deiner Frau
betrifft, wenn Sie vorher arbeiten gegangen ist und nun krank ist, bekommt
sie doch weiterhin Geld vom Arbeitgeber und später von der Krankenkasse.
Falls Sie den Job hingeschmissen hat, würde ich mit allen Mitteln dagegen
angehen. Depressionen machen nicht generell arbeitsunfähig und es hilft
deiner Ex auch nicht, wenn du sie in dieser Haltung auch noch unterstützt.
Die Depression, event. Minderwertigkeitsgefühle, Hilflosigkeit und Unlust
werden dadurch nur gefördert. Du kannst deiner Ex hier nicht helfen. Du
wärest der letzte auf den Sie hört. Es ist nun wichtig, dass Sie über ihr
Tief hinwegkommt und dazu gehört es, das sie ihre Pflichten genau so ernst
nimmt wie ihre Rechte. Das kann ihr aber leider nur eine Arzt erklären, für
dich bleibt nur die Verteidigung deiner Rechte. Viel Glück hierbei und alles
Gute !
foxsel :heu:


AntwortZitat
Geschrieben : 22.03.2004 18:13
 OHRI
(@ohri)
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Hallo,

gestern hatte mein Sohn seinen 16. Geburtstag. Ich habe ihm am am Abend sein Geschenk vorbeigebracht und dabei noch kurz mit ihm und meiner Tochter an der Haustüre geredet. Plötzlich kam meine Frau mit dem Auto auf das Grundstück gefahren. Meine Tochter hat die volle Panik bekommen und mich gebeten schnell ins Auto zu steigen und zu fahren. Ich sagte dann, dass es jetzt sowieso nicht mehr zu vermeiden ist, dass ich der Mama über den Weg laufe. Ich bin dann um mein Auto herumgegangen und habe freundlich Hallo zu meiner Frau gesagt und bin eingestiegen. Nachdem ich den Motor angelassen hatte, stellte Sie sich mit ausgebreiteten Armen vor mein Fahrzeug, um mich am Wegfahren zu hindern. Ich habe den Motor wieder abgestellt und gewartet was passiert. Meine Tochter hat versucht zusammen mit dem Bruder meiner Frau sie vor dem Auto wegzuzerren. Nachdem sie dies geschafft hatten riß sie die Beifahrertür auf, setzte sich hin und schnallte sich an. Ich fragte Sie was sie mit Ihrem Verhalten bezwecken will und ob sie wieder mit mir reden möchte, nachdem mir ja schriftlich von ihrer Anwältin untersagt wurde weiterhin Kontakt mit ihr zu ersuchen.

Wir haben dann eine gute Stunde miteinander geredet, aber das ganze Gespräch war ziemlich wirr und planlos. Auf meinen Hinweis, dass wir noch einige Dinge zu klären hätten hat sie immer wieder gesagt, dass sie nichts machen braucht, denn sie hat Alles in die Hände von Gott und ihrer Anwältin gelegt.

Sie hat mir vorgeworfen, dass ich zum Jugendamt gegangen bin und sie damit nur psychisch unter Druck setzten will. Laut ihrer Aussage haben die Leute beim Jugendamt nur so gelacht über mein Ansinnen.

Finanziell ginge es ihr sehr schlecht, da sie es nach 3 Monaten immer noch nicht geschafft hat die geänderte Steuerklasse beim Arbeitgeber vorzulegen. Sie hat mich sogar aufgefordert die Füllung des Öltanks hälftig zu übernehmen, da ich das Öl ja auch mit verbraucht habe. (Ich bin bereits im November ausgezogen!!!!) Eigentlich müsste sie Sozialhilfe beantragen, aber diese Schande will sie ihren Kindern nicht zumuten. Ab September werde sie dann nicht mehr arbeiten und dann müsste ich richtig zahlen (Zeitarbeitsvetrag läuft aus und sie sucht sich keine neue Stelle). Ich habe ihr gesagt, dass sie versuchen muss ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und auf eigenen Beinen zu stehen. Sie hat dann wieder gesagt, dass sie nichts machen müsse, Gott regelt das schon.

Sie war laut ihrer Aussage bei 4 Psychologen, welche unabhängig voneinader erklärt hätten, dass sie in keinster Weise ein psychisches Problem hat. Im Januar und Februar war sie jedoch 7 Wochen arbeitsunfähig und hat starke Medikamente (Valium) bekommen.

Sie hat sich in dem ganzen Gespräch mehrmals widersprochen und auch mehrmals die Unwahrheit gesagt. Auf die Frage wie sie das mit ihrer anscheinend so christlichen Einstellung vereinbaren kann hat sie nicht reagiert. Ich habe ihr deutlich gemacht, dass ich meine Entscheidung mich von ihr zu trennen sehr reiflich überlegt habe und dass ich diese unter keinen Umständen Rückgängig machen werde.

Sie werde mich jetzt auf die Unterhaltszahlungen verklagen und Gott wird den Richter bei seiner Entscheidung führen. Bei diesen Aussagen muss man dazu sagen, dass sie vorher mit Kirche und Gott sehr wenig am Hut hatte, eher im Gegenteil. Sie werde mir nichts von den Möbeln und dem Hausrat geben, da sie die ganzen Sachen herausgesucht hatte. Auf den Hinweis, dass eine gerichtliche Hausratsteilung viel Ärger verursacht und eine Menge Geld kostet sagte Sie, dass ihr das egal sei. Sie spekuliert vermutlich darauf, dass mir das Geld zu schade sei und ich der Kinder wegen auf eine Auseinandersetzung verzichten werde und ihr alles überlasse.

Ich war gestern Abend ziemlich fertig nach dem Gespräch, konnte aber zum Glück mit einem befreundeten Ehepaar die Situation aufarbeiten.

Ich bin mal gespannt wie es weitergeht.

Gruß Peter


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.03.2004 17:42
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo OHRI,

deine nächste Anschaffung sollte ein Diktiergerät mit Longplayfunktion und Anschlussmöglichkeit für ein Krawattenmikrofon sein. Auch wenn es bei Gericht nicht als Beweismittel anerkannt werden darf, so hilft es bisweilen eben doch, auch vor Gericht.

Lass dich ob der Vorwürfe deiner Ex nicht kirre machen und hole deiner Kinder da raus!

DeepThought


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als "professionell anmutend".
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Geschrieben : 23.03.2004 20:25
(@scorpio)
Schon was gesagt Registriert

Hallo OHRI,

deine nächste Anschaffung sollte ein Diktiergerät mit Longplayfunktion und Anschlussmöglichkeit für ein Krawattenmikrofon sein.

Hallo OHRI

klingt wirklich so, als wäre dies die beste Idee. Daran hatte ich auch schon gedacht, aber bislang noch nicht umgesetzt. Wie Deep schon sagte, es zählt zwar nicht vor Gericht, aber sowas mal vorm Richter abzuspielen ergibt Sinn, denn dann hat es es gehört (Darf er zwar nicht als Aussage bewerten, aber .....?

Gruß Uwe


AntwortZitat
Geschrieben : 24.03.2004 15:31
 OHRI
(@ohri)
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Hallo,

ich habe jetzt ein neues Schreiben vom generischen Anwalt vorliegen, wo man mir die letzte Chance gibt den rückständigen Unterhalt nachzuzahlen, ansonsten wird man Klage erheben. Der Unterhalt ist jedoch der Meinung meines Anwaltes nach völlig falsch berechnet. Man setzt bei mir einfach ein Nettoeinkommen an, ohne darzulegen wie man auf diesen Betrag kommt und gibt an, dass ich weder für das Auto meiner Frau, noch für den Baukredit aufkomme, was faktisch nicht stimmt.

Warum macht man das?? Ich würde es einsehen, wenn die Unterhaltsberechnung meines Anwaltes ggü. der Berechnung des gegnerischen Anwalts um vielleicht 20-30% differiert, aber dass der Forderungsbetrag gleich dreimal so hoch ist wie die Berechnung meines Anwalts gibt mir zu denken.

Wie verhält sich das eigentlich mit der Prozesskostenhilfe? Meine Frau verdient 1.220 Euro netto im Monat + 308 Euro Kindergeld + momentan 422 Euro Kindesunterhalt. Ich schätze auch, dass sie durch Nebeneinkünfte so 250 Euro im Monat verdient.

Ich bezahle den Baukredit von 541 Euro und bis März auch noch die Leasing Rate für Ihr Auto. Sie wohnt also praktisch mietfrei.

Bekommt Sie in diesem Fall überhaupt Prozesskostenhilfe ?

Desweiteren hat Sie ein Telefax an das Finanzamt geschickt und die Eigenheimzulage nicht mehr auf das noch vorhandene gemeinsame Konto, sondern auf ihr eigenes Konto umleiten lassen. Die Dame vom Finanzamt sagte mir nur, dass man da viel zu tun hätte, wenn man alle Kontoänderungen hinterfragen würde. Die 2.800 Euro sind somit weg!! Ich hätte mit dem Geld gerne das überzogene gemeinsame Konto ausgeglichen.

Andererseits bekomme ich von der Kindergeldkasse eine Rückforderung für das Januar Kindergeld. Dieses wurde auf unser gemeinsames Konto überwiesen und von diesem hat meine Frau im Januar auch noch abgehoben. Außerdem wurden die ganzen Unkosten für die Wohnung von diesem Konto noch abgebucht. Aber ich muss laut Kindergeldkasse dieses Geld zurück überweisen, außer meine Frau unterschreibt mir, dass sie Zugriff auf das Geld hatte. Der Kontoauszug als Nachweis wird nicht anerkannt. Wie soll ich nur an diese Unterschrift kommen ??

Keine Ahnung wie es jetzt weitergeht. Irgendwie entsteht bei mir der Eindruck, dass ich überhaupt keine Rechte mehr habe, obwohl ich eigentlich "nur" eine Entscheidung für mein Leben getroffen habe die ich mit Sicherheit nicht bereuen werde, egal was noch kommt.

Viele Grüße und Danke für Euere Unterstützung

Peter


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 26.03.2004 13:36
(@bigbaer)

das Vorgehen mit den Mahnungen ist unter RAs üblich. Sie befinden sich im Recht Du Dich auch, fertig.

Was ich nicht verstehe ist, dass Du die Rückzahlung (Zins und Tilgung) des Hauses leistest. Ich gehe davon aus, dass das in der DT unterhaltkürzend auswirkt.

Die Leasingrate des Fahrzeugs und andere laufende Kosten werden tatsächlich nicht vom Unterhalt abgezogen. Die musst Du als Ausgleichszahlung bei deiner Frau reinholen.

Den Zugriff musst Du nicht nachweisen, sondern nur, dass das ein gemeinsames Konto war. Und das bekommst Du bei Deiner Bank. Ich hoffe Du hast jetzt ein eigenes Konto.

Das Baugeld steht Dir in Deinem Fall zu, da Du Deiner Familie das Haus unentgeldlich zur Verfügung gestellt hast. Deiner Familie gegenüber bist Du direkter Angehöriger und damit ist das rechtens auch wenn Du selbst nicht drin wohnst. Deine Frau hat sich diese Einnahme als Einkommen anrechnen zu lassen. Das ist für Dich günstiger als wenn Du auf dein Baugeld bestehst. Das Kinderbaugeld würdest Du nicht bekommen. Die BFH-Urteile kannst Du nächste Woche von mir bekommen.

Was Du momentan mitbekommst sind die üblichen Nebelbomben. Einfach die Augen zumachen und geschehen lassen. Versuch den Kontakt zur Ex nicht zu verlieren. Der gegnerische Anwalt ist allerdings nicht an einer gütigen Einigung interessiert.
Lass Dir für jeden Prozess einen Kostenvoranschlag machen. Es lohnt sich nicht 700€ zu riskieren um 500€ einzusparen. Erkenne aber niemals die Rechtsmässigkeit für die nacheheliche Zeit an.
Wenn Dir das Kindergeld Probleme bereitet, vergiss es, Du hast für andere Dinge mehr Nerven nötig. Und löst alles Gemeinsame auf. Vorallem Konten.


AntwortZitat
Geschrieben : 26.03.2004 13:56




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