Benachrichtigungen
Alles löschen

Alkoholtest

Seite 2 / 3
 
(@andreadd)
Registriert

Hallo Tina,

ich habe vor einiger Zeit mit den Kindern gesprochen. Damals habe ich die Kinder selbst bei meinem Ex abgeholt und hab ihn nach langer Zeit wieder gesehen. Ich selbst hab mich schier erschrocken, wie der aussah, so rot aufgedunsen und stank wie eine wandelnde Kneipe. Die Kinder haben mir da erzählt, dass sie nachmittags noch mit ihm Auto gefahren sind.

Danach habe ich mit beiden gesprochen und mir von ihnen versprechen lassen, dass sie nicht ins Auto einsteigen, wenn Papa etwas getrunken hat. Dann soll er ein Taxi rufen.

Ich habe auch mit den Kindern über die Alkoholsucht gesprochen und ihnen gesagt, dass ich mir deswegen wünsche, dass sie selbst etwas auf sich aufpassen.

Der Erfolg war, dass sie mir kaum noch etwas erzählt haben, um Papa zu schützen. Papa ist ja schließlich suchtkrank und ich bin die doofe, weil es ihm schlechter geht, nachdem ich ihn verlassen habe.

Sauforgien an Kinderwochenenden erfahre ich imme nur von dritter Seite.

Gruß
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.01.2005 15:03
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo AndreaDD,

es ist bereits alles gesagt. Von mir nur eine kleine Korrektur. Gegenüber dem JA kannst du ihn nicht anzeigen. Eine Anzeige ist dei Bekanntgabe über die Beobachtung oder das Wissen um ein Vergehen (Straftat/Ordnungswidrigkeit/...) gegenüber einer Ermittlungsbehörde (Staatsanwaltschaft, Polizei, ...). Das JA wird damti nix anfangen können und wollen. Die werden dich fragend angucken und sagen "Und was sollen wir jetzt machen?".

Es gibt nur zwei Wege:
1. Akzeptanz mit allen Risiken
2. Zwang zum Entzug und bis zur Klärung den Umgang sicher gestalten

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2005 15:32
(@PhoeniX)

Liebe Andrea

Ich schreibe jetzt mal ganz bewust ohne mir vorher die anderen Antworten durchgelesen zu haben.

Was ist schlimmer?? Seine Existens zu ruinieren und sich sie Vorwürfe der Kinder anzuhören oder sich Vorwürfe zu machen wenn einmal was passiert. Und es kann so viel passieren.

- ein Ausflug in den Straßengraben
- Kinder verletzt oder schlimmeres
- ein Unbeiteiligter kommt zu Schaden und deine Kids müssen es mit ansehen

Das nur mal zum Autofahren.

Und was ist mit der Zeit in der Wohnung?? Er liegt auf der Couch (sternhagelvoll) und den Kids passiert irgendwas. Kann er für die Sicherheit der Kids garantieren ?? Ich glaube nicht.
Wie alt sind die Kinder?? Frage nur weil jedes Kind irgendwann mal mit nem Streichholz spielt. Die Konsequenzen sind kaum auszumalen.

Ein Alkoholiker der nicht einsieht das er Krank ist und Hilfe braucht ist eine tickende Zeitbombe. Kenne das zu gut da mein alter Herr das selbe Problem hat und mitleiweile in dem Stadium ist wo er anfängt zu Fantasieren.

An die Kinder denken heißt nicht immer so zu entscheiden wie die Kinder es wollen, sondern zum Wohle des Kindes.

Ich wünsche dir Kraft eine Entscheidung zu treffen.

MFG

PhoeniX

@ Melly

wenn das ein Alkoholiker ist, dann hat er grundsätzlich einen gewissen Alkoholspiegel, der sich so schnell nicht abbaut.

Im Grund ganz richtig und vor allem wie in diesem Fall seit über 18 Jahren ist es schwer vorstellbar das er unter der Woche nüchtern bleibt.
Aber es gibt auch die Wochenendalkoholiker. Alkoholiker ist meiner Meinung nach niemand der regelmäßig trinkt, sondern jemand der ohne zu trinken nicht kann (also den Alkohol braucht). Dabei ist er unerheblich ob jeden Tag oder nur am Wochenende.
Beides sind Alkoholiker.

Nur um mal das Argument derer auszublenden die sagen: "Ich bin kein Alkoholiker ich kann auch ohne."

Alkoholiker ist jemand der trinkt weil er es braucht und nicht jemand der trinkt weil er "Lust auf ne Flasche Bier hat". Leider begründen die meisten Alkoholiker das so und bedenken nicht, das es mal so war, da es eine Vorstufe des Alkoholismus ist. Man wird schließlich nicht von heute auf morgen Alki sondern über nen gewissen Zeitraum.

[Editiert am 6/1/2005 von PhoeniX]


AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2005 16:39
(@taccina)
Registriert

Hallo AndreaDD,

ich kann Phoenix da NUR zustimmen.
Es kann alles mögliche passieren!!!!

Mein Noch Mann war kein Alki, aber wenn er getrunken hatte, war er ein ganz anderer und man konnte ihn nie einschätzen.
Ich hab wohl auch persönlich noch heftig was gegen betrunkene Menschen, da mein Mann im Rausch irgendwann so sehr auf mich eingedroschen hat, das ich am ende völlig entstellt war und ehrlich gesagt, während dessen um mein Leben gefürchtet habe.
Stell Dir vor so nen aussetzer bekommt Dein Ex auch mal, wenn die Kids da sind? Im Rausch weiß man nie.

Oder lass uns mal nicht den Teufel an die Wand malen:
Besoffene nässen sich schon mal des öfteren ein......sollen Deine Kids sowas erleben?

Sollen Deine Kids damit aufwachsen und es als normal empfinden das man täglich massen an Alkohol konsumiert????
Bitte denke daran das der Vater auch ne Art Vorbild für die Kids ist!!!!!!!!!!

Liebe Grüße Taccina


Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?

AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2005 16:58
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Andrea,

wir haben uns ja nun nochmal intensiv austauschen können.

Der Brief ist richtig und der Umgang gesichert bei euch zu Hause auch.
Warten wir mal die Reaktion deines Ex-mannes ab.

@Taccina und Phoenix

Jeder, der lange mit einem Suchtkranken unter einem Dach gelebt hat weiss, was er für eine Verantwortung den Kindern gegenüber hat. Man ist sich ebenfalls bewußt, daß man diese Verantwortung auch alleine tragen muss.

Schwierig ist es, Dinge zu unternehmen, die der Verantwortung entsprechen, die die Kinder schützen.
Der Kopf weiss schon was zu tun ist, trotzdem hat man Angst vor Fragen der Kinder: "Warum hast du Papa angezeigt" oder Sätze wie" Du bist Schuld, daß Papa jetzt keinen Job mehr hat".

Vorbilder können Suchtkranke nicht sein. Sie können nichtmal die Verantwortung für sich selbst tragen und leben in einer völlig anderen Welt.
Uneinsichtigkeit begleitet sie und ihr Umfeld täglich. Wenn dann mal ihr Lügengerüst wie ein Kartenhaus zusammenbricht, verstehen sie die Welt nicht mehr.

Schwierig ist nicht zu wissen was zu tun ist, schwierig ist die Situation den Kindern zu erklären, behutsam seine Ängste und Sorgen weiterzugeben.

Die Kinder lieben diesen Elternteil und bekommen mit, daß es ihm schlecht geht, daß er sein leben nicht im Griff hat. Sie kennen ihn aber auch anders, aus der Ehe, aus Familienunternehmungen, aus gemeinsamer Zeit.
Es ist nicht leicht, die Kinder aufzuklären und sein Handeln zu erklären, da sie die Situation mit ganz anderen Augen sehen als wir Erwachsenen.

Lieben Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2005 17:41
 AJA
(@aja)
Registriert

Hallo Andrea,

deine Kinder sind mit 13 und 17 ja schon relativ groß. Was sagen die denn selbst dazu? In dem Alter müssen sie doch längst merken, dass ihr Vater ein "Säufer" ist.

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2005 22:18
(@taccina)
Registriert

@ DieMystiks

Du hast sicher recht und viel mehr Erfahrung mit Suchtkranken. Ich habe Deinen letzten Beitrag gelesen und der hat mich heftig mitgenommen.
Sagen dazu kann ich nichts, da ich mich mit Suchtkranken nicht auskenne.
Bei mir gehen einfach nur immer die Alarmglocken an wenn ich was von Drogen oder Alkohol höre.
Klar mein Noch Mann (kein Alkoholiker) hat mich im Alkoholrausch bis zur Unkenntlichkeit zusammen gezimmert. Aber sein Gewaltpotenzial lag auch ohne Alkohol sehr hoch.

Das mit der Vorbildfunktion meinte ich ja auch eher, das die Kids den Vater als Vorbild sehen....und wenn er Alk oder Drogen braucht, ist das wohl nit so prickelnd.

Klar und bei Andrea kommt dann noch dazu, das die Kids die Schuld des Alkohokonsums ihres Vaters, ihr in die Schuhe schieben. Das ist hart. Und dann den Kids noch erklären...das ist nicht einfach.

Und wie gesagt, hab für Alkoholsucht und Drogenkonsum absolut kein Verständnis (wahrscheinlich weil ich im Bekanntenkreis zuviel erlebt habe in der Beziehung)....
Aber ich denke als nicht Suchtkranker Mensch, habe ich da auch leicht reden.

Viel Kraft Euch beiden, denn ich denke es ist nicht einfach für Euch...

Liebe Grüße Taccina


Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?

AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 10:55
(@PhoeniX)

Hallo DieMystiks

Ich selber leide unter einem Alkoholkranken Vater der seine Krankheit nicht warhaben will. Aus meiner heutigen Sicht muß ich sagen, das ich froh gewesen wäre, wenn meine Mutter sich vor Jahren getrennt hätte. Nachdem sie aber 1999 die von ihr eingereichte Scheidung zurückzog lehrnte ich meine Noch-Frau kennen und denke ich bin deshalb so schnell in einen eigenden Ehe geflüchtet um 1. da raus zu kommen und 2. es besser zu machen. (arbeite das gerade mit einem Psychologen auf)
Jetzt ist mein Vater an der Reihe, hat die Scheidung aufgrund einer angeblichen Afäre eingereicht und will das Haus verkaufen. So stellt er es in der Öffentlichkeit dar. Der wahre Grund ist aber das er Frührentner geworden ist und seine Kneipentouren und sein Bier hier im Haus nicht mehr in vollem Umfang finanzieren kann. Er braucht Geld.

Zu meiner Kindheit: Meine Mutter war abends arbeiten damit das Haus bezahlt werden konnte und mein Vater hat mich und meine Schwester, damals war ich sechs und sie 4, allein gelassen um ne Stunde in die Kneipe zu gehen. Fußball mit meinem Vater ein Traum (hat schon mal jemand versucht betrunken Fußball zu spielen??).
Alkoholiker sind nicht gut für ein Kind, auch wenn sie schon "erwachsen" sind.

Ich will nicht dein Wissen im Umgang mit Suchtkranken in Frage stellen. Ich kann und gehe nur von meinem Fall aus.
Ich denke du bist in der Hinsicht eine kompetentere Auskunftsperson als ich und weiß auch aus eigener Erfahring das du immer mehr an die Psyche der Kinder denkst. Find ich auch gut so.
Aber was wenn wirklich mal was passiert??

MFG

PhoeniX


AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 14:15
(@andreadd)
Registriert

Hallo Aja,

meine Kinder haben natürlich mit der Zeit jedes seine eigene Art, mit dem Problem umzugehen.

Die Große steht auf dem Standpunkt: Papa ist alt genug um zu wissen, was er tut. Ich lehne es ab, Verantwortung dafür zu übernehmen. Er soll eine Entziehungskur machen und sein Leben wieder in den Griff bekommen. Ich muss auch zugeben, dass es für mich nicht mehr so offensichtlich ist, wenn Papa betrunken ist, weil ich ihn eigentlich gar nicht anders kenne. Mein Vater ist nie Vorbild für mich gewesen.

Die Kleine hat eine andere Sicht der Dinge: Papa hat eine Krankheit. Wir müssen ihm helfen. Sicher ist das nicht richtig, was er tut, aber das scheint ja sehr schwer zu sein. Ich will, dass Papa eine Entziehung macht, aber wenn ich versuche mit ihm darüber zu sprechen, dann wird er böse und streitet alles ab. Ich traue mich das nicht mehr. Ich hab aber meinen Papa lieb und manchmal überlege ich, ob ich zu ihm ziehen sollte, damit ich besser auf ihn aufpassen kann.

Ich habe mit den Kindern gesprochen. Sie sind dafür, dass ich Papa schriftlich auffordern soll, eine Entziehungskur zu machen. Wenn er das nicht will, sollen Besuchskontakte in Zukunft bei uns stattfinden.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.01.2005 15:01
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Phoenix,

ja was, wenn wirklich passiert?

Man kann nur das Risiko versuchen einzugrenzen. Ist halt schwer da den richtigen Mittelweg zu finden.

Du schreibst ja selbst von deinem Vater. Es ist halt so, daß die Wahrnehmungen suchtkranker Menschen völlig unrealistisch sind und sich ihr Tagesplatz um ihren Spiegel dreht.
erreichen sie diesen Spiegel nicht, bekommen sie selbst die einfachsten alltäglichen Dinge nicht mehr hi. Das fängt schon bei der Körperpflege an.

@Andrea

Ich finde euren Lösungsversuch gut. Es wird sich zeigen wie stark der Vater der Kinder ist um jetzt eine Wendung einzubringen.
Ich drück euch ganz fest die Daumen.

Lieben Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 15:37




 AJA
(@aja)
Registriert

Hallo Andrea,

Ich habe mit den Kindern gesprochen. Sie sind dafür, dass ich Papa schriftlich auffordern soll, eine Entziehungskur zu machen. Wenn er das nicht will, sollen Besuchskontakte in Zukunft bei uns stattfinden.

Das ist zumindest gut zum Schutz der Kinder - aber um einen Entzug zu machen, wird es wohl nicht reichen.

Versuche bloss deiner Kleinen auszureden, dass sie irgendeine Verantwortung für ihren Vater übernehmen muss. Wenn ich so etwas lese, krieg ich Gänsehaut :mad2:

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 16:14
(@andreadd)
Registriert

Hallo Aja,

es würde mich auch wundern, wenn der Vater deswegen eine Kur macht.

Selbstverständlich bemühe ich mich, behutsam der Kleinen deutlich zu machen, dass sie die Verantwortung nicht übernehmen kann.

Genau diese verdrehte Welt ist ja das Problem, wenn jemand in der Familie mit Drogen zu tun hat.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.01.2005 16:29
 AJA
(@aja)
Registriert

Genau diese verdrehte Welt ist ja das Problem, wenn jemand in der Familie mit Drogen zu tun hat.

Nicht nur bei Drogen - wohl auch bei den meisten psychischen Erkrankungen ;(

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 18:16
(@pischi)
Schon was gesagt Registriert

wenn du nichts dagegen unternimmst, unterstützt du nur die sucht deines ex und des KV. also geh zur polizei und sag dort, dass er unter alkohol auto fährt.
wie schon einige hier richtig erkannten. er gefährdet damit nicht nur eure kinder, sondern auch andere menschen. und wenn das "kind" in den brunnen gefallen ist, dann machen sich alle vorwürfe. du hilfst ihm auf keinen fall, wenn du nichts unternimmst. auch auf die gefahr hin, dass er seinen job verliert.
wenn dann verliert er seinen job nur, weil er ihn selber durch seine sucht aufs spiel gesetzt hat. nicht etwa, weil irgendjemand der polizei einen tip gegeben hat.

ich habe für soetwas kein verständnis. wer kein unrechtsbewusstsein hat, der darf sich nicht wundern, wenn das recht mal zuschlägt.
es hat ja niemand etwas dagegen, wenn er sich die hacken dicht laufen lässt. aber dann soll er das auto stehen lassen und es vor allem nicht vor den kindern (egal wie alt) machen. kinder nehmen ihre eltern nämlich auch als vorbild.
und das könnte dazu führen, dass die kinder auch keine angst vor dem alkohol haben. das wäre durchaus möglich.


iss nie gelben Schnee!!!

AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 20:29
(@pischi)
Schon was gesagt Registriert

... ja cih nochmal.
@andrea
was willst du eigentlich mit so einem alkoholtest bewirken?? dass er alkoholiker ist, dass weißt du ja. mehr wirst du auch nicht rausbekommen.
und das zweite ist.... niemand kann jemanden zwingen, einen körperlichen eingriff an sich vornehmen zu lassen. also wird auch kein arzt dazu bereit sein, deimem ex irgendwelche körperflüssigkeiten abzunhmen geschweige denn zu untersuchen. damit macht sich der arzt nämlich strafbar.
also müsste dein ex das schon freiwillig machen. und das wird wohl nicht passieren, wenn man deine ausführungen hier so ließt.

es gibt da nur eine möglichkeit. nämlich die polizei.... die können eine blutprobe auch gegen den willen anordnen. z.b. wenn er unter alkohol auto fährt und einen atemalkoholwert über 1,1 promille hat... also eine straftat im sinne des StgB §316 begangen hat.
und 1,1 promille sind bei einem oder gar anderthalb kasten bier am tag ein kinderspiel.


iss nie gelben Schnee!!!

AntwortZitat
Geschrieben : 07.01.2005 20:42
(@herbertmf)
Rege dabei Registriert

Mal anders rum eine Antwort zum Thema Alkoholtest.
Die Mutter meiner Tochter unterstellte mir, Alkoholiker zu sein. So stand es in einem der Anwaltsschreiben.
Ganz klar, ohne wenn und aber: Ich habe ab und an ordentlich an der Flasche gezogen (übrigens nicht selten mit der Kindsmutter zusammen).
Als dieser Vorwurf kam, habe ich folgendes gemacht: Nicht mehr getrunken, meine Tochter ist mir mehr wert als ein Abend mit Alk.
Dem Jugendamt geschrieben, dass ich mich jederzeit einer unangemeldeten Kontrolle unterziehen würde, Anruf genügt und ich erscheine auf dem nächsten Polizeirevier.

Alle 2 Monate meine Blutwerte mit den Leberparametern beim Arzt dokumentieren lassen.
Mit einem Psychologen gesprochen und mir bescheinigen lassen, dass ich nicht in irgend einer Form Suchtkrank bin.
Und es kam nie wieder irgend ein Alkoholvorwurf.

Zum Thema Blutwerte:
Da ich mich ja mit dem Thema ausgiebig befasst habe, die sagen sooo viel nicht über den Alkoholkonsum aus. Niedrige Werte garantieren nicht, dass der Proband nicht trinkt, es gibt Leute (unter anderem ich) die erstklassige Werte trotz Alk haben. Sind Werte allerdings erhöht, kann man unter Umständen zwingend von Alkoholmisbrauch ausgehen.


AntwortZitat
Geschrieben : 26.01.2005 19:20
(@andreadd)
Registriert

Hallo Herbert,

da du da Thema aufgreifst, will ich euch mal den neusten Stand berichten.

Ich habe meinem Exmann besagten Brief geschickt.

Meine Kinder sind am folgenden Besuchswochenende mit dem Freund meiner großen Tochter gemeinsam zum Vater gefahren, weil meine Tochter den neuen Freund gerne vorstellen wollte.
Sie haben auch beim Vater übernachtet. Die Kleine war auf eine Geburtstagsfeier bei einer Freundin in der alten Heimat eingeladen.

Als sie sonntags zurück kamen, sagte mir meine Kleine direkt erleichtert: diesmal habe ich nicht eine Flasche Bier bei Papa gesehen. Meine Frage, ob sie denn darüber gesprochen hätten, verneinte sie.

Mein Exmann hat mich dann ein paar Tage später im Tele angesprochen. Ich habe ihn gefragt, ob mein Brief angekommen ist. Ja, der Brief sei angekommen. Er bittet mich, ihn sein Leben leben zu lassen, wie er möchte. Ich habe ihm gesagt, dass mir nichts ferner liegt, als sein Leben diktieren zu wollen, allerdings sei die Grenze dort, wo Gefahr für die Kinder besteht. Er hat mir versichert, auf keinen Fall irgendetwas tun zu wollen, was den Kindern schadet. Das seien zwei tolle Schätzchen, auf die er absolut stolz sei. Er würde mir hoch und heilig versprechen, dass ich mich darauf verlassen kann.

Klingt doch prima, werdet ihr denken. Mich macht es etwas nachdenklich, dass er meine Aufforderung, eine Entziehungskur zu machen, kommentarlos freundlich schluckt. Er weiß, daß ich es weiß. Mir bleibt erstmal nichts anderes übrig, als abzuwarten und den Berichten meiner Kinder zu glauben.

Ich kann aber darauf vertrauen, dass mir von anderer Seite zugetragen wird, wenn wieder etwas neben der Bereifung laufen sollte. Gewarnt ist er jetzt. Und er kennt mich und weiß auch, dass ich konsequent bin, wenn ich sowas sage.

Übrigens hatte ich in der Zwischenzeit auch mal eine nette Diskussion mit Andreas. Auch er hat gemeint, ich sei verantwortungslos und ich sei verpflichtet, Anzeige zu erstatten. Da habe ich ihn mal gefragt: "Wenn die Verpflichtung so besteht, warum hast du das nicht längst gemacht? Du weißt den Namen, kennst die Anschrift und weißt genau so viel wie ich."
Andreas hat gestutzt und gesagt: "Das kann ich doch nicht machen. Denk mal an die Kinder!" Da hab ich ihm geantwortet: "Genau die gleiche Antwort bekommst du von mir, aus genau denselben Gründen".

Tja, so ist das. Von außen betrachtet ist alles einfacher.

Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 26.01.2005 19:52
 mel
(@mel)

was ist dass dür eine diskusion die ihr führt?

bin ja manchmal recht hart aber diese vorschläge gefallen mir alle nicht.
wenn ich wüste dass meine EX mit den kindern unter alkoholeinfluss auto fährt würde ich sie sofort anzeigen.

JA, etc was soll das? :knockout: :knockout:
wer will denn die verantwortung übernehmen wenn die kinder dabei zu schaden kommen.

dein schreiben ist eine sache die auch gegen dich ausgelegt werden kann

du hast keine beweise das er betrunken fährt oder ( ausser aussagen von XYZ )
diese sind nicht wert.

kann nur mit dem kopf schütteln über soviel unvernunft :phantom:

mel


AntwortZitat
Geschrieben : 26.01.2005 20:31
(@andreadd)
Registriert

Hallo Mel,

genau das ist das Problem. Erstens weiß ich nicht genau, wann er fährt unter Alkohol und das zweite Problem ist, dass mir das Tage später zugetragen wird. Wenn mir z.B. sein Bruder sagt, dass es so war, so wird dieser aber trotzdem nicht aussagen.

Es bleibt mir nichts anderes übrig als Bekannte in der Nähe zu bitten, die Augen mit offen zu halten und selbst dem Vater zu sagen, er soll das unterlassen.

Gruß
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 26.01.2005 22:47
(@herbertmf)
Rege dabei Registriert

Hallo Andrea,

ich hatte nicht vor, Dir vorzuwerfen, Du würdest Deine Vorwürfe aus dem Nichts schöpfen. Wollte nur mal sagen, wie ich gegen diese unberechtigten Anwürfe vorgegangen bin.
Sie hatte damals einfach Dinge behauptet, auch einer Bekannten gegenüber. Diese meinte dann für sich, um Gottes Willen, das Kind muss da weg. Im nachhinein merkte sie, Moment mal, da war ich ja bei Herbert. Der war stocknüchtern, der hatte absolut nichts getrunken.
Beweise für meinen Alkoholosmus: er ist barfuss zu meinem Auto gegangen, ich hab das Kind gefragt, er ist oft aufs Klo gegangen, er hat tagsüber geschlafen ( klar hab ich das, hab ja auch nachts gearbeitet).
Und ich habe ja auch in nullkommanix diese Vorwürfe entkräften können. Die Alkoholismuskarte wird nicht mehr gezückt. Und wenn, dann gibts eine Verleumdungsklage.
Wenn Dein Ex sauber ist, warum macht er es nicht auch so?
Aber sei vorsichtig, jemand mit Hörensagen etwas zu unterstellen.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was bei Euch ist und es liegt mir fern, Dir da irgend eine böse Absicht zu unterstellen.

Gruss

Herbert.


AntwortZitat
Geschrieben : 27.01.2005 18:02




Seite 2 / 3