Soll ich als Zweitf...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Soll ich als Zweitfrau um Ihn kämpfen?

 
(@frodo)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

ich weiß seit Tagen nicht mehr, was ich machen soll, bin hin- und hergerissen zwischen aufgeben und kämpfen. Ich brauch wirklich Rat und Hilfe von betroffenen Frauen oder Männern, denen es ähnlich ergeht.

Ich habe G. vor einem Jahr kennengelernt, er befand sich in einer unglücklichen 11- jährigen Ehe mit zwei Kindern, 7 und 4.

Wir haben uns tatsächlich!!!! auf den ersten Blick verliebt,wow...
Wir lernten uns auf der Arbeit kennen, hatten ein dreiwöchiges Verhältnis und sind nun beide von unseren Partnern, er von seiner Ehefrau und seinen Kindern getrennt.

G. liebt mich, das weiß ich... Die Liebe zu seinen Kindern, und die Angst der Entfremdung lassen diesen Mann immer mehr zerbrechen, ich kann das nichtmehr mitansehen.

Die Terroraktionen seiner Frau, die soweit gehen, daß ich 1,5 Wochen vom Dienst suspendiert war trage ich, aber mit erhobenem Kopf...

Ständig lebe ich in der Angst, daß er mich verlässt und doch zurückgeht, ständig sehe ich ihn in schwersten Depressionen und Zweifeln. Das bricht mir das Herz.

Jetzt habe ich mich nach der dritten Ich-gehe -zurück- Aktion dazu entschlossen, mir aller Kraft die mir noch geblieben ist hinter ihm zu stehn und ihn nicht gehen zu lassen, hat das eine Zukunft?

Die Scheidung ist eingereicht, die Besuche alle zwei Wochen. Sie würde mir nie erlauben, die Kinder mit G. zu sehen. Bitte sagt mir hat das Zukunft? Soll ich Ihn freigeben oder soll ich kämpfen?

Frodo


frodo

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 10.06.2005 18:49
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo frodo,

ich kann nicht so ganz herauslesen, was dein Partner möchte.

Du schreibst zwar, daß es schon mehrere "ich-geh-zurück-Aktionen" gegeben hat aber nicht genau, wie es zu diesen Aktionen kam.

Überlegt er zurückzugehen, weil er dem Terror nicht gewachsen ist und lieber seine Ruhe haben möchte?
Geht er zurück, weil er als Vater leidet oder leidet er auch als Ehemann?

Eine zutreffende Antwort für die Zukunft kann dir sicher niemand geben. Ihr beide müsst euch einig sein.
Wollt ihr gemeinsam kämpfen, gibt es sicher eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft.
Dazu gehört jede Menge Vertrauen und mega viel Geduld.

Was genau meinst du mit kämpfen?
Sicher kann er jetzt kein Klammern zusätzlich gebrauchen. Du kannst ihm den Rücken stärken und für ihn da sein.

Du brauchst viel Kraft wenn du der Schlammschlacht der Ex gewachsen sein möchtest.
Das geht aber nur wenn du auch weisst, er ist bereit mit dir dadurch zu gehen.

Ihr könnt nur immer wieder reden und reden und nochmal reden.

Auch solltest du deine Grenzen kennen und wissen wann das "Kämpfen" um deinen Partner dein Selbstbewußtsein ankratzt, will sagen, du solltest aufpassen, dass du dich selbst dabei nicht verlierst.

Eins möchte ich noch anmerken. So wie ich es nun verstanden habe, sind die Kids alle 14 tage am Wochenende bei ihm, richtig?

Wenn dem so ist, liegt die Gestaltung des Umgangs in seiner Hand. Was ist gegen ein Treffen auf neutralem Boden "Eisdiele z.B." einzuwenden?
Die Kinder brauchen sicher Zeit eine neue Partnerin an Papas Seite zu akzeptieren.
Ich würde das langsam angehen aber mich nicht so dermaßen von der Ex beeinflussen lassen.

Die Frage nach der Zukunft muss dir wohl eine gute und gesunde Mischung aus Verstand und Bauchgefühl beantworten.

Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.06.2005 19:27
(@frodo)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

ich weiß das es ihm nicht um seine Frau geht, der Zug ist abgefahren, wenn er mal wieder zurückgeht, dann wegen der KINDER .

Die K- Mutter fängt grade erst an mit ihrem Terror, und ich weiß wir könnten das zusammen schaffen.

Er entscheidet sich zu gehen, schreibt mir eine kurze mail, daß es wieder soweit ist.

Er ist einem ständigem Exorzismus ausgeliefert, durch seine Mutter, Freunde, seine Frau und dem was die Kinder ihm sagen, nicht was sie denken, sondern das was sie von ihrer Mutter eingebläut bekommen..

Er kommt dann immerwieder zurück, ich habe nur Angst, das er irgendwann nicht mehr kommt.

Er weiß auch, daß er mit seiner Frau nicht mehr glücklich wird, aber ohne seine Kinder kommt er garnicht klar.

Ich weiß ich muss ihm den Rücken stärken, das kann ich,
Ich weiß ich muss Geduld haben, das fällt mir schwer,
Ich weiß ich darf nicht klammern, bin ich auch nicht der Typ für...

Meinst du sein Schmerz und die Angst vor der Entfremdung mildern sich? Bis jetzt musste er diesen Gefühlen immer nachgeben.

Er geht nicht mehr zurück zu Ihr, das sagt er...

Ich bleibe momentan ganz auf der Stecke, ich bin es nicht gewohnt kämpfen zu müssen, jedenfalls nicht um einen Mann, aber diesen will ich, mit allem drum und dran.

Ich möchte nicht riskieren. daß sie ihm die Kinder verweigert, wegen mir, deswegen bin ich jetzt bei den Treffen nicht dabei, werde es in nächster Zeit sicher auch nicht sein..

Danke für Dein offenes Ohr... oder wie sagt man das? Danke für die Antwort..


frodo

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.06.2005 20:08
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo frodo,

du liest dich, als ob du in Wartestellung bist, wann er das nächste Mal wieder zurückgeht.

Den Kindern wird es überhaupt nicht helfen, geht er in gewissen Abständen zurück und zieht dann wieder aus. Eher sind sie ständig dem Hin und Her ausgesetzt und haben somit keine Chance, irgendeine Verarbeitung der Trennung überhaupt zu beginnen.

Sicher sind die Fronten sehr hart für ihn, wenn auch Freunde und restliche Familie gegen ihn wettern. Trotzdem kann man nicht imnmer wieder nachgeben...da bleibst nicht nur du auf der Strecke, sondern er auch.

Wenn der Umgang mit den Kindern schwieriger wird oder der Terror der Ex gar zunimmt, muss er sich bald mal Schritte überlegen, die er noch gehen kann.
Ich denke da jetzt an eine Beratungsstelle z.B.

Du fragst nach dem Schmerz der Entfremdung.
Der Entfremdung kann er nur entgegentreten, wenn er den Kindern zeigt, daß er für sie da ist. Er muss den Kindern zeigen, immer wieder beim Umgang, daß er ihr Papa ist und dass sie sich auf ihn verlassen können. Die Kinder brauchen zwar Zeit um neues Vertrauen aufbauen zu können, aber ihr werdet sehen, daß es immer wieder kleine Fortschritte geben wird.
Er muss den Kindern halt durch Vorleben beweisen, daß es nicht so ist wie die Km ihnen eintrichtert.

Der Schmerz der Trennung wird lange bleiben, wenn er denn überhaupt mal weggeht. Es wird immer wieder nach einem Umgangswochenende schwer sein, sich von den Kindern zu trennen.
Ich denke es wird mit der Zeit weniger, aber dazu gehört nun ein klarer Weg.

Er muss überlegen, was er möchte und wie er es möchte. Wenn er einen klaren Weg vor sich hat, kann er durch Regelmäßigkeit den Kindern den nötigen Rückhalt geben.

Ein Hin und Her, weil er dem Terror nicht gewachsen ist, schmeißt die Kinder immer wieder an den Anfang zurück. Zudem wird er unglaubhaft den Kindern gegenüber.

Die Ex wird sich bei seinen Unsicherheiten nur eins Fäustchen lachen. Allein das wäre für mich ein Ansporn endlich Nägel mit Köpfen zu machen.

Sicher wirst du zurückstecken müssen. Wenn ihr aber zueinander steht und beide wisst was ihr für die Zukunft möchtet, kann man das alles seht gut miteinander vereinbaren.
Dazu gehört ne Menge Vertrauen und dazu eben wieder klare Linien.
Anders geht es nicht.

Ich wünsche dir/euch viel Glück

Gruß
Tina

[Editiert am 12/6/2005 von DieMystiks]


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.06.2005 19:28