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Scheidung/Hauseigentum/Schenkung

 
(@issis16)
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Mein Bruder und meine Schwägerin leben zur Zeit getrennt. Sie werden sich bald scheiden lassen. Meinen Bruder belastet folgendes Problem:
1992 haben die Beiden ein Grundstück von den Schwiegereltern meines Bruders geschenkt bekommen. Beide wurden im Grundbuch eingetragen. Doch beim Notar wurde folgender Vertrag geschlossen:
Für den Fall, dass die Ehe rechtskräftig geschieden werden sollte, verpflichtet sich der Erschienene (mein Bruder), die ihm mit diesem Vertrag übertragene Miteigentumshälfte an dem Flurstück ../.. der Flur .auf die Erschienene (meine Schwägerin), unentgeltlich und unter Verzicht auf sämtliche Ansprüche aus Aufwendungen, die er aus eigenen Mitteln erbracht hat, zu übertragen. Eine dringliche Absicherung dieser Übertragungspflicht soll nicht erfolgen.

Im Anschluß an die Schenkung haben die Beiden gebaut. Meine Schwägerin behauptet, dass mein Bruder durch diesen Vertrag keinen Anspruch auf das Haus hat.
Ist das Richtig? Schließlich haben sie das Haus vom gemeinsamen Einkommen finanziert.
Diese Angelegenheit belastet schon sehr, es wäre schön, wenn uns jemand weiter helfen könnte.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 18.07.2004 12:49
(@Melly)

Hallo,

auf das Haus wird er wohl kein Recht haben, er muß ihr die 50% übertragen.
Es stellt sich dann die Frage, ob er den Zugewinn fordern kann.
Sie hat ja dann das komplette Haus als Zugewinn, da müßte ihm dann 50% Bargeld zustehen.
Knifflige Sache, die wohl nur durch einen Anwalt geprüft werden kann.
Gruß
Melly


AntwortZitat
Geschrieben : 18.07.2004 13:02
(@issis16)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Melly,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich verstehe nur nicht ganz warum mein Bruder auf seine Hälfte verzichten muß. Die Beiden haben doch gemeinsam gebaut. Aber bei dieser Trennung läuft so vieles schief. Versuch jetzt auf diesem Weg etwas herauszufinden um meinen Bruder schon mal vorab ein wenig zu unterstützen.
Gruß Silvia


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.07.2004 13:08
(@Melly)

Hallo Silvia,

er muß auf die Hälfte verzichten, weil er es notariell unterschrieben hat 🙁
Das sind oft die Fehler die man macht, wenn man dann nie an eine Trennung denkt.
Gibt genug die auch so daneben fassen, wenn sie einen Ehevertrag unterschreiben:(
Es steht ja klar drinne, daß er unterschreibt, daß er die 50% des Grundes wieder zurück gibt, sollte es eine Scheidung geben.
Ich würde unbedingt auf den Zugewinn pochen, da könnte er das Geld wieder raus holen.
Man sagt ja bei Zugewinn, daß ab Zeitpunkt bis Ende der Ehe das errechnet wird, was man sich "aufgebaut" "erspart" hat.
In diesem Falle wäre es das Haus auf dem Grundstück!
Da soll er mal beim Anwalt anklopfen, dann geht er nicht leer aus.
Sie hat ja jetzt weit mehr erwirtschaftet, als Anfangsvermögen da war.
Aus dem wo Du geschrieben hast, steht ja nur, daß er auf seine Arbeit etc verzichtet was das Grundstück betrifft, es steht nix vom Zugewinn drinne, wo er verzichtet.
Was sagt uns das?
Über dieses Türchen kommt er dann doch zu seinem Geld.
Gruß
Melly

[Editiert am 18/7/2004 von Melly]


AntwortZitat
Geschrieben : 18.07.2004 13:23