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Durchschnittlicher monatlicher finanzeller Bedarf eines 12 jährigen Kindes????

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(@skater)
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Hallo 🙂

habe mich letztens mit meinem 12 jährigen Sohn unterhalten und er fragte mich, ob er denn Tennis spielen könnte. Kosten ca 50 € monatlich im Tennisverein. Ich weiß, dass Tennis nicht gerade billig ist, er hatte schon Mal gespielt und nur aufgehört weil es der KM zu teuer war.
Deshalb meine Frage:

Ich zahle mtl. 400€ Unterhalt für ihn, die KM bekommt noch das KG von 184€= 584€, welche für meinen Sohn zur Verfügung steht, ohne dass die KM dafür einen Finger rührt.
Nach meinen Überschlagungen müsste es doch bei diesen 584€ monatlich möglich sein, davon den Tennisverein zu finanzieren??????
Ich sehe irgendwie nicht ein, dass ich nochmal weitere 50 € zuschieße! Die KM finanziert ihren persönlichen Lebensunterhalt doch eh schon zum Teil von meinen Unterhaltszahlungen, da bin ich mir ganz sicher!!!! :gunman:
Auch wenn sie es natürlich bestreitet.

Alles in Allem denke ich, dass knapp 600€ monatlich wohl mehr als ausreichend sind um den Bedarf eines 12 jährigem monatlich gut abzudeken!

Schade, dass man kein Mitbestimmungsrecht über den Verbrauch des Unterhalts seines Kindes hat ;(


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.02.2013 16:21
(@habakuk)
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Ich denke 600 EUR langen dicke (ansonsten dürfte es keine Familie mit 3 Kindern und einem Nettoeinkommen unter 3450€ geben).

Das ist aber völlig egal, denn völlig unabhängig davon was du bezahlst bist du der geizige KV der Tennis nicht zahlen will und wegen dem es dann halt nicht geht.


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 16:59
(@annasophie)
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Hallo,

im Regelfall reicht der KU natürlich aus. Es sei denn, ihr wohnt in München o. ä.

Allerdings, wenn er gerne spielen möchte gibt es a) einen Verein der günstiger ist oder b) die Möglichkeit, dass alle Verwandten das Geburtstags- und Weihnachtsgeld dafür geben? Dann könntest du das bezahlen, er bekommt aber sonst nichts weiter.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 17:15
(@Wolkenhimmel)

Hi skater,

würdest Du wirklich die Einkaufsbons Deiner Ex darauf untersuchen wollen welche Scheibe Wurst nun von Deinem Sohn und welche Zahnpasta von ihr verbraucht wurden?  😉

600€ erscheinen natürlich erstmal viel, mMn hängt das aber auch vom Lebensstandard und solchen Umständen wie der Wohngegend etc ab.
Von wegen zusätzliches Zimmer in München vs. ein ebensolches in Hintertupfingen... Taschengeld, zusätzliche Kosten für Schulaktivitäten, andere Hobbys, Einkaufen im Bio-Laden?

Es kann Dich natürlich keiner zwingen die 50€ zusätzlich zu zahlen, Du könntest es natürlich explizit zu "Eurem" Ding machen, dann bist Du der Held.  😉

VG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 17:15
(@skater)
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@habakuk

Das ist aber völlig egal, denn völlig unabhängig davon was du bezahlst bist du der geizige KV der Tennis nicht zahlen will und wegen dem es dann halt nicht geht.

da gebe ich dir völlig recht, so wird es am Ende sein ;( ;( ;(

@anna

ist vielleicht nen guter Vorschlag,DANKE :thumbup:

@Wolkenhimmel

wohne in ländlicher Region,also geringe Mieten usw! Die EX gibt mit Sicherheit keinen Cent von ihrem Einkommen für unser Kind aus, eher umgekehrt. Ist wieder verherheiratet und beide haben Einkommen!!!!!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.02.2013 17:22
(@dergelackmeierte)
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Die EX gibt mit Sicherheit keinen Cent von ihrem Einkommen für unser Kind aus, eher umgekehrt.

Ja das ist auch so eine Kernaussage beim Thema Untehalt.
Wenn es um das Thema CASH geht, dann ist nur der zum Unterhalt verpflichtete gefragt.
Was steuert der Unterhaltsverwaltende an CASH für das Kind bei ?
NICHTS ! keinen Cent. Das kann ich euch sagen.

Aber gar nicht dran denken. Wirklich sonst dreht man nur duch


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 17:26
(@skater)
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GELACKMEIERTER

so sieht es letztendlich aus ;( ;( :gunman: :gunman:


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.02.2013 17:31
(@Inselreif)

Alles in Allem denke ich, dass knapp 600€ monatlich wohl mehr als ausreichend sind um den Bedarf eines 12 jährigem monatlich gut abzudeken!

ich schätze mal:
Zimmer von 20qm x 7,50 warm => 150,-
Bekleidung, Taschengeld, Schulkrempel (nicht zu unterschätzen!), weitere Fixkosten, Umlage für Sonderausgaben, Urlaub usw.- => 150,-
bleiben: 300,- - das sind 10,- am Tag.

Da bekommt man nicht wirklich viel Wurst für und wenn das Kind (ländlicher Raum) zur Schule gefahren werden muss, wird es dann schon knapp mit den 600,-

Gruss von der Insel


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 17:54
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@DG,

Was steuert der Unterhaltsverwaltende an CASH für das Kind bei ?
NICHTS ! keinen Cent. Das kann ich euch sagen.

woher weisst Du das? Wohnst Du im Portemonnaie Deiner Ex?

@skater,

Die EX gibt mit Sicherheit keinen Cent von ihrem Einkommen für unser Kind aus, eher umgekehrt. Ist wieder verherheiratet und beide haben Einkommen!!!!!

auch Du wirst keinen Einblick in die Finanzen der Familie Deiner Ex haben. Ich behaupte sogar: Wenn in dieser Familie nicht haarklein zwischen "mein Geld" und "dein Geld" unterschieden wird, übernimmt auch der Ehemann einiges an Kosten für Deinen Sohn, und sei es für Freizeit und Urlaub. Wenn Du diese 50 EUR nicht zusätzlich aufbringen willst, kannst Du Sohnemann ja erklären, dass sportliche Aktivitäten bereits im KU enthalten seien. Wie er darauf reagiert, wirst Du sehen und musst Du aushalten.

Abgesehen davon: Ein Unterhalts-Zahlbetrag von 400 EUR weist bei Dir auf ein Netto zwischen 2.300 und 2.700 EUR hin. Nach Abzug des Unterhalts bleiben Dir zwischen 1.900 und 2.300 EUR für Dich allein, also das 5 bis 6-fache der Summe, die Du für Deinen Sohn bezahlst, ohne dass ein 12-Jähriger erheblich geringere Lebenshaltungskosten hat als ein Erwachsener. Hattest Du während Deiner Ehe auch so viel Geld für Dich allein?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 18:18
(@skater)
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@ brille

bei deinen Berrechnungen liegst du richtig, aber leider habe ich noch etliche anderen finanziellen Verpflichtungen, es ist bei weitem nicht so, dass ich das 5-6 fache habe!
Auch habe ich einen so ungefähren Einblick über beider Eikommen. Mann kann ja 1 und 1 zusammenzählen........und mit Sicherheit zahlt der Neue nix dazu.
Wenn es ihr gemeinsames Kind wäre und sie hätten die 400€ Unterhalt nicht, dann hätten sie vielleicht ein finanziellen Problem.
Aber darum geht es ja gar nicht.
Werde mir was einfallen lassen, damit mein Sohn Tennis spielen kann!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.02.2013 19:28




(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin skater,

bei deinen Berrechnungen liegst du richtig, aber leider habe ich noch etliche anderen finanziellen Verpflichtungen, es ist bei weitem nicht so, dass ich das 5-6 fache habe!

Für Deine "sonstigen Verpflichtungen" kann Dein Sohn nichts; die bist Du eingegangen und nicht er. Er profitiert auch nicht davon.

Ich wollte Dir mit meinem Post einen anderen Blickwinkel zeigen. Wir lesen hier immer wieder von Unterhaltspflichtigen, die am liebsten

die Einkaufsbons Deiner Ex darauf untersuchen wollen welche Scheibe Wurst nun von Deinem Sohn und welche Zahnpasta von ihr verbraucht wurden? 

Kinder kosten nun mal Geld; egal, ob ihre Eltern unter einem Dach wohnen oder nicht. Im zweiten Fall wird allerdings immer wieder mal die Verschwörungstheorie gepflegt, dass das Geld gar nicht bei den Kindern ankomme, weil ihre Mütter damit vor allem Schuhe kaufen gehen und sich die Nägel machen lassen und sich ansonsten den Hintern breitsitzen. Wenn man stattdessen einfach annimmt, dass die Mutter verantwortungsvoll im Sinne des/der Kindes/r mit dem Geld umgeht, lebt man ruhiger. Darauf, was mit Deinen Steuern geschieht, hast Du auch keinen Einfluss.

Wie weit kämst Du selbst mit 400 oder 600 EUR im Monat, gerne unter der Annahme eines WG-Zimmers und ohne eigenes Auto?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 20:09
(@skater)
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@ brille

ja Kinder kosten nun mal Geld!!!!! Aber ich sehe irgendwie nicht ein, dass sie oft finanziell für die KM zu Selbstläufern werden........und Kinder als Lebensversicherung für ihre Mütter werden. An dieser Verschwörungstheorie ist schon was dran. Meine Meinung!
Wenn mein Shon bei mir wohnen würde und ich diese fast 600€ zur Verfügung hätte......., ich mag gar nicht daran denken!
Dann könnte er auch noch Golf spielen 😉
Und ich glaube auch nicht, dass ein 12 jähriger ein Auto braucht.
Auch finde ich es armselig, das Kind den Vater bitten zu lassen auch noch diesen Posten zu bezahlen!

Trozdem Danke für den anderen Blickwinkel@brille!!!!

Gruß Skater


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.02.2013 21:11
(@hexesyl)
Nicht wegzudenken Registriert

Off-Topic

Ich wollte Dir mit meinem Post einen anderen Blickwinkel zeigen. Wir lesen hier immer wieder von Unterhaltspflichtigen, die am liebstenKinder kosten nun mal Geld; egal, ob ihre Eltern unter einem Dach wohnen oder nicht. Im zweiten Fall wird allerdings immer wieder mal die Verschwörungstheorie gepflegt, dass das Geld gar nicht bei den Kindern ankomme, weil ihre Mütter damit vor allem Schuhe kaufen gehen und sich die Nägel machen lassen und sich ansonsten den Hintern breitsitzen.

Hallo Brille,
es gibt einen Fall, wo die Mutter sogar von dem Unterhalt des Kindes leben muss. Das ist nämlich dann der Fall, wenn sie Hartz IV erhält. (Rechenbeispiel: Mutter mit 3 Kindern in Berlin mit 542 € Warmmiete hat einen Bedarf für alle von 1827 €, erhält sie UVG hat sie noch einen Anspruch von ca. 735 €, erhält sie Unterhalt in Stufe eins [als Alterstufe 6 Jahre plus für alle drei Kinder angenommen] gäbe es nur noch 447 €  --> Ihr Bedarf liegt allerdings bei 520 € [382 € + 138 € alleinerziehend] plus Mietanteil von 135,50 € [542 € durch 4]). Kann man mit einem Sozialrechner nachrechnen.
Ist keine Verschwörungstheorie sondern tatsächlich so. Allerdings kann man der Mutter ja auch einen Teilzeitjob mit etwa 20 bis 30 Stunden zutrauen. Musste ich mal loswerden.


A life lived in fear is a life half lived

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 22:12
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Meine Lieblingsanwaltsministerin, Brigitte Zypries (SPD) hat zur Einführung des Mindestunterhalts (statt Regelbedarf) bei gleichzeitiger extremer Erhöhung der KU-Sätze ganz offen erklärt, dass damit vor Allem den Müttern geholfen werden solle, die ja nicht immer Unterhalt für sich bekommen und KU ja schließlich leichter durchsetzbar wäre als EU.

Soviel mal zur Verschwörungstheorie.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 22:17
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Hexe,

Ist keine Verschwörungstheorie sondern tatsächlich so. Allerdings kann man der Mutter ja auch einen Teilzeitjob mit etwa 20 bis 30 Stunden zutrauen. Musste ich mal loswerden.

natürlich ist das keine Verschwörungstheorie, sondern SGB; da wird der Unterhalt dem Einkommen der Bedarfsgemeinschaft zugeschlagen. Die Berechnungsgrundlage ist nun einmal das Netto des UH-Pflichtigen und nicht die Devise "was Du Dir aus dem Sozialtopf holen kannst, muss ich nicht an Unterhalt bezahlen." Man kann sich ausrechnen, was kreative Köpfe ansonsten aus dem Sozialrecht basteln würden. Abgesehen davon: Der Maximalbetrag, den es aus einem solchen Topf gibt, ist nicht das, was dem Einzelnen in jedem Einzelfall automatisch zusteht, auch wenn das gerne so geglaubt wird.

Mit "Verschwörungstheorie" meinte ich hier allerdings die hier immer wieder zu lesende Unterstellung, dass Mütter sich vom KU einen schlauen Lenz machen und in Saus und Braus leben könnten anstatt es für die Kinder auszugeben.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 22:28
(@Brainstormer)

Moin Martin,

Mit "Verschwörungstheorie" meinte ich hier allerdings die hier immer wieder zu lesende Unterstellung, dass Mütter sich vom KU einen schlauen Lenz machen und in Saus und Braus leben könnten anstatt es für die Kinder auszugeben.

Das würde ich so pauschal nicht unterschreiben. Proportional zur Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten und der Anzahl der Kindern, für die Unterhalt geleistet werden muss, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Unterhalt nicht ausschließlich für den Lebensbedarf der Kinder verwendet wird. Einen guten Beleg dafür hat z. B. Mori in seinem heutigen Post geliefert:

Bisher konnten wir alles im Gespräch regeln , bis auf die unterhaltszahlungen die vom JA berechnet wurden aber nicht tituliert sind. Aber viel übrig bleibt mir bei 3 Kindern leider nicht.
Meine Frau verdient recht gut , was ich ihr auch von herzen gönne. Ich sehe nur sie hat 4 mal mehr geld zur verfügung  hat ein großes auto , hat die 3 kinder bei sich leben

Gruß
Brainstormer


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Geschrieben : 14.02.2013 23:04
(@hexesyl)
Nicht wegzudenken Registriert

Mit "Verschwörungstheorie" meinte ich hier allerdings die hier immer wieder zu lesende Unterstellung, dass Mütter sich vom KU einen schlauen Lenz machen und in Saus und Braus leben könnten anstatt es für die Kinder auszugeben.

Ja Martin, das hatte ich verstanden. Deswegen habe ich ja geschrieben, dass es der einzige Fall ist, wo sie das muss  😉 Ist ja auch klar. Und es wird schon genug geschummelt und getrickst um an Leistungen des SGB zu kommen. Ist heutzutage leider auch so.

Allerdings hätte in meinem Beispiel ja die Mama mehr vom Unterhalt, wenn sie arbeiten gehen würde. Und das würde bedeuten, dass es den Kindern ja besser gehen würde. Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass UVG einfach eingestellt wird, weil es einen neuen Partner im Leben des Betreuungset gibt. Schließlich hat der neue Partner so nichts weiter mit den Kindern zu tun.  :redhead: Ich meine freiwillig gebe ich auch gerne mein erwitschafteten Teil für die anderen Kinder aus, aber so würde ich gezwungen werden.


A life lived in fear is a life half lived

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2013 23:53
(@sleepy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Zusammen,

also wenn ich mal den Fall meines Mannes betrachte:

Zimmer - hat das Kind bei uns auch
Kleidung - hat das Kind bei uns ebenfalls
und zwar beides in Größe und Umfang, dass das Kind auch problemlos bei uns leben könnte ohne diesbezügliche Mehrkosten auszulösen.

Nur ausgehend von Mindestunterhalt hätte mein Mann im Monat 900,00 € netto mehr in der Tasche, wenn das Kind bei uns leben würde. Wenn ich also äußerst großzügig Lebensmittel, Sportverein, Schulkosten etc mit 400 € veranschlage, wären 500 € monatlich über.

D.h. es wäre für Sonderaktivitäten, tolle Urlaube etc. wirklich ausreichend Geld da.

Auf unseren Fall gesehen: Kind hat selten vernünftige Klamotten an, Urlaub gibt es - wenn überhaupt - nur wenn KM sich bei irgendwelchen Freunden "einnisten" kann.

Da frag ich mich doch (und vielen von Euch wird es ähnlich gehen): Wo hakt es?

lg
sleepy


Sleepy

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Geschrieben : 15.02.2013 11:23
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@sleepy
Ich gehe davon aus, dass ein Teil der Betreuungselternteile bestimmte Wünsche/Bedürfnisse des Kindes als nicht so wichtig ansieht. Meine Große spart inzwischen ihr Taschengeld um sich Schuhe zu kaufen. Und das ist nicht das 5. oder 6. Paar, sondern das Paar was sie immer trägt. Als die von mir gekauften Schuhe kaputt waren hat sie sich Schuhe gekauft, diese wollte Papa bezahlen zumindest teilweise. Das war letztes Jahr im Frühjahr, ca. 70 €. Den Zuschuss von Papa hat sie nie erhalten. Nun waren diese nach ständigem Tragen kaputt (Loch in der Sohle). Nun hat sie glücklicherweise ein reduziertes Paar bekommen, 35 €. Wieder allein bezahlt. Ich hätte beide Paare bezahlt, da das für mich zur Grundausstattung gehört. Es gibt wohl bei Papa strenge Vorgaben was er zahlt und Schuhe, die über 20 € kosten gehören wohl nicht dazu.

Die Kinder bekommen pro Jahr - so hat er zumindest dieses Jahr begonnen - 300 € für alles was mit Kleidung und Schuhen zu tun hat.
Das habe ich bei Neueinkleidung teilweise in einem Monat ausgegeben. Allein die Turnschuhe kosten 100 €. Und für mich kann man an vielem sparen, aber nicht am Schuhwerk.
Zumal die Große lange Einlagen tragen musste und wegen einer Fußfehlstellung jahrelang in orthopädischer Behandlung war.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2013 11:38
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

Mit "Verschwörungstheorie" meinte ich hier allerdings die hier immer wieder zu lesende Unterstellung, dass Mütter sich vom KU einen schlauen Lenz machen und in Saus und Braus leben könnten anstatt es für die Kinder auszugeben.

All diese "Verschwörungstheorien" wären schlagartig beendet in genau dem Moment, wo der Goldstandard des Familienrechtes nicht mehr "Mama betreut, Papa bezahlt" wäre - sondern das Wechselmodell. Unterhalt käme dabei überhaupt erst dann ins Spiel, wenn (a) ein deutliches Einkommensgefälle zwischen den Elternteilen besteht, oder (b) eines der Elternteile "seine" Hälfte des Wechselmodells aus eigenem Entschluss nicht haben möchte. Im Fall (a) wäre der Unterhalt nur eine Art Ausgleichszahlung, und somit vergleichsweise gering (dann kommt die Frage nach dem Luxusleben gar nicht erst auf); im Fall (b) wäre der Unterhalt eine Art Schadenersatz für die verweigerte Betreuungsleistung (dann kann sich der Unterhaltszahler allerdings an die eigene Nase fassen, wenn er mit der Gesamtsituation unzufrieden ist).

Es gibt also eine einfache, offensichtliche und seit langem bekannte Lösung für die angeblichen Probleme der ach so geplagten Betreuungsmuttis - nur will anscheinend kaum jemand diese Lösung haben, und die vorgesehenen Zahlesel werden grundsätzlich nicht gefragt. Die restlichen Projektbeteiligten müssen sich allerdings die folgenden Fragen gefallen lassen:

  • Unsere Politiker, die in anderen Geschlechterfragen so schrecklich fortschrittlich tun und in jeder Frau eine zukünftige Aufsichtsratsvorsitzende sehen möchten - warum klammern sich diese Politiker weiterhin fest an dem völlig antiquierten Modell "Betreuungselternteil/Zahlesel", gerade so wie sich ein Säufer an der Flasche festklammert?
  • Warum sind die feinen Herren und Damen Juristen zwar hinter dem sogenannten Mindestunterhalt her wie ein Schweißhund hinter der Beute, lassen aber großzügige Milde walten im Angesicht einer Umgangsboykottöse?
  • Und vor allen Dingen: Warum sind so viele dieser Mütter, allem Gejammere über das schwere Los der Alleinerziehenden zum Trotz, so selten bereit, ein Wechselmodell zu installieren - oder gar selber zur unterhaltszahlenden Wochenend-Mama zu werden?

 
So unattraktiv scheint der Job einer querfinanzierten Mutterglucke denn doch nicht zu sein, wenn sich offensichtlich kaum jemand bemüßigt fühlt, hieran etwas Grundsätzliches zu ändern; dafür aber um so mehr Mütterkreuzler dafür kämpften, kämpfen und weiterhin kämpfen werden, eben diese Querfinanzierung immer und immer weiter in die Höhe zu treiben ...

Verschwörungstheorie? Dann ist aber auch die Mär von der armen, alleinerziehenden Mutter eine Verschwörungstheorie.

Nix für ungut,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2013 12:14




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