Wie, Wo, Wann Umgan...
 
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Wie, Wo, Wann Umgangsrecht erwirken?

 
(@minipiki)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebes Forum,

nach langer Zeit mal wieder eine Meldung, bzw. Frage.
Nachdem mein Sohn im letzten April geboren wurde lief eigentlich alles ganz gut.
Ich durfte den kleinen Mann einmal in der Woche sehen und habe mich mit der Mutter
auch ganz gut verstanden. Seit Woche eine Wende: Termine wurde plötzlich abgesagt und ein
Ersatz wurde nicht gefunden. Diese Woche bekam ich dann eine SMS mt dem Wortlaut, dass ich das
Kind nur einmal im Monat sehen darf - und es auch gar nicht erst anders versuchen sollte: Es würde so oder so nur auf ein
monatliches Treffen hinauslaufen. Das möchte ich natürlich verhindern. An wen muss, kann, darf ich mich wenden?
Ein Anwalt schließe ich aus, da läuft außer Spesen nicht viel.

Die "schlechten"  Hintergrundfakten:
Kein Sorgerecht, nicht verheiratet gewesen, keine gemeinsame Wohnung gehabt. Mutter hat mich während der Schwangerschaft verlassen.

Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße,
Mini


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 30.11.2006 16:44
(@pappasorglos)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Versuche eine Erziehungsberatungsstelle. Du kannst ja auch erstmal alleine dort hingehen, wenn sie nicht mitmacht. Für eine Umgangsklage ist es ohnehin Vorraussetzung, solche Angebote wahrgenommen zu haben.

Jugendamt kannst Du natürlich auch probieren, aber Du kannst es auch lassen.

Ob eine Umgangsklage auch ohne RA geht, weiss ich nicht.


AntwortZitat
Geschrieben : 30.11.2006 17:43
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Minipiki,

hast Du (oder die KM) irgend eine Urkunde, die Dich als Vater ausweist??
Wenn nicht, denke ich, wirst Du erst mal damit anfangen müssen...auf jeden Fall mit fachlichem Beistand (Caritas hat auch Beratungsstellen, so viel ich weiß)
Gruß
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 30.11.2006 17:55
(@minipiki)
Schon was gesagt Registriert

Hallo!

hast Du (oder die KM) irgend eine Urkunde, die Dich als Vater ausweist??

Yepp, die Anerkennung der Vaterschaft sollte da wohl genügen :-). Siehe auch meinen Untergang in der entsprechenden Rubrik.

Boah, so watt' regt mich immer völlig auf. Am Anfang läuft's gut, dann dreht die Dame wieder völlig am Rad. Und als Vater-Ohne-Rechte sieht man(n) da völlig bescheuert aus und steht vor allem so da. Also gut, ich habe es eben erst einmal auf die Tour gemacht, die meiner Art am ehesten entspricht: ein ruhiges Gespräch. Ging natürlich 15 Minuten lang sehr turbulent zu, da die Dame erstmal wieder Luft ablassen musste. Sonntag wird mal wieder gesprochen. Kleiner Erfolg. Mal sehen, wie lange es hält.

Grüße,
Mini


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 30.11.2006 18:17
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Noch mal ich,

mit der Anerkennung der Vaterschaft hast Du nicht nur Pflichten sondern auch Rechte übertragen bekommen, unter anderem auch das Umgangsrecht (welches genaugenommen das des Kindes ist).
Ich empfehle Dir ebenfalls und nochmals fachlichen Beistand, zumal Euer Kind noch soo jung ist.

Schönen Abend
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 30.11.2006 19:42
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Mini!

Zuallererst mal: Umgang ist ein Recht des Kindes nach § 1684 BGB und kein "Goodwill" der Mutter. Egal ob Du das SR hast oder nicht, egal ob verheiratet oder nicht.

Diese Woche bekam ich dann eine SMS mt dem Wortlaut, dass ich das Kind nur einmal im Monat sehen darf

Völliger Schwachsinn! Je jünger das Kind umso häufigere -dafür jeweils kürzere- Umgangskontakte. Mit richterlichem Beschluss werden das bestimmt 1-3 Termine pro Woche für je 1-3 Stunden. Mit zunehmende, Alter des Kindes werden diese länger, später stehen Übernachtungen bei Dir an und der ganz spätere übliche Rahmen ist in BRD (leider) alle 14 Tage ein komplettes Wochenende.

und es auch gar nicht erst anders versuchen sollte

Klar - weil sie weiß, daß Dein "anderer Versuch" von Erfolg gekrönt sein wird.

Ein Anwalt schließe ich aus, da läuft außer Spesen nicht viel.

Wenn Du Dir nachweislich keinen RA leisten kannst, dann bekommst Du ihn staatlich subventioniert in Form von Prozesskostenhilfe (PKH). Machen 10.000e Mütter und 100e Väter ebenso.

Für eine Umgangsklage ist es ohnehin Vorraussetzung, solche Angebote wahrgenommen zu haben.

Hab ich noch nie gehört! Für eine Umgangsklage ist einzige Voraussetzung den Willen dazu zu haben.

Jugendamt kannst Du natürlich auch probieren, aber Du kannst es auch lassen.

JA kannst Du anrufen und um Hilfe bitten. Sie werden versuchen zu helfen, denn sie sind zur Elternberatung verpflichtet. Jedoch können die -ohne richterlichen Beschluss- Dir nicht helfen, wenn die KM mauert. Und Deine wird mauern! Von daher kannst Du Dir diesen Versuch wohl schenken bzw ihn nur starten um einen guten Eindruck zu machen für den Richter.

Ob eine Umgangsklage auch ohne RA geht, weiss ich nicht.

Das geht! Ist allerdings kein Pappenstil.

Yepp, die Anerkennung der Vaterschaft sollte da wohl genügen

Wenn Du die Vaterschaft offiziell anerkannt hast und das Kind auch Dein Kind ist, dann hat es Recht auf Umgang mit Dir. Ergo wird eine Umgangsklage wahrscheinlich einen positiven Beschluss für Dich bringen. Du musst schon extrem viel auf dem Kerbholz haben, damit Gerichte den Umgang verweigern. Klage auf Umgang ist die niedrigste Hürde für den leiblichen Vater.

Und als Vater-Ohne-Rechte sieht man(n) da völlig bescheuert aus und steht vor allem so da.

Du hast Rechte und vor allem: Dein Kind hat Rechte!

Kleiner Erfolg. Mal sehen, wie lange es hält.

Ohne Gerichtsbeschluss so lange, wie Frau Mama es möchte.

Du darfst der KM gegenüber kein Bittsteller sein sondern Deine Rechte und die des Kindes einfordern. Zieh ihr den Zahn gleich wieder! Lass Dich nicht ins Boxhorn jagen und GIB GAS!!!

Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 30.11.2006 20:39
(@minipiki)
Schon was gesagt Registriert

Moinsen!

Huiih, vielen Dank für die Anteilnahme!

Aalso, im Prinzip habt ihr ja Recht, was den ganzen Schmonz mit Umgangsrechten etc. angeht. Diese Thematik ist mir bewusst, aber ein rechtliches Druckmittel werde und will ich nur dann ansetzen, wenn gar nichts mehr geht. Bislang habe ich es mit guten Worten hinbekommen - selbst den Anwalt der Gegenseite habe ich in seine Schranken verwiesen - und werde auch weiterhin diesen Weg gehen. Es werden in dieser Situation nur weitere Geschütze aufgefahren, wenn die harte Tour gewählt wird. So viel ist sicher.

Bislang geht's eben nur mit der Einsicht, dass zu einem Kind mindestens zwei gehören, wenn der soziale Vater dazugezählt wird drei.
Diese Situation vor Augen und auch der Ex-Dame so vorgetragen hilft (bislang zumindest), die Bodenhaftung in dieser Geschichte nicht zu verlieren.
Ein wöchentlicher Kontakt auf wenige Stunden begrenzt ist mir zur Zeit lieber als alles andere. Gründe gibt's viele, manche werden euch einleuchten, andere eben weniger. Ich habe von Anfang an so gut wie keinen Einfluss auf das Geschehen gehabt. Der enge Rahmen der gesteckt wurde, wird nach und nach von mir ausgeweitet - ohne Erpressung, Geldzahlungen oder Androhung von rechtlichen Schritten. Schleichende, feindliche Übernahme eben ;-). Immer im Fokus: mein kleiner Sohn. Damit lebe ich zur Zeit ganz gut, ohne dass ich bei mir irgendwelche Ausfälle bemerke, die ich vorher hatte: Väter wissen, was gemeint ist.

Ich werde erstmal den Sonntag abwarten, mal wieder diplomatisch und ruhig auf die Dame zugehen und sehen was sich ergibt. Man darf nicht vergessen: Kurz vor Weihnachten, Stress ohne Ende und auch immer die beste Zeit für Zwist. Das ist in vielen Familien wohl leider die Regel geworden. Die Menschen drehen in der kurzen Jahreszeit manchmal durch.

Danke und Grüße,
Mini


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.12.2006 11:51
(@minipiki)
Schon was gesagt Registriert

Kleines Update:

Das Gespräch hat funktioniert :-). Die Ex-Dame war ein wenig neben der Spur, weil sich ihr Lebensgefährte von ihr getrennt hat und sie irgendeinen Punchball brauchte, um den Frust loszuwerden. Egal, zwei Stunden ein wenig um ihre Situation herum gelabert, Verständnis und Interesse gezeigt, dann mal wieder auf einen wöchentlichen Termin für den Kleinen und mich gefunden. Geht doch.

Zwischen durch kam sogar der Ansatz, dass der Kleine ja auch mal einen ganzen Tag bei mir sein könne, wenn ich nicht so weit weg wohnen würde (Hin- und Rückfahr ca. 250 KM). Ich habe das erst einmal freudig auf der Festplatte im Kopf  gespeichert und dann höchst diplomatisch geantwortet, dass unser Sohn BEIDE Eltern braucht und BEIDE alle Anstrengungen bewerkstelligen müssen, damit der kleine Mann im geeigneten Fahrwasser fährt und so seine Stärke bekommt. Fand sie toll und hat auch das erste Mal zugehört, wie meine Gedanken zu diesem Thema sind. Ein halbes Jahr früher hätte ich mir sonstwas anhören können. Und ihr könnt euch ja denken, was das so sein könnte.

Egal, Termine wieder gerettet, Donnerstag ist wieder Vater-Sohn-Tag!

Frohe Weihnachten!
Mini


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.12.2006 12:14