Ganz ehrlich würde ich zunächst niemanden Öffentliches mit einschalten.
Ihr habt eine laufende Kommunikation, keine Unterhaltszahlungen und die Mutter ist in Behandlung. Sie kooperiert da sogar mit dir, indem sie dir offen davon erzählt und auch die Krankenhaussituation nicht verschweigt.
Klar ist das suboptimal gelaufen, aber so Notfälle können auftreten und sie hat richtig gehandelt.
Immerhin hat sie eure Tochter in der Situation nicht sich selbst zu Hause überlassen, sondern mitgenommen.
Deine Tochter ist bei dir momentan in guten Händen, die KM hat ihre Situation richtig erkannt und sie dir anvertraut.
Wenn du jetzt das JA einschaltest kann es passieren, dass deine Tochter erstmal aus der Familie rausgenommen und die Situation der KM überprüft wird.
Willst du das wirklich?
Gerade psychische Erkrankungen werden so oft falsch eingeschätzt und die Ämter haben keine Geduld, die oft langwierige Behandlung dessen mit durchzustehen. Die machen lieber direkt Nägel mit Köpfen.
Also selber Lösungen suchen, bzw. die die da ist weiterführen und Füße still halten.
Deine Tochter kann ja mit der KM telefonisch Kontakt halten, tagsüber zu Besuch sein und mal einen Stadtbummel oder so zusammen unternehmen, wenn die KM wieder belastbar ist und von sich aus zustimmt.
Ansonsten einfach Geduld zeigen.
So Erkrankungen sind langwierig, aber nicht aussichtslos und deine Tochter hat bei dir einen sicheren Hafen.
Wenn der Tag nicht dein Freund war, so war er dein Lehrer.
Kindswohlgefährdung liegt halt schon irgendwie vor, wenn das Kind anstatt das es normal schlafen kann die halbe Nacht unterwegs ist.
Nö - das ist noch keine KWG!
Ansonsten hat Lofoten sehr viel richtiges geschrieben!
toto
Hallo,
die Frage ist nach wie vor, was Du willst. Ich denke, dass Du die Situation nicht realistisch einschätzt.
Deine Tochter ist 12, in absehbarer Zeit werden für sie Freunde eine viel größere Rolle spielen als Eltern. Wenn sie mit 14 bei der Mutter wohnen will wirst Du das auch mit einem ABR nicht verhindern können, wenn sie alles daran setzt.
Worin besteht denn das Problem zu sagen solange Mama krank ist, wohnst Du bei mir?
Mit 12 versteht sie das. Wenn es der Mutter besser geht steht doch auch einer Fortführung des Wechselmodells nichts im Wege.
Ich denke eher, dass Du mit der Vollzeitbetreuung ein Problem hast. Da ist die Arbeit, die Dich fordert, da ist die Tochter, die nölt, da ist die Ex mit der man auch nicht wirklich grün ist und nun auch noch die Situation, die Du eigentlich nie wieder erlaben wolltest, und jetzt sollt Du der entspannte, freundliche Papa und Mensch sein.
So einfach ist das leider nicht. Du hast auch ein Recht darauf die Situation sch... zu finden.
Aber Du kannst Dir doch auch Hilfe organsieren, vielleicht möchte die Tochter ja sogar Nachmittage bei ihren Freundinnen verbringen? Frag sie doch, frag die Eltern ob sie da mit machen. Das hilft Dir Dein Leben neu zu organisieren.
Irgendwann wird Deine Tochter auch ein erwachsender Mensch sein und eigene Wege gehn. Die Situation kann doch auch ein Anfang sein für ein selbständigeres, erwachseners Leben.
VG Susi
Wir haben ja Wechselmodell. Da gibt es keine Unterhaltszahlungen.
Im echten Wechselmodell sind beide ET unterhaltspflichtig und die Zahlungen werden nach den Einkommen gequotelt - wenn man sich nicht auf etwas anderes einigt.
Gruss von der Insel
Hallo blackpearl,
Ich bin gerade erschrocken. Woher kommt dieser Wunsch nach aggressivem Vorgehen auf deiner Seite?
Ihr habt ein Wechselmodell, was die Mutter in ihrer Betreuungszeit macht oder ob sie eure 12-jährige Tochter ein paar Stunden alleine Zuhause lässt während sie arbeitet geht dich nichts an solange das Kind nicht gefährdet ist.
Nun ist sie krank und stellt das Wohl des Kindes an erste Stelle, vertraut sie dir an. Sie hätte es auch aussitzen und uneinsichtig sein können und eure Tochter müsste nun darunter leiden. Hat sie aber nicht. Sie ist ehrlich zu dir und bindet dich mit ein, für eure Tochter.
Was machst du? Du willst ihr ein Messer von hinten in den Rücken rammen. Willst zum JA, denkst darüber nach das alleinge Sorgerecht zu beantragen. Überlegst deiner Tochter zu sagen, dass ihre Mutter sie derzeit nicht sehen WILL? Warum denn? Woher kommen solche Gedanken? Ich verstehe es nicht.
Deine Tochter ist in Sicherheit bei dir. Der eine Umgang ist nun eben schlecht gelaufen. Dann war deine Tochter EINMAL nachts wach und unterwegs. Und du machst daraus eine Kindeswohlgefährdung?!
Sie wird immer die Mutter deines Kindes bleiben, solche Überlegung und Handlungen sind Gift für eure Elternbeziehung und die ist gerade beim Wechselmodell super wichtig. Was meinst du würde sie nach solchem Handeln in der nächsten schwierigen Situation machen? Dich wird sie dann nicht mehr um Hilfe bitten und wer wird darunter leiden?
Warum kannst du nicht loyal sein? Zeig einfach, dass du ein guter und verlässlicher Vater bist und kümmere dich nun um eurer Kind bis es ihr wieder besser geht. Beim aktuellen Umgang wisst ihr jetzt, was geht und was nicht und wenn sie wieder gesund ist, geht das Wechselmodell weiter.
Jeder kann mal schwere Zeiten haben, davor bist auch du nicht gewahrt. Dafür haben Kinder 2 Elternteile.
Hallo blackpearl,
Du hast erst jetzt offenbart, dass die KM seit Jahren psychisch krank ist. Kennst Du eine Diagnose ?
Über Deine rechtliche Position bzw. vergangene rechtliche Auseinandersetzungen hast Du auch nichts geschrieben.
Ich habe aber Angst, dass wenn meine Tochter wieder bei der ex-Frau ist, dass dann etwas Schlimmes passieren könnte. Die Nummer mit dem Krankenwagen vorgestern Nacht war ja noch relativ harmlos.
Gab es in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle ?
Ich kann meine rechtliche Situation auch schwer einschätzen: In der Trennung und im Streit um das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe ich das Jugendamt extra eingeschaltet wg. der psychischen Krankheit der Mutter und bin quasi kläglich gescheitert.
Wie ist denn die Sorgerechtssituation, was ist mit dem ABR ?
Wie und warum hatte sich das JA positioniert ?
Ohne Hintergrundinformationen sind Ratschläge kaum möglich.
