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Vorstellung eines Langstreckenpendelvaters

 
(@nic-baron)
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Guten Tag,

mein Name ist Niclas, ich bin 40 Jahre alt , komme ursprünglich aus Berlin und lebe zur Zeit in Dresden.

Mein Sohn aktuell 3,5 Jahre , ist vor 1,5 Jahren mit der KM von Berlin nach Düsseldorf (von daher kommt sie) mit meiner Zustimmung
nach einer Mediation zurück gezogen.

Seither pendel ich erst von Berlin , jetzt von Dresden aus ,Entfernung die gleiche 580 km.

Ich zahle Unterhalt und bin seither immer alle 14 Tage in Düsseldorf.

Die Abmachung bei der Mediation meiner Zustimmung beinhaltete:

Ich lasse sie gehen und darf das We in Düsseldorf in Ihrem Haus(DHH) nächtigen und mein Sohn wird mir einmal im Quartal gebracht .

Ich hab ihn dann immer eine Woche und er verbringt die Hälfte des des Sommerurlaubs KITA bei mir.

Da die Situation leider immer unentspannter wird in Ihrem Haus, was verständlich ist, bin ich auf der Suche nach Erfahrungen mit Vätern die ebenfalls über weitere Strecken und regelmäßig pendeln.

Mir geht es gerade darum , wie und wo die We mit den Kindern verbracht werden , FeWo oder Hotel usw . ich sehe da neben den Pendelkosten noch ne Stange Geld auf mich zukommen .

Gibt es dazu ein Forenunterbereich ?

Besten Dank im vorraus


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 02.09.2014 18:22
(@louis3)
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Hallo!

Ich fahre regelmäßig 780 Kilometer von Oldenburg nach Konstanz, um meinen Sohn (6 Jahre) zu sehen.

Meine Ex ist vor 10 Jahren aus ihrer Heimat Konstanz zu mir nach Oldenburg gezogen. Seit der Geburt unseres Sohnes und damit verbundener Überforderung bei ihr hat es sie immer stärker wieder in ihre Heimat gezogen, wo sie ein größeres Umfeld hat. Im Sommer letzten Jahres habe ich dann schließlich dem Umzug zugestimmt. Sie hatte dort ein Jobangebot ihres ehemaligen Arbeitgebers. Es war verabredet, dass sie im September 2013 mit unserem Sohn vorzieht und ich dann (aus beruflichen Gründen) im Frühjahr 2014 nachkomme. Im März hat sie mir dann mitgeteilt, dass sie sich in einen alten Jugendfreund verliebt habe und sich von mir trennt. Wenige Wochen später ist der neue Partner in die Wohnung, die eigentlich unsere werden sollte, eingezogen.

Nach Vermittlung durch das Jugendamt sieht die Umgangsregelung nun so aus, dass mein Sohn die Hälfte der Ferien bei mir verbringt. In den Monaten ohne Ferien verbringen wir jeweils eine Woche gemeinsam in einer Ferienwohnung in Konstanz.

Im Moment trage ich die kompletten Kosten für beide Varianten alleine, da die Mutter ihren Angaben zufolge finanziell nicht in der Lage ist, unseren Sohn zu bringen und/oder zu holen.
In den Ferien fahre ich 800 Kilometer in den Süden, übernachte im Hotel und fahre am nächsten Tag mit meinem Sohn zurück in den Norden. Auf der Rückfahrt genauso. Kosten Sprit + Hotels ca. 600 Euro.
Die Ferienwohnungslösung kostet mich je nach Saison 500-700 Euro. Jeweils zzgl. Verpflegung, Aktivitäten, etc. 1.000,- Euro sind da jeden Monat schnell weg. Dazu noch Unterhalt.

Auf Dauer ist das für mich nicht zu leisten, aber da die Trennung noch relativ frisch ist und mein Sohn sehr an mir hängt (und ich an ihm), leiste ich mir das im Moment noch.

Früher oder später wird aber die Entscheidung anstehen, entweder in die Nähe meines Sohnes zu ziehen oder aber ihn deutlich seltener zu sehen.

Viele Grüße,
Carsten (42)


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 00:04
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Gibt es dazu ein Forenunterbereich ?

Na klar.
Nennt sich "Umgangrecht/-pflicht"

Mir geht es gerade darum , wie und wo die We mit den Kindern verbracht werden , FeWo oder Hotel usw . ich sehe da neben den Pendelkosten noch ne Stange Geld auf mich zukommen .

Meine Älteste. voreheliche wurde mit knapp 2 600 km weggezogen.
Dagegen etwas tun konnte ich mangels Sorgerecht nicht und hätte es mit, vermutlich auch nicht gekonnt.

Der Mutter war es selbst unangenehm aber sie hatte sich, nach unserer Trennung, neu verliebt und war von ihm schwanger.

Sie hat mir dann angeboten, dass ich bei ihr, ihrem Neuen und meiner Tochter wohnen könne, wenn ich sie besuche und es haben sich auch alle bemüht, dass das klappt, es war aber doch etwas verkrampft, sodass ich nach einigen Malen lieber in eine Pension gegangen bin.
Das Verhältnis zur ihr und ihrem Männe und ihren weiteren Kindern blieb aber gut und ich konnte mir den Umgang und die Unterkunft neben dem Unterhalt damals auch noch leisten.

Trotz der großen Entfernung ist es so gelungen, ein gutes Verhältnis zu bewahren.
Auch wenn die Umgänge später seltener wurden.
Als die Mutter und ihr Männe sich auch haben scheiden lassen, habe ich zum Umgang sogar wieder bei denen übernachtet.

Heute ist meine Tochter knapp 22 und ich sehe sie im Schnitt 2 mal im Jahr.
Seit ein paar Monaten in ihrer eigenen Bude mit ihrem Freund.

Insofern also eine Geschichte mit gutem Ausgang aber angesichts der Rechtslage sicher eher die Ausnahme.

Warum hast du denn damals dem Umzug zugestimmt?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 00:18
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Louis,

willkommen hier.

Normalerweise hat derjenige, der die Entfernung schafft für Kompensation zu sorgen. Wenn das aber unrealistisch erscheint (und die Strecke bleibt ja einfach riesig, egal wer nun fährt) würde ich Dir auch zu einem Umzug raten. Die gemeinsame Zeit kann Dir nachher keiner zurückgeben. Gerade wenn es auch für Dich beruflich möglich ist und das Verhältnis zur KM ansonsten gut ist. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 00:19
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin.

Normalerweise hat derjenige, der die Entfernung schafft für Kompensation zu sorgen.

Was Louis betrifft würde ich keine übertriebenen Hoffnungen machen, da nach meiner Lesart die Entfernung noch in der Partnerschaft geschaffen wurden. Da  Umgang über die Distanz  auch zeitlich sehr schwierig sein wird und ja eh geplant war, dass auch Louis seinen Lebensmittelpunkt nach Konstanz verlegt, würde ich dies auch trotz Trennung weiter verfolgen, wenn mir was am Umgang gelegen ist.

Ist das vielleicht auch für den TO Nic eine Variante?

Gruss, Toto 


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 08:47
(@nic-baron)
Schon was gesagt Registriert

Guten Morgen,

Also für mich ist es nicht möglich nach Düsseldorf zu ziehen , da ich beruflich in dieser Richtung nicht eingesetzt werden kann . (ich binverbeamtet)

Ich habe schweren Herzens dem Umzug zugestimmt weil ich ,

1. auf keinen Fall vor Gericht wollte , den dieses hätte ja bei meinem Veto entschieden wo mein Sohn bei einer Trennung zukünftig lebt ( bei gemeinsamen Sorgerecht)
zu dem Zeitpunkt der Trennung war klar das ich für eine bestimmte Zeit nach Dresden gehe und eh nur an den We da wäre , ich denke da hätte ich mit Argumenten warum sie in
Berlin bleiben soll doof ausgesehen ?!?

2. es für ihn glaube ich ganz gut ist in nem Haus mit Garten aufzuwachsen , als in einer Großstadt wie Berlin , wo man sich ab dem 5. Lebensjahr Gedanken machen muss mit der Einschulung

3. abgemacht war das ich , wenn ich dem zustimme in ihrem Haus übernachten darf um meine Kosten so gering wie möglich zu halten.

Mich interessieren als ersten Erfahrungen anderer Väter , die ebenfalls alle 2 Wochen weite Entfernungen pendeln.

Welche Lösungen gibt es der Übernachtungen,

Düsseldorf ist ein teures Pflaster und dauerhaft Hotels oder Pensionen ist auch nicht so das pralle.

Eine 2. Wohnung kann ich mir nicht leisten , meine Idee geht dahin einen festausgebauten winterfesten Wohnwagen zu kaufen um mir und meinem Sohn für
die nächsten Jahre ein gemeinsames Umfeld zu schaffen.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.09.2014 10:26
 Mux
(@mux)
Registriert

Hallo Nic,

als mein Sohn knapp 6 Jahre alt war, ist meine Ex mit ihm von Berlin nach Baden-Württemberg in ein Kaff aufs Land gezogen.
Die einfache Entfernung betrug 560 km.

Ich stand damals vor der gleichen Situation wie Du. Umziehen kam für mich auch nicht in Frage, da ich hier beruflich nicht weg konnte.

Um die Entfernung zu überwinden, habe ich mehrere Varianten ausprobiert. Mit meinem (sehr verständnisvollen) Chef konnte ich auf der Grundlage
von Arbeitszeitverlagerung zwei freie Freitage im Monat heraushandeln, sonst hätte ich offiziell eine Arbeitszeitreduzierung beantragt.

In der ersten Zeit bin ich dann Do-Abend nach der Arbeit runtergefahren und habe im nahegelegenden Hotel (10 km entfernt) übernachtet. Am
Freitag-Mittag habe ich meinen Sohn dann von der Grundschule abgeholt und am Sonntagnachmittag zur Mutter zurückgebracht. Dann wieder hoch
nach Berlin gedüst. Ankunft oft so 22:00 -23:00 Uhr. Nächsten Tag zur Arbeit. Die Fahrerei war mir allerdings auf Dauer zu anstrengend.

Bahn einmal probiert: reines Chaos. Nie wieder in Erwägung gezogen.

Fliegervariante: Die hat sich im Laufe der Zeit als relativ gut herausgestellt. Rechtzeitige Buchung erlaubte Flüge für ca. 100 € (Hin - und Rückfl.)
bsp. Berlin - Nürnberg oder Berlin Stuttgart. Vorteil: Eine Hotelübernachtung gespart, da ich erst Freitag früh geflogen bin. Dann weiter im Mietwagen
vom Flughafen aus (oft auch für WE ca. 100 -150 €).

Ich habe dann gerichtlich durchgesetzt (da mit meiner Ex nicht zu reden war), dass mein Sohn einmal im Monat begleitet nach Berlin fliegt. So hatte
er den Bezug zu Berlin, zu meiner Lebenspartnerin, seinem Zimmer etc. Kommt leider für Dich noch nicht in Frage, da dies erst ab fünf oder sechs Jahre
geht. Ab dieser Zeit bin also dann nur noch einmal im Monat runtergefahren, mein Sohn ist einmal gekommen, so dass ich weiterhin 14tägigen Kontakt hatte.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht sinnvoll ist, in allzu großer räumlicher Nähe zum Wohnort des Kindes den Umgang zu planen, da die Tendenz bestand,
immer mal wieder zwischendurch nach Hause zu wollen, um was zu holen oder mir was zu zeigen, aber da stand die Ex hinter, die möglichst immer präsent
bleiben wollte. Und das allerletzte, was ich wollte, war der Kontakt zu ihr. Durch das direkte Abholen von der Schule hatte ich i.d.R. nur Kontakt beim Zurückbringen.

Die Umgangs-WE habe immer als Kurzurlaube geplant und angesehen. Habe mir eine schöne Stadt im Umkreis von ca. 50 km ausgesucht und eine schöne Unterkunft
gesucht. Für den Sa oder So habe ich immer ein Event geplant. Tierpark z.B. oder auch einfach nur Schwimmen gehen, Burgbesichtigung, Vogelschau, Museum etc.
Den Rest einfach gespielt, und auch nur gechillt bei schlechtem Wetter oder Quatsch gemacht. Hat alles ohne Probleme geklappt.

Ich bin vom Hotel abgekommen, da Ferienwohnungen interessanter und schöner waren und auch viel großzügiger. In der Nähe von Rothenburg o. d. Tauber hatte ich z.B.
ein ausgebautes 100 qm Dachgeschoß gefunden, dass echt super war. War ich dann mehrmals. Außerhalb der Saison wardas auch bezahlbar.

Insgesamt billig war es trotzdem nicht. Meine Ex war eine von der Sorte "Das steht mir zu", und hat in der Zeit noch eine Kindesunterhaltsklage angezettelt, weil ihr Stufe vier
DDT nicht reichte und meinte, dass ihr Stufe fünf zustünde. Also das ganze kostet leider etwas Geld. Mein WE da unten war minimal immer so 500 € (all incl.)

Es hat sich aber gelohnt. Kosten verbilligen geht natürlich. Ich habe nicht die billigsten Übernachtungen gewäht und bin Essen gegangen, da ich keine Lust hatte im Supermarkt
die Zeit zu verbringen. Im Sommer kann man ja auch Campen etc. Einfach mal immer was Neues ausprobieren. Die Zeit damals war sehr anstrengend, aber auch interessant.

Nach zwei Jahren war der Spuk plötzlich vorbei und meine Ex zog wieder nach Berlin zurück. Seitdem lebt mein Sohn nun 4 km von mir entfernt. So viel zum Hinterherziehen.

Viel Glück und Durchhaltevermögen.

LG,
Mux


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 11:33
(@louis3)
Schon was gesagt Registriert

Moin.
Was Louis betrifft würde ich keine übertriebenen Hoffnungen machen, da nach meiner Lesart die Entfernung noch in der Partnerschaft geschaffen wurden. Da  Umgang über die Distanz  auch zeitlich sehr schwierig sein wird und ja eh geplant war, dass auch Louis seinen Lebensmittelpunkt nach Konstanz verlegt, würde ich dies auch trotz Trennung weiter verfolgen, wenn mir was am Umgang gelegen ist.
Gruss, Toto 

Hallo!

Es war eine gemeinsame Entscheidung noch innerhalb der Partnerschaft (sieben Monate vor der Trennung), bzw. ein Nachgeben von mir, um der Mutter ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und der Beziehung wieder eine Perspektive zu geben. Es war eine räumliche Trennung auf Zeit geplant (max. 9 Monate), damit sie die ihr angebotene Stelle antreten konnte und ich in Oldenburg noch meine Dinge abschließen konnte. Ich hatte damit arge Bauchschmerzen, habe aber ihrem Wunsch nachgegeben.
Spätestens zum sechsten Geburtstag meines Sohns wollte ich dann endgültig vor Ort sein (habe sie in der Zwischenzeit so oft besucht, wie es ging). Zehn Wochen vorher, nachdem der Großteil der für alle Seiten belastenden räumlichen Trennung geschafft war, wurde ich in meinen Umzugsvorbereitungen dann jäh gebremst.
Der Zutritt zur gemeinsamen Wohnung (Anfang März hatte ich noch den Mietvertrag unterschrieben) wurde mir verweigert und so bin ich erst einmal in Oldenburg geblieben.
Nachdem die KM den Zugang zum Kind anfangs völlig verweigern wollte, hat sich die Lage inzwischen etwas entspannt und sie musste einsehen, dass ich als Vater nach wie vor eine große Bedeutung für meinen Sohn habe und nicht einfach so durch den neuen Partner ersetzt werden kann. Von einem guten Verhältnis zu sprechen wäre aber übertrieben, es beschränkt sich auf das Nötigste.
Ich vermute, dass die Situation sich nicht ändern würde, wenn ich vor Ort wäre, d.h. eine klassische Umgangsregelung jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien.
Für meine Familie war ich bereit, diesen Schritt trotz aller Ungewissheiten und Bauchschmerzen zu gehen (sie war schließlich vor zehn Jahren auch für mich in die umgekehrte Richtung gezogen - wenn freilich auch unter anderen Voraussetzungen, jetzt ist ein Kind im Spiel). Unter den veränderten Umständen tue ich mich schwer damit, in die Kleinstadt zu ziehen, in der ich kein eigenes soziales Umfeld habe. Ich habe da immer den Vater einer Ex-Freundin vor Augen, der seiner Tochter aus Stralsund in den Raum Oldenburg nachgezogen ist und als einsamer und verbitterter Mann ein trostloses Leben fristet. Noch hängt mein Sohn sehr an mir, aber er wird älter und Papa wird an Bedeutung verlieren. Für die nächsten fünf Jahre für ihn nach Konstanz ziehen? Was kommt dann? Habe ich dann mit Ende 40 noch die Möglichkeit beruflich neu (ggf. woanders) zu starten? Andererseits stelle ich mir vor, wie ich mit 60 zurückblicke und es mir nicht verzeihen kann, die Kindheit mit meinem Sohn nicht so intensiv wie möglich ausgekostet zu haben. Schwierig...
Ich hätte es mir anders vorgestellt und habe die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass es anders hätte sein können. Es fällt mir immer noch schwer, die Entscheidung der KM zu akzeptieren und mich darauf zu konzentrieren, das Beste daraus zu machen.

Viele Grüße,
Carsten


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 11:51
(@mekmen)
Rege dabei Registriert

Hallo Nic Baron und Lucas

habt ihr mal über das betreute Fahren bei der Bahn nachgedacht ?

Mein Sohn hat das mal vor einiger Zeit ausprobiert und war - anfangs natürlich skeptisch - dann doch recht angetan.
Auf ausgewählten Nord-Süd und West-Ost Strecken bietet die Bahn zusammen mit der Banhhofsmission an, dass die Kids (ab 6 Jahren) von Mitarbeitern der Banhnhofsmission (meist ehrenamtliche ältere Frauen = Omi - Typ) begleitet werden und am Zielbahnhof dem anderen Elternteil übergeben werden. Da wird dann im Zug vorgelesen und mit den anderen Kiddies Spiele gespielt.
Wie gesagt, eine erste Skepsis muss est mal überwunden werden, aber dann kann es ja klappen. Und erspart einem den Bahnsinn selbst die ganze Strecke hin und zurück zu pendeln. Googel doch einfach mal "Kids on Tour" (und billiger als betreutes Fliegen ist es auch allemal).

Gruß
mekmen


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 13:02
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Nic,

leider kann ich dir zum Thema Langstrecke in der Beziehung nicht viele Ratschläge geben, da meine Tochter bei mir "ums Eck" wohnt.

Aber die Region Düsseldorf kenne ich allerbestens und hab da einen Ratschlag. Versuche es mal mit einer Jugendherberge. Die sind heute modern eingerichtet mit Doppelzimmer, da kannst du auch mit deinem Kind übernachten. Und es gibt eine in der Nähe von Düsseldorf, die besonders gut ist in einer schönen Umgebung.

Schau mal rein, vielleicht ist das mal eine Option für dich 😉

https://www.youtube.com/watch?v=_gLxCf-Nmbc

http://www.jugendherberge.de/de-de/jugendherbergen/nettetal-hinsbeck446/preise

Gruß
Sputnik


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 14:00




(@nic-baron)
Schon was gesagt Registriert

Danke Mux für deine aufbauenenden Worte !

Die Wahrscheinlichkeit das, sie zurück zieht steht bei mir leider gen Null , sie hat sich ja erst das Haus in Düsseldorf gekauft.

Mit der Bahn ist es zumindestens von Dresden zur Zeit sehr umständlich , ich biete mich immer als fahrer bei Mitfahrzentralen an und so kann ich meine Fahrtkosten minimieren.

Da mein Sohn erst 3,5 ist dauert es noch mit dem begleiteten fahren , aber 2017 arbeite ich wieder in Berlin und somit stehen guter Flugverbindungen und Bahnverbindungen nix mehr im Weg.

Wie empfinden 6jährige das monatliche pendeln, ich habe Angst das er darauf kein Bock haben wird ?!

Dann habe ich keine Erfahrungswerte , wie lange bzw bis zu welchem Alter , wollen Kinder von sich aus alle 14 Tage Kontakt  ? das ich mit 14/15 nicht mehr alle 2 Wochen da aufschlagen muss ist mir fast schon klar
weil Kinder dann bestimmt andere Interessen haben .

Danke Sputnik , für den Tip ... nach sowas Suche ich halt , aber leider liegt das ja mindestens noch eine Std Fahrt weiter , ich komme in der Regel am Fr zwischen 16 und 17 Uhr an je nach verkehrslage auf der wunderbaren A 1 und A 46
und dann im Freitag Rushhoureverkehr noch ne Std weiterfahren ist schon heftig .

In Düsseldorf direkt die Jugendherberge finde ich im Verhältniss ziemlich teuer.

Vielleicht hat ja jemand Tips entalg der A 46 von Düsseldorf Richtung Wuppertal ?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.09.2014 14:06
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Danke Sputnik , für den Tip ... nach sowas Suche ich halt , aber leider liegt das ja mindestens noch eine Std Fahrt weiter , ich komme in der Regel am Fr zwischen 16 und 17 Uhr an je nach verkehrslage auf der wunderbaren A 1 und A 46
und dann im Freitag Rushhoureverkehr noch ne Std weiterfahren ist schon heftig .

Nunja, von Mitte D`dorf bis dorthin sind es gut eine halbe Stunde und um die Zeit bist du verkehrsmäßig aus dem gröbsten raus.
Ich kann dir eine Probe empfehlen. Du bist ein Stück von Düsseldorf weg und hast in der Umgebung viele Möglichkeiten und by the way, sind da viele andere Kinder mit denen dein Sproß spielen kann, dann gibts da noch den Zirkus und rundherum die Seenlandschaften und auch ein Abstecher nach Venlo zum Toverland http://toverland.nl/de/ oder mal zum Irrland http://www.irrland.de/ steht nichts im Wege.

Also Möglichkeiten satt inkl. Halbpension und einer qualitativ netten Unterkunft bei der man Abends auch mal in Gespräche mit anderen Elternteilen kommen kann.


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 15:18
(@Wolkenhimmel)

habt ihr mal über das betreute Fahren bei der Bahn nachgedacht ?
Mein Sohn hat das mal vor einiger Zeit ausprobiert und war - anfangs natürlich skeptisch - dann doch recht angetan.
Auf ausgewählten Nord-Süd und West-Ost Strecken bietet die Bahn zusammen mit der Banhhofsmission an, dass die Kids (ab 6 Jahren) von Mitarbeitern der Banhnhofsmission (meist ehrenamtliche ältere Frauen = Omi - Typ) begleitet werden und am Zielbahnhof dem anderen Elternteil übergeben werden. Da wird dann im Zug vorgelesen und mit den anderen Kiddies Spiele gespielt.

@mekmen:

Wir haben damit wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Ist aber schon eine Weile her. Vielleicht hat die DB ihren Buchungsprozess inzwischen verbessert?

Früher konnte man das Ticket und die Betreuung nicht in einem Schritt buchen und im Zweifel war der Betreuungsteil dann nicht mehr verfügbar oder keine günstige Fahrkarte mehr übrig... und dann war es bei 90 Tagen Buchungsfrist bei der DB meist auch schon zu spät für einen günstigen Flug.

Für uns hat sich dann begleitetes Fliegen als deutlich planbarer rausgestellt.

Inzwischen ist das Wölkchen groß genug um mit dem Fernreisebus zu fahren, da kostet B-MZ einen Bruchteil des Preises von Bahn oder Flieger, lohnt sich aber nur für längere Aufenthalte.

VG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 15:31
(@howi64)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Nic,

es gibt eine in der Nähe von Düsseldorf, die besonders gut ist in einer schönen Umgebung.

Es gibt eine JH in D-Oberkassel - direkt am Rhein. Die ist vielleicht im Vergleich zu einer JH in der Pampa teuer. Mitten in Ddorf ist sie ein Schnäppchen.
Weil Ddorf Messestadt ist sind auch kleine Hotels in der Umgebung oft teuer - mit einer Ausnahme. Im Etap Hotel Hilden zahlst du ab 36 € pro Zimmer. Die Zimmer reichen für 1-2 Erwachsene + max. ein Kind bis 12. Frz. grand lit ca. 160 cm breit mit Etagenbett für Kind quer über dem Kopfende.

In der Nähe von Ddorf gibt es die JHen Neuss, Wuppertal  und Solingen

Im Sommer könnt ihr am Unterbacher See zelten.

Gruss Horst


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 16:04
(@louis3)
Schon was gesagt Registriert

Wie empfinden 6jährige das monatliche pendeln, ich habe Angst das er darauf kein Bock haben wird ?!

Dann habe ich keine Erfahrungswerte , wie lange bzw bis zu welchem Alter , wollen Kinder von sich aus alle 14 Tage Kontakt  ? das ich mit 14/15 nicht mehr alle 2 Wochen da aufschlagen muss ist mir fast schon klar
weil Kinder dann bestimmt andere Interessen haben .

Das hängt sicherlich vom Verhältnis Vater-Kind ab. Mein Sohn freut sich schon Tage und Wochen im Voraus auf den Besuch. Die langen Fahrten machen ihm nichts aus. Zwischendurch geht es an der Raststätte mal auf den Spielplatz oder es gibt ein kleines Wettrennen mit Papa am Parkplatz.
Wie lange das so bleibt, weiß ich auch nicht. Ich gehe mal davon aus, dass sich das Interesse nach der Grundschulzeit reduzieren wird.
Ich versuche meinem Sohn in der Zeit mit mir das zu geben, was er sonst von seiner Mutter und deren neuem Partner nicht bekommt und so für ihn interessant zu bleiben. Das muss nichts Aufwändiges sein, alte Rituale und Gewohnheiten, neue Erfahrungen (das erste mal zelten jetzt im Sommer war ganz groß für ihn) oder einfach mal stundenlang gemeinsam Quatsch machen.

Viele Grüße,
Carsten


AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 20:45
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Ich habe nur 50km hin und 50km wieder zurück zu fahren. Also 200km pro Umgang. Nach 8 Jahren sind da etliche Kilometer zusammen gekommen.

Ich sehe die Fahrten als Teil des Umgangs. Wir sitzen im Auto und nutzen die Zeit um zu quatschen. Würden wir mit der Bahn fahren, dann würde ich versuchen ne lustige Zeit zu haben. Spiele machen, whatever.

Manche Dinge kann kam nicht ändern. Aber man kann sich anpassen.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2014 02:49
(@frauvonpapa)
Rege dabei Registriert

Hallo,

bis zur Schule hat mein Mann seine Tochter 1x im Monat mit dem Flieger geholt.
Er ist Hin geflogen, Tochter wurde am Flughafen übergeben, Stunde später zurück. Ende des Umgangs das gleiche zurück.

Wenn ich die Flüge weit im voraus buchte, war es günstiger als Benzin mit Ferienwohnung mit extremer Zeitgewinnung.
Hinzu kam, dass man zuhause war - also auch das Kind. Somit war man nicht mehr auf Angebote der jeweiligen Stadt angewiesen, sondern konnte sich einfach mit Freunden treffen, die auch Kinder hatten.Oder eben auch die Familie erleben, die da ist.
Das Kind empfand das nicht als Stress, sie hat immer gleich ihr Zimmer kontrolliert, ob alles noch da ist.

Als sie zur Schule kam hatte sie so viel Flüge mit Papa hinter sich, dass das alleinige Fliegen mit Begleitung der Fluggesellschaft überhaupt kein Problem war.Also auch das im Hinterkopf haben.

Den Stress mit der Pendelei haben wir über 1 Jahr gemacht, als der Umgang dort stattfinden musste. Ehrlich....bis heute kann ich die Strecke nicht mehr sehen... alles einpacken, auch Spielzeug, evtl. Essen, da Ferienwohnung. Ich war in so vielen Kindertheater im Winter, dass selbst Tochter das irgendwann doof fand.

Deshalb das Fliegen war die Erlösung für uns 🙂

Gruss
FvP


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2014 21:40
(@louis3)
Schon was gesagt Registriert

Ich sehe die Fahrten als Teil des Umgangs. Wir sitzen im Auto und nutzen die Zeit um zu quatschen. Würden wir mit der Bahn fahren, dann würde ich versuchen ne lustige Zeit zu haben. Spiele machen, whatever.

Manche Dinge kann kam nicht ändern. Aber man kann sich anpassen.

Ja, so sehe ich die (bei mir sehr langen) Fahrten inzwischen auch und versuche die Zeit so gut wie möglich zu nutzen (Gespräche im Auto, Spielen bei Pausen, etc.). Im Winter werde ich meinen Sohn mit dem Zug holen, da ist dann natürlich noch mehr Gelegenheit dazu.

Ja, man kann es nicht ändern. Machen wir das Beste daraus!

Schönes WE,
Carsten


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2014 12:26