Hallo, "Schlachtopfer"?
Es ist zwar nicht der schönste Begriff, aber ja, doch, trifft es irgendwie.
mein wichtigstens Anliegen habe ich ja an Gaby schon geschrieben.
Das habe ich gelesen. Die von Dir geschilderten Szenarien passieren, das weiß ich und ich bedauere es. Jedoch, Du wirst hier keine die Kinder nicht betreuenden Elternteile finden, die mit ihren Kindern nichts mehr zu tun haben wollen. Ganz im Gegenteil.
Und dieses oben beschriebene Szenarium ist in ähnlicher Weise meines Wissens nach in der Mehrheit.
Da widerspreche ich Dir auf das Heftigste und bitte Dich um Nennung von Quellen. Die Gründe, weshalb ein regelmäßiger und zeitnaher Umgang nicht mehr statt findet bzw. statt finden kann, hatte ich ausführlich geschildert. Ich fürchte, Du vermischt fremde Erkenntnisse (z.B. die Ahmendt-Studien) mit Deinen Erfahrungen, Erwartungen und Gedanken. Ich habe für Dich einen bekennenden Verweigerer gefunden. Lies Dir hier mal durch, wie ihm der Kopf gewaschen wurde.
Der Gesetzgeber ist nicht für die missliche Lage der Kinder verantwortlich.
Nicht für die emotionale Lage, doch aber für die finanzielle. 22 % der Unterhaltsberechtigten erhalten (zusätzliche) Leistungen des Sozialamtes. Das heißt im Umkehrschluss, 22 % der Unterhaltspflichtigen können nicht den vorgesehen Mindestunterhalt zahlen. Mit der Reform des Scheidungsrechts 1977 hat er die Last auf die Familie abgeschoben. Frau Dr. Karin Jäckel hat hierüber sehr schön und treffend geschrieben.
Ich gehöre zu den 80% der Mütter, die den Kindern den Vater erhalten wollten. Leider gehörte dieser zu den 80% der Väter, die keine Kinder mehr wollten
Das ehrt Dich, doch zweifle ich die Prozentwerte an. Leider gibt es keine Erhebungen darüber (wären ja auch unsinnig, wer würde zugeben, dass er/sie den Kindern den Elternteilr vorenthält), doch wenn man ein wenig durch die "Szene" wandert, stellt sich ein gewisses Gefühl ein. Dadurch bin ich mir sicher, dass es keine 80 % der Väter sind, die ihre Kinder nicht wollen. Aber, wie gesagt, wir verfügen über keine Daten, eine Diskussion um diesen Punkt stützt sich auf Mutmaßungen und bringt uns nicht weiter.
Du bist augenscheinlich eine der beklagenswerten und engagierten Mütter, die mit aller Kraft versuchten, den gemeinsamen Kindern den Vater zu erhalten. Dafür meine Hochachtung und Deinen Kindern mein Mitgefühl. Wenn Du tatsächlich die Studien von Ahmendt gelesen hast, so verwundern mich doch viele Deiner Aussagen.
Gruß von
Ja, von wem denn ?
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo, Deep Thought,
Mich beeindruckt es doch ein bisschen, dass Du noch immer “Bock” hast zu antworten, wo ich eigentlich den Eindruck habe, dass Du auf geschiedene Mütter nicht gut zu sprechen bist (schlachten und melken habe ich auch irgendwo gelesen).
Mir ist klar, dass sich keiner dieser „Ex-Väter“ meldet. Bei diesem einen ist mir allerdings aufgefallen, dass nur zwei Frauen geantwortet haben, diese aber das gleiche Problem hatten wie ich.
Meine Erkenntnisse stammen zwar aus dem Jahr 1993 ( wie schon mal gesagt – älteres Semester),
Zeitschrift ELTERN oder Family, weiss nicht mehr so genau. Titel war ungefähr „geschiedene Väter/Rabenväter.
Ich habe dem Vater den Artikel gegeben, weil die ganze Angelegenheit abzudrifften schien, sein Kommentar: Alles Quatsch.
Und jetzt noch etwas zu dem „klaren Blick für die Zukunft“ bei Männern: Es ist doch auch erwiesen, dass diese nach einer Scheidung schneller wieder heiraten als Frauen und oft wieder Kinder haben.
Deren Blick muss aber sehr „getrübt“ sein. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass Frauen nur darauf aus sind, zu heiraten – Kinder zu kriegen – und die Männer abzusägen bzw. zu „melken“.
Gott sei Dank hat diese Einstellung nur eine Minderheit der Männer!
In dieser Studie ist viel zu viel von „Status“ die Rede, immer die Verbindung von Geld und Umgangsrecht. Es geht doch nicht darum , ob ein Doktor oder Direktor usw. mehr Kontakt zu seinen Kinder hat als ein Arbeiter (ich weiss, ein Arbeiter hat weniger Geld und kann deshalb seinen Kontakt nicht so wahrnehmen – wirklich nicht?). Ich denke, dass das Vater-Kind-Verhältnis in einer sogenannten „Arbeiterfamilie“ oft herzlicher ist – warum dann nach einer Trennung nicht mehr?
Ach ja, das liebe Geld!!!
Und diesem „bekennenden Verweigerer“ möchte ich gerne seine „Todesanzeige – gemacht von seinem Kind“ vorlegen. Vielleicht überlegt er sich dann noch mal seine Äußerung bezüglich des Schadens, den er anrichtet. Diese sind meistens nicht sichtbar, aber ich weiss ganz genau, dass meine Kinder welche haben, alle drei. Die große, mittlerweile 27, hat vielleicht Bindungsängste (sie will nicht heiraten), der 18-jährige redet gar nicht über seinen Vater, oder macht sich lustig (ich habe Bafög beantragt. Der „Vater“ musste auch Angaben über seine Kinder machen, z.B. Geburtsdaten. Kommentar des Sohnes: Ach, das wir geboren und wann wir geboren sind weiss er ja noch- der „Kleine“, der vor 10 Jahren Kilometer mit dem Fahrrad gefahren ist, um seinen Vater zu sehen.), und die „Kleine“ hat ihren Vater totgeschrieben. Vielleicht kommt sie damit wirklich besser zurecht. Tot ist Tot, da ist nichts mehr zu erwarten, keine Hoffnung mehr.
Ich hasse den Vater meiner Kinder nicht für sein Tun. Ich weiss, was ihm entgangen ist und noch entgeht. Mein Sohn hat in seinem Wesen viel Ähnlichkeiten mit seinem Vater, obwohl er sich ja nichts abgucken konnte. Sie liegen wohl einfach in den Genen. Über manches muss ich lächeln – aber ich hoffe ganz stark, dass er dieses eine Gen – Vatergefühle streichen können - nicht geerbt hat.
Diese Väter werde ich auf dieser Seite wohl nicht erreicht haben, aber vielleicht einige, die sich auf den Weg dahin befinden und es sich noch mal überlegen.
Anonym bin ich nicht mehr (sonst streichst Du dass). Ich bin die
Hanne!
dass Du noch immer “Bock” hast zu antworten, wo ich eigentlich den Eindruck habe, dass Du auf geschiedene Mütter nicht gut zu sprechen bist (schlachten und melken habe ich auch irgendwo gelesen).
Auf geschieden Mütter bin ich grundsätzlich erst einmal überhaupt nicht schlecht zu sprechen. Die Anzahl alleinerziehender Mütter hier auf vatersein unterstreicht dies. Ich will niemanden missionieren und ich gehe auch keiner Diskussion aus dem Weg. Wenn gleich, es wird allmählich ein Dialog.
Meine Erkenntnisse stammen zwar aus dem Jahr 1993 ( wie schon mal gesagt – älteres Semester),
Zeitschrift ELTERN oder Family, weiss nicht mehr so genau. Titel war ungefähr „geschiedene Väter/Rabenväter.
Das ist dann ja nun wirklich schon etwas älter. Die neueste Studie des Frauenministeriums spricht darüber ganz anders. Auch hat die Zahl der Umgangsboykotts sich potenziert. Statistiken darüber gibt es nicht, war auch nicht anders zu erwarten.
Mir ist aufgefallen, wie sich im Laufe des Threads Deine Aussagen verändern bzw. Aussagen anderer übernommen werden. Du magst Gründe hierfür haben, die ich nicht einzuschätzen vermag.
Deinen Frust und Deine Wut auf Deinen geschiedenen Mann kann ich verstehen. Und ich kann nur hoffen, dass Du es schaffst, Deiner Tochter ein Mann-Bild zu geben, dass es ihnen erlaubt, in die Väter ihrer Kinder Vertrauen zu setzen. Denn sonst haben diese keine Chance.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo Hanne,
schön, dass Du Dich nun "outest", mir gehts so besser - danke!
Du dürftest doch wohl inzwischen gemerkt haben, dass sich hier auch Frauen befinden, die sich hier "wohl fühlen". Dies ist kein Forum nur für Väter - auch Frauen sind hier und das ist auch ausdrücklich so gewünscht!
Der Deep wird Dir kaum eine Anwort schuldig bleiben, ich kenne ihn und er ist ein wirklich lieber, fairer Kerl, glaub mir!
Es ist eben so, dass die Menschen unterschiedlich sind und ich wehre mich gern gegen Verallgemeinerungen. Man trifft die Falschen , und vor allem HIER im Forum.
Ich kann gut verstehen, dass Du Deinen Ex "verteufelst", die Reaktionen der Kinder sprechen für sich. Aber nicht alle Männer/Väter reagieren so! Ich z.B. werde nicht versuchen den Kontakt zu meinen Kindern abreissen zu lassen (ist alles noch frisch), auch wenn die finanziellen Belastungen von den Kindern und der Ex mich an den Rand des Ruins treiben.
Natürlich werde ich weiter arbeiten gehen (auch, wenn´s sich kaum lohnt) und dafür sorgen, dass sie versorgt sind - und zwar alle, auch meine EX! Ich mag ein Einzelfall sein, aber ich habe auch noch immer das Wohl der Ex im Vordergrund, denn, gehts ihr gut, geht es auch den Kindern gut. So einfach ist das im Grunde und daran liegt mir viel!
Ich werde keinen Kampf um die Kinder veranstalten, solange sie (die Kinder ) es bei ihr gut haben. Das kann nicht sein! Ich glaube, dass wir uns da auch einig sind.
Torsten
[Editiert am 9/8/2003 von Giesser]
Hallo, „Deep“, kann es sein dass ich Dich verletzt habe?Diesmal ohne Anrede? Das wollte ich nicht und es würde leid tun. Aber dieser Satz ist doch von Dir:
So geht es, liebe alleinerziehende Mütter: Ihr wollt den Vater Eurer Kinder aus Eurem Leben katapultieren? Nehmt meinen Rat an: Macht es über den Unterhalt, das ist gesetzlich legitimierter Umgangsboykott, denn ihr wollt ja schließlich nur das, was euch zusteht, oder ?
Jeder von uns hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Aus meiner Sicht, nach meinen Erfahrungen,
war der Satz einfach schlimm. Vielleicht, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass es solche „Mütter“ gibt, die sich wie der Vater meiner Kinder verhalten.
Ich habe keinen Frust und keine Wut auf meinen Ex-Mann mehr, seit die Kinder es geschnallt haben, dass ihr Vater sie nicht mehr will. Ich bin nur traurig darüber. Aber auch traurig, wenn ich dann lese bzw. höre, dass sowas immer wieder passiert, von welcher Seite auch immer.
Ich schätze mal, dass Deine Kinder noch kleiner sind, da die Älteste Kommunion hatte, und hoffe, dass niemand es im Laufe der Jahre schafft, Dich aus dem Leben Deiner Kinder zu „katapultieren“.
Vielleicht habe ich damals zu früh kapituliert, aber irgendwann ist einfach die Luft raus. Ich wünsche Dir einen langen Atem!
Wollen wir damit unseren „Dialog“ beenden?
Alles Gute
Hanne
Hallo Torsten,
ich glaube, dass auf dieser Seite „fast alles liebe Kerle“ sind, weil sich sich kümmern wollen. Andere kämen gar nicht auf die Idee, da reinzuschauen.
Aber auch mein Ex-Mann war mal ein „lieber Kerl und guter Vater“. Trotzdem hat er von Anfang an den Umgang boykottiert. Er hat für uns „gesorgt“, aber darum ging es mir doch gar nicht. Irgendwie kommt mir dass so vor wie freikaufen. Viele werden vielleicht sagen, was will sie denn noch mehr!
Um meine Kinder musste ich nicht kämpfen, aber um den „Vater“, und habe verloren. Meinen Kindern geht es gut, aber es ging ihnen besser, wenn ich gewonnen hätte.
Auch Dir wünsche ich wie Deep, dass der Kontakt zu Deinen, höchstwahrscheinlich auch kleineren Kindern, die nächsten Jahre bleibt. Kämpfe darum! Wenn diese, trotz finanzieller Schwierigkeiten, überstanden sind, werden Deine Kinder wissen, dass ihr Vater noch da ist und sie nicht nur versorgt, sondern an sie denkt.
Liebe Grüße
Hanne
Hallo Hanne,
meine Kinder sind 9 1/2, 13 und 15 Jahre alt. Sie erkennen bereits jetzt, was wie läuft bzw. gelaufen ist und ich versuche alles zu tun, damit sie mich "in guter Erinnerung" behalten. Die Einflussmöglichkeit der Ex sind begrenzt und ich kann nur mit Liebe und Verständnis den Kindern entgegentreten - mehr "Waffen" habe ich ja nicht; über Geld kann es nicht laufen, damit treffe ich die Kinder.
Keine Kämpfe um die Kinder, keine Instrumentalisierung der Kinder, das alles möchte und werde ich nicht machen; da kann die Ex sich auf den Kopf stellen!
Ich kann - wie bereits gesagt - nur hoffen, dass sie (die Kinder) eines Tages zurückblicken und mich dann noch - wie heute - lieb haben. Mehr Wünsche habe ich nicht.
Torsten
