Heute war ein wunderschöner Tag: Die Sonne schien, ein laues Lüftchen wehte, die richtige Zeit, um die Gedanken zu sortieren und an das Morgen zu denken...gäbe es nicht Anwälte.
Meine älteste Tochter hatte im Mai Kommunion. Selbstverständlich wurde ich hierüber nicht informiert. Warum auch, ich bin ja nur der auf 840 Euro Selbstbehalt stehende Unterhaltspflichtige.
Eine Kommunion kostet Geld. Ein schickes Kleid, eine Kerze und natürlich ein Essen. Das akzeptiere ich.
Nun flattert mir heute eine Forderung zur Übernahme der Kommunionskosten ins Haus (270 Euro). Zahlbar bis zum 20.06.2003. Ich habe nicht die leisteste Ahnung, wie ich das leisten soll.
Die Konsequenz ist, dass ich meine Kinder am kommenden Wochenende nicht zu mir nehmen kann und sie auch nicht in den Sommerferien zu mir kommen können. Ich kann mir die insges. 1.200 Kilometer pro Besuch einfach nicht leisten. Somit werden zu den jetzigen 9 Monaten ohne Besuch viele weitere Monate hinzukommen.
So geht es, liebe alleinerziehende Mütter: Ihr wollt den Vater Eurer Kinder aus Eurem Leben katapultieren? Nehmt meinen Rat an: Macht es über den Unterhalt, das ist gesetzlich legitimierter Umgangsboykott, denn ihr wollt ja schließlich nur das, was euch zusteht, oder ?
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Lieber Deep,
mit Schrecken habe ich diese Nachricht gelesen!
Das kommt ja ganz schön doll für Dich!
Ich kann mir ja kaum denken, dass so etwas rechtens ist (wo mag das festgeschrieben sein?). Ich meine, Deine Ex hätte ja auch noch eine größere Feier gestalten können, und Du hättest bezahlen müssen (wobei Du nicht mal Kenntnis davon hattest - geschweige denn eingeladen warst)? Das kann ja wohl nicht sein ( sparst Du schon für die Hochzeit - von Deinen üppigen 840 € wirst Du ja wohl was zurücklegen können!) ?
Ich fass das Alles nicht - auf mich kann/wird so etwas also auch zukommen - mal 3!
Unglaublich!
Ungeachtet dessen solltest Du unbedingt zusehen, dass dadurch nicht der Besuch der Kids in den Sommerferien bei Dir in Gefahr gerät. Die Entfernung ist schlimm, aber 9 Monate die Kids nicht sehen?? Das kann´s ja wohl nicht sein!
Es MUSS eine Lösung geben!
Liebe Grüße , bin in Gedanken öfter bei Dir, als Du (vielleicht) denkst
Torsten
Hi DT,
lass dich bitte nicht dadurch einschüchtern, gibt sehr unterschiedliche Gerichtsentscheidungen über das Thema Sonderbedarf Kommunion, schau am besten dies bzgl. beim entsprechenden Oberlandesgericht nach!!
Hi Deep,
ich hatte bereits vor einiger Zeit ein Urteil gelesen (kann die Quelle aber nicht mehr benennen), nachdem eine Kommunion eindeutig kein Sonderbedraf ist, denn eine Kommunion ist praktisch auf den Tag genau seit der Geburt eines Kinder vorhersehbar. Dementsprechend ist es dem betreuenden Elternteil auch zuzumuten, für diesen Festtag Rücklagen zu bilden. Hier sollte Dir Dein Anwalt weiterhelfen können.
Viele Grüße
Uli
psssst....ich kann Deine Wut verstehen, aber ich verzichte zum Beispiel auf Unterhalt für mich und für die Kinder. Und bekomme trotzdem vorgworfen, daß ich das Kindergeld nehme !!! Ach ja: ich bringe meinem Mann die Kinder immer hin (800 km hin zzgl 800 km zurück...) und bezahle von den 300 Euro Kindergeld den Kiga, und die Besuchtouren und Klamotten und die Kleinigkeiten. Für mich ist nichts drin, außer das er meint, ich laufe rum wie Schlumpf...Dankbarkeit ist oft von keiner Seite zur erwarten. Fairniss auch nicht... Auf jeder Seite ob Männlein oder Weiblein hibt es "Kotzbrocken"
Gruß von weiblicher Pleite
hi
zahle das erst mal auf KEINEN FALL! mit welchem Recht fordert sie dieses Geld.
Lass dir die Origninalrechnungen zeigen damit du weißt für was du zahlen sollst. Lasse dich beraten. GGf. kann man auch sowas vom Sozialamt bekommen, sicher nicht wenn sie das im nachhinein will, denn wenn sie kein Geld hat die Feier auszurichten hätte sie den Antrag stellen müssen und nicht du.
Sie versucht es einfach bei dir, lass dich nicht darauf ein,
@All
Mal kurz ein Update: Der Gegenseite wurde per anwaltlichen Schreiben meine finanzielle Situation ins Gedächtnis gerufen und darauf hingewiesen, dass z.B. Kosten für eine Kommunion anzusparen sind, da nicht unvorhersehbar.
Die Gegenseite hat sich seit dem nicht wieder gemeldet.
DeepThought
P.S.: Ist es nicht schlimm, von 'Gegenseite' zu sprechen?
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hi Deep,
ich fürchte, dass die "Gegenseite" nicht das kleinste Bedauern empfindet, wenn sie das Schreiben bekommt - eher das Gegenteil - leider.
Jeder - "Seite" und "Gegenseite" sieht erst mal sich - und dann kommt (mach meiner kurzen Erfahrung damit) erstmal nichts.
Ich denke, Du versprichst Dir auch nicht zuviel von dem Schreiben - warum über nen Anwalt, das geld hättest Du sparen können/sollen - Krokodilstränen werden nicht fliessen!
Aber - natürlich ist es schlimm, nach langjähriger Ehe und Vertrautheit auf einmal von der "Gegenseite" zu sprechen - man hat sich ja schließlich mal geliebt !?
Das muss wohl so sein, um Abstand zu bekommen, den Kopf klar zu kriegen und die "richtigen" Schritte vornehmen zu können - es tut weh, da gehts mur mit Abstand -> "Gegenseite".
Ich denke, es geht vielen anderen genauso wie Dir!
Torsten
[Editiert am 3/8/2003 von Giesser]
Hallo, Väter!!!
Ich bin allerdings eine Mutter,sogar eine älteren Semesters.
Durch die Treffpunkt Elternseite bin ich auf die "Vaterseite" gekommen und möchte mich an die Väter wenden, die ihre Kinder NICHT SEHEN WOLLEN!!! und davon gibt es mehr als genug, es soll angeblich sogar die Regel sein, also nichts besonderes. Aber es könnte ja sein, dass einer dieser Väter es sich vielleicht noch mal überlegt, nachdem er mit dem Lesen fertig ist:
Ich bin seit 12 Jahren geschieden, war 17 Jahre verheiratet.
Meine Kinder waren zum Zeitpunkt der Scheidung Tochter15/
Sohn6/Tochter3. Die Scheidung wollte ich,dass alleinige Sorgerecht bekam ich auch, da der Vater gar nicht zum Termin beim Jugendamt erschienen ist. Vielleicht aus verletztem Stolz, da er nicht damit gerechnet hat, dass ich die Scheidung durchziehe. Die beiden "KLeinen" wollten weiterhin Kontakt zu ihrem Vater, die Große nicht. Sie hat von dem ganzen Streit vorher wohl zuviel mitbekommen. In der ersten Zeit kam mein Ex-Mann noch zu uns nach Hause, z. B. an den Geburtstagen. Es war schwierig, weil die Kinder dann gefragt haben, warum bleibt Papa nicht da, dass fand ich auch nicht besonders toll, vor allem, weil er ja wohl bleiben wollte. Dann habe ich die Kinder zu ihm gebracht, ca. 7 km entfernt, bin anfangs da geblieben, weil alle es so wollten.
Irgendwann habe die Kinder alleine bei ihm gelassen. Da waren alle enttäuscht, vor allem der Papa. Denn jetzt musste er ein paar Stunden für die Kinder alleine da sein. Dann hatte er eine Freundin und ist ca. 10 km entfernt weggezogen. Die Kinder haben mich gelöchert: Wann DÜRFEN wir nach Papa.
Sie haben angerufen, wurden vertröstet. Dann plötzlich ein Anruf: DAnn und dann hole ich die Kinder. Holland in Not.
Wir hatten uns was anderes vorgenommen. Also alle Pläne umgeschmissen, der Papa will endlich mal wieder. So ging es eine Weile hin und her, bis auch die Kinder nicht mehr jedesmal vor Freude an die Decke gesprungen sind, da es für sie immer so plötzlich kam. Daraufhin hat er seinen Anwalt eingeschaltet, so ca. nach 2 Jahren, und hat behauptet, ich würde ihm die Kinder vorenthalten. Noch heute sträuben sich mir die Haare!! Dann wurde eine feste Vereinbarung getroffen.
Ich glaube , es war einmal ein Wochenende im Monat. Das hat ca. 1 Jahr geklappt. Dann wollte er wieder den alten Törn, anrufen-abholen-wiederbringen. Mittlerweile waren die Kinder aber älter, der Papa ihnen fremder, trotz der Wochenden, jedenfalls läuft seit Jahren nichts mehr. Keine Karte zum Geburtstag, zur Schulentlassung zum Führerschein,
absolut nichts. Der Vater arbeitet im gleichen Ort, in dem wir wohnen. Die Kinder kennen ihn noch wieder, aber er seine eigenen Kinder nicht. Ich habe geglaubt, sie seien darüber weg, auch wenn irgendwie doch wohl was hängengeblieben ist. Die beiden ältesten haben vielleicht auch noch Erinnerungen, wenn auch nicht nur Gute. Aber die Kleine, mittlerweile 16-jährige, weiss eigentlich nichts von ihrem Vater.
Für sie ist er tot. Dass hat sie sogar schriftlich gemacht.
Richtig gelesen. Sie hat ihrem eigenen Vater, den sie manchmal
sieht - von weitem - eine Todesanzeige geschrieben. Ich habe mich beraten lassen - nach so langer Zeit - , und man hat mir gesagt, dass wäre eben ihre Methode, damit umzugehen. Für sie ist gestorben. Dass wäre keine Seltenheit, dass soetwas passiert. Ich war und bin darüber immer noch geschockt.
Ich habe keine Ahnung, was der Vater darüber denken würde. Ich glaube (vielleicht mal wieder zu gutgläubig), dass es ihm leid tun würde.
Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, ich wüsste auch gar nicht, was ich hätte daran ändern sollen. Ich habe nie schlecht von ihm gesprochen, aber den Kontakt konnte ich nicht erzwingen.
Es war wohl verletzter Stolz, oder die Freundin, irgendeineEntschuldigung würde sich finden lassen, wo es eigentlich keine gibt. Es ist einfach nur traurig.
eine ehe scheitert nicht ohne grund, warum sollte es dann so sein, dass man sich nach der scheidung besser versteht???
es ist traurig, wenn alleinerziehende mütter ihre exmänner "bestrafen", und es ist genauso dramatisch, wenn ein mann während der ehe und dann auch noch danach nichts taugt. es liegt an jedem einzelnen - nur warne ich davor, alle in einen topf zu werfen. damit würden wir die vorbildlichen trennungen übersehen, die gibt es wirklich! *seufz*
bye
barde
Hallo Anonyme (älteren Semesters)!
Ganz lieb von Dir, dass Du das gepostet hast. das dürfte mach einem zu denken geben!
Es gibt halt immer solche und solche Fälle; Deiner ist tragisch! Die "Kleine" schreibt ihrem Papa ne Todesanzeige - hoffentlich passiert mir das nicht.
Ich denke, dass Du Dir keine Vorwürfe zu machen brauchst - ER hats vermasselt.
Die sollte eine Warnung an alle - Väter wie Mütter - sein, die sich in ähnlicher Situation befinden (wie ich), und nicht möchten/wollen, dass sich das Verhältnis der Kids derart entwickelt.
Nochmals Dank für Dein Posting - sehr lehrreich!
Torsten
[Editiert am 4/8/2003 von Giesser]
Hallo Thorsten, genau das sollte es sein, eine Warnung und eine Mahnung an beide Elternteile. Ich denke, dass in meinem Fall der Vater mich treffen wollte, da er die Scheidung nicht wollte, oft ist es auch anders. Aber egal wie auch immer, die Leidtragenden sind immer die Kinder, auch noch nach so vielen Jahren, was ich nicht für möglich gehalten hätte. Und zu knabbern habe ich daran, den der Vater weiss ja von nichts. Dabei war er eigentlich kein schlechter Vater, so wie Väter vor 30 Jahren eben waren. Er hat seine Kinder schon gemocht und eine Entfremdung kann man wohl nach der Trennung nicht aufhalten. Aber seine Kinder ganz aus seinem Leben zu streichen, kann ich nicht verstehen. In meine Kinder kann ich mich nicht reinversetzen, aber ich glaube, dass sie auch ihren Vater als Folge aus ihrem Leben gestrichen haben.
Hallo Torsten, ich bins noch mal. Der Platz hat nicht ausgereicht und während ich so schreibe, kommt sogar bei mir noch einiges hoch. Ich kann ihn nicht einfach aus meinem Leben streichen,eben weil die Kinder da sind und vielleicht auch mal Enkelkinder. Auch die haben von vornherein schon ihren Opa verloren. Du bist sicher bedeutend jünger, da macht man sich über diese Konsequenzen vielleicht noch keine Gedanken. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, ein bisschen zum Leben Deiner Kinder dazuzugehören, teilnehmen ist meistens etwas schwieriger. Mach`s besser!!!!
Hallo Barde, es geht doch gar nicht darum ob Vater und Mutter sich verstehen oder ob einer "besser" ist als der andere, oder aus welchem Grund geschieden wurde.
Mir ging es nur darum, zu schreiben, welche Konsequenzen so ein Verhalten hat, und das sich so die Mehrheit der Väter verhält. Unsere Trennung war auch vorbildlich, die Scheidung war ruckzuck gelaufen, aber die Kinder sind geblieben, und bleiben es, so lange VATER und Mutter leben. Es hat mir unheimlich weh getan, als ich die "Todesanzeige" gesehen habe. Das so etwas in meiner Tochter vorgeht, habe ich nicht geahnt und wenn mir dann von kompetenter Seite gesagt wird, dass ist eigentlich ganz "normale Verarbeitung",
gehe ich davon aus, dass wir kein Einzelfall sind, was ich auch beim Lesen der verschiedenen Kommentare festgestellt habe.
Es gibt sicher Ausnahmen, dazu habe ich uns aber auch mal gezählt. Es gab keinen Streit mehr und kein Bestrafen gegenseitig, nur die Kinder sind bestraft, immer noch nach so vielen Jahren, Kinder, die auch einmal von ihrem Vater geliebt wurden und die es jetzt für ihn nicht mehr gibt, aus Kindersicht und Vatersicht. Es sind nunmal meistens Väter, die sich so verhalten, ohne sich über weiteres Gedanken zu machen, denn ich glaube nicht, dass der Vater meiner Kinder dass so gewollt hat und diese Väter wollte ich mit meiner Geschichte ansprechen. Nicht die unmittelbare Zeit nach der Trennung zählt, da ist vielleicht noch zu viel Gefühl im Spiel, dass "Umgehen" in den Jahren danach ist viel wichtiger, sonst ist irgendwann der "Zug abgefahren". Dir wünsche ich, dass trotz einer "vorbildlichen" Trennung wenigstens eine kleine Brücke zu Deinen Kindern( falls Du welche hast) bleibt. Dafür sind meistens die Väter verantwortlich (Ausnahmen gibt es).
mfg
Ich denke mal, Väter, die ihre Kinder nicht mehr wollen, werde diese Seite wohl nicht lesen. Aber vielleicht kann mir trotzdem ein Vater erklären, wie man so reagieren kann. Ich hätte es dem Vater meiner Kinder nicht zugetraut, dass er sich ihnen gegenüber mal so verhält. Was geht da vor in diesen
"Vätern"? Ich glaube nicht, dass sie alle nichts taugen. Es muss etwas anderes sein. Keine Mutter (auch hier gibt es Ausnahmen) würde sich so verhalten. Können diese Männer ihre Vatergefühle einfach streichen? Wie geht dass? Irgendwann kommen doch Erinnerungen hoch, dass da auch meine Kinder sind, die sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt haben, aus Kindergartenkinder sind Schulkinder geworden, die inzwischen im Berufsleben stehen.
Denken diese Väter nie mehr daran? Ich kann es einfach nicht verstehen. Vielleicht gibt es einen Vater, der mir dazu etwas schreiben kann. mfg
Hallo Anonym,
einleitend meinen Dank. Du hast eine sehr anregende Diskussion begonnen.
es geht doch gar nicht darum ob Vater und Mutter sich verstehen oder ob einer "besser" ist als der andere, oder aus welchem Grund geschieden wurde...Mir ging es nur darum, zu schreiben, ...
Das ehrt Dich, doch leider handeln die umgangsvereitelnden und -verweigernden Mütter unter anderem aus diesem Motiv.
dass ist eigentlich ganz "normale Verarbeitung",
Für mich ist es ein Hilfeschrei nach dem Ende des Schmerzes. Eine Verarbeitung hierzu kann nach meiner Ansicht niemals erfolgreich abgeschlossen werden, ohne dass ein Gespräch zwischen Tochter und Vater statt fand. Denn nur so kann Deine Tochter selbst sehen und hören, was bislang erzählt und gedacht wurde.
Es sind nunmal meistens Väter, die sich so verhalten
Das ist klar, nehmen doch die Mütter die gemeinsamen Kinder mit. Doch nicht "dass sie sich so verhalten" hilft weiter, sondern ausschließlich das "Warum?". Ich verweise hier einfach nur auf die Väterstudie von Amendt und den zuvor veröffentlichten Zwischenbericht.
Dafür sind meistens die Väter verantwortlich
Da muss ich klar widersprechen, denn es gibt keine Alleinverantwortung. Verantwortlich sind beide Elternteile. Und es ist gang und gäbe, dass der betreuende Elternteil den anderen auszugrenzen versucht. Gründe hierfür hatte ich jüngst in Peter's Thread Gesetzeslücke genannt. Ich behaupte mal kühn, den meisten Vätern ist es finanziell nicht möglich, einen dem Kindeswohl entsprechenden Umgang zu pflegen. Die Entfremdung durch das nicht tägliche Miteinander und damit einhergehende Lücken im Wissen um die Kinder kommt hinzu. Aber eines ist klar: Die Verantwortung tragen beide.
Warum Dein Mann so handelt, kann ich nur vermuten.
- Er will ein neues Leben anfangen
- Er will ungestört sein
- Er hat seine Kinder nie als wichtig angesehen
- Er gönnt Die kein freies Wochenende
- Er kann den Trennungsschmerz nicht ertragen
- Er kann seinen Kindern aus einem falsch verstandenen Schuldbewußtsein nicht mehr frei begegnen
- ...
Vätergefühle kann man nicht streichen, denke ich mir.Vielleicht greift eine Art von Überlebensstrategie bei solchen Vätern, deren Auswirkungen für die Kinder fatal sind.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo, Du "tiefgründiger Denker"! Magst Du noch weiter mit mir diskutieren? Ich habe die Seiten von dem Dr. sowieso angesehen. Demnach steht das Besuchs- bzw. Umgangsrecht ( wieso -recht und nicht -pflicht - hat mich immer schon gestört) in Verbindung mit Geld. Vielleicht sehen das die Väter, die ihre Kinder "abgeschrieben" haben, so, die einzige Verbindung, die sie noch zu ihren Kindern haben. Wenn sie noch zu Hause wären, würden sie doch auch, vielleicht als Alleinverdiener, ihre Kinder "bezahlen", und dann für den Rest ihres Lebens. Jetzt arbeitet doch die Zeit für diese Väter. Irgendwann können sie auch den Unterhalt "streichen". Ich habe so oft in den Kommentaren gelesen, dass viele Väter darauf warten, dass ihre Kinder endlich "zu groß" dafür sind.
Einer hat sogar geschrieben, dass die "Restfamilie" besser dasteht als zu Zeiten des Zusammenlebens. Dann hab ich wohl was falsch gemacht und mir viele andere auch. Soviel wie ich weiss, geht es Alleinerziehenden Müttern, vor allem, wenn sie lange aus dem Beruf sind, finanziell nicht rosig, den Vätern nach der Scheidung meistens auch nicht, dass stimmt auch. Ein normalverdienender Arbeiter hat dann auch zu krackseln. Aber, wie gesagt, alles auf Zeit.
"Die Mütter nehmen die Kinder mit" - wie viele Väter würden denn ihre Kinder mitnehmen? Vielleicht auf Mini-Jobs umsteigen oder Teilzeit arbeiten? Oder die Kinder weiterschieben, die ja wohl belastet genug sind. Wieviel Mütter verdienen so viel, dass sie Unterhalt bezahlen könnten.
Vielleicht wollen die Väter das gemeinsame Sorgerecht, aber Verantwortung Tag und Nacht über viele Jahre wollen wohl nur die wenigsten.
Und diese Väter, die sich so verhalten, haben ihre ganze Verantwortung abgeschoben. Was sollen die Mütter machen?
Die Kinder vor die Tür setzen. Sie kriegen es auch so mit, dass der Papa sie nicht mehr will - da nützt das Geld gar nichts.
Und dem "Kindeswohl finanzell entsprechenden Umgang", was ist das denn? "Vaterdenken!!" Die meisten Kinder wollen ihren Papa sehen, sprechen, anfassen, spielen - alles was man vorher auch gemacht hat. Wenn die örtliche Entfernung zu gross ist, wird das schon sehr schwiegig. Dann gibt es noch Telefon, e-mails, und die gute alte Post auch noch. Der Kontakt braucht nicht völlig zusammenzubrechen. Und dann spielt das Geld keine große Rolle mehr, auf beiden Seiten, egal wie viel einer verdient (sowie in dieser Studie gesagt wird).
Und die Gründe, warum die Väter keine mehr sein wollen,
(nicht nur der meiner(unserer) Kinder), sind lausig. Sie können nicht überleben, weil sie für die Kinder "bezahlen" müssen, und sie können nicht überleben, wenn sie ihre Kinder sehen sollen. Merkwürdig!! Vielleicht hätten sie besser keine haben sollen. Für derartiges Verhalten gibt es keine Entschuldigung.
Um eins noch mal klar zu stellen: Ich meine damit nicht die Minderheit der Väter, die von den Müttern ihrer Kinder bei der "Kontakthaltung" hintergangen werden. Auch das gibt es, und für diese Mütter gilt das gleiche, von evtl. schwerwiegenden Gründen abgesehen. Diese Väter tun mir unendlich leid, aber es sind eben Ausnahmen.
Ich glaube, es ist verletzter Stolz. Je nachdem, wer die Scheidung wollte, meistens ist es erst ja nur einer, will sein letztes bisschen "Macht" ausspielen. Im Momant mag des Genugtuung geben - aber später wird sich zeigen, dass alle den Kürzeren gezogen haben -wenn MANN Vätergefühle nicht einfach streichen kann.
Bin gespannt, ob Du noch mal schreibst.
Und die Gründe, warum die Väter keine mehr sein wollen,
(nicht nur der meiner(unserer) Kinder), sind lausig. Sie können nicht überleben, weil sie für die Kinder "bezahlen" müssen, und sie können nicht überleben, wenn sie ihre Kinder sehen sollen. Merkwürdig!! Vielleicht hätten sie besser keine haben sollen. Für derartiges Verhalten gibt es keine Entschuldigung.
Hallo "Anonym" -
für einen Teil der Väter mag deine obige Aussage zutreffen. Sie wollen ihre Kinder nicht mehr sehen und schieben finanzielle Probleme vor. ABER: es gibt auch viele viele unterhaltzahlende Väter und Mütter (ich bin eine davon) - für die ein mehrtägiger Besuch der Kinder eine finanzielle Belastung darstellt, die im Extremfall dazu führen kann, dass der Unterhaltzahler am Ende des Monats hungern muss...- das Gleiche gilt für Besuche bei den Kindern, wenn sie nicht gerade in nächster Nähe wohnen, sondern etliche Kilometer weit weg.
Ich will hier keine Lanze für die Väter brechen, die sich mit Trennung und Scheidung vollkommen aus der Affäre ziehen, jegliche Verantwortung ablehnen und munter in den Tag reinleben.
Nein!!!! In diesem Thread geht es doch - wenn ich nicht irgendwas völlig missverstanden habe - darum, dass es eben Väter gibt, die es sich tatsächlich nicht LEISTEN können, einen intensiven Kontakt zu ihren Kindern zu unterhalten UND zusätzlich noch von den dazu gehörigen Müttern daran gehindert werden.
Wenn man bedenkt, dass ein Unterhaltzahlender - sofern er nicht Großverdiener ist und über deutlich mehr als den gesetzlichen Selbstbehalt verfügt - maximal 840 Euro zur Verfügung hat, von denen er sein ganzes Leben bestreiten muss, dann kann man sich ausrechnen, dass da kein Geld bleibt, um die 500 km entfernten Kinder regelmäßig, ein-oder zweimal im Monat zu besuchen, richtig? Kontakt per Telefon ist möglich. Ja. Sofern ihn die jeweiligen Mütter oder Väter zulassen. Minuspunkt dabei: die Mutter/der Vater ist in der Regel immer im Hintergrund (in meinem Fall hört der Vater die Gespräche immer über Lautsprecher mit). Würde ein Kind wirklich offen mit Papa (oder Mama) reden? Ich sage: "Nein".
Ein Telefongespräch ist kein Ersatz für die persönliche Begegnung und kann tatsächlich zur Entfremdung zwischen Vater/Mutter und Kindern beitragen. Klar, das ist natürlich kein Grund, den Kontakt überhaupt nicht zu halten. Wie sonst sollen die Kinder mitkriegen, dass sich der Vater/die Mutter überhaupt noch für sie interessiert.
Ich denke, bei der gesamten Problematik kann man immer nur Einzelbeispiele aufführen - Pauschalurteile bringen uns hier nicht weiter.
Es gibt Väter (ich schreibe hier bewusst nur "Väter", weil ich offen gesagt nicht sicher bin, ob es Mütter gibt, die sich genauso verhalten), die den Umgang mit ihren Kindern ablehnen, die ihre Kinder einfach zu vergessen scheinen und die finanzielle Aspekte zur Begründung heran ziehen.
Es gibt Alleinerziehende, die den Vätern/Müttern den Umgang mit den Kindern (fast) unmöglich machen.
Es gibt aber auch die Eltern, die verantwortungsvoll mit der Trennungssituation umgehen, die versuchen, das Leid der Kinder auf ein Minimum zu begrenzen und die trotz aller Widrigkeiten immer die Interessen der Kinder in den Mittelpunkt stellen.
Worüber also wollen wir hier streiten? Das Thema Scheidung und Trennung hat viele Facetten und ich kann aus obigem Thread nur Eines ableiten: für sich gesehen hat jeder Recht. Wichtig ist doch, dass jeder, der das liest, in sich geht und versucht, es im Interesse der Kinder besser zu machen, oder?
Liebe Grüße
Gaby
Gelassenheit setzt großzügiges Denken voraus.
(Ernst Ferstl, Österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker)
Hallo Unbekannte,
warum sollte ich einer Diskussion aus dem Weg gehen?
Gabys Worte unterstütze ich uneingeschränkt und möchte noch etwas ergänzen:
In Deiner Betrachtung übersiehst Du, dass zur Ehezeit nur einmal Wohnkosten zu bezahlen waren und mit der Trennung von einem, im Wechsel der Steuerklasse bedingt, geringeren Einkommen zwei Mal Wohnkosten anfallen. Damit ist die verfügbare Geldmenge deutlich reduziert. Von dieser reduzierten Geldmenge sind der Unterhalt zu bezahlen und die Lebenshaltungskosten zu bestreiten.
Die Studie von Dr. Ahmendt hat einen Nachteil, den ich ihm gegenüber auch kritisch äußerte. In allen Punkten wird der Status dargestellt, jedoch nicht der Grund gesucht.
wie viele Väter würden denn ihre Kinder mitnehmen? Vielleicht auf Mini-Jobs umsteigen oder Teilzeit arbeiten? Oder die Kinder weiterschieben, die ja wohl belastet genug sind.
Es ist bewiesen, dass Mütter in Trennungssituationen ihre Kinder als Eigentum betrachten. Ferner denken sie eben genau wie Du, dass nur die Mutter die Bereitschaft und Befähigung zur Kindeserziehung aufweisen. Dies ist Dein nächster Irrtum.
Wieviel Mütter verdienen so viel, dass sie Unterhalt bezahlen könnten.
Hier werden also die Kinder dem Geld geopfert? Nur weil Mama potenziell nicht so viel Geld verdienen kann, hat sie die Kinder? Das darf nicht Dein Ernst sein!
Sie können nicht überleben, weil sie für die Kinder "bezahlen" müssen, und sie können nicht überleben, wenn sie ihre Kinder sehen sollen. Merkwürdig!! Vielleicht hätten sie besser keine haben sollen. Für derartiges Verhalten gibt es keine Entschuldigung.
Und genau das ist der Grund für rückläufige Eheschließungen und Geburten. Kein Mann mit klaren Verstand und Blick für eine mögliche Zukunft wird sich diesem Risiko aussetzen. Die Schuld daran trägt aber nicht der Mann. Verantwortlich hierfür ist der Gesetzgeber. Er hat den Müttern eine rechtliche Grundlage zum Schlachten des Vaters geliefert. Und die Mütter in ihrer unendlichen Generösität wollen ja "nur, was ihnen zu steht".
Auch ich spreche mit meinen Worten nicht alle Mütter an. Dies zur Klarstellung. Ich spreche die 80 % Mütter und 20 % Väter an, die eben genau so handeln.
Für diese Elternteile geht es nicht um das Kindeswohl. Das Kindeswohl definieret sich an ihrem Willen. Sie sind nicht kompromissbereit oder einsichtig. Sie wollen ihr Recht haben und auch bekommen. Und sie sind nicht in der Lage die Elternprobleme auszugrenzen.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo Gaby!
es geht genau um diese Väter, die munter in den Tag reinleben
und Ihre Kinder aus ihrem Leben gestrichen haben. Das sie welche haben, merken sie nur, solange sie Unterhalt zahlen. Ich weiss auch, dass es Mütter gibt, die den Kontakt boykottieren, mit ganz erbärmlichen Mitteln. Diese Väter leiden sehr darunter und meistens sind sie machtlos dagegen, weil Kinder bis zu einem gewissen Alter manipulierbar sind.
Bei diesen "gewissen" Vätern läuft es so ab:
Am Anfang der Trennung
Kinder: Wann kommt Papa wieder?
Nach der Besuchregelung, die ihm auferlegt wurde, z. B. immer am letzten Wochenende, sagt die Mutter: Am nächsten
Samstag. Die Kinder packen schon morgens ihre Sachen, laufen ein paarmal gucken, um der Papa kommt. Dieser kommt "genau" pünktlich, oder verspätet sich um ein paar Minuten. Für die Kinder eine unendlich lange Zeit. Am Sonntag kommen sie wieder genau pünktlich zurück, oder ein bisschen früher. Die Kinder etwas aufgedreht, fragen den Vater beim Weggehen: Wann kommst Du wieder.
So geht es eine gewisse Zeit. Dann ist es dem Vater aus irgendwelchen Gründen nicht mehr möglich, diese Regelmäßigkeit einzuhalten. Er möchte ein offenes Besuchsrecht, was heisssen soll, er will anrufen, wenn es ihm passt. Jetzt nerven die Kinder: Wann kommt Papa?
Mutter weiss nicht. Kinder rufen Vater an. Dieser druckst herum. Nach langem Betteln der Kinder endlich ein neuer Termin. Vielleicht wird dieser vom Vater eingehalten. Meistens nicht und die Bettelei fängt von vorne an.
Oder Vater ruft ausnahmsweise von sich aus an, will ganz plötzlich die Kinder holen. Diese freuen sich noch, alles andere wird für diesen Tag abgesagt. Mutter redet mit Vater, so geht dass nicht, was machst Du mit den Kindern. Aber es bleibt dabei. Dieses funktioniert nur solange die Kinder kleiner sind.
Irgendwann rufen sie nicht mehr an, verschieben nicht mehr ihre Verabredungen, wollen sich nicht mehr entscheiden zwischen Mutter (die vielleicht für diesen Tag auch mit den Kindern was geplant hatte) und Vater. Am Anfang Erleichterung für die Mutter. Endlich hat das Hin-und Her ein Ende. Was da bei den Kindern abgelaufen ist, kann wohl keiner genau ermessen. Mir tut es unendlich leid für die Kinder, aber was ist mit dem Vater. Spielt da wirklich Geld die große Rolle? Die Kinder haben keine Geschenke erwartet, keine großen Ausflüge - die haben sie auch vorher nicht gehabt. Sie wollten nur wissen, dass sie noch einen Papa haben, der sie nicht "vergessen" hat. Kein einziger Anruf mehr - vielleicht um den "nervigen" Fragen der Kinder aus dem Weg zu gehen. Ich habe den Kindern nicht den Kontakt untersagt, auch wenn ich es manchmal gerne getan hätte, um ihnen ihre Enttäuschung zu ersparen.
In dieser Zeit der erbettelten Besuchstermine ist mein Sohn, damals 8 Jahre, alleine mit dem Fahrrad zu seinem Vater gefahren. Es hat alles nicht genutzt.
Und dieses oben beschriebene Szenarium ist in ähnlicher Weise meines Wissens nach in der Mehrheit. Wenn es nicht so wäre, würde ich mir einfach sagen, meine Kinder haben/hatten einen Sch...vater. Aber er war mal ein lieber Vater und so viele Väter können sich doch nicht so negativ entwickelt haben.
Ich weiss, dass ich von diesen Vätern keine Meinung bekommen werde, aber vielleicht von Müttern, die ähnliches erlebt haben.
Ich kann verstehen, dass es den Vätern schwer fällt, dass sie sich wie "Besucher" vorkommen, vor allem, wenn sie die Trennung nicht gewollt haben, nicht am Sorgerecht teilhaben,
aber ist dieses Verhalten damit zu rechtfertigen? Ich konnte mich um Laufe der Jahre damit abfinden, und habe dass gleiche auch auf meine Kinder übertragen. Das es nicht so ist,
hat mir die "Anzeige" meiner Tochter gezeigt. Diejenige, die nur schwache Erinnerung an ihren Vater hat, leidet vielleicht im Moment (bedingt durch die Pubertät) am meisten unter der Situation. Aber auch diese Zeit wird "Vaterlos" vorbeigehen, aber ganz sicher bleibt durch das "verantwortungslose" Verhalten des VATERS etwas auf Dauer zurück.
Für uns ist es zu spät, da kommt kein Vater-Kind-Verhältnis mehr auf. Aber vielleicht überprüft doch der/die eine oder andere sein Verhalten und wählt einen anderen Weg, der vielleicht im Moment nicht so "einfach" ist, aber ihm die Liebe seiner Kinder erhält.
grüße an alle
Hallo, "Schlachtopfer"?mein wichtigstens Anliegen habe ich ja an Gaby schon geschrieben. Aber mit dem "Kinderopfern" verstehe ich nicht.
Du sagst doch, die Mütter nehmen die Kinder mit. Wieviele Väter würden denn ihre Kinder mitnehmen, wenn die Mütter sie lassen würden? Doch wohl nur die Väter, die zu ihren Kindern eine "Mutterbeziehung" haben, und dass ist ja wohl die Ausnahme. Bei kleineren Kindern ist die Beziehung zur Mutter doch meistens stärker, ohne dass sie ihre Kinder als "Eigentum" betrachten. Die Befähigung zur Kindererziehung spreche in Vätern nicht ab, wohl aber bei den meisten die Bereitschaft dazu, dieses alleine zu machen.
Denn es heisst doch "Alleinerziehender", egal ob beide das Sorgerecht haben.
Und als Muttter komme ich mir nicht besonders "generös"vor, auch wenn ich für meine Kinder nur das gewollt habe, was IHNEN zusteht. Ich gehöre zu den 80% der Mütter, die den Kindern den Vater erhalten wollten. Leider gehörte dieser zu den 80% der Väter, die keine Kinder mehr wollten.
Und die Männer mit dem klaren Verstand wollen nicht mehr heiraten und Väter werden. Ich kennne auch einige junge Frauen (meine Älteste eingeschlossen), die nicht Heiraten wollen. Sie lebt seit Jahren glücklich mit ihrem Freund zusammen und würde auch für ein Kind nie ihren Beruf aufgeben. Höchstwahrscheinlich würde er die "Mutterrolle" übernehmen und damit bei einer Trennung auch die "Bereitschaft" zur Kindererziehung. Das wäre einer der wenigen Fälle. Würdest Du dann auch sagen, er betrachtet sein Kind als "Eigentum"? Und meine Tochter käme sich als Schlachtopfer vor? Ich denke nicht!
Der Gesetzgeber ist nicht für die missliche Lage der Kinder verantwortlich. Das machen besagte Väter/Mütter schon alleine, und das hat gar nichts mit "rechtlicher Grundlage" zu tun. Es gibt bestimmt auch Väter, die genug verdienen, ihren
geldlichen Verpflichtungen nachkommen, aber auch ihre Kinder "gestrichen" haben. Fühlen sich diese Kinder dadúrch besser? Stehen diese Väter dadurch besser da? Für mich nicht.
Gruß von
