Hallo,
ich bin Mama von 3 wundervollen Kindern. Eulenkind 1 ist 8Jahre von Vater 1 und meine Zwillingseulen sind 5Jahre von Vater 2.
Mit Vater 1 bzw. seinen Eltern läuft es nach anfänglichen Schwierigkeiten super. Er selbst nimmt das Kind nicht aber seine Eltern holen sie regelmäßig, wo er dann auch immer ist. Es gibt keine starren Plan, wenn das Eulenkind möchte geht sie hin. Alles ohne Zwang. Man versteht sich untereinander super, schreibt sich Whatsapps und schickt Bilder usw. . Natürlich ist es bedauerlich, dass das Eulenkind keine richtige Bindung zum Vater hat, aber das lässt sich nach 6 Jahren auch nicht mehr nach holen und das merkt er jetzt schmerzlich. Ich bin trotz allem froh über dieses angenehme Miteinander.
Mit Vater 2 ist das leider alles unschön.
Ich trennte mich vor fast 3 Jahren. Von Anfang an war er nicht gewillt sich mit mir auf eine Umgangsregelung zu einigen. Er meinte, dass ich den Kindern den Vater genommen habe und nun zusehen soll, wie ich klar komme. Ich habe immer wieder versucht ihn zum Umgang oder zu einer Regelung zu bewegen. Zu Gesprächen beim Jugendamt kam er nicht. Auf Bilder, Videos etc. reagierte er nicht. Ein Jahr kämpfte ich darum, dass wir eine Regelung finden. In diesem Jahr sah er sie 5mal, davon 3 Nächte. Dann verklagte ich ihn im Juni 2015 auf Umgang. Ich forderte ein WE im Monat und 2 weitere Übernachtungen sowie eine Woche in den Sommerferien.(er hat rollende Woche, d.h. 6Tage arbeiten, 4Tage frei). Diese Gerichtsverhandlung war sehr unschön. Er wählte Worte, die weh taten u.a. dass er lieber seine Freizeit mit seiner neuen Freundin verbringt als mit seinen Kindern, dass er sie wenn überhaupt, dann nur einmal im Jahr zu Weihnachten sehen möchte. Er ließ mir die alleinige Sorge übertragen, damit er noch weniger mit uns zu tun haben muss. Er sagte, dass er lieber in Zwangshaft gehen würde als sich eine Regelung aufzwingen zu lassen. Die Richterin sah davon ab ihn zu etas zu zwingen, da er seinen Hass auf mich auf die Kinder übertragen könnte.
Im November 2015 nahm ich Kontakt zu ihm auf, da unser Eulenkind Verhaltensauffällig wurde (Ticstörungen, Wahrnehmungsstörungen). Er traf sich mit den Kids für ein paar Stunden und dann noch einmal am 27.12.2015. Ab dem Tag passierte nichts mehr. Weder zu Ostern, Geburtstag noch Weihnachten. Er fragte nicht einmal nach, obwohl er wusste das Sohnemann ins Krankenhaus musste.
Im November 2016 hörte ich auf meine Schulden an ihn zu begleichen und plötzlich nach 2 Wochen bekam ich einen Brief von ihm, aber selbst da fragte er nicht nach den Kindern. Nachdem er mir dann unser restliches Eigentum übergab und ich versprach meine Schulden zu begleichen fragte er nach 13Monaten, ob es eine Möglichkeit gäbe zu den Kindern Kontakt aufzunehmen.
Ich war hin und her gerissen und habe ihn gebeten mir mitzuteilen, wie der Umgang aussehen soll, ob es bei einmal im Jahr bleibt, wenn es andem ist, dann werde ich dem nicht zustimmen. Er meinte, dass er eine Regelmäßigkeit möchte, aber eben keinen festen Rhythmus. Er stellt sich so einmal im Monat für wenige Stunden vor. Wie dem auch sein, es fanden nun 2 Treffen von je einer Stunde statt. Die Kids wussten nicht mehr wer er ist. Meine Tochter sprach immer von "der Junge und das Mädchen" und mein Sohn von "der Opa".
Ich frage mich immer wieder, ob das überhaupt Sinn macht. Nachdem was er alles über die Kids in der Verhandlung gesagt hat, hat er es überhaupt nicht verdient, er ist eine Schande für alle Väter, die um ihre Rechte kämpfen, aber ich bin irgendwie zu weich 🙁 . Er weiß gar nicht was er für ein Glück hat so eine mutter wie mich für seine Kids zu haben, wenn ich hier so lese. Was würdet ihr mir raten? Dieser innere Zwiespalt ist schrecklich. Letztendlich entscheide ich zum Wohle der Kinder. Dient er dem Wohle???Momentan bin ich der Meinung er tut es nicht. Wenn ich wüsste, ob er langfristig Interesse hat oder ob es das jetzt wieder war...seit 3Wochen hab ich nun wieder nix gehört.
Lg Dat _Eulchen
Moin.
Ich versuche es kurz - dieser Zwiespalt ist hier schon mehrfach diskutiert worden. In allerletzter Konsequenz wird es immer eine Einzelfallentscheidung sein, die wir Dir nicht abnehmen können, auch - und das berücksichtige bitte bei allen Kommentaren die Du hier bekommst - weil wir viele Einzelheiten gar nicht wissen können.
Letztendlich entscheide ich zum Wohle der Kinder. Dient er dem Wohle???Momentan bin ich der Meinung er tut es nicht. Wenn ich wüsste, ob er langfristig Interesse hat oder ob es das jetzt wieder war...seit 3Wochen hab ich nun wieder nix gehört.
Umgang mit ihrem Vater ist das Recht der Kinder! Und wird - bis auf wenige Ausnahmen, wo es idR um Gewalt geht - dem Wohl der Kinder (was auch immer abstrakt das ist) dienen! Klar ist, dass der Umgang häufig(er als einmal im Jahr) sein sollte und je älter die Kinder werden auch regelmäßig und verlässlich. Und auch Du hast sicherlich ein Recht auf ein Mindestmaß an Verlässlichkeit und Planbarkeit. Erzwingen wirst Du den Umgang allerdings nicht. Aber einmal Umgang halte ich für besser als kein mal Umgang (und ob die Kinder den Mann als Vater begreifen oder nur einen netten Nachmittag oder ein spannendes Wochenende verbringen ist zunächst auch egal). Und auch sponaner Umgang ist besser als kein Umgang. Klar, unter der Berücksichtigung dass unter der Spontanität nicht anderes Wohl der Kinder leidet. Und von Dir wird sicher nicht verlangt, dass Du alles stehen und liegen lässt wenn der Umgangsvater pfeift. Es bleibt dann Deine Entscheidung, wie sehr Du Dich darauf einlässt, zu springen wenn es dem Wohl der Kinder dient. Das ist doch etwas, was wir Eltern häufig erleben, dass wir uns verbiegen, weil es dem Wohl der Kinder dient. Alleine Du solltest Dir nicht anmaßen zu urteilen, ob Umgang mit dem KV dem Wohl der Kind dient - das ist Gesetz!
Toto, der hofft, Dir ein paar Anregungen mitgegeben zu haben, auch wenn es nicht DIE eine Antwort ist.
Nein, es stimmt, erzwingen kann ich es nicht. Vor Gericht zog ich damals nur weil man mir bei der Kur riet mir Freiräume notfalls auch so zu schaffen und mit dem Hintergrund, dass ihm jemand von dem er sich was sagen lässt mitteilt, wie wichtig Umgang für die Kinder ist und wie sehr sie ihren Papa brauchen, denn ich konnte da reden wie ein Buch und auch die Schreiben vom Jugendamt fruchteten nicht. Blöderweise ging das nach Hinten los.
Mittlerweile bin ich von dem Wunsch, dass er sie über Nacht nimmt, abgekommen. Das wird wahrscheinlich nie passieren. Und es ist auch okay so, wenn es wirklich regelmäßig so 2x im Monat für ein paar Stunden wäre. Ich möchte jedoch nicht, dass er hier auftaucht wann ihm beliebt, dann wieder für über ein Jahr verschwindet. Die letzten beiden Treffen verliefen so, dass er bzw. seine Frau mich 11Uhr angeschrieben haben ob sie die Kids 14Uhr holen können. Es war okay, weil ich nix vor hatte aber schön finde ich das ganze nicht und das habe ich ihnen auch mitgeteilt, dass sie mir doch bitte etwas mehr Vorlauf geben.
Gerade für meinen sehr sensiblen Sohn ist das nicht gut. Seit dem letzten Treffen vor 3 Wochen tict er wieder vermehrt. Ob man das in Verbindung mit dem Treffen bringen kann weiß ich nicht, es ist nur seltsam. Mein Sohn ähnelt charakterlich sehr seinem Vater. Beide brauchen Struktur und einen Plan, deswegen dachte ich, er versteht, dass der Kleine unter so einer Art von Umgang leidet. Leider ist nicht an dem und das alles nur weil er mich so sehr hasst. Er trennt das einfach nicht.
Naja vermutlich bleibt mir nix anderes übrig als das Spiel nach seinen Regeln zu spielen. Erstaunlich wie es andersrum auch sein kann, wenn man hier so liest.
hi,
ich halte diesen Absolutismus "jeder Umgang ist besser als kein Umgang" genauso für quatsch wie "Mütter sind besser als Väter".
Mein Ex hat gerade zum 4ten mal den Umgang ausgesetzt, die Kinder sind 2 und 5.
Jedesmal musste ich das ältere Kind aufbauen, es war in seinen Grundfesten erschüttert, hatte Verlustängste....
Regelmäßig, auch wenn es nur wenige Stunden im Monat sind okay aber nicht nach belieben.
Wasserfee
nicht mein Zoo
nicht meine Affen
Moin Wasserfee,
es ist aber nun mal auch so, dass man den Unterhaltszahler zwar zur Zahlung verpflichten kann, nicht aber zum Umgang. Das das nach hinten los gehen wird, war also eigentlich schon im Vorfeld klar (auch wenn man Deine Intention verstehen kann).
Fakt ist auch, dass Du auch mit Vater 1 keine feste Umgangsregelung hast. Das wären alles Punkte, die ich so als Elternteil nicht hinnehmen würde. Bei drei zu betreuenden Kindern schon mal gar nicht. Umgang hat geplant und zuverlässig zu erfolgen. Das Problem ist, dass Du wahrscheinlich dankbar für jede Entlastung bist und daher vielen so "hinnimmst". Schau doch mal, ob Du Dir durch Familie / Freunde noch mehr Entlastung im Alltag holen kannst und Dir so mehr Selbstbewußtsein in der Umgangsgestaltung holen kannst. Gruß Ingo
ich halte diesen Absolutismus "jeder Umgang ist besser als kein Umgang" genauso für quatsch
naja, hab ich deshalb auch genauso nicht geschrieben 😉
aber einmal Umgang wie hier geschildert halte ich tatsächlich für besser als keinmal Umgang - ich halte es nicht für das Recht des BET zu bestimmen wieviel Umgang verbindlich sein müsse, um überhaupt Umgang zu zulassen.
und auch gegen spontanen Umgang mit den von mir genannten Rahmenbedingungen spricht mE nichts...
und von spontanen Absagen - die in der Tat einem Kind da freudig den Umgang mit seinem väterlichen Held erwartet stark enttäuschen und hier von Wasserfee in die Runde geworfen - hab ich bei der TO nichts gelesen :puzz:
Um es klar zu stellen: so wie der Eulenvater hier geschildert wird, besteht viel Luft nach oben. Aber das berechtigt mE noch nicht den BET hier eigenes Gutdünken in den Vordergrund zu stellen...
toto
Hallo,
Eulenkind 1 ist auch mal übers Wochenende nicht da?
Gibt es eine grobe Planungß
Für die Eulenkinder 2 und 3 würde ich dem Vater mitteilen, dass du immer den x. Samstag im Monat für einen Kontakt freihältst. Diesen Termin muss er den Sonntag vorher bestätigen, wenn er ihn wahrnehmen will. Hat er das dann nicht getan, wärst du in der Planung frei. Wenn ihr dann etwas vorhabt, kann der Umgang leider nicht spontan stattfinden. Habt ihr nichts vor, dann würde das gehen.
Damit legst du einmal die Richtlinie fest. Und evtl. hält er sich ja daran. Und ihr könntet dann eine Woche vorher das Wochenende planen.
Sophie
Hi,
ich verstehe dein Problem nicht und weniger die, die mit ihrem Kommentar noch weitere Probleme schaffen.
Du willst doch Umgang zwischen Vater und Kind?! Also was gibt es da zu diskutieren? Wenn er möchte unterstütze das. Du schreibst selbst von deinem Ex und Vater er sei eine schwierige Persönlichkeit. Also gebe Sicherheit und Unterstützung. Das hilft allen, vor allem deinen Kindern.
Auch wenn es holprig sein sollte hast du dir dann nichts vorzuwerfen.
Ob und wie kurzfristig du einen Umgang unterstützen möchtest kannst nur du selbst entscheiden. Nur du allein kannst in diesem Moment die Situation bewerten. Unterstütze sofern es möglich ist und Sinn macht. Versuche auf eine regelmäßigen Umgang hinzuarbeiten. Mit Druck hast du es bereits versucht und bist gescheitert. Also versuche es mit Verständnis und Wohlwollen.
Und mal ehrlich, gibt es jemanden, den es erstaunt, dass Umgangswechsel verarbeitet werden müssen? Ebenso wie andere positiven als auch negativen Ereignisse die absolut nichts mit Trennung zu tun haben?
Gruß
Bedauerlich, dass Du Dich nicht in so eine Situation einfühlen kannst. Es fühlt sich bestimmt nicht schön an, wenn alle Kinder einen Papa haben, ja sogar die Schwester immer Geschenke von ihrem Papa bekommt und man keine Ahnung hat wann der eigene Papa wieder auftaucht. Mir als Mama tut das sehr weh, wenn ich mich in die Kinder hinein versetze...Ich hab mir immer gewünscht, dass sie einen richtigen Papa haben, einen auf denen sie jederzeit zählen können aber das werden sie in ihm wohl nicht finden.
Natürlich wünsche ich mir den Umgang aber ich finde es sollte eine Regelmäßigkeit voraussetzbar sein. Zum einen weil ich der Meinung bin, da 🙂 :)ss die Kinder da ein Recht drauf haben (so auch die Worte der Richterin) und zum anderen weil alle besser planen könnten. Wie soll ein Kind damit klar kommen wenn es nicht weiß, wann es den Papa wieder sieht???Wie soll ich auf diese Fragen befriedigend antworten, wenn ich selbst nicht weiß, wann der Herr sich wieder dazu herablässt??? Ich weiß, dass der Druck nix bewirkt aber muss ich mich deswegen zu seinem Hampelmann machen nur damit die Kinder ihren Papa mal sehen können? 🙂
Moin,
Es fühlt sich bestimmt nicht schön an, wenn alle Kinder einen Papa haben, ja sogar die Schwester immer Geschenke von ihrem Papa bekommt und man keine Ahnung hat wann der eigene Papa wieder auftaucht. Mir als Mama tut das sehr weh, wenn ich mich in die Kinder hinein versetze...Ich hab mir immer gewünscht, dass sie einen richtigen Papa haben, einen auf denen sie jederzeit zählen können aber das werden sie in ihm wohl nicht finden.
Das wirst Du aber nicht ändern können!!
Also bleibt eben nur die Konsequenz, damit umzugehen (und versuchen, etwaige neg. Folgen/ enttäuschte Erwartungen für die Kinder abzufedern - ja nicht einfach, aber wie oft machen wir das, wenn die Kinder enttäuscht von der besten Freundin oder gar dem ersten Freund oder der Niederlage beim Hockey-Spiel nach Hause kommen)
oder eben den Umgang unterbinden 😡 (das kommentiere ich nicht weiter)
Natürlich wünsche ich mir den Umgang aber ich finde es sollte eine Regelmäßigkeit voraussetzbar sein. Zum einen weil ich der Meinung bin, da 🙂 :)ss die Kinder da ein Recht drauf haben (so auch die Worte der Richterin) und zum anderen weil alle besser planen könnten. Wie soll ein Kind damit klar kommen wenn es nicht weiß, wann es den Papa wieder sieht???Wie soll ich auf diese Fragen befriedigend antworten, wenn ich selbst nicht weiß, wann der Herr sich wieder dazu herablässt???
Hervorhebungen von mir - was fällt auf?!
muss ich mich deswegen zu seinem Hampelmann machen nur damit die Kinder ihren Papa mal sehen können? 🙂
NEIN - musst Du nicht!
Die Kunst ist, sich nicht zum Hampelmann zu machen (bzw. sich nicht so zu fühlen), auch wenn man innerlich wieder einmal die Augen rollt über diesen KV... (und das ist nachvollziehbar, denn sonst wäre ihr wahrsch. ja noch zusammen....)
toto
sorry Eulchen,
da geht sogar mir der Kamm gen Himmel!
ICH ICH ICH ICH.
Dann kommt der KV halt unregelmäßig und selten. Habt ihr Zeit, isses fein, passt es nicht, auch gut. Da musst du dich gar nicht zur Hampelfrau machen sondern stoisch danach handeln "ist es okay oder haben wir was vor"
Stört ihn das, muss er eben doch eine feste Umgangsregelung anstreben.
Ich hatte das erst so reininterpretiert (mein Fehler, meine Geschichte) dass KV Verabredungen trifft die er nicht einhält.
Das scheint ja so nicht, deswegen solltest du das echt im Sinne deiner Kinder locker handhaben. Und auch bei den Kiddies keine Erwartungshaltung aufbauen (Papa sollte öfter kommen...).
Du bist ja auch nicht für KV verantwortlich.
Fragt er an, ihr habt nix vor und die Kinder haben Lust auf Papa (und jaaaaa.....bei dieser Konstellation dürfen die Kinder mMn auch mal keine Lust haben) ist es okay, wenn nicht dann nicht.
Du kannst den KV nicht ändern und in der von dir geschilderten Situation kann ich mir gut vorstellen, dass der nette Besuchsonkel (äh, Vater) von den Kindern gerne angenommen wird aber eben nur als das, was er selbst gewählt hat.
Wasserfee
nicht mein Zoo
nicht meine Affen
Ich kann nun mal im Moment nur aus meiner Sicht sprechen, da die Kinder sich bis dato verbal nicht dazu äußern, deswegen steht da "ich" und ich versetze mich oft genug in die Lage meiner Kinder und überlege wie es für sie sein muss, ob sie tatsächlich so fühlen weiß ich natürlich nicht.
Wenn es wirklich nach mir ginge, so wie es mir hier scheinbar ein paar Leute unterstellen , dann hätte er definiv nach der Verhandlung verkackt und das ist auch das was Freunde (männlich wie auch weiblich) mir immer sagen, nämlich, dass sie ihm die Kinder nicht mehr geben würden. Ich(ja ich) bin dann aber diejenige, die sich in die Kinder hineinversetzt und das eben nicht kann. Ich weiß z.
b. Dass die Ex von meinem Mann so ein Theater nicht mit machen würde. Er bräuchte nach so einer Aktion nie wieder auftauchen.
Und mir ging es einfach nur mal darum meinen inneren Zwiespalt darzustellen, ich wusste nicht, dass das niemand versteht.
Naja...Ich danke euch...Wir werden das Beste aus der Situation machen müssen
Eulchen,
Bei mir ist es auch so, KM wünscht keinen Kontakt, trotzdem lasse ich alle Türen offen....wenn sie möchte und es bei uns passt, kann sie jederzeit Umgang haben....
Woher willst Du wissen, dass die Ex deines Mannes das nicht mitmachen würde? Ist sie in der gleichen Situation? Freunde und Bekannte erzählen viel, was sie machen würden, solange sie nicht in der gleichen Situation sind kannst du auf solche Aussagen nicht viel geben.....
Versuche doch nicht immer dich in die Situation von anderen zu versetzen sondern mach das Beste aus Eurer Situation mit Euren Kindern.....Du kannst auch als Mutter nicht das nachempfinden was deine Kinder erleben solange diese nicht darüber reden, wie du selbst schreibst....
Traurige Grüße
Bitumen
Beim Umgang mit PLS-Patienten gilt es immer zu berücksichtigen, dass Realität, Fakten und Logik in der Welt des Betroffenen keinerlei Bedeutung haben. Auch können die meisten PLS-Patienten nicht mit Kritik umgehen, das gilt für jede Form der Kritik, also gerade auch positive oder konstruktive Kritik
Hallo Eulchen,
ich sag's mal so:
Er weiß gar nicht was er für ein Glück hat so eine mutter wie mich für seine Kids zu haben, (...)
Und mir ging es einfach nur mal darum meinen inneren Zwiespalt darzustellen, ich wusste nicht, dass das niemand versteht.
Dann stimmt die Einschätzung, die du von dir selber hast, offensichtlich nicht so ganz überein mit der Einschätzung, die einige andere Leute von dir haben.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Ich kann das verstehen.
Du willst nur das Beste für die Kinder. Einerseits willst du ihnen den Vater nicht vorenthalten, schließlich ist er der Vater.
Andererseits willst du auch keine Enttäuschungen, Unregelmäßigkeit und Durcheinander in ihr Leben bringen.
Eine Lösung habe ich leider nicht für euch.
Hallo Eulchen,
eine liebe Userin hier hat in meiner "Akutphase" mal zu mir gesagt, man dürfe den eigenen "Film" nicht zu dem seiner Kinder machen.
Praktisch heißt das: du beurteilst sein Verhalten aus deinen Augen, und in deiner Wahrnehmung ist er a) schädlich für die Kinder und muss b) Konsequenzen (=Strafe) spüren. Damit machst du dich zum Ankläger und zum Richter.
Deine Kinder, wenn sie eine unbeeinflusste eigene Meinung haben, sehen aber nur "der Papa hat selten Zeit". Und wenn der Papa Zeit hat, dann wollen sie ihn sehen. Sie denken nicht in Strafen und Konsequenzen und in Regeln.
Ich habe meinem Sohn damals gesagt, dass Papa kommen darf, wenn er möchte. Dann machen wir einen Termin aus. Dass ich aber nicht weiß, ob und wann der Papa kann. Und auch nicht warum der Papa nicht kommt, wenn er denn eigentlich kommen sollte. Ich habe ihn aufgefangen und getröstet, habe erklärt, dass ich verstehe, dass er sauer/traurig ist und ihn gesagt, dass seine Gefühle völlig okay sind. Aber dass ich ihm die WARUM Frage nicht beantworten kann.
Die WARUM Frage hat er seinem Vater mit nur 5 Jahren selbst gestellt. Und natürlich nur Ausreden gehört. Was er aber gelernt hat: Mama lässt Papa die Tür offen. Ich darf Papa jederzeit kontaktieren. Die Ursache der Probleme liegt bei Papa. Wie wissen nicht warum. Mama tröstet mich, wenn er mich versetzt.
Er hat das Problem erfahren und gelernt es einzuordnen znd zu verarbeiten.
Sein letztes Treffen mit seinem Vater war 2011. Sie telefonieren seit ca. 3 Jahren 1-3x pro Jahr. Es ist wie es ist.
Der andere Vorteil: ich muss mit nichts irgendwann mal aufräumen. Mein Sohn ist altersgerecht mit den Fakten groß geworden. Ich hatte nie einen Grund meinen Ex vor ihm schlecht zu machen. Ich habe aber auch ehrlich gesagt "Ich habe mich über Papa geärgert." Es gibt aber keine Leiche im Keller, die an die Oberfläche kommen könnte.
Die Tür ist natürlich heute noch offen. Es sind fette Spinnenweben dran. Aber wenn die beiden eine Beziehung zueinander aufbauen wollen, dann sollen sie es tun. Wenn nicht, auch gut.
Meln Sohn ist jetzt 13. Dieses gemeinsame Erleben hat uns sehr verbunden. Und trotz der Tränen, die ich bei ihm nicht vermieden habe, ist er heute ein selbstbewusster Kerl. Er weiß, dass er keine Schuld hat. Und ich glaube, er zieht auch eine gewisse Stärke daraus.
Beschütze deine Kinder. Aber nicht, indem du den Vater verbeißt, sondern Kindern und Vater die Tür zueinander offen lässt und sie stärkst, mit ihrer persönlichen Familiengeschichte authentisch umzugehen. Stärke sie, zeig ihnen, dass du daran glaubst, dass sie mit dieser Situation leben lernen. Und wenn er zwei Mal im Jahr kommt, dann gönne den Kindern diese Momente. Sie werden sich ihr eigenes Bild machen und dem Vater ihre eigenen Frahen irgendwann stellen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@ LBM - eine sehr weise und kluge Einstellung und Vorgehensweise.
Du bist für dein Kind da und läßt alle Türen zum Papa offen. Vielleicht ein Ansatz für DE um in ihrer Situation eine dauerhafte Bindung zu ermöglichen oder zumindest die Brücke auf der einen Seite aufrecht zu halten.
Danke LBM für Seine Worte und Erfahrungen.
Ich selbst hab mich wieder gefangen. Es sind immer wieder solche Momente, die mich kurzzeitig runterziehen. Diesmal waren es die Rückkehr der Tics. Diese Sache macht mich immer so traurig zu sehen wie er unkontrolliert zuckt und man malt sich die schlimmsten Bilder aus, wie die Umwelt darauf reagiert. Dann überlegt man, was passiert ist, was der Grund sein könnte und es passte zeitlich mit dem Umgang. Nur deswegen kamen meine Zweifel. Aber eigentlich weiß ich, dass das Tourette auch durch andere Stresssituationen ausgelöst werden kann und das nicht zwingend damit im Zusammenhang stehen muss.
Im Prinzip mache ich es seit 3Jahren schon so wie Du beschreibst. Meine Türen standen immer offen auch und ich habe viel möglich gemacht...für die Kids...Vermutlich kann man tatsächlich nur sehen was die Zeit bringt...Danke
Hallo Eulchen,
Es fühlt sich bestimmt nicht schön an, wenn alle Kinder einen Papa haben, ja sogar die Schwester immer Geschenke von ihrem Papa bekommt und man keine Ahnung hat wann der eigene Papa wieder auftaucht.
Es fühlt sich auch nicht schön an, wenn ein Kind in der Familie gehörlos ist und alle andere hören können. Oder wenn ein Kind hübsch ist und das andere hässlich ...
Ich hab mir immer gewünscht, dass sie einen richtigen Papa haben, einen auf denen sie jederzeit zählen können aber das werden sie in ihm wohl nicht finden.
So sieht es aus. Das ist die Wahrheit. Schau sie dir an und lebe damit.
Es gibt genau NICHTS was du im Nachhinein daran ändern kannst. Nicht mehr, nachdem du bereit warst mit dem Typ Kinder zu bekommen. Sieh dir die Wahrheit an und mach das Beste daraus. Für dich und deine Kinder.
Je mehr wir mit der Realität hadern, desto weniger Kraft haben wir um sie zu meistern.
Die besten Wünsche von 🙂 Biggi
Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
