Hallo liebe "Mitleidenden",
ich brauche euren Rat und muss hier mal Dampf ablassen.
ganz kurz meine Situation: von der Ex (unverheiratet) seit 1 1/2 Jahren getrennt. Sohn (2 Jahre, gemeinsames Sorgerecht) lebt bei ihr.
Bisher ist Unterhalt und Umgangsrecht auf Vertrauensbasis gelaufen was auch immer gut geklappt hat.
Seit 3 Mon neuer Lebensgefährte im Spiel. Sie will wegziehen. Dagegen werde ich nichts machen können. Soweit, so gut.
Obwohl ich sie immer hinreichend über das "Muss" hinaus unterstützt habe, kam vor 5 Wochen Post vom Jugendamt. Sie hat Beistandschaft bei der Titulierung des Kindesunterhalts beantragt. Könnte ich innerlich zwar platzen vor Wut, aber ist ihr gutes Recht also bin ich dem ganzen schön brav und fristgerecht nachgekommen. Gleichzeitig habe ich beim Jugendamt um ein Vermittlungsgespräch gebeten, weil sich damals schon anbanhnte, dass die Beziehung zwischen uns "schwieriger" wird. Sie hat abgelehnt.
Das Umgangsrecht läuft auf Vertrauensbasis hier wurde also nichts tituliert. Es kam zwar vereinzelt mal vor, dass mir ein WE abgesagt wurde dies wurde mit dem nächsten WE aber quasi "ausgeglichen". Unschön und nervig für mich, aber kann und konnte ich mit leben. Ich wollte das bislang nicht titulieren lassen, weil ich dachte die Flexibilität wenn das auf gegenseitigem Vertrauen läuft ist einfach viel mehr Wert als wenn ein Gericht feste Zeiten festlegt.
Mittlerweile sind jedoch ein paar Dinge passiert, die das Fass zum überlaufen gebracht haben.
Mittlerweile hat ihre Anwältin Strafanzeige gegen mich erstattet. Ich habe ihr an einem Tag X gedroht, sie "verschwinden zu lassen" wenn sie wegzieht :knockout: . Das ganze muss morgens bei der Übergabe unseres Sohnes gewesen sein.
Ich frage mich wieso sie mir unseren Sohn übergeben hat wenn ich ihr quasi mit Mord gedroht habe. Auch war der SMS Verkehr danach wie es dem kleinen denn so geht total friedlich. Passt also alles irgendwie nicht. Davon abgesehen, dass ich sowas nie gesagt habe !! Es gibt keine Zeugen, das ganze wird also eingestellt werden. Da die Anzeige von einer Anwältin kommt und die sich ja bewusst sein wird, dass das ganze eingestellt wird wenn ich das Gegenteil behaupte frage ich mich jetzt aber, was die Strategie dahinter ist.
Letztes Wochenende haben wir mündlich besprochen, dass unser Sohn das jetzt kommende Wochenende von Sa 9Uhr bis Sonntag Mittag bei mir ist. Dies kann auch jemand bezeugen der neben dran stand, nämlich mein Vater.
Eben kam eine SMS, dass ich meinen Sohn dieses WE nicht sehen werde da ich mich ja zwecks Termin nicht gemeldet habe und sie somit umplanen musste. Ich könnt gerad platzen vor Wut!! Das zeigt aber wieder nur, dass hier irgendeine Strategie hinten dran steckt. Ich habe ihr daraufhin höflich und freundlich geschrieben, dass ich ihre Entscheidung nicht verstehe weil wir es letzte Woche ja mündlich besprochen haben. Vom Zeugen habe ich nichts erwähnt, vllt. weiss sie das gar nicht mehr.
Die Vertrauensbasis für alles weitere ist mittlerweile komplett zerstört. Der Bogen ist nun überspannt. Ich bin recht lange die Strategie gefahren, mich terminlich immer nach ihr zu richten in der Hoffnung, dass sich das Verhältnis zwischen uns wieder entspannt und wir normal miteinander reden können. Aber das ist wohl vergebene Mühe. Hier muss jetzt eine klare Regelung her, entweder muss das Jugendamt vermitteln oder es muss halt ein Familiengericht entscheiden.
Was jetzt passiert: ich erwarte heute noch Rückruf vom Jugendamt werde meine Situation schildern und erneut um ein Vermittlungsgespräch bitten. Montag abend habe ich einen Termin bei meinem Anwalt und werde mich mit ihm beraten was ich bzgl. der Anzeige am besten aussagen soll und wie ich bzgl des Umgangsrecht weiter vorgehen soll.
Was mir keine Ruhe lässt ist, was sie mit der Anzeige und all dem bezwecken will. Da steckt eine langfristige Strategie hinter. Ich kann mir gut vorstellen, da sie mir vorwirft sie in der Beziehung geschlagen zu haben (Schwachsinn), dass sie es in einem Verfahren auf den Tisch bringen wird. Sieht sicherlich nach außen hin nicht gut für mich aus. Oder dass sie nun fleißig Strafanzeigen "sammelt" um einem Familiengericht später ggf. zu zeigen, wie zerüttet unser Verhältnis ist.
Mehr als abwarten kann ich bis zum Termin meines Anwalts jetzt nicht. Vllt denkt sie was dieses WE angeht ja auch nochmal um. Meine Entscheidung nun gegen diese Spielchen vorzugehen wird sie dadurch jedoch nicht beeinflussen können.
Wenn ihr Tipps oder aufbauende Worte für mich habt, nur her damit 🙂
Beste Grüße
Jack
Hi,
eine Frage vorab:
wie weit weg möchte sie denn umziehen ?
Das bleibt im Umkreis. ca. 40km
