Hallo liebes Forum,
nachdem ich nun endlich längere Zeit Ruhe hinsichtlich der KM hatte, macht diese nun plötzlich wieder ein neues Fass auf.
Folgende Rahmenbedingungen:
1 gemeinsames Kind, gemeinsames Sorgerecht und ABR
Trennung Anfang 2007, Kind war damals knapp unter zwei Jahre alt. Jetzt ist es gerade 6 geworden.
Bisher praktizierte Umgangsregelung:
3 WE hintereinander in der Form 1. WE: Sa/So, 2. WE nur So, 3. WE wieder Sa/So, 4. WE Kind dann komplett bei KM. Und dann wieder von neuem.
Also quasi wöchentlich mit einem WE Pause nach 3 WE Umgang.
Zusätzlich noch 1 Woche Ostern, 1 Woche Sommerferien, 1 Woche Herbstferien, 1 Woche Weihnachten.
Das ganze ist leider nicht schriftlich fixiert sondern läuft seitens der KM bisher freiwillig so.
Nach über 4 Jahren Umgang in dieser Form möchte die KM nun auf komplett 14tägig umstellen. Mit den üblichen Argumenten: "Kind ist immer verstört nach den Umgangs-WE", "wir sind jetzt eine neue Familie" (sie hat neu geheiratet), "Kind steht neuem Partner der KM nach den Umgangs-WE distanziert gegenüber" usw.
Ich möchte mir das nicht bieten lassen.
Was kann ich jetzt tun? Muss das ganze Program sein? Also erst JA, dort Termine ohne Ende und dann am Ende doch Klage vor dem Familiengericht?
Oder kann ich mir zumindest das JA sparen und direkt am Fam.gericht klagen? Was ist besser?
Und wie sind aus Eurer Sicht meine Aussichten? Spielt es keine Rolle,was bisher praktiziert wurde? Ist "14tägig" in diesem beschissenen Land in Stein gemeißelt? Oder wird auch berücksichtigt, wie der Umgang in der Vergangenheit lief?
Wie ist hier Eure Einschätzung?
Besten Dank vorab.
Grüße,
Tomate
Hi tomato,
also hast du euer Kind in 4 Wochen an 5 Tagen.
Übliche 14-tägige Regelung wäre jeweils von Freitag bis Sonntag. das macht bei mir 6 Tage. Ich kann nun nicht verstehen, warum dir ein Tag mehr so Probleme bereitet.
Üblicher-Sprung:
- mit KM reden (evtl. kannst du ja in den Zwischenwochen euer Kind noch an einem Nachmittag nehmen), das du bei 14-tägig dann euer Kind von Fr-So hast. Wenn die Entfernung nicht allzugroß ist, könntest du auch fragen, ob du das Kind dann Montag zur Schule bringen könntest (nächstes jahr)
-bringt das nicht Vermittlungsgespräch beim JA (die werden dir aber auch eher zur Regelung Fr-So alle 2 Wochen raten)
-Klage auf Umgang, wie du ihn dir vorstellst und hoffen ,das der Richter es ebenso sieht.
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hi Tina,
Die Fr-So - Geschichte funktioniert bei mir leider nicht, da ich dank Job zu stark eingebunden bin. Es geht es auch nicht um einen Tag mehr (den würde ich gerne nehmen, wenn Job es zuließe). Es geht um das eine WE dazwischen weniger, was das Problem ist.
Denn ich glaube an das Prinzip Kontinuität (mit kurzen Pausen), was Umgang angeht.
Der eine Sonntag dazwischen ist mir deswegen so wichtig, da er die Zeit des Nichtsehens von 14 Tagen auf erträglichere 7 Tage verkürzt. 14 Tage kommen mir schon lange vor. Wie ist es da erst bei einem kleinen Kind, das ein anderes Zeitempfinden als wir hat? 14 Tage sind da eine Ewigkeit.
Und ich glaube ebenso daran, dass mir die bisher praktizierte Umgangsregelung und deren Erfolg Recht gibt: Denn obwohl das Kind jünger als zwei Jahre bei der Trennung war, haben wir ein super Verhältnis zueinander. Und ich denke auch, dass die o.g. Kontinuität damit zu tun hat.
Und ich möchte im übrigen nicht noch weiter loslassen müssen. Es ist schon bedrückend genug, 1 Woche vom Kind getrennt zu sein. Außerdem habe ich auch keine Lust mehr, ein Spielball der Launen der KM zu sein. Aber wie gesagt, der Hauptgrund ist der dann fehlende eine Sonntag.
Grüße,
Tomate
Hallo Tomate,
hast Du der KM mal erklärt, dass zum "üblichen" Modell auch 3 Wochen (!) Sommerferien gehören... :phantom:
Käme "tagemäßig" ca. auf das Gleiche raus. Vielleicht lässt sie sich ja dadurch überzeugen, bei der bisherigen Praxis zu bleiben.
lg
sleepy
Sleepy
Hallo Tomate,
Denn ich glaube an das Prinzip Kontinuität (mit kurzen Pausen), was Umgang angeht.
Der eine Sonntag dazwischen ist mir deswegen so wichtig, da er die Zeit des Nichtsehens von 14 Tagen auf erträglichere 7 Tage verkürzt. 14 Tage kommen mir schon lange vor. Wie ist es da erst bei einem kleinen Kind, das ein anderes Zeitempfinden als wir hat? 14 Tage sind da eine Ewigkeit.
Zumindest in diesem Punkt kann ich ein positives Beispiel nennen: Das jüngste Kind hier hat eigentlich nie seinen Vater erlebt, aus verschiedenen Gründen. Vornehmlich Desinteresse des KV, es wäre zeitlich definitiv mehr möglich gewesen. Trotzdem liebt das Kind den Papa. Es sieht in nur ganz kurz alle ein bis zwei Monate. Papa wird verehrt, das Kind freut sich, wie die Geschwister auch, wenn Papa sich mal meldet oder sie ihn treffen.
Das Kind wird fünf Jahre alt, und obwohl sie wenig Zeit miteinander verbringen, hat Papa einen hohen Stellenwert und genießt sein Vertrauen.
Es geht also auch ohne enge Kontinuität, dass das Verhältnis gut bleibt.
Auch, wenn ich selbst deine Angst ebenfalls hätte und mir ein Leben mit ganz wenig Kind und 14 Tagen Pause jedesmal niemals vorstellen könnte. 😉
LG, mahjoko 🙂
LG - Life´s good, meistens! 😉
Hallo,
danke für Eure weiteren Antworten. Ich muss dazu sagen dass mir klar ist, dass die Beziehung zu meinem Kind nicht in die Brüche gehen wird, wenn jetzt auf 14tägig umgestellt würde. Dazu dürfte sie -Gott sei Dank- zu gefestigt sein.
Trotzdem möchte ich das nicht einfach so hinnehmen. Denn trotzdem ist es wie schon o.g. ein weiteres Loslassen. Und davon hatte ich schon genug...
Eine Frage wäre mir noch wichtig (siehe auch Eingangspost):
Falls KM sich nun unwiederruflich querstellt:
Muss ich erst über das JA gehen, bevor ich das Familiengericht einschalte? Ich hatte das schon einmal in 2008 und weiß sowieso , dass es Zeitverschwendung ist. Denn die kommen mir wirklich mit dieser ätzenden 14-Tage "Standard"-Regelung (wo steht die eigentlich im Gesetz? :crash:).
Würde es mir vor Gericht negativ ausgelegt werden, wenn ich das JA außen vor lasse? Oder MUSS ich es sogar einschalten?
Wie seht Ihr das?
Danke vorab.
Grüße,
Tomate
Hi,
die 14-Tage Regelung steht nicht im Gesetz. Da steht gar nicht konkretes, sondern, sinngemäß: Wie es den Umständen am besten gerecht wird und VOR ALLEM DEM KIND DIENLICH IST.
Jeder Fall ist verschieden, alle 14 Tage plus ein Tag unter der Woche sind einfach sehr üblich. Du kannst dir auch alles andere wünschen. Verhandlungssache, wie es individuell am besten passt.
Zum JA kann ich nichts sagen.
LG!
LG - Life´s good, meistens! 😉
Hallo,
also ich wurde bei Umgangsfragen von den Anwälten immer auf das JA verwiesen. Auch die Richterin hat KM und mich darüber aufgeklärt, dass sie erwartet, sollte ein weiteres Mal ein Gericht notwendig sein, dass zuerst mit dem JA gesprochen wird. Daraus entnehme ich:
1. das JA ist nicht zwingend verpflichtend
2. für den 1sten Vermittlungsversuch aber gerne in Anspruch genommen
Ich habe mit dem JA gute Erfahrungen. Meine Vorstellung vom Umgang waren ausgewogen und berücksichtigten wichtige Bausteine wie soziales Umfeld, Kontakt zu Großeltern sogar Vorteile für KM. Dies wurde anerkannt.
Zum Umgang.
Es liegt in der Natur der Sache, dass Papa immer der Größte ist und auch nur solange die KM dies mitträgt. Handelt diese aber gegen die Interessen des Kindes und des KV ist der Papa ganz schnell vergessen. Gerade Kontinuität ist wichtig. In den jüngeren Kindesjahren wird eben der Grundstein für eine tragfähige Beziehung gelegt die später auf die Probe gestellt wird. Ich persönlich halte einen 14tägigen Umgang für nicht ausreichend und denke je umfangreicher der Umgang desto besser für das Kind.
Zum JA sollte man gut vorbereitet gehen möglichst mit genauen Vorstellungen und Begründungen wie man den Umgang haben möchte.
OLDIE
hatte an anderer Stelle zu der 14 tägigen Regelung angemerkt, dass diese zwar keine Gesetzesgrundlage darstellt aber in der FamRZ aufgeführt ist und somit einen Stellenwert hat.
Gruß
Hi,
konkret zum Jugendamt: Nein, Du musst nicht vorher zum JA und kannst direkt beim
zuständigen Gericht einen Antrag stellen.
Wenn Du das machst, erhälst Du in der Regel wenig später eine Bestätigung vom Gericht,
dass Dein Antrag eingangen ist und eine Stellungnahme vom JA angefordert wurde.
Diese werden Dich dann zu einem Gespräch einladen. Ebenfalls Deine Ex.
Anschließend wird dann der Bericht ans Gericht geschickt.
Ich habe in keinem Umgangsverfahren vorher das JA kontaktiert. Ins Boot kommen
die aber eh, das sollte Dir klar sein. Ich habe es taktisch günstiger gefunden, erst im Rahmen
des Verfahrens den Kontakt aufzunehmen.
Im Vorfeld bemühst Du Dich halt schriftlich um eine einvernehmliche Lösung bemühen. Auch Dein
Anwalt sollte Deine Ex nochmal freundlich anschreiben.
Und Deine Befürchtung ist richtig: Das JA vorher einzuschalten verzögert viel, und die Stellung-
nahme wird sowieso angefordert, da kann es manchmal auch von Nachteil sein, sich vorher als
strittige Eltern präsentiert zu haben.
Gerichtsverfahren sollten immer die letzte Möglichkeit sein. Schöpfe bitte vorher alle Kommunikations-
möglichkeiten mit der EX aus.
LG,
Mux
Hallo,
nochmals danke für die Ratschläge.
Werde noch ein letztes Mal die Ex kontaktieren und dann bei Nichterfolg das JA einschalten. Und dann mal schauen, ob der Gang vor das Gericht dann wirklich noch erforderlich ist.
Beste Grüße,
Tomate
Hmm, also auch ich bin für viel Umgang, finde aber das 2 Wochen Modell eigentlich sehr vernünftig und kann in diesem Fall auch mal die Ex verstehen. Wahrscheinlich will sie für dieses We auch einfach mal "Ruhe".
Wir Männer sind ja meist auch froh, unsere Exen nicht mehr als nötig zu sehen. Und die Kinder nehmen die Regelmäßigkeit gut an und freuen sich auch auf ihren Papa.
Auch wenn der Job wichtig ist, sollte man vielleicht versuchen, doch einen Tag in der Woche freizuschaufeln und diesen zu nutzen. Würde ich persönlich jetzt nicht so das Fass aufmachen wegen.
dazu nur folgendes:
Das bisherige Modell hat auch seine "Regelmäßigkeit", die bisher sehr gut vom Kind angenommen wurde.
Und der eine Tag in der Woche ist leider (!) unmöglich. Und zwar nicht weil ich es will, sondern mein Arbeitgeber. Es gibt halt Jobs, wo 9 to 5 nicht drin ist. Da hätte ich vor Jahren den Absprung schaffen müssen, jetzt ist es nicht mehr möglich. Punkt.
Die Alternative ist den Job ganz schmeißen. Allerdings zahle ich KU auf Basis einer der Stufen relativ weit oben in der Dtab und ein Rückgang auf z.B. den Mindestunterhalt wird die KM nicht mitmachen.
Moin,
also primär, tendierte ich auch immer dazu, rein taktisch das JA mit ins Boot zu holen. Heute denke ich, es ist verschwendete Zeit.
Wenn das Gericht es für notwendig erachtet, wie Mux schon schrieb, holen die das JA eh mit ins Boot. Sie sind
nur ein (Ver-)Mittler ohne Mittel. Und wenn es hart auf hart kommt, kann eh nur das Gericht eine Entscheidung
treffen.
Also, du solltest nach deinen Möglichkeiten versuchen, mit der KM eine Einigung zu erzielen. Wenn dies nicht
möglich ist, aufgrund der Konstellation beim Arbeitgeber, müsstest du Klageweise eine gerichtliche Regelung
anstreben.
Nur da sollte dir klar sein, das Recht haben und Recht bekommen zweierlei sind - UND dass Richter die Sache nicht immer so sehen, wie man sie selbst sieht.
Gruß
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Nur da sollte dir klar sein, das Recht haben und Recht bekommen zweierlei sind - UND dass Richter die Sache nicht immer so sehen, wie man sie selbst sieht.
Moin,
Ich gehe eh davon aus, dass ich das nicht gewinnen werde, falls es vor Gericht geht. Wie polarisierend eine Regelung wie bisher praktiziert ist, sehe ich ja schon in den Beiträgen hier im Forum sowie auch in einem anderen Forum, wo ich nachgefragt habe. Und wenn ich noch einen Richter erwische, der geistig schon in der Mittagspause ist, so ist die tolle 14-Tage Standardlösung vorprogrammiert.
Aber egal, zumindest habe ich es dann versucht....
Ebenso polarisierend scheint übrigens auch das Thema JA vorschalten oder nicht zu sein. Und Befürworter wie auch Gegner haben jeweils recht stichhaltige Argumente.
Wenn ich meiner RAin glauben darf, so sollte ich es vorschalten. Und bisher habe ich mit der Dame immer recht gut Erfahrungen gemacht. Aber es verunsichert mich schon, wie viele Argumente es pro und kontra gibt....
Grüße,
Tomate
Servus Tomate!
Zum Thema JA: wenn Du es einschaltest, verlierst Du eigentlich nix, ausser Zeit, bis die Ihr Schreiben an KM raushauen und ihre Antwort abwarten. Ich habe die Schreiben des JA an KM bisher immer in Kopie bekommen, so dass ich spätestens nach einer Woche nachgefragt hatte, ob eine Reaktion kam.
Meistens war KM doch so anständig, zumindest ein "Nö, kein Bock (kein Bedarf)" beim JA zu hinterlassen... :exclam:
Auf jeden Fall würdest DU zeigen, dass Du alle Wege zur einvernehmlichen Lösung immer und immer wieder gehen möchtest.
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo Tomate,
dies hier:
Auf jeden Fall würdest DU zeigen, dass Du alle Wege zur einvernehmlichen Lösung immer und immer wieder gehen möchtest.
ist der Kern und deswegen ist @marco82 und Deiner Anwältin m.E. auch zuzustimmen, wenn sie Dir raten das JA vorzuschalten.
Das kostet zwar etwas Zeit, jedoch wird mit diesem Schritt dokumentiert, dass Du in Deiner Situation wirklich alle(!) möglichen Wege ausgeschöpft hast, um einen gerichtlichen Streit im Sinne des gemeinsamen Kindes zu umgehen und mit KM zu einer Lösung zu kommen.
Und dieses "Bild" von Dir ist schon aus taktischer Sicht in einem Rechtsstreit für Dich von Vorteil.
Viel Erfolg
Moin,
EIN GRUND, warum ICH das JA ablehne ist, weil es so ist, wie wenn man im Weichspülgang wäsche wäscht.
Es dauert und dauert.
"Lieber Herr Tomate, da müssen wir Frau Ex/Tomate erst einmal fragen, ob SIE auch damit einverstanden ist und das möchte".
Diese ganze Vermittlerei vom JA kostet unendlich viel Zeit.
Wertvolle Zeit. Und wenn die KM dir eines auswischen will, dann nutzt sie den Faktor Zeit für sich. Meine (H)exe praktiziert den
Umgangsboykott nun seit "4 JAHREN".
Und das mit JA, Umgangspfleger, Verfahrenspfleger, Gutachten, begleiteten Umgangsanbahnungen usw.
Das oberste Ziel sollte sein, mit ihr eine Einigung herbeizuführen. Denn die Looser sind IMMER die Kinder bei solchen Zwistigkeiten.
Gtuß
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Moin Tomate,
auch von mir ein bisschen "Senf": Grundsätzlich ist nicht unverständlich, dass auch Deine Ex und ihre neue Familie ein Interesse an gemeinsamen Wochenendaktivitäten mit allen Familienmitgliedern haben, die dann nicht nur an einem von vier Wochenenden möglich sind. Insofern würde ich zunächst einmal andere Wege suchen, die das respektieren.
Die "gängige" 2-Wochen-Regelung von Freitag bis Sonntag ergibt meist nur kaum mehr als 2 Tage, wenn das Kind beispielsweise am Freitag nachmittag zum Vater geht und am Sonntag nachmittag zurückgebracht wird. Wenn die Vereinbarung jedoch beispielsweise lautet "Zurückbringen erfolgt am Montag früh in die Schule", sind es schon jeweils 2,5 Tage, in denen auch ein bisschen "Alltag" enthalten ist und nicht nur Wochenende. Mengenmässig also dasselbe wie bisher; nur anders verteilt.
Möglicherweise wäre ein Umgangstag in der Woche, wo dieser Alltag mit Schule etc. eine Rolle spielen kann, eine zusätzliche Alternative; Beispielsweise von Mittwoch nachmittag bis Donnerstag früh. Irgendwelche Spezialitäten Deiner Arbeitszeitgestaltung müssen Deine Ex nicht besonders interessieren; vielleicht wäre es daher sinnvoller, statt einem pauschalen "geht nicht" oder einem trotzigen "dann müsste ich den Job schmeissen" die Dinge auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Mit "Dienste tauschen" oder Gleitzeit-Konten geht vieles, wenn man wirklich eine Lösung sucht und nicht nur ein Problem. Hier im Forum sind haufenweise User, die einen Vollzeit-Job und den Status des alleinerziehenden Elternteils unter einen Hut bringen - und zwar jeden Tag und nicht nur an einem Tag in 2 Wochen.
Stell Dich einfach mal einen Meter neben Dich und überlege, was mit gutem Willen machbar sein könnte statt nur auf einem status quo zu bestehen, der nach allgemeiner familiengerichtlicher Praxis tatsächlich auch "weggeurteilt" werden kann - und Dich im Regen stehen lässt, wenn Du dann keinen Plan B hast.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Stell Dich einfach mal einen Meter neben Dich und überlege, was mit gutem Willen machbar sein könnte statt nur auf einem status quo zu bestehen, der nach allgemeiner familiengerichtlicher Praxis tatsächlich auch "weggeurteilt" werden kann - und Dich im Regen stehen lässt, wenn Du dann keinen Plan B hast.
Ich denke auch, dass dies der Weg sein sollte. Immerhin HAT Tomate ja Umgang. Dies ist nicht zu unterschätzen. Jetzt geht es ja Primär darum, die Fein-
heiten zu klären.
DAS sollten erwachsene Menschen auch ohne JA schaffen. Klar, die Praxis zeigt oftmals viele Facetten, aber immerhin gibt es ja Umgang.
Gruß
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Moin,
tja, was soll ich sagen? Es ist ja nicht so, dass ich beratungsresistent bin, was hier so einige Argumente angeht.
Und ja, ich habe Umgang und weiß, dass ich mit meinem "Problem" ein echtes Luxusproblem habe, wenn ich mir hier so einige andere traurige Geschichten anschaue, wo Kinder komplett entfremdet werden und Umgang total boykottiert wird.
Trotzdem geht es ja nicht um eine Neuregleung sondern eine Sache, die jetzt bereits im 5. Jahr praktiziert wird. Und plötzlich passt sie nicht mehr!?
Und klar sehe ich das mit den Wochenenden. Aber die Woche hat 7 und nicht 2 Tage. Was ist mit dem Rest, wo ich das Kind nicht sehe? Auch wenn das keine Tage sind, wo gemeinsame Familienaktivitäten so leicht umzusetzen sind, so hat die KM (und der neue LP von ihr) andauernd Kontakt zum Kind während ich aus der Ferne in die Röhre schaue.
Das mit dem Tag in der Woche ist im Moment leider echt nicht umzusetzen, Martin. Mein Job wackelt nämlich im Moment ein bisschen und wenn ich jetzt mit so Extrawürstchen ankomme sehe ich die Gefahr, dass ich demnächst sogar genug Zeit für ein echtes Wechselmodell hätte....
Es ist wie gesagt daher im Moment keine Option.
Wenn wir ganz am Anfang stehen würden und gerade ein Modell aushandeln würden, so könnte ich die KM ja verstehen. Aber wie gesagt, jetzt nach > 4 Jahren ist plötzlich alles Mist an dem bisherigen Modell?
Weiterhin kenne ich die Verhaltensmuster der KM sehr gut. Im Moment hat sie komplett auf Durchzug gestellt und ist sowieso nicht zu dem Thema ansprechbar. Soll ich mich also zurückziehen, abwarten, sie Tatsachen schaffen lassen und dann hoffen, dass sich irgendwann eines schönen Tages da noch einmal etwas dran ändert? Ich denke nicht, dass dies dann noch passieren wird.
Grüße,
Tomate
