Kindesentziehung du...
 
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Kindesentziehung durch Mutter wegen EIfersucht

 
(@moosmutzelchen)
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Hallo ihr Lieben,

ich wende mich recht überstürzt an euch, da ich dringend einen Rat brauche.
Bitte seht mir nach, dass ich nirgendwo ausgiebig Hallo gesagt habe.

Zur Situation:
Ich lebe seit einem Jahr mit meinem Partner zusammen. Er hat eine 5einhalb-jährige Tochter, die zu Anfang jede zweite Woche bei uns war, das heißt sie wohnte eine Woche bei uns und eine Woche bei ihrer Mutter. Er hat 50% des Sorgerechts, die Kleine trägt seinen Nachnamen. (Das nur als kurze Info vorweg.)

Zu Beginn des Jahres wurde die Regelung auf jede dritte Woche festgelegt, da er das berufsbedingt nicht anders machen konnte. Ich persönlich konnte mich in die Situation der "Ersatzmutter" noch nicht so einfinden.
Das änderte sich.
Ich baute eine Verbindung zu der Kleinen auf und habe sie in mein Herz geschlossen, fast wie mein eigenes Kind und sie betrachtete mich als den weiblichen Teil der Familie bei uns - eben als Fastmutter.
Ab da an verschlechterte sich der Kontakt zur Mutter.
Sie begann mit Boshaftigkeiten gegen uns, hetzte uns auf, sprach falsch über mich und so weiter.
Im Juni dieses Jahres wollte die Kleine wieder jede zweite Woche zu uns.
Da das nun durch mein Engagement möglich war, stimmten wir dem zu. Ihre Mutter war dagegen und just zwei Wochen später entschied sich die Kleine um, nun doch lieber wieder öfter bei ihrer Mutter sein zu wollen.
Nun sind wir also wieder bei der Drittel-Regelung inkl. Unterhaltsforderungen.

Aber das sollte nicht genug sein.
Heute Abend ist in der Schule eine Elternversammlung. Die Mutter möchte mich aus allem auschließen, mein Partner steht aber hinter mir und uns als der zweiten Familie der Kleinen.
Konsequenz ist die Formulierung der Erpressung:
"Ich gebe dir die Kleine so lange nicht wieder, bis das so gemacht wird, wie ich es sage. Du kannst dein Recht ja einklagen."

Also:
Jedwede schulische Aktivitäten darf ich nicht mehr besuchen oder daran teilnehmen, ansonsten darf die Kleine nicht mehr zu uns.

Im Moment streben wir ein Gespräch an, denn meiner Meinung nach ist ihr Verhalten zwanghaft und wenn wir einknicken, wird eine Forderung die nächste jagen.
Im Mai wollen mein Verlobter und ich heiraten.
Dann trägt die Kleine den gleichen Namen wie ich.
Spätestens dann wird es das nächste Desaster geben, wenn wir das Problem miteinander nicht bereinigt haben, denke ich.

Nun also meine Fragen:
1. Ist mein Standpunkt richtig, oder übersehe ich etwas?
2. Die Drittel-Regelung ist offiziell - Wer kann uns helfen, wenn es wirklich hart auf hart kommt?

Ich bitte um viele Antworten.
Meinem Standpunkt zufolge ist diese Art von Entziehung nicht rechtens. Mich würde interessieren, ob ich das richtig sehe und welche Mittel wir haben.

Danke und Gruß
moosmutzelchen


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2007 15:20
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

tja, das läuft auf eine Kraftprobe hinaus.

Beleuchten wir es juristisch:

  • Es ist das Recht des Kindes und die Pflicht des (in diesem Fall) Vaters, den Umgang auszuüben
  • Umgang ist ein isolierter Anspruch, der nicht durch andere Dinge bedingt ist
  • Auf der Elternversammlung bist du fehl am Platze. Wie der Name schon sagt: Elternversammlung
  • Auf Schulveranstaltungen allg. Art darfst du dich als Gast aufhalten.

Du bist im Kontext mit dem Vater nicht die zweite Familie der Kleinen. Die Lütte hat eine Familie und dies ist durch die Elterntrennung nicht ausgelöscht oder durch dein Hinzukommen nicht erweitert.

Was bedeutet, die Drittel-(Umgangs-)Regelung ist offiziell? Ist es ein gerichtlicher Beschuss/Vergleich oder ein Urteil? Alles andere hat den Status einer Absichterklärung und ist nicht justitiabel.

Der Vater, für den du schreibst, soll ein Vermittlungsgespräch beim Jugendamt terminieren. Kommt da nix bei raus oder dei Ex hält sich nicht dran, muss er klagen. Dies ist ein Standardvorgehen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2007 15:31
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Zwar kann ich Dich verstehen, aber ich finde auch, daß Du Deine Rolle überdenken solltest. Du bist nicht Ersatz- und auch nicht Zweitmama der Kleinen. Sie hat eine Mutter und braucht keine 2te. Dass Du Dich auch um die täglichen Belange wie Schule oder Elternabende sorgst, ehrt Dich einerseits. Andererseits hast Du dort aber nichts zu suchen. Es sei denn, wie Deep schon schrieb, als Gast.

Von daher würde ich an des Vaters stelle ein Signal setzen und Exe rüber bringen, dass Du Dich aus solchen rein elterlichen Dingen zukünftig heraus halten wirst. Vielleicht wird die Exe dann auch wieder etwas geschmeidiger.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2007 23:57
(@old-mama)
Schon was gesagt Registriert

Auf der Elternversammlung bist du fehl am Platze. Wie der Name schon sagt: Elternversammlung

Zählt denn nach der Heirat der Status "Stiefmutter" die das Kind ca. 17-18 Wochen im Jahr betreut gar nichts???
Das macht über 4 Monate im Jahr aus!

Die Kurze akzeptiert doch offensichtlich moosmutzelchen als Ersatz-Mutti und von ihrem Vater, also moosmutzelchens Zukünftigen finde ich toll, das er die Frau die sich soviel Zeit im Jahr für ein nicht eigenes Kind nimmt in ALLES mit einbeziehen möchte.
Sie möchte doch der Mutter nichts vorschreiben, sondern nur gemeinsam mit dem Vater dieses Kindes Entscheidungen treffen die beide gut als Partner im Interesse des Kindes durchgesprochen haben.


Uhren und Kinder muss man aufziehen und gehen lassen

AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2007 00:22
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Zählt denn nach der Heirat der Status "Stiefmutter" die das Kind ca. 17-18 Wochen im Jahr betreut gar nichts???

Rechtlich zählt es überhaupt nix. Moralisch, würde ich denken, ist weder Papa noch Mama durch irgendwen zu ersetzen. Ich persönlich finde es auch sehr anmassend, wenn dies jemand versucht.

Ich akzeptiere den neuen (derzeitigen) LG meiner Exe als einen guten und väterlichen Freund von meinem Kleinen. Würde er sich jedoch in die Rolle eines Ersatzvaters drängen, so würde ich sofort auf die Barrikaden gehen. Ich hätte absolut keine Lust auf einem Elternabend meine Bank mit jemandem zu teilen, der sich meine Rolle aneignen möchte.

Kurzum: ich würde meine Exe entschieden darum bitten ihren LG sofort zurück zu pfeiffen und würde mir verbitten, dass er auf irgendwelchen offiziellen Elternveranstaltungen auftaucht.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2007 01:11
(@lordi)
Rege dabei Registriert

hallo olt-mama,

Zählt denn nach der Heirat der Status "Stiefmutter" die das Kind ca. 17-18 Wochen im Jahr betreut gar nichts???

ganz ehrlich?

nö!

wenn meine lg meinen kindern sagt: so, du hast jetz das und dies aufn boden geworfen, jetz kehrst das wohnzimmer zusammen!
dann is das eine sache (wenn ichs gesehn hät, hät ichs selber gesagt!).

wenn sie sagt, helft mir mal in der küche, is das auch eine sache....

ABER

eine MUTTER wird sie nie und nimmer werden!

im fall meiner ex-frau LEIDER!!!

schlussendlich muss/hat der vater das sagen!

die "stiefmutter" ist zwar da, und das ist auch alles womit sie sich abfinden muss!

die kids merken das sehr sehr schnell!

schimpfen muss papa!

wobei ich auch ganz ganz ehrlich sagen muss: wenn ich schimpf oder was sag,
ist das eine sache (die oft ignoriert wird 🙁 )

macht das meine lg......springen die wie die gazellen!

wobei sie immer noch, grundsätzlich, nichts zu sagen hat!

kinder wissen sehr sehr schnell, wie sie das beste für sich rausholen!

wir waren alle auch nicht anders! auch wenn wir, in "intakten" ehen
nur unsere eltern gegeneinander ausgespielt haben 😉

mfg
lordi


AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2007 01:13
(@moosmutzelchen)
Schon was gesagt Registriert

Hallo ihr Lieben,

danke für eure zahlreichen Antworten.

Um die Ersatz-Mutti/Mutti-Kiste mal zu erläutern:
Als die beiden sich trennten, wurde eine 50/50-Regelung getroffen - zwei Wochen bei der Mutter, zwei Wochen beim Vater.
Um ihr die Trennung zu erleichtern, erzählte man der Kleenen, alles wäre nun viel besser. Sie bekäme einen neuen Papa, in zweites Zimmer etc. (Mich gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht).

Und auch wenn ich jetzt vielleicht einige von euch damit schocke, aber die Kleene hat auch schon "Mama" zu mir gesagt. Sie wollte es und ich habe es ihr nicht verboten. Warum auch? Zu diesem Zeitpunkt gab es eine 50/50-Regelung. Wir sind genauso ihr Familie, wie die Mutter und der Stiefvater - warum sollte das denn bei dem Vater und der Stiefmutter anders sein?

Sie hat bei uns ihr eigenes Zimmer und ihren Freundeskreis. Sie ist nicht zu Besuch - sie hat hier ein Zuhause.

Was die Einschränkung der neuen LGs im Alltagsleben betrifft, sehe ich das auch anders.
Wieso dürfen die nicht unterstützend miterziehen? Sie erfüllen alle Pflichten, aber Rechte haben sie keine?
Das sehe ich aber entschieden anders.
Ich sage der Kleinen alles, was ich ihr sagen muss oder möchte, sei es Lob oder Kritik, Trost oder Knuddelei und das völlig unabhängig davon, ob mein Verlobter im Zimmer ist.
Allerdings muss ich dazu sagen, wäre die Maus nur jedes zweite WE bei uns, sähe das sicher anders aus - gar keine Frage.
Die KM hätte es am liebsten, dass wir die Lütte nur noch so wenig wie möglich haben und ihr neuer LG die Vaterrolle komplett bekleidet - was im Übrigen die Elternversammlungen eischließt.

Nun wie dem auch sei, aktuell ist es so, dass sie die Kleine bearbeitet, damit sie nicht mehr zu uns will.
"Ich bin traurig, wenn du zu Papa gehst" - und da die Maus sehr sensibel und sozial ist, will sie bisweilen nicht zu uns, wenn wir sie abholen. Kaum ist sie 5 Minuten bei uns, ist alles vergessen und es geht ihr prima.
Kann man dem irgendwie entgegen wirken, ohne die Kleine zu sehr zu stressen oder hin- und herzureißen?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.09.2007 17:47
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Sie bekäme einen neuen Papa, in zweites Zimmer etc.

Völliger Schwachsinn ihr so etwas zu sagen.

aber die Kleene hat auch schon "Mama" zu mir gesagt. Sie wollte es und ich habe es ihr nicht verboten. Warum auch?

Warum? Ganz einfach - weil Du nicht die Mama BIST. Mama-sein ist nicht irgendein Job, den jede übernehmen kann. Mama-sein bedeutet die echte Mama auch zu sein. Und die Konsequenzen für u.a. dieses inkonsequente Verhalten von Dir führt aktuell dazu, dass die echte Mama nen Hals auf Dich hat und Umgang torpediert. Hausgemacht würd ich sagen. Und du fragst immer noch nach dem "Warum?"

Wieso dürfen die nicht unterstützend miterziehen?

Solange die Elternteile einverstanden sind - no prob.

Sie erfüllen alle Pflichten, aber Rechte haben sie keine?

Rechte haben sie keine. Und das ist auch gut so!

Kann man dem irgendwie entgegen wirken, ohne die Kleine zu sehr zu stressen oder hin- und herzureißen?

Ich denke, dass Du mit Deinen "Rechten", Deiner "Verantwortung" und Deiner Vorstellung von Patchworkfamilie auch einiges dazu beigetragen hast, dass die Situation ist wie sie ist. Vielleicht beginnst Du dort erstmal...

.Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 19.09.2007 18:17
(@moosmutzelchen)
Schon was gesagt Registriert

Natürlich ist es schwachsinn, ihr sowas zu sagen, aber dadurch ist ja nunmal eine Situation entstanden, die nun so existent ist. Diese Feststellung dessen allein hilft aber nicht.

Ich kann dich nachvollziehen in dem, was du sagst.
Wenn es nach mir ginge, würde ich den Anfang der ganzen Geschichte auch anders schreiben:
Es gibt eine Mutti und einen Papi und alles andere sind LGs - gute Freunde eben.

Die Lütte fragt sich aber nun, wieso sie zu dem LG der Mutter "Papa" sagen muss und zu mir nicht "Mama" sagen darf und ist ergo extrem verwirrt.
Was also nun - was sage ich ihr?

Und was ich in deiner Ausführung nicht erkennen konnte ist die Antwort auf die Frage, warum die Mutter uns nicht die gleichen Umstände gewährt, wie sie sie selbst bei sich geschaffen hat.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.09.2007 18:56
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Moosmutzelchen!

Es gibt eine Mutti und einen Papi und alles andere sind LGs - gute Freunde eben.

Genau. "Elterliche Freunde" oder die "besten Freunde" oder whatever.

Die Lütte fragt sich aber nun, wieso sie zu dem LG der Mutter "Papa" sagen muss und zu mir nicht "Mama" sagen darf und ist ergo extrem verwirrt

Klar. Der Fehler liegt aber erstmal bei der holden Frau Mama, die die Kurze dazu nötigt (?) den neuen LG Papa zu nennen. Natürlich ist da die Verwirrung perfekt und in einigen jahren dürfte die Mama in arge Erklärungsnot geraten, wenn die Tochter sie gezielt kritisch darauf anspricht.

Was also nun - was sage ich ihr?

Ich würde ihr die Wahrheit sagen. Ihr erklären, wer Du und der andere LG seid und ihr erklären, warum man nur je 1x Papa und 1x Mama haben kann. Wenn sie partout darauf besteht Dich Mama zu nennen, dann soll sie eben. Aber ich würd ihr erklären, dass das in Deinem Fall eben nur ein "Rufname" ist und Du eben nicht die Mama bist. Im Idealfall würde ich gemeinsam mit ihr einen anderen "Namen" für Dich finden. Einen, der Dich auch etwas von der "echten" Mama abgrenzt.

Und was ich in deiner Ausführung nicht erkennen konnte ist die Antwort auf die Frage, warum die Mutter uns nicht die gleichen Umstände gewährt, wie sie sie selbst bei sich geschaffen hat.

Naja, ich steck nicht drin in der Frau. Ich hab so vieles noch nicht verstanden bei "diesen" Müttern. Warum kommt überhaupt ein Elternteil auf die Idee, sich selbst über den anderen stellen zu können? Wie kommt eine Mutter überhaupt auf die Idee einen "Fremden" zum neuen Papa zu machen? Warum glaubt eine Mutter, dass bei ihr andere Gesetzmäßigkeiten herrschen, als beim Papa? Warum hören Eltern auf Eltern zu sein, nur weil sie sich haben scheiden lassen?

Tatsache ist nur, dass ihr nicht helft, wenn Ihr die durch die Mutter eingeführten "falschen Umstände" übernehmt, bei Euch etabliert und sie dadurch zu "richtigen Umständen" macht. Augenscheinlich kommt das Kind dann vielleicht etwas zur Ruhe. Aber trotzdem lebt es weiterhin unter falschen Annahmen. Ich glaube nicht, dass das langfristig gut ist...

Im Normalfall wäre der klügste Rat das Gespräch mit der Mutter zu suchen und darüber zu reden. Ich fürchte aber, das sie nicht allzu sehr mit Vernunft gesegnet is. Also könnt ihr eigentlich nur eines machen - der Tochter Modell sein und ihr vorleben, wie es richtig geht.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 19.09.2007 21:37




(@lesemaus)
Registriert

Hallo moosmutzelchen,

diese ganze Problematik ist doch allein deshalb entstanden, weil die KM ihren LG als Vater installieren wollte oder will.
Aus den von dir geschilderten Äußerungen lese ich allerhand vernünftiges heraus.

Ich bin sehr wohl der Meinung, dass man (in deinem Fall) einen "Mutterpart" übernimmt. Wie sollte das zu verhindern sein?
M.E. kommen Kinder mit "zwei Familien" wunderbar klar, wenn alle Beteiligten in der Spur bleiben. Warum sollte das Kind vergessen, wer seine biologischen Eltern sind, aber dass ein neuer Ehepartner quasi gar nichts zu sagen haben soll, das halte ich für absolut unpraktikabel.
Als neue Partnerin, erst recht wenn verheiratet, würde ich mich mehr als zurückgesetzt fühlen.

Und wenn bei einem 50/50 Umgang das Kind die Hälfte der Zeit bei der Familie des Vaters lebt, kann man schlecht mit evt. schimpfen warten, bis Papa abends nach Hause kommt, das ist vollkommen lebensfremd.
Bei einem Zweidrittelumgang oder sogar bei zweiwöchentlicher Umgangsregelung ist es im Grunde nicht viel anders, nur dass das Kind dann natürlicherweise seinen Lebensmittelpunkt mehr bei der KM und deren LG hat. Was nichts am Prinzip ändert.

Ich würde ein sehr sachliches Gespräch führen, und zwar mit allen Beteiligten.

Die Erwachsenen sollten alle an einem Strang ziehen und übereinstimmend ihre Rollen festlegen, mit denen auch alle leben können, und nicht zuletzt das Kind umgehen kann.
Wer seine Eltern sind, weiß es sicherlich.
Wenn die neuen Partner eine gleichberechtigte Rolle bekommen, dann ist es für das Kind zum einen am klarsten, am wenigsten verwirrend, zum anderen hat es keinerlei Möglichkeiten, vier Personen gegeneinander auszuspielen.
Dieses Ausspielen ist sicher nicht im puren kindlichen Egoismus begründet, sondern in meinen Augen ein großes Stück Hilflosigkeit, Orientierungslosigkeit, weil mit zweierlei Maß gemessen wird (in diesem Fall von der KM)

Also, wenn man mit ider KMin der Regel einigermaßen vernünftig kommunizieren kann, dann macht ihr das im Gespräch klar.
Das Kind sollte, nachdem ihr Erwachsenen euren Mus geklärt habt, selbst bestimmen dürfen, wen es wie nennt.

Aber eines muss ich mal ganz klar sagen: Dieses in Schablonenpressen, vor allem dieses "neuen LG keinesfalls als Vater/Mutter installieren", das funzt in meinen Augen nicht.
Manches muss man auch fließen lassen.
Aber dazu muss man auch mal über seinen Schatten springen und sich von Nickeligkeiten wie Eifersucht freimachen.
Sicher nicht einfach, aber was ist schon einfach??

Meine Meinung.

Ich würde sicher keinen eventuellen neuen Partner als Vater installieren, denn richtig, die Kinder haben einen. Aber wenn man mit einem neuen Partner zusammen lebt, ihn gar heiratet und die Kinder mit leben, hier wie dort, dann haben die neuen Partner auch das (meinetwegen nur moralische) Recht, mitzusprechen, wenn es um Alltagsdinge geht.
Dass sie bei sorgerechtsrelevanten Themen kein juristisches Mitspracherecht haben, ist mir klar. Aber die Meinung meines Partners wäre mir trotz alledem wichtig.
Und ich kann nur immer wieder meine Bekannte als Beispiel aufrufen, KV hat neue Ehefrau, neue Kinder, KM hat neuen Ehemann, neue Kinder, ältestes Kind ist das einzig gemeinsame Kind. DIESE Familie tritt harmonisch bei einigen Events gemeinsam auf, und zwar alle. Und dieses älteste Kind hat KEINERLEI probs, die vielen Menschen auseinanderzuhalten. Weil alles vernüftig kommuniziert worden ist...

Also: Nicht stur - REDEN!!!

Herzliche Grüße, Lesemaus


Getretener Quark wird breit, nicht stark

AntwortZitat
Geschrieben : 19.09.2007 22:55
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Lesemaus!

Richtig was Du schreibst. ABER die KM scheint sich ja mit Eifersucht herum zu schlagen gegen die "2tmama" und daher denke ich, dass ein direktes Gespräch nicht hilft, solange man den Standpunkt vertritt, dass beide LGs auch teilweise ETs sind. Glaube dann macht die KM erst recht zu. Natürlich übernehmen die LGs wichtige erzieherische Rollen und müssen auch mal was sagen. Aber die Namen "Mama" und "Papa" sind doch irgendwie etwas heiliges und sollten unangetastet bleiben. Sowohl im eigenen Denken wie auch im Auftreten vor den betroffenen Kids.

Ich würde mich auf die ursprünglichen Rollen zurück besinnen (LG bleibt "nur" LG) und dies so vor der KM vertreten. So ihrer evtl Angst und Eifersucht beraubt, könnte es sein, dass sie wieder in Spur kommt.

Ich kann diese Eifersucht auch ganz gut nachvollziehen, bin ich doch mit gleicher Situation konfrontiert - nur umgekehrt. Der neue LG meiner Exe stilisierte sich zum "Ersatzvater" meines Kleinen, was mich sehr verletzt hat und das war für mich dann Grund genug dort aufzuschlagen und Tacheles zu reden. Der Kerl und auch Mama waren zum Glück beide sofort einsichtig und ich war schnell wieder beruhigt.

Ruhe bekommt man rein, wenn man der KM das Gefühl gibt, dass es eben keine "neue Mama" gibt.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 21.09.2007 11:37
(@moosmutzelchen)
Schon was gesagt Registriert

News:
Wir sind jetzt in einer Familientherapie.
Die KM heult dem Therapeuten vor, was sie für eine arme Frau sei.
Gottseidank ist der wiederum nicht auf den Kopf gefallen und erkennt das eigentliche Problem.

Der Kindesentzug ist erstmal vom Tisch.
Aber manchmal könnt ich echt ne Bombe reinwerfen.
Die Frau macht aus Nichts ein Problem bisweilen und alle müssen dann springen oder Rücksicht nehmen oder wasweißich.
Widerlich!
😡

Mal schauen, was als nächstes kommt ...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.09.2007 12:46
(@lesemaus)
Registriert

Hallo Milan,

in dem Fall ist es wohl tatsächlich so, dass man zurückrudern sollte, und der KM den Grund für die Eifersucht nehmen sollte.
Was mich "ärgert" ist eigentlich, dass durch diese ganzen Nickeligkeiten das Kind so verwirrt wird, obwohl doch objektiv betrachtet nur natürliche Vorgänge stattfinden. Es findet ein Familienleben hier wie dort statt. Was doch vollkommen normal ist, wenn man sich nun mal getrennt hat, und jedes Elternteil einen neuen Partner hat.

Also grundsätzlich finde ich es auch daneben, wenn man die/den neuen LG Mama/Papa nennen soll. Das ist Quatsch, ich würde da auch in Richtung Vornamen lenken.

Die Eifersucht nachvollziehen kann ich selbst auch. Klar.
In meinem Fall ist es nicht anders. Der Gedanke an Mäuschen hat mich auch mehr als einmal nervös gemacht in Bezug auf die Kinder, gerade am Anang, wo ich selbst noch vollkommen durch hing. Ich habe halt energisch versucht, diese Eifersucht vor den Kindern zu verbergen. Und meinem Ex gegenüber vorsichtig thematisiert, einfach, weil es mcih stark beschäftigt/fertig gemacht hat.

Aber, gottlob, Mäuschen ist irgendwie vernünftig, reißt nichts an sich.
Inzwischen sehe ich das äußerst gelassen.
Meine Kinder können offensichtlich alles ganz gut sortieren. Sie nehmen die unabänderlichen Tatsachen als gegeben und machen das Beste daraus. Im Grunde profitieren sie davon.

Ich meine: Einfach ist das alles nicht, oft genug eine Gradwanderung.
Gesprächsbereitschaft und ein gesundes Maß an Objektivität tragen auf jeden Fall dazu bei, dass die Gesamtsituation für Kinder so wenig verwirrend und belastend wie möglich gestaltet wird.

Wenig fruchtbar ist es natürlich, wenn wie im Fall von Moosmutzelchen (die mir hoffentlich vielleicht irgendwann mal erklärt, was ein moosmutzelchen ist  🙂 ) die KM sämtliche Verwirrungen und Schwierigkeiten selbst backt.
Sicher, da muss man der KM ihre Rolle, die eigentlich klar sein sollte, bestätigen... Traurig aber wahr...!
Das sind die Momente, wo ich meinen Ex schätze.

Gruß, Lesemaus


Getretener Quark wird breit, nicht stark

AntwortZitat
Geschrieben : 22.09.2007 01:10
(@moosmutzelchen)
Schon was gesagt Registriert

[...] Moosmutzelchen (die mir hoffentlich vielleicht irgendwann mal erklärt, was ein moosmutzelchen ist) [...]

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, einen auf den Deckel wegen offtopic zu bekommen, aber diese Frage muss natürlich geklärt werden!
mossmutzelchen ist die Verniedlichung von moosmutzel und das ist ein Waldgeist aus der DDR-Hörschallplatte "Der Traumzauberbaum".
Kurz: Der Traumzauberbaum lebt in seinem Traumzauberwald und die Waldgeister Moosmutzel und Waldwuffel müssen immer seine Blätter putzen, und wenn sie sie mit der magischen Stimmgabel anstimmen, kommt ein Kinderlied 🙂

Aber ich hab tatsächlich noch was zum Thema.

Dass die KM mit zweierlei Maß misst, hat sich in den letzten beiden Tagen wieder sehr deutlich gezeigt.
Ihre ofizielle Begründung für die Elternversammlungsproblematik ist, dass sie in "ihrer" Woche stattgefunden hat, d.h. dass die Kleene bei ihr war.
Wir sollen uns da nicht einmischen - sie will mit uns nichts zu tun haben - in ihrer Woche ginge uns das alles nichts an etc.

Zur Zeit ist die kleine Maus bei uns.
Gestern war KM auf unserem Hof, hat die Kleene abgefangen und sie gefragt, ob sie mit ihr wasweißich wohin mitkommen wollte. Die Lütte also geklingelt und uns gefragt. Da Opa zu Besuch war und wir gleich los wollten, mussten wir verneinen (und waren somit die Bösen).
Heute rief sie an und fragte, ob wir die Kleine nicht wie normal bis Freitag, sondern bis Sonntag behalten würden - irgendwas hat sie da wohl vor.

Das war auch alles mal Gang und Gäbe bei uns und so finde ich es auch normal, aber wenn man so sehr auf "seine" Wochen besteht, muss man sie doch den anderen auch zugestehen - oder wie oder was?

Ich leide seit Dienstag unter Schlafstörungen - mich regt das immer so sehr auf!

*platztgleich


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.09.2007 20:48