Hi
ich habe mich gerade getrennt. Nun würde es mich interessieren, wer hier Erfahrung mit dem Wechselmodell hat und wie es so bei euch läuft...........
Da ich noch studiere und somit Bafög erhalte ist es für mich sehr wichtig, wie ich ein solches Modell belege vor Behörden?? und wird das kontrolliert ( also ob das Kind wirklich die hälfte der Zeit bei einem Elternteil verbringt) ?
LG
Moin punklala,
ein Wechselmodell gibt es dann (und nur dann), wenn beide Eltern es so wollen. Wenn einer von beiden sagt "das bringt das Kind durcheinander", gibt es keines. Wenn einer - selbst bei zeitlich hälftiger Betreuung - behauptet "nö, das Kind ist schwerpunktmässig bei mir" gibt es auch keines. Wir hatten hier im Forum in den letzten Jahren allerdings nur Fälle, in denen Mütter solche Einwände gemacht haben.
Kontrolliert wird das nicht (von wem und wie auch? Da müsste ja wochen- oder monatelang ein Beamter danebensitzen.). Für das Recht auf Unterhalt für das Kind und ggf. die Mutter genügt die Behauptung, dass KEIN Wechselmodell existiere, sondern bestenfalls ein "grosszügiges Umgangsrecht". Und einklagen kann man das WM auch nicht.
Die Frage ist also nur: Bist Du der Vater oder die Mutter dieses Kindes?
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
ich bin eine Mutter 😉
hm ok, ich muss momentan eh erst mal noch arbeiten um eine kaution zusammen kratzen zu können (was dauert weil das semester gerade beginnt), solange wohnen wir glaube ich eh noch zusammen.... kein plan ob das läuft............
mir geht es vor allem darum das er mir kein geld zahlt ( hat eh keins) und das ich auch nichts wie kindesunterhalt vom ja beantragen muss.
da bei uns zb die stadt den kita platz zahlt und ich vielleicht dann mal wohngeld beantragen will.
wir hatten bisher auch getrennte finanzen und ich brauche nix geschenkt.
weiß gerade eh nicht so recht wie ich mich verhalten soll.
ist momentan noch jemand in so einem emotinalen chaos??
Moin punklala,
solange Ihr die Finger aus öffentlichen Töpfen herauslasst (Dein BAFÖG gilt in diesem Kontext meines Wissens nicht als solcher Topf), könnt Ihr das Finanzielle untereinander regeln wie Ihr wollt. Sollte einer von Euch Unterhaltsvorschuss oder andere Sozialleistungen beantragen, werden Euch die Behörden allerdings sehr genau auf die Finger schauen. "Ich will keine Kohle von Dir, ich hol mir die vom Amt" funktioniert also nicht.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
hm ja ich möchte, bzw brauche dann wahrscheinlich schon wohngeld..........
unterhaltsvorschuss wird keiner beantragen. (zumindest ich nicht )
man kann dann doch trotzdem ein wechselmodel umsetzen, oder??
nur muss man das dan irgendwie schriftlich festhalten??
Moin punklala,
das Wechselmodell existiert juristisch so wenig wie das "wir essen jeden Tag Spaghetti"-Modell. Man kann es nicht einklagen. Will heissen: Ihr installiert es und haltet Euch dran - oder Ihr lasst es. Schriftlich festhalten hilft Euch juristisch also nichts. Trotzdem kann es sinnvoll sein, eine Elternvereinbarung (Muster beispielsweise unter www.elternvereinbarung.de) aufzusetzen, auf die eigenen Verhältnisse anzupassen, zwei Kopien zu machen und zu unterschreiben. Das ist juristisch zwar nicht bindend, aber immerhin ein psychologisches Hilfsmittel, dass Euch später erspart, darüber streiten zu müssen, was Ihr eigentlich wolltet. Eine Art Gebrauchsanweisung eben.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Das klingt irgendwie als ob Du das Wechselmodell in erster Linie brauchst, damit keiner dem anderen Unterhalt bezahlen muss.
Das klingt irgendwie als ob Du das Wechselmodell in erster Linie brauchst, damit keiner dem anderen Unterhalt bezahlen muss.
Hm ist das verwerflich, jeder gibt doch in seinem Sinne Geld für das Kind aus, war bisher auch so.
@ Martin Danke für den letzten Tipp, das hilft mir hoffentlich weiter.
Nein, bin ja selbst großer Freund des Wechselmodells.
Du solltest das tatsächlich schriftlich vereinbaren, nicht, weil das dann irgendeine rechtliche Wirkung hätte, aber zu Beweiszwecken. Kann immer sein, dass der andere plötzlich abstreitet, dass es überhaupt jemals ein WM gegeben hat.
Hallo,
Hm ist das verwerflich, jeder gibt doch in seinem Sinne Geld für das Kind aus, war bisher auch so.
Nö, lieber ne Mutter, die das Wechselmodell aus finanziellen Gründen will, als eine, die es aus finanziellen Gründen nicht will 😉
lg
sleepy
Sleepy
:thumbup:
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
