Hallo Zusammen :),
mein Ex-Mann und KV will sein Sorgerecht abgeben und keinen Umgang mehr mit seinen Kindern pflegen.
Allerdings will er auch keine "Rennereien" haben, - wie z.B. Gang zum Jugendamt, um dort eine entsprechende Erklärung abgeben.
Ist es denn möglich, daß ich etwas schreibe, er unterschreibt bzw. gegenzeichnet, und ich das dann ans Jugendamt bzw. Familiengericht schicke?
Würde es genügen, wenn man z.B. dann nur die Kopien der Geburtsurkunden der Kinder beilegt bzw. unsere Kopien der Personalausweise?
Kann mir jemand sagen, wenn ja, wie ich sowas Formuliere? Muß daß ASR dabei explizit erwähnt werden? Muß ich mich dabei auf irgendwelche Paragraphen berufen?
Was soll ich meinen Kindern erzählen, sie sind erst 4 und 5 Jahren - warum ihr heiss geliebter Vater nichts mehr mit ihnen zu tun haben will?
Sie leiden ohnehin, daß plötzlich kein Kontakt mehr stattfindet (fand in der Vergangenheit regelmäßig statt)....auf die Frage Warum und Weshalb bekomme ich auch keine plausible Antwort von ihm - :gunman: er sei überfordert 🙁
liebe Grüsse
Tina ;(
Akzeptiere was Du nicht ändern kannst, und ändere, was Du nicht akzeptieren kannst.
Moin,
§ 1626
Elterliche Sorge, Grundsätze
(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).
§ 1697a
Kindeswohlprinzip
Soweit nichts anderes bestimmt ist, trifft das Gericht in Verfahren über die in diesem Titel geregelten Angelegenheiten diejenige Entscheidung, die unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten sowie der berechtigten Interessen der Beteiligten dem Wohl des Kindes am besten entspricht.
Eine Niederlegung des Sorgerechtes ist im BGB nicht enthalten, zumindest war nichts entsprechendes bei der Durchsicht der §§ 1626 - 1698b (Titel 5 - Elterliche Sorge) gefunden worden. meines Wissens ist die elterliche Sorge nicht wie ein paar alter Socken ablegbar.
Auch das Jugendamt als Behörde kann keine Sorgerechtsübertragung vornehmen.
Gruß, Xe
Hi Tweety...
Hm, schwierige Situation...
Wie soll man das den Kindern sagen?
Keine Ahnung.
Was hast du denn bis jetzt vom KV als Antworten bekommen, außer daß er sich überfordert fühlt?
Ich an deiner Stelle würde das nicht so einfach hinnehmen.
Versuch, für das Recht eurer Kinder auf den Umgang mit ihrem Vater zu kämpfen...
Grade wenn sie unter dem abgebrochenen Kontakt so leiden, solltest du alles tun, daß der Kontakt eben nicht abbricht. Persönliche Differenzen und Gefühle hinten anstellen und versuchen, für die Kids das beste zu tun.
Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan, aber ich würde mich noch viel mieser fühlen, wenn ich den Kindern erklären muß, daß sie den Papa nicht mehr sehen, wenn ich dabei das Gefühl habe, ich hätte nicht mit ganzer Kraft für sie gekämpft.
Klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber ich denke, er sollte es nicht so leicht haben, den Kontakt zu seinen Kindern einfach abzubrechen.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hallo tweety,
Ist es denn möglich, daß ich etwas schreibe, er unterschreibt bzw. gegenzeichnet, und ich das dann ans Jugendamt bzw. Familiengericht schicke?
Warum solltest du das tun, wenn Er das Sorgerecht nicht will? Machst du immer alles, was dein Ex will?
Was soll ich meinen Kindern erzählen, sie sind erst 4 und 5 Jahren - warum ihr heiss geliebter Vater nichts mehr mit ihnen zu tun haben will?
Ein Grund mehr, dieses Anliegen nicht zu unterstützen, oder?
Gruß
eskima
Er hat sich bisher ohnehin nicht sonderlich viel um seine Kinder gekümmert, bis auf 4 Stunden die Woche.
Dennoch habe ich mir gesagt, lieber ein schlechter Vater als garkein Vater. Eine zeitlang musste ich ihn dann über RA anhalten lassen, daß er den wenigen Umgang den er möchte, dann bitte regelmäßig ausführt, und nicht sporadisch (wie es auch schon vorkam). Ein erbetenes Gespräch wg. Umgang beim JA verweigerte er.
Es kommt momentan keiner an ihn ran, noch nicht mal sein bester Freund. Ich glaube auch nicht, daß er mit den Kindern überfordert ist - sondern generell mit seinem Leben. Und: Er liebt seine Kinder! Ich weiß, daß er es nicht wirklich will. Wir haben heute wieder sehr lange hin und hergemailt, ziemlich sachlich und klar.
Da bekam ich dann unter anderem die Aussage" ...laß´ die Kinder bitte aus dem Spiel, meine Nerven liegen ohnehin schon blank, und weiß nicht wie ich alles unter einem Hut bringen soll...." Was er damit genau meint, weiß ich nicht. Er gibt mir dafür auch keine Erklärung. Er will auch nicht mit mir reden, was ihm zuviel wird. Ich bin ziemlich ratlos. Es war auch die Aussage, daß er sich den Umgang nicht mehr leisten kann. Da habe ich ihm auch geschrieben, er soll bitte mit mir reden, wo genau das Problem ist, vielleicht daß wir eine gemeinsame Lösung finden. Ich könnte mir auch noch vorstellen, daß die Bank ihm im Nacken sitzt....
Wir wohnen 30 km voneinander entfernt. Wenn er Freitags für 4 Stunden immer seine Kinder geholt hat, ist er immer zu sich heimgefahren und dann hat er die Kinder wieder heimgebracht, macht 120 km. Aber wenn es um sein Freizeitvergnügen geht, kann er garnicht weit genug fahren, da sind ihm keine Kilometer zu weit und der Geldbeutel auch nie leer. Angeblich würde ihm der Freitag 40 EURO kosten - das kann er sich auch nicht mehr leisten, sagt er. Mir scheint es schlichtweg, daß er einfach keine Lust mehr auf seine Kinder hat - ganz einfach.
Letztendlich kann ich ihn nicht dazu zwingen - was ist das dann für ein Umgang?
Und wenn er keinen Umgang mehr pflegen will - weil er es sich nicht leisten kann und überfordert ist - braucht er ja auch kein Sorgerecht mehr. Er hat mir in einer SMS mitgeteilt, daß ich ihm die "Papiere" für die Sorgerechtabtrittserklärung zuschicken soll.
Wisst ihr, würde er mit mir reden, würde er mir sagen, - pass auf so und so schaut es aus, Sprit is so teuer, wollen wir uns die Kosten teilen - weiß er, und ich habe es ihm heute nochmal deutlich gesagt, ich die letzte bin, die auf stur stellt - NEIN, er will NICHT. Alles Ausreden....er WILL nicht mehr.
Gut, dann sage ich mir, er ist alt genug, er wird wissen was er tut...ich habe auch nicht mehr die Kraft dazu, ihm ständig hinterherzurennen wg. seinen Kindern.
Ich trage genügend Verantwortung auf meinem Rücken, muss auch zusehen, daß ich alles auf die Reihe bekomme, - und zwar ohne, daß ich überfordert bin.
Akzeptiere was Du nicht ändern kannst, und ändere, was Du nicht akzeptieren kannst.
Moin tweety,
die Beweggründe für die "Abgabe des Hälftigen Sorgerechts" kann ich mir bei Deiner Schilderung nicht erklären, weil der KV damit nicht aus der Pflicht zur Sorge (BGB § 1684 ff) entlassen wird.
Er geht zur Rechtsantragsstelle des AG und stellt den formlosen "Antrag auf Übertragung der alleinigen Sorge auf die Kindesmutter" (geht schnell und kostet nichts). Danach wird das JA zu Stellungnahme aufgefordert - dann gibt es einen Gerichtstermin - fertig (kostet auch nichts). Hört sich recht locker an, ist aber doch ein schwerer Schritt - zumal Du ihm ja wohl die Kinder "hinterherträgst". Vielleicht "bekrabbelt" er sich noch - zum Kindeswohl - zumal das nichts mit dem/der Umgangsrecht/Pflicht zu tun hat.
LG Jochen
Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis
Hallo tweety,
mal ganz provokativ gefragt: kann es sein, dass er nicht zuviel von den Kindern, sondern zuviel von DIR hat? Das meine ich jetzt nicht böse, aber ich ahne da zwischen den Zeilen etwas...
Gruß AJA

