Kann Kind Sorgerech...
 
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Kann Kind Sorgerechtsentzug der Mutter beantragen ?

 
(@dadwithouthope)
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Hallo,

wenn ich schon dabei bin Probleme zu klären, dann auch gleich dieses noch :

Meine Tochter, die seit 2 Jahren bei mir lebt, möchte mit ihrer Mutter absolut nichts mehr zu tun haben. Wir haben zwei Jahre mit allen Mitteln versucht, sie dazu zu bringen ihre Mutter regelmässig zu besuchen , aber es klappt einfach nicht.

Nun hat meine Tochter mich vor kurzem gefragt, ob es nicht möglich wäre, dass ich das alleinige Sorgerecht für sie bekommen könnte. Dann müsse sie nie mehr mit ihrer Mutter Kontakt haben, und die Mama hätte keine Möglichkeit ihr Leben mitzubestimmen. Und das möchte J.

J. wird in wenigen Wochen 14  Jahre und hat sich nun schon genau erkundigt, welche Recht sie dann in Bezug auf ihre Mutter hat.

Nun meine Frage, kann J. beantragen, dass ihrer Mutter das Sorgerecht entzogen wird, nur weil J. das so möchte ?


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 28.01.2010 14:39
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Beantragen kann sie es sicher nicht und es würde auch bei dem Problem nichts nützen.

Das Umgangsrecht ist unabhängig vom Sorgerecht.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2010 14:41
(@dadwithouthope)
Nicht wegzudenken Registriert

Das Umgangsrecht macht uns ja momentan auch keine Probleme.

Der Mutter liegt überhaupt nichts daran ihre Tochter zu sehen. Für die Mutter ist die Lösung ganz willkommen, denn nun muss sie nicht mehr alle 14 Tage das Kind holen. Das war ihr sowieso sehr lästig. Denn Freitag nachmittags hat sie Öffnungszeiten in ihrem " Geschäft " und da war und ist kein Platz für das Kind.

Es geht, denke ich, mehr darum, dass J. ihre Mutter vollkommen aus ihrem Leben streichen möchte. Ihre Mutter hat ihr mit ihrer Gleichgültigkeit immer nur wehgetan und tut es heute noch.

J. behauptet ja immer wieder, dass ihre Mutter sie des öfteren geschlagen hat und dass ihre Mutter sie und ihre Geschwister zur Strafe hungern habe lassen, oder dass die Mama  manchmal den ganzen Tag so getan hätte, als wären die Kinder nicht existent. Um ihnen zu zeigen, wie es ist, wenn man nicht hört. Sie habe dann auf nichts reagiert und so getan als seien die Kinder Luft.

J. sagt, das verzeihe sie ihrer Mutter nie und sie wolle nie wieder etwas mit ihr zu tun haben.

J. hat dies alles auch bereits unserer SPFH erzählt und der Frau bei der Erziehungsberatung. Aber niemand glaubt ihr, oder reagiert.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.01.2010 14:50
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Also ich denke weiterhin, dass es weder möglich noch nützlich wäre.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2010 14:54
(@dadwithouthope)
Nicht wegzudenken Registriert

Weisst du, ich denke , dass J. ihrer Mutter momentan nur mit aller Gewalt weh tun möchte.

Sie möchte ihr zeigen, dass sie ihre Mutter genauso wenig braucht, wir umgekehrt.

Ihr könnt mir glauben, es ist für ein Kind das schlimmste was es gibt, erkennen zu müssen, dass man seiner Mutter gleichgültig ist.

Und leider weiss ich, dass meiner Ex die anderen Kinder genauso gleichgültig sind, aber die bringen zumindest noch Geld, Unterhalt, Kindergeld und ausserdem sind sie ein guter Grund nicht arbeiten gehen zu müssen.

Womit wir wieder beim Thema wären. Und das Gejammer nutzt sowieso nichts.

Ich frage mich nur immer wieder : Warum glaubt niemand J. wenn sie diese Dinge über ihre Mutter erzählt ? Kein JA reagiert, obwohl ein Kind sagt, meine Mutter schlägt mich und meine Geschwister ?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.01.2010 15:21
(@Wolkenhimmel)

Hallo dwh,

ich weiß nicht, wie die rechtliche Lage heute ist, aber mein Mann hat vor *rechen* etwas über 25 Jahren auf eigene Initiative (er war damals 11 und hat sich ans JA seines Wohnortes gewandt) dafür gesorgt, dass seiner Mutter das Sorgerecht entzogen und auf seinen Vater (zu dem kaum Kontakt bestand, und der am anderen Ende der Republik lebte) übertragen wurde. Hauptgründe waren seinerzeit Alkoholismus und mehrfacher Suizidversuch seiner Mutter.

Aber so oder so, in Eurem Fall würde das nichts ändern, denn sie wohnt ja schon bei Dir, und das Umgangsrecht ist davon nicht berührt.

VG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2010 15:33
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin dwh,

zur eigenen Beurteilung der Problemstellung: Stell Dir einfach mal vor, Deine bei ihrer Mutter lebenden Kinder würden (ob aus Dir einsichtigen Gründen oder nicht) einen solchen Antrag stellen: "Wir wollen es amtlich haben, dass wir nie wieder in unserem Leben mit Papa zu tun haben müssen." Eine prickelnde Vorstellung?

Mit solchen Aktionen werden Gräben aufgerissen oder vertieft, die möglicherweise nie wieder geschlossen werden können. Manche Menschen (vor allem Kinder) neigen dazu, einen Momentan-Zustand auf den Rest ihres Lebens (den sie sich zeitlich und inhaltlich noch gar nicht vorstellen können) hochzuinterpolieren. Es ist auch unsere Aufgabe als Trennungs-Elternteile, sie in solchen Fragen vor sich selbst zu beschützen; ganz egal, was der andere Elternteil getan hat.

Das Leben geht weiter; die Suche nach der eigenen Identität auch. Wir Erwachsenen wissen das; wir kennen auch die möglichen Folgen, wenn die eigenen Wurzeln ein Leben lang verleugnet und gehasst werden müssen. Und schliesslich können Menschen (auch Deine Tochter) irgendwann durchaus bereit sein, zu sagen "Blöd gelaufen - aber Strich drunter!" Solche Wege werden ihnen mit überflüssigen Sorgerechts-Entscheidungen verbaut.

Und immer dran denken: Wie würde ich selbst reagieren, wenn ich nicht Unterstützer, sondern "Opfer" eines solchen Ansinnens wäre.

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2010 15:44
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Klingt wirklich nach der Idee einer fast-14-jährigen. Das ist nämlich totaler Quatsch.

Das Familienrecht ist nicht dazu gedacht einer Tochter ein Werkzeug in die Hand zu geben, um der Mutter weh zu tun. Sie ist mit ihrer Idee auf einem völlig falschen Weg. Das solltest Du ihr als Vater deutlich verklickern.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2010 15:57
(@dadwithouthope)
Nicht wegzudenken Registriert

Was glaubt ihr denn was ich seit zwei Jahren tue ?

Ich zwinge sie zu ihrer Mutter zu gehen.
Ich schicke sie in Therapie um das Mutterproblem aufzuarbeiten.
Ich habe eine SPFH damit das Problem Mutter geklärt wird und J. wieder eine Weg zu ihrer Mutter findet.
Ich habe eine SPFH bei der Mutter befürwortet um auch dort das Problem klären zu lassen und der Mutter zu helfen einen Weg zu ihrer Tochter zu finden.
Ich rede wie ein Kranker auf mein Kind ein, dass sie ihrer Mutter doch ein Chance geben soll.
Meine jetzige Frau versucht alles um in dem Kind eine positivere Mutterhaltung aufzubauen.

Wir reden und reden, kämpfen und kämpfen.

Die Mutter kommt einmal her. Fragt nicht mal nach ihrer Tochter. Und schon sind alle wenigen positiven Punkte die wir aufgebaut haben wieder weg.

Natürlich werde ich nicht das Sorgerecht einklagen auf Grund des Wunsches meiner Tochter. Aber sie war ja soweit, dass sie gesagt hat, mit 14 würde sie zu Gericht gehen und das selber tun. Und nun wollte ich eigentlich nur wissen, ob sie das kann.

Glaubt mir, ich denke immer wieder darüber nach, wie es mir an der Stelle der Mutter gehen würde. Nur leider kann ich mich da nicht so sehr hineinversetzten, weil ich meine Kinder nie so vernachlässigen würde, dass sie auf die Idee kommen würden, mit mir nichts mehr zu tun haben zu wollen oder mich so sehr verachten würden, wie J. ihre Mutter.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.01.2010 16:14
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi!

Also ist offenbar eher die Mutter das Problem und die Tochter versucht "nur" darauf zu reagieren. Sie hat offenbar eine Scheisswut auf die Mutter. Vielleicht, weil sie ihr fehlt und sie sie gerne "haben" würde?

Der Weg, den sie sich ausgesucht hat, ist allerdings der falsche. Er würde auch nicht den von ihr gewünschten Effekt haben. In Eurem Fall ist das SR nicht mehr als ein Papierfetzen. Wenn sie den "wegwerfen" würde, würde sich jedoch absolut nix ändern. Auch nicht an ihrer Wut. Denn sie würde schnell merken, dass sich nix geändert hat. Und dann ginge es wieder los. Ein SR-Krieg wäre jetzt also nur ein sinnloses Zeitverderben.

Ich glaube Du müsstest an der Mutter "arbeiten". Aber, puuhhh, dazu hab ich keine Idee ....

Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 30.01.2010 01:47




(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo dwh,

ich denke eure Tochter braucht ein wenig Luft.

Du hast 6 Punkte genannt mit denen sich deine Tochter ständig beschäftigen muss. Es wird auf sie eingeredet, sie geht zur Therapie ( was sicher gut ist), eine SPFH ist auch da, du redest auf sie ein, deine jetzige Frau redet auf sie ein.

Ich habe beim Lesen das Gefühl, selbst ich würde dann am liebsten losschreien, die Tür hinter mir zuknallen wollen und einfach meine Ruhe haben.
Manchmal ist meiner Meinung nach VIEL auch nicht immer gut.

Lasst sie ein Stück weit auch ihren eigenen Weg gehen. Ich denke sonst fühlt sie sich irgendwann von niemanden mehr verstanden.

Lg
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 30.01.2010 11:40