Möchtest Du meine Adresse, damit Du mich anzeigen kannst?
Ich finde das überhaupt nicht lustig und auch Ironie ist bei dem Thema kaum angebracht.
Es würde schon genügen, wenn Du in Zukunft Deinen Körper besser unter Kontrolle hättest und das "Handausrutschen" irgendwann ein Dir peinliches Relikt der Vergangenheit wäre. Schuldbewusstsein scheinst Du ja immerhin zu haben.
Ich meinte das ernst. Du hast mich bei einer "Straftat" erwischt bzw. ich habe sie (Dir) gestanden. Also walte Deiner Bürgerpflichten. Sonst machst Du Dich nämlich mitschuldig. Oder etwa nicht?
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@ diskurso,
der Übergang von einem sogennanntem Klapps zum verprügeln ist fließend.
nein, das ist er nicht; es gibt massive Unterschiede, die ein erwachsener Mensch kennen sollte - und kennen kann. Deine Aussage ist etwa so zutreffend wie "es ist egal, ob man eine Bananenschale oder einen Liter Altöl in den Wald wirft; beides ist Umweltverschmutzung und deshalb zu verurteilen, denn die Grenze ist fliessend."
Die Anwendung körperlicher Gewalt gegenüber Kindern ist zutiefst primitiv, niemals notwendig und ein Zeugnis von Erziehungsunfähigkeit.
von wem stammt dieses angeblich unwiderlegbare "Dogma"? Ein Klaps ist keine "körperliche Gewalt", man kann ihn auch nicht zu Gewalt umdeklarieren. Er ist im Zweifelsfall (und nur von diesem reden wir) ein sichtbares Zeichen dafür, wer der Chef im Ring ist. Kann man auch vor jedem Affenkäfig beobachten. Ich bin bei meinen Kindern in 99,9 Prozent aller Fälle auch ohne Klapse ausgekommen - aber in 0,1 Prozent eben nicht. Und trotzdem würden meine heute erwachsenen Kids (sofern sie sich überhaupt daran erinnern) mit Sicherheit sagen, dass es sicher nötig war, im Einzelfall mal per Klaps gebremst zu werden. Das hat mit "Gewalt" nicht das Geringste zu tun.
Ich bin noch zu einer Zeit gross geworden, in der es in der Schule schon bei Disziplinlosigkeiten mit dem Rohrstock auf die Finger gab. Das verurteile ich ebenfalls zutiefst, denn da standen "Vergehen" und "Strafe" in keinem Verhältnis zueinander. Heute dagegen delegieren viele Eltern einen Teil ihres Erziehungsauftrags an die Schule - und wundern sich darüber, dass die Schule das gar nicht leisten kann.
Man kann es auch übertreiben mit der unreflektierten Anwendung der "political correctness". Aber wenn Du magst, darfst Du als guter, 100-prozentig gesetzestreuer Bürger auch mich gerne anzeigen; ich stelle Dir dafür bei Bedarf meine sowie die Adressen meiner Kinder zur Verfügung.
Abgesehen davon: Wenn ich mich recht erinnere, ist Deine Tochter 3 Jahre alt; Du redest im Moment also noch wie der Blinde von der Farbe...
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Ein Klaps ist keine "körperliche Gewalt", man kann ihn auch nicht zu Gewalt umdeklarieren.
Da gehen die Meinungen zwangsläufig sehr weit auseinander.
Ich möchte das jetzt auch nicht ewig diskutieren, habe wirklich ganz andere Probleme.
Die KM boykottiert schon wieder den Umgang und ich kann nichts dagegen machen.
Vielleicht bin ich auch deswegen allgemein etwas gereizt und gestresst.
Er ist im Zweifelsfall (und nur von diesem reden wir) ein sichtbares Zeichen dafür, wer der Chef im Ring ist. Kann man auch vor jedem Affenkäfig beobachten.
Nochmals und letztmalig: wer Schläge anwenden muss, um gegenüber Kindern seine Authorität durchsetzen zu können, hat - vorsichtig ausgedrückt - starke Defizite !
Über den Unterschied in der Erziehung zwischen Menschen und Affen möchte ich mich auch besser nicht äußern ...
Abgesehen davon: Wenn ich mich recht erinnere, ist Deine Tochter 3 Jahre alt; Du redest im Moment also noch wie der Blinde von der Farbe...
Nö, sie wird bald 5 und ich weiss wovon ich rede.
Allerdings ist sie so ein liebes Sonnenkind, das so gut wie nie einer Maßregelung bedarf.
Ich finde es ja immer wieder ganz erstaunlich, dass bei solchen Diskussionen die gleichen stereotypen "Argumente" kommen.
Wenn man Klapsen als körperliche Gewalt (was es ist definitv ist, auch wenn mancher das einfach verneint um es sich ganz einfach zu machen) verurteilt, bekommt man zu hören, dass man dem Kind keine Grenzen setzt, oder statt dessen wohl psychische Gewalt ausübt (sicher sein Kind anbrüllt, in den Keller sperrt oder sonstwie misshandelt).
Warum kann sich hier niemand vorstellen, dass man sich als Ziel gesetzt hat, den Kindern anderes vorzuleben, als dass der der Herr im Ring ist, der Klappse verteilt? Was sollen denn das bitte für Grenzen sein, bei denen ein Kind lernt," Schluss ist, wenn man draufhaut"? Was ist so abwegig daran, dass man Grenzen anders setzt, als mit körperlicher Gewalt und trotzdem nicht auf andere Formen der Misshandlung ausweicht.
Ich will nicht sagen, dass es nicht passieren kann dass man die Kontrolle verliert, aber ich würde mich wirklich schämen, wenn ich es nötig hätte mein Fehlverhalten nun schönzureden, anstatt die Größe zu haben einen Fehler einzugestehen.
Ich finde diese Art hier der Argumentation extrem selbstherrlich. Auch wenn diksursos Kind erst 3 ist, ist seine Einstellung deshalb doch nicht weniger wert. Da frage ich mich nun auch, ab wann ist denn bitte der richtige Zeitpunkt körperlich mal loszulegen? Wenn das Kind ordentlich zurückschlagen kann, damit es fairer ist?
Na da bin ich aber gespannt, wer dann mit Ende der Pubertät "Herr im Ring ist"!
@LBM
ich verstehe in etwa was Du meinst. Mir stösst nur diese laxe Art auf, wie Du davon spricht "der hätte sich dann eine gefangen...". Das ist ein wenig seltsam, dass Du in dem Zusammenhang etwas einbringst, was Du eigentlich verurteilst. ich will Dir wirklich nicht unterstellen, dass Du dein Kind prügelst, aber anscheinend ist Schlagen irgendwo schon eine Option, die auch dein Kind schon erlebt hat. Die ganze Art, wie Du die Szene beschrieben hast, finde ich sehr befremdlich.
Aber vielleicht kam das auch einfach komisch bei mir an.
Trotzdem finde ich jetzt auch diese Polemik seltsam. Was soll das denn jetzt diskurso den schwarzen Peter zuzuschieben, er solle Dich doch anzeigen.
Du weisst, dass es eine Straftat ist, sein Kind zu schlagen und gibst selber diese Straftat offen zu (was bis jetzt hier niemand angesprochen hat) und nun liegt es an diksurso, ob diese geahndet werden soll?
Das ist ja so, als wenn Du hier schreibst etwas gestohlen zu haben und dann den Usern hier vorwirfst, dass sie eine Mitvernatowrtung tragen, weil sie dich ja anzeigen könnten.
Nee, das ist echt eine billige Nummer.
Was ist so schwer daran, zu sagen: Mir ist schon die Hand ausgerutscht, das tut mir wirklich leid und ich arbeite daran, dass das nicht wieder passiert?
Grüße
Polly
Hi,
ich bin mal gespannt wie du diskurso dein Kind im Zweifelfall mal davon abhalten wirst auf eine heiße Herdplatte zu fassen oder vor ein fahrendes Auto zu laufen.
In zweiterer Situation habe ich meinen Sohn als Kind sehr fest am Arm gepackt und zurückgezogen. Und ja, das gab einen blauen Fleck (genausgenommen auch eine Form der Gewalt). Nur, wenn ich das nicht gemacht hätte, bis ein "Stop. Bleib stehen." bei dem Kind angekommen wäre, wäre er wohl bereits unter dem Auto gelegen. Es gab da sicher auch einen Klaps auf den Po, aber in der Situation hätte ein Fernsehverbot wohl auch wenig gebracht. Konsequenzen sollten ja zeitnah und in Zusammenhang mit dem "Vergehen" stehen. Und nein, ich bin keine Mutter, die ihr Kind bis es 8 ist an der Hand hält an der Straße.
@ polly: Vorleben ist sicher richtig und wichtig. Nur gibt es auch Kinder/Situationen wo das reine Vorleben eben nicht reicht. Wenn einem Kind jegliche "Bestrafung" in Form von Entzug irgendwelcher Spielzeuge, elektronsicher Medien, Hausarrest o.ä. egal sind, möchte ich mal wisen ob du ein Kind dann gewähren lässt oder welche Möglichkeiten dir dann einfallen. Genaugenommen würde der § der gewaltfreien Erziehung von Kindern jegliche Form der Bestrafung verbieten und damit wäre eine Erziehung IMO völlig unmöglich. Denn Gewalt ist nicht immer nur rein körperlich.
Und ich mache Mißhandlung nicht an körperlichen Übergriffen fest, sondern im generellen Umgang mit seinem Kind. Für mich ist es auch eine Form der Mißhandlung, wenn ich von meinen Stiefkindern immer wieder erzählt bekomme "die Mama umarmt uns nie". Und ich bin mir nicht sicher, welche Form der Mißhandlungen die tieferen Narben hinerlässt.
Aber mal zurück zu Thema. Wenn eines meiner Kinder bei anderen ist dürfen diese es genauso zurechtweisen und notfalls nach Hause schicken, wie ich das umgekehrt auch in Anspruch nehme, wenn sich einer der Freunde meiner Kinder hier bei mir daneben benimmt. Wenn mir auf der Straße ein Kind gegens Schienbein tritt werde ich es auch zusammenstauchen und nicht erst mit den Eltern darüber diskutieren ,wie schlecht sie ihr Kind erzogen haben und wie sie nun gedenken zu reagieren.
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Polly, genau das habe ich oben zwei Mal geschrieben. Und trotzdem kommt noch in x-facher Wiederholung der moralische Zeigefinger. Und wenn man sich mit so hoher Moral über andere erhebt (Du kennst sicher den berühmten Spruch mit dem Glashaus und den Steinen), dann soll man doch auch den Hintern in der Hose haben, nicht nur mit Worten gegen solche "Vergehen" vorzugehen. Wer einen Klapps mit Kindesmisshandlung gleichsetzt muss dann eben auch konsequenterweise seinen "Bürgerpflichten" nachgehen, alles andere wäre nämlich scheinheilig.
Da hört dann aber der Mut sich gegen mein Fehlverhalten zu erheben merkwürdigerweise auf.
Wer lesen kann, hat registriert, dass ich durchaus selbstkritisch festgestellt habe, dass das "nicht richtig" war, deshalb werde ich jetzt hier aber nicht im Büßerhemd durchs Forum rutschen.
LBM
Edit: tsts-Wort abgeändert
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Anscheinend haben wir zwei ganz unterschiedliche Diskussionen gelesen. Ich habe gelesen, dass LBM einem anderen Kind gegenüber geäußert hat, dass sich ihr Kind bei vergleichbarer Frechheit eine gefangen hätte.
Das bezog sich jetzt nun wirklich nicht auf ähnlich gefährliche Situationen wie Du sie beschreibst.
Daher verstehe ich diese Richtung der Argumentation nicht.
Es ging nicht darum, dass jemand aus Sorge um sein Kind die Hand erhoben hat, sondern um ein Kind das frech und nervig ist und wie jemand nicht ausschließen kann aus Wut über dieses Verhalten seine Hand zu erheben.
@LBM
Wie gesagt, die Art deiner Argumentation kommt auch bei mir seltsam an. Da ja aber nun niemand weiss, was genau vorgefallen ist wäre eine Anzeige doch total sinnlos.
Wenn Du hier aber schreiben würdest, dass Dir regelmäßig die "Sicherungen durchbrennen" weil dein Kind frech ist oder sich sonstwie nicht wie erwünscht benimmt, dann kannst Du Dir sicher sein, dass ich diesen thread der Polizei zeigen würde.
Grüße
Polly
@ diskurso,
Da gehen die Meinungen zwangsläufig sehr weit auseinander.
nur wenn man ausserstande ist, graduelle Unterschiede zu machen. Genauso könnte man den Umstand "diskurso trinkt ein Bier" beschreiben mit "diskurso besäuft sich" - und dann die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen.
habe wirklich ganz andere Probleme.
Die KM boykottiert schon wieder den Umgang und ich kann nichts dagegen machen.
theoretisch könntest Du mit gerichtlichen Mitteln dagegen vorgehen. Praktisch kann man das als Kriegserklärung und Ausübung psychischen Drucks gegen die Mutter Deines Kindes bezeichnen - und der Ansicht sein, das dürftest Du auf keinen Fall tun. Schon allein wegen des schlechten Vorbildes für die involvierten Kinder. Und natürlich auch, weil das Kind leidet, wenn es der Mutter schlecht geht.
Nochmals und letztmalig: wer Schläge anwenden muss, um gegenüber Kindern seine Authorität durchsetzen zu können, hat - vorsichtig ausgedrückt - starke Defizite !
von Schlägen spricht niemand ausser Dir; niemand hier heisst es gut, ein Kind zu verprügeln. User wie midnightwish, Lausebackesmama und ich reden von Klapsen; nicht von "Gewalt", also von einem Signal namens "eben reicht es endgültig! und nicht vom Zufügen von Schmerzen. Keiner von uns ist "stolz" darauf (warum auch?), keiner von uns behauptet, im Besitz des einzig richtigen Wissens über Kindererziehung zu sein - aber alle haben wir einiges an Erziehungspraxis, die weit über Gelegenheitsumgänge mit Kleinkindern hinausgeht. Und diese Praxis funktioniert nun einmal nicht nach Lehrbuch.
Dafür sind wir als Eltern mit vielen Jahren Erziehungserfahrung in der Lage, einfach zuzugeben, dass wir nicht zu allen Zeiten alles richtig gemacht haben. Das ist ungleich lebensnäher als die Eltern, die Ratgeber um Ratgeber lesen und kaum ein anderes Thema als ihre Kinder haben: Die sehen ihre eigenen Fehler nämlich gar nicht, weil sie dem Wahn erlegen sind, die perfekten, fehlerfreien Eltern zu sein.
Preisfrage: Meine Ex und ich haben unseren Kids zu bestimmten Anlässen auch "Hausarrest" verordnet - haben wir uns damit jetzt auch der "Freiheitsberaubung" schuldig gemacht?
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Polly,
@malachit
Anscheinend haben wir zwei ganz unterschiedliche Diskussionen gelesen. Ich habe gelesen, dass LBM einem anderen Kind gegenüber geäußert hat, dass sich ihr Kind bei vergleichbarer Frechheit eine gefangen hätte.
Das bezog sich jetzt nun wirklich nicht auf ähnlich gefährliche Situationen wie Du sie beschreibst.
Daher verstehe ich diese Richtung der Argumentation nicht.
Ach, wir haben zwei ganz unterschiedliche Diskussionen gelesen? Nun, das ist kein Wunder - wenn du offensichtlich nicht mal Malachit und midnightwish voneinander unterscheiden kannst ...
Trotzdem viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
O mea culpa, mea maxima culpa... Ich habe die Namen verwechselt, entschuldige vielmals!
Damit ist natürlich meine Aussage völlig anders zu werten und in dem Kontext natürlich nun auch überhaupt nicht zu verstehen.
Ach, Recht hat der, der mehr Erziehungsjahre auf dem Buckel hat?
Hier ging es um die Aussage, dass sich ein Junge wegen Frechseins eine gefangen hätte. Was soll das bitte für einen Konsequenz sein?
In meinen Augen ist Klapsen Schlagen und wird zum Glück meiner Erfahrung nach auch von den meisten Menschen so gesehen.
Hi Polly,
nein es geht nicht darum das man recht hat, wenn man mehr Erziehungsjahre auf dem Buckel hat. Es geht um gelebte Realität. In meinem Freundeskreis gibt es auch 2 JA-MA. In einer Unterhaltung ging es auch mal um Klapse, Schläge und andere Arten der Bestrafung. Ich fragte dann mal, was denn nun passieren würde, wenn ich erzähle, das sich eines meiner Kinder durchaus auch mal einen Klaps in der einen oder anderen Situation eingehandelt hat. Was sicher nicht richtig ist, wofür ich mich auch sicher entschuldigt habe und auch dem Kind versucht habe zu erklären, warum ich so reagiert habe. Die Antwort des JA-MA war, daß da gar nichts passieren würde, denn es wäre lebensfremd anzunehmen, das ein Kind völlig ohne einen Klaps erzogen werden würde. Es gäbe keine Eltern denen niemals die Hand ausrutscht. Nur muß es eben bei so einem Klaps bleiben und darf nicht in Gewalt ausarten.
Mal ne andere Frage, Polly:
Das Kind (2 Jahre) deines LG sitzt am Tisch und matscht mit Genuß in den Spaghetti mit Tomatensauce rum. Nicht nur der Tisch und das Kind werden immer roter, sondern die ersten Spritzer landen an der Wand. Auf mehrmaliges Auffodern es zu lassen, wird nur noch mehr der Löffel in den Teller gehauen. Wird da eher mit einem bekräftigenden "Nein" ein Klaps auf die Finder gegeben und das Kind darf weiteressen oder wird ihm der Teller weggenommen, es ins BEtt gesteckt und es muß eben bis zur nächsten Mahlzeit warten?
Ich denke der hauptsächliche Unterschied zwischen Diskurso und dir auf der einen Seite und Brille, LBM, Malachit und mir auf der andren Seite ist einfach die unterschiedliche zeitliche Ausprägung der Betreuung des jeweiligen Kindes. Wenn man als Eltern(teil) das Kind bis auf wenige Stunden ständig um sich hat reagiert maan mit Sicherheit anders, als wenn man das Kind eben nur wenige Tage oder Stunden um sich hat.
In einem deiner ersten posts schreibst du:
Am Anfang habe ich mich super mit ihr verstanden, aber mittlerweile ist nicht mehr alles so rosig.
Wenn sie in der Woche da ist, ist auch alles stressfrei, nur am Wochenende wird es mir oft zuviel. Ungelogen dudelt den ganzen Tag ein Hörspiel im Kassettenrekorder. Alleine mag sie nicht spielen, ständig muss sie jemand unterhalten. Sie geht so selbstverständlich an alles was mein ist. Wenn Freunde von mir da sind, werden die sofort in Beschlag genommen.
Ich habe mit ihr geredet, mit meinem Freund geredet. Ich habe versucht meine Freiräume zu verteidigen. Ich wollte ein paar Regeln einführen, z.B. zwei Kassette-freie Stunden am Nachmittag. Das wird auch letzlich durchgesetzt, doch schauen mich dann immer zwei mit großen Augen ganz vorwurfsvoll an. Mein Freund versteht mittlerweile , dass auch ich hier mein Zuhause
habe. Seine Tochter sieht das glaube ich nicht so, mittlerweile bin ich wohl die, die allen Spaß verdirbt. Und so fängt sie langsam an, mich wegen jedem Kleinkram anzulügen. Das macht mich so fuchsig.
Das genau ist aber oft die Situation die AE-Elternteile städnig haben. Nur sie können sich dann nicht zurückziehen oder mal ausklinken, weil eben kein Partner da ist, der das Kind dann "übernimmt". Frag dich eifnach mal, wie du ohne deinen LG in der von dir genannten Situation reagieren würdest, wenn du das 7 Tage die Woche an 12-16 Stunden hast 😉
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Um Euch mal von Eurem hohen Ross zu holen:
Dieser Beitrag ist nun doch ein paar Jahre alt und ich finde es ziemlich seltsam, wie hier doch auf einer sehr persönlichen Ebene argumentiert wird. Es ist wirklich sehr komisch hier Uraltbeiträge rauszukramen. Wozu?
Mittlerweile haben wir noch zwei gemeinsame Kinder (zwei und fünf Jahre alt) bekommen, wir arbeiten beide Vollzeit, mit ungeregelten Arbeitszeiten, bzw. Schichtdienst. Dazu ist die Älteste von meinem Partner immm er noch sehr häufig bei uns.
Glaub mir, ich weiss, was es heisst, zwei kleine Kinder zu erziehen und wie sich Kinder manchmal aufführen können. Und glaub mir auch, dass ich weiss, wie es sich anfühlt keine Auszeit zu haben, wenn man über Monate deutlich mehr als 40 Stunden die Woche arbeitet als Hauptverdienerin und am Wochenende alleine mit zwei oder drei Kindern ist, von denen das Jüngste 5mal die Nacht wach wird und weint.
Und ja, mir ist auch schon mal die Hand ausgerutscht (in den Situationen, die ich ja auch bereits schon beschrieben habe) und das fand ich extrem schrecklich und habe mir viele Gedanken gemacht, wie ich solche Situationen in Zukunft ohne körperliche Gewalt meistere.
Wenn ich dann aber hier lese, dass manches Kind sich eine fängt, weil es frech ist, oder Du mich tatsächlich fragst, ob ich eine Zweijährge (!) schlagen würde, weil sie mit dem Essen spielt kann ich mich nur an den Kopf fassen.
In dem genannten Fall würde ich ihr auf jeden Fall den Teller wegnehmen und etwas geben, womit man halt nicht so patschen kann. Aber ich schlag doch nicht zu! Wo leben wir denn?
Und wenn ich nochmal auf das Zitat meines wirklich sehr alten Postings eingehen darf. Siehst Du darin tatsächlich eine Rechtfertigung weswegen eine Mutter ihr Kind schlagen dürfte? Weil sie an ihre Sachen geht oder Kassette hört? Ich bin ein wenig geschockt.
Es geht mir hier auch nicht darum, dass ich jemanden verurteilen will, dem ähnlich wir mir mal die Hand ausgerutscht ist.
Mich stört nur diese Art, das Geschehene zu verharmlosen, abzuwägen wieviel körperliche Gewalt zulässig ist und dass ich hier lesen muss, dass man mit Klapsen deutlich macht wer Herr im Ring ist.
Polly
Moin polly,
Ach, Recht hat der, der mehr Erziehungsjahre auf dem Buckel hat?
nein, der hat deswegen nicht "Recht", aber automatisch mehr Erfahrung. Und das wiegt schwerer als das zusammengelesene theoretische "Wissen" aus irgendwelchen Erziehungsratgebern. Meine Kinder sind mittlerweile 22 und 20 Jahre alt - und würden vermutlich schwören, vollkommen gewaltfrei erzogen worden zu sein, weil sie sich an die paar seltenen Klapse, die sie im Lauf ihres Lebens gefangen haben, gar nicht erinnern können. Und ja: Diese Klapse gab es aus der jeweiligen Situation heraus, ohne dass wir als Eltern darüber zunächst eine Grundsatzdiskussion geführt oder in einem Buch nachgeschaut hätten.
Ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht; es wäre wohl auch bescheuert, mir mehr als 10 Jahre nach dem letzten Klaps noch einen Kopf deswegen zu machen. Leben ist heute.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Entschuldige, wo war denn hier von Schlägen die Rede. Ich weiß ja nicht wie du das tust. Aber bei mir tut ein Klaps mit Sicherheit nicht weh (vor allem meinem Sohn nicht, der ein vermindertes Schmerzempfinden hat). Er ist der Ausdruck, das es nun endgültig reicht.
In dem genannten Fall würde ich ihr auf jeden Fall den Teller wegnehmen und etwas geben, womit man halt nicht so patschen kann.
Und wenn dein Kind dann anfängt immer dann rumzumatschen, wen nes etwas essen soll, was es nicht mag kochst du sicher nur noch die Lieblingsessen. Denn es hat ja gelernt, wenn ich mich nicht benehme, dann krieg ich was anderes zu essen.
Meine Kinder haben sicher das eine oder andere mal so nen nicht schmerzhaften Klaps bekommen, später wurde dann eben der Teller weggenommen udn das Kind ging ohne Essen ins Bett (oder aufs Zimmer). Ich glaube aber der Hunger war insgesamt "schmerzhafter" als alles andere.
Nochmal, es geht hier nicht um massive Schläge, die an der Tagesordnung sind, sondern um Reaktionen auf Situationen die nicht richtig unter Kontrolle bleiben. Diese sollten nicht passieren, aber sie passieren eben, auch wenn man sich Mühe gibt und sich i.a. gut im Griff hat.
Auch wenn der Vergleich hinkt. Auch das Überschreiten der zugelassenen Geschwindigkeit ist strafbar. Trotzdem wird es jedem passieren ,das er diese ab und an überschreitet, nicht absichtlich, sondern vielmerh aus Unachtsamkeit, mangelder Konzentration oder einfach, weil eine 3-spurige gut ausgebaute Straße einfach verführt schneller als 30 km/h zu fahren.
Ich hab deinen Beitrag zitiert, weil er eben ganz gut aufzeigt, das sowas eine Entwicklung ist. Man nicht immer in jeder Situation von Anfang an gut klarkommt und eben auch an seine persönlichen Grenzen stößt.
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin Tina,
Entschuldige, wo war denn hier von Schlägen die Rede. Ich weiß ja nicht wie du das tust. Aber bei mir tut ein Klaps mit Sicherheit nicht weh (vor allem meinem Sohn nicht, der ein vermindertes Schmerzempfinden hat). Er ist der Ausdruck, das es nun endgültig reicht.
ich lese hier auch nichts von Schlägen - ausser bei den Foristen, die darauf beharren, dass ein Klaps gleichbedeutend mit "Schlagen" oder "körperlicher Gewalt" zu sein habe, weil das (ohne nähere oder gar einleuchtende Begründung) einfach so sei. Ich persönlich halte die Unfähigkeit, zwischen beidem zu differenzieren, für sehr gefährlich; ebenso den daraus gefolgerten Absolutismus. Aber natürlich kann man auch den Konsum von einem Glas Wein als "Drogengenuss" bezeichnen. Und sicherheitshalber gleich ein komplettes Alkoholverbot verlangen, um nie in entsprechende Gefahr zu kommen.
Kindererziehung ist "try & error". Keiner von uns hat das absolute Wissen über "richtig" und "falsch". Am wenigsten die, die sich in dessen Besitz wähnen; die haben nur ein Selbstwahrnehmungsproblem. Am Ende zählt das Ergebnis. Ich kann nicht sagen, dass ich die Eltern, deren Kinder immer alles durften, um das Ergebnis beneide...
Grüssles
Martin
PS: Ich habe meine Kinder auch Alkohol und Zigaretten ausprobieren lassen, als sie glaubten, es wäre jetzt Zeit dafür - und das war deutlich vor ihrer Volljährigkeit. Die eigene Erfahrung einer durchkotzten Nacht wiegt einfach schwerer als verbale Verbote (die man im Zweifelsfall sowieso nicht gewaltfrei durchsetzen könnte, denn dann müsste man die Kids ja einsperren). Muss man mich deswegen jetzt auch anzeigen? 😉
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Schade, dass Du weiterhin so polemisch bist. Klar, wenn man nicht klapst theoritisiert man nur, setzt keine Grenzen, hangelt sich von einem Erziehungsratgeber zum nächsten und ist völlig weltfremd.
Ja, was denn nun? Wie schaut es denn jetzt aus mit der tollen Theorie, dass meine Einstellung ja nur aufgrund m,angelnder Erfahrung gewachsen sein kann? Da wird erst wortreich postuliert, was ihr mir Vorraus habt und nun kein Wort mehr dazu.
Ich verstehe schon, was in deinem Kopf rumschwirrt, warum Du jetzt dein kleines Beispiel bis zum Exzess durchkauen willst. Sorry, aber ich werde jetzt nicht schreiben, dass dann mein Kind hungrig und traurig ins Bett muss, weil es nicht gehorcht. Denn das würde auch nicht geschehen. Das halte ich für genauso vorsintflutlich wie Schlagen. Und auch wenn Du mir weiter etwas unterstellen willst, ich koche sicher nicht täglich das Leibgericht.
Da hätte ich jetzt eher die Gegenfrage, was Du denn bitte machst in dem genannten Beispiel, wenn das liebe Kind trotz Klaps auf die Finger immer noch im Essen patscht?
Und ganz besonders interessiert mich, warum Du überhaupt klapst? Weh tun soll es ja angeblich nicht, also was soll der Klaps? Dann kannst Du doch auch dem Kind eine rote Nase malen oder die Socken ausziehen.
Tut mir leid, ich folge deiner Argumentation nicht, dass man sein Kind schlägt (meiner Ansicht nach sind Klapse nun mal das gleiche), weil man "unachtsam" ist. Ich klapse ja auch nicht meinen Partner, weil ich mich über ihn ärgere und mich gerade mal unkonzentriert bin.
Ich finde das wirklich sehr seltsam, dass hier weiterhin darauf bestanden wird, dass Kinder die nicht geklapst werden alles dürfen!
Wie kommt ihr nur darauf?
Schon sehr schade, wenn Eltern außer klapsen keine andere Erziehungsmethode einfällt, die greift.
@ polly,
Schon sehr schade, wenn Eltern außer klapsen keine andere Erziehungsmethode einfällt, die greift.
ich finde es viel schlimmer, wenn jemand in seinem Gutmenschen-Tum bei dieser Frage bereits solche Scheuklappen aufhat, dass er ein paar Klapse in zwanzig "Erziehungsjahren" mal eben flugs zur "einzigen Erziehungsmethode" umdeutet.
Du kannst gerne die Handynummern meiner inzwischen erwachsenen Kinder bekommen und sie nach ihrer angeblich "gewaltgeprägten Erziehung" befragen. Sie werden sich konkret vermutlich an keinen einzigen Klaps erinnern...
Just my 2 cents
Martin
(der Unterstellungen wie die, dass ihm zur Erziehung seiner Kinder nichts anderes eingefallen sei als diese fortlaufend zu verhauen, für die eigentliche Polemik dieses Threads hält)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
So empört? Und dann kommt natürlich der Altherrenvorwurf des Gutmenschentums!
Du bist es doch der nun seit mehreren Postings postuliert, was wohl aus all den Kindern wird, die nicht in den Genuss von Grenzen setzen durch Klapsen gekommen sind.
Du setzt doch Erziehung ohne Klapsen gleich mit einer Erziehung in der Kindern keine Grenzen gesetzt werden.
Das zeigt mir doch, dass Du offensichtlich keine andere Erziehungsmethode kennst, mit der Kinder Grenzen erfahren können?
Also: das ist reine Logik und nicht der Versuch es Dir an Polemik gleichzutun.
(die sehr leicht daran zu erkennen ist, das solche Begriffe von "gewaltgeprägter Erziehung" etc. nur von Dir in die Runde geworfen werden, von mir stammt so etwas sicher nicht)
Grüße
Polly
