Bis zu ein Jahr Haft droht einem Wiener, der auf makabre Art und Weise versucht haben soll, seine Frau im Scheidungsverfahren einzuschüchtern: Er trennte sich den Ringfinger ab.
Der Mann ist wegen gefährlicher Drohung angeklagt. Sollte das Gericht zur Überzeugung kommen, dass die Selbstverstümmelung geeignet war, die Frau zu verängstigen, muss der Mann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen.
Laut Staatsanwaltschaft ging es dem Mann einzig und allein darum, die Frau "in Furcht und Unruhe" zu versetzen, zumal er ihr bei anderer Gelegenheit angeblich auch gedroht haben soll, sie umzubringen.
Der Mann selbst bereut den Verlust seines Ringfingers nicht. Er vermisse den Finger nicht, habe ihn sich ganz bewusst auch nicht wieder annähen lassen: "Es war eine Befreiung."
Er könne ohne den Finger arbeiten und habe auch nicht mehr vor zu heiraten. Daher könne er gut auf den Finger verzichten. Die Verhandlung soll Mitte November im Straflandesgericht stattfinden.
Hallo Xe !
Find ich genauso idiotisch !!!
Niemand ist es wert, daß jemand sich selbst verstümmelt.
Da gehört schon eine gehörige Portion Masochismus oder
sonst irgendeine ungesunde Veranlagung dazu.
Gruß
Marina
So ein Vollidiot!
Milan
wie heißt es doch noch immer?
"im zweifel für den angeklagten"
neben der tatsache, dass der finger nunmal ab ist,
beinhaltet der bericht somit richtigerweise bislang nur konjunktive
ob er ein vollidiot oder
eine gehörige Portion Masochismus oder
sonst irgendeine ungesunde Veranlagung dazu gehörte,
lässt sich somit noch nicht beurteilen
dass eine frau dazu gehörte ,
lässt sich jedoch schon heute sagen 😉
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Hallo LSW !
dass eine frau dazu gehörte ,
lässt sich jedoch schon heute sagen 😉
Mit der erleichterten Feststellung, daß (eine) Frau daran
Schuld hat, ist Dein Tag gerettet oder wie ?
Und wenn besagter Mann schwul gewesen wäre, wäre
der Freund der Böse ?
Schon mal etwas von Eigenverantwortung gehört ?
Tut mir leid... aber das finde ich krank !
Kopfschüttelnde Grüße
Marina
Hi Marina,
sieh´s mal nicht zu eng 😉
lsw hat wahrscheinlich an "unsere" EXen gedacht wie er das geschrieben hat.
Und -ganz ehrlich- die/das Gesicht(er) hätte ich mal sehen wollen.
Aber "die" sind ja die Finger nicht wert :rofl2:
Gruß
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Moin,
dass er sich den Ringfinger absäbelt, halte ich im besten Fall für töricht - dass aber aus dem Verlust einer Gliedmaße eine "Ängstigungs- und Bedrohungsabsicht" hergeleitet wird, ist genauso dumm, denn eine "gefährliche Bedrohung" lag wohl weniger gegen seine Frau als eher gegen sich selber vor und läßt eher auf eine Klatsche seinerseits schließen. Auch die Drohung mit Selbstmord ist meiner Meinung nach insofern nicht eine solche in physischer Hinsicht, weil die Frau nicht körperlich geschädigt wird - bei psychischen Bedrohungen wiederum ist das Ganze kaum verifizierbar, was leider durch den häufigen Gebrauch einer angeblichen solchen Bedrohung (wichtig: noch ist alles nicht bewiesen, sondern nur ein Verdacht) in Verbindung mit dem Gewaltschutzgesetz sicherlich nicht grade förderlich ist.
Insgesamt ist die ganze Sache höchst nebulös.
Gruß, Xe
dass er sich den Ringfinger absäbelt, halte ich im besten Fall für töricht - dass aber aus dem Verlust einer Gliedmaße eine "Ängstigungs- und Bedrohungsabsicht" hergeleitet wird, ist genauso dumm, denn eine "gefährliche Bedrohung" lag wohl weniger gegen seine Frau als eher gegen sich selber vor
Das würde ich mal nicht so auf die leichte Schulter nehmen. Natürlich ist das nicht "normal", aber wer weiß, was im Vorfeld an Bedrohungen abgelaufen ist. Heute ist es der Finger, morgen der Penis und schlussendlich ist die Frau am Tod des Mannes schuld. Perfide Geschichte. Körperlich gesehen ist die Bedrohung natürlich erst mal bei dem Mann, aber was ist mit der psychischen Seite?
Grübelnde Grüße von AJA
Hallo Babbedeckel !
Ich weiss wie Du es meinst....
Aber mal ehrlich, würde Deine Ex dir die Schuld an einer
ebensolchen Selbstverstümmelung geben - würdest Du
dich nicht zurecht dagegen zur Wehr setzen ?
Ich mein'... mir kann man glaub ich nicht nachsagen, daß
ich als hehre Verteidigerin der Exen unterwegs bin, aber
manche Sätze schreien einfach gen Himmel !
Für die eigene, zumindest körperliche Unversehrtheit ist
schon jeder (meistens) selbst verantwortlich.
LG Marina
Nur am Rande: Vor knapp drei Jahren hat mich mein Freund
unerwartet, weil drei Monate zuvor hat er mir noch mit tränen-
erstickter Stimme gesagt das er alles ertragen könnte nur
nicht mich zu verlieren, verlassen.
Zeitgleich wurde ich schwerer Psoriatiker. Teilweise hängt
mir seitdem, die Haut blutig in Fetzen vom Leib und ich muss
mir einmal wöchentlich ein bestimmtes Serum spritzen um es
halbwegs im Griff zu haben.
Zur Erklärung: Psoriasis ist ein Immunerkrankung, genetisch
bedingt (derzeit unheilbar) und wird in den meisten Fällen durch
persönliche Kränkungen der Seele ausgelöst.
Soll ich ihm jetzt die Schuld dafür geben ?
Hätte er aus diesem Grund bei mir bleiben sollen ?
Aber vor allem - hat man von mir deswegen schon männerfeindliche
Statements erlebt ?
also, liebe marina,
ich muss ja schon sagen ... 😉
du legst mir ja vielleicht sachen in den mund *kopfschüttelundgrins*
weder hab ich erleichtert etwas festgestellt,
noch hab ich (einer) frau die schuld gegeben,
noch ist mein tag gerettet ...
ich konnte mir aufgrund eurer vorurteile (masochist, ungesunde veranlagung und vollidiot)
einen kommentar einfach nicht verkneifen
kennst du/kennt ihr irgendwelche hintergründe?
und ja, wäre der mann schwul gewesen,
dann hätte halt der freund dazugehört
nicht gut, nicht böse,
einfach nur dazugehört, ohne jede wertung
der mann schnitt sich den ringfinger ab,
daran hing wohl ein ring,
und dieser wurde ihm - ob nun von mann oder frau, sei völlig egal - aufgesteckt
ergo, gehört zu der geschichte auch eine zweite person
ob diese person schuld hat, kann ich und will ich nicht beurteilen,
genauso wenig wie du m.e. beurteilen kannst,
ob der mann ein masochist oder ungesund veranlagt ist oder
genauso wenig wie milan beurteilen kannn,
ob er ein vollidiot ist
wir kennen alle nur die kleine geschichte,
keine hintergründe
ich weiß noch nicht einmal, ob xe diese postete,
weil er sie -wie du - idiotisch fand ...
lg
wolf
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Hallo LSW !
weil er sie -wie du - idiotisch fand ...
Wie ich ? erstaunt guckt
Ich hab was von Selbstverstümmelung und Eigenver-
antwortung geschrieben.
Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Gruß
Marina
Find ich genauso idiotisch !!!
was für´n bohei wegen nem ringfinger 😉
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Hallo LSW !
Stimmt... allerdings war das bezogen auf die Geschichte selbst,
weil XE ja zwei ins Forum gestellt hat und nicht explizit auf das
Absäbeln des Fingers.
Aber im Prinzip hast Du mit dieser Aussage
was für´n bohei...
recht.
Mein Angehen gegen einige Äußerungen besagt aber nichts
anderes aus, als eine gewisse Sensibilität, wie ihr sie gegenüber
Brigitte & Co. auch habt.
Und ich hasse nun einmal Verallgemeinerungen, egal von wem
sie ausgesprochen werden.
Am besten gehen wir beide zurück an den Start 😉
Gruß
Marina
Und ich hasse nun einmal Verallgemeinerungen, egal von wem
sie ausgesprochen werden.
dito, und grad deswegen konnt ich mir einen kommentar
zu euren verallgemeinerungen ja auch nicht verkneifen 😉
apropos verallgemeinern:
Mein Angehen gegen einige Äußerungen besagt aber nichts
anderes aus, als eine gewisse Sensibilität, wie ihr sie gegenüber
Brigitte & Co. auch habt.
brigitte? kenn ich nicht! :rofl2:
zurück zum start
lg
wolf
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
(Wien, im Oktober 2006) Mit einer "Aktion Scharf" beendete ein Mann in Wien seine Ehe: Er schnitt sich den Ringfinger ab. Man liest richtig: "sich". Nicht den Ringfinger der Frau oder die kleinen Pratzerl eines Kindes. Er beschädigte nur sich selber. Und sagte am Ende: "Es war eine Befreiung."
Gesunder Schnitt zum Eheende
Der Mann ließ sich den rechten Ringfinger auch nicht mehr annähen. "Ich vermisse ihn nicht", läßt er wissen. Er scheint sich ehe-, finger- und ringlos rundum wohl zu fühlen. Weder wollte er eine Versicherung prellen. Noch in den Status der Gehandikapten vorrücken - etwa um eine Trafik zu bekommen. Ein Fehlfinger hieße je nach Assekuranz "10-16 Prozent Behinderung".
"Ich kann auch so gut arbeiten", sagt er. Er ist ja nicht Pianist oder Gittarist von Beruf oder Händedouble für berühmte Filmstars. Somit könnte man zur Tagesordnung übergehen. Was jemand mit seinen Extremitäten macht, ist dem Eigentümer seines Körpers Sache.
Arbeitsdefizit in der Staatsanwaltschaft?
Die Staatsanwaltschaft Wien tut das nicht. Und macht sich ein weiteres Mal lächerlich. Da sich der Mann in Anwesenheit seiner Frau selbst verstümmelt hat, gab die Ehefrau nun an, sich in "Furcht und Unruhe" versetzt gefühlt zu haben. Was im sanktionenwütigen Österreich bedeutet: "Gefährliche Drohung" (§ 107 STGB). Was - bei Verurteilung - im folgenden Scheidungsverfahren weiter gedacht hieße: Gute Karten für die Ehefrau.
Der Prozess ist Mitte November 2006 angesetzt und diesen Schwachsinn wird sich gerichtlive natürlich geben. Man kann schon drei Mal raten, welche Staatsanwältin hinter diesem Strafantrag steckt. Verraten wird der Name hier aber noch nicht.
Marcus J. Oswald (Ressort: Justizkultur
(Quelle: http://gerichtlive.twoday.net/topics/Justizkultur/ )
