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[ORF] Ex-Ehemann fühlte sich durch Buch beleidigt

 
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Ex-Ehemann fühlte sich durch Buch beleidigt
Am Tiroler Landesgericht ist am Freitag im Rosenkrieg eines mittlerweile geschiedenen Oberländer Ehepaares entschieden worden. Die Ex-Frau hatte ein Buch "Die Hölle hat viele Namen" veröffentlicht. 
   
Daraufhin klagte der Ex-Ehemann mit Rechtsanwalt Bernt Strickner wegen Ehrenbeleidigung. Dass das Buch nur ein fiktiver Roman sei, half der Hobby-Schriftstellerin vor Gericht nicht. Sie wurde wegen Ehrenbeleidigung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. 

Der Verlag, der das Buch herausgebracht hat, muss 2.000 Euro Entschädigung an den beleidigten Ehemann zahlen. Die Bücher werden überdies eingezogen.

Laut Urteil ist für den Leser in dem Buch der Ex-Ehemann identifizierbar, auch wenn inkriminierte Passagen unstrittig erfunden waren. Gegen das Urteil wurde sofort Berufung eingelegt. Das Buch war übrigens mit Unterstützung des Landes verlegt worden. 


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 24.10.2006 22:38
(@Aniram)

Tja... was soll ich sagen XE ?

Um ehrlich zu sein, entspricht das Buch den Tatsachen, dann hat
der gute Mann zumindest meiner unmaßgeblichen Meinung nach
keinen Anspruch darauf, wegen verletzter Ehre zu klagen.

Ohne diese Geschichte zu kennen, aber das wäre so, als würde
Uli's Exfrau (diesmal hab' ich daran gedacht Uli  :wink:) den Nerv
besitzen, sich über die traurige Wahrheit aufzuregen und ebenfalls
Klage einreichen.

Wobei... zutrauen würde ich es ihr. Besonders schlechte Menschen
sind sehr empfindlich, wenn es um die Aufdeckung ihrer Machen-
schaften geht. Und das sie einer ist, naja... darüber besteht ja wohl
kein Zweifel.

Der Name darf natürlich da wie dort nicht fallen. Witzig finde ich nur
in diesem Zusammenhang, daß er sich scheinbar selbst in dem Buch
erkennt.

Ein Schelm...

LG Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 24.10.2006 22:52
(@domino)
Nicht wegzudenken Registriert

@Marina

Das ist wohl wahr...und gilt nicht nur für Bücher!
Selbst wenn keine Namen genannt werden,gibt es auch Menschen die sich trotzdem wiedererkennen und ....KLAGEN!
Deine Bemerkung hierzu

Witzig finde ich nur
in diesem Zusammenhang, daß er sich scheinbar selbst in dem Buch
erkennt.

Ein Schelm...

...finde ich  :thumbup:

LG
Domino


Gehe Deinen eigenen Weg,dann verläufst du dich auch nicht !

AntwortZitat
Geschrieben : 24.10.2006 23:16
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

eben nicht - interessant sind die Passagen

Dass das Buch nur ein fiktiver Roman sei, half der Hobby-Schriftstellerin vor Gericht nicht.

und

Laut Urteil ist für den Leser in dem Buch der Ex-Ehemann identifizierbar, auch wenn inkriminierte Passagen unstrittig erfunden waren

Demnach sind Teile des Buches erdacht und frei von jeglicher Realität - aber in der Form, dass die Person des Exehemannes darin auftaucht und identifizierbar ist.

Vergleichbar wäre das mit einem Text, der z.B. Schüssel beschreibt, aber nur in der Person korrekt wiedergibt, im Geschehen dann aber eben rein fiktiv ist (darum sind die meisten Romanfiguren eben rein fiktiv, wie z.B. Kommissar Moretti. 🙂 ).

Das den Mann das aufregt und als Unterstellungen wertet, ist meiner Meinung nach durchaus nachvollziehbar.

Gruß, Xe


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 24.10.2006 23:28
(@domino)
Nicht wegzudenken Registriert

Naja...wenn Ihr Name als Autorin auf dem Buch steht,kann man schon Schlüsse daraus ziehen....wenn sie allerdings einen Künstlernamen gewählt hat....

LG
Domino


Gehe Deinen eigenen Weg,dann verläufst du dich auch nicht !

AntwortZitat
Geschrieben : 24.10.2006 23:38
(@Aniram)

Lieber Xe !

Auf Schüssel und Consorten gehe ich aus Gründen der Selbst-
erhaltung nicht ein *gg* Sonst trifft mich glatt der Schlag.

Aber darauf:

Das den Mann das aufregt und als Unterstellungen wertet, ist meiner Meinung nach durchaus nachvollziehbar. 

Und wenn es doch wahr ist ?

Darum hab ich absichtlich Uli's Exe als Vergleich herangezogen.

Also sei mir nicht bös'... aber wenn Menschen so mies sind, dann
haben sie meiner Meinung nach das Recht auf Animositäten ver-
wirkt.

Mein Verständnis dafür bewegt sich in etwa auf Höhe meiner
Fußknöchel.

grummelnd

Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 24.10.2006 23:39
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

Auf Schüssel und Consorten gehe ich aus Gründen der Selbst-
erhaltung nicht ein *gg* Sonst trifft mich glatt der Schlag.

Ok, schlechtes Beispiel - die Leute sind schon Realsatire. 🙂

Und wenn es doch wahr ist ?

Oooch, ich hatte mir doch so viel Mühe mit dem zitieren gegeben:

Dass das Buch nur ein fiktiver Roman sei, half der Hobby-Schriftstellerin vor Gericht nicht.

und

Laut Urteil ist für den Leser in dem Buch der Ex-Ehemann identifizierbar, auch wenn inkriminierte Passagen unstrittig erfunden waren

Die Ereignisse sind erwiesenermaßen fiktiv.

Also sei mir nicht bös'... aber wenn Menschen so mies sind, dann
haben sie meiner Meinung nach das Recht auf Animositäten ver-
wirkt.

Wie gesagt, er fühlt sich beleidigt, weil eine Schilderung seiner Person (=Erkennungswert) mit fiktiven Geschichtchen vermischt wurde. In Deutschland gibt es so eine Zeitung mit ganz großen Buchstaben, die macht das auch gerne - und hat vermutlich mehr Rechtsanwälte als Redakteure. 🙂

Gruß, Xe


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 24.10.2006 23:48
(@Aniram)

Lieber Xe !

Oooch, ich hatte mir doch so viel Mühe mit dem zitieren gegeben:

:redhead:

Du hast recht, das hab ich in der Hitze meiner erbosten
Gedanken schon gar nicht mehr berücksichtigt, das es
ja ein fiktiver Roman war.

Aber... dann hätte er noch weniger Grund.

Aber wie das Ergebnis der Verhandlung zeigt, steh ich
mit meiner Meinung allein auf weiter Flur  :exclam:

LG Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 25.10.2006 00:13
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Nunja,

wie nennt man landläufig eine Behauptung über eine Person, die nicht wahr ist und deren Ansehen beschädigen kann? Verleumdung fällt mir da pauschal ein. 🙂

Gruß, Xe


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.10.2006 00:58