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Gericht spricht Mutter frei

 
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Misshandlungs-Prozess: Kammer folgt Gutachten

NEUSTADT (hjm/pse). Mit einem Freispruch endete gestern vor der Jugendkammer des Landgerichts Frankenthal der Prozess gegen eine 38-jährige Neustadterin wegen schwerer Kindesmisshandlung und gefährlicher Körperverletzung.

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Jeder Vater wäre im Knast gelandet.


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 07.08.2009 13:34
(@bronze)
Registriert

Da fehlt ein Satzteil in dem Artikel. Kann den zufällig jemand ergänzen?

Die Staatsanwaltschaft erwägt nun, Revision zu beantragen. Für sie bleibt der Straftatbestand der Körperverletzung, weil die Frau das Kind, nachdem sie es geschüttelt habe.

Gruß
Till


Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 13:57
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Jeder Vater wäre im Knast gelandet.

sorry, aber das glaube ich nicht. Wie ich das lese, haben die die strafrechtlichen Umstände gewürdigt, und ein med. GA herangezogen, das die Verletzungen erklären sollte, und da gilt ja dann doch noch, ohne Beweise keine Straftat. Ist ja nicht wie im Familienrecht, wo der "Schuldige" schon vorher feststeht. Betonung auf DER Schuldige ...

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 19:43
(@twiety)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,
also da würde die Meinung der Staatsanwaltschaft warum sie in Berufung gehen möchte doch hilfreich sein....

Ganz allgemeinfinde ich 3 Mon U-Haft schon bemerkenswert. Das ist wahrscheinlich nicht immer üblich, gleich so hart durchzugreifen, leider!
Aber nun stellen wir uns mal vor die Storry der KM stimmt so wie geurteilt wurde...dann steht die Trennung der Familie doch im extremen Gegensatz zur "Tat", oder dann ja zum "Unfall".

Was da zu lesen ist, ist doch nur ein sachlicher Artikel zu einem Strafverfahren. Und aus diesem kann sich dann jeder seine Version zurechtbasteln. Alles zusammengenommen ergibt das nur eine sehr unschöne Geschichte, ideal für die Presse

Twiety


AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 20:20
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ist ja nicht wie im Familienrecht, wo der "Schuldige" schon vorher feststeht. Betonung auf DER Schuldige ...

Ginnie, da solltest du mal nach Richter Vultejus gurgeln.

Dieser räumte, nach Renteneintritt, ein, dass er Frauen sogar beim Strafmaß immer einen Rabatt gewährt hat.
Und dass nicht als letzte Beichte auf dem Sterbebett, um sein Gewissen zu entlasten, sondern als eine Selbstverständlichkeit. So als ob das jeder anständige Richter tut.
Und dabei ist bei der Festsetzung des Strafmaßes die Schuld ja schon erwiesen.

Dass es darüber hinaus bei der Feststellung der Schuld, noch eine viel größere Bereitschaft gibt, bei Frauen und vor Allem Müttern auch mal ein bis zwei Augen mehr zuzudrücken halte ich für absolut erwiesen.
Fängt ja schon bei Parktickets an.
"Ach Herr Wachtmeister, ihre Uniform steht ihnen aber gut! Sie betont so schön ihre tollen Muskeln."

Lies nur mal die gängigen Zeitungsartikel über Kindstötungen durch.
Immer wenn eine Mutter ihr Kind tötet, war sie in einer Notlage an der auch meistens ein Mann schuld ist.
Sie wird darauf hin erstmal psychologisch betreut und, wenn überhaupt, maximal 6 Monate in den Knast gesteckt.

Die wenigen Männer (noch weniger Väter), die wegen Kindstötung überführt werden, werden schon im ersten Zeitungsartikel als Vorbestraft, Gewalttätig, Drogensüchtig und auch sonst voll verantwortlich und schuldfähig eingestuft.

Diese Art von "Ritterlichkeit" gibt es daher nicht nur im Familienrecht.

Insofern ist die obige These absolut plausibel.

Gruß Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 21:53
 Uli
(@Uli)

Ginnie, da solltest du mal nach Richter Vultejus gurgeln.

Das ist ja wohl stark!!!

Und so jemand darf ungestraft seine üppige Pension genießen!  :gunman:

Jetzt weiß ich, warum ich immer einen um die Löffel bekam!  :exclam:

LG, Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 22:19
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ach, beppo, ich würde ja so gern an einen Rechtsstaat glauben, und beim Familien-Lotterie-Recht bin ich schon ent-illusioniert worden.
Also, jetzt hab ich gleich schlechte Laune. Und googel mal ein anderes mal nach dem, wenn ich es "ertragen" kann.

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

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Geschrieben : 07.08.2009 22:41
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Zitat aus Wikipedia (da hat der Knabe eine eigene Seite) unter http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Vultejus:

In der Ausgabe der Zeitschrift für Rechtspolitik vom 11. April 2008 äußerte Vultejus, dass er Frauen einen "Frauenrabatt" zuerkannte und sie deshalb im Vergleich zu Männern mit derselben Anklage generell milder bestrafte. Er rechtfertigte dies mit einem Hinweis auf die offensichtlich ähnliche Handlungsweise seiner Kollegen und weil Frauen es im Leben schwerer hätten.


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 22:56
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ist schon schlimm oder?!


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

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Geschrieben : 07.08.2009 23:01
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Schlimm ist gar nicht mal, dass er das so macht, sondern, dass es anscheinend als selbstverständlich angesehen wird.

Diese Leute haben so dermaßen die Bodenhaftung und das Gefühl für ihren Job verloren, dass einem Angst und Bange werden kann.
Wir hier wissen das zwar schon länger aber "draußen" ist das Ansehen der Justiz immer noch ungewöhnlich und vor Allem unangemessen hoch.

Gruß Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

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Geschrieben : 07.08.2009 23:05




Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich frag mich aber immer wieder, warum es ausgerechnet Männer sind, die Frauen so einen "Bonus" einräumen. Ist das deren Sozialisation???

LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 23:06
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Wie oben schon gesagt, ist das die traditionelle Ritterlichkeit der Konservativen.

Frauen und Kinder zuerst! Sie sind grundsätzlich schutzbedürftig, unmündig und können nicht für sich selbst sorgen.

Das sind die, die damals schon gegen das Wahlrecht für Frauen waren und sich dagegen gewehrt haben, das Gesetz vom männlichen Haushaltsvorstand abzuschaffen.
Die haben eben das Muttchen zu hause, was nix kann außer kochen, putzen und Kinder kämmen.

Deswegen liegt diese Denke ja auch so dick und bräsig wie Mehltau über der Gesellschaft und ist so klebrig, dass man sie kaum weg kriegt.

Diese vielen Konservativen, gehen da eine unheilige Allianz mit den grauröckigen Sozialarbeiterinnen und den Strickpulli-Ökosozialphilosophen ein.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

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Geschrieben : 07.08.2009 23:15
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Habe neulich erst einen Film gesehen, da hat ein Richter Vergewaltiger besonders hart bestraft. Weil er selbst einer war.
Vielleicht behandeln diese Herren also ihre Frauen so schlecht, dass sie es an den anderen wieder gut machen müssen.

ligr ginnie

mal wieder Kopf schüttelnd... hey und in meine nächsten Leben wollte ich Richterin werden, aber wenn ich dann sone Kollegen habe, nee, also nich wirklich !


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 23:19
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Das ist keineswegs auf Richter beschränkt.
Nur da wirkt es sich eben so verheerend aus.

Allerdings scheint da der Anteil von Leuten, die ihren Beruf nicht verstanden haben besonders hoch.

Das kann man auch an dem Interview in der Welt mit der Präsidentin des Hamburger OLG, Erika Andreß erkennen, oder daran, dass eine Meo-Micaela Hahne solch eine Position erlangen konnte.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 23:28
 Uli
(@Uli)

Habe neulich erst einen Film gesehen, da hat ein Richter Vergewaltiger besonders hart bestraft. Weil er selbst einer war.

Kennt ihr noch den "Richter Gnadenlos", Herrn Schill, der Innensenator wurde, von dem wir heute wissen, dass er der Kokser vom Dienst war!


AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2009 23:42