Hallo liebe Community,
ich hoffe ich bin hier richtig :puzz: mit meinen Problemen und Fragen. Es scheint mir selber etwas kompliziert und wünsche mir einfach nur das beste für meine Söhne.
Seid nun mehr als 1 1/2 Jahre bin ich von der Mutter meiner Kinder getrennt. Die Kinder leben bei Ihr und ich sehe die beiden aller zwei Wochen übers Wochenende. Meine beiden Söhne sind im alter von 6 & 2 Jahren. Die Kinder haben von Ihrer Mutter nie viel liebe bekommen. Gut der kleine bissel mehr als der größere.
Sie kümmert sich sehr schlecht um Arzttermine und die nachkontrolle bei diesen . Der große z.b hat eine Brille und dies muss halbjährlich kontrolliert werden. Dort wurden Termine ausgelassen was absolut nicht tragbar ist. Der kleine hat ständig husten wird aber in die Kita geschickt anstatt das er sich auskurieren kann. Mein großer sagt mir nun schon seit einem jahr das er zu mir ziehen möchte, aber ich weiß nicht was und wie ich das machen soll.
Kann mir hier irgendjemand einen Tipp geben wie ich meinen großen zu mir bekomme, denn mein kleiner möchte bei seiner mutter bleiben und das spürt man.
Was für schritte sind nötig? Aufenthalstsbestimmungsrecht? Sorgerecht? Hilfffeeee
Wenn ihr noch Infos braucht fragt mich einfach.
Grüße der ICEmann
Moin ICE,
hast Du denn das gemeinsame Sorgerecht (GSR)? Wenn ja, kannst Du (theoretisch) bei Streitigkeiten über den Aufenthalt Deines Sohnes
einen Antrag auf Übertragung des ABR (Aufenthaltsbestimmungsrecht), beim zuständigen Familiengericht stellen. Das ABR ist Teil des
Sorgerechts und kann auf Antrag beim Vorliegen entsprechender Gründe von einem Elternteil auf den anderen übertragten werden.
Wenn nein, hast Du keine Chance Deinen Sohn zu Dir zu holen. Denn Du müsstest zuerst das GSR beantragen.
Aufgrund der von Dir gegebenen Fakten sehe ich die Deine Chancen als sehr gering bis ausssichtslos an, Deinen Sohn zu Dir zu
holen. Erstens ist Dein Sohn noch zu jung, als das seine Meinung vor Gericht ausschlaggebend wär, zweitens würde die Übertragung eine
Geschwistertrennung bedeuten und drittens müsste eine Kindeswohlgefährdung vorliegen, wenn die Mutter bis jetzt die Kinder betreut hat
und die ich hier nicht erkennen kann.
Ich würde empfehlen, wenn Du das GSR hast, Dich selbst um die medizinische Versorung / Termine zu kümmern und ansonsten zu versuchen,
den Umgang auszuweiten, um öfter Deine Kinder zu sehen. Hier sehe ich die größeren Chancen.
LG,
Mux
Hi Mux und vielen dank für deine ausführliche Antwort. Das GSR habe ich. Das große Problem an der Sache ist eigentlich das das ich den großen wirklich nur aller zwei Wochen sehen darf denn der restliche Umgang ist nicht erwünscht. Zweitens geht mein Sohn aller zwei Wochen weinend von mir und sagt er möchte nicht zur Mama. Diese würde Ihn nur anschreien etc.
Die Jungs können dort einfach nicht Kind sein und der große ist das Kindermädchen für den kleinen. Die Kids werden morgens um sieben in die Kita gebracht, gehen dann bis 16 Uhr in die Kita. Um sechs müssen sie aber schon wieder ins Bett weil sie am nächsten morgen wieder so zeitig raus müssen. Die Kindesmutter macht eine Umschulung und nur deswegen müssen sie so viel in der Kita sein. Wo bleibt da noch zeit für Kind sein und eigene Erziehung? Sie hat ja auch noch einen Partner der immer Zuhause ist also müssten diese langen Zeiten in der Kita ja nicht sein. Klar ist Arbeit und Kinder unter einen Hut bringen schwer und erfordert Organisationstalent aber es gibt so viele Alleinerziehende Mütter die das auch schaffen.
Grüße der ICEmann
Hallo,
hast du die KM schon mal gefragt ob du die beiden auch einen Abend unter der Woche mit am nächsten Tag zur Kita bringen haben kannst, so nach dem Motto dann hat sie etwas mehr Zeit für ihre Weiterbildung...
Dann könntest du ja früher Feierabend machen und die Kiddies frühzeitig holen, evtl. mit Vereinsaktivitäten...
Das sie einen neuen Partner hat heisst nicht, dass dieser sich mit einbringen muss. Wenn er es macht, sei froh, wenn nicht du kannst es nicht ändern.
Sophie
Hi Sophie,
ja habe die Kindesmutter schon mehrmals gefragt/gebeten dies zu Übernehmen selbst in den Zeiten wo sie noch keine Umschulung hatte. Ihr Partner will sich ja um die Kinder kümmern und ist auch wesentlich ruhiger im Umgang mit den Kindern als sie aber sie lässt ihn nichts machen. Man stößt dort auf völliges Unverständnis und Ignoranz.
Meine Freundin die auch selbst zwei Kinder hat und ich haben es mehrmals im guten versucht mit Ihr zu reden und etwas abzunehmen. Alles ohne Erfolg.
Mir tut es jedes we aufs neue weh meinen Sohn weinend gehen zu lassen und mit ihm abends zu reden wie gerne er doch bei Papa wohnen würde.
Grüße der ICEmann
Moin ICE,
Meine Freundin die auch selbst zwei Kinder hat und ich haben es mehrmals im guten versucht mit Ihr zu reden und etwas abzunehmen. Alles ohne Erfolg.
Nächster Schritt ist es, Ihr schriftlich einen Vorschlag zum ausgeweiteten Umgang zu machen, z.B. nicht Sonntag-Abend wieder zu der Mutter zurückbringen,
sondern Du bringst Deinen Sohn Montagmorgen zur KITA. Dann sieht auch Dein Sohn, dass sich etwas ändert.
Desweiteren verlangst Du noch einen Tag unter der Woche (evt. mit Übernachtung), wenn es Dein Job zulässt.
Biete Gesprächsbereitschaft an. Nach einer Woche schreibst Du bei Nichtreagieren einen freundl. Reminder, diesmal mit Fristsetzung. Danach bittest Du das
Jugendamt um Vermittlung (diesen Schritt zeitlich nicht aus dem Ruder laufen lassen). Wenn auch dies nichts bringt, Antrag auf Umgangsregelung stellen.
Hier würde auch Dein Sohn gehört werden. Wenn er dabei bleibt, gern bei Dir zu sein, sollte es zumindest mit einem erweiterten Umgang klappen.
Das ABR wäre übringens nicht die Lösung Deiner Probleme. Die Mutter hätte dann ein Umgangsrecht. Sohn müsste also trotzdem zur Mutter, was auch sinnvoll
unter der Maßgabe ist, dass Kinder Zugang zu beiden Elternteilen haben sollten.
Lg,
Mux
Ja die Idee an sich ist ja gut und die hatten wir ja auch schon aber leider ist mit der Kindesmutter kein reden. Das mein Sohn aller zwei Wochen zu seiner Mutter darf ist ja nicht schlimm und so soll es ja auch sein denn dies ist ja sein gutes recht. Ich würde mich Persönlich nicht so verhalten wie die Kindesmutter.
Mein Problem ist das ich es als Vater spüre das mein Sohn sehr gerne bei mir und meiner Freundin ist und nicht wieder weg will. Er hat auch selber schon von sich aus gesagt das er zum Papa ziehen möchte und das ohne das ich ihm das vorgegeben habe. Ich finde diesen Satz schon sehr krass für dieses alter oder sehe ich dies falsch?
Grüße der ICEmann......
Hallo Ice,
Ja es ist schon krass, das Kinder so was sagen.
Aus eigener Erfahrung: Kinder sagen das sehr häufig. Selbst die Kinder haben das ganz oft gesagt. Und wo es dann ernst wurde, hiess es plötzlich, wir wollen Papa häufiger sehen.
Versuch erstmal eine Umgangsausweitumg. Über nimm die Arzttermine usw. Vielleicht spielt dir die Zeit dann in die Hände.
A life lived in fear is a life half lived
Hi Ice,
Würde Dir auch zuerst mal zu einer Ausweitung des Umgangs raten.
Das tut weh, wenn ein Kind weint, wenn es weggehen soll und es ist schlimm, wenn man sieht dass sich der andere Elternteil nicht so intensiv um das Kind kümmert, wie man es selbst gerne tun würde.
Aber wir hatten auch schon Fälle, wo das Kind bei der KM gesagt hat, es will nicht zum KV und beim KV dann, dass es nicht zur KM möchte -> ein Kind braucht beide Eltern.
In deinem Fall liegt es nun tatsächlich so, dass die Zeit bei der KM sicher nicht gut läuft, aber der Kleine kann in Wirklichkeit noch nicht einschätzen, was es heißt, nun zum Papa zu ziehen.
Vor allem die Geschwistertrennung wäre wahrscheinlich für beide Jungs problematisch, aber es würde auch bei Dir dann Probleme geben, dass er die KM vermißt und weint, weil er zu ihr möchte oder weil er seinen Bruder vermißt.
Daher - erst mal langsam angehen.
Eine Umgangserweiterung hilft euch allen, die Situation zu verbessern und danach kann man weiterschaun.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
He ihr beiden also die Vorschläge mit dem erweiterten Umgang haben wir schon versucht und sind dort aber auf Granit gestoßen.
Klar würde es bei mir auch mal zu streitigkeiten mit meinem Sohn kommen aber ich würde nie so reagieren wie die KM. Ich selber hatte keine schöne Kindheit und habe mir geschworen es definitiv anders zu machen als meine Eltern damals. Ja an gewissen Dingen war ich auch mit schuld aber wie sagt man immer so schön der Ton macht die Musik. Genau dieser gewisse Ton kommt ständig bei der KM zum Einsatz. Die Kinder dürfen nichts machen. Sie müssen morgens so lange im Bett leise liegen bleiben bis die KM aufgestanden ist.
Wenn mein Sohn dann aber bei meiner Freundin und mir ist, ist er Hilfsbereit und kocht mit etc.
Bei uns dürfen die Kinder alles aber sie sollen sich benehmen und dem anderen gegenüber nett sein.
Das ganze Theater von seiten der KM geht nun schon 1 1/2 Jahre und selbst unsere Beziehung leidet manchmal darunter.
Irgendwann sagt einem dann das Herz und der eigene Sohn was besser ist. Meine Freundin und ich haben schon so oft über dieses Thema gesprochen und sind eigentlich beide zu dem selben Ergebnis gekommen.
Das man die Brüder nicht trennen sollte ist völlig richtig aber der kleine ist meist bei seiner Oma in der Gärtnerei wo er sich pudelwohl fühlt und aufblüht. Wenn der kleine aller zwei Wochen bei uns ist merkt man das er sich nicht so richtig wohl fühlt und auch immer sehr froh ist nach hause zu kommen. Bei ihm scheint die Art der KM nicht so richtig zu wirken......
Grüße der ICEmann
Es wird immer vom Umgangsdreisprung geredet.
1. Die Mutter anschreiben mit einer Fristsetzung
2. Ja um Hilfe bitten
3. Vor Gericht klagen.
Das mit dem ABR ist schwierig. Bitte die Mutter nochmal schriftlich und einer Frist um die Umgangserweiterung. Sollte das nicht passieren, bitte das JA um Vermittlung. Sollte sich die Mutter nicht einsichtig zeigen, geht es nur über Gericht.
Wegen der anderen Vorwürfe kannst du dich auch ans Ja wenden, wegen Vermittlung. Allerdings muss schon was akutes vorliegen, damit das Kind zu dir kommt.
Wenn man eine vernünftige Lösung hat, funktioniert auch eine Geschwistertrennung ohne Probleme. Ich hab mal so einen Umgangsplan gesehen. Allerdings muss nan da sehr viel kommunizieren als Eltern.
A life lived in fear is a life half lived
Hi Ice,
Es geht aber wirklich darum, welche Chancen Du vor Gericht hast.
Wenn Du nur darauf fixiert bist, den Großen zu Dir zu holen, wirst Du wahrscheinlich mehr verlieren als gewinnen.
Denn vor Gericht haben all die Argumente keine Chance, die Du aufgezählt hast. Da ist nichts dabei, was einen Richter dazu bringen könnte, das Kind zu Dir zu geben.
Wenn Du es aber erst mal mit einer Ausweitung des Umgangs versuchst - und zwar auf gerichtlichem Weg (3. Schritt in dem beschriebenen Umgangsdreisprung) nicht nur über Gespräche bei der KM - dann kannst Du ev. eine Verbesserung in kleinen Schritten erreichen.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
