Hallo,
wie vielleicht einige wissen habe ich zwei Jungs (11 & 14 Jahre) die bei Ihrer KM in einer knapp 400km entfernten Stadt leben.
Ich sehe meine Kids regelmäßig und bis auf die "spezielle Kommunikation" mit der KM ist alles i.O..
Nun hat sich jedoch mein Kleiner bei mir gemeldet und möchte unbedingt zu mir ziehen, da er es mit seinem Bruder nicht mehr aus hält.
(Was so richtig vorgefallen ist, lies sich bis dato nicht ganz klären). Der Große ist im Moment auch sehr speziell drauf. ich schiebe es einfach mal auf seine pupertäre Phase.
(Er kommt nicht mit zum Umgang und läßt sich auch am Telefon verleugnen usw.).
Den Wunsch zu mir zu ziehen äußerte er am Sonntag und im gestriegen Telefonat erneuerte er seinen Wunsch. Ich habe Ihm nun mitgeteilt, dass wir das am Samstag klären werden.
Nun ist jedoch die Kommunikation zu seiner Mutter so gestört, so dass ich leider mit Ihr keine Strategie sinnvoll absprechen kann.
Was tun?
Fakt ist: er ist gut aufgehoben bei der KM (so ehrlich muss ich leider sein), hat seine Freunde, seinen Sport, Schule usw. alles oben bei sich. Wenn er nun zu mir ziehen würde, so würde er dieses alles verlieren und auch ich müßte mich komplett neu "sortieren". Kommt es dann zu einen "Streit" dann will er evtl. wieder zurück und alles ist/war umsonst.
Wie kommuniziere ich das nun am Besten zu Ihm und wenn der Wunsch extrem stark ist, wie bekomme ich dann eine Dauerhafte Lösung hin?
Über einige Tipps wäre ich echt dankbar.
Vg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Servus papi74!
Fakt ist: er ist gut aufgehoben bei der KM (so ehrlich muss ich leider sein), hat seine Freunde, seinen Sport, Schule usw. alles oben bei sich. Wenn er nun zu mir ziehen würde, so würde er dieses alles verlieren ...
Vieleicht versuchen zu hinterfragen, ob der Junge sich darüber schon mal Gedanken gemacht hat und wie er diesen "Verlust" bewertet. Der Hintergrund für seine Abwanderungsgedanken ist sicherlich auch von Bedeutung...
Ob und wie Du Dich umstrukturieren müsstest, ist erst mal Deine Baustelle und interessiert den Jungen nicht wirklich...also ihn damit erst gar nicht "belasten".
Meinst Du, ein Umzug auf Probe (z.B. ein Schulhalbjahr) wäre mit KM vereinbar?
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Moin.
Halte ich, ehrlich gesagt auch für problematisch.
Nicht unbedingt juristisch aber in der Realität.
Ärger mit dem älteren Bruder ist leider nichts ungewöhnliches aber auch nicht unbedingt was von Dauer.
Wenn ich mich recht erinnere, bist du ja auch vom bisherigen Wohnort weggezogen und nicht sie, d.H. er müsste sich bei dir erst wieder komplett neu orientieren und genug Gelegenheit für Heimweh.
Wie lange sagt er das denn schon und wie hartnäckig?
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.
Meinst Du, ein Umzug auf Probe (z.B. ein Schulhalbjahr) wäre mit KM vereinbar?
Machbar ... aber dann nur mit der Brechstange und ob sich das dann für ein halbes Jahr lohnt?
Wenn ich mich recht erinnere, bist du ja auch vom bisherigen Wohnort weggezogen und nicht sie, d.H. er müsste sich bei dir erst wieder komplett neu orientieren und genug Gelegenheit für Heimweh.
Auch meine große Befürchtung, denn ansich ist er ein Mutterkind.
Wie lange sagt er das denn schon und wie hartnäckig?
Das erstemal am Sonntag aber das in einer Art und Weise, dass ich echt erschrocken war. Dann habe ich Ihn versucht zu beruhigen und den "Antworttermin" auf das UmgangsWE am jetzigen Samstag verlegt. Beim gestriegen Telefonat erneuerte er seinen Wunsch... (Ich dachte ja, dass es am Sonntag eine reine Kurzschlußhandlung war)...
Mfg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Wie ist denn die Situation, wenn du arbeitest?
Ist die Bude dann leer und er alleine?
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Servus papi74!
Machbar ... aber dann nur mit der Brechstange und ob sich das dann für ein halbes Jahr lohnt?
War von meiner Seite auch als Mindestdauer gedacht, nicht dass der Bursche meint, mitten im Schuljahr mit all den verbundenen Nachteilen, Stress, usw. wieder zu KM zu wollen...
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo,
Ist die Bude dann leer und er alleine?
Ja das wäre so... ich habe mich schon mal umgeschaut und es gibt hier einige Mittelschulen die sowas wie eine Ganztagsschule praktizieren. Jedoch ist dort so gegen 15:00 Uhr Ende.
Ich bin gegen 16:30 Uhr dann wieder im Hause.
War von meiner Seite auch als Mindestdauer gedacht, nicht dass der Bursche meint, mitten im Schuljahr mit all den verbundenen Nachteilen, Stress, usw. wieder zu KM zu wollen...
Meine Befürchtung ist es, dass er wirklich nach einem geringen zeitraum wieder zurück wollte. Ich müßte aber mir eine andere Wohnungssitutation suchen, da es in meiner bisherigen Konstallation nicht möglich wäre. (Meine LGin und die Kids verstehen sich gar nicht...)
Naja... ich werde morgen mal den Versuch unternehmen und mit der KM sprechen...mal sehen was rauskommt....
Mfg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Moin,
als wichtigsten Punkt, vor weiteren Überlegungen finde ich, sollte geklärt werden, was genau ausschlaggebend dafür
ist, dass der "kleine" zu dir ziehen will.
Zoff mit dem älteren Bruder kommt in "jeder" Geschwisterbeziehung vor und ist nichts ungewöhnliches. Es bedarf
dazu noch einigen Überlegungen, bevor du dein komplettes Leben und das des jüngsten umkrempelst. Wer sagt dir,
dass er nicht heute so denkt, und morgen so?
Versuche in einem vernünftigen Gespräch herauszufinden, ob eher bei ihm die Flucht vor einem Problem/Problemen
der Fall ist, oder ob es wirklich (aus nachvollziehbaren persönlichen Gründen) der Fall ist, dass er zu dir ziehen möchte.
Gruß
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Hallo,
jetzt ist das Kinderwochenende rum und ich hatte jetzt mal die Möglichkeit alles genau zu hinterfragen und (zumindest hoffe ich das) eine "passable" Lösung gefunden.
Die Gründe warum der Kleine weg wollte sind die:
Sein großer Bruder (fast 14) befindet sich direkt in der Pupertät ist ist sehr speziell drauf. Er will seine Privatsphäre immer und überall und will so rein gar nichts mit der KM und seinem Bruder (sowie mit mir) zu tun haben. Es zählt nur noch die Freundin (puh hoffentlich werde ich noch nicht so bald Opa 🙁 ), der Sport und seine Kumpels.
Wenn der Kleine dann was von Ihm will, sinkt die Hilfsbereitschaft auf Null und es kommt ständig zu verbalen "Entgleisungen", nicht nur zum Bruder sondern auch zur Mutter. Des Weiteren, hat der Kleine wohl das Gefühl, dass er nicht die Aufmerksamkeit bekommt die er benötigt. Dadurch provoziert er ständig den Großen, wodurch sich dann wiederum der o.g. Punkt wiederspiegelt.
Ich habe mit dem Kleinen nun gesprochen und habe Ihm mitgeteilt, dass ich seinen Wunsch nachvollziehen kann aber sich dadurch seine Probleme nicht abstellen lassen. Wenn er zu mir kommen würde, so wäre er auch am ganzen Nachmittag alleine, er hätte keine Freunde vor Ort und Schule sowie sein Sport (Fechten) müßten auch erst langwirig anlaufen. Seine jetzige Situation habe ich ihm nochmal erläutert (Freunde in der Schule, Sport usw.) und das es ja schade wäre für Ihn, dass alles wegen seinem Bruder aufzugeben.
Meinen Vorschlag zur "Entwicklung eines Verhaltenskodex" wurde sogar seitens der KM aufgenommen und so haben wir am gestrigen Sonntag alle 4 einen Plan entworfen. Jeder konnte seine Unmutspunkte nennen und daraus haben wir dann den Verhaltenskodex aufgestellt. In 4 Wochen wollen wir dann alle gemeinsam darüber nochmals schauen, ob sich dieser bewährt hat und ob eine Verbesserung in Sicht ist. (Ich fühlte mich schon wie die Supernanny...lach.)
Ich war echt erschrocken, wie sehr sich doch das Verhalten vom Großen bei sich zu Hause, gegen über bei mir verändert. Selbst in meinem Beisein konnte er sich kaum unter Kontrolle halten. Ich konnte erahnen, wie es sein muss wenn der "normale Tag" bei denen ist. Pupertät ist echt eine sehr besondere Anforderung an das Umfeld und leider ist die KM nicht resulut genug, um sich gegen den Großen durchzusetzen. Ich hoffe, dass sich das bald auswächst und er wieder ein "Mensch" wird.
Ich hoffe das Beste...
Vg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Moin,
das klingt vernünftig und tragfähig. Nur:
Ich hoffe, dass sich das bald auswächst und er wieder ein "Mensch" wird.
Das wird grob geschätzt mit 21 der Fall sein.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo Deep,
Das wird grob geschätzt mit 21 der Fall sein.
das war jetzt aber ein Tiefschlag 😉
Vg papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Hallo papi74
Versuch mal mit der KM ein klärendes Gespräch zu führen.
Vielleicht ist es möglich mal ein Probewohnen zu arrangieren.
Da wird dein Kleiner schon schnell merken wie ihm seine Freunde
und sein gewohntes Umfeld fehlen.
Und ich glaube auch das ihm sein grosser Bruder auf den Keks gehen wird
und er bei dir Zuflucht sucht.
jenpa
..dem Kind beide Eltern
