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Xe's Geschichte - Manchmal darf man seinem Kind tatsächlich helfen

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 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

ein paar von Euch kennen mich vielleicht noch.
Ich bin die LG von Xe und nachdem ich schriftstellerisch ein wenig begabter bin als er (*smile*) und auch das meiste der Geschichte tagebuchartig festgehalten habe, haben wir beschlossen, dass ich unsere Geschichte hier reinstelle.
Nicht wundern also, wenn auf Fragen mal er und mal ich antworten...

Also ich beginne einfach mal mit dem Ende:

Die 8jährige Tochter L. meines Lebensgefährten lebt seit Ostersonntag hier bei uns in Österreich.

Mein LG und seine Ex haben 3 Jahre zusammengelebt, die Scheidung hat über 4 Jahre gedauert und das Kind blieb bei der KM, wurde jedoch noch lange nach der Scheidung vor allem vom KV betreut, da die KM das Kind immer wieder bei ihm abgegeben hat, wenn sie auf Tour gehen wollte.

2004 ist mein LG nach Österreich gekommen, weil in D keine Arbeit zu finden war.
Der Umgang mit dem Kind fand regelmäßig statt (bis auf einen längeren Umgangsboykott durch die KM), aber die Situation der KM und somit auch die des Kindes verschlechterte sich rapide.

Vor allem das Geld war ein Problem.
KU wurde regelmäßig gezahlt und so hielt es die KM nicht für nötig, arbeiten zu gehen.

Hier eine Aufstellung der Dinge, die in den letzten Jahren passiert sind (so haben wir sie auch dem Anwalt zur Erstellung der Klageschrift zur Verfügung gestellt – ich habe sie nur anonymisiert):

    *      2005: UVG-Bezug der KM wider besseren Wissens trotz Bezug des Kindesunterhaltes -> Rückforderung durch UVG-Stelle

    *      Jan. 2006 – September 2006: 8 Monate Isolierung des Kindes von Familie und Vater (Umgangsboykott), von Jänner bis zu den Sommerferien auch kein Kingergartenbesuch (letztes Kindergartenjahr!)
          > KM verweigert Einigung auch gegenüber Jugendamt, zeigt keinerlei Entgegenkommen

Schule & Wohnsituation:

    *      1. Schuljahr (2006/2007):
      > unregelmäßiger Schulbesuch
                  - Ordnungsstrafe
                  - Ordnungshaft Januar 2008 wegen nicht bezahlter Ordnungsstrafe angeordnet (durch nachträgliche Bezahlung abgewendet)
        > keine regelmäßigen Hausaufgaben
        > Lt. Lehrer mangelnde Hygiene
        > Unpünktlichkeit
        > Ablehnung des Förderunterrichts durch KM
        > trotz mehrmaliger Aufforderung durch KV und Schule unterschreibt KM nicht für logopädische Förderung (sprachliche Defizite bei L. durch versäumten KiGa-Besuch)
        > Keine Zusammenarbeit mit Schule trotz wiederholter Zusage

        > schlechte Wohnsituation (Schimmel); Übersiedelung erst in den Ferien
        > Verschuldung durch ausbleibende Mietzahlungen
        > Strom abgestellt wegen ausbleibender Zahlungen

    *      2. Schuljahr (2007/2008):
        > L. muss die 1.Klasse wiederholen
        > keine Schulsachen bis Ende September 2007
            - KM auch nicht bereit, alte Hefte auszuradieren, wie von Schule vorgeschlagen
            - Ansuchen an KV, die Schulbücher zu zahlen, weil angeblich kein Kindesunterhalt gezahlt wurde (KU war jedoch wie immer regelmäßig überwiesen worden)
        > weiterhin Hausaufgaben unregelmäßig
        > weiterhin keine Logopädie
        > Mathe-Test bei 51% (Minimum 50%)
        > massive Förderung in Mathe notwendig
              - Absenkung der Anforderung in Mathe steht bevor
              - danach Gefahr der Förderschule
        > weiterhin mangelnde Hygiene (Aufforderung der Klassenlehrerin an L., duschen zu gehen)
        > Schwächen im Sozialverhalten L.s
              - nur eine Freundin im Klassenverband

        > defektes Kinderzimmerfenster seit ca September 2007
                - Frischhaltefolie und Wolldecke zur „Reperatur“
        > Mietschulden
        > Kaution nicht bezahlt
        > wiederum Strom abgedreht wegen nicht bezahlter Rechnungen
        > Kontoschließungen sämtlicher Konten wegen Pfändungen
                  - Sparbuch bei Postbank zur Überweisung von KU
        > gewalttäige Lebensgefährtin der KM
                  - Alkoholikerin
                  - raucht Cannabis
          > KM trinkt und raucht lt Aussagen von Verwandten und Freunden ebenfalls Cannabis

Allgemein:

    *      KM hat L. mit ungeplanter Schwangerschaft und Abtreibung belastet
            > Aussage L.s: Ich bekomme ein Geschwisterchen aber Mama läßt es wieder wegmachen, weil sie kein Geld dafür hat.
    *      Kind wird an Wochenenden immer wieder zu Verwandten „abgeschoben“
            > KM ist selten zu Hause
    *      Häufige Übersiedelung der KM mit L., um Problemen aus dem Weg zu gehen.
Ummeldungen wurden ohne Einverständnis des KV durchgeführt, lt den Behörden hatte KM immer behauptet, das alleinige Sorgerecht zu haben.
    *      Verweigerung diverser Hilfangebote vom Jugendamt durch KM
    *      Kind bettelt bei Imbiss um Essen und Trinken
            > wurde von Bekannten erzählt und vom Kind bestätigt
    *      L. sagt aus, dass Mutter ihr Geld (Zuwendungen von Verwandten, Nachbarn) wegnimmt
    *      Lt L. keine regelmäßigen Mahlzeiten
    *      bei wöchentlichen Anrufen wurde von KM mehrfach nach Geld gefragt, da kein Essen mehr zu Hause war
    *      Keine Bezahlung von Essensgeld (KiGa & Schule)
    *      L. war ein Jahr nicht krankenversichert (IKK)
            > wurde auf Betreiben des KV nachversichert
    *      L. wird von Mutter ständig beeinflußt und an sich gebunden
            > z.B. Telefonat L.s mit ihrer Mutter als L. in den Sommerferien in Österreich war. Aussage L.s: Mama braucht mich ja, sie kann nicht schlafen und nicht essen, wenn ich nicht da bin und sie weint nur die ganze Zeit. Alle weinen, weil ich nicht da bin.
    *      Verhalten L.s:
            > Aggressionen gegen sich selbst (Haare ausreißen) und andere
            > zeitweises Einnässen
            > abwesendes Verhalten (singt vor sich hin, reagiert nicht mehr auf Ansprache oder Reize)
            > mangelnde Konzentrationsfähigkeit
            > starke Stimmungsschwankungen
            > sprachliche Mängel
            > Mängel im Sozialverhalten
            > erwähnt mehreren Personen gegenüber, dass sie gerne nach Österreich möchte, aber ihre Mama würde sie ja brauchen

Im Jänner 2008 kam es zu einer Eskalation, aufgrund derer mein LG Klage auf alleiniges Sorgerecht, hilfsweise ABR eingereicht hat.

Der Ablauf der Eskalation, wie wir ihn dem Anwalt geschildert haben:

29.12.2007KV und Lebensgefährtin kommen nach Deutschland
KM ist schon nach Köln abgereist, Kind blieb bei Großmutter (väterlicherseits)

In der Zeit, in der L. beim Vater war, keinerlei Anruf von KM.

7.1.2008 – Unterredung KV und LG mit Klassenlehrerin bzgl Schwierigkeiten in der Schule

8.1.2008 – Besuch KV und LG beim Jugendamt wegen schulischer Situation und gewalttätiger Lebensgefährtin der KM, sowie Wohnsituation (kaputtes Fenster)

9.1.2008 – Abreise von KV und LG
L. bleibt beim Großvater (mütterlicherseits), da KM lt Aussage des Großvaters erst am 13.1. zurückkommt

9.1.2008 Abends – Meldung von Großvater (mütterl.) an KV, dass dieser endlich den Kindesunterhalt zahlen solle, da KM in Köln „festsitzt“ und kein Geld für die Rückfahrt hat
      > Kindesunterhalt für Jänner wurde schon im Dezember gezahlt
                                        - Meldung von Großmutter (mütterl.), die die Wohnung der KM betreut, dass Strom abgestellt ist und dass KM ab 14.1.2008 eine 4tägige Haftstrafe antreten muss

10.1.2008 - Meldung von KV an Jugendamt, dass Kind ab dem 14.1. 2008 nicht mehr betreut wird (Großvater muss täglich 30km einfache Strecke fahren, um Kind zur Schule zu bringen und kann das nicht auf Dauer machen) und dass Wohnung wegen abgestelltem Strom nicht bewohnbar ist

Absprache mit Jugendamt, dass L. ab 11.1.2008 an eine Betreuungsfamilie übergeben wird, da KM angeblich am WE zurückkommen sollte (Befürchtung vorhanden, dass KM mit L. abtaucht, wie es schon mehrmals von KM angedroht worden war).

11.1.2008 – Besprechung Jugendamt mit Großvater > L. wird entgegen der Absprache mit KV bis Dienstag an Großvater übergeben.
Aussage L.s bei JA (wurde von Großmutter mütterl. erzählt, die dabei gewesen ist):
        - Bestätigung dass Lebensgefährtin der KM L. schlägt
        - Bestätigung dass Strom schon mehrfach abgedreht worden war
Großvater unterschreibt ein Dokument, dass er das Kind nicht an die KM herausgeben wird.
KV erklärt sich im Hinblick auf Kindswohl nachträglich damit einverstanden.

12.1.2008KM kommt aus Köln zurück.

14.1.2008KV telefoniert vormittags mit KM. Absprache, dass KM sich bis Mittag entscheidet, ob ABR auf KV übertragen wird.
KM bekommt jedoch keinen Beratungstermin bei JA – Entscheidung wird auf Di Mittag verschoben.

Abends: KM bezahlt Ordnungsstrafe, um Haft nicht antreten zu müssen.
Telefonat KV mit L.: L. argumentiert plötzlich, dass sie nicht mehr nach Österreich möchte und dass sie doch bei ihrer Mama bleiben will, da diese sie ja braucht.
Im Hintergrund Großvater hörbar, der in den Gesprächspausen L. etwas zuflüstert.

15.1.2008JA-Termin von KM
KM und Sachbearbeiterin den ganzen Tag nicht erreichbar.

Abends: Großmutter väterl. teilt KV mit, dass sie bei Großmutter mütterl. gewesen ist und dort KM, L. und die Großeltern mütterl. angetroffen habe.
        > L. ist nicht an Betreuungsfamilie übergeben worden
        > Großvater mütterl. verlangt, dass KU an ihn überwiesen wird, da Kind bei ihm bleiben wird und teilt mit, dass KM ebenfalls bei ihm einziehen wird
        > L. will zuerst nicht mit Großmutter väterl. sprechen, sagt ihr aber dann dass sie nicht mehr zu KV nach Österreich möchte; L. gibt sich selbst die Schuld daran, dass ihre Mutter kein Geld habe, da diese ja für sie sorgen müsse und deshalb nicht arbeiten gehen könne;

16.1.2008KV versucht per Email und Telefon Sachbearbeiterin zu erreichen und hinterläßt auch Nachrichten bei Kollegen, um Informationen zu bekommen > Sachbearbeiterin nicht erreichbar, gibt keine Info weiter

17.1.2008 – Sachbearbeiterin wieder nicht erreichbar, erst nach Besuch von Großmutter väterl. beim JA und Vorsprache beim Abteilungsleiter erhält KV einen telefonischen Termin für den nächsten Tag.

18.1.2008 – Sachbearbeiterin teilt KV mit, dass KM der Übergabe an eine Betreuungsfamilie widersprochen hat.
Sachbearbeiterin teilt KV mit, dass keine Einträge im Computersystem des JA zu L.s Fall vorhanden sind.

19.1.2008 – Anruf bei L. (Geburtstag):
Kind sehr zurückhaltend, KM steht während dem Telefonat anscheinend direkt neben dem Kind.

Am 23.1. wurde die Klage eingereicht, es war dann der selbe Richter zuständig, wie damals für die Scheidung.
Und lange Zeit geschah nichts...

Wir dachten echt schon, dass der Richter die ganze Sache für nicht wichtig genug hielt und dass wir nie eine Chance auf Erfolg hätten.
Aber dann kam am Montag vor der Osterwoche der Anruf vom Anwalt:
Der Richter, von dem wir gedacht hatten, er sei zuständig, war nur die Vertretung und nun war der wirklich zuständige Richter aus dem Krankenstand zurückgekommen.
Dieser hat sich die Akte gegriffen und hat sofort nachdem er sie gelesen hat
            - den anderen Richter herbeizitiert, um ihn zurechtzuweisen, weil er nichts unternommen hat
            - den Staatsanwalt verständigt und Strafanzeige gegen das Jugendamt und die zuständige Sachbearbeiterin wegen unterlassener Hilfeleistung veranlaßt
            - einen Termin noch in der selben Woche am Donnerstag für die mündliche Verhandlung festgesetzt.

Wir hatten sowieso vor, am Samstag nach D zu fliegen, aber nun lief das ganze so ab:
Mein LG ließ seinen Flug verfallen (umbuchen war nicht möglich) und fuhr Di Abend mit dem Nachtzug nach Deutschland.
Am Do war dann die erste Verhandlung, in der der Richter alle befragte (auch das Kind) und dann ganz deutlich sagte, dass er es sehr befürworten würde, wenn das Kind nach Österreich kommen würde.
Er ließ den Parteien jedoch noch eine Woche Zeit, um sich zu einigen und die Art und Weise, wie das ganze ablaufen sollte, unter sich zu regeln.
Er hatte zwar in der Folgewoche Urlaub, setzte aber trotzdem einen Termin für den Gründonnerstag an, da er die ganze Sache zum Wohl des Kindes schnell regeln wollte.

Also flog ich am Sa auch nach D, da L. bis zur nächsten Verhandlung beim KV sein durfte.
Wir verbrachten eine etwas angespannte aber trotzdem schöne Woche zusammen und am Do wurde dann der Vergleich geschlossen.
Mein LG hat bis zum 30.Juni das alleinige Sorgerecht, dann geht es wieder auf das gemeinsame zurück.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kleine dann wieder automatisch nach Deutschland zurück muss, sondern nur, dass dann die Situation neu beurteilt wird.

Zusätzlich hat der Richter verfügt, dass L. vom Nachmittag des Verfahrens bis zum Nachmittag des nächsten Tages bei ihrer Mutter bleiben soll, um sich zu verabschieden.
Der Mutter hat er angeordnet, sie solle dem Kind sagen, dass es für sie in Ordnung ist, dass L. nach Österreich geht und dass sie jetzt gemeinsam versuchen würden, alles in Ordnung zu bringen - sie solle somit für einen unkomplizierten Abschied sorgen.

Wir hatten alle Bauchschmerzen dabei, aber da der Richter das angeordnet hatte, musste es so sein.

Also haben wir L. zum Busbahnhof gebracht, von wo ihre Mutter sie abholen wollte und haben ihr gesagt, wir würden sie am nächsten Tag um 15:00 wieder abholen.

L. hat gefragt, ob wir sie nicht früher abholen könnten, da sie sich bei ihrer Mama nicht mehr so wohl fühle. (!)

Die KM hatte mich auch für den Freitag zum Kaffee eingeladen, da sie mich einmal kennenlernen wollte, also fuhren mein LG und ich am Karfreitag zum Haus des Vaters der KM, wo sie ja mit L. gewohnt hatte.

Wir klingelten, die KM öffnete die Tür, sah mich, meinte zu meinem LG: “Die soll draußen bleiben, ich muss mit dir alleine sprechen.“ und sperrte mich somit aus dem Haus aus.
Die Wartezeit verbrachte ich damit, draußen ums Auto zu tigern und auf den Streit zu lauschen, der durchs Dachfenster zu hören war.
Am liebsten hätte ich die Polizei gerufen, damit sie L. da rausholen, aber nachdem das Urteil noch nicht schriftlich vorlag, gab es diese Möglichkeit nicht.
Schließlich, nach 30min kam mein LG wieder raus und meinte, dass die KM den Reisepass von L. nicht finden würde.
Mir wurde heiß vor Wut.
Diese Frau wusste ganz genau, dass wir für den nächsten Tag schon Flüge gebucht hatten und auch der Richter hatte angeordnet, dass der Reisepass rauszugeben sei.
Außerdem war sie schon in der ersten Verhandlung darauf hingewiesen worden, dass L. mit 99%iger Sicherheit nach Österreich gehen würde, d.h. sie hätte eine Woche Zeit gehabt, den Reisepass zu finden.
Ihre Aussage meinem LG gegenüber war folgende: „Ich finde den Reisepass einfach nicht mehr. Aber wenn L. den nicht hat, dann könnt ihr ja morgen nicht fliegen und dann kann sie ja auch noch eine Woche bei mir bleiben.“
- das sagt wohl alles, oder?

Mein LG ging dann wieder rein, um der KM zu sagen, dass L. trotzdem mit uns mitkommen würde.
Kurze Zeit später ging die Tür auf und die KM kam sch…freundlich auf mich zu und meinte mit bebender Stimme und Tränen in den Augen: „Hallo B. … Du ich finde den Reisepass nicht, kann L. dann nicht zumindest noch heute Abend bei mir bleiben? Ihr habt sie dann die ganze Zeit, ich möchte mein Kindchen doch nur noch heute Abend bei mir haben.“
Ich dachte mir in dem Moment einfach nur: Ja klar, damit du mit ihr abhaun kannst, denn das hast du heute nicht geschafft und hoffst jetzt, dass du morgen hier wegkommst.
Meine Antwort war natürlich Nein. L. sollte mit uns mitkommen. (Gedacht hab ich mir: ich werde das Kind nicht noch einen Tag bei dieser Verrückten lassen.)
Woraufhin die KM sich umgedreht, irgendwas geflucht und die Türe zugeschlagen hat.
Die Tränen waren ganz plötzlich wie durch Zauberhand wieder verschwunden.
Wieder einige Minuten später brachte die KM ein total verstörtes Kind raus, setzte sie ins Auto und drückte ihr einen blauen Turnbeutel in die Hand.
Ein paar Küsschen noch und dann konnten wir losfahren.
L. hat natürlich geweint und war den ganzen restlichen Tag total verstört, kaum ansprechbar und nur noch zickig und gereizt.

Die KM hatte genau das Gegenteil von dem getan, was der Richter gesagt hatte.
Sie hat L. Schauergeschichten über Österreich erzählt, ihr keine Spielsachen und auch keine Klamotten mitgegeben und L. mit allen erdenklichen Mitteln beeinflusst.
Sie ist auch nicht davor zurückgeschreckt, die beiden 13jährigen Nachbarsmädchen (L.s „Freundinnen“) einzuladen damit sie einen Brief schreiben, dass der KV L. doch bitte nicht mitnehmen soll.
L. hat ihrem Papa den Brief gegeben und wir waren beide fassungslos.
Er war voll mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern und im Wesentlichen war die Aussage:
Nehmen sie uns L. nicht weg, wir haben sie doch so lieb und geben sie S. (der KM) noch eine zweite Chance.
Die hat den beiden Mädchen da alles Mögliche erzählt und ihnen dabei verschwiegen, dass sie seit fünf Jahren immer wieder mehrere Chancen bekommen hatte.

Ich hab selten so eine egoistische und verabscheuungswürdige Frau erlebt.

Am Abend dieses Tages haben wir bis 22:30 herumtelefoniert, um einen Ersatz für L.s Reisepass zu bekommen oder irgendeine Möglichkeit zu finden, wie sie mit uns ausreisen kann.
Nachdem Karfreitag war, gestaltete sich das ganze entsprechend schwierig.
Aber die Mutter meines LG war einfach genial. Sie hat sich durch das Telefonbuch gewühlt, Gott und die Welt angerufen und auch als ich schon den Tränen und mein LG einem Wutausbruch nahe war, hat sie die Ruhe bewahrt.
Ihre Motivation: „Wir lassen uns doch von dieser Sippe nicht wieder alles über den Haufen werfen!“

Wir hatten das nämlich schon so geplant, dass L. mit uns am Ostersonntag und am Ostermontag in den Zoo gehen oder sich die Stadt ein wenig ankucken kann, dann am Dienstag wollten wir die ganzen Behördenwege erledigen und am Mittwoch sollte ja L.s 1.Schultag sein.
Hätte sie mit uns nicht ausreisen können, dann wäre das alles wieder durcheinandergekommen, wir hätten noch mehr Urlaub beantragen müssen, L. wäre nicht am 1.Tag nach den Ferien in die Schule gekommen sondern wieder irgendwann unter der Woche – kurz: Chaos.

Die KM war in der Zwischenzeit absolut nicht mehr erreichbar.
Ihr Bruder war zu ihrem Haus gefahren und hatte uns berichtet, dass dort unglaublich laute Musik zu hören war und niemand auf Klopfen und Klingeln reagierte.
Schließlich schlug er eine Scheibe ein, weil er fürchtete, dass die KM sich etwas angetan hatte.
Sie lag besoffen auf dem Sofa…

Mit Hilfe vom Anwalt meines LG schafften wir es schließlich, dass uns der Bundesgrenzschutz am Flughafen zusagte, sie würden uns einen vorläufigen Reisepass für L. ausstellen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Bremen, um von dort aus dann nach Bratislava zu fliegen und dann mit dem Bus weiter zu fahren (das war der einzige Flug, der zur Verfügung stand).

Auf dem Weg zum Flughafen hat L. etwas gesagt, was mich ziemlich schockiert hat:
„Wenn Mama stirbt, dann will ich auch sterben. Und dann sterbe ich auch.“
Da weiß man dann echt nicht mehr, was man darauf sagen soll…
Keine Ahnung was diese dumme Frau dem Kind alles erzählt hat. Denn vor einigen Tagen hat L. auch begonnen, meinem LG etwas zu erzählen, was ihre Mama zu ihr gesagt hat und dann hat sie gemeint: „Nein, ich darf es dir nicht erzählen, weil sonst geht Mama tot.“

Am Flughafen dann das nächste Chaos – die Fluggesellschaft wollte den vorläufigen Reisepass nicht akzeptieren.
Irgendwie haben wir es dann geschafft, für den Nachtzug noch drei Plätze zu bekommen, haben noch 5 Stunden in Hamburg vertrödelt und sind dann totmüde und erschöpft in die Betten im Zug gefallen.

Insgesamt haben wir durch die verfallenen Flugtickets und die zusätzlichen Zugfahrkarten ca 500,- extra hingelegt.
Und das nur weil diese Frau um alles in der Welt die Abreise verhindern wollte.
Aber sie hat es nicht geschafft.

Unser Plan hat dann funktioniert, Sonntag und Montag waren eher ruhig, Dienstag war Behördentag und am Mittwoch war L. das erste Mal hier in der Schule.

Die Schule gefällt ihr sehr gut, auch von den Möglichkeiten hier ist sie begeistert, nur zu Hause gibt es immer wieder Streß.

Grundsätzlich läuft es ungefähr so, wie wir uns gedacht hatten, L. war am Anfang ziemlich durcheinander, benimmt sich mal wie ein Kleinkind, dann wieder wie eine Jugendliche mitten in der Pubertät – also dass es nicht einfach wird, haben wir gewusst.

Aber immer dann, wenn sie Kontakt zu ihrer Mama oder zu ihren „Freundinnen“ hat (die Mädchen, die den Brief geschrieben haben) dann ist es ganz extrem.
Dann möchte sie plötzlich wieder das T-Shirt anziehen, das ihr ihre Mutter in dem blauen Turnbeutel mitgegeben hat (ein Shirt von der Mutter, das diese anscheinend ungewaschen an L. weitergegeben hat, damit es nach Mami riecht!) und weigert sich, dieses waschen zu lassen.
Sie holt das Foto von ihrer Mutter raus, das sie sonst nie ansieht.
Sie kuschelt und küsst irgendwelche Gegenstände, die sie von ihrer Mami hat und ist kaum noch ansprechbar.
Grundsätzlich ist es ja ganz normal, dass sie ihre Mutter vermisst, aber die Reaktionen sind doch etwas extrem.
Sie verfällt dann in ein Kleinkindverhalten und auch am Tag danach reagiert sie aggressiv und bockig.

Sie erzählt auch immer wieder, dass ihre Mama ja auch dieses mit ihr gemacht hat und ihr jenes beigebracht hat und dass sie das und das weiß, weil ihre Mama es ihr erklärt hat – sie versucht, diese Frau zu verteidigen und als gute Mutter darzustellen.
Aber dann, wenn sie nicht vorher überlegt, sagt sie oft die Wahrheit, nämlich dass sie erst einmal auf einem Klettergerüst war oder mit ihrer Mama ja nie schwimmen geht oder dass sie selbst zu Hause immer Staubsaugt, den Kleiderschrank in Ordnung hält und Fenster putzt.

Und auch an ihrem Verhalten merkt man, dass sie viele Dinge nicht kennt und nie gelernt hat.
Bitte & Danke und Entschuldigung sagen, bei der Toilette die Spülung drücken und danach Händewaschen, regelmäßig frische Unterwäsche anziehen und duschen und jeden Tag Haare bürsten – das alles sind nur ein paar der Dinge, die wir ihr immer und immer wieder sagen müssen, weil sie selbst nicht daran denkt.

Es ist ziemlich anstrengend, weil man sich auf die einfachsten Dinge nicht verlassen kann und alles nachkontrollieren muss…

Auf mich reagiert sie manchmal total abweisend, vor allem eben, wenn sie Kontakt zu ihrer Mutter hatte, sie ignoriert mich dann komplett oder tut genau das Gegenteil von dem, was ich ihr gesagt habe.
Sie provoziert mich und sucht bewusst Streit.
Wir haben irgendwie das Gefühl, dass sie es nicht schafft, mich neben ihrer Mama (die sie natürlich extrem vermisst) gern zu haben und auf keinen Fall darf es sein, dass ich irgendwas besser mache oder dass irgendwas mit mir schöner ist als bei ihrer Mama.
Das kann sie gefühlsmäßig einfach nicht verarbeiten und deshalb versucht sie alles Schöne schlecht zu machen.

Ich versteh sie ja vollkommen und sie tut mir auch echt leid, weil sie einfach noch zu jung ist, um das alles zu verstehen, aber es ist trotzdem unglaublich schwer, damit zurechtzukommen...

Wegen den Problemen, die L. und ich haben und auch wegen den ganzen Verwirrungen bei L. in Bezug auf ihre Mutter haben wir eine Familienpsychologin kontaktiert, bei der wir nächste Woche den ersten Termin haben.
Ich hoffe, die kann uns weiterhelfen, denn sonst befürchte ich ernsthaft bleibende Schäden bei L. .

Vor allem bastelt sie sich eine eigene Wirklichkeit, wie es ja bei Kindern bis zu einem gewissen Grad normal ist – dieses Verhalten wurde aber durch die ständigen Lügen und das Verhalten ihrer Mutter extrem verstärkt, so dass L. manchmal nicht mehr in der Lage ist, zwischen Realität und Wunschdenken / ihrer eigenen Lüge zu unterscheiden.
Für L. ist es ganz und gar unmöglich, dass sie selbst an irgend etwas schuld sein könnte und wenn sie bemerkt, dass sie es vielleicht doch ist, leugnet sie das und verdreht die Wahrheit bis es für sie wieder stimmt.
Sie wird unglaublich rasch wütend und läuft dann auch Gefahr, sich selbst zu verletzen.
Mal sehn, was die Therapeutin tun kann.
Grundsätzlich denke ich aber, dass wir vor allem viel Zeit brauchen...

Ich weiß dass ich niemals ihre Mutter ersetzen kann und ich will es auch nicht, aber das Problem an diesem Verhalten ist, dass ich nicht mal mit ihr alleine zum Spielplatz gehen kann ohne Angst zu haben dass sie mir vor ein Auto läuft oder sonst etwas schreckliches passiert nur weil sie trotzig ist und nicht auf mich hört.

Es wird aber jetzt von Tag zu Tag besser, man merkt viele kleine Erfolge.
Die Tiefs sind nicht mehr ganz so schlimm und wenn sie wütend ist, “normalisiert” sich ihre Stimmung schon schneller als zu Beginn.
Sie kuschelt schon öfter mit mir und fragt mich auch um Hilfe, wenn sie etwas nicht kann.

Auch vom Jugendamt haben wir Hilfe, die Sachbearbeiterin war schon hier und hat dann gemeint, sie sieht keine Veranlassung, uns weiter zu beobachten, da alles in Ordnung zu sein scheint und wenn wir Unterstützung brauchen oder Fragen haben können wir sie jederzeit anrufen.
- Besser kann eine Beurteilung fast nicht ausfallen. 🙂

Dafür macht das Jugendamt in der Heimatstadt unserer Kleinen wieder mal Schwierigkeiten.
Die KM war ganz brav beim JA (in Begleitung der Mutter meines LG), um dort einen Titel zu unterschreiben.
Mit diesem Titel würden wir dann hier in Österreich Geld bekommen, das mit dem UVG vergleichbar ist.
Ohne den Titel bekommen wir nichts.
Nun hat sich das JA aber geweigert, den Titel auszustellen und zwar mit der Begründung, dass die KM ja kein Geld habe.
Und auch den Titel den mein LG damals unterschrieben hat wollten sie nicht rausgeben, da es ja nicht sicher sei, dass das Kind in Österreich bleibt (sie beziehen sich darauf, dass das alleinige Sorgerecht nur bis Juli begrenzt ist).
Die Sache wird Montag an den Anwalt gehen.
Und ich bin schon gespannt auf die Reaktion des Richters, wenn er das erfährt...

Naja, das wäre eben mal die ganze Situation.

Es mußte richtig schlimm werden, damit wir unserer Kleinen helfen konnten, aber sie ist Gott sei Dank nicht daran zerbrochen.
Es war noch nicht zu schlimm.

Abschließend möchte ich etwas sagen, was schon mehrere gesagt haben, aber man kann es nicht oft genug wiederholen:
Kämpft, so lange es sich zu kämpfen lohnt!
Aber hört auf, bevor ihr selbst oder eure Kinder daran kaputt gehen...

Ich wünsche jedem, der um die Zukunft seiner Kinder kämpft einen ebenso vernünftigen Richter wie unseren und auch einen so engagierten und genialen Anwalt!

Danke fürs Zuhören...

lg

vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 19.04.2008 23:22
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Boah vj und Xe,

das muß ich erstmal verdauen. Ich denke die Kleine braucht dringend psychologische Hilfe und ihr sicher auch Rückhalt um sie aufzufangen. ich wünsche euch alles Gutedafür.

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 19.04.2008 23:55
(@andreadd)
Registriert

Hallo vj und Xe,

ich bin immer wieder fassungslos, was einem Kind alles passieren muss, damit es Hilfe vom Vater erfahren darf. Ich habe wirklich die Vermutung, dass momentan auch die aufgeschreckte Presse in Fällen von Kindesmißhandlungen mit dazu beiträgt, dass euer fall "plötzlich" bearbeitet wurde.

Vielleicht hoffe ich das auch nur, für die armen Kinder.

Euch schicke ich mal ein ganz dickes Kraftpaket. Ich drücke euch die Daumen, dass die Familientherapie gut anschlägt.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 20.04.2008 00:02
 elwu
(@elwu)

das klingt in vielen Teilen wie die Geschichte meiner Tochter und ihrer Mutter. Alkoholikerin, gewalttätiger Lebensgefährte, katastrophale Wohnverhältnisse, desolate Finanzen, die Miete, die Krankenversicherung nicht bezahlt uswusf, bis hin zur Verwendung von Zuwendungen an das Kind für eigene Zwecke der Mutter... Da sind wir auch durch. Und trotz solchen bewiesenen Fakten und Aussagen von Lehreren etc. hat die Jugendamtlerin kein Problem gesehen und die Richterin aus dem diesbezüglich berüchtigten Augsburg meinem ABR-Antrag nicht stattgegeben. Damit wäre ja der KM die Finanzquelle entzogen worden, immerhin 1312€ Netto pro Monat für nichts... Meine Tochter hat dann im Dezember mit den Füßen abgestimmt, nach vorheriger Rücksprache mit einem männlichen Jugendamtler, die sie sich in Begleitung der gleichaltrigen Tochter meiner LG getraut hat.. Zum Umzug an sich gäbe es dann auch noch viel zu erzählen, aber letztlich gleichen sich diese tragischen Geschichten immer wieder, von daher ist es entbehrlich, meine hinzuzufügen.

Gruß an Xe, und alles Gute für die Kleine und euch. Es wird sehr schnell körperlich, emotional, und auch schulisch mit dem Kind aufwärts gehen. Meine Tochter ist nach nun gerade mal 4 Monaten bei mir kaum noch wieder zu erkennen, so hat sie sich in jeder Hinsicht weiter und zwar positiv entwickelt. Das wird bei der Kurzen von Xe sicher auch so sein. Glückwunsch!

/elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 20.04.2008 13:52
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

gelegentlich konnte ich am Telefon ja schon das eine oder andere Highlight erfahren; die ganze Story allerdings haut mich dann doch zwar nicht aus den Latschen aber sie erstaunt mich. Es ist in Deutschland schlicht so, dass Kinder staatlicherseits nicht interessieren. Es sei denn, die Pflegemafia kann Gewinne ziehen.

Insgesamt bestätigt es meinen Standardsatz, für den ich von dem, der ihn zum ersten Mal hört, blankes Entsetzen ernte: Das Glück der Kinder führt über deren Leid.

(Nicht nur) Mich persönlich würde interessieren, was aus dem Strafantrag gegen das JA wird.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 20.04.2008 14:54
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi @ all,

Vielen vielen Dank für Eure Anteilnahme und Eure guten Wünsche...

Wir hatten eben Gott sei Dank das Glück, dass der Richter sehr vernünftig und auch der Anwalt extrem engagiert war.

Xe hat mir eine Episode von der ersten Verhandlung erzählt, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht, vor allem weil sie sich kurze Zeit später mit umgekehrten Vorzeichen nochmal abgespielt hat:

Vor der Verhandlung hat Xe im Verhandlungssaal gewartet, als die Ex mit dem Kind reinkam.
Die Kleine hat ihrem Papa gesehen, wollte hinlaufen und hat dann ihre Mama angekuckt. Diese hat den Kopf geschüttelt, das Kind hat den Kopf hängenlassen und sich hingesetzt.

Xe hat gesagt, dass der Anwalt, als er das gesehen hat, den Tränen nahe war.
Der Anwalt hat das nachher auch dem Richter erzählt und dieser war so unglaublich wütend, das kann man nicht mehr beschreiben.
Im Nachhinein war es gut, dass die Ex so blöd war, das im Gerichtssaal zu machen, aber wenn ich daran denke, bricht mir das Herz.

Am Gründonnerstag als wir die Kleine ja nochmal für einen Tag zu ihrer Mutter geben mußten, standen wir am Busbahnhof und haben gewartet, dass die KM auftaucht.
Als sie daherkam, wollte unsere Kleine loslaufen und hat dann mich (!) angekuckt.
Ich hab natürlich gesagt, dass sie zu ihrer Mama laufen soll, aber im ersten Moment war ich echt fassungslos...

Es ist mir meistens total unverständlich, was im Kopf dieses Kindes vor sich geht.
Die KM hat der Kleinen eine so falsche und verdrehte Sicht der Dinge eingepflanzt, dass man sich überhaupt nicht darauf einstellen kann, wie sie reagiert, wenn man etwas sagt oder tut.
Ihr Frustlevel ist unglaublich niedrig, sie wird sofort wütend, versteht Dinge manchmal fast mit Absicht falsch, lügt und verheimlicht so viel und ist im nächsten Moment wieder ein ganz normales Kind, singt, lacht und tanzt durch die Gegend - bis zum nächsten Wutanfall.

Wie gesagt, es normalisiert sich langsam, aber es ist unglaublich schwer...

Ich bin oft so unglaublich wütend auf die KM, ich könnte dieser Frau was antun, obwohl ich eigentlich ein echt friedfertiger Mensch bin.
Aber was sie diesem kleinen Kind angetan hat, das gehört bestraft.
Ich hoffe, das Leben übernimmt das und zwar bald.
😡

Ach ja, was sehr positives:
Die Kleine war ja mit ihrem Gewicht ziemlich im unteren Bereich, also ich hätte das schon fast unterernährt genannt - hab sie grade auf die Waage gestellt: 4kg mehr als noch vor 2 Wochen!  🙂

Nochmal, Danke für Eure guten Wünsche und Eure Zeit.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

lg
vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.04.2008 15:17
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Nachtrag @ Deep:

Jep, nicht nur Dich interessiert, was weiter bzgl JA geschieht - ich hoffe, die kriegen mal so richtig eins drüber.

Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich was neues weiß.

lg

vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

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Themenstarter Geschrieben : 20.04.2008 15:22
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi @ all,

wollte mich mal wieder kurz melden und einen Zwischenbericht abgeben.
Und ich werd versuchen, auch wieder ein wenig mehr Zeit zu finden, um hier im Forum zu sein.

Also, unsere Prinzessin ist noch immer bei uns, aber wieder aufgrund eines befristeten Vergleichs, der im Juli geschlossen wurde.
Diesmal bis zum 31.12.2008.
Der Richter wollte den Aufenthalt der Kleinen hier festigen und uns Zeit geben, die Familienpsychologin aufzusuchen, was sich in den ersten drei Monaten nicht ausgegangen war.

Gleich nach der Verhandlung war unsere Kleine auf Anordnung des Richters vier Wochen (bis zwei Wochen vor Ende der österreichischen Sommerferien) bei der KM, weil der Richter der Meinung ist, das Kind braucht den Kontakt zur Mutter.
Als sie wieder hier war, haben wir mal drei Wochen gebraucht, um sie wieder halbwegs ins Gleichgewicht zu bringen...

Tja und kaum lief der Alltag wieder hat sich die liebe KM für einen Besuch hier in Ö angekündigt.  :knockout:
Sie war vier Tage da und es war Streß pur.
Die Lehrerin und die Psychologin haben dann auch beide gesagt, dass die Kleine total durcheinander war und sie das nicht gut finden, wenn das Kind die Mutter zu oft sieht.
Aber bis zur nächsten Verhandlung bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als den Umgang zuzulassen.

Wen es interessiert, wie diese Tage im Detail gelaufen sind, kann ja mal in meinen Blog reinschauen: joanna1901.meinblog.at - Menüpunkt "kiddy"

Eindeutig positiv ist jedoch, dass unsere Kleine immer schneller wieder ins Gleichgewicht kommt und dass der Einfluss der KM gaaaaanz langsam nachläßt.
Obwohl diese nette Frau es trotzdem noch immer schafft, dem Kind alle möglichen Dinge einzureden und die Kleine so beeinflusst, dass sie für ihre Mutter lügt.
Die Rollen sind da total vertauscht.
Das Kind macht sich Sorgen um die Mutter, übernimmt die Verantwortung und versucht die Mutter zu beschützen.
Die Psychologin hat auch gesagt, dass die Kleine eindeutig traumatisiert ist und keiner von uns, wahrscheinlich nicht mal sie selbst weiß, was sie alles erleben mußte.

Es tut richtig weh, zu sehen wie die Kleine sich quält und dafür könnte ich die KM  :gunman:

Aber wir sind auf dem richtigen Weg und wenn ich dann sehe, wie das Kind aufblüht und so richtig Kind ist, dann entschädigt das für alle Mühen.  🙂

Danke an alle fürs da sein und wie gesagt, ich versuche auch, Euch wieder öfter zu unterstützen - jetzt hab ich ja auch schon ein bißchen mehr Erfahrung.  😉

lg
vj


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Themenstarter Geschrieben : 10.10.2008 23:01
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Ach ja, bzgl der Klage gegen das JA haben wir leider nix mehr gehört...

lg
vj


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Themenstarter Geschrieben : 10.10.2008 23:02
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo vj,

ich kann eure Gedanken sehr gut nachvollziehen.

Man sieht mit der Zeit Erfolge bezüglich der Kinder und trotzdem kommt zwischendurch eine unglaubliche Wut hoch, wenn man sich vor Augen führen muss, was da ein angeblich erwachsener Mensch ( Km) den Kindern antut.

Wenn ich deine Zeilen lese entdecke ich viele Parallelen bezüglich des Verhaltens der Kleinen.( Verantwortung für die Km übernehmen z.B.)
Ich werde bestimmt in den nächsten Tagen mal in den Blog reinschauen.

Ich wünsche euch alles Gute

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.10.2008 14:54




 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Danke, Tina!

Habe hier in Österreich eine andere Zweitmama kennengelernt, wo die KM des Kindes schwere Alkoholikerin ist und auch da nimmt das Kind die Mutter ständig in Schutz und hat die Rolle des Erwachsenen übernommen.

Das ist ja leider oft der Fall wenn die Eltern / der vorhandene Elternteil nicht fähig sind / ist, ihre / seine Rolle auszufüllen...
Und diese Eltern(teile) sind dann häufig auch noch stolz darauf, dass das Kind ja schon soooo selbstständig ist - auch von der KM unserer Kleinen kamen immer wieder mal solche Meldungen. Ich mußte mir ein paar Mal echt auf die Zunge beißen, um nicht in Gegenwart des Kindes etwas dazu zu sagen.

Aber irgendwann werde ich dieser eingebildeten "Supermami" erzählen, was ich von ihr halte.
Wenn die Kleine dann groß ist, ihren eigenen Weg geht und nicht mehr von Mami abhängig ist, dann wird dieser Frau die Rechnung präsentiert.
Sollte sich Töchterchen jedoch für den Weg der KM entscheiden - es ist uns leider durchaus bewußt, dass auch das passieren könnte - nun dann ist die KM genug damit gestraft, dass die Kleine sehr viel klüger ist als sie und die von der KM gelernten Lügen und Tricks sowie den Egiosmus gegen sie einsetzt, wenn ihr danach ist.

Egal wie, die Menschen die ihren Kindern die Zukunft zerstören werden Gott sei Dank meistens vom Leben selbst dafür bestraft.
Manchmal dauert es leider nur sehr sehr lange...

Ich bin normalerweise kein rachsüchtiger Mensch, aber wenn man zusehen muss, wie jemand einem Kind so wehtut, dann ändert sich vieles.

lg
Eure nachdenkliche
vj


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.10.2008 23:54
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi @ all,

Unsere kleine Prinzessin ist vor ein paar Tagen 11 Jahre alt geworden und zu Ostern werden es 3 Jahre, dass sie bei uns in Österreich lebt.

(Wen es interessiert - hier http://www.vatersein.de/Forum-topic-12823.html ist der Beginn unserer gemeinsamen Geschichte nachzulesen.
Die gesamte Geschichte gibt es ebenfalls bald in anderer Form.)

Ich wollte nun die Gelegenheit nutzen, mal einen kleinen positiven Zwischenbericht abzugeben.

Auf dem Papier existiert noch das GSR, aber alle wichtigen Punkte (ABR, Finanzen, Gesundheit...) wurden auf den KV (meinen LG) Xe übertragen und derzeit läuft hier in Österreicht ein Verfahren, um das gesamte SR auf Xe zu übertragen.
Bzgl. Umgang macht die KM immer wieder mal Stress, weshalb auch der in diesem Verfahren festgelegt werden soll.

Mit dem zuständigen JA haben wir echt unglaubliches Glück und durch den regelmäßigen (von unserer Seite freiwilligen) Kontakt gibt es kaum Schwierigkeiten - die Sachbearbeiterin steht uns mit Rat und Tat zur Seite und ist mit uns voll zufrieden.

Prinzessin entwickelt sich rasant in Richtung Pubertät (HILFE!  :wink:) und hat beinahe alle sozialen Defizite, die sie durch die lange Zeit bei der KM aufgebaut hatte, wieder ausgleichen können.
Ein bißchen was bleibt immer übrig, aber im Wesentlichen ist sie ein ganz normales und wirklich wundervolles Mädchen!
Schule läuft zufriedenstellend und sie hat viele Freunde.
Mit der ganzen Situation geht sie wirklich gut um, sie läßt sich von der KM kaum noch unter Druck setzen, sondern überlegt wirklich, was sie selbst möchte und tut das dann auch.
Therapie ist somit nur noch sporadisch notwendig.

Hin- und wieder hab ich das Gefühl, dass es mir zu viel wird, für ein Kind zu sorgen, das noch dazu eine extrem unberechenbare KM im Gepäck hat, aber dann merke ich, wie die Kleine sich jeden Tag weiterentwickelt und wie gut es ihr geht und dann weiß ich wieder, warum wir das alles getan haben und tun.

Ich wünsche allen, die sich noch in diesem "Krieg" befinden, viel Kraft und dass sie den richtigen Weg, die richtigen Menschen und den richtigen Zeitpunkt finden, um ihren Kindern wirklich helfen zu können!

Und allen, die uns auf unserem Weg begleitet haben und Anteil genomen haben ein RIIIIIIIIEEESENGROSSES DANKE!!!

:dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen:

LG

vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.01.2011 18:10
(@trauriger_papa)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo vj,

ich habe mir eure Geschichte durchgelesen und glaube mir, auch Männern kommen dabei die Tränen 🙁 Ich werde nie verstehen, wie Eltern sowas Ihren Kindern antun können! Kinder sind das wertvollste was wir haben. Aber sie sind nicht unser Eigentum, Kinder gehören nur sich selbst. Wir sollten Ihnen viel Liebe geben, sie nicht erdrücken damit sondern ihnen auch Freiraum geben um sich selbst frei entfalten zu können. Wir sollten immer für Sie da sein um ihnen das Gefühl von Sicherheit zu geben, wir sollten ihnen gute Lehrer sein aber sie nicht immer schulmeistern...

Das, was die KM getan hat, kann ich nicht verstehen, ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, was in ihrem Kopf vor sich geht/gegangen ist.

Es war ein langer Weg für euch drei bis hierher und der Weg ist noch nicht zu Ende gegangen.  Aber ihr, also xe und vj, habt es trotz der Widrigkeiten geschafft, dass Ihr euch nicht verliert. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit!

@vj DU kannst stolz drauf sein, wie deine Partnerin mit der ganzen Situation umgegangen ist. Viele andere Partnerschaften wären daran zerbrochen, aber dann waren das auch keine Partnerschaften auf Augenhöhe!

Euch dreien weiterhin alles Gute für die Zukunft!


AntwortZitat
Geschrieben : 25.01.2011 19:43
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi tp,

andersrum. Xe ist der VAter vj seine Lebensgefährtin  😉


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 25.01.2011 20:24
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

*zusammengeführt*


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 25.01.2011 21:38
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi @ all,

Wieder mal ein kurzes Update:
Das Verfahren hier in Ö bzgl. Übertragung des kompletten SR auf Xe (den KV) und gerichtlicher Festlegung des Umgangs läuft noch immer, da die KM die Fristen immer bis zum letzten Tag ausnutzt und zwischendurch auch mal ein kleines Anwalt-wechsel-Spielchen durchgezogen hat (der Richter war nicht sehr erfreut darüber).
Inhaltlich kam von der KM nicht viel rüber.

Sie verweigert weiterhin (mittlerweile seit Herbst 2010) jedes Gespräch mit Xe und hat auch auf unsere Anfrage, wie sie sich den Umgang zu Ostern vorstellt, nicht reagiert - also gab es keinen Umgang. Wir können Töchterchen schließlich nicht einfach auf gut Glück an irgendeinem Tag ins Flugzeug setzen und hoffen, dass die KM da ist, um sie abzuholen...

Seit ca 7 Wochen verweigert die KM nun auch den Kontakt zu Töchterchen, was für die Kleine natürlich total schlimm ist.
Zu Beginn hat sie sich Sorgen um die KM gemacht ("Was ist, wenn Mama was passiert ist? Was ist, wenn Mama tot ist?") und sogar schon darüber gesprochen, dass sie dann ja ein paar Tage nicht zur Schule gehen kann, wenn sie zum Begräbnis von ihrer Mama muss... (also den Pragmatismus hat sie von ihrem Vater geerbt...)
Dann kam die Phase: "Wenn sie nicht mit mir sprechen will, dann ist mir das egal." und mittlerweile ist sie richtig sauer auf die KM.
Sie hat nämlich vor einigen Tagen mit dem Bruder der KM gesprochen und der hat ihr erzählt, dass es der KM gut geht, aber dass diese wütend auf Xe ist und deshalb nicht mehr ans Handy geht.
Töchterchen findet das verständlicherweise total unfair, dass ihre Mutter nun auch mit ihr nicht mehr spricht, bloß weil sie sauer auf Papa ist.

Tja und gestern dachte ich dann, wir leben in einer vollkommen schrägen Welt - oder eher dass die KM in einer komplett anderen Welt lebt...
Anfang des Monats hatten wir nämlich ein Schreiben an den Anwalt der KM geschickt, mit einem Vorschlag für den Umgang in den Somemrferien - gestern kam die Antwort:
Die KM versteht überhaupt nicht, warum nur begleiteter Umgang gewährt werden soll und auch der Anwalt kann dies aufgrund der bisherigen Korrespondenz nicht nachvollziehen.
Zudem hätten wir der KM den Umgang sowohl zu Weihnachten als auch zu Ostern verweigert und somit erwartet sie, dass das Kind vom ersten bis zum letzten Tag der Sommerferien bei ihr ist. Für den Fall, dass keine fristgerechte Antwort erfolgt, würde der Anwalt seiner Mandantin raten, ihr Umgangsrecht beim Gericht hier in Ö im laufenden Verfahren geltend zu machen.

Also um das zusammenzufassen:
Die KM weigert sich seit Herbst, mit dem KV zu sprechen und spricht auch seit über sieben Wochen nicht mehr mit dem Kind.
Trotzdem besteht sie darauf, dass die Umgänge zu funktionieren haben und verlangt, dass das Kind die kompletten Sommerferien (die hier in Ö neun Wochen dauern) bei ihr zu sein hat.
:question: :question: :question:
Außerdem werden alle Berichte von Jugendamt, Schule und Therapeutin seitens KM und ihren Anwälten konsequent ignoriert und sie gehen mit keinem einzigen Wort auf die dort beschriebenen - kindeswohlgefährdenden - Aktionen der KM ein.
Sie dementieren nichts, begründen nichts, sondern ignorieren die Berichte einfach und glauben, sie kommen damit durch.
Gott sei Dank haben wir einen unglaublich vernünftigen Richter, der die Berichte von den oben genannten Stellen durchaus ernst nimmt und ich hoffe wirklich, dass er der ganzen Geschichte nun endlich ein Ende machen kann.

Parallel habe ich eine Anfrage an die Europa-Beratung ( http://ec.europa.eu/deutschland/service/legal_questions/index_de.htm ) gestellt, was zu tun wäre, wenn die Amtsrichterin in D beschließt, dass deutsches Recht höher steht als EU-Recht und dass das Haager Abkommen sie überhaupt nicht zu interessieren hat (siehe auch http://www.vatersein.de/Forum-topic-21762.html ) - also konkret, wenn bei einem der zukünftigen Urlaube in D trotz eines gültigen österreichischen Urteils (das wir dann hoffentlich schon haben) wieder eine Anordnung auf Herausgabe des Kindes an die KM erlassen wird.
Die Antwort sollte in den nächsten Tagen eintreffen.

Das war's vorerst von mir - hoffe, ich kann mich demnächst mit guten Nachrichten melden.  😉

lg
vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.04.2011 15:37
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

P.S. zu unserer Anfrage an die Europa-Beratung:
Danke nochmal an alle Antworten in dem Thread bzgl. der gerichtlichen Anordnungen und Verfügungen ( http://www.vatersein.de/Forum-topic-21762.html )...
Uns geht es nun vor allem darum, Rechtssicherheit zu erlangen und ich hoffe, dass uns die Europa-Beratung da helfen kann. Eine Schutzschrift werden wir auf jeden Fall auch einreichen und hoffen, dass sie was bewirkt.
Am besten (aber ich glaub, das geschieht nur in meinen Träumen) wär natürlich, wenn die Richterin von höherer Stelle gesagt bekommt, dass sie sich gefälligst an die Gesetzte zu halten hat...

lg
vj


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Themenstarter Geschrieben : 28.04.2011 16:24
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi @ all,

Also die ganze Sache geht in eine durchaus positive Richtung...  🙂

In Ö gibt es bei Familienrechts-streitigkeiten (und ich glaub bei anderen Bereichen auch) keine Anwaltspflicht in der ersten Instanz. Daher hat der Richter auch beratende Funktion für beide Parteien und die Richtlinien für Verfahrenskostenhilfe sind etwas anders, als in D.

Xe ist nun sein eigener Anwalt und hat auch Akteneinsicht und hat somit heute beim Beratungsgespräch erfahren, dass der VKH-Antrag der KM abgelehnt wurde!
Theoretisch kann sie das Verfahren ja auch ohne Anwalt weiterführen - aber aufgrund des psychischen und geistigen Zustands der KM bezweifle ich, dass sie dazu wirklich in der Lage ist... Bisher hat sie nur die (oft recht zweifelhaften und moralisch verwerflichen) Ratschläge ihrer diversen Anwälte und ihrer Mutter befolgt und blind alles unterschrieben, was die ihr vorgesetzt haben. Nun muss sie tatsächlich selbst etwas unternehmen.
Und dazu kommt, dass die Kosten, die bisher entstanden sind, offen bleiben...

Schadenfreude ist ja eigentlich nicht gut, aber wenn dann endlich mal jemand die Rechnung für sein Verhalten präsentiert bekommt (und da meine ich sowohl die KM als auch die Anwälte), dann kommt doch ein bißchen Freude auf...  😉

Zumindest bestätigt das meinen Glauben, dass alles was man tut irgendwann zurückkommt.

Weitere News folgen...

lg
vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.05.2011 16:21
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

... und gleich noch eine gute Nachricht!  🙂

Die Richterin in D hatte bzgl. der einstweiligen Anordnung zu Weihnachten den VKH-Antrag von Xe abgelehnt. Unser Anwalt hat daraufhin eine außerordentliche Beschwerde eingereicht, die zuerst von der Richterin selbst bearbeitet (und natürlich in ihrem eigenen Sinne beantwortet) wurde und dann ans OLG ging.

Und gestern kam die Antwort:
Der Beschwerde als solches wurde zwar leider nicht stattgegeben (die Kosten sind jedoch nicht allzu hoch), aber es findet sich in der Begründung folgender Hinweis an das Amtsgericht: Es wird „mit Blick auf mögliche künftige Eilanträge der Kindesmutter darauf hingewiesen, dass das Amtsgericht xxx für derartige Anträge nicht international zuständig ist, solange sich *Kind* gewöhnlich in Österreich aufhält.“

D.h. es ist genau das eingetreten, was wir gehofft hatten - die Richterin hat klar und deutlich von einer ihr übergeordneten Stelle gesagt bekommen, dass sie nicht zuständig ist!  🙂

Aber irgendwie ist das ganze doch schräg:
Die KM hat die Klage eingereicht, das Amtsgericht hat sie trotz Unzuständigkeit angenommen, Xe mußte sich verteidigen - aber zahlen muss er trotzdem (obwohl sonst immer VKH genehmigt wurde und sein Einkommen sich nicht verändert hat...).
Und das OLG bestätigt, dass das Amtsgericht nicht zuständig war, läßt aber trotzdem keine Beschwerde zu... :knockout:

Naja, was solls.

Wichtig ist, dass das OLG uns bestätigt hat - wenn auch nur in einem Nebensatz.

lg
vj


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 13.05.2011 11:39
 Uli
(@Uli)

Aber irgendwie ist das ganze doch schräg:
Die KM hat die Klage eingereicht, das Amtsgericht hat sie trotz Unzuständigkeit angenommen, Xe mußte sich verteidigen - aber zahlen muss er trotzdem (obwohl sonst immer VKH genehmigt wurde und sein Einkommen sich nicht verändert hat...).
Und das OLG bestätigt, dass das Amtsgericht nicht zuständig war, läßt aber trotzdem keine Beschwerde zu... :knockout:

Bedenke: Du philosophierst hier über dt. Gerichte, da ist das Schräge der Normalzustand!  :phantom:  :rofl2:

Viele liebe Grüße, auch an Xe,
Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 13.05.2011 20:57




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