:laola:
Großartig!!! Ich gratuliere ganz herzlich und wünsche ihr eine tolle Ausbildung!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin vj,
ich freue mich mit.
Gruß
United
:applauskopf: :luxhello: :applauskopf: :luxhello:
Wow.
Gratulation zu eurem Erfolg. Ihr habt zu Dritt jede Menge erreicht. Ihr könnt stolz auf eure Tochter und auch auf euch sein.
Viel Spaß beim entdecken eurer neuen Paarzeit 😉
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo,
das ist doch ein tolles Ergebnis, auf das Ihr alle stolz sein könnt. :thumbup:
Es ist schön, dass sich die Anstrengungen der letzten Jahre ausgezahlt haben!
VG Susi
:3ertralala:
super. Ich drück die Daumen, dass es weiterhin gut läuft.
Sleepy
Na, da klopft euch mal auf die Schulter.
Ihr habt es euch verdient!
Wir sind schon einen Schritt weiter; vor zwei Monaten hat meine Tochter ihre Mutter zum ersten Mal seit 12 zuhause besucht und seit dieser Zeit überhaut zum ersten Mal wieder gesehen. Sie hat von ihr verlangt, ihr die Gründe ihres Verhaltens zu erklären. Die "Mutter" war dazu nicht in der Lage. Nach 1/2 Std, ist meine Tochter ernüchtert aber trotzdem befreit wieder gegangen,
Für uns haben sich alle Probs in Luft aufgelöst. Alle Kids sind aus dem Haus und gehen mehr als gut ihren eigenen Weg.
Manchmal heilt einfach die Zeit die Wunden! 🙂
Hi @ all,
Vielen lieben Dank für die Glückwünsche und das Mitfreuen. 🙂
Natürlich gab es nach diesem schönen Hochgefühl dann am WE auch wieder einen mittelgroßen Streit - aber das ist aus unserer Sicht ziemlich verständlich, weil einfach zu viel zusammengekommen ist - die Freude über das Zeugnis, eine kleinere OP bei Teenie, zu viel umsorgt-werden von uns nach der OP (zu viel Nähe für einen Teenie, der sich eigentlich von den Eltern lösen möchte), der Abschied von den Freunden usw usw usw...
Das Gewitter war heftig, ging aber schnell vorüber und jetzt ist sie erst mal ein paar Tage bei meiner Mutter zum Entspannen. 🙂
Ja, wir sind stolz - auf Teenie und auf uns.
Jetzt noch den Sommer gut über die Bühne bringen (der Gips, den Teenie jetzt nach der OP bis Ende August tragen muss, bringt einiges durcheinander) und dann wird unser Küken tatsächlich flügge.
@Ulli:
Immer wieder, wenn ich die ganze Last der vergangenen Jahre so deutlich spüre, dann denke ich daran, dass es tatsächlich Menschen gibt, die das alles wirklich geschafft haben und dass es wirklich ein "Leben danach" gibt. Was Du immer wieder von eurer Situation erzählst, das macht mir Mut, dass ich die Erschöpfung bald überwinden kann und dass Teenie wirklich eine Chance hat, als selbstständiger und selbstbewußter Mensch aus der ganzen Sache hervorzugehen.
Danke!
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Auch von mir ein Danke @Alle für die Glückwünsche. 🙂
Wenn man so zurückschaut, die Jahre mit Gerichtsverfahren, Gutachten, Auf und Ab, einem Kind mit emotionalen Schmerzen wegen dem Verhalten ihrer Mutter... im Endeffekt war es das wert. Wir haben das Gefühl, einen Teufelskreis durchbrochen zu haben, der einen Erwachsenen produziert hätte, der zwar helle, aber mit ungenutzem Verstand vor sich hingelebt hätte. Der dann im selben SUmpf wie ihre Mutter und ihre Großmutter steckengeblieben wäre.
Auf der anderen Seite merken wir auch, wie leer und tiefentladen unsere Akkus eigentlich sind. Ich schätze, das dauert noch eine Weile, bis sich das Leben wieder einpendelt und der Energiepegel wirder im Plus ist....
LG Xe
...zu früh gefreut...
Teenie hat uns gestern Abend nach dem Abendessen verkündet, dass sie die Schule nicht mehr weitermachen will...................
Sie weiß noch nicht, was sie will, sondern einfach nur weg von der Schule.
Scheinbar gibt es da massive Probleme mit den anderen Teenies und auch den Lehrern und überhaupt ist es nicht das, was sie sie vorgestellt hat.
Gut ist, dass sie aber zumindest sagt, sie möchte eine Lehre machen - also sie will nicht einfach nur zu Hause rumsitzen. Aber was genau das sein soll und wie das ablaufen soll, das weiß sie noch nicht. Sie hat auch irgendwie sehr einfache Vorstellungen davon, wie es in der Arbeit so läuft.
Reden hilft da nix, sie muss es scheinbar am eigenen Leib erfahren.
Sie ist jetzt zumindest noch diese Woche wieder ins Internat gefahren - aber ab nächsten Mo geht sie da nicht mehr hin, sagt sie. Und da blockiert sie mit aller Kraft, die eine 15jährige so aufbringen kann... Und das ist nicht wenig...
Und von wegen "zu Hause":
Sie will auch mit ihrem 17jährigen Freund zusammenziehen, der in ca. 2 Wochen seine eigene Wohnung bekommt...
Wir haben jetzt zwar schon einige Infos einholen können, was nun die ersten Schritte sind (beim Arbeitsmarktservice melden - da gibts eine eigene Stelle für Jugendliche) und haben eine ungefähre Vorstellung, wo sie spontan Praktikumsstellen bekommen könnte, aber ansonsten hängen wir jetzt irgendwie ein wenig in der Luft.
Das ganze trifft uns massiv überraschend, weil sie vorher zwar schon gesagt hat, dass es hier und da mal Probleme gibt, aber dass das so heftig ist, dass sie die Schule schmeißen will, das hatte sie nicht gesagt.
tjo
mit Kindern wird einem so leicht nicht langweilig...
ich hätte aber nix gegen ein bißchen Langeweile einzuwenden...
wär mal was anderes...
erschöpfte grüße
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hallo,
tut mir leid, dass es wieder Probleme gibt.
Welche Rolle spielt denn der Freund in der ganzen Geschichte? Ich könnte mir gut vorstellen, dass das alles nicht nur ihre Idee ist. Die Wahrnehmung wie toll Schule ist, könnte auch davon abhängen.
Kennt ihr den Freund? Was macht er bzw. nicht?
VG Susi
Hi,
Der Freund ist ein ganz Vernünftiger, der auch versucht hat, dass Teenie ihre Ausbildung weiter macht.
Er selbst ist Lehrling und ist auch mit 16 von zu Hause ausgezogen.
Und ja - das spielt sicher mit rein, aber eher in dem Sinne, dass Teenie sehr gerne mit ihm zusammen ist und daher das Internat doppelt blöd ist und es ihr schwerer fällt, die ganze Sache durchzuhalten / die positiven Dinge an der Ausbildung zu sehen.
Wenn sie ihn jeden Tag sehen könnte, dann würde es ihr sicher leichter fallen die Ausbildung weiter zu machen.
Aber da er auch arbeitet, ist das ein weiterer Punkt, wo sie meint, sie kann und will das ja auch...
Aber als Erwachsener sieht man eben die ganzen Probleme, die jetzt auf die Kids zurollen, angefangen von Wohnung sauber halten, Termine wahrnehmen, sich selber organisieren... bis hin zu pünktlich in der Arbeit sein, Geld aufteilen, Arztbesuche..........
Da ist viel Angst dabei, was dem Teenie zustoßen könnte, wenn sie jetzt plötzlich in die "freie Wildbahn" gerät.
Aber wie soll sie es sonst lernen, wenn nicht durch Versuch und Irrtum...?
Das Blöde ist momentan nur: Teenie trifft Entscheidungen und wir als Eltern müssen sie mit tragen / tragen / verantworten / teilweise durchführen / organisieren...
Das ist echt anstrengend...
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Moin,
bei euch wird's ja wirklich nicht langweilig... Was mir dazu einfällt: Wenn eine 15-Jährige die Wahl zwischen Internat und "zum Freund ziehen" hat, ist das Ergebnis vorhersehbar. Beseht denn die Möglichkeit, dass sie auf eine "normale" Schule geht und damit mehr bei ihrem Freund sein kann?
Und: "Darf" eine 15-Jährige so einfach ausziehen? Klar, ihr werdet sie nicht gegen ihren Willen bei euch halten können, aber es gibt ja auch noch die Fürsorgepflicht eurerseits. Ich denke, da ist noch einiges zu besprechen, ich wünsche euch, dass ihr weiterhin sachlich darüber reden könnt!
Servus vj!
Ich weiss, es ist einfacher gesagt als getan, aber ich sehe hier DIE Chance, das Kind zu mehr EigenVerantwortung zu führen.
Klar ist, dass ihr im Rahmen von elterlichen Pflichten sie nicht ohne weiteres ziehen lassen könnt und dürft; auf der anderen Seite scheint der Freund auch relativ vernünftig zu sein, was es Euch evtl. einfacher machen könnte.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es dem Mädel auch reicht, wenn sie zum Feierabend mit Ihrem Liebsten zusammen sein kann, anstatt im Internat rumzuhocken...
Guter Rat ist teuer...ich würde es dennoch probieren wollen, denn sie halten wollen gibt es Recht Krawall.
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hi,
Wenn eine 15-Jährige die Wahl zwischen Internat und "zum Freund ziehen" hat, ist das Ergebnis vorhersehbar. Beseht denn die Möglichkeit, dass sie auf eine "normale" Schule geht und damit mehr bei ihrem Freund sein kann?
Sie hatte ja die Wahl eigentlich nicht.
Sie hat sich riesig auf die Ausbildung und das Internat gefreut und auch ganz intensiv darauf hingearbeitet und wurde auch aufgenommen - und dann hat sie im Frühjahr ihren Freund kennengelernt...
Trotzdem hat sie im Herbst noch gesagt, dass sie die Ausbildung unbedingt machen will, aber das scheint sich in den letzten zwei Monaten geändert zu haben... Was da alles wirklich mit reinspielt, durchschauen wir noch nicht ganz. Aber Fakt ist: sie will nicht mehr zur Schule gehen, sondern arbeiten. Der einzige Kompromiss ist eine Lehre, wo sie teilweise in der Berufsschule ist aber eben auch arbeitet.
Ich weiss, es ist einfacher gesagt als getan, aber ich sehe hier DIE Chance, das Kind zu mehr EigenVerantwortung zu führen.
Das hab ich auch so ungefähr gemeint, als ich geschrieben habe: sie muss durch Versuch und Irrtum lernen.
Ihr irgendwas durch Reden beibringen zu wollen ist bei Teenie (wie wohl bei den meisten Teenagern) ziemlich vergebens. Sie lernt nur auf die harte Tour.
Guter Rat ist teuer...ich würde es dennoch probieren wollen, denn sie halten wollen gibt es Recht Krawall.
Sie halten wollen - das versuchen wir nicht. Denn da hast Du ganz recht, das gibt nur Stress.
Wir können nur versuchen, sie irgendwie halbwegs auf einen guten Weg zu führen - idealerweise ohne dass sie es allzu sehr bemerkt.
Und wir können hoffen, dass sie bei Problemen zu uns oder zu jemand anderem vernünftigen geht, anstatt alles alleine oder mit den falschen Leuten lösen zu wollen.
Da haben wir eben den Vorteil, dass ihr Freund sehr vernünftig ist und gut mit uns klarkommt.
Das Schwierige ist jetzt, dass das alles so plötzlich kommt, dass Xe (der Papa von Teenie) nicht ganz gesund ist - und dass ich eigentlich grade auf dem Weg war, meine eigenen Probleme aufzuarbeiten, mich auf meine Zukunft zu konzentrieren und auf die gemeinsame Zeit mit Xe gefreut habe... und das alles muss ich jetzt wieder hinten anstellen, weil Teenie meint, sie müsse alle Pläne über den Haufen werfen.
Da ist auch eine ganze Menge Frust dabei.
Frust, Angst, Hilflosigkeit... keine gute Mischung für jemanden, der mit Überlastungsdepressionen zu kämpfen hat...
Morgen hab ich ein Gespräch mit meinem Pastor, übermorgen mit meinem Therapeuten, am Freitag startet eine Selbsthilfegruppe (das alles war schon länger im Voraus geplant, bevor diese ganze Sache losgegangen ist) - danach kann ich vielleicht wieder ein wenig optimistischer sein. Aber momentan bin ich einfach nur müde...
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Ach ja:
Und: "Darf" eine 15-Jährige so einfach ausziehen? Klar, ihr werdet sie nicht gegen ihren Willen bei euch halten können, aber es gibt ja auch noch die Fürsorgepflicht eurerseits. Ich denke, da ist noch einiges zu besprechen, ich wünsche euch, dass ihr weiterhin sachlich darüber reden könnt!
Diesbezüglich habe ich schon mit dem JA telefoniert (unsere sehr liebe Sachbearbeiterin geht mit Ende November in den Mutterschutz - ich freu mich für sie, aber für uns is es echt blöd....) und ja, ein Teenie darf von zu Hause ausziehen.
Sachlichkeit ist in dieser Angelegenheit wirklich wichtig. Ich hoffe auch, dass wir das gut schaffen...
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hallo,
vor dem Alltag hätte ich weniger Angst. Natürlich wird hier erst einmal (etwas) Chaos entstehen, aber mit ein bisschen Hilfe und besserer Organisation klappt das nach einer Weile schon. Wenn Kinder und seien sie über 20 ausziehen hat jede Mutter (und bestimmt auch Vater) seine Bedenken, trotzdem klappt es bei den meisten zumindest, was die Sebständigkeit angeht.
Schwieriger ist die emotionale Lage, wie kann denn der 17jährige die 15hährige auffangen, wenn es (vorhersehbar) Probleme gibt?
Ist es denn organisatorisch möglich, dass sie ihren Freund auch unter der Woche trifft? Z.B. eben nur einmal die Woche bei ihm übernachtet und dann von dort zur Ausbildung geht/fährt? Das wäre doch erst einmal ein Anfang.
Am meisten Sorgen macht mir, dass sie die Ausbildung einfach so aufgeben will, ohne zu wissen, was sie will, noch wie es weiter gehen soll.
Worin besteht dann das Problem in der jetzigen Ausbildung?
Sich gegen ihren Wunsch auszusprechen bringt nichts, aber ich würde auf die Bremse treten und Selbständigkeit jetzt einfordern. Du schmeisst die Schule, dann gehst Du zum Arbeitsamt und kümmerst Dich! Und nein, wir machen das nicht, dass ist Deine Bausstelle! Du willst mit Deinem Freund zusammen ziehen? Was brauchst Du denn dafür? Wovon willst Du die Miete, den Strom, ... bezahlen?
Das alles soll kein Hinderungsgrund sein, aber sie soll sich klar machen, dass sie dafür verantwortlich ist und deshalb diese Fragen beantworten muss.
VG Susi
Hi Susi,
Du fasst es wirklich sehr gut zusammen...
Wie belastbar ist der Freund? Wie belastbar ist die Beziehung?
So eine junge Liebe kann ein Leben lang halten oder nach ein paar Wochen zusammenwohnen schon wieder vorbei sein...
Ich denke, wir werden es zu Beginn so machen, dass sie teilweise bei ihm ist, aber teilweise auch bei uns (meinetwegen auch mit ihm gemeinsam)
So können die zwei sich langsam aneinander gewöhnen und haben auch mal Abstand und Pause voneinander.
Die Probleme, die Teenie bei der aktuellen Ausbildung hat, sind vielfältig:
- die "bescheuerten" KlassenkollegInnen, speziell eine, die massiv Ärger macht
- die LehrerInnen, die sich zu wenig kümmern
- das Lernen, das zu theoretisch und zu viel ist
- dass sie kein "eigenes" Geld bekommt, sondern nur Taschengeld und viel selbstständiger sein möchte
- dass sie im Internat keine Privatsphäre hat
...
Alles Dinge, die man - hätte sie die etwas früher angesprochen - vielleicht hätte lösen können.
Aber jetzt ist alles schon so verfahren und sie hat sich so in dieser Entscheidung "festgebissen", dass da nichts mehr zu machen ist.
Das Einfordern von Selbstständigkeit machen wir, aber momentan kommen da alle möglichen Lippenbekenntnisse - "Ja, das werde ich machen", von denen sich erst mit der Zeit zeigen wird, wie viel sie wert sind.
Wir müssen jetzt das Gleichgewicht finden zwischen "Teenie unterstützen" (also unserer Fürsorgepflicht nachgehen) und "sie ihre eigenen Fehler machen lassen".
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hi,
Hab bemerkt, dass ich diesen Thread noch nicht upgedated hab... 🙂
Die erste Woche nachdem Teenie uns ihre Pläne eröffnet hat, hatte ich durchgehend das Gefühl, im falschen Film zu sein.
Dann hab ich den Sonntag (als ersten Tag der Woche 😉 ) mit einem Gespräch mit unserem Pastor und seiner Frau begonnen, was zu einem weiteren Gespräch am Di mit einem Ehepaar aus der Gemeinde geführt hat.
Am Mi hatte ich dann tagsüber ein Resilienztraining von der Arbeit aus (das schon Wochen zuvor geplant gewesen war), am Abend Bibelkreis, am Do den 2. Teil des Trainings und dann abends wieder ein Gespräch mit dem Pastor - und danach ging es mir so richtig gut. 🙂
Mein Enschluss aus dieser Woche "Intensiv-Therapie der besonderen Art":
Ich werde mich in Gelassenheit üben, meine persönliche Entwicklung und meine Zukunftspläne weiter verfolgen und auf meine Freiräume achten.
Denn so kann ich stark und stabil sein, wenn Teenie Unterstützung braucht und bin ihr auch ein gutes Vorbild.
Wenn ich mich jetzt wieder vollkommen für sie aufopfern würde und mich 100%ig in diese Sache einbringen würde, dabei alles andere zurückstelle, dann hätte ich als Konsequenz, dass ich erneut ausbrenne und Teenie kein bißchen selbstständiger wird.
Außerdem würde ich ihr dann diesen falschen Weg vorleben und sie würde ihn dann vielleicht auch selber in ihrem Erwachsenenleben forsetzen (obwohl sie deutlich selbstbewusster ist als ich, also irgendwas müssen wir auch richtig gemacht haben...)
Also: Souveränität; Gelassenheit; im Hintergrund da sein - aber so dass sie weiß, dass ich da bin und dass sie jederzeit zu mir kommen kann; und zusehen, wie sie flügge wird...
Jedes Mal, wenn sie irgendwo anrennt oder auf dem Boden aufschlägt (und das ist leider unvermeidlich), wird es mir wehtun - aber wenn ich vor lauter Mitleid auch daran zerbreche, dann kann ich ihr nicht helfen, sich wieder aufzurichten.
Theoretisch war mir schon klar, dass diese Erkenntnis korrekt ist, aber nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema bin ich nun auch fähig, sie zu spüren und bereit, sie umzusetzen.
Es ist nicht einfach, mein gewohntes und jahrelang erlerntes Verhalten der Aufopferung jetzt nicht weiterzuführen und ich werde sicher noch mehrmals in die alten Muster zurückfallen.
Aber ich möchte dranbleiben und weiter diesen neuen Weg gehen.
Bzgl. Zusammenwohnen der beiden Teenies hat sich auch etwas getan:
nachdem ich mit unserem Teenie ein wirklich gutes Gespräch beim Spazieren gehen geführt habe, hat sich das jetzt etwas gewandelt und die beiden bezeichnen es als "Probewohnen" und "mal ausprobieren, wie das ist".
Teenie sagte - und da wurde mir ganz warm ums Herz - "Wir wollen so eine Beziehung führen, wie Du und Papa. Ihr seid unsere Vorbilder" und "Ich weiß, dass ich immer nach Hause kommen und da schlafen kann"
Klingt gut, oder? 🙂 🙂 🙂
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Ach ja und beruflich:
Sie hatte schon einen Schnuppertag in der Buchhandlung meines Bruders, beginnt aber jetzt erst mal am Mo ein zweiwöchiges unbezahltes Praktikum in einem Kindergarten und möchte danach im Tierheim arbeiten, bevor sie dann nochmal längere Zeit in der Buchhandlung sein möchte, ev. auch mal in einem Supermarkt, Schuhgeschäft, Bäckerei...
Wir geben ihr jetzt die Zeit, sich umzusehen und in einige Berufe reinzuschnuppern - danach muss sie entscheiden, in welche Richtung sie weitermachen möchte.
Hoffe, das sie weiterhin motiviert bleibt.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hallo vj,
der Freund meiner Großen hatte im Frühjahr überlegt von seiner Heimatregion in unsere zu ziehen. Er ist 11. Klasse und muss noch bis einschließlich 13. Seinen Zweig Assistent Informationstechnik mit Abi gibt es auch hier. Die Schule hätte ihn auch genommen, aber er hätte die 11. wiederholen müssen.
Dann habe ich ihm auflgelistet, dass er dann einen Nebenjob benötigt, habe klargestellt, dass er nicht das Tischtuch zwischen sich und seinen Eltern zerschneiden soll.
Habe ihm zwar Hilfestellung gegeben, aber mehr auch nicht.
Das, woran es dann vordergründig gescheitert ist, war das WG-Zimmer. Seine Eltern waren nicht bereit eine Mietbürgschaft zu unterschreiben und ein wenig Bedenken hatte er auch wohl vor dem Umzug. Als ich ihm dann gesagt, habe dass er auch nicht übergangsweise bei uns wohnen könne, da meine Große ja ein FSJ mit 95 % Spätdienst (13:00-21:00 Uhr) hat und er normale Schulzeiten hätte das auch gar nicht funktioniert.
Damit war das Thema durch und er ist noch in seiner Heimratregion.
Witzigerweise haben auch alle seine Freunde - und meine Große - genau wie ich erklärt, dass das Schwachsinn ist.
Aber gut, er musste die Erfahrung machen.
Vermutlich muss das euer Teenie jetzt auch. Ist zwar etwas früh, aber sie hat ja auch schon viel mitgemacht.
Sophie
