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Wie fuktioniert ein Leben danach?

 
(@nielson)
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Juhu...ich habe Euch hier gefunden und nachdem ich monatelang vor mich hin vegetiert bin, habe ich durch Euch wieder ein wenig Mut. Ich bin nicht allein, kann mich austauschen und finde Gehör. Und deshalb möchte ich mich mit meiner Geschichte vorstellen.

Niels ist mein Name und bin 36 Jahre "alt". Ich bin freiberuflich tätig und als Student im Moment beurlaubt.

Ich lernte meine Ex vor rund 12 Jahren kennen. Sie war damals sehr an mir interessiert, aber sie ging mir zu flott vor und deshalb endeten zwei Ihrer Versuche vergeblich und ich hielt von Ihr Abstand, um nicht wieder in diese Situation zu geraten. Ich fand sie klasse, denn sie war 'ne verrückte Nudel, aber eben nur freundschaftlich. Wir habe über Jahre hinweg sporalisch mal telefoniert und uns auch mal getroffen, aber uns doch aus den Augen verloren.

Vor 5 Jahren dann trafen wir uns wieder und die Sache verlief ähnlich, doch ich war auch neugierig und so hatten wir über 1/2 Jahr eine Affäre. So langsam wurde es für mich ernst und als ich ihr dann sagte, dass es nun passiert, dass ich mich in sie verliebe, war ihr das vorerst zu nah. Einige Wochen später wollte sie es jetzt wagen und ab da waren wir ein Paar. Fast zeitgleich gestand sie mir dann sie sei schwanger und ich war überglücklich.
Da sie kein Kind vor Traurigkeit war überkam mich in weiteren Verlauf ein schlechtes Gefühl und als ich dann durch Zufall herausfand, dass sie mir fremdgegangen sein musste, stellte ich sie zur Rede und und sie zerbrach in Tränen und tausend Liebes- und Treueschwüren. Ich fühlte mich Ihr sehr verbunden und freute mich über meine Stärke ihr da verzeihen zu können. Wir wagten den Schritt zu einer Familie.

Wir zogen aus nahe liegenden Städten in eine verträumte Kleinstadt, waren zunächst zusammen mit ihrem damals 6 jährigen Sohn zu dritt und kurz darauf zu viert. Meine freiberufliche Arbeit, das Studium und ein Nebenjob zwangen mich dann selten zu Hause zu sein. Die verbleibende Zeit wollte ich dann für uns da sein, hab mich ganz in unserer Gemeinschaft verloren und meinen damaligen Freundeskreis größtenteils aus den Augen verloren.

Und schon begannen die Probleme. Das ich Schulden hatte, sagte ich ihr damit nicht, weil ich das für mich lösen wollte und sie davor schützen wollte. Das führte natürlich dazu, dass mein finanzieller Teil recht spärlich ausfiel. Ein Urlaub war nicht drin. Nach gewisser Zeit hatten wir dann ein Kommunikationsproblem. Die Dinge, die sie bedrückte konnte sie nicht ansprechen und so kam es 1 1/2 Jahre nach Geburt meiner Tochter zum großen Krach. Sie sehe die Zukunft nur noch allein mit den Kindern und ich zog für 4 Wochen zu Freunden. In der Zeit haben wir uns oft zusammengesetzt und über uns, unsere Wünsche, Enttäuschungen und Erfahrungen gesprochen. In dieser Zeit erfuhr ich dann, dass sie sich kurz nach der Geburt mit dem Fremdgänger in unserer Wohnung getroffen hatte, aber nichts passiert sei. Auch hatte sie in der Zeit kurz vor unserem Krach versucht mit ihm zusammen heimlich einen Gentest anzuleiern, um heraus zu finden, wer nun Vater des Kindes sei. Da er aber Angst vor der Reaktion seiner Frau hatte, wenn sich herausstellen würde, dass er Vater sei, meldete er sich aber nicht bei ihr. Ich hab dann das Zepter selbst in die Hand genommen und ihn angerufen und aufgefordert, es meiner jetzigen Ex selbst zu sagen. Somit kümmerte ich mich dann um den Test und es stellte sich heraus, was ich nie bezweifelt hatte. Ich war der Vater. Nach 3 Monaten war der Spuk vorbei und wir liebten uns wieder.

Das lief dann auch monatelang ganz gut, bis ich bemerkte, irgendwas ist komisch. Da ich aber mit meiner Paranoja nicht die Pferde scheu machen wollte, beschloss ich mein zweifelhaftes Vertrauen aufzupolieren.

Da die Mutterzeit sich langsam dem Ende näherte, war sie natürlich wieder gewillt in Arbeit zu kommen. Da ich mein Studium auf Eis legte, konnte sie nun was für sich tun. Sie begann eine berufsbegleitende Ausbildung als Erlebnispädagogin. Sie war nun häufig mal ein WE weg oder auch mal eine Woche. Als sie dann die Möglichkeit hatte eine Verrtreungstelle in der Einrichtug zu bekommen, in der sie sich von vornherein gewünscht hatte, fand ich das klasse und da ich nicht jeden Tag unterwegs war, konnte ich so für die kids da sein. Nur verschlechterte sich unsere private Situation immer mehr. Sie wirkte völlig erschöpft, wurde immer verschlossener und ich kam immer schlechter an sie ran. Ich glaubte es läge an der angespanten Situation in ihrem team und wollte sie zu Hause nicht noch mehr belasten.

Um es hier jetzt nicht in die Länge zu ziehen....war das Ende vom Lied, dass sie kurz nachdem sie die Stelle sicher hatte mir mitteilte, sie wolle sich von mir trennen. Ihr sei es wie Schuppen von den Augen gefallen, dass sie mich nicht liebte.
Eine Diskussion zu führen, um die Ursachen zu erforschen, war kaum möglich. Sie hatte sich im Vorfeld ein paar Standardsätze einfallen lassen, die sie hier und da mal einbringen konnte und das war es dann. Besprochen wurde das ganze schon im Vorfeld mit anderen personen. Mir wurde letztendlich nur das Resultat mitgeteilt.  :knockout:

Ich versuchte ihr meine Gefühle der letzten Zeit mitzuteilen und mein Handeln zu erklären. An manchen Stellen brach sie dann in Tränen aus, aber es half nichts, ich konnte mich ihr nicht verständlich machen. Es folgten dann Bekenntnisse, wie ich sei ein sehr wichtiger Mensch in Ihrem Leben, und wir wären ja auch immernoch eine Familie, nur nicht so als Paar. Wir hätten eine gemeinsame Aufgabe und müssten uns gegenseitig unter die Arme greifen. Sie wolle mir keine Steine in den Weg legen und deshalb könnten wir das mit dem Unterhalt unter uns regeln. Sie wolle auch erstmal keinen haben, damit ich dann nun wieder selbst auf die Beine kommen könne.

Das passierte im November 06. Seitdem hat sich an ihrem Verhalten einiges geändert. Wir gerieten in der darauffolgenden Zeit heftiger aneinander und sie hat das volle Programm, was sie als Mutter rechtlich auf Ihrer Seite hat gegen mich ausgespielt. Um mich zu einem schnelleren Ausziehen zu bewegen, hat sie mit den Kindern die Wohnung verlassen und von aussen Druck gemacht, ich werde meine Tochter erst dann sehen, wenn das Problem beseitigt wäre.
Gespräche waren dann nicht mehr möglich. Aus sicherer Distanz hat sich mit ihrem Spot dan nicht mehrhintr dem berg gehalten. Jedes Wort wurde mir im Mund umgedreht, und ich suchte dann Rat bei einer Beratungsstelle. Dort haben wir uns dann getroffen. Nachdem ich dann vorerst bei Freunden untergekommen bin, hielt sie weiterhin die Hand über unsere Tochter. Vorerst durfte ich sie sehen, aber sperrte sich dann mit der Begründung, dass sie es nicht mehr wolle, weil sie ihr das Vertrauen fehle.

Im Endeffekt beschloss ich dann, um nahe bei meinem Kind zu sein, eben nicht wieder in die Stadt zurück zu ziehen, sondern im Ort zu bleiben. Ab da verbesserte sich dann die Situation. Ich konnte meine Tochter alle 14 Tage von Do.-So. zu mir nehmen. In der Freiwoche dann den Donnerstagnachmittag und da sie mit ihrem Sohn jeden Dienstag in heilpädagogische Behandlung ging auch dienstagnachmittags. Bei einem Elternabend kunktionierte es auch, dass ich in der früheren gemeinsamen Wohnung auf beide aufgepasst habe und wir uns danach auch noch über 1 Stunde gelöst unterhalten konnten, gemeinsame Sperrmüllbeseitigung etc. Ich glaubte an eine entspannte Entwicklung.
Jetzt hatte ich unsere Tochter in den letzten Ferientagen bei mir und am letzten Tag, bevor sie ihren Urlaub mit den Kindern hat, flattert nun die Beistandsschaft des JA bei mir ein. Da ich mich sowiese schon vorher mit ihr verabredet hatte um über unser Kind zu reden, da es nach dem nun durchgängigen Nuckeln auch angefangen hat jede Nacht in Bett zu machen, stellte ich sie dann zur Rede, warum sie das so auf diesem Weg durchgezogen hat und nicht wenigstens mal mit mir gesprochen habe, begann sie sofort laut zu werden und mich zu beschimpfen, was ich den geglaubt hätte. Und schon sind wir wieder in der sich endlos drehenden Spirale der Beschuldigungen gefangen. Ich finde einfach keine Möglichkeit normal mit ihr zu reden, ohne dass ich persönlich angegriffen werde und sie laut wird. Es ist wie ein Schauspiel, weil ich keine vernünftige Reaktion erwarten kann. Gestern hatte ich sie am Telefon und habe sie wegen der Situation unserer Tochter gefragt und sie flippte sofort aus, fing an rumzuschreien, und das eben vor den Kindern. Die wissen nicht, dass ich am anderen Ende ruhig geblieben bin. Ich habe das Gespräch dann zügig beendet.

Viele Schicksale hier im Forum sind so dramatisch, dass meine Geschichte möglicherweise nicht wild klingt. Doch für mich bewege ich mich in einer verückten Wirklichkeit. Ich weiss nicht mehr, was ich glauben soll. Ich habe ihr stets versucht mitzuteilen, was es für mich bedeutet und dass ich daran interssiert bin, dass es uns gut geht. Doch, sobald sie merkt, dass es mir besser geht, haut sie mir einen Knüppel zwischen die Beine. Langsam und schleichend bricht sie ein Wort nach dem anderen. Hätte sie beim Aussprechen der trennung Klartext geredet, dann hätte ich bescheid gewußt und ich wäre heute darüber weg und froh darüber. Und nun knallt sie mir wieder um die Ohren sie sei so super großzügig im Umgang mit mir und meiner Tochter. Das das aber geben und nehmen ist, sie sich dafür auch freie Zeit schafft, übersieht sie dabei ganz gelassen. Ich weiss nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen kann.

Da ich im Gegensatz  ihr im Ort keine Kontakte geknüpft habe, fühle ich mich isoliert und das ght mir immer mehr an die Nieren. Ich will auch noch loswerden, dass sie in dem Kindergarten arbeitet, inden unsere Tochter geht. Es ist eine Waldorfeinrichtung und hat nur ein 4er Team (2 je Gruppe). Nun ist ihre vertraute Freundin (mit der sie unsere Beziehung hinter meinem Rücken besprochen hat und die lange vor mir von der geplanten Trennung wußte), nicht nur Leiterin sondern Erzieherin meiner Tochter. Da muss ich jetzt ja wohl nichts zu sagen. Ich wäre so gern ein guter Vater für mein Kind, aber bald halte ich den ganze Druck, die Lügen und die Verschleierungen nicht mehr aus.

Nachdem sie mich gestern beschimpft und beleidigt hat, ruft sie heute wieder mit einer Engelsstimme an, als wäre nichts gewesen, erzählt mir, ohne dass ich nachfrage, was sie sich für den Urlaub alles vorgenommen hat unso weiter und wünscht mir ne schöne Woche. "Ja...klar, freue mich schon auf den Weg zum JA" hab ich dann gedacht, aber natürlich nicht gesagt.

Puhhhh....jetzt gehts mir schon ein wenig besser!

Ahoi! Niels


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 07.07.2007 00:29
(@hamburger jung)

Hi Niels und herzlich willkommen hier  :),

Viele Schicksale hier im Forum sind so dramatisch, dass meine Geschichte möglicherweise nicht wild klingt.

Schlimmer gehts immer, aber ich glaube Dir ohne weiteres, dass Dich das sehr belastet.

Dein Hauptproblem ist glaube ich dieses

Die verbleibende Zeit wollte ich dann für uns da sein, hab mich ganz in unserer Gemeinschaft verloren und meinen damaligen Freundeskreis größtenteils aus den Augen verloren.

und dieses

Da ich im Gegensatz  ihr im Ort keine Kontakte geknüpft habe, fühle ich mich isoliert

Genau die gleichen Fehler habe ich auch gemacht, zum Glück habe ich wieder eine wunderbare Lgin, einen neuen "besten Freund" und mehrere gute Bekannte gefunden. Versuche, Kontakte zu knüpfen und Dir ein neues Leben aufzubauen. Nichts ist schlimmer, als wenn Dein einziger Umgaang mit anderen der mit Deiner Ex ist, da verblödest Du irgendwann. Und glaubst, was sie erzählt, denn Du hast auf die Art keinen Gegenpol.

Den Kontakt und die Gespräche mit Ex würde ich auf das für den Umgang nötigste beschränken, die Idee mit der Familie war ja wohl ein satter Schuss in den Ofen...

Ich drück Dir die Daumen, dass Du es schaffst, wieder ein bisschen aus Deinem Trott rauszukommen und von vorne anzufangen.

Hast Du Deine Schulden denn inzwischen abgebaut?


AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2007 09:03
(@nielson)
Schon was gesagt Registriert

Ich habe den Fehler gemacht, mir hier im Ort eine Wohnung zu suchen, weil sie mir am Anfang der Trennung sagte, es wäre so schön für unser Kind, wenn Papa in der Nähe sei. Jetzt weiss ich, dass es prima für sie war, wenn sie mal eben anfufen konnte und ich als Aufpasser fungieren konnte. War ja schön, die Kleine auch mal ausser der Reihe zu sehen.

Für mich ist durch die Zeit unserer Beziehung nur Zeit vergangen. Während sie sich eine Perspektive geschaffen hat, bin ich nur älter geworden. Ich sehe da ganz klar meine Defizite, doch ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Hab mich zu sehr auf unsere Gemeinschaft verlassen. Und während sie mir freundlich gegenüber sitzt und mich in entspannte Gespräche verwickelt, überlegt sie sich, wie sie mir aus dem Gesagten einen Strick drehen kann.

Sie hat mal gesagt, dass sie ein "Problem mit Männer habe". Was das für sie bedeutet, weiss ich nun.

Es ist richtig, dass neue Kontakte jetztt wichtig sind, aber in meiner derzeitigen Situation bin ich überhaupt nicht gesellschaftsfähig.

Und ja, sicher habe ich ein wenigh von meinen Lasten reduzieren können. Aber da ist noch jede Menge übrig und das wird wohl durch den Unterhalt, den ich nun zahlen muss eher mehr.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2007 15:43
(@hamburger jung)

Aber da ist noch jede Menge übrig und das wird wohl durch den Unterhalt, den ich nun zahlen muss eher mehr.

Mooooment, da es sich um Schulden handelt, die schon während Eurer Beziehung bestanden, würde ich mal prüfn, ob sie unterhaltsmäßig anrechnbar sind!


AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2007 19:42
(@nielson)
Schon was gesagt Registriert

Das kann ich mir nicht vorstellen. Das sind Schulden, die ich mit in die Beziehung gebracht habe und es sind aus unserer Beziehung keine neuen entstanden. Ausserdem bin ich ja nur meinem Kind unterhaltspflichtig, nicht der KM.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2007 20:45