Trennung was hängt ...
 
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Trennung was hängt da dran wenn alles 50/50 ist??

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(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo liebe Väter!! ??

Ich erlebe das erste Mal im Leben eine Trennungsgeschichte mit großem Ausmaß und könnte einige Tipps gebrauchen.
Hier erst einmal einige Infos zu meiner Geschichte (grob angeschnitten):

Lebe mit Partnerin (nicht verheiratet) und einem Sohn 11 Jahre alt in einem Haus welches wir uns vor 2 Jahren gekauft haben. (Grundbuch beide mit 50 %)
Wir haben für unseren Sohn das gemeinsame Sorgerecht und meine Partnerin hat mir vor 5 Wochen mitgeteilt, das sie sich von mir trennen möchte, weil sie ihren Traummann gefunden hat.
Was das sexuelle in unserer Partnerschaft angeht war es lau und so muß man sagen aus Liebe ist über die Jahre Freundschaft geworden. Ich bin slbst fett mit dran schuld und möchte grundsätzlich auch keinen Krieg.
Das Problem ist natürlich das meine Partnerin mir deutlich gesagt hat, das sie sich ohne den neuen Lover nicht von mir getrennt hätte, weil es ihr auch rundherum ganz gut ging. (bis auf Liebe zu wenig)
Nun hat sie den neuen Partner schon 2 mal aufgesucht und wir sind erstr heute Abend soweit das wir es unserem Kind sagen.
Ich empfinde das Besuchen des neuen (400 km weit weg) als ziemliche Demütigung, wobei auch die Frage mit dem Kind dann von ihr ganz kurzfristig über ihre Eltern abgewiegelt wird. (Wochenende dahin weil ich samstags arbeiten muß)
Bei diesen Entscheidungen habe ich keine Chance Einfluss zu nehmen weil ich von einen auf den andren Tag gar nicht frei bekomme.
Aber gut, sie möchte auf jeden Fall das ich so schnell wie möglich ausziehe und sie und das Kind allein in unserem gemeinsamen Haus lasse.
Das bringt mich ziemlich auf die Palme denn ich ´habe doch kein Interresse an einer anderen Frau, sondern sie an einen anderen Mann.
Ich liebe meinen Jungen über alles und er wird sich mit Sicherheit nicht deutlich für die Mutter entscheiden wenn die Frage kommt wo er bleiben möchte.
Also warum soll ich meinem Sohn symbolisch zeigen, das ich gehe. Nee das mach ich nicht freiwillig.
Ich habe ihr vorgeschlagen, das sie sich ja ne Wohnung in der Nähe nehmen kann um dann soviel mit ihrem neuen zu ..... wie sie es mag. Nur nicht in unserem gemeinsamen Haus.
Ich leide unter dem Verlust meiner Partnerin, aber meinen Sohn auch noch hergeben?? Sch.... das übersteh ich nicht.

Was würdet Ihr mir raten???  freiwillig ausziehen damit Ruhe reinkommt?? kämpfen bis zum Umfallen um meinen Sohn?? (ich denke das werde ich sowieso tun)

Vielen Dank schon im Vorraus

schmerzlassnach


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 21.11.2009 18:12
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

Du hast den Kern des Ganzen schon erkannt: Es gibt keine Veranlassung für Dich, das Feld zu räumen. Es geht zwar nicht um Schuldfragen - aber auch nicht darum, dass Du das kurze Ende der Wurst nehmen musst, nur weil Deine Partnerin ihr Leben auf neue Füsse stellen möchte. Und da Euer Sohn mit 11 Jahren garantiert nicht mehr gestillt werden muss, gibt es nichts, was Du nicht auch könntest.

Viel entscheidender für die Zukunft ist vielmehr: Wie war die partnerschaftliche Rollenverteilung bisher? Seid Ihr beide erwerbstätig - und wenn ja, in welchem Umfang und mit welchem finanziellen Output? Eine wichtige Rolle spielt auch: Was will Euer Sohn? Und: Könntest Du das Haus allein übernehmen und Deine Demnächst-Ex auf einmal oder in Raten auszahlen?

In jedem Fall gilt: Wenn Du ausziehst, gibst Du ohne Not eine starke Position auf und wirst zum Bittsteller - in jeder Hinsicht. Also: Bleib wo Du bist. Und gib uns noch ein paar Detail-Infos.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 21.11.2009 18:28
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Schmerzvoller,

du siehst es völlig richtig, dass du keinen Grund hast, auszuziehen.

Du willst ja nicht gehen.
Wenn sie gehen will, soll sie es tun.
Die Chancen, dass euer Sohn bei dir bleibt, sind nicht soo schlecht, wenn er selbst es will.

In diesem Alter hat er im Zweifelsfall schon ein gewichtige Wörtchen mit zu reden.

Frage sie doch mal, warum du gehen solltest und nicht sie, bzw. sage ihr deutlich, dass du nicht die Absicht hast, zu gehen.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 21.11.2009 18:36
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hi Beppo!

Also ich will Dir dazu mal ne ganz ehrliche Antwort geben. Es ist doch in solch einer Entscheidung ganz klar so, das ich es auch nicht will das unser Junge ohne Mutter aufwächst. (das tut mir natürlich auch weh)
Wenn es aber darum geht das mir alles Bedeutende genommen werden soll, muß ich zur Not auch diesen Weg gehen und sie bitten zu gehen, denn sie nimmt ja auch keine Rücksicht.

Wie das Kind entscheidet ist sehr sehr schwierig. Ich habe sehr viel Zeit mit unserem Jungen verbracht und sämtliche !!!!! Freizeitaktivitäten mit ihm unternommen.
Jetzt sagt sie dazu, ads sie ja nie Zeit hatte mitzumachen weil Haushalt und so auch gemacht werden mußten.

Ich bin da ganz ehrlich: mir grauts davor auszuziehen und nur wenige Wochen später mit ansehen zu müßen, das der "Neue" hier in meinem Haus aufschlägt.
Und das ohne den geringsten Aufwand!!!
Aber den Gedanken muß ich beiseite lassen, sonst mache ich mit zuviel Gedanken um ungelegte Eier und ich hab so schon genug mit meinem Kopf zu tun.

Seit 5 Wochen schlafe ich sch.... und habe bereits 6 Kilo abgenommen. Ihr gehts aber auch dreckig seitdem ich gesagt habe, das ich nicht gehe sondern dann ggf. den Sohn hier allein erziehe.

Aber ich bin sehr skeptisch bei der heutigen Rechtssprechung!!!

CU

schmerzlassnach


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.11.2009 18:49
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Sorry!!

Ich habe noch vergessen zu erzählen das er gerade auf die Realschule gekommen ist und enorme Problem in den Hauptfächern hat. Mathe,Englisch, Deutsch nahe oder voll auf 5.

Und er hat vor 4 Wochen angefangen im Haus zu kokeln und steht kurz vor der Pubertät.

Das alles macht mir große Sorgen, aber an ihr prallt ads ganze ab mit dem Kommentar "Ich schaff das schon".

CU

schmerzlassnach


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.11.2009 18:52
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Du schaffst das auch!

Die Geschichte muss einfach vom Kopf auf die Füsse.

Sie will gehen, dann muss sie auch die Konsequenzen tragen.
Wenn sie das nicht will, soll sie eben nicht gehen.
Oder zumindest nicht weit.

Die selbstverständliche Annahme, dass sie Haus und Kind behalten will, zeigt dir schon, wie wenig sie gewillt ist auf dich Rücksicht zu nehmen.

Erst wenn du ihr klar machst, dass auch ihr Leben kein Selbstbedienungsladen ist, erreichst du wieder Augenhöhe und Respekt.

Damit wird erst der Boden für vernünftige Lösungen, wie zum Beispiel das Wechselmodell bereitet.

Also ziehe auf keinen Fall aus!

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
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AntwortZitat
Geschrieben : 21.11.2009 18:59
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo Daddys!

Also gestern war nun der Moment es dem Jungen zu sagen und es war mal wieder ziemlich grausam. Er hat es natürlich nicht akzeptiert und hat in meinen Armen mit mir zusammen bitterlich geweint. Meiner Partnerin hat das ganze sicher auch weh getan aber sie hat sich wohl zusammengerissen und keine Träne verdrückt. Leider konnte ich mich nicht so ganz an die Regeln für solche Momente halten und ich versprach meinem Sohn immer bei ihm zu bleiben und ihn nicht aufzugeben. Das mußte aber sein, denn es tat zu doll weh. Nach einer halben Stunde hat er sich wieder gefangen und wir gingen erst einmal eine halbe Stunde spazieren um auf andere Gedanken zu kommen. Das ist bei ihm auch gelungen, bei mir weniger, da er ja gar nicht mitbekommen hat, das der "andere" der eigentliche Auslöser der Problematik ist. Der Abend war natürlich gelaufen und heute habe ich ihn mir geschnappt und wir waren Eis essen und auf dem Abenteuerspielplatz. Natürlich wäre es für alle schön gewesen solche Momente zu dritt zu erleben, aber das war leider auch "vorher" schon so das sie keine großen Interressen an Freizeit hatte und uns machen ließ. Mich haben die letzten 5 Wochen sehr geschlaucht und ich bin jeden Tag Müde, aber ich muß da durch und um meinen Sohn kämpfen und darf mich nicht hängen lassen, denn sonst könnte er evtl. sogar mit einem Abschied von mir leben. Der einzige Kommentar der gestern für mich beeindruckend war, war die Aussage meines Sohnes nach Verkündigung der neuen Liebschaft von ihr: "Das sit total gemein, dann bleib ich auf jeden Fall bei Papa."
Heute ist zwischen mir und ihr totales schweigen angesagt. Sie liegt im Bett und grübelt und liest weiterhin Bücher in denen sie ganz deutlich in Richtung "Trennung--neues Leben--neue Chance usw." getrieben wird.
Ich werde bei den nächsten Gesprächen wieder voll hinter meienm Standpunkt stehen, das ich den Jungen und das Haus nicht verlassen werde. Ich denke dann wird sie mir mit dem Anwalt drohen und sich beraten lassen. Aber damit rechne ich sowieso.
So das ist erst einmal das Neueste von meiner Geschichte.
Würde mich über Kommentare freuen, Euch einen schönen Sonntag.

schmerzlassnach

P.S. Weihnachten das Fest der Freude!! Naja  :thumbdown:


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.11.2009 18:54
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Solange du dich nicht aus dem Haus treiben lässt, kann der RA dir kaum was tun.

Eine der Absurditäten des Familienunrechts ist, dass der Gewinnt, der Fakten schafft.

Die größte Gefahr für dich, wenn sie sich erst mal Rat bei erfahrenen Trennungstreiben holt, ist, dass sie dir einfach deine Sachen vor die Tür stellt und die Schlösser austauscht oder sich einen Kratzer ins Gesicht macht, dass Fenster aufmacht und Zeter und Mordio schreit.

Dann kommen ganz schnell die Förster und helfen ihr, dich aus dem Wald zu tragen.
Dann hast du verloren.
Im Gegenzug hättest du die besten Chancen, wenn du ihr die Sachen auf den Hof stellen würdest.
(Zeter und Mordio kannst du dir allerdings sparen. Das hilft bei Männern nicht!)

Nur das muss man erstmal bringen. Vor Allem Sohni würde das kaum mit machen.

Die Frage bleibt, wie du rechtzeitig erkennst, dass sie dich raus setzen will und was tut man dagegen.
darauf gibt es bisher leider keine Antwort.

Ich würde, halte dich an Sohni. Schaffe Nähe zu ihm. Sage ihm, dass er nicht ausziehen muss, wenn er das nicht will.

Und versuche vorsichtig das Wechselmodell ins Spiel zu bringen.
Ihre Haltung dazu ist auch so etwas wie ein Lackmustest für ihre Pläne.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2009 19:12
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo!

Ich wollte mal kurz von den letzten Tagen berichten.
Hier herrscht eine gespentische Ruhe und der heftige Wind ist abgeklungen.
Sie trifft sich am Wochenende aber wieder mit ihrem neuen Lover.
Ich muß Euch ganz ehrlich sagen, das ich dem häuslichen Frieden hier aber überhaupt nicht traue.
Wie gesagt ihr "neuer" lebt auch in Scheidung und hat ein Kind und berät sie ständig was zu tun ist. (denke ich)
Ich weiß auf jeden Fall, das er Zeichen von ihr sehen will und das er Druck macht um mich aus dem Haus zu sehen.
Ein Zeichen war am letzten Wochenende die Verkündung gegenüber unseres Sohnes und es kommt mir so vor als wäre das Bedingung gewesen um sich dieses Wochenende wieder treffen zu können.
Ich weiß nicht ob sie schon bei einem Anwalt war, weil daheim tut sie ziemlich friedlich seit Gespräch mit dem Sohn über Trennung.
Was denkt ihr, sollte ich nächste Woche einfach mal so zum Anwalt gehen und meine Situation schildern??
Möchte ich eigentlich gerne um mal fachliches Wissen über meine Situation einzuholen.

Wie gesagt ich traue ihr (mit dem Informanten) nicht mehr übern Weg!!!! :gunman:

Schönen Freitag wünsche ich Euch

schmerzlassnach


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.11.2009 08:06
(@galaxy878)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo schmerzlassnach,

so blöd es ist - meiner Meinung nach - steht im Mittelpunkt eures jetzigen Situation euer Sohn. Mit 11 Jahren ist er alt genug zu bestimmen, wo er in Zukunft leben will.
Ihr solltet euch zu dritt zusammen setzen und darüber reden. Bitte versucht ihn dabei möglichst wenig in einen Loyalitätskonflikt zu treiben. Naja - und meiner Meinung nach- sollte von dieser Entscheidung abhängen, wer von euch das Haus verlässt. Somit könnt ihr eurem Sohn die gewohnte Umgebung erhalten.
Im klartext: Entweder du mit sohn im Haus oder deine Nochfrau....

Voraussetzung dafür: Hast du die Möglichkeit deinen Sohn zu betreuen? Dann überleg dir für den Fall der Fälle ein überzeugendes Betreuungskonzept.

Und dann treib die Lösung voran, weil der Ist-Zustand ist ja über blöd....

Hab die ganzen Problematik schon hinter mir... Sohn lebt jetzt seit knapp 2 Jahren bei mir, sieht seine Mutter regelmäßig. Altes Haus ist verkauft, aber noch vor Weihnachten leg ich mir nen neues zu.

Alles gute
galaxy


AntwortZitat
Geschrieben : 27.11.2009 08:23




(@horschti)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin schmerzlassnach,

ich beneide Dich um Deine Konsequenz! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie oft ich mich heute dafür ohrfeigen könnte, nicht um meine Kinder gekämpft zu haben! Also mach weiter so und bleib standhaft! :thumbup:

Bitte versucht ihn dabei möglichst wenig in einen Loyalitätskonflikt zu treiben.

... das ist natürlich sehr wichtig. Anliegen dieses Forums ist es ja, den Kindern beide Elternteile zu erhalten. Wenn die weitere Zunkunft sich allerdings stark an seiner Entscheidung orientieren soll, musst Du ihn natürlich auf Deine Seite ziehen bzw. auf Deiner Seite halten.

Dazu musst Du nicht schlecht über sie reden. So dumm es sich anhört - Du musst ihn praktisch "austricksen". Das hört sich jetzt blöd an, soll auch nicht hinterhältig sonder nur zielführend sein.

1.) Euer Sohn hat keinen sehnlicheren Wunsch, als dass seine Eltern zusammen bleiben - wie interessiert ihn
    ersteinmal nicht!

Du solltest ihm also zeigen, dass Du um Sie kämpfst, auch, wenn in Deinen Augen der Zug lange abgefahren ist.
Ob Du nach dem Vorgefallenen noch Ambitionen hast, ist unwichtig, da es ja eh nichts mehr wird.
Er sieht auf jeden Fall, dass Dir nach wie vor etwas an der Familie und somit an ihm liegt.

2.) Euer Sohn sucht den "Schuldigen" und gleichzeitig wendet er sich dem "Opfer" zu.

Eine prima Ausgangsposition für Dich, ist hierbei der ihm bekannte Trennungsgrund - der Neue Deiner (Ex)Frau. Lass sie sich ruhig austoben und am besten jedes WE zu ihm hingurken. Wichtig wäre nur, dass er die WE dann bei Dir sein kann und nicht bei ihren Eltern geparkt wird!
Warum kann er nicht alleine zu Hause sein, während Du Sa. arbeitest? Was machst Du eigentlich beruflich - hört sich nach Handel oder so an? Egal - finde eine Lösung, dass er den Rest des WE auf jeden Fall bei Dir ist. Er muss wissen, wo sie hinfährt!
Rede nicht schlecht über sie. Traurig gucken darfst Du aber schon. Er wird versuchen Dich zu trösten und will auch von Dir getröstet werden. Macht so viel zusammen wie bisher und nach Möglichkeit noch mehr. Das wird Euch zusammenschweißen!

Wichtig!!! Kinder sehen sich selber gerne als Schuldigen. Er muss wissen, dass er das nicht ist und dass Ihr ihn beide noch so lieb habt wie immer!!!

3.) Euer Sohn erkennt irgendwann, dass nichts mehr zu retten ist und macht sich Gedanken wie es weitergeht.

Beginne das Thema nicht aktiv. Lass ihn kommen und seine Fragen stellen. Wenn Du ihm antwortest, versuche weiterhin, nicht schlecht über sie zu sprechen oder die Zukunftsmodelle zu vergleichen. Sag ihm das, was Du uns gesagt hast.
Er ist der wichtigste Mensch in Deinem Leben! Du lässt ihn nie im Stich und wirst versuchen mit ihm im Haus zu bleiben!
Sag ihm auch, dass er Mama, die Großeltern etc. aber auch immer sehen darf und sie für ihn nicht aus der Welt sind.

Parallel musst Du Dich natürlich um die praktische Umsetzung Deiner Zielstellung kümmern. Rat bekommst Du hier im Forum. Es gibt einige, die erfolgreich gekämpft haben und viele, die sich gut mit Gütertrennung, Unterhalt u.s.w. auskennen. Also stelle hier Deine konkrete Situation dar und stelle Deine Fragen.
Wenn Du dann den Weg kennst, gehst Du zum Anwalt. Als erste Ratgeber sind diese aber in den seltesten Fällen geeignet. Das habe ich im Forum jedenfalls so rausgelesen.

Auf jeden Fall hast Du keine Zeit zu verlieren!

Oh Mann - mir kommen fast die Tränen, wenn ich bedenke, wie ich das damals alles verkackt habe. ;(

Ich wünsche Dir alls Gute, Kraft, Ausdauer und unendlich viele schöne Stunden mit Deinem Sohn.

Gruß Holger


AntwortZitat
Geschrieben : 27.11.2009 12:17
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo an Euch!

Ich wollte hier nochmal einen kurzen Lagebericht abgeben.
Wie bereits angekündigt ist "sie" gestern wieder zu ihrem neuen Lover gefahren. Ich habe am Freitagabend ganz miese Gedanken in mir gespürt und kam mir auch in Betracht aufs Wochenende sehr sehr elend vor. Die Situation ist eh schon angespannt, aber wenn sie dann ihre Ausflüge macht kommen nochmal sehr viel mehr dunkle Gedanken hoch.
Diese Gadanken beziehen sich auf meine Zukunft, die ich mir immer sehr schlimm vorstelle weil ich Angst habe am Ende doch derjenige zu sein der gehen muß.(allein)
Ich habe während unserer Beziehung auch ne Menge Fehler gemacht und muß auch eingestehen das eine Trennung, bei unserem gegenseitigen Verhalten uns gegenüber, nicht als so überraschend bezeichnet werden kann.

Was natürlich wehtut ist die Tatsache, das sie praktisch den Zeitpunkt mit einem "neuen" zusammenzukommen ausgewählt hat um der Sache einen Schlußstrich zu ziehen.

Also nun nochmal zum eigentlichen Thema:
Ich habe jetzt in den letzten 7 Wochen über 10 Kilogramm abgenommen und die Nacht von Freitag auf Samstag war so dermaßen voller schlimmer Gedanken, das ich ernsthaft über einen Arztbesuch am Montag nachdenken muß.
Ich habe am Samstag nach der Arbeit (sie hat schon mit Tasche gewartet und ist sofort abgehauen Richtung dem "neuen" ins Wochenende) noch einen Kaffee getrunken und hatte ja meinem Sohn versprochen mit ihm etwas zu unternehmen.
Zunächst haben wir beide erst einmal bitterlich geweint als sie wegfuhr, aber dann habe ich mich doch sehr zusammenreißen müßen damit es weitergeht.
Wir haben dann unsere Tasche gepackt und sind in ein uns unbekanntes Schwimmbad gefahren und mein Sohn hatte irre viel Spass und ich war mal einen Moment abgelenkt.
Für den Kleinen war es ein toller Tag (sagte er mir) aber ich kann nicht mehr, auch wenn ich es mir nicht anmerken lassen will. Dieses ständige Zusammenreißen geht Mega auf die Substanz.
Ich werde trotzdem versuchen heute den Tag zu überstehen und mit ihm noch etwas zu unternehmen.
Aber morgen früh werde ich wohl meinen Arzt fragen ob psychologische Unterstützung angebracht wäre.

Das Thema "Durchhalten" werde ich aber versuchen weiterhin zu verfolgen. Das bin ich mir und auch meinem Sohn schuldig.

Vielleicht habt Ihr ja noch den einen oder anderen Tipp für mich parat.

Schönen Sonntag Euch allen.

schmerzlassnach


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.11.2009 11:44
(@galaxy878)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi schmerzlassnach,

Das Thema "Durchhalten" werde ich aber versuchen weiterhin zu verfolgen. Das bin ich mir und auch meinem Sohn schuldig.

Jepp, das solltest du auch!!

Du hast nach weiteren Tipps gefragt:

- Geh zum Arzt. Eine Trennungsphase ist sehr belastend. Dort wirst du Untersützung bekommen.

- Mach weiter viele Aktivitäten mit deinem Sohn. Das lenkt ab und stärkt eure Bindung.

- Such verstärkt Kontakt zu deinen Freunden. Dort darfst du schwach sein und dich beklagen und ausheulen und über deine Ex herziehen. Aber nicht vor deinem Sohn!!

- Wenn du es schaffst. Flirte und schau dich nach anderen Frauen um. Tut dem Selbstbewußtsein gut, auch wenn du keinen Nerv auf ne neue Beziehung hast.

Und vielleicht das Wichtigste: Schaffe FAKTEN. Nutze die Gunst der Stunde, sprich mit deinem Sohn bei wem er leben will. Und wenn ersich entschieden hat, dann zieh das Ding durch - aber schnell. Ich persönlich finde nichts schlimmer, als in der Luft zu hängen.
Verfolge einen Plan, dann wird es dir besser gehen.

Versuch die Zeit mit deinem Sohn zu genießen
Alles Gute

galaxy


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2009 12:02
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo Ihr Lieben!

Ich möchte Euch wieder einmal einen Stand der Dinge bekanntgeben und danke für Kommentare von Euch.

Sie war ja am letzten Wochenende wieder bei ihm zu Besuch. (Ich berichtete)
Seit Montag ist es sehr ruhig hier im Haus, wobei wir zusammen (und doch ja nicht wirklich zusammen) am Montag abend bei Nachbarn waren um dort zum Geburtstag zu gratulieren und einen Sekt zu trinken.
Mein Sohn liegt seit Montag flach mit Grippe und mein Urlaub läuft dadurch schleppend dahin.

Worum es mir aber heute geht ist diese Situaton in unserer Familie, in der sie weitere Treffen mit ihrem "neuen" planen wird und ich das nur sehr schwer ertragen kann. Meine Stimmungslagen sind am Tag sehr sehr unterschiedlich. (mal denke ich kämpf weiter/ mal denke ich ich kann nicht mehr)

Ich habe mir fest vorgenommen bei meinem Sohn zu bleiben und nicht zu gehen, doch man muß natürlich bei der Sache aufpassen, das man dabei nicht selbst zu Grunde geht.

Darum habe ich mich entschloßen heute zu einem Psychologen zu gehen und mir einige Stunden bei ihm zu gönnen, um mal Unterstützung/Hilfe zu bekommen in welcher Richtung ich arbeiten sollte.
Spätestens wenn ich den ersten Termin hinter mir habe werde ich erneut berichten.

Euch einen schönen Tag

schmerzlassnach


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.12.2009 11:03
(@horschti)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin schmerzlassnach,

der Schritt sich einem Profi anzuvertrauen ist richtig. Aus Deinen Beiträgen erkennt man, dass Du in einer tiefen Seelenkriese steckst.

Einerseits beschreibst Du Euer Zusammenleben als frei von Liebe, andererseits leidest Du stark unter der Trennung.

Mit ihrem Verhalten zeigt Sie Dir ganz klar, dass Du sie loslassen sollst - das solltest Du vernünftiger Weise auch versuchen. Mit ihrer unmissverständlichen und gegenüber Deiner Gefühlswelt rücksichtslosen Art macht sie es Dir eigentlich sehr leicht. Sie ist weg, wie der letzte Nachtbus, von dem Du nur noch die Rücklichter in der Ferne siehst. Das ist bitter, aber letztendlich geht das Leben weiter und man muss sich überlegen, wie man ohne diesen Bus noch nach Hause kommen kann.

Deine große Angst ist es, Deinen Sohn auch noch zu verlieren. Diese ist nicht unbegründet. Um so wichtiger ist es, die Situation so schnell wie möglich nüchtern betrachten zu können und die emotionale Lähmung zu überwinden.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dem Gespräch. Du musst raus aus der Traurigleit. Sie macht Dich schwach und verletzlich. Du brauchst Kraft, um Dein Ziel zu erreichen!

Zunächst haben wir beide erst einmal bitterlich geweint als sie wegfuhr, aber dann habe ich mich doch sehr zusammenreißen müßen damit es weitergeht.
Wir haben dann unsere Tasche gepackt und sind in ein uns unbekanntes Schwimmbad gefahren und mein Sohn hatte irre viel Spass und ich war mal einen Moment abgelenkt.

Was das Verhältnis zu Deinem Sohn angeht, so kann es besser kaum laufen. Hier stellt sich Deine Ex sehr ungeschickt an, da sie ihre rücksichtslose Tour nicht nur gegen Dich sondern vor Allem auch gegen ihn fährt. Sie schiebt ihn immer weiter zu Dir. Du stehst mit offenen Armen da und kannst ihn an Deine Brust ziehen. Er merkt, dass Du für ihn da bist und ihn nicht im Stich lässt!

DAS IST SEHR GUT! :thumbup:

Habe keine Angst! Sieh zu, dass das Gefühlskarusell anhält und das Schwindelgefühl schnell nachlässt. Wenn Du zu Dir gekommen bist, fange an, mit Hilfe des Forums einen Plan zu entwerfen.

Ich bin guter Hoffnung, dass Du es schaffen kannst.

Gruß Holger


AntwortZitat
Geschrieben : 02.12.2009 11:53
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo Leute!

Hier mal der neueste Stand in meiner Sache.

Horschti hat Recht wenn er sagt, das ich mich in einer Lebenskrise befinde und das es mir weiterhin nicht besonders gut geht.
Allerdings ist mein Befinden deutlich besser gegenüber der letzten Wochen, weil ich auch einige gute Gespräche mit verschiedenen Leuten, Institutionen usw. geführt habe.
Alle sind sich darüber einig das meine Ex losgelassen werden will, auch wenn ihr Weg nicht gerade sinnvoll und nachvollziehbar ist.
Wie gesagt geht es mir nun um mein weiteres Leben und vor allem um das meines Sohnes.
Den einfachen Weg meiner Ex, das ich mir eine Wohnung nehme und sie mich auszahlt ist für mich nicht tragbar, da ich dann den täglichen Umgang mit meinem Sohn aufs Spiel setze und die Verluste für mich zu groß wären.
Ich muß allerdings dazu sagen, das ein Weg gefunden werden muß, da es so nicht weitergehen kann.
Die jetzige Lösung, das wir beide im Haus ein eigenes Zimmer beziehen wollen um einen eigenen Bereich zu haben um sich zurückzuziehen, kann ja keine Dauerlösung sein.
Sie möchte natürlich auch ihren "neuen" dann einmal bei uns daheim sehen, aber das geht ja nun überhaupt nicht.
Sollte sie wollen, das die beiden sich in unserer Heimatstadt treffen, müßte er sich schon ein Hotelzimmer nehmen und ein Besuch hier wäre völlig ausgeschloßen.
Ebenso möchte ich natürlich nicht , das mein Sohn mit dem Kontakt aufnimmt, solange hier keine Einigung herrscht.
Bei diesen ganzen Überlegungen bleibt sie übrigens total gelassen und die Vorstellungen bereiten ihr (scheinbar) keinerlei Kopfzerbrechen. Aber ich traue ihrem Verhalten nicht, denke das ist ziemlich überspielt, da sie ihrem "neuen" auch keine großen Erfolgserlebnisse vermelden kann.

Allein wenn wir an unseren Sohn denken ist die Lage doch absolut sch.....

Und da komme ich noch einmal auf die Lösung "ausziehen" zurück.
Ich habe nächste Woche einen Termin beim Psychologen und ich könnte mir vorstellen, das der mir bei dieser Konstellation vorschlägt, den Weg des Auszugs zu wählen um wieder selbst auf die Beine zu kommen und dieser Quälerei zu entgehen.

Ein guter Bekannter sagte mir vor 2 Tagen, das es gar nicht unbedingt so wäre das mein Sohn sich von mir als verlassen fühlt, wenn danach ein guter Umgang gepflegt würde, sondern das er mir später, wenn er es richtig begreift, sogar dankbar sein könnte für diese Lösung, die das Leben wieder in "Bahnen" führt.
Das sind aber leider nicht die Bahnen die ich derzeit möchte, denn mr grauts bei dem Gedanken zu gehen und da möchte ich Euch bitten einmal aus der Erfahrung heraus zu berichten was Ihr dazu meint.

Fest steht das es mir bald mal besser gehen muß, ohne diesen Gedanken jeden Tag, aber der Ex alles so zu überlassen wie sie es sich vorstellt, ist auch für mich nicht vorstellbar.

Sollte ich mich fürs "Bleiben" entscheiden, dann wird es natürlich noch hoch hergehen bei uns, aber ich erhoffe mir erst einmal sehr viel von meinem Gespräch nächste Woche beim Seelenklempner.

Vielen Dank an Horschi für die guten Zeilen !!!! Das ist die Realität und hilft mir weiter !!!!

Euch einen schönen Tag und hoffentlich ein wenig mehr Vorfreude auf Weihnachten (bei mir bei Null)


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.12.2009 18:30
(@bilbo)
Schon was gesagt Registriert

Hallo schmerzlassnach,

ich erzähle dir mal was von mir, was vielleicht etwas die Situation deiner (Noch)frau ist.

Ich habe 15 Jahre lang meine Exfrau geliebt (dachte ich zumindest) und bin die ganze Zeit nie fremd gegangen, auch wenn in unserer Beziehung kein Platz für viel Zärtlichkeiten von ihrer Seite war. Gefehlt hat mir das immer, geredet haben wir des öfteren, aber geändert hat sich nichts. Sonst war alles ok und wir haben zusammen gelebt, wie gute Freunde, die gelegentlich mal unverbindlichen (nicht gerade guten) Sex hatten. Da ich insgesamt ein sehr schmusiger Mensch bin, sind dabei drei Kinder rausgekommen, die ich über alles Liebe.

In einer solchen Situation habe ich dann meine heutige Frau kennengelernt und dort alles das gefunden, was ich in meiner Beziehung vermisst habe. Bis es dann zur Trennung kam, habe ich Höllenqualen gelitten, weil auch der Schritt zu gehen nicht leicht ist. Alle Werte die man mal hatte gehen über den Jordan. Man hat immer gedacht mir passiert sowas doch nicht und wird dann eines besseren belehrt. Wenn man dann noch der emotionale Mittelpunkt auch für die Kinder ist (Kuschelalarm gab und gibt es nur bei mir), dann hat man ein derart schlechtes Gewissen und ist nicht weit davon entfernt einfach von der Brücke zu springen. Aber auch das ist ja kein guter Weg, weil dann ganz feige einfach die Kinder zurückbleiben würde. Dieses Dilemman ist gigantisch und einfach die alte Beziehung weiterführen und den Kindern was Falsches vorleben geht auch nicht ........ Es ist einfach Sch....., aber es gibt kein zurück, kein richtig, kein falsch, ... nur Leere und Ratlosigkeit.

Und was liegt da näher, als den Kindern beide Elternteile erhalten zu wollen? Ich habe am Anfang auch darüber nachgedacht ein Haus mit zwei Wohnungen zu kaufen. Ex und Kinder in einer Wohnung und ich in der anderen Wohnung. Und die neuen Partner dürfen dann gerne auch dabei sein. So kann man aber nur denken, wenn man sich schon lange Gedanken gemacht hat und nicht so überrollt wird, wie es bei dir (und vielleicht auch bei meiner Ex) war. Pratikabel wird ein gemeinsames Haus aber eher nicht sein, ausser beide verlieben sich gleichgzeitig in einen neuen Partner. Dann mag das gehen.

Ich wollte dann das Wechselmodell haben und meine Tochter hat das auch eine Zeitlang gemacht. Meine Ex war aber dagegen und meine Jungs haben in mir den Schuldigen gesehen, weil ich ja gegangen bin. Meine Ex hat übrigens gnadenlos meine neue Frau bei den Kindern schlecht gemacht. Aus dem schlechten Gewissen heraus habe ich mich dann auch vom Wechselmodell abbringen lassen und mittlerweile ist es so, dass meine Tochter gar nicht mehr kommt und ich weiß überhaupt nicht warum. Unterstützung von der Mutter? Fehlanzeige? Heute würde ich vieles anders machen, vor allen Dingen nicht versuchen die Beziehung zu retten, denn egal was man tut, es kommt falsch an. Ich bereue es aber zutiefst, das Wechselmodell nicht energischer eingefordert zu haben. Denn es ist gut und es gibt gute Bücher darüber. Glückliche Scheidungskinder ist zum Beispiel eines.

Wenn du es irgendwie hinbekommst, dann versuch das Wechselmodell, aber bleib im Haus und lass deine Ex ausziehen. Versuch bitte auch den neuen Partner deiner Ex zu akzeptieren und gib deinem Jungen das Gefühl, das es in Ordnung ist, dass der er zu den beiden geht. Und gönn deinem Jungen dann eine schöne Zeit auch mit deiner Ex und dem Neuen. Frag ihn wie es war und freu dich, aber ehrlich. Es ist schwierig, klar, aber du wirst es nicht ändern und wenn es dir wirklich um den Jungen geht, dann wirst du das können und du wirst loslassen und dich neu verlieben können. Und wenn es dir schwer fällt, dann zeig das ruhig auch deinem Jungen, aber sag ihm deutlich, dass du dich wirklich für ihn freust, wenn er sich gut mit Mama und dem Neuen versteht. Tust du das nicht, dann wird dein Junge nichts erzählen. Meine Kinder haben meiner Ex noch nicht einmal erzählt, dass ihr Opa im Krankenhaus liegt. Einfach weil meine Ex den Kindern zu sehr gezeigt hat, wie sehr sie doch leidet und das sie ja alles versucht hat. Aber es ist immer die Schuld von beiden, auch wenn es dann keinen Weg mehr gibt.

Und such dir was, was dich ablenkt, wenn der Junge dann mal nicht da ist, denn ein leeres Haus oder eine leere Wohnung, wenn man nach Hause kommt kann wirklich schlimm sein. Und wenn du Zeit findest, dann treib richtig Sport, sieh zu dass du dein Aussehen veränderst (Frisör, Klamotten, ...) und brezel dich auf. Zeig deinem Jungen das es dir gut geht, denn Kinder wollen starke Eltern. Und vor allen Dingen zeig deiner Ex, was sie aufgegeben hat und hey, die Frauenwelt wartet, auch wenn du erstmal keine Lust auf eine Beziehung hast, musst du jetzt nicht zum Mönch werden.  😉

Ich wünsche deinem Sohn auf jeden Fall alles Gute und Eltern die erwachsen sind und sich nicht wie Kinder verhalten,
Ralf


AntwortZitat
Geschrieben : 08.12.2009 19:31
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

Hallo Frischling !!

Gut geschrieben, die Wahrheit ist immer sehr wertvoll und hilft weiter.
Ich komm ja auch so langsam wieder auf die Füße und fasse wieder klare Gedanken.
Da ich meinen Sohn über alles liebe versuche ich gerade auch für ihn eine gute Lösung zu finden.
Selbstverständlich muß ich dabei auch meine eigenen Interressen wahren und dabei stößt man halt schon mal an seine Grenzen, zumal sie so dermaßen verknallt ist, das sie sogar die Nikolausüberraschung komplett mir überlassen hat und stattdessen versucht die Zeit bis zum nächsten Treffen mit "ihm" durch schlafen und grübeln zu verbringen.
War natürlich ein Pluspunkt für mich, aber das habe ich ihm natürlich nicht erzählt. (muß wohl nicht sein)

Wie gesagt vielen Dank für Deine ausführlichen Zeilen und ich werde dann mal inne Buchhandlung huschen !!!

schmerzlassnach


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.12.2009 19:49
(@bilbo)
Schon was gesagt Registriert

Wenn du mich mit Ralf oder bilbo anreden würdest, fänd ich das etwas netter als mit Frischling 😉 und danke für das Kompliment.

Lies vielleicht auch noch den Beitrag http://www.vatersein.de/Forum-topic-88.html hier im Forum und druck das auch für die Mutter deines Sohnes aus. Das ist so wichtig.

Gruß und das Buch fand ich persönlich echt super. Wäre auch für jede intakte Beziehung wertvoll. Fand ich zumindest.


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Geschrieben : 08.12.2009 19:57
(@schmerzlassnach)
Rege dabei Registriert

ja sorry hast ja auch ralf geschrieben, war doof, beim nächsten Mal auf jeden Fall.

schmerzlassnach


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Themenstarter Geschrieben : 08.12.2009 20:03




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