Trennung oder der K...
 
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Trennung oder der Kinder wegen opfern?

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(@stabilo)
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Hallo alle zusammen. 🙂

Auch ich fange mit einem Satz an, den viele hier am Anfang schreiben: „Ich bin sicherlich nicht der Erste, der hier einen solchen Fall schildert.“

Aber jede Geschichte hat ja ganz individuelle Züge und deswegen schreibe ich halt kurz „meine Geschichte“, um euren Rat zu bekommen.

Ich bin bald 50 und Vater von zwei Kindern (8 und 10), die ich SEHR liebe und die mich auch SEHR lieben. Für die Herzenswärme, das Rumtoben und wilde Sachen machen bin ich alleinzuständig. Meine Frau, mit der ich bald ein Vierteljahrhundert verheiratet bin, hat sich seit Geburt des ersten Kindes zu einer herzlosen Erziehungsmaschine entwickelt (ist wohl ihr wahrer Kern und ihre wahre Berufung). Die Kinder akzeptieren sie als „Erzieherin“, aber das war es dann auch. Sinnlose Regeln, keine Wärme (nicht einmal in der Stimme), das mögen Kinder halt nicht. Da ich auch viel von zuhause aus arbeiten kann, ist der Kontakt zu meinen Kindern intensiv. Sie kleben förmlich an mir.

Erst vor gut zwei Jahren ist mir – dem gutmütigen Depp - klar geworden, dass ich in dieser Beziehungskälte nicht ewig weiterleben will (seit der „Zeugung“ des jüngsten Kindes hat es auch keinen körperlichen Kontakt mehr zu meiner Frau gegeben). Ich krieg Pickel, wenn ich meine Frau sehe, mir stellen sich die Haare auf, wenn ich ihre Stimme höre und ich könnte brechen, wenn ich ihre sinnlosen Verbote höre, mit denen sie die Kinder und mich nervt. Für meine Frau bin ich Geldesel und Handwerker. Ansonsten könnte ich auch im Keller oder woanders leben. Aber ich bin geduldig und ertrage viel. Daher gibt es zwar keine Liebe, aber auch keine irren Schreiereien. Neutrale Kälte würde ich das mal nennen.

Nun mein Dilemma:

Ich konnte es mir NIE vorstellen, von meinen Kindern getrennt zu leben. Das muss wie Sterben sein, dacht ich immer. Seit der Erkenntnis vor zwei Jahren reift der Gedanke aber in mir - mit enormen Wechselbädern an Gefühlen. Dennoch bin ich in schwachen Momenten geneigt, mich in mein Schicksal zu begeben und der Kinder wegen in dieser Schrott-Beziehung zu bleiben. Natürlich denke ich dabei auch an die Kosten eines eigenen Lebens, was den Kindern wiederum irgendwo fehlen würde. Ich will mir gar nicht vorstellen, wenn die Kinder wegen der Trennung ihrer Eltern sogar aus dem Haus ausziehen müssten, in dem wir heute alle leben. Ich selbst hab mit dem Auszug aus dem Haus als solchem kein Problem; freue mich manchmal sogar darauf, meine Kinder in der eigenen Wohnung mal frei von Mama-Neinsage-Zwängen selbst erziehen und erleben zu dürfen.

Was macht man da nun? Sich „opfern“ und ausharren, bis das jüngste Kind studiert? Oder wählt man das Ende mit Schrecken und allen Risiken, die damit verbunden sind (Geldknappheit, Kinder evtl. verlieren)?

Ach ja: Im Falle einer Trennung will ich im gleichen Ort wohnen bleiben, um für die Kinder maximal da zu sein. Ich will ja nicht von den Kindern weg oder ein neues Leben mit Hormonüberschüssen leben. Ich will „nur“ weg von meiner Frau und mir auch wieder die Möglichkeit verschaffen, irgendwann wieder eine glückliche Beziehung zu haben. Man wird ja auch nicht jünger.

Ich hoffe hier auf keine klare Ansage, weil es die wohl nicht gibt. Aber ich freue mich auf Erfahrungen und Meinungen von Menschen, die es „hinter sich haben“, also hinter den Berg schauen können, vor dem ich noch stehe und einen irren Respekt habe!

Danke fürs Lesen und noch mehr Dank fürs Antworten. 🙂


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 12.01.2011 12:43
(@Wolkenhimmel)

Hallo Stabilo,

wieso gehst Du davon aus, dass im Falle einer Trennung Du das Haus verlässt und die Kinder bei ihrer Mutter bleiben?  :phantom:

LG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 12:50
(@wedi)
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Hi Stabilo und willkommen hier bei V.S.

Mein erster Gedanke beim lesen war, das du Dich nicht opfern solltest.
Wenn denn nun eine Trennung anstehen sollte, finde ich, nicht du solltest Dich von deiner Frau trennen, sondern du und deine Kinder sollten das tun.
Du arbeitest von zu Hause aus und kannst die Kinder betreuen, warum sollte das nur die Mutter können, die gefühlskalt ist?

Nur meine Meinung, es folgen sicher noch andere.

Gruss Wedi

Ups. Wolkenhimmel war schneller


AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 12:51
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus stabilo!
Auch von mir ein herzliches Willkommen! 😉
Ich schliesse mich zunächst meinen Vorschreibern an, hast Du denn überlget, ob und wie Du Deine Nochfrau zu einem Auszug bewegen könntest. Offensichtlich ist nach Deiner Erzählung sie diejenige, an der sich alle anderen Familienmitglieder "stören".
Ich sehe momentan keinen plausiblen Grund, weswegen Du das Feld räumen solltest.

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 12:57
(@robbie74)
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Helfen kann ich Dir nicht, kenne Deine Situation auch nciht selber.
Ich könnte mir vorstellen bei einer wirklichen "Zweckehe" wo man ordentlich und respektvoll miteinander umgeht, der kinder wegen zusammenbleibt. (ich sag das weil ich das für meine tochter auch bereit wäre.).

So wie Du das schilderst muss es aber für Dich unerträglich sein. Und das Du tief in Dir total unglücklich bist, ich bin mir sicher Deine Kinder spüren das, egal wie gut Du es zu verschleiern versuchst - erst recht wenn sie Dir so nahe stehen.

Ahnung davon habe ich keine, aber im Falle einer Trennung, und die Kinder sagen klipp und klar "Wir möchten zu Papa!", ob Du dann nicht auch Chancen hat die Kinder zu bekommen??? Aber ich habe eben keine Ahnung davon. Mann könnte es Dir und den Kindern nur Wünschen.

Kannst Du diverse Dinge nicht schon mal "heimlich" Abklären/in die Weg leiten? Die realischtisch Chancen mit einem Anwalt besprechen?


AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 12:58
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Servus Stabilo,

so unterschiedlich werden die Meinungen wohl kaum sein, die Du hier bekommst.
Auch ich stelle Dir die Frage, warum Du ausziehen solltest und die Kinder bei der Mutter zurück lässt?

Es ist kein Automatismus, dass immer der Mann geht. Die Zeiten sind vorbei - zum Glück.

Sich opfern ist meiner Ansicht nach keine Lösung. Auch wenn es für die Kinder wäre.
Diese wollen ihr soziales Umfeld sicherlich erhalten, aber Dein Recht auf ein glückliches Leben muss deshalb nicht zurück stehen.

Es sollte eine Trennung gelingen, bei der beide Elternteile den Kindern in gewohnter Art und Weise und auch nach Möglichkeit im Umfang zur Verfügung stehen.
Ist zwar schwierig, aber geht.

Könntest Du mit Deiner Frau über so ein Thema sprechen?

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 12:59
(@Sirius)

Das blöde ist sie wird nicht gehen wollen. Sonst würde ich sagen: Schmeiß sie raus. Überlege wie Du ihr einen Auszug schmackhaft machen kannst. Ohne Kinder wohlgemerkt.


AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 13:05
(@stabilo)
Schon was gesagt Registriert

Ich weiß nicht warum, aber beim Lesen Eurer lieben Worte laufen mir gerade die Tränen in Strömen runter. Ich kann kaum schreiben. Das ist mir in meinem Leben noch nicht passiert. Ich sammle mich jetzt mal und melde mich wieder. Erstmal DANKE. Dass so ein Forum so gut tun kann, hätte ich auch nicht erwartet. Bis später / eher heute Abend oder morgen früh (hole jetzt die Kids von der Schule ab und muss dann mal etwas Geld verdienen gehen -- übrigens einer der Gründe, warum das mit mir als alleinerziehendem Vater schwierig wäre, weil ich halt die Kohle ranschaffen muss -- aber der Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen).

Danke nochmal!!!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.01.2011 13:22
(@Wolkenhimmel)

Hi Stabilo,

wie arbeitest Du denn? Und könntest Du an Deinen Arbeitszeiten drehen?
Gibt es eine Betreuungsmöglichkeit an der Schule?
Evtl. könnte man für die restliche Zeit einen Studenten / Kinderfreu etc. engagieren (macht eine Freundin von mir so, ihr Student holt den Kleinen (auch 8 ) von der Schule ab, die Große kommt alleine nach hause).

Deine Kinder sind mit 8 und 10 nicht mehr so klein, dass man sie nicht auch mal eine Stunde alleine lassen könnte, da könnte man sicher eine Lösung finden.

Hat Deine Frau sich jemals schon mal zu dem Thema Trennung geäußert? Oder würde sie aus allen Wolken fallen, wenn Du ihr Deine Pläne offenbarst? Was schätzt Du, wie sie damit umgehen würde?

LG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 13:53
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi stabilo,

auch neutrale Kälte, wie du es nennst, kann einen sehr unglücklich machen, und dein Leidensdruck ist schon recht hoch, wenn du so emotional negativ allein auf die Stimme deiner Frau reagierst. Auch dass dich die Antworten hier so "mitgenommen" haben, zeigt doch, dass du menschliche Nähe oder Wärme oder Mitgefühl, die dir hier sozusagen virtuell begegnet sind, recht stark vermisst, also ohne nicht leben kannst. So denke ich, kann es nicht weitergehen (wobei die Entscheidung dir keienr abnehmen kann). Mit 2 Kindern 8 und 10 berufstätig zu sein, und auch noch von zu Hause aus, müsste echt gut machbar sein.

Ich habe bei und nach meiner Trennung vollzeit gearbeitet, und es ging gut (war aber "nur" ein Kind, damals acht). Allerdings hatte ich ein Netztwerk der Unterstützung von Freunden, oder Verwandten (zusätzlich zur Umgangsmöglichkeit oder Betreuuungsmöglichkeit durch den KV).

Die vielen sinnlosen (in deinen Augen jedenfalls) Verbote deiner Frau könnten auch ein Hinweis sein, dass sie überfordert wäre, sobald die Kinder nicht mehr funktionieren würden (was sie ja bekanntermaßen sowieso nicht tun, also dämmt sie es durch Verbote ein, so hat sie halbwegs die Kontrolle).

Noch eine wichtige Frage, arbeitet deine Frau denn, oder ist sie Vollzeithausfrau?

ligr ginnie ... und ich wünsche dir echt ein besseres Leben, als das was du im Moment führst (wo du schon körperlich emotional so negativ reagierst wenn du deine Frau nur hörst... echt mal, das kann doch nur krank machen ... ist jedenfalls meine Meinung)


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 14:25




(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Stabilo,

auch ich schliesse mich meinen Vorschreibern an: Man kann ungleich bessere Lösungen finden als in einer Beziehung zu verharren, in der man nicht glücklich ist und vorhersehbar auch nie mehr sein wird. Und man muss auch nicht das eigene Lebensglück opfern, um nach aussen den Anschein einer glücklichen Familie zu wahren. Kinder sind nicht doof; die durchschauen so eine billige Show sowieso.

In keinem Fall ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder nach der Trennung ihrer Eltern bei ihren Müttern bleiben müssten: Sie werden nicht mehr gestillt; alles andere kannst Du genauso gut (wenn nicht sogar besser). Und auch Du hast ein recht auf ein glückliches Leben - und zwar nicht erst in 10 Jahren, wenn die Kinder aus dem Haus sind und Dir bereits die Rente winkt, sondern genau ab heute.

Vielleicht siehst Du es aber auch einmal anders herum: Auch Deine Frau wird ja nicht unbedingt glücklich sein mit der Ist-Situation. Vielleicht wäre es eine Option, ein (Wechsel-)Modell zu entwickeln, in dem Ihr beide zu gleichen Teilen in die Kindererziehung und -betreuung eingebunden seid, ohne dass Ihr Euch jeden Tag sehen und ertragen müsst? Vielleicht würde dieser Zugewinn an persönlicher Freiheit auch ihr Leben verbessern?

Innerlich hast Du Dich längst von Deiner Frau getrennt. Allein deshalb macht es Sinn, auch die "äusserlichen Tatsachen" dieser Gegebenheit anzupassen. Man kann für alles vernünftige Lösungen finden.

Grüssles
Martin
(der zum Thema "neutrale Kälte" eine Menge Erinnerungen hat)


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 14:31
(@aro12)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Satbilo,

ich kann den Vorrednern nur zustimmen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es mir nach der Trennung (ich hatte 3 Jahre lang so ähnliche Gedanken wie du) erheblich besser ging. Das war wie richtig frei durchatmen können. Ich bin auch wegen der Kinder geblieben und hatte meiner DEF die gleichen Gefühle entgegengebracht wie du. Eigentlich wollte ich jeden Tag nur weg, Das war mein vorherrschender Gedanke. Aber wegen der Kinder (die sind jetzt 5, 7 und 10) bin ich geblieben und jetzt wünsche ich mir manchmal, ich hätte schon früher den Schritt gewagt. Ich lebe jetzt in einer phantastischen Beziehung und meine Kinder wohnen bei mir. Ich dachte beim Auszug auch noch, dass die Kinder zur Mutter gehören, aber das ist so ein altes Rollenbild, keine Ahnung wo das herstammte. Wenn ich "Vatersein" schon früher gefunden hätte, dann wären mir sicher 8 Monate Trennung von meinen Kindern erspart geblieben. Aber zum Glück ist alles gut gegangen. Ich kann dir nur aus der Ferne raten: Wenn es dir gut geht, geht es auch den Kindern gut. Das ist manchmal schwer zu beherzigen, aber letztendlich kommen die Freude am Leben und die Stärke die du den Kindern vermittelst, auch wieder zu dir zurück. Meine Erfahrung ist, dass Kinder keinen schwachen Vater haben wollen (schon gar nicht in dem Alter deiner Kinder). Einen Vater der alles mit sich machen lässt.

Ich drück dir die Daumen, dass du die beste Entscheidung für dich und deine Kinder triffst.


AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2011 15:48
(@mappi)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Stabilo,

schon beim lesen der Überschrift dachte ich "NEIN"

Ich lebte bis vor 10 Monaten in einer ähnlichen Beziehung und wollte mich auch wegen des
Kindes opfern.
Ende Feb. 2010 sprach meine LG dann "überraschend" die Trennung aus ... ich bittete,
bettelte und flehte sie an zu bleiben wegen des Kindes.
Aber bei Frauen ist sowas beschlossen und bleibt es dann auch.
1 Woche später hatte sie dann schon ne neue Wohnung und an Ostern war Umzug.

Ich glaube das könnte eine harte Probe für Dich werden wenn deine Frau versucht dich umzustimmen...
Männer sind da, glaube ich, etwas weicher...  :knockout:

Heute bin ich richtig froh das die Trennung bei uns vollzogen wurde und Dank guter Kommunikation
mit der KM (=Kindesmutter) sehe ich unser Kind im Vergleich zu anderen Vätern sehr oft ( 18 : 10 ).
Auch die Zeit mit Kind genieße ich intensiver und vor allem ich nehme mir auch mehr Zeit
für meine Tochter als früher. :thumbup:
Früher bin gerne Abends mal länger in der Firma geblieben und mindestens 1 Tag am WE
war ich auch für mehrere Stunden dort.  :thumbdown:

Jetzt ist es so, dass ich an den Tagen an denen ich die Kleine habe in der Firma "gesperrt" bin.
Meine Mitarbeiter wissen dann, es ist Papa Tag oder Papa WE ... also keine Termine und ich bin
an den Tagen höchstens ein paar Stunden anwesend.

Ich bereue die Trennung nicht ... im Gegenteil, sie hat mir und meiner Tochter
eine höhere Lebensqualität beschert.

Viel Glück und vor allem Durchhaltevermögen
wünscht

Mappi  🙂


Entmündigter Vater nach § 0815 dt.
Mutterbestimmungsrecht (MBR)

AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 01:44
(@horschti)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Stabilo,

echt gruselig.

Erst vor gut zwei Jahren ist mir – dem gutmütigen Depp - klar geworden, dass ich in dieser Beziehungskälte nicht ewig weiterleben will (seit der „Zeugung“ des jüngsten Kindes hat es auch keinen körperlichen Kontakt mehr zu meiner Frau gegeben). Ich krieg Pickel, wenn ich meine Frau sehe, mir stellen sich die Haare auf, wenn ich ihre Stimme höre und ich könnte brechen, wenn ich ihre sinnlosen Verbote höre, mit denen sie die Kinder und mich nervt. Für meine Frau bin ich Geldesel und Handwerker. Ansonsten könnte ich auch im Keller oder woanders leben. Aber ich bin geduldig und ertrage viel. Daher gibt es zwar keine Liebe, aber auch keine irren Schreiereien. Neutrale Kälte würde ich das mal nennen.

... arbeiten geht sie also auch nicht?

Fährt sie gelegentlich mit dem Zug, neigt zum Ausrutschen oder Stolpern? Kennst du niemanden, der das für dich machen würde?
OK - Spaß bei Seite.

Ich gehe mal davon aus, dass du bereits versucht hast, eure Beziehungsprobleme und unterschiedlichen Auffassungen von Erziehung verbal mit ihr zu klären.
Wenn ja, solltest Du jetzt damit beginnen, deinen eigenen Anspruch vom Zusammenleben mit den Kindern und deren Erziehung offensiv durchzusetzen.
Dabei solltest du auf keinen Fall aus Bequemlichkeit den Konflikt mit deiner Frau scheuen. Lass es ruhig mal richtig krachen.

Fordere sie dazu auf, sich einen eigenen Job zu suchen (falls meine Vermutung zutrifft und sie keinen hat). Die Kinder sind in einem Alter, mit dem sie durchaus auch alleine geradeaus laufen können.
Vielleicht hat sie ein kleines Selbstwert-Problem und der Job hilft ihr bei dessen Lösung ... sie kann doch nicht nur garstig sein ... was weis denn ich, sie muss doch früher mal anders gewesen sein ...

Auf keinen Fall darfst du den ganzen Mist in Zukunft weiter schlucken. Früher oder später platzt die Bombe doch und die Jahre von jetzt (oder von mir aus auch von vor 2 Jahren) an bis zum großen Knall sind irgendwie pfutsch.

Wenn alles nichts nützt, erarbeite dir einen Masterplan für die Scheidung. Hier wirst du dabei geholfen. Wie das Ganze dann am Ende bezüglich der Kinder und dem finanziellen Belangen ausgeht, das ist schwer absehbar.
Wir können dir nur dabei helfen, grobe Fehler zu vermeiden. Der erste wäre unbedachtes Ausziehen aus dem Haus. Der zweite, Unachtsamkeit bei den Familienfinanzen. Der unverzeilichste jedoch, wenn die Scheidung auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Aber um dies zu verhindern braucht es zwei klare Köpfe und nicht nur einen ...

Mitfühlende Grüße

Horschti


AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 04:05
(@stabilo)
Schon was gesagt Registriert

Hallo und guten Morgen zusammen!

Also erstmal nochmal (schöne Wortfolge :-)) ... also erstmal nochmal ein dickes Danke für Eure Beiträge. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wow!

Und jetzt zu Euren Antworten, die ich der Reihe nach beantworte. Ich will keine auslassen.

@Wolkenhimmel
Über die Alternative, dass ich bei den Kindern im Haus bleibe und meine Frau geht, habe ich nie nachgedacht. Ich jobbe im Prinzip den ganzen Tag. Auch wenn ich mir viel Zeit für die Kinder nehmen kann, muss ich diese Zeiten spät am Abend oder früh am Morgen nacharbeiten. Hinzu kommen ab und an Dienstreisen mit Übernachtungen im Ausland. Ich könnte die Kinder also alleine nicht so versorgen, wie man es bei Kindern in dem Alter noch tun muss. Ich bräuchte dann eine Tagesmutter und damit wären meine Finanzen endgültig überfordert. Trotzdem: Allein, dass mir diese Alternative nichtmal im Entferntesten in den Sinn gekommen ist, macht mich schon nachdenklich, WIE sehr ich mich hier an die Seite stellen lasse. Also danke für den Denkanstoß!

@wedi
Ja, Wolkenhimmel war schneller, aber der Gedanke bleibt trotzdem klasse. 🙂

@82Marco
Einziger Grund, das Feld zu räumen, ist der, dass ich die Kinder tagsüber nicht in Vollzeit versorgen kann. Aber da gibt es vielleicht Lösungen. Was mir dazu gestern Abend eingefallen ist: Ich habe bislang nur mit meinem besten Freund über meine Situation gesprochen. Er kennt meine Frau schon länger als ich und weiß, wie die Kinder ticken. Als ich ihm zum ersten mal erzählte, das ich die Trennung will, da sagte er: „Wärst du darauf vorbereitet, dass die Kinder bei dir leben?“ Ich habe es damals wohl nicht wirklich kapiert, was er damit meinte (dachte halt „nur“, dass er weiß, wie die Kinder mich lieben und sie sich deswegen nach meinem Auszug vielleicht auch auf die Flucht machen). Nun dämmert es mir, dass diese Frage noch eine zweite Dimension hatte. Da frage ich ihn aber mal. 🙂

@robbie74
Bis vor kurzem – und in schwachen Momenten heute noch – ging es mir wie Dir. Die Vorstellung, den Kindern eine Trennung zuzumuten brachte mich nahezu um. Das war bei mir immer ganz weit weg von jeder Möglichkeit. „Durchhalten um jeden Preis“, dachte ich immer. Aber irgendwann verändern sich Dinge, werden unerträglich und Du stellst fest, dass alle um Dich herum ihren Spaß haben und – wie du selbst früher auch – glücklich und ausgelassen sind, während du dir selbst schon morgens den Finger in den Hals stecken könntest, dich psychisch missbraucht fühlst und dein Leben (und auch deine Träume) verschwinden siehst. Für was?

@staengler
Danke für Deine Einschätzung. Du triffst damit viele meiner Wünsche und Gedanken. Mit meiner Frau versuche ich darüber zu reden. Sie weiß auch, dass ich die Trennung will und schon nach einer Wohnung suche. Leider geht sie mit keinem Wort auf das „Wie“ einer Trennung ein. Sie besudelt mich stattdessen gleich mit Dingen wie, dass ich sie ja dann wohl finanziell kaputt machen würde etc. Sie hat kein anderes Thema als das, wie es ihr danach finanziell ergeht und stellt mich dabei als jemanden dar, der ihr nach dem gewohnten Leben trachtet. Erstaunlich, weil es umgekehrt ist. Ich lebe hier auf Sparflamme, und bin des lieben Friedens Willen auch bereit das weiter zu tun, während meine Frau das Geld mit vollen Händen ausgibt (und wenn es finanziell knapp wird, ist bei ihr nicht Sparen angesagt, sondern Hinweise auf andere Männer in der Stadt, die es besser draufhaben Geld ranzukarren ... ein Brüller, nicht wahr). Oh man. Während ich das hier schriebe, merke ich mal wieder, welch ein Vollpfosten ich doch bin. Mich kann man ja prima ausnutzen. An der ganzen Soße bin ich selber schuld. Hab einfach zu viel mit mir machen lassen.

@Sirius
Sie hat schon beim ersten Gespräch zum Thema Trennung gesagt, dass die Kinder „ihr gehören“ (als wären es Sachen im Eigentum einer Gebärmaschine; zeigt aber ihre Kälte). Das heißt: Die Frau wird dann ohne Kinder gehen, wenn sie einen Mann findet, der ihr Reichtum und Wohlergehen in Hülle und Fülle bieten kann. Dann ist sie schneller weg als ein Affe aufm Baum. Kennst Du vielleicht so einen Mann? 😉

@Stabilo
Ja, das bin ich selber. 🙂 Leute, Leute. Was da gestern in mir vorging, kann ich immer noch nicht beschreiben. Hab mich irgendwie sehr aufgehoben gefühlt und das, obwohl ich doch „nur“ meinen PC vor mir habe.

@Wolkenhimmel
Ich nehme jede Anregung gerne auf, muss mich mit dem Gedanken, dass die Kinder bei mir sein könnten, aber noch anfreunden. Aber wenn ich an die Frage meines besten Freundes denke (s.o.) kann es sein, dass ich mich der Situation eh stellen muss, wenn die Kinder ohne mich nicht in diesem Haus leben wollen. Dann werde ich eine Lösung finden. Egal wie. Dafür liebe ich die Kinder viel zu viel. Zu Deiner weiteren Frage: Wie gesagt, sie weiß alles und reagiert nur mit finanziellen Zukunftsängsten, Besudelungen und Vorwürfen, dass ich mir das hätte früher überlegen sollen und dann weder heiraten noch Kinder hätte wollen dürfen (ist das noch richtiges Deutsch? ... ihr wisst, was ich meine). Da ich hier nicht so schnell eine Wohnung finde (Großstadt; alles dicht), verdrängt sie das Trennungsthema aber auch sehr, weil sie es eben nicht will (der Kinder wegen, sagt sie; der Kohle wegen, meint sie). Dass sie mich schon lange nicht mehr liebt, hat sie übrigens ganz klar erklärt. Ohne Kinder wäre sie längst weg, sagt sie.

@ginnie
Deine Worte machen Mut. 🙂 Ja, ich SEHNE mich nach Wärme und suche / finde sie bei meinen Kindern. Aber klar, dass ist Kinderwärme. Erwachsenenwärme fehlt mir auch. Wenn ich einer Frau begegne, die Herzenswärme ausstrahlt, würde ich sie am liebsten gleich umarmen. Ich träume auch davon, wieder in einer verliebten Beziehung leben zu können und meinen Kindern auch mal da ein Vorbild sein zu können. Die beiden wissen doch gar nicht, wie eine Beziehung funktioniert. Sie sehen es ja nicht. Zu Deiner weiteren Frage: Meine Frau ist Vollzeitmutter und mit ALLEM überfordert. Sie stöhnt den ganzen Tag und jammert nur rum. Abends bringe ich die Kinder zu Bett, weil sie dann schon fertig ist und nicht mehr kann. Da wird dann vorm Fernseher abgehangen, während ich die Kinder mit vielen schönen Ritualen, die wir uns über die Zeit zusammengebastelt haben, in eine gute Nacht begleite. Ach ja ... krank scheine ich davon tatsächlich zu werden, was mich selbst auch nicht wundert; mein Arzt hat jedenfalls jüngst eine Alarmstufe Rot ausgesprochen.

@brille007
Klasse Idee, das mit dem Wechselmodell. Hast Du Erfahrungen, wie die Kinder darauf reagieren? Hab bislang immer gelesen und gehört, dass Kinder einen klaren Lebensmittelpunkt haben sollen, also nicht mal hier und mal dort sein sollen. Der ständige Wechsel würde sie eher gefährden als ihnen helfen. Mein Traum dazu ist, dass die Kinder auch unter der Woche frei entscheiden können, wo sie lieber sind. ABER, das wird wohl wirklich nix, weil das die Kinder in eine irre Zwangssituation steckt, dem einen Elternteil sagen zu müssen, heute „lieber bei dem anderen Elternteil“ sein zu wollen. Das überfordert die kleinen Herzen. Aber ein Wechselmodell, wo einfach klar ist, diese Woche hier, nächste Woche da – ohne den Kindern eine Entscheidung aufzubürden – warum nicht? Nur dafür müsste meine Frau mitmachen. Da habe ich meine Zweifel.

@aro12
Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Du sprichst mir aus der Seele und ich schaue fast schon neidisch auf das, was Du geschafft hast. Hoffentlich finde ich am Ende die Kraft dazu. Frage: Bist Du am gleichen Ort in der Nähe Deiner Kinder geblieben? Das scheint mir ein Schlüssel zum Erfolg einer Trennung zu sein, was die Kinder betrifft. Die Väter, die ich kenne und wo es richtig schief gelaufen ist, sind allesamt für die Kinder zu weit weggezogen (und für Kinder im Alter meiner Kinder ist alles außerhalb von 10 Fahrradminuten ja fast wie Afrika). Was ist eine DEF? Damalige Ehefrau? Doofe Exfrau? Dieser Eine Fehler? 🙂

@Mappi
Auch beim Lesen Deiner Worte spüre ich Sehnsucht. „Da will ich hin!“, schreit es in mir. Hoffentlich kann ich bald auch rückblickend Gutes berichten statt furchtvoll in die Zukunft zu schauen. Du hast recht: Männer sind da weicher und bequemer. Das ist auch die verdammte Gefahr dabei. Am Ende knickt man ein und versaut sich damit das Leben und auch irgendwie auch das der Kinder, weil sie ja in einer völlig lieblosen Elternbeziehung aufwachsen und dann auch mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Beziehungen so aufbauen werden. Gruselig! Und JA, ich bin mir auch SICHER, dass die Zeiten mit meinen Kindern viel schöner und intensiver werden, wenn meine Frau nicht dabei ist. Ist ja heute schon so. Kaum ist sie durch die Tür, kommen die Kinder aus allen Löchern und fordern mich zu jedem tollen Unfug auf. Dass sie sich nicht dabei abklatschen, ist alles. 🙂 Dennoch: Man darf die emotionale Bindung eines Kindes an die Mutter nicht unterschätzen. Wenn es zum Schwur kommt, ist das doch sicherlich auch eine Schnur, die so schnell nicht reißt, auch wenn sie den Papa noch so sehr lieben. So sind wir doch verdrahtet. Kinder lieben sogar Eltern, die ihnen körperliche Gewalt antun. Also diese genetische Bindung unterschätze ich jedenfalls nicht.

@Horschti
Richtig, sie arbeitet nicht. Geht aber viel stolperfrei shoppen. Zum Thema Jobsuche sagte sie: „Mache ich nicht. Damit krieg ich ja dann später nur weniger Geld von Dir.“ Alles klar? Was die Erziehungsmethoden betrifft, setze ich mich täglich mehr durch und ich pfeife auch auf die Killerphrase, dass ich ihr damit in den Rücken falle. Ist mir egal. Ich will nicht, dass meine Kinder aalglatte Privatschüler bleiben. In den beiden steckt Energie und Leben. Das kann ich wecken und das muss raus. Die müssen sich mehr ausprobieren.

Zu den Fehlern, die man nicht machen sollte, würde ich gerne mehr erfahren:
- Unbedachtes Ausziehen ... mache ich nicht. Das wollte meine Frau schon aus dem Ärger heraus erzwingen, aber da bin ich - geht doch 🙂 - stur geblieben.
- Unachtsamkeit bei den Familienfinanzen ... was genau meinst Du? Also ich weiß sehr genau was wir im Schnitt monatlich brauchen und was reinkommt. Damit ist mir klar, dass es mit einer zweiten Wohnung eng wird. Vielleicht muss auch das Haus verkauft werden und meine Frau muss (mit den Kindern) in eine Mietwohnung, wobei ich den Kindern das auch gerne ersparen würde, um ihnen das gewohnte Umfeld zu belassen.
- Was sind sonst noch Fehler, die man als ungeübter Trennungspapa so macht?

@An Alle
Das tat jetzt gut! Danke Euch für Eure Beiträge. Damit habt ihr mir wahrscheinlich einen Therapeuten erspart. 🙂


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 13.01.2011 13:02
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus Stabilo!
Zum Thema Trennng und Finanzen:
Ist das Haus schuldenfrei?
Wer steht im Grundbuch und wie schauts gegebenefalls mit Darlehen bei der Bank aus?
Wäre es wirtschaftlich denkbar, dass Du mit den Kids im Haus bleibst (ist schon mal ein Umzug weniger)?
Es steht ja nirgend s geschrieben, dass Du alleine die Miete für eine Whg. für KM zu stemmen hättest. 😉
Trennung der Konten und gegebenfalls Aufheben etwaiger Kontovollmachten.
Wichtige Papiere, Dokumente, Policen in Sicherheit bringen.

Zum Thema Trennung und Kinder:
Das Wechselmodel wäre natürlich die beste und einfachste Umgangslösung. aaaber
Eure Kinder sind schon in einem Alter, in dem Sie Wünsche (z.B. bei wem sie weiter leben möchten) ausdrücken können. Wenn´s blöd läuft, könnte Ihrer Entscheidung (und wenns sein muss via Gericht) gegen KM ausfallen, falls KM sich gegen ein vernüftihges Umgangsmodell wehrt.
Für die Kids ist es meist wichtiger, wie gewohnt beide Elernteile und Freunde haben zu dürfen als die "gewohnte Wohnsituation".

Grüßung

Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 13:45
(@ulliberne)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin, Stabilo,

Über die Alternative, dass ich bei den Kindern im Haus bleibe und meine Frau geht, habe ich nie nachgedacht.

hatte ich auch nie - und bin seit inzwischen 8 Jahren AE Vater. Auch ich war und bin vollzeitarbeitend (kein Homeoffice) mit Dienstreisen (wenige, aber bis zu 14 Tagen ins Ausland). Auch ich konnte (und kann weniger denn je, da kein Unterhaltsvorschuss mehr gezahlt wird) mir keine Tagesmutter leisten.

Lösung: ich habe 1) seit Beginn des AE-seins Aupairs (und damit ganz überwiegend gute Erfahrungen gemacht!) und 2) natürlich bei der Frage des Familienrichters (wg. ABR), wie ich die Betreuung bewerkstelligen wolle, Sachen wie Dienstreisen etc. 'nicht so laut erwähnt', dafür die (damals bestehende Möglichkeit) des Homeoffice, die Ganztagsbetreuung in der Grundschule sowie die freundliche (und vor allem den Kindern gewohnte/bekannte) Nachbarschaft umso deutlicher.

Das heißt: Die Frau wird dann ohne Kinder gehen, wenn sie einen Mann findet, der ihr Reichtum und Wohlergehen in Hülle und Fülle bieten kann. Dann ist sie schneller weg als ein Affe aufm Baum. Kennst Du vielleicht so einen Mann? 😉

so'n Mann nicht, aber 'ne Frau, die genauso tickt  :rofl2:

Wie siehst du die Chance, dass deine DEF (=Demnächst Ex-Frau/vatersein.de - Informationen: Lexikon Fam.-Recht - Abkürzungen - 'D' ) 'irgendwann' von selbst auszieht? Oder ist sie eher der Typ, der wartet, bis jemand anderes (Du) was unternimm(s)t?? Was bedeuten könnte, dass, wenn du nicht ausziehst, der derzeitige Zustand auf ewig so bliebe.

Betr. möglicher 'Fehler eines Trennungspapas':
- viele eher formale Hinweise (alles dokumentieren, Papiere 'sichern' etc. pp.) findest Du zuhauf im Forum und in Marco's Beitrag
- trotz aller Gedanken etc.: vergiss nicht, an dich selbst zu denken!! (Sport, auskotzen beim besten Freund, Hobby ....) . In dieser Situation mehr denn je zählt ' mens sana in corpore sano' im Sinne des klaren Denkens!
- wenn sich eine Entscheidung mit den Kindern abzeichnet: suche/intensiviere den Kontakt mit Schule/KiGa/Hort und evtl. auch Jugendamt (JA), einfach um dich dort 'bekannt zu machen' und um diese aus 'erster Hand' zu informieren.

Gruß und alles Gute!
Ulli


ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)

AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 14:11
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Stabilo,

Klasse Idee, das mit dem Wechselmodell. Hast Du Erfahrungen, wie die Kinder darauf reagieren? Hab bislang immer gelesen und gehört, dass Kinder einen klaren Lebensmittelpunkt haben sollen, also nicht mal hier und mal dort sein sollen. Der ständige Wechsel würde sie eher gefährden als ihnen helfen.

Ja, dieses Gerücht habe ich auch schon gehört. Es wird besonders gerne weiterverbreitet von jenen Leuten, die aus persönlichen, beruflichen und/oder ideologischen Gründen ein hohes Interesse daran haben, dass die Mutter die Kinder nach der Trennung als Unterhaltsgeiseln nimmt.

Auch diese Lüge wird allerdings nicht zur Wahrheit, nur weil sie in Deutschland so schön häufig wiederholt wird ...

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 14:14
(@nadda)
Registriert

Hallo Stabilo,

denke du würdest das mit dem alleinerziehend sein ganz gut hinkriegen, dir sind die Kinder wichtig und das ist erstmal die Grundlage um gute Lösungen zu finden.

Deine beiden sind ja schon in der Schule, also brauchst du vermutlich  nachmittags Betreuung. Da gibt es ja unter Umständen in der Schule schon eine Hausaufgabenbetreuung? Wenn nicht frag doch mal im Kreise ihrer Freunde nach ob sie dort noch teilweise mitbetreut sein könnten. Meine Freundin hat da ein tolles Modell, ihre Tochter ist  zwei Nachmittage bei ihrer besten Schulfreundin und macht dort mit deren Mutter Hausaufgaben. Dafür ist deren Tochter auch zwei nachmittage bei ihr und macht dort Hausaufgaben. Dadurch haben beide Mütter 2mal die Woche einen komplett freien Nachmittag und halt auch 2mal ein Kind mehr. Eine sehr kostengünstige Lösung.

Wenn du dir eine Weile in Ruhe Gedanken machst findest du vielleicht auch passende Lösungsansätze. Auch die Dienstreisen müssen erstmal nicht das große Problem sein, vielleicht kannst du da ja auch ein bisschen einschränken.

Deine Kinder brauchen dich und vielleicht kannst du ja auch mit ihnen zusammen im Haus bleiben und deine Nochfrau geht. Mütter müssen nicht automatisch gut sein in ihrem "Job" sich um Kinder zu kümmern, Väter sind manchmal einfach besser ;-).

Lass dich von ihr auf keinen Fall einfach rauswerfen, stell klar das du hier was zu sagen hast und nicht sie alleine.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 16:40
(@aro12)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

Zitat:
"@aro12
Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Du sprichst mir aus der Seele und ich schaue fast schon neidisch auf das, was Du geschafft hast. Hoffentlich finde ich am Ende die Kraft dazu. Frage: Bist Du am gleichen Ort in der Nähe Deiner Kinder geblieben? Das scheint mir ein Schlüssel zum Erfolg einer Trennung zu sein, was die Kinder betrifft. Die Väter, die ich kenne und wo es richtig schief gelaufen ist, sind allesamt für die Kinder zu weit weggezogen (und für Kinder im Alter meiner Kinder ist alles außerhalb von 10 Fahrradminuten ja fast wie Afrika). Was ist eine DEF? Damalige Ehefrau? Doofe Exfrau? Dieser Eine Fehler? :-)"

Die Abkürzung DEF wurde dir ja schon erklärt (ich musste aber auch fragen :wink:). Und nein, ich bin nicht in der Nähe geblieben, sondern 100 km weg gezogen nach der Trennung. Das war für mich auch eine Art Selbstschutz, weil DEF sonst jeden zweiten Tag auf der Matte gestanden hätte. Und den Kindern ist der Umzug auch gut bekommen. Sie wohnen jetzt nicht mehr auf dem platten Land sondern in einer Kleinstadt, die halt alles bietet, was Kinder wollen (Sportvereine, Musikschule, Tanzschule, Kino) und sie (also zumindest die beiden Großen) können überallhin mit dem Fahrrad fahren. Ich denke, dass die Kinder nicht an irgendwelchen Häusern hängen, sondern dass ihnen Personen (sprich "du") viel wichtiger sind. Dann kommen sie auch mit einer kleinen Wohnung zurecht. Nachdem meine Kinder zu mir kamen  :), haben wir alle in einer kleinen Wohnung gewohnt. Die drei zusammen in einem 12 qm Raum und trotzdem waren alle glücklich!!!


AntwortZitat
Geschrieben : 13.01.2011 17:46




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