Servus Stabilo!
Noch mal auch von mir in aller Deutlichkeit: Du nimmst den Kids nicht ihre Mutter, sondern Du trägst Dich mit dem Gedanken, eine nichtfunktiorende Paarbeziehung/Ehe zu beenden.
Das hat mit Eurem Elterndasein insofern eine Schnittmenge, das "gewohnte Umstände" nun evtl. radikal geändert werden, aber Du und KM bliebt doch den Kids als Eltern erhalten.
Die Qualität und Quantität dieses Elterndaseins könnt letztendlich DU und DEF bestimmen, nämlich in der Art und Weise, wie man sich trennt.
Wenn Du nicht bald die Zügel in die Hand nimmst und beginnst, Fakten zu schaffen, kann Dir durchaus blühen, dass Du zeitnah mit den Fakten von DEF konfrontiert wirst...danach kannst Du nur noch REagieren!
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Moin Stabilo,
auch von mir nach Wochen die Wiederholung: Bleib, wo Du bist. Deine offensichtliche Annahme, Du bekämst irgendwelche Bonus- oder Fleisspunkte, wenn Du das Feld räumst und ausziehst, ist vorhersehbar falsch: Du gibst damit lediglich und vor allem die Möglichkeit auf, gestaltend tätig zu werden.
Wenn Deine Demnächst-Ex Dir Gespräche oder gar Streit aufdrängen will, hilft ein dickes Fell. Beispielsweise die freundliche, ruhige Entgegnung "ich werde mich nicht mit Dir streiten" oder ein lächelndes "sobald Du zu einem normalen, gemässigten Ton zurückgefunden hast, unterhalte ich mich gerne mit Dir". Das kann man notfalls vor dem Spiegel üben. Wichtig ist, dass bei Euren Kindern die Botschaft ankommt, dass Du nicht der Auslöser von Streitigkeiten bist, sondern der ruhende Pol, auf den sie sich verlassen können. Wo soll der Sinn liegen, wenn Du Dich mit Deiner DEF dauernd fetzt? Spielt es eine Rolle, wer das letzte Wort hat? Hat eher recht, wer lauter schreit?
Ich selbst habe "damals" nach dem Ausspruch der Trennung noch etwa ein Dreivierteljahr mit meiner Ex unter einem Dach zusammengewohnt und mich in dieser Zeit zu keiner einzigen Schreierei provozieren lassen. Sie hätte damit auch keinerlei Möglichkeit gehabt, mich der Gewalttätigkeit zu bezichtigen oder sich von mir "bedroht" zu fühlen. Es war ganz sicher keine angenehme Zeit, aber es war auszuhalten; vor allem vor dem Hintergrund, dass dem gegnerischen Anwalt damit die Hände gebunden waren, sein übliches Väter-Entsorgungsprogramm durchzuziehen.
Also: Bleib wo Du bist. Alles andere wirst Du bitter bereuen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Stabilo,
auch ich empfehle Dir nicht auszuziehen !!! Wenn Deine DEF in euerm Haus mit den Kindern bleibt,
könnte das auch Auswirkungen in Deiner Beziehung zu den Kindern haben.
Wie weiter vorne zu lesen, ist ja auch nicht sicher ob Du das Haus halten kannst.
Und wenn dann noch die DEF drin wohnt könnts schwierig werden. Auch könnte sie den
Kindern erzählen " Schaut, jetzt nimmt euch Papa noch euer Zuhause..."
Meiner Meinung nach kannst Du bei einem Auszug nur verlieren... denk mal drüber nach.
Gruss
Mappi
Entmündigter Vater nach § 0815 dt.
Mutterbestimmungsrecht (MBR)
Hallo Stabilo,
Deine Geschichte bewegt mich, auch einen Beitrag zu bringen. Den ersten Schritt hast Du ja bereits getan, in dem Du darüber nachgedacht hast, ob Du mit Deiner DEF zusammenleben willst, wenn die Kinder ausziehen. Hier hast Du eine erste Entscheidung getroffen, die wir alle auch mal getroffen haben und deren Richtigkeit ich für mich nie in Zweifel gezogen habe. Aber jede Entscheidung hat auch eine Konsequenz, damit müssen wir leben und damit hast Du gerade sehr zu tun.
Einen sehr großen Pluspunkt konnte ich bereits entdecken, Du hast die Aufmerksamkeit Deiner Kinder und sie sind Dir wohlgewogen. Alleine dadurch dass sie schon gesagt haben, eine Trennung wäre für die Familie am besten.
Aber was spricht nun dagegen, eine neue Wohnung für Dich zu suchen?
1) Bei der Wohnung bist Du bereit Zugeständnisse zu machen. Hmmm, habe ich auch getan und musste schlußendlich feststellen, dass ich sehr viel Geld in die Renovierung (Farbe, Malerwerkzeugs, ggfs. Tapezieren - und vor allem, die ganze Zeit die man statt renovieren mit den Kindern verbingen könnte) und Instandsetzung investieren musste – schließlich sollen die Kinder sich ja auch wohlfühlen und keiner Gefahrenquelle ausgesetzt sein. Hinzu kommen noch die ganzen Anschaffungen an Möbel und Bekleidung sowie sonstige Wäsche – und nicht nur Deine, sondern auch für Deine Kinder. Die willst Du ja nicht auf dem Boden oder nur mit einer kalten Decke übernachten lassen. Zuzüglich Technik und (ich nenne es jetzt mal Zubehör statt Haushaltsausstattung) wie das nötigste (Wasch-, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Geschirr, Besteck, Kochtöpfe und Pfannen, vielleicht noch ein Kühlschrank etc. pp.) Kannst ja mal alles auflisten und ausrechnen was Du für eine neue Wohnung benötigen würdest und mit welchen vierstelligen Betrag Du die Sache wuppen müsstest. Und dann wäre abschließend die Frage, ob Du Dich wirklich in der Wohnung wohlfühlst oder das schlechte Gewissen ggb. den Kindern überwiegt.
2) Du willst ausziehen weil Du Angst vor dem Rosenkrieg hast?
Hab zwei Wohnungsabsagen bekommen und mich zu 99% entschieden, das doch ich ausziehe und nicht meine DEF. Ich vermute sonst viel zu viel Rosenkrieg, den keiner brauch.
Hallo? Dann fängt dann der Rosenkrieg erst an. Meine Frau ist als erstes zu einem Anwalt gerannt und hat sich den Unterhalt ausrechnen lassen. Wie Du weist, vertreten Anwälte immer nur die Meinung ihres Mandanten und versuchen dass allermeiste für diese herauszuholen. D.h. Du bekommst ein sehr konfrontatives Schreiben, Deine DEF wird ebenso die gleiche Tonalilität anschlagen und dann bekommst Du nur noch zu hören „Du hast die Kinder verlassen.“ Sorry, da ist jede Streiterei die Du vorher gehabt hast, Kindergartengebrabbel. Und wenn es dann um das finanzielle geht, oder die Umgangszeiten mit den Kindern etc. man wird Dich jedes mal spüren lassen, dass Du die Kinder verlassen hast. Da muss man eine Menge Selbstachtung und -bewusstsein haben, um sich stets selber klarzumachen, dass das nicht so ist, sondern das man nur die Frau und nicht die Kinder verlassen hat. Du wirst trotzdem immer das Gegenteil zu hören bekommen.
3)
Meiner DEF habe ich schon gesagt, dass sie sich einen neuen Partner suchen soll. Ich glaube, sie versucht es auch schon.
Glauben ist nicht wissen. Und wieso sollte sie dass tun? Erstmal wird Sie den vollen Unterhalt aus Dir rauspressen, das ist so wie bei einer Zitrone – nur dieses mal werden die Kerne und die Schale inkl. Haut kleingestückelt und mitgenommen. Erst danach wird sie sich, wenn überhaupt einen neuen Partner suchen, der Ihr ein zusätzliches Einkommen für weitere Shoppingtouren ermöglicht.
Denke über die Situation als alleinerziehender Vater nach. Viele Mütter müssen das auch und finden Lösungen. Und wenn Du in so einer Situation bist, lernst Du auch neue Menschen kennen, die Dir helfen und Tipps geben können, das trotz einem Vollzeitjob zu ermöglichen. Nach meiner Trennung hat mir ein guter Freund geraten „Lass die Kinder quasi bei Dir einziehen“. Ich habe das erst abgetan, weil ich mit Widerständen meiner EX gerechnet habe, ich gedacht habe, dass kann ich mit meinem Job nicht vereinbaren etc. Aber irgendwann hat sich die Blockade gelöst und ich geniesse jeden Tag mit den Beiden (übrigens einmal 6 und einmal 1 Jahr). Auch wenn Sie nicht bei mir richtig eingezogen sind, haben sie die zweite Wohnung akzeptiert und ich darf mir anhören „Papa, ich will lieber bei Dir sein“. Wow – das löst immer wieder Hochgefühle in mir vor. Schlussendlich will ich sagen, es geht und ich war sehr positiv überrascht von den Reaktionen und dem Verständnis der anderen. Mein Chef und meine Kollegen haben alle mitgespielt und ich durfte mir bei Beurteilungsgesprächen und Bonusverhandlungen anhören, dass ich ein noch wertvollerer und angenehmerer Mitarbeiter / Arbeitskollege geworden bin. Und das trotz höherer Anzahl von Homeoffice und „no go“ Zeiten, da ich dann für die Kinder da bin.
Wenn Du die größten Fehler vermeiden willst:
- Nicht ausziehen, damit baust Du Dir selber einen Strick in jedweder Hinsicht! Du bekommst das finanziell zu spüren, Du bekommst sehr unangenehme Schreiben von Anwälten mit Fristsetzungen und es ist sehr sehr schwer hier von einer „ich muss reagieren“ Phase in eine „ich habe Vorschläge und Wünsche“ Phase zu kommen.
Bewahre Dich vor Situation, bei denen sie Dir einen Anwaltsschreiben zukommen lassen wird, denn das ist für „Weicheier“ (so einer war ich auch) nur nervenaufreibender, stressiger als alles andere – wie sagen die anderen Foristen so schön „immer das Heft in der Hand behalten“. - Besuche eine Paartherapie, hier helfen Kirchen, pro Familia oder städtische Einrichtungen. Sei Dir bewusst, dass eine Paartherapie auch sehr schnell in eine Trennungsberatung mündet. Dein Vorteil: Vielleicht bekommt Deine DEF durch einen neutralen Dritten die Klarheit, dass nicht Du, sondern sie selber das Problem ist. Das würde Dein Haus, Deine Unterhaltszahlungen an sie und ein Stück weit Deinem Lebenstraum helfen.
- Behalte stets den Überblick über die Finanzen. Achte drauf, dass sie sich nicht an den Kontoständen, den Wertpapieren etc. zu schaffen macht. Sofern noch nicht geschehen, jeder bekommt sein eigenes Konto für seine persönlichen Ausgaben, es gibt ein sep. Konto um alle Ausgaben für das Haus zu decken. Die Ausgaben für die Kinder werden beispielsweise aus Bargeld in einem Briefumschlag bestritten – aber nur gegen Beleg. Die Bargeldbestände hast natürlich als Alleinverdiener Du.
Dreh den Spieß um: Nicht Du verlässt das Haus, sondern sie. Und vergesse dabei nie: Kinder sind kein Eigentum und erst recht sollten sie nicht für finanzielle Ziele eingesetzt werden. Bewahre Deine Kinder also davor, dass sie die Kinder bekommt und Du Kinderunterhalt bezahlen muss. Das hat (psychologische) Auswirkungen, die sich keiner ausmalen kann. - Konzentriere Dich auf Deine Kinder und lass Dich von den Reaktionen Deines Umfeldes positiv überraschen.
Shit, so ist aus einem 5-Zeiler ein ganzer Text geworden. Sollte ich zu emotional geworden sein, entschuldige das bitte, aber da sind auch viele eigene Erfahrungen mit drin, die ich machen musste.
