Liebe Trennungsväter, Scheidungskrieger und Leidgeprüfte!
ich habe euer Forum schon seit einiger Zeit verfolgt und habe gehofft, dass es nicht nötig wird, dass ich mich hier anmelden muss. Nun ist es aber soweit gekommen.
Jedes mal, wenn ich im Forum gelesen habe, hat sich mein Bauch zusammengezogen, so wie man es kennt, wenn man vor einer schweren Prüfung, einer Rede vor vielen Leuten oder ähnlichem steht. Nun ist es soweit, und ich bin auch hier registriert. Warum? Weil ich hoffe, von euch Hilfe zu bekommen und Mut und Zuspruch in schweren Stunden.
Ich hoffte, ich muss nicht allzu viele Beiträge in diesem Forum schreiben. Doch diese Hoffnung wird gerade von den Realitäten zunichte gemacht.
Ich erzähle euch meine Geschichte:
Ich bin seit vielen Jahren mit meiner jetzigen Frau zusammen, wir haben uns vor etwa 7 Jahren kennengelernt. seit 5 oder 6 Jahren leben wir zusammen, haben einen gemeinsamen Haushalt und waren das, was man ein glückliches Paar nennt. Vor einiger Zeit hatten wir beschlossen, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben, haben uns ein Kind gewünscht, und dieses vor etwas über einem Jahr bekommen. Kurze Zeit nach der Geburt haben wir geheiratet. Das ist jetzt etwa 1 Jahr her. dann sind wir umgezogen, in eine andere Stadt, meine Frau ist hier todunglücklich und die Beziehung wurde auf eine harte und ernste Probe gestellt. Nun, wo gibt es das nicht, habe ich mir gedacht und versucht, die Krise (einen richtigen Streit hatten wir nicht9 irgendwie zu meistern. Das ist uns aber nicht gelungen. Nun haben wir einige Sitzungen beim Eheberater hinter uns, in der letzten Sitzung hat meine Frau (es hat sich seit 4-6 Wochen angekündigt) mitgeteilt, dass alle Änderungen in der Beziehung, alle Versuche meinerseits zu spät kämen. es sei zu spät. Sie würde nun kommendes WE zuerst zu ihren Eltern ziehen (für 2 Wochen). Dies würde uns guttun, meinte sie. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass meine Frau auch nicht recht weiß, wie es zu unserer Krise gekommen ist (auch der Eheberater ist aus uns noch nicht so recht schlau geworden) und versucht, mit mir die Situation zu retten. Das dachte ich. Bis sie mir gesagt hat, dass sie sich trennen will. Bis ich durch Zufall bei ihren Sachen ein Buch über das neue Unterhaltsrecht gefunden habe. Bis ich herausgefunden habe, dass sie bereits einen Anwalt für Familienrecht eingeschaltet hat. Wie ein Donnerschlag und einen Tritt vors Schienbein hat sich dies angefühlt. Denn dass die soweit ist, davon hatte ich keine Vorstellung.
Vor 2 Tagen hat sie mir nun mitgeteilt, dass sie in der Gegend ihres Heimatdorfes auf Wohnungssuche ist und wohl auch fündig geworden ist. Von unserem jetzigen Wohnort sind dies ca. 350 km, von unserem alten Wohnort ca 50 oder 60 km (wir sind aus beruflichen Gründen hierhergezogen. Meine Frau arbeitet aber momentan nicht, sonder kümmert sich um unseren Sohn).
Ich habe oben absichtlich von Krise und nicht von Konflikt geredet, denn momentan gibt es bei uns noch keinen Hass, keine knallenden Türen, keine Schimpfworte, sondern nur gähnende Leere und Sprachlosigkeit. Zwar hat mir meine Frau in einem Gespräch gesagt, dass sie mir unseren Sohn nicht wegnehmen will, dass sie sich auch schon Gedanken gemacht hat wegen des Umganges, und dass sie auch an einer einvernehmlichen Trennung interessiert sei. Allein, was soll ich davon halten? Das klingt ja alles schön und gut, aber was ist das gesagte Wort schon wert?
Ich denke momentan, dass noch so viel Basis zwischen uns da ist, dass es für eine einvernehmliche Trennung reicht. Daher bin in natürlich auch daran interessiert, möglichst kein Öl ins Feuer zu gießen und die Stimmung kippen zu lassen. Andererseits darf ich natürlich nicht zu nachgiebig sein, am Ende stehe ich nackt da. Die Chance auf eine einvernehmliche Trennung will ich mir aber nicht nehmen.
Meine Frau weiß, dass ich bereit bin, meine derzeitige Stelle über kurz oder lang aufzugeben und in unsere alte Stadt oder die Gegend zu ziehen. Glücklicherweise bin ich in einer Brachen, in der ich nahezu überall in der Republik ohne große Probleme eine Stelle finden würde, ohne Gehaltseinbußen, ein Mangelfall würde ich nicht werden.
Nun habe ich eine Frage an euch (ich bin neu, mein erster Beitrag, daher bitte ich, eventuelle Ungenauigkeiten zu übersehen und mir nachzusehen, wenn dieser Thread mit einer Frage endet, die u.U in ein anderes Unterforum gehört).
Meine Frau will mitsamt unserem Sohn (ich hänge sehr an ihm) wegziehen. Ich bin bereit, hinterher zuziehen, dies gelingt mir aber erst in ca. 1 oder 1 1/2 Jahren.
Ich glaube, ohne mein Einverständnis darf sie gar nicht mit unserem Sohn wegziehen. Soll ich es ihr verbieten? Und damit die Basis (die auch unser Familientherapeut sieht) für eine einvernehmliche Trennung zunichte machen? Oder soll ich zustimmen, mit der Gefahr, dass mir Honig ums Maul geschmiert wurde, und ich bittere Nachteile in Kauf nehmen muss? Wie könnten solche Nachteile aussehen?
Und wie regelt man den Umgang zu einem 15 Monate alten Kind, das definitiv ein anderes Verhalten mir gegenüber an den Tag legt, wenn ich (was gelegentlich vorkam) aus beruflichen Gründen für eine Woche nicht sehen konnte?
Was soll ich nur tun, wie soll ich meinen Anwalt impfen? Wie soll ich meine Interessen formulieren?
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Ich selber bin am verzweifeln!
PaulPeter
Moin PP,
erwachsene Ehepartner haben sich wechselweise nichts zu verbieten oder zu erlauben. Selbst wenn: Wo läge der Sinn, Deine Noch-Frau zwingen zu wollen, in Deiner Nähe zu bleiben, bis Dein Job Dir einen Umzug erlaubt? Vorhersehbar würde sie sich Euren Sohn trotzdem schnappen und wegziehen - mit vorhersehbaren Folgen. Du kannst sie ja kaum irgendwo anketten.
Du musst Lösungen finden; keine Verbote.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Martin,
vielen Dank für Deine Antwort. Mir ist schon klar, dass ich meine Frau nicht hier anketten kann, sondern nach Lösungen suchen muss. Andererseits kann ich mir schwer vorstellen, dass meine Nochfrau das Recht haben sollte, einfach mit unserem Sohn zu verschwinden.
Mir stellt sich die Frage, wie ich darauf reagieren soll, damit ich keine Nachteile habe, falls keine einvernehmliche Trennung gelingt und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen setzen kann, dass mir die Wegnahem des Kindes nicht wurscht ist oder ich das einfach toleriere.
D.h:
kann oder muss oder soll ich irgendwie kundtun, dass ich damit nicht einverstanden bin? Wenn ja wie und wo (und ich meine jetzt nicht zu sagen: "Nein das darfst Du nicht. Und wenn Du es doch tust, setz ich mich hin und heul ein bisschen")?
Könnte man mir Desinteresse am Umgang oder an der Betreuung meines Sohnes vorwerfen, wenn ich sie einfach gewähren lasse?
Macht es Sinn, mich beim JA beraten zu lassen, nur um mal dort gewesen zu sein und aktenkundig zu sein? (Im Verkehrsrecht ist es ja z.B. häufig so, dass demjenigen Autofahrer geglaubt wird, der einen anderen angezeigt hat, da man davon ausgeht, dass der Anzeiger Grund zur Anzeige hatte.) D.h. macht es Sinn, nächste Woche, nachdem meine Nochfrau ausgezogen ist, zum JA zu gehen, in der Hoffnung, der erste von uns beiden zu sein und damit Sorge um meinen Sohn auszudrücken?
In irgendeinem Forum steht: Wer Frieden will, muss auf Krieg vorbereitet sein.
Und ich kann nicht ausschließen, dass Krieg in der Luft liegt, sonst hätte meine Nochfrau keinen Anwalt einschalten müssen.
Grüße,
PaulPeter.
Moin.
Andererseits kann ich mir schwer vorstellen, dass meine Nochfrau das Recht haben sollte, einfach mit unserem Sohn zu verschwinden.
Dieses Problem hat die Rechtsindustrie auch gesehen und dafür folgende Lösung gefunden:
Die Mutter kann hinziehen wo sie will. Das kann man ihr nicht verbieten.
Und sobald das klar ist, muss der Richter nur noch entscheiden, wo das Kind dann besser untergebracht ist.
Wie bisher bei der Mutter, die sich ja schon bisher, dank des väterlichen Unterhalts rund um die Uhr so liebevoll um das Kind gekümmert hat oder bei einem Vater, der sich durch seine Arbeit sowieso nicht um das Kind kümmern kann und auch sonst nur Ärger macht.
Rate mal, wie sich der Richter entscheidet.
Deine einzige Chance ist, nachzuweisen, dass Papa+bisheriges Zuhause+bisheriges Umfeld+bisheriger Kindergarten+Oma und Opa+bisheriger Sportverein+... >= Mama in Timbuktu.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo PaulPeter,
realistisch betrachtet hast du schlechte Karten wenn sie sich komplett auf stur stellt und ihren Anwalt schon in Startposition hat.
Vermutlich kannst du nur versuchen jetzt im Guten Regelungen zu finden mit denen ihr beide leben könnt und diese schriftlich fixieren. Mit etwas Glück hast du dann, zumindest vorläufig, eine gute Regelung die dann auch später den Verhandlungsspielraum prägen kann. Bei meiner Trennung hatte ich gemeinsam mit meinem Ex noch Umgangsregelungen festgelegt. Uns beiden wäre das nicht gelungen, da hat uns die Eheberatung mitgeholfen und am Ende stand da was schriftliches, an dem man sich erstmal orientieren konnte. Lange gehalten hat es in unserem Fall nicht, aber das muss bei dir ja nicht so sein.
In deiner Situation würde ich also erstmal zwei Dinge tun:
1. Besorg dir so schnell wie möglich einen guten Anwalt für Familienrecht, du wirst ihn unter Umständen bald brauchen und es ist beruhigend für dich zu wissen das du ihn hast wenn du ihn brauchst. Solltest du ihn wider Erwarten nicht brauchen freust du dich einfach.
2. Versuch noch vor dem Auszug einen Notfalltermin bei der Familienberatung zu kriegen und dort deine Umgangsregelung festzulegen.
Sie zieht weg, die Entfernung ist groß. Also stehen Fragen im Raum wie ihr den Umgang regeln könnt.
Bei so einem kleinen Kind würde ich persönlich es besser finden mehrere Umgangstermine zu haben, also wöchentlich. Überleg dir wie oft und wann du euer Kind nehmen kannst und beantrage mal alles was du in der Lage bist zu leisten, gestrichen wird dir sowieso noch etwas.
Da sie die Entfernung erzeugt würde ich ihr auch gleich klarmachen das sie dadurch dir entgegenkommen muss, es entstehen auf dieser Strecke ja auch erhebliche Kosten, von der vielen Zeit noch gar nicht zu sprechen.
LG
Nadda
Hallo PaulPeter,
die Geschichte erinnert mich stark an meine.
Ich hatte auch einen 1-Jährigen Sohn, musste wegen Beruf umziehen, meiner damaligen Frau gefiel es dort nicht. Sie machte sich schlau, es kam zur Krise. Eheberatung hatten wir ebenfalls.
Und plötzlich war ich in der Ferne und sollte so viel Geld abgeben, dass ich auf Sozialhilfeniveau gesunken wäre und von Besuchen zu meinem Sohn nur hätte träumen können.
Es ist mit sehr viel Blut, Schweiß und Tränen anders gekommen. Lies es dir vielleicht mal durch.
Ich würde dringend mal die Bank/Versicherungsdokumente sichern (deine Eltern) und Geld Abheben und es cash außerhalb bei Menschen parken, denen du vertrauen kannst; möglichst alles ohne, dass sie es mitbekommt.
Und einen Anwalt aufsuchen. Im Augenblick gehst du nämlich mit einem Taschenmesser zu einer Schießerei.
Sag ihr davon erstmal nichts und versuche eine mögliche Lösung zu erarbeiten (Zurückziehen/pendeln?). Die Zeichen, eine derartige Lösung zu erreichen, sehen meiner Meinung nach nicht rosig aus; sie scheint sich emotional schon getrennt zu haben und versucht nun ihre Pfründe zu sichern.
Dann solltest Du dringend anfangen, kleine Brötchen zu backen. Sollte es nämlich zur Trennung kommen, wirst du automatisch zum Kleine-Brötchen-Bäcker-Meister. Deutsche Gesetze, Ämter und Gerichte haben nicht sonderlch viel übrig für Väter.
Schon mal gut, dass Du hier bist. Alleine hätte ich meine Nummer damals nicht durchgestanden. Einigen Leuten hier verdanke ich einen guten Teil meines Ars chs.
Und rede mit deiner Familie. Meiner Familie habe ich den Rest zu verdanken.
Gruß,
Michael
Hallo Micahel,
vielen Dank für Deine Tips, einige davon habe ich schon in die Tat umgesetzt, andere plane ich gerade umzusetzen. Insbesondere das Beiseiteschaffen von Geld dürfte aber nciht so einfach werden, da ich ja immer nu kleine Summen abzweigen kann. Aber bis die Scheidung dann amtlcih ist oder die Anträge gestellt sind, dürfte ich ja noch ein wenig Zeit haben (hoffe ich). Soweit ich weiß, darf ich aber nicht ohne das Einverständnis meiner Frau größere Summen meines Geldes für eigene Zwecke verwenden, oder bin ich da falsch infomiert? D.h: Darf ich mir nichts, Dir nichts mal tausend, mal 1500 Euro von meinem Konto abheben? Oder kann es sein, dass ich später, wenn geteilt wird, Rechenschaft darüber abelgen muss, was damit passiert ist?
Einen Anwalt habe ich mir nun auch besorgt, nächste Woche habe ich einen Beratungstermin. Bald wird meine Exfrau ausziehen, heute hat sie mir eröffnet, dass ich ihr doch bitte meine Lohnzettel vom letzten Jahr kopieren solle, ihr Anwalt bräuchte die, um den Unterhalt zu errechnen (da habe ich dann erstamls offiziell erfahren , dass ie bereits einen Anwalt hat). Nun was soll ich davon halten? Die Zeichen stehen auf Sturm.
Die Untelagen habe ich ihr natürlich nicht gegeben (Übrigens habe ich letztes Jahr deutlich mehr verdient, als ich dieses Jahr verdienen werde). Sie soll sich beraten lassen, wenn der Anwalt was von mir will, kann er sich ja an mich oder meinen Anwalt wenden.
Nun ist mir prinzipiell klar, dass ich Unterhalt zu zahlen habe und bin mir bewußt, dass sie einen Anspruch darauf hat. Ich bin nur nicht einig mit der Art und Weise, wie sie die Trennung vorantreibt. Ich spekuliere weiterhin auf eine einvernehmliche Trennung, auch wenn ich die Hoffnug wohl momentan fahren lassen muss (Zumal der gegenerische Anwalt an Hand der Lohnzettel von mir von völlig falschen Voraussetzungen ausgeht, da ich seit diesem Jahr einem völlig anderen Tarfirecht unterliege und meine Überstunden und Dienste völlig anders vergütet werden als bisher)
Mal sehen, wie es verläuft.
Gruß, PP
Sie darf nicht die Lohnzettel des letzten Jahres fordern, sondern die der letzten 12 Monate. Das macht schon einen Utnerschied. Dein RA kann dann auch argumentieren, das sich eben einigens geändert hat und du das Einkommen bis 12/10 nicht mehr länger erzielen kannst.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo PP
Darf ich mir nichts, Dir nichts mal tausend, mal 1500 Euro von meinem Konto abheben? Oder kann es sein, dass ich später, wenn geteilt wird, Rechenschaft darüber abelgen muss, was damit passiert ist?
Wusstest Du eigentlich, dass es in der Ehe keinen Diebstahl gibt? Wichtig ist allein der Kontostand am Tag der Trennung.
Bevor sie geht, hebst du die großen Dinger ab und besorgst dir einen sauberen Kontoauszug am Tag eurer Trennung.
Ich spekuliere weiterhin auf eine einvernehmliche Trennung, auch wenn ich die Hoffnug wohl momentan fahren lassen muss (Zumal der gegenerische Anwalt an Hand der Lohnzettel von mir von völlig falschen Voraussetzungen ausgeht, da ich seit diesem Jahr einem völlig anderen Tarfirecht unterliege und meine Überstunden und Dienste völlig anders vergütet werden als bisher)
Ist klar soweit. Woraus genau schöpfst Du die Hoffnung einer gütlichen Trennung?
Das Problem ist doch ein ganz anderes. Ihr Anwalt hat ihr nämlich schon überschlagen, was sie kriegen wird. Sie geht scheinbar planvoll vor. Und das ist deutlich mehr, als du ihr später überweisen musst (in dem Punkt sind sie nämlich ihr eigener Verkäufer). Dann wird in ihr die Erkenntnis reifen, dass Scheidung wohl doch nicht sooo luxuriös ist und Enttäuschung über deine "schlechte Zahlungsmoral" wird sich breit machen, um sich dann langsam in Hass auf den Ex zu wechseln.
Versuche nicht, dass deiner Ex zu erklären. Das gibt nur Zoff.
Gruß,
Michael
irgendwie ist es schon komisch.....
.... wenn plötzlich der eigene Scheidungsantrag vom Anwalt im Emailpostfach steckt, mit der Bitte, man möge es durchlesen und sein okay geben. Wie sich nach 6 Jahre Beziehung das definitive Ende einfach so in nüchterne Worte fassen läßt. Klingt irgendie seltsam, denn seit 1 1/2 Jahren weiß ich dass die Beziehung aus ist. Aber trotzdem, wenn man so ließt:
"Die Ehe der Parteien ist gescheitert.
Die Lebensgemeinschaft der Ehegatten besteht nicht mehr. Sie leben seit spätestens 11.07.2011 getrennt, als die Antragsgegnerinaus der ehelichen Wohnung auszog.
Beweis: Parteivernehmung"
muss ich doch arg an mich halten um nicht loszuheulen. Ich weiß nicht wie es euch ging, als ihr den Scheidungsantrag gelesen habt. Naja, was solls. Was heul ich hier rum. Geht auch vorbei. Muss ja. Irgendwie.
Gruß,
PP (der gerade auch nicht versteht, warum er diesen Post schreibt).
Hi Paul,
auch wenn es nur die Einleitung der formal-juristischen Abwicklung einer Ehe ist - die Gefühle sind normal. Gerade wenn man bedenkt, dass ja ein Großteil von uns andere Lebensplanungen und Ziele in und mit den Beziehungen hatte.
Das postive ist aber, dass Du nach dem Scheidungstermin (der einvernehmlich nur ca. 15 min dauert) wirklich einen großen Schritt zum Neuanfang geschafft hast. Du wirst es merken, es geht weiter. Gruß Ingo
Meine Nemesis hatte zum Zeitpunkt des Scheidungsantrags schon so viele Maschinengewehrsalven in meinem Körper versenkt, dass der Scheidungsantrag nicht die geringsten Gefühle der oben genannten Art in mir auslösten.
Die kamen an ganz anderer Stelle und in ganz anderer Art.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
