Meine Geschichte, j...
 
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Meine Geschichte, jedenfalls ein Anfang

 
(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Leute,

im Gegensatz wohl zu den meisten hier, stehe ich wohl noch ziemlich am Anfang.

Auch weiß ich nicht genau, wie ich anfangen soll und deswegen lege ich einfach mal so los.
Die Anregung dazu, meine Geschichte auch zu schreiben, habe ich von "VJ" und "Bengel" bekommen. Vielen Dank erst einmal dafür.

Ich bin mit meiner Frau, keine Ahnung wie hier der Sprachgebrauch ist, seit 11 Jahren zusammen. Seit 2002 sind wir verheiratet. In diesem Jahr wurde auch unser Sohn gebohren. Die Heirat war keine Kurzschlußentscheidung wegen der Geburt. Wir waren zu der Zeit schon lange zusammen und waren uns über eine Heirat eigentlich auch einig, allerdings ohne einen festen Termin zu haben. Um eine geregelte gesetzliche Grundlage zu haben, haben wir vor der Geburt unseres Sohnes geheiratet.

Im darauffolgenden Jahr kauften wir ein Häuschen in einem Vorort und zogen von der Stadt aufs Land. Auch hier gab es ( meiner Meinung nach ) keine Probleme.
Um in die grosse Stadt zur Arbeit zu kommen benutze ich die Öffis und meine Frau nahm oder nimmt das Auto. Das ganze während ihrer 3 Jahre Elternzeit als auch jetzt, da sie wieder halbtags arbeitet. Auch hier sah ich bisher kein Problem. Ist aber wohl doch nicht so.

Meine Erkenntnis zwischendurch: Wir haben in all der Zeit verlernt, und da schliesse ich mich nicht aus, miteinander zu reden. Und beide haben wir eine schlechte Streitkultur. Wir haben in dieser Zeit nie gestritten sondern eher alles totgeschwiegen.

Doch jetzt schweife ich ab. Also weiter.

Wie gesagt. Ich Öffis. Meine Frau das Auto. Ich arbeit ganztägig und meine Frau halbtags.

Ich bin mir sicher das viele von euch den Kopf schütteln über meine kleinen Sorgen, aber in einem chat sprach jemand  gelassen aus, das ich vielleicht nicht alles sage was ich denke oder was mich bedrückt. Danke dafür.
Und das was ich hier schreibe habe ich bisher erst einem Menschen erzählt und da bin ich zu weit gegangen und die ganze Situation macht mich völlig fertig.

Durch die Benutzung der Öffis bin ich morgens und abends 2x45 Minuten unterwegs. Nun kann sich ja jeder ausrechnen, wann ich dann bei normalen Bürozeiten zu hause bin. Ist es dann fair mich anzuklagen, daß ich erst zwischen 5 und 6 für die Familie da bin?

Mitte des Jahres sind wir dann zu einer Beratung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, daß ich meine Frau noch liebe. Ich hatte den festen Willen etwas zu verbessern. In diesen Gesprächen haben wir auch einige Sachen über uns erfahren, und einige Missverständnisse hätten ausgeräumt werden können. Leider war der Wille auf Seiten meiner Frau nicht da oder nicht stark genug.

Zwischenbemerkung: Beim drüberlesen bemerke ich gerade wie negativ ich meine Frau hier darstelle. Ich tue ihr damit zu einem grossen Teil unrecht und bin bestimmt auch nicht besser.

Jedenfalls hat Sie deutlich gemacht, daß sie sich nicht vorstellen könnte freundlich zu sein oder Nähe zu zulassen und "mich nicht mehr liebt". Und das wir nicht mehr zusammen leben sollten.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, daß ich sie liebe aber irgendwie fehlte da schon ein gewisser Schmerz und mittlerweile habe ich realisiert, daß das nur ein klammern war.

Seitdem eiern wir herum und ich weiß nicht weiter. Ich habe fürchterliche Angst vor der Zukunft und das, was man hier schlimmes liest, macht die Sache nicht leichter. Am meisten macht mir Angst, wie Menschen sich verändern, wenn es ums Geld geht. Das Zusammenleben ist richtig schlimm aber ich muss immer an meinen Sohn denken. Vielleicht ist das auch nur eine Ausrede und ich bin nur zu Feige auszuziehen.

Ich glaube, das reicht erst einmal für den Moment. Richtige Fragen waren es eigentlich nicht, aber ich freue mich trotzdem auf eure Rückmeldungen.

Es tut gut sich mitzuteilen.
und ich bin mir sicher, das dies wirklich erst der Anfang ist. Rein emotional. Über die Fakten muss ich noch viel lernen in der nächsten Zeit.

In diesem Sinne.
marko der inspector


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 01.11.2006 17:57
(@papi74)
Registriert

Hallo und Willkommen auf Vatersein.de...

die Zukunftsängste die du hast kann Dir keiner nehmen. Versuche mit Freunden zu reden und gehe die Sache ganz langsam an.

Es ist eine schwierige Zeit und in der Regel wirds mit der Zeit besser. Versuche soviel Zeit, wie es irgends geht mit Deinem  Kind zu verbringen...der Rest kommt von ganz alleine.

Vatersein wird Dir bei vielen Fragen sicherlich helfen können, versuche aber nebenbei trotzdem den Freundeskreis zu nutzen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück für die nächste Zeit...

Kopf hoch...das wird schon alles.

Mfg

papi74


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.11.2006 18:31
(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Leute,

ich muss doch noch etwas ergänzen. Das habe ich wohl nicht rübergebracht.

Versuche mit Freunden zu reden und gehe die Sache ganz langsam an.

Ich habe im moment den Eindruck, daß ich mir schon zuviel Zeit gelassen habe. Dieses Anschweigen ist für mich unerträglich geworden. Ick komme mit Horror von der Arbeit und bin froh, wenn ich weg sein kann. Das zusammen sein mit meinem Sohn ist für mich meistens nicht angenehm, weil er wohl ein Gefühl für die Sache hat, und uns gegen einander ausspielen will. Ständig und immer. Es ist ein lebhaftes Kind würde man wohl sagen. Obwohl wir dann uns "einig" sind, belastet mich dieses Klima nervlich enorm.
Es tut mir leid, daß ich das so drastisch sage, aber ich habe schon suizidgedanken gehabt und ernsthaft in Erwägung gezogen.

Kopf hoch...das wird schon alles.

Deinen Optimismus kann ich im Moment nicht teilen.

Aber vielen Dank für die Unterstützung


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.11.2006 19:48
(@black-knight)
Schon was gesagt Registriert

Moin inspector,

es ist wirklich schwierig hier besonders viel zu sagen. Die Gedanken und Gefühle können hier bestimmt eine Menge nachempfinden, doch denke ich, dass Unterstützung für die Seele, das beste für dich ist.
Du bist da auf einem Weg und siehst ein großes Loch vor dir, wenn du nicht aufpaßt fällst du hinein. Ich will damit sagen:
Gibt es keine Freunde, keine Menschen in deiner familiären Umgebung, oder sonst welche Bekannte, bei denen du dich ausheulen kannst oder die Geschichte anbringen kannst, dann versuch dir psych. Unterstützung professionell Art zu besorgen. Das mit den Suizidgedanken ist einfach nicht richtig und schon gar nicht gut.
Mir hat das damals sehr geholfen, auch wenn steinig war und unglaubwürdig, was die Zukunft betrifft, aber es hat sich alles geregelt. Ich wollte das nie glauben.
Und ein Tip noch: Wenn du eine Entscheidung bzgl. deiner Frau oder Familie oder Kind triffst, dann steh dazu, das ist ganz wichtig. Für dich! Also versuch ein wenig Gelassenheit in die Geschichte zu bekommen, so blöd das auch klingen mag.
Vielleicht bist du aber auch schon weiter als du denkst, weil du keinen Schmerz so richtig gefühlt hast. Überprüf dich aber ob nicht etwa andere Probleme in dir vorhanden sind.

In diesen Sinne

Black Knight


AntwortZitat
Geschrieben : 01.11.2006 20:04
(@melmi)
Rege dabei Registriert

Hey hey Inspector... also erstmal herzlich willkommen hier im Forum (sagt der Frischling der auch gerade mal seit heute angemeldet ist)  :knockout:

Zumindest mache ich aber seit 8 Jahren ein nicht allzukleines Familiendrama mit und glaube mir es geht immer irgendwie weiter !!! Das darfst Du NIE vergessen ! FREUNDE und zwar am besten der BESTE Freund sind in dieser Anfangsphase und natürlich generell ganz ganz wichtig, du musst jemanden haben dem du dich anvertrauen kannst und der dich auch ernst nimmt und nicht mit den Infos gleich zu deiner "Noch"-Frau rennt oder es seiner Frau erzählt etc....! Es geht dabei nicht darum unbedingt einen Rat zu bekommen, sondern einfach über deine Sorgen und Ängste mit ihm zu sprechen ! Meist sieht man danach schon etwas klarer......und man lernt gute Rotweine und schöne deutsche Sonnenaufgänge kennen  😉

Danach oder dabei solltest du dir überlegen was DU eigentlich möchtest !!! Dein Kind, noch deine Frau, die Comfort-Zone verlassen ? Alles erfordert auf jeden Fall eine Menge Kraft und Nerven und Courage !!! Falls du die Entscheidung triffst Dich zu trennen kann ich Euch nur wärmstens den Weg der MEDIATION empfehlen, Anwälte von Anfang an bringen nur Ärger, viel Geldverlust und Kriege, nicht nur zwischen Euch sondern auch auf dem Rücken der Kinder, des Kindes ausgetragen..... also Mediation und dann wenn alles geregelt ist und das wird einiges mein Lieber, dann zu einem Anwalt und schlussendlich das Thema durchziehen......

Mehr Rat kann ich momentan noch nicht geben, dazu müsste ich die Geschichte besser kennen.... freue mich aber auf ein Update wenn Du möchtest....

Grüsse und vor allem Kopf hoch !  :thumbup:
Melmi


Life is a Rollercoaster 😉

AntwortZitat
Geschrieben : 01.11.2006 20:04
(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo ihr alle,

vielen Dank erst einmal für die Rückmeldungen.
Da habe ich erst mal wieder was zum nachdenken.
Neues habe ich im Moment nicht aber zu euren Kommentaren habe ich noch Fragen.

@Black Knight

Vielleicht bist du aber auch schon weiter als du denkst, weil du keinen Schmerz so richtig gefühlt hast. Überprüf dich aber ob nicht etwa andere Probleme in dir vorhanden sind.

Was meinst Du mit "anderen Problemen"? Kannst Du mir da einen konkreten Hinweis geben? zur Not auch per mail? Hast mich etwas unsicher gemacht damit.

@Melmi

FREUNDE und zwar am besten der BESTE Freund sind in dieser Anfangsphase und natürlich generell ganz ganz wichtig, du musst jemanden haben dem du dich anvertrauen kannst und der dich auch ernst nimmt und nicht mit den Infos gleich zu deiner "Noch"-Frau rennt oder es seiner Frau erzählt etc....!

Wieso betonst Du gerade "der beste Freund"? Glaubst Du , daß eine alte Freundin diese Rolle nicht ausfüllen kann und man eventuell in andere Probleme läuft?

Und wie findet man den Weg zur Mediation , wenn wir so schon nicht mit einander reden können?

Danke dür die Unterstützung.
Inspector


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.11.2006 10:36
(@papi74)
Registriert

Hallo,

ob du nun zu Deinem besten Freund oder Freundin gehst ist egal...das sind Wortspielchen. Was wir Dir hier alle sagen wollen...rede mit Menschen Deines Vertrauens.

Sie haben auch vielleicht Tipps und Anregungen für Dich, an die du im Moment gar nicht denkst.

Sie können Dich vielleicht emotional auffangen...zur Not suche den Weg zu einer professionellen Hilfe.

Mfg

papi74

PS. Ich denke du suchst und siehts momentan nur Probleme...suche nach Lösungen.


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 02.11.2006 13:02
(@zulangezustill)

Hallo inspector,

jaja, deine Geschichte erinnert mich in deutlichen Zügen an meine, nur dass meine FRau die Beziehung noch fortführen möchte.

Man eiert durch die Gegend und weiß gar nicht, wozu das gut sein soll. Man tut es für das/die Kind/er und merkt, wie sich die Situation immer weiter verschlimmert. Kind/er spielt/en einen gegeneinander aus, Streit vor den Kindern, Kinder werden reizbar und unsicher.

Man vesucht alles doch irgendwie am laufen zu halten, weil man sich dem Kind gegenüber schuldig fühlt, man hat es ja in die Welt gesetzt und möchte als Eltern für das Kind auch da sein. Auf der anderen Seite ist man froh, wenn man nicht zuhause ist.

Kenne ich zur Genüge, es ist eine mehr als beschissene Situation. Aber du tust dem Kind nichts gutes, das habe ich bei mir gemerkt. Die Situation verschlimmert sich latent, eine Trennung ist besser als so ein Schwebezustand. Ich bin selbst Scheidungskind, das schlimmste waren die 3-4 Jahre vor der Scheidung, danach wares besser. Auch mein Verhältnis zu meinem Vater ist durch die Trennung nicht verblaßt.

Mir geht es dann auch noch wie dir, man weiß ja auch nicht, was kommt danach.

Vielleicht hat man doch was ausgelassen, um alles zum guten wenden zu können? Aber was einem über Jahre nicht einfiel, wird auch nicht mehr kommen.

Ich habe gute Freunde, zu denen ich jederzeit kann und die mir in den Hintern treten, wenn ich drohe, schwach zu werden.

Ich kann denke ich also vieles nachvollziehen, was dich bewegt. Leider bleibt die Quintessenz: Der Weg muss gegangen werden, zum eigenen Wohle und dem des Kindes, denn das leidet durch die Umstände am meisten, auch wenn man ihm heile Welt versucht vorzugaukeln. Kinder merken das, wenn vielleicht manchmal auch unbewußt.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg.

Ich laufe auch manchmal Gefahr, von meinem Weg abzukommen und weiterzumachen wie bisher, immer wieder kommt der Gedanke: Vielleicht ist es so doch besser für die Kinder ... habe ich zwei Jahre gemacht und auch versucht, was zu verbessern. Ich habe einsehen müssen, dass es nichts bringt. Ich würde mir auch jetzt gern ein Hintertürchen offen lassen so nach dem Motto: Wer weiß schon, was und wie wir in einem viertel oder einem halben Jahr denken? Aber das sind wohl auch Illusionen, die sich als Unsinn herausstellen. Man muss lernen, die Sache zu akzeptieren und das verarbeiten, ist für alle Seiten besser, aber schwer.


AntwortZitat
Geschrieben : 02.11.2006 14:41
(@black-knight)
Schon was gesagt Registriert

Hei inspector,

ich meinte mehr damit, dass, wenn du Konflikte mit dir hast, evtl. so was wie Angst (allein sein = einsam, nein danke dann leiber das Grauen erst mal weiter mit machen). Da kann ich dir nur raten: Lass es! Entscheide dich, dass ist zwar erst mal ein Absturz, der aber wieder auf den Weg deiner eigenen Normalität führt. Was die Zukunft bringt weiß keiner.

Also, berichte weiter und denk dran: es gibt für solche Momente und Zeiten Profis (gerade wenn du keine richtigen Vertrauensleute um dich hast)

Gruß
B.K.


AntwortZitat
Geschrieben : 02.11.2006 23:04
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Marko!

Finde es schön, daß du den Mut gefunden hast, deine Geschichte wirklich mal aufzuschreiben.

Man merkt, daß du sehr viel nachdenkst, dir viele Gedanken machst.
Ich habe aber das Gefühl, daß du bald kaputt gehst, wenn nicht bald irgendetwas passiert...

Du schreibst selbst, daß ihr "herumeiert", und du Angst vor der Zukunft hast, auch wegen Dingen, die du hier im Forum liest.
Irgendwer hat in einem anderen Thread geschrieben (bitte verzeiht mir, ich weiß echt nicht mehr, wer und wo), daß das, was einigen Vätern hier passiert ist, jedem Vater passieren KANN, aber nicht zwangsläufig passieren MUSS.

Du schreibst, daß es euch sehr schwer fällt, miteinander zu sprechen.
Vielleicht kannst du sie einmal direkt darauf ansprechen, daß du dir Sorgen um eure Zukunft und um die Zukunft eures Sohnes machst. Wenn ihr nicht über eure Probleme miteinander reden könnt, dann vielleicht darüber, wie es mit eurem Kind weitergehen soll.
Und wenn ihr euch darüber einig seid, daß ihr, egal was passiert, beide wollt, daß es eurem Sohn gut geht, dann ist der erste Schritt schon getan. Der zweite wäre, falls ihr wirklich nicht miteinander reden könnt, ein Gespräch beim Jugendamt, in weiterer Folge ev eine Mediation.

Mach kleine Schritte, Marko, einen nach dem anderen.

Mach dir Gedanken darüber, was du selbst willst, wie du es anstellen kannst, daß es dir wieder besser geht.
Überleg, was dich zu Hause hält und was sich ändern würde, wenn ihr euch trennt. Schreib es einfach nur für dich selbst auf, vielleicht hilft dir das.
Erst wenn du dich selbst wieder stabilisiert hast, kannst du dir auch über die Zukunft Gedanken machen.

Ich bin auch mit den anderen hier einer Meinung, daß es für ein Kind viel schwerer und stressiger ist, wenn es jeden Tag die Spannung und die Konflikte zwischen den Eltern spüren muß, als wenn die Eltern sich getrennt haben und jeder von ihnen ein stabiles Leben führt.
Sprecht darüber, was ihr euch für euren Sohn wünscht und wie ihr es erreichen könnt.

Vielleicht gibt es einen Verwandten, Oma oder Opa, der den Kleinen mal für einen Nachmittag nehmen kann, so daß ihr beide Gelegenheit und Ruhe habt, über ihn und eure Zukunft zu sprechen.

Ich wünsche dir viel Kraft, Marko!

Du schaffst das.

Und such dir Hilfe, wenn du das Gefühl hast, sie zu brauchen. Hier und vor allem auch außerhalb des Internets. Frag beim Jugendamt nach, such vielleicht nach Selbsthilfegruppen.
Gib nicht auf.

lg
vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Geschrieben : 03.11.2006 01:56




(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Freundinnen und Freunde,

ich bedanke mich für eure Unterstützung und wollte euch eine kurze Zwischenmeldung geben.

Einfach aus dem Grund, weil ich in den letzten Tagen bemerkt und gefühlt habe, daß ihr euch Gedanken und vielleicht auch Sorgen um mich macht.
Und darum möchte ich euch berichten, daß ich nicht aufgeben werde.
Die weiter oben angesprochenen Suizidgedanken sind für mich definitiv keine Alternative. Ich würde meinen Sohn und am Ende auch mich im Stich lassen.
Weiterhin habe ich eure Anregung aufgegriffen, zusätzlich zu eurem Beistand professionelle Hilfe zu suchen.

@Black Knight und alle

PS. Ich denke du suchst und siehts momentan nur Probleme...suche nach Lösungen

Weiterhin habe ich eure Anregung aufgegriffen, zusätzlich zu eurem Beistand professionelle Hilfe zu suchen, weil ich realisiert habe, daß ich "alleine" nicht weiter komme.
Gestern habe ich mit meinem Hausarzt gesprochen und dieser hat mir mit Vorschlägen zu weiteren kleinen Schritten einen gangbaren Weg aufgezeigt.

Den Weg zum Jugendamt möchte ich zur Zeit nicht gehen, weil ich befürchte, schlafende Hunde zu wecken.
Ob das so ist weiß ich nicht. Vielleicht könnt ihr mir Auskunft geben.

Grüsse
Marko


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.11.2006 11:01
(@zulangezustill)

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich vor dem Gang zum Jugendamt einen Heidenrespekt aus genau den Gründen hatte, bin dann aber trotzdem hin. Es war richtig, als besorgter Vater, der du ja nicht die Mutter nur in die Pfanne hauen willst, bekommst du dort Ratschläge und Hilfestellungen, wie du die Probleme um deinen Sohn mit deiner Frau konstruktiv lösen kannst. Ich würde dir also raten, es zu tun. Vielleicht sogar mit deiner Frau zusammen, je nachdem, wie gut ihr beide miteinander reden könnt, wenns nicht um euch und eure Beziehung, sondern um das Kind geht?  :question:


AntwortZitat
Geschrieben : 03.11.2006 11:42
(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebe Leute,

ich brauche dringend eure Hilfe. Diese Simmungsschwankungen machen mich völlig fertig.
Wie ich weitere oben schrieb, suche ich professionelle Hilfe. Die Überweisung meines Hausazt zum Psychotherapeuten habe ich in der Hand.

Aber wisst ihr, wie schwer es ist einen zu finden. Am Freitag habe ich, aus Mangel an Erfahrung, stunden lang herum telefoniert auf der Suche nach einem Termin.
Die meisten hatten einen Anrufbeantworter laufen mit ihren Sprechzeiten. Alle hatten nur 1 oder 2 mal in der Woche Sprechzeiten. Ist das normal?

Hat irgendjemand von euch Erfahrung mit diesen Sachen? Vielleicht bin ich ja falsch an die Sache rangegangen.

Nicht stark bleiben sondern wieder stark werden ist jetzt erst einmal der nächste Schritt.

Grüße
Marko


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 04.11.2006 14:18
(@andreadd)
Registriert

Hallo Marco,

du hast eine PN.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 04.11.2006 14:32
(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebe Leute,

ich habe mal eine Frage an euch, die da Erfahrung mit haben .

Was ändert sich denn rechtlich und vielleicht auch in finanzieller Hinsicht wenn ich aus dem gemeinsamen Haus ausziehe und eine Wohnung suche. Meine Frau und mein Sohn würden weiter im EFH wohnen.
Gibt es irgendwo hier vielleicht etwas zum nachlesen.  :question:

Danke
Inspector


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 24.11.2006 17:50
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Inspektor!

Das mit dem "Therapeuten finden" ist immer so eine Sache und jeder, der einen gefunden hat, hat einen gewissen Weg der Suche hinter sich.

Normalerweise sind Therapeuten sehr gut "besucht". Eine Therapiestunde geht in der Regel 50 Minuten, meist von der vollen Uhrzeit bis 10 Minuten vor der nächsten vollen Stunde. Diese 10 Minuten nutzen die meisten Therapeuten dann um den AB abzuhören und ggf auch zurück zu rufen. Es ist also völlig normal, daß Du regelmäßig auf ABs sprechen musst. Und es ist normal, daß die am Telefon recht kurz angebunden sind. Meist sitzt schon der nächste Patient da und wartet.

Der richtige Weg wäre dieser:
Suche Dir aus dem Telefnonbuch einige raus, rufe sie der Reihe nach an und sprech ihnen auf den AB mit Bitte um Rückruf. In 1-2 Sätzen kannst Du Dein Problem ansprechen, aber fülle das Band nicht mit einer ganzen Geschichte.

Einige werden Dich zu einem Gespräch einladen und mit denen machst Du dann einen Kennenlern-Termin. Die Therapie machst Du dann bei dem, der Dir symphatisch ist. Denn das ist ein sehr wichtiger Punkt für eine erfolgreiche Therapie.

Du hast je 3 Therapiestunden, innerhalb derer Du Dich noch gegen den Doc entscheiden kannst. Falls Du merkst, daß Ihr doch nicht so super klar kommt miteinander. Diese 3 Stunden werden von der Kasse bezahlt. Glaube Du kannst insgesamt 5 Therapeuten auf diese Art durchtesten - was aber meist nicht nötig ist. Die eigentliche Therapie wird auch von der Kasse bezahlt. Meist sind das anfangs 10 Stunden. Je nach Dringlichkeit 1-2 Termine pro Woche. Danach kann -wenn nötig- eine weitere Einheit beantragt werden. Wenn bei Dir wirklich einiges im Argen liegt, dann wirst Du wohl auch eine Langzeittherapie bewilligt bekommen, was der Arzt organisiert und was in der Regel auch bewilligt wird. Du benötigst lediglich Deine KK-Karte. Um alles weitere kümmert sich dann der Doc.

Eine Therapie ist nicht wie beim Arzt. Auch hat dort niemand weiße Kittel an. In einer gemütlichen wohnlichen Umgebung sitzt ihr Euch gegenüber und unterhaltet Euch. Vielleicht mit ner Tasse Tee. Mit fundierten Fragen führt der Doc Dich dann durch Deine Problematik, führt Dich zu Lösungen und vor allem zu Hilfsmitteln, um das Leid ertragen zu können.

Es ist nicht als wäre man krank und säße beim Arzt. Es ist eher so, als säße man einem Coach gegenüber, der sehr kompetent ist und einem einfach nur gute Tips gibt, wie man seinen Weg meistern kann.

Der Schritt zur Therapie ist in jedem Fall ein guter!! Es wird Dich stärker und handlungsfähiger machen. Nach und nach wird auch Dein Leidensdruck gemindert. Je nach Stärkegrad Deines Leids bekommst Du vielleicht auch ein paar Tabletten, die Dir gut über die erste schlimme Zeit helfen. Ich wünsche Dir schnellen Erfolg.

Grüße,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 24.11.2006 19:30
(@inspector)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebe Leute,

heute brauche ich eure Unterstützung oder vielleicht auch nur den Kopf gewaschen von euch.

Meine Frau und ich reden kaum noch miteinander. Das wisst ihr ja schon.
Heute habe ich versucht mit ihr zu reden, wie sie sich den weiteren Fortgang vorstellt. Darauf hin antwortete Sie mir, daß sie darauf wartet, daß ich mir eine Wohnung suche.
Das sie über kurz oder lang das Haus nicht halten wird können wäre ihr auch klar.
Ich muss auch sagen, daß ich immer zurück gesteckt habe. Bezahle alles, wirklich alles. Ihr Geld bleibt ihr komplett. Bin aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen. Fahre mit Öffis, damit sie das Auto nutzen kann usw. Egal
Als ich heute das Gespräch mit ihr gesucht habe und wissen wollte wie Sie sich das mit Besuchsrecht und Finanzen in Zukunft vorstellt ist sie agressiv geworden und sagte den Standartspruch...  Ich will nur das, was mir zusteht. Später wollte ich noch einmal reden und Sie sagte, daß sie keine Zusagen treffen will in ihrer Wut und nichts mehr sagen will. gar nichts mehr. Im Moment gehe ich von absoluter Funkstille und Kommunikation über irgendeinen Anwalt aus.
Sie will ausziehen und für sich und den Jungen eine Wohnung suchen.

Auch gehe ich davon aus, daß sie den Jungen als Druckmittel einsetzen wird um ihre Forderungen durchzusetzen.

Nun an die erfahrenen unter euch . Wie soll ich mich verhalten? Was kann oder muss ich unbedingt tun?
Bin in Vollzeit beschäftigt und wüsste nicht wie ich das zeitlich hinkriegen würde wenn ich den Jungen hätte. Ist Teilzeit da eine Alternative und der Verkauf des EFH sowieso?

Entschuldigt wenn es etwas durcheinander geschrieben ist, aber ich weiss nicht richtig weiter. ;(


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 04.12.2006 22:57
(@schmusepapa)
Registriert

Hallo inspector,

Ich muss auch sagen, daß ich immer zurück gesteckt habe. Bezahle alles, wirklich alles. Ihr Geld bleibt ihr komplett. Bin aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen. Fahre mit Öffis, damit sie das Auto nutzen kann usw. Egal
Als ich heute das Gespräch mit ihr gesucht habe und wissen wollte wie Sie sich das mit Besuchsrecht und Finanzen in Zukunft vorstellt ist sie agressiv geworden und sagte den Standartspruch...  Ich will nur das, was mir zusteht.

Erinnert mich teilweise an meinen eigenen Fall. Rechne mal aus, was ihr "zusteht" und ob sie damit überhaupt eine Wohnung bezahlen kann. Zudem wäre zu klären, ob ihr nicht beide nach dem Verkauf des Hauses noch auf Schulden sitzenbleibt.

Meine "Ex" bekommt heute weniger Unterhalt als noch zu Ehezeiten Haushaltsgeld. Weniger Geld (dank Steuerklasse 1) muss halt jetzt für 2 Haushalte reichen.

Deine Frau scheint keinen Plan zu haben. Sie weiß nicht wirklich, was ihr "zusteht".

Versuche, ein Betreuungskonzept für euren Sohn zu planen. Gibt es Großeltern bzw. Bekannte, die helfen könnten? Wenn sie dann ausziehen will, dann ohne Sohn.

Mache ihr doch den Vorschlag, dass sie sich ein eigenes Auto kauft. Dann hast du mehr Zeit für die Familie. Finanziell sollte das ja "drin" sein, wenn sie halbtags arbeitet und das ganze Geld für eigene Bedürfnisse hat.

Ich würde jetzt zudem ganz schnell persönliche Papiere und Unterlagen sichern. Im "Ernstfall" sin diese nämlich ganz schnell weg.

Beobachte die Situation jetzt ganz genau. Erst sagt deine Frau, du sollst ausziehen, dann will sie mit Sohn ausziehen.

Gruß

Martin


AntwortZitat
Geschrieben : 05.12.2006 00:18
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Grüß Gott @inspector,
erst mal zu Deiner Frage

Nun an die erfahrenen unter euch . Wie soll ich mich verhalten? Was kann oder muss ich unbedingt tun?
Bin in Vollzeit beschäftigt und wüsste nicht wie ich das zeitlich hinkriegen würde wenn ich den Jungen hätte. Ist Teilzeit da eine Alternative und der Verkauf des EFH sowieso?

Du solltest an ERSTER Stelle in Deinem Weltbild stehen, daher solltest Du m.E. erst für Dich sorgen und Dich auf "Vordermann" bringen (lassen). Dein Sohn wird Dich brauchen und er verlässt sich auf Dich, daß Du für ihn da bist ... Versuche. trotz allem, Ruhe in Dein Leben und in Deine Gedanken zu bringen, daraus können ungeahnte Kräfte erwachsen.

Auf jeden Fall nichts überstürzen, mach dir erst mal ´nen Plan, was passieren könnte, wenn dies oder jenes veranlasst wird. Was willst Du erreichen, welchen Einsatz kannst Du leisten, welchen (reailistischen) Erfolg versprichst Du Dir, etc. pp.
Thema EFH:
Ist es Zugewiin oder hat einer von Euch beiden in die Ehe gebracht (Gütertrenung??) Das Thema Finanzen wird früh genug auftauchen, deshalb ist es m.E. wichtig, daß Du im Rahmen einer gewissen Vorsorge erst mal alle Dich/Euch betreffenden relevanten Dokumente, Verträge, Titel und Ähnliches an einen sicheren Ort schaffst.

Eine Therapie kann ich aus eigener Erfahrung nur begrüßen ... die anfängliche Scheu/Scham (ich brauche doch keinen Psychotherapeuten) hat sich schon nach dem ersten Vorstellungsgespräch in ein offenes und vertrauenvolles Verhältnis gewandelt.

Ich wünsche Dir Kraft, Ausdauer und auch Gelassenheit!
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 05.12.2006 11:06
(@rainbow)
Zeigt sich öfters Registriert

servus inspector,

mein tipp wäre, dass du dir eine beratungsstunde bei einem anwalt leisten solltest. nicht, um deine nochfrau fertig zu machen, sondern um darauf zu achten, dass du dir nicht dein weiteres leben durch irgendwelche unbedachten handlungen verbaust.
ein (guter) anwalt weiß einfach, worauf es ankommt.
und man darf auch nie vergessen, dass der nochpartner definitv einem NICHT mehr gut gesinnt ist (zumindest ist das in den meisten fällen so). das bedeutet, dass man(n) gut daran tut, sämtliche vereinbarungen schriftlich und klar festzulegen (ich hab seeehr lange bebraucht, bis ich das kapiert habe).

und auch ich möchte dir sagen, dass es ganz sicher wieder aufwärts geht. auch wenn derzeit für dich alles im dunkelsten schwarz erscheint -----> es wird wieder heller werden, du wirst es ganz sicher erleben.

dafür nur ganz rasche eine kurze geschichte: ich hab 3 jahre sehr darunter gelitten, dass ich meinen sohn nur zu den besuchzeiten sehen konnte. das hat mich total fertig gemacht und ich war mehr als verzweifelt. um das ganze noch zu toppen, ist meine ex dann auch noch 200 km weit weg gezogen. ich war wirklich am boden zerstört.
und dann trat plötzlich eine situation ein, die ich immer als absolut unmöglich eingestuft habe: mein sohn ist zu mir gezogen (das ist jetzt 3 monate her). NIE hab ich damit gerechnet - wirklich nie.
und plötzlich ist für mich wieder die sonne aufgegangen und mein leben ist wieder hell erleuchtet!!!!

ich möchte dir damit zeigen, dass kein mensch weiß, was morgen sein wird. die dinge ändern sich oft sehr abrupt. sowohl zum schlechten, aber auch zum guten.

und wir hier schon zu lesen war: freunde sind immens wichtig!!! freunde die einfach zuhören können - auch wenn man zum 100. mal über den schmerz der derzeitigen situation spricht.

ich wünsch dir was, inspector.
lg

rainbow


AntwortZitat
Geschrieben : 05.12.2006 14:05